Sonnek

Rückverfolgbarkeit

Streiten gehört zum Geschäft von Rechtsanwälten. Sachverständige hingegen haben sich aus der juristischen Arbeit herauszuhalten und – wie ihr Name schon sagt – sich auf die Sache zu konzentrieren. Jedoch benötigt man sie sehr wohl auch in Verfahrensdingen, wenn es im Zivilverfahren um Grundlagen und Prozedere für einen Vergleich geht. Kein Richter ist böse über den raschen Abschluss eines Verfahrens. Zudem sind, anders, als man vermuten möchte, auch Rechtsanwälte froh, wenn eine Rechtssache ohne unnötigen Aufwand beendet werden kann. Dazu kann sich der Sachverständige schon im Vorfeld nützlich machen.

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Gefahr

… ist der Schrecken des Fachmanns.“ Diese meine Erkenntnis ist zwar schon viele Jahre alt, hat aber seit Beginn des Internet vor gut zwanzig Jahren stetig an Gewicht gewonnen. Information jeglicher Art ist für jedermann rasch und leicht zugänglich, vorausgesetzt er verfügt über genügend Neugierde und Ausdauer. So kommt es, dass jemand, so er ein Interessensgebiet beharrlich beackert, eine ordentliche Menge an Informations-Puzzleteilen sammeln kann. Weil ihm aber mangels fundierten Fachwissens der Überblick und damit die richtige Vorlage zum Kombinieren der Teile fehlen, wird er sie nach eigenem Gutdünken „zusammenstoppeln“.

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Tradition

Keine Ahnung, wie weit so etwas heute noch üblich ist, jedenfalls kann ich mich noch an eine Zeit erinnern, in der im Zwiegespräch in adligen Kreisen eine Äußerung zum unbefriedigenden Sättigungsgrad etwa in der Art „Ja hat er denn nicht zu Mittag gegessen?“ hinterfragt wurde. Das nicht etwa in einer Art Causerie unter reichlich betagten Schöngeistern, wohlgemerkt, sondern im trauten Familienkreis unter Vater und Sohn. Wobei diese „facon de parler“ gar nicht so gedrechselt wirkte, und auch nicht nasal in Schönbrunner-Deutsch daherkam, sondern ganz unaufgeregt und normal. Aber halt antiquiert. Was an manche Sachverständige erinnert.

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Pfeile

„Sich regen bringt Segen“ – ein großer Teil des Erfolges von Freiberuflern hängt davon ab, dass sie im richtigen Maß aktiv sind und nicht warten, bis das Glück an ihre Türe klopft. Das klingt wie ein Widerspruch, denn Dienstleister, zu denen fast alle Freiberufler gehören, leben ja davon, dass sie nachgefragt werden, wenn man sie braucht. Aktiv akquirieren klappt so gesehen nicht. Es wäre beispielsweise sinnlos, jemanden ein Gutachten verkaufen zu wollen, der keine Verwendung dafür hat. Wohl aber kann die Art seines Agierens den Klienten so sehr für sich einnehmen, dass der nächste Auftrag fast von selbst kommen wird.

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Fehler

Es beginnt mit dem Anruf eines Klienten, der in einem Betriebsgebäude ein unerwartetes technisches Problem hat, das einen Schaden verursacht hat und das für die Benutzer sehr unangenehm ist. Der Klient bittet um rasche Hilfe. Vor Ort zeigt sich, dass zwar das konkrete Problem nicht sehr groß ist und der Schaden rasch behoben werden kann. Allerdings ist das Risiko nicht sofort abschätzbar, ob dieselben Schwierigkeiten nicht zu einem späteren Zeitpunkt an einem anderen Ort im Gebäude wieder auftreten können, mit einem vielleicht dramatischeren Ausgang. Klient, betroffene Benutzer und involvierte Versicherungen sind an rascher Aufklärung interessiert.

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Hände

Für Freiberufler jeglicher Art ist Vertrauen ein hohes Gut, denn ohne, dass ihnen ein Klient zuerst Vertrauen schenkt, wird es zu keinem Auftrag kommen. Freiberufler sind so gesehen Teil einer „Vertrauenswirtschaft“. In unserer Gesellschaft hat Vertrauen einen bedeutenden Stellenwert, der uns im täglichen Leben oft gar nicht so recht bewusst wird, ja der sogar selbstverständlich erscheint. Denken wir nur daran, wie oft wir unser Leben dem Geschick anderer Menschen anvertrauen, etwa einem Buschauffeur oder den Piloten eines Flugzeugs. Oder aber daran, in wie vielen Fällen Menschen Vertrauen in uns setzen, obwohl sie uns gar nicht kennen.

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Politik

„Der Eindruck entscheidet darüber, ob wir jemanden sympathisch finden oder nicht.“ – „Mag ja sein, aber Sachverständigen sollten über Gefühle erhaben sein, sie erledigen ihren Auftrag und das war’s.“ Irrtum. Sachverständige sind wie alle Menschen keine seelenlosen Geschöpfe. Sie haben genauso ihre Gefühle, vielleicht haben sie diese berufsbedingt nur besser im Griff. Auch im Umgang mit Kollegen kann es zu interessanten Situationen kommen, in denen letztlich richtiges Verhalten ausschlaggebend sein kann, will man aus der Situation das Beste machen. Hilfreich dafür ist ein einfaches, oft nicht beachtetes Prinzip.

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Bild

Einer der größten anzunehmenden Unfälle für einen Sachverständigen wäre es, dass er im Zuge eines Verfahrens durch sein eigenes Verschulden für befangen erklärt werden muss. Aber nicht nur offensichtliche Parteilichkeit ist ein klarer Ausschließungsgrund, vielmehr gilt es, schon vor Annahme eines Begutachtungsauftrages jeden Anschein dafür strikt zu vermeiden. Was bedeutet, dass in zweifelhaften Fällen ein Auftrag abgelehnt oder zurückgelegt werden muss. Das mag schwierig erscheinen, insbesondere wenn er gut in das Fach des Sachverständigen passen würde, ist aber „alternativlos“, wie man heute sagt.

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Preis

„Kommt drauf an!“ – Das wäre eine der möglichen Antworten auf eine Frage, die man im Voraus nicht oder nur sehr schwer beantworten kann. Vor allem dann, wenn weder der Interessent noch der Sachverständige so recht wissen, was Gegenstand des Gutachtens sein soll und was mit dem Gutachten bezweckt wird. Auch wenn noch dazu nicht bekannt ist, ob eine Expertise denn das richtige Hilfsmittel für die Lösung des Problems darstellt, das den potentiellen Klienten bewegt. Vor allem aber dann, wenn nicht feststeht, ob der Sachverständige überhaupt der richtige ist, um die Sache zu behandeln.

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Besser schreiben

08.09.2017
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Nicht oft genug hinweisen kann man darauf, dass ein Sachverständiger ein ausreichendes Maß an kommunikativen Fähigkeiten besitzen muss, um das Ergebnis seiner Arbeit – im Normalfall in Form eines Gutachtens – verständlich darlegen zu können. Dazu gehört naturgemäß die Kunst des Schreibens. Der Sachverständige sollte seinen hohen fachlichen Qualitäten entsprechend stilsicher und leicht erfassbar zu schreiben imstande sein. Das kann er lernen, durch die Praxis oder durch Vorbilder aus dem Kollegenkreis. Ja sogar Schreibtipps von großen Schriftstellern können für Sachverständige hilfreich sein.

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