Sonnek

Pfeil

Business as usual in Zeiten des Erfolgs kann einer der größten Feinde des Unternehmers und Selbstständigen werden. Die Gefahren lauern in einem Tagesablauf, der gut funktioniert, aber schleichend langsam und daher unbemerkt in Routine erstarrt. Diese Erstarrung macht unempfänglich für Dinge, die nicht mehr richtig laufen, aber noch keine merklichen negativen Folgen haben. Erst wenn nach einiger Zeit Alarmglocken zu läuten beginnen, etwa weil einige Kunden mit den gebotenen Leistungen nicht mehr zufrieden sind oder weil plötzlich die Erträge einbrechen, findet ein schockartiges Erwachen statt. Höchste Zeit, das Ruder herumzureißen.

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Ziele und Systeme

02.08.2018
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Die ersten paar Zeilen dieses Beitrags sind an Bord eines Flugzeugs entstanden, das schon im Anflug auf seinen Bestimmungsort war. Nach Abholung des Gepäcks und Verlassen des Flughafens verschwendete man keine Gedanken mehr über all das, was zur Zielerreichung an begleitendem Aufwand erforderlich gewesen sein musste. Vor allem aber über die Tatsache, dass ohne geeignete Systeme, die unbemerkt im Hintergrund gelaufen sind, der Flug gar nicht erst hätte stattfinden können. Die Zielerreichung setzte also ein geeignetes System voraus. Daraus lässt sich Praktisches für andere Bereiche lernen. Dazu zwei Beispiele.

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Zukunft

Diskussion mit einem jüngeren Fachkollegen, der nach vielen Jahren als Angestellter in namhaften Industrieunternehmen aus hier nicht weiter bedeutsamen Gründen in die Selbstständigkeit gewechselt war und bereits auf einige Jahre Erfahrung im neuen Metier zurückblicken konnte. Thema: Was ist jetzt anders, oder besser noch, wie anders denkt ein Selbstständiger als ein Angestellter? Nach kurzem Streifzug durch die hierarchie­bedingten Spezifika und oft auch Absurditäten des Getriebes in einem Großunterneh­men wandte sich die Debatte sehr bald den Besonderheiten der Selbstständigkeit zu …

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SV

Zivilgerichtsfälle haben es so an sich, dass Streitgegenstände und die damit zusammen­hängenden Probleme der Streitparteien nicht zwangsläufig an den für Sachverständige geltenden Fachgrenzen haltmachen: Entweder sind von einem gerichtlichen Problemfall von Haus aus mehrere Fachgebiete betroffen oder aber es „grast“ ein Gerichtsauftrag von einem Haupt- in ein Nebenfach hinüber. Im ersten Fall wird meist das Gericht schon von sich aus tätig, im zweiten Fall erkennt meist erst der beauftragte Sachverständige, dass er für einen Teil seiner Arbeit Unterstützung durch einen fachkundigen Kollegen braucht.

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Fehler

Es beginnt damit, dass jemand eine Frage stellt, auf die keine Antwort möglich scheint. Ein paar Sekunden vergehen, in denen das Gehirn automatisch versucht, die Dinge einzuordnen, bis es schließlich etwas verstört einbremst: Der Satz verwendet bekannte technische Begriffe, ergibt aber keinen rechten Sinn. Wenn der Frager vor Ort wäre, könnte eine Erklärung erbeten werden. Wenn sich die Frage aber im Antrag zu einer Gutachtenserörterung findet, wird es schwierig. Besonders dann, wenn der Verdacht hochkommt, dass hinter dem Frager ein halbwissender Ghostwriter steckt, der bestimmte Interessen verfolgt …

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Blitz

Bau- und Gebäudetechnik sind zwei Fachgebiete, für die das Bonmot „gut gemeint ist nicht unbedingt gut“ durchaus zutreffen kann. Und zwar dann, wenn Wohnobjekte und Anlagen hauptsächlich deshalb in technisch anspruchsvoller Art realisiert werden, weil Förderungen locken. Und wenn dann das Resultat mangelhaft ausfällt, weil entweder Planer oder Ausführende (oder gar beide) fachlich oder organisatorisch überfordert sind. Und fördernde Stellen weder ausreichend fachliche Kompetenz noch personelle Kapazität noch Interesse besitzen, um die Dinge kritisch prüfen zu können, die da so auf Baustellen ablaufen.

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Wert

Im Zivilprozess geht’s im Endeffekt fast immer ums Geld: Jemand wurde benachteiligt oder fühlt sich übervorteilt, ein anderer hat nicht bekommen, was er bestellt hat, wieder ein anderer verlangt eine Entschädigung für erlittenes Unbill, der nächste will eine in seinen Augen schlechte Leistung nicht anerkennen und dafür sein Geld wiederhaben, jemand hat einen Schaden erlitten und verlangt Wiedergutmachung… Allein die Aufzählung von Beispielen für solche Verfahrensanlässe würde wohl locker einen Artikel füllen. Was in solchen Anlässen sehr oft zu wenig oder gar nicht beachtet wird, ist der richtige Umgang mit Forderungen.

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(München) – „Auswüchse der E-Mobilität“ wäre ein ebenso passender Untertitel für die folgenden Gedanken. Denn der Schwerpunkt der Messe liegt zwar eindeutig in der Nutzung von Solarenergie für Gebäude, aber die E-Mobilität drängt sich auch hier ins Rampenlicht. Ganz einfach deshalb, weil unter Solarnutzung mittlerweile fast nur mehr von Fotovoltaik die Rede ist, der Solarthermie wird nur mehr eine Rolle als marginale Randerscheinung zugestanden. Und so kommen die Elektrovehikel mit ins Spiel, nicht zu Unrecht natürlich, wobei aber die Sinnhaftigkeit mancher Ausprägungen bezweifelt werden darf …

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E

(Gastbeitrag von Elias Sonnek) – Im Osten der Steiermark steht ein kleines uriges Haus auf einem Hügel, in einem Dorf namens Oberfeistritz. Wenn man die Grundstückseinfahrt hinauffährt und oben ankommt, sieht man auf der Hausfront ein großes Bild einer Cartoon-artigen Sonne, die lächelt und einen aufgemalten Wasserhahn hat. Das Haus sieht sehr einfach aus, aber es ist gut ausgestattet: Es hat eine Fußbodenheizung in Bad und Wohnzimmer. Früher waren die Waschbecken im Bad sogar hydraulisch höhenverstellbar – damit Kinder und Erwachsene auf passender Höhe Hände und Füße waschen oder Zähne putzen können.

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SV

Sachverständige … Wozu gibt‘s die überhaupt? Weiß natürlich, das sind so eine Art Zampanos, die sich in irgendeiner speziellen Sache halt gut auskennen und irgendwie bei Gerichtsprozessen in Erscheinung treten. Manche von denen können in ein- und derselben Sache total gegensätzlicher Meinung sein, Gutachten und Gegengutachten, hin und her, ad infinitum. Und es gibt schwarze Schafe unter ihnen, die wegen unlauterem Verhaltens selber vor dem Kadi landen, wie man weiß. Sonst aber – naja, was soll man mit dem Begriff „Sachverständige“ schon viel anfangen. Ja, und was oder wem nützen sie eigentlich?

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