Sonnek

Hände

Sachverständige sind Teil jenes gesellschaftlichen Gefüges, was man als „Vertrauenswirtschaft“ bezeichnen könnte. Damit sind jene geschäftlichen Vorgänge gemeint, in denen der Kunde oder Klient dem „Leistungserbringer“ sehr hohes Maß an Vertrauen entgegenbringen muss, damit überhaupt ein Geschäft zustande kommt. Wir denken an Angehörige der freien Berufe wie Ärzte, Notare, Rechtsanwälte, vielleicht auch an Steuerberater oder Ziviltechniker. Aber im Grunde sind wir alle darauf angewiesen, dass man uns Vertrauen entgegenbringt. Eine Voraussetzung dafür ist Integrität. Die wollen wir uns näher ansehen.

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Tunnel

Sachverständige werden geholt, um knifflige Fragen nach Ursachen für Schäden zu beantworten. Dazu konzentrieren sie sich auf die Sachlage und sehen sie – was naheliegt – in erster Linie aus der Sicht ihres Fachgebiets. Das ist ja auch richtig so. Problematisch wird dieses Verhalten aber dann, wenn sich das Gesichtsfeld so sehr verengt, dass das Gutachten zum Schaden zwar sehr spannenden Details enthält, an der eigentlichen Frage, was denn die auslösende Ursache des Schadens sei, völlig vorbeigeht. Und den Auftraggeber – zumeist eine Versicherung oder aber ein Gericht – ziemlich ratlos zurücklässt.

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Lupe

Ein mehrjähriges Gerichtsverfahren endete mit einem Vergleich, der klagende Anlagenlieferant hatte einen großen Teil seiner Ansprüche zugesprochen bekommen. Bevor es aber so weit kommen konnte, war noch eine knifflige Frage zu lösen: Wer sollte die an der Anlage des Beklagten noch bestehenden Mängel beheben, die ja Streitpunkt gewesen waren? Der Kläger bot an, die Mängelbehebung im Fall des Vergleichs selbst durchzuführen, was aber angesichts des nicht mehr vorhandenen Vertrauens unter den Parteien riskant erschien. Konnte das denn gut gehen?

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Frage

Ein Gutachter kann doch auch Berater sein, schließlich hat er doch Fachwissen und Sachverstand, oder nicht? Und umgekehrt: Kann nicht ein Berater auch Gutachter sein? Zweimal ja! Denn hier handelt es sich um Funktionen, die eine entsprechend qualifizierte Person ausfüllen kann. Allerdings unterscheiden sich beide in einem ganz wesentlichen Punkt. Dieser ist auch der Grund dafür, dass etwa ein Sachverständiger nicht zur selben Zeit in derselben Angelegenheit zugleich Gutachter und Berater sein kann. Oder zumindest sein sollte. Denn dabei geht es weniger um fachlich-sachliche Aspekte, sondern um Fragen der Verantwortung.

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Fehler

Diese drei Begriffe werden landläufig sehr oft entweder in gleicher Bedeutung verwendet oder aber in falschem Zusammenhang gebraucht. Auf den ersten Blick sind das jedenfalls Worte, die  unangenehme Assoziationen auslösen. Insbesondere juristisch Bewanderte liefern zur Erklärung des Unterschieds Beispiele wie: Ein alter Motor ist fehlerhaft, der Käufer weiß und anerkennt das, ein Mangel liegt daher nicht vor.  Ein nagelneues rotes Auto wird technisch fehlerfrei ausgeliefert, trotzdem liegt ein Mangel vor, weil der Kunde ein grünes bestellt hatte. Ein Schaden muss deshalb aber nicht unbedingt entstanden sein.

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Wissen

Wenn von Netzwerken und Kooperationen unter Sachverständigen die Rede ist, wird sehr bald das Thema Wissensdiebstahl angeschnitten. Insbesondere unter Vertretern gleicher, ähnlicher oder angrenzender Fachgebiete bestehen oft Bedenken, dass im Fall einer Zusammenarbeit spezielles Wissen an einen Kooperationspartner weitergegeben wird, der später vielleicht bei einem ähnlichen Projekt Mitbewerber sein wird. Was, wenn dadurch die Stellung des anderen gestärkt wird und die eigene Wettbewerbsfähigkeit geschwächt, wenn nicht gar verloren geht? Sind solche Vorbehalte gerechtfertigt? Erfahrung lehrt das Gegenteil.

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Verdichter

Unter den heutzutage verfügbaren Wärmeerzeugern ist eine Wärmepumpe für sich allein gesehen keine rasend aufregende Sache mehr. Bewährte Technik, allein in Österreich hunderttausendfach im Einsatz, Hersteller bieten eine Vielfalt von Produkten, die ständig schrittweise verbessert werden. Sind da noch Überraschungen zu erwarten? Ja, tatsächlich, es gibt sie! Und noch dazu in Technologie vom Feinsten, die man vor nicht allzu langer Zeit noch schlicht für Utopie hielt. Die Rede ist von der Wärmepumpenanlage zur Schwallwassernutzung in der Heiltherme Bad Waltersdorf.

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Pfeil aufwärts grünDem, der die wirtschaftliche Situation in unserem Land aufmerksam verfolgt, wird nicht entgangen sein, dass wir in vielen internationalen Vergleichen langsam, aber stetig zurückfallen: in Standortvorteilen, in Wettbewerbsfähigkeit, im Wachstum, in der Bildung, in Innovationskraft, um nur einige zu nennen. Dafür erreicht die Steuerbelastung Spitzenwerte. Kein Wunder, mangelt es der Politik offenbar an Willen oder Kraft, alte und überholte, aber einzementierte Strukturen gegen Besitzstandwahrer und Fortschrittsverhinderer aufzubrechen. Anlass zu allgemeinem Pessimismus? Keineswegs, solange es Ermutigendes zu berichten gibt.

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L

Billig bauen, teuer wohnen? Wer die Sinnhaftigkeit einer Investition allein nach den günstigsten Errichtungskosten eines Bauvorhabens beurteilt, kann unangenehme Überraschungen erleben, und zwar dann, wenn höhere als erwartete Betriebskosten den anfänglichen Kostenvorteil allmählich  „auffressen“. Wie kann man sich dagegen absichern? Gibt es eine Möglichkeit, die bessere Wahl schon im Vorfeld herauszufinden? Ja: Der Vergleich von Lebenszykluskosten ist eine gute Methode, Varianten von Bauvorhaben oder gebäudetechnische Anlagen unter dem Gesichtspunkt wirtschaftlicher Nachhaltigkeit zu überprüfen.

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SV

Nein, natürlich nicht! Zum Glück lassen sich weder Personen noch ihre Art zu Arbeiten normieren. Sehr wohl aber ist es üblich und auch durchaus erforderlich, bestimmte standardisierte Anforderungen an Erbringer, Ausführung und Ergebnis von Dienstleistungen zu stellen. Je anspruchsvoller und verantwortungsvoller die Leistung und ihre Auswirkung und Einfluss auf Auftraggeber, desto höher müssen diese Anforderungen sein, denken wir nur an die hohe Verantwortung vieler Freiberufler. Auch für Sachverständige gelten Mindest-Anforderungen in Bezug auf Qualifikation und Tätigkeit.

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