Sonnek

Sommerlektüre

29.07.2022
Lupe

Die sommerliche Zeit hat mir bislang ausreichend Gelegenheit geboten, einige in meiner Sicht spannende Bücher lesen zu können, die sich so über das Jahr angesammelt haben. In den letzten Monaten habe ich hin und wieder aus Büchern zitiert, die sich mit den Themen Energie und Klima befasst haben. Heute biete ich etwas schwerere Kost: Literatur über Themen, die für unsere gesellschaftlichen Entwicklungen von Bedeutung ist. Eigene Recherchen im Internet haben mich immer wieder auf die Spur von Autoren gebracht, die in ihren Büchern Hintergründe ausleuchten, zu denen ich in gängigen Medien nichts finden kann.

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Bieten oder Bitten?

22.07.2022
Frage

Geistig-schöpferisch tätige Freiberufler kommen auf verschiedene Weisen zu ihren Aufträgen. Eine davon besteht darin, dass sie von einem möglichen Auftraggeber – je nach Herangehensweise oder Tonfall – aufgefordert, eingeladen oder gebeten werden, ein Angebot über bestimmte Leistungen zu legen. Viele der angesprochenen Dienstleister wenden darauf nicht unbeträchtliche Mühe auf, ein solches Angebot zu erstellen, besonders dann, wenn die gestellte Aufgabe außerhalb der Tagesroutine liegen. Und anstatt als selbstbewusste Bieter aufzutreten, präsentieren sich manche Freiberufler als fast unterwürfige Bittsteller. Das soll nicht sein!

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Pfeil

Wir haben es in den letzten beiden Jahren so oft gehört: Der grassierende Krankheitserreger sei besonders gefährlich für alle, die ein schwaches Immunsystem haben, also für Alte, Kranke oder sonst in irgendeiner Weise gesundheitlich Vorbelastete. Unter all den als Vorbeugung verordneten Impfkanonaden, Lockdowns und Verhaltensregeln habe ich daher eine Sache vermisst: Gezielte Kampagnen oder wenigstens Anleitungen darüber, was jedermann aktiv dafür tun kann, um sein Immunsystem zu stärken. Nicht nur die Risikogruppen betreffend, sondern alle. – Heute also einmal ein nichttechnisches Thema!

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Energie

In Sachen Energieversorgung sind die gegenwärtige Situation und die Ausblicke wenig erbaulich. Verbraucher sind zwar noch nicht geschockt, reiben sich aber die Augen angesichts der Preiskapriolen bei Treibstoffen, Heizmedien und Stromtarifen. Zurufe aus der Wirtschaft werden immer ungeduldiger und schärfer. Politiker erscheinen mir zurzeit völlig ratlos. Aus Technikersicht hoffe ich aber, dass – anders als in den letzten zwei pandemiedominierten Jahren – wenigstens zur Energiesituation eine offene Diskussion unterschiedlicher Lösungswege möglich ist und nicht wieder einseitige und mit Ideologien überfrachtete Propaganda alles niederwalzt.

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P

In einem Gerichtsurteil kommt ein Ingenieurbüro unerwartet zum Handkuss und wird zum Schadenersatz verurteilt, obwohl es weder mit dem angeblichen Schaden selbst noch mit seiner Ursache etwas zu tun hatte. Der persönlich gar nicht in den Bauablauf involvierte geschäftsführende Ingenieur dürfte einigermaßen fassungslos gewesen sein. Zu seinem Glück wurde das Verfahren wieder aufgenommen und nach Richterwechsel und mit neuem Anwalt stehen seine Chancen gut, dass für ihn die Sache mit Feststellung seiner Nichtverantwortung enden wird. Wie aber konnte es überhaupt so weit kommen?

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Eta

Am 17. Februar 1897 schloss Moritz Schröter, Maschinenbauingenieur und angesehener Hochschullehrer für Theoretische Maschinenlehre an der Technischen Hochschule München, seine offizielle Prüfung des neuen Motors von Rudolf Diesel ab. Ziel der penibel durchgeführten Prüfung war es gewesen, die Wirtschaftlichkeit der Maschine herauszufinden. Damit sollte bewiesen werden, dass sie das vielversprechende Potential zu einer kommerziell vorteilhaften Anwendung besaß. Der viereinhalb Tonnen schwere und etwa 18 PS starke Motor am Prüfstand lieferte unter Volllastbetrieb ein eindrucksvolles Ergebnis ab.

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Rufzeichen

Vielleicht hängt es mit meinem fortgeschrittenen Alter zusammen, aber mir fehlt mittlerweile die Geduld, unnötig lange Texte zu lesen, die im geschäftlichen Schriftverkehr fallweise daherkommen. Beispiel gefällig? In einem Gerichtsfall kooperiere ich mit einem Kollegen, der soeben seinen Teil bearbeitet. Er schickt mir seine Einladung zu einer örtlichen Befundaufnahme. Der Text ist klein gedruckt und umfasst drei Seiten. Ich überfliege das offenbar in guter Absicht verfasste Elaborat, versuche, das Wesentliche zu erfassen und stelle fest, dass sich der relevante Inhalt locker auf einer Seite hätte unterbringen lassen.

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Stufen

Nein, hier geht es nicht um Ereignisse, in denen PowerPoint-Folien im Mittelpunkt stehen. Die Erfahrungen mit solchen Anlässen wären zweifellos auch einige Bemerkungen wert. Thema ist hier jedoch, wie die eigene Leistung einem möglichen Auftraggeber überzeugend nähergebracht werden kann. Wie an dieser Stelle schon des Öfteren angemerkt, haben insbesondere (wir) Techniker darin sehr viel Nachholbedarf. Unser Hauptfehler liegt darin, dass wir zu rasch über Eigenschaften und Merkmale unserer Leistungen reden, anstatt dass wir den Nutzen für den Kunden in den Vordergrund stellen.

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Wert

Einsprüche gegen die Höhe des Honorars eines Sachverständigen kommen hin und wieder vor. In den meisten Fällen werden sie von der Seite vorgebracht, für die das Verfahren wegen des Gutachtensergebnisses nicht sehr vorteilhaft aussieht. Altgediente Sachverständige sind darauf vorbereitet oder besser gesagt, dagegen gewappnet. Das bedeutet im Klartext, dass jede, auch noch so kleine Position in der Gebührennote – so heißt die Honorarnote bei Gericht – im Anlassfall ganz genau belegt und begründet werden muss. Wie wichtig diese Sorgfalt ist, zeigt sich an jenem Fall, den ich gerade erlebt habe.

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SV

Gutachtensauftrag vom Gericht. Ich weiß bereits Bescheid. Die Richterin hat zuvor am Telefon den Fall und die Sachlage geschildert und die Angelegenheit scheint eindeutig in mein Fachgebiet zu fallen. Ihre Frage „Können Sie den Auftrag übernehmen?“ habe ich bejaht, allerdings mit dem Vorbehalt, dass ich mir den Akt genau durchsehen muss. Dass die Vorsicht berechtigt war, zeigt sich, als der Gerichtsakt freigeschaltet ist und ich das ganze Konvolut heruntergeladen habe. Nach Studium des Akts und der Beilagen wird mir rasch klar: Die Sache liegt zwar sehr nahe an meinem Fachgebiet, gehört tatsächlich aber in das Baufach!

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