Sonnek

Zukunft

Zwei Gründe hindern Kollegen auf gleichen oder ähnlichen Fachgebieten daran, mit anderen zusammenzuarbeiten: Zum einen die überragende Stellung im Wettbewerb, denn wer eine solche gegenüber Mitbewerbern aufweist, wird einer Kooperation wenig abgewinnen können. Das ist durchaus verständlich und dagegen ist auch nichts einzuwenden. Was aber hält viele von jenen ab, die keinen solchen Vorteil besitzen und daher von Partnerschaften sehr viel profitieren könnten? Es mag die Hoffnung sein, sich alleine an die Spitze kämpfen zu können. Vielleicht liegt der Grund für die Blockade auch nur in einer falschen Denkweise.

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Frage

Auf der mühsamen Suche nach einem gangbaren Weg aus ihrer unliebsamen oder gar als quälend empfundenen Situation haben schon einige Wanderer auf meinen Besucherstühlen eine Zwischenrast eingelegt. Erstaunlich nur, dass es sich dabei samt und sonders um gestandene Männer handelte, altersmäßig angesiedelt irgendwo zwischen Mittdreißigern und Mittfünfzigern, in den besten Jahren also. Fast alle wiesen sich als glückliche Familienväter aus in gefestigter beruflicher Stellung, mit solidem Einkommen und beachtlichen Erfolgsnachweisen. Trotzdem waren sie höchst unzufrieden, teils sogar zutiefst frustriert.

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Pfeile

Wenn es eine Fertigkeit gibt, die Selbstständige oder Unternehmer zum wirtschaftlichen Überleben aufweisen müssen, dann ist es solides Verhandlungsgeschick. Abgesehen von Rechtsanwälten, bei denen Streit zum Berufsleben gehört, wird aber kaum jemand freiwillig argumentative Auseinandersetzungen trainieren wollen. Techniker schon gar nicht, sind das doch eher Menschen, die auf Konsens aus sind. Natürlich gibt es einige, die gerne verhandeln, weil es ihrem Naturell entspringt. Aber einer gefühlten Mehrheit ist es ein Gräuel, sich in einer Sache durchsetzen zu müssen, sei es in eigener Sache oder für einen Klienten.

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Pareto

Vilfredo Federico Pareto muss ein staunenswertes Multitalent gewesen sein. Laut Wikipedia war er Ingenieur, Ökonom und Soziologe, er hat also eine ganze Menge von Technik, Wirtschaft und menschlichem Zusammenleben verstanden. Daher besitzt das nach ihm benannte Prinzip einiges Gewicht: Es besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse erfordern mit 80 % des Gesamtaufwandes die quantitativ meiste Arbeit. Diese auch als 80-20-Regel bezeichnete Tatsache müssen sich besonders Sachverständige immer wieder vor Augen halten.

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Verantwortung

15.02.2019
Fehler

„Es geht mich direkt zwar nichts an, aber diese Situation kann ich einfach nicht ignorieren. Wenn hier keiner eingreift, kann das für das betroffene Projekt äußerst unangenehm werden, nicht nur wegen einer beträchtlichen Zeitverzögerung, sondern auch wegen der dann explodierenden Kosten.“ Der Techniker hätte das dräuende Problem ignorieren können, für ihn hätte das keine Probleme verursacht. Stattdessen macht er sich die Mühe, den Projektleiter auf die Sachlage aufmerksam zu machen, wohlweislich riskierend, dass der anfangs verschnupft reagieren könnte. Der Techniker hat schlicht und einfach Verantwortung übernommen.

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Ü

Im Verlauf eines größeren und durchaus komplexen Projekts ist ein gravierendes Problem aufgetreten. Es muss innerhalb einer gewissen Zeit gelöst werden, sonst ist das ganze Projekt gefährdet. Das scheint machbar, wenn, ja wenn alle an einem Strang ziehen und ohne Verzögerung voll bei der Sache sind. Eine Situation außerhalb jeglicher Routine. Der fachlich Zuständige ist schnell gefunden und der Projektleiter versucht, ihm die Dringlichkeit klar zu machen, die Tatsache, dass er nun den „Flaschenhals“, den Engpass der ganzen Angelegenheit darstellt. Allein, es scheint trotz des Alarmzustands nichts weiterzugehen …

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Unruhe am Ruhesitz

01.02.2019
Blitz

Die Pension ist hierzulande ein herbeigesehnter Lebensabschnitt und gar mancher bereitet sich umsichtig darauf vor. So auch ein Bauherr, der mit viel Schweiß und Mitteleinsatz einen alten Bauernhof in einen schmucken und alle Stückeln spielenden Alterssitz verwandelt hatte. Die Pension war längst angetreten, die künftige Bleibe aber immer noch nicht ganz fertig und daher noch unbewohnt. Der Grund dafür lag vermutlich weniger im Bestreben, die Vorfreude zu verlängern, sondern eher in einem Hang zur Pedanterie, der auch die Heizungsanlage traf und damit den Installateur, der sich mit einer Klage konfrontiert sah.

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Ballon

Ein immer wiederkehrendes Gesprächsthema ist die Frage, wie man den möglichst reibungslosen Übergang schaffen könne aus der Unselbstständigkeit etwa eines als sicher empfundenen Angestellt-Seins in die als verlockend, aber als etwas riskant erscheinende Sphäre der Selbstständigkeit. Die aus unterschiedlichsten Motiven vorgetragenen Erkundungsversuche haben eines gemeinsam: Den Wunsch nach Änderung. Aus eher unbeabsichtigt entstandenen Coaching- und Mentoring-Fällen, die sich im Laufe der Jahre ergeben haben, ließen sich ein paar Erkenntnisse gewinnen, die hier näher betrachtet werden sollen.

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Micro

… kann mächtig draufzahlen. Eine äußerst schmerzliche Konsequenz von Sparsamkeit am falschen Ort hatte ein Installateur (oder besser gesagt: seine Haftpflichtversicherung) auszubaden. Zwar ist gegen Einsatz sparsamer im Sinne ressourcenschonend gebauter Haustechnik grundsätzlich nichts einzuwenden, so sie ihren vorgesehenen Zweck in ausreichendem Maß erfüllt. Man krönt dieses noble Bestreben mit Schlagworten wie Effizienz oder Nachhaltigkeit. Den also an sich lobenswerten Zug zu technischer Schlichtheit sollte man aber nicht in der Weise übertreiben, wie dies in unserem Fall geschah.

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P

Ein Gerichtssachverständiger ist in seiner Tätigkeit von Juristen umgeben, im Fall einer Verhandlung üblicherweise von dreien, dem Richter und den beiden die Parteien vertretenden Rechtsanwälten. Das Verhältnis zu Juristen empfindet der Sachverständige als nicht immer einfach, sehr oft auch ist es spannungsgeladen, zumindest zu dem Rechtsanwalt, der die eine Partei vertritt, die eher im Nachteil liegt. Zudem kämpfen Sachverständige oft mit der Sprache der Anwälte und sind rhetorischem oder argumentativem Druck nicht gewachsen. Doch Sachverständige können von Juristen eine Menge lernen. Zum Beispiel verständliches Schreiben!

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