Sonnek

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Liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Freiberuflerzunft, Ihr schreibt zu wenig! Blogs zum Beispiel. Ihr beraubt Euch damit der Möglichkeit, mit allen an Euch und Eurer Tätigkeit Interessierten Beziehung aufzunehmen und Eure Gedanken mit ihnen zu teilen. Das ist aber auch für Euch persönlich sehr schade, da Ihr damit auf den größten Vorteil verzichtet, den Schreiben hat, nämlich seine Gedanken schärfen zu müssen, bevor man eine Aussage, eine Darlegung oder einen Sachverhalt zu Papier bringt. Was hindert Euch? Faulheit? Sicher nicht, sonst wäret Ihr keine Selbstständigen. Zeitmangel? Eine Frage der Prioritäten. Nichtkönnen? Gilt nicht …

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Blitz

Ein spontaner Urlaub ist etwas Wunderbares, besonders im Sommer. Da tut sich ein kostbares Freizeitfenster von zwei Tagen auf. Das junge Pärchen verstaut Kinder und Gepäck und ab geht’s gen Süden. Zwei Tage später ist man wieder zurück. Beim Auspacken kommt der freundliche Nachbar von gegenüber dazu. Er sei selber die Tage aus Bibione zurückgekommen, der Garten des Pärchens sei überschwemmt gewesen, Wasser habe aus dem Gartenschlauch gezischt, er habe das abgeglittene Strahlrohr wieder hinaufgekriegt und so das Wasser stoppen können. Auweia, man hat vor Abreise den Schlauch vergessen abzudrehen.

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Schlossportal

„Ich habe das Gefühl, dass wir hineingelegt worden sind. Konkret: Ich fürchte, wir haben für die Haustechnik-Installationen viel zu viel bezahlt, jedenfalls mehr, als gerechtfertigt gewesen wäre.“ Der oberste Boss der Hotelgruppe nahm unvermittelt den Blick von der spätbarocken Stuckdecke, kippte seinen Ledersessel nach vorn und setzte seine Ellbogen auf den Schreibtisch. „Können Sie das überprüfen? Wie schnell geht das? Wir haben Fristen … Sie bekommen jede denkbare Unterstützung.“ „Gegenfrage: Wie weit ist die Baustelle schon gediehen?“ „Baustelle? Das Haus ist in Vollbetrieb.“

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Checkliste

Genau diese Frage stellte ein hoffnungsfroher Berufseinsteiger ins Ziviltechnikerwesen: Soll ich mich eher als „Allrounder“ am Markt positionieren, also als Techniker, der auf keinen bestimmten Bereich seines sehr weit gesteckten Fachgebietes des Maschinenbaus festgelegt ist – oder als Spezialist in einem eng begrenzten Ausschnitt? Grundsätzlich erscheint eine allgemeingültige Antwort darauf nicht möglich, weil sie jeder für sich und aus der eigenen Situation heraus und unter Berücksichtigung der persönlichen Interessenslage beantworten muss. Aber als Entscheidungshilfe lassen sich ein paar Denkanstöße mitgeben.

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Konflikt

Wahrscheinlich jeder langjährig tätige Sachverständiger kennt Aufträge, die völlig unverfänglich beginnen und fast langweilige Routine versprechen, die dann aber durch unvorhersehbare Ereignisse oder überraschende Entwicklungen einen Verlauf nehmen, der ein Leben lang in Erinnerung bleibt. So auch dieser. In der Sache wollte das Gericht wissen, wie hoch der Wert einer Heizungs- und Sanitärinstallation anzusetzen sei im Nebengebäude auf der Liegenschaft in einem kleinen Ort irgendwo im malerisch-hügeligen Landstrich. Die Liegenschaft selbst befand sich zu gleichen Teilen im Eigentum von zwei Brüdern.

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Zukunft

Zwei Gründe hindern Kollegen auf gleichen oder ähnlichen Fachgebieten daran, mit anderen zusammenzuarbeiten: Zum einen die überragende Stellung im Wettbewerb, denn wer eine solche gegenüber Mitbewerbern aufweist, wird einer Kooperation wenig abgewinnen können. Das ist durchaus verständlich und dagegen ist auch nichts einzuwenden. Was aber hält viele von jenen ab, die keinen solchen Vorteil besitzen und daher von Partnerschaften sehr viel profitieren könnten? Es mag die Hoffnung sein, sich alleine an die Spitze kämpfen zu können. Vielleicht liegt der Grund für die Blockade auch nur in einer falschen Denkweise.

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Frage

Auf der mühsamen Suche nach einem gangbaren Weg aus ihrer unliebsamen oder gar als quälend empfundenen Situation haben schon einige Wanderer auf meinen Besucherstühlen eine Zwischenrast eingelegt. Erstaunlich nur, dass es sich dabei samt und sonders um gestandene Männer handelte, altersmäßig angesiedelt irgendwo zwischen Mittdreißigern und Mittfünfzigern, in den besten Jahren also. Fast alle wiesen sich als glückliche Familienväter aus in gefestigter beruflicher Stellung, mit solidem Einkommen und beachtlichen Erfolgsnachweisen. Trotzdem waren sie höchst unzufrieden, teils sogar zutiefst frustriert.

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Pfeile

Wenn es eine Fertigkeit gibt, die Selbstständige oder Unternehmer zum wirtschaftlichen Überleben aufweisen müssen, dann ist es solides Verhandlungsgeschick. Abgesehen von Rechtsanwälten, bei denen Streit zum Berufsleben gehört, wird aber kaum jemand freiwillig argumentative Auseinandersetzungen trainieren wollen. Techniker schon gar nicht, sind das doch eher Menschen, die auf Konsens aus sind. Natürlich gibt es einige, die gerne verhandeln, weil es ihrem Naturell entspringt. Aber einer gefühlten Mehrheit ist es ein Gräuel, sich in einer Sache durchsetzen zu müssen, sei es in eigener Sache oder für einen Klienten.

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Pareto

Vilfredo Federico Pareto muss ein staunenswertes Multitalent gewesen sein. Laut Wikipedia war er Ingenieur, Ökonom und Soziologe, er hat also eine ganze Menge von Technik, Wirtschaft und menschlichem Zusammenleben verstanden. Daher besitzt das nach ihm benannte Prinzip einiges Gewicht: Es besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse erfordern mit 80 % des Gesamtaufwandes die quantitativ meiste Arbeit. Diese auch als 80-20-Regel bezeichnete Tatsache müssen sich besonders Sachverständige immer wieder vor Augen halten.

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Verantwortung

15.02.2019
Fehler

„Es geht mich direkt zwar nichts an, aber diese Situation kann ich einfach nicht ignorieren. Wenn hier keiner eingreift, kann das für das betroffene Projekt äußerst unangenehm werden, nicht nur wegen einer beträchtlichen Zeitverzögerung, sondern auch wegen der dann explodierenden Kosten.“ Der Techniker hätte das dräuende Problem ignorieren können, für ihn hätte das keine Probleme verursacht. Stattdessen macht er sich die Mühe, den Projektleiter auf die Sachlage aufmerksam zu machen, wohlweislich riskierend, dass der anfangs verschnupft reagieren könnte. Der Techniker hat schlicht und einfach Verantwortung übernommen.

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