Sonnek

Q2

Eine alte, aber nette Geschichte erzählt über den Qualitätsmanager aus einem westlichen Land, der einen Besuch bei Toyota in Japan absolvierte. Der suchte nach dem Geheimnis des Autoherstellers, der im Vergleich zu seinen westlichen Mitbewerbern wesentlich effizienter und preisgünstiger produzieren konnte. Aber nicht nur das. Die Modelle aus Fernost waren darüber hinaus auch noch zuverlässiger und dauerhafter. Er wurde freundlich herumgeführt, alles wurde bereitwillig und geduldig erklärt. Nur mit der Frage nach den Ansprechpartnern für das Qualitätsmanagement schien er auf Granit zu beißen.

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Checkliste

Der junge und sehr agile Ingenieur ist im Fachgebiet Haustechnik als Angestellter eines Unternehmens beschäftigt. Vor einigen Monaten hat er mich im Rahmen seines Unternehmens in einem Auftrag zu einem Privatgutachten begleitet und mich darin unterstützt. Die Beobachtungen, die er dabei gemacht hat, haben sein Interesse am Sachverständigenwesen geweckt. Jetzt sitzt er in meinem Büro, hat auch gleich einen ihm bekannten Fachkollegen mitgebracht und will wissen, was es braucht, um Sachverständiger zu werden. Die beiden sind gut vorbereitet und haben eine Frageliste mitgebracht, die wir uns gleich näher ansehen wollen.

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Frage

Eine Vielzahl von unterschiedlichsten Antworten ist auf diese Frage zu erwarten. Es wird wahrscheinlich auch sehr darauf ankommen, an wen man die Frage richtet. Die Erfahrung hat übrigens gezeigt, dass Sachverständige die Gewichte im ganzen Spektrum möglicher Eigenschaften deutlich anders verteilen als die meisten ihrer Kunden. Während Erstere mehr auf die sachlichen und fachlichen – also die harten – Fähigkeiten Wert legen, ist etwas vereinfacht gesagt den Zweitgenannten die soziale Seite der Persönlichkeit wichtiger. Fachexpertise setzt man ohnehin voraus. Aber die in Summe gesehen wichtigste Eigenschaft ist eine andere.

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Hysterie

Bei der gestrigen Vorstellung des Programms der neuen Regierung mit dem Titel „Aus Verantwortung für Österreich“ ist dem designierten Vizekanzler unserer Republik ein lockerer Sager von der Zunge gehüpft: Man wolle etwas gegen die „großen Diesel-Stinker“ tun. Es mag noch seiner Gewohnheit als Oppositionspolitiker geschuldet sein, aber eine solche Aussage aus dem Mund eines Regierungsmitglieds kommt bei einem Maschinenbauer schlecht an. Aber nicht nur bei einem Techniker. Denn hier werden ein paar Dinge übersehen, die einem Bundespolitiker bewusst sein müssten.

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B

Vor mehr als sieben Jahren habe ich diesen Blog begonnen. Seine damaligen Ziele sind auch heute noch dieselben wie damals. Das erklärt die Frage nach dem „Was?“, aber nicht die nach dem „Warum?“ Was war meine Motivation? Was bringt mich dazu, einmal in der Woche einen Beitrag ins Netz zu stellen? Die Antwort ist einfach: Erstens die Freude, Erkenntnisse, Einsichten und Erfahrungen mit anderen zu teilen. Zweitens die Freude am Schreiben. Drittens die unverhohlene Freude und Genugtuung, den inneren Schweinehund mit seinem Grunz-Gebell wieder einmal zum Schweigen gebracht zu haben.

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SV-Stories

Die Aussicht aus der Wohnstatt in erhöhter Lage am Rande einer europäischen Großstadt war beeindruckend. Der überaus erfolgreiche Unternehmer aus Nordamerika mit österreichischen Wurzeln hatte schon im Zustand des Rohbaus Gefallen an ihr gefunden und sie in sein Portefeuille stattlicher, weltweit verstreuter Wohnsitze aufgenommen. Sie war als künftige Bleibe gedacht für Besuche im Lande. Das neue Domizil wurde fertiggestellt und in edelster Qualität ausgestattet. Als der sich aber nach seiner Wiederkehr freud- und erwartungsvoll auf das Wohnzimmersofa fallen ließ, traf ihn ein Schock.

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Bild

Des Öfteren haben wir in diesem Blog uns schon mit gutem Schreibstil befasst und auch Tipps von Fachleuten, Schriftstellern und Autoren von Fachliteratur weitergegeben. Das ist deshalb von Bedeutung, weil Gutachten schließlich für die Adressaten und Betroffenen, aber auch für den Sachverständigen selbst nicht zu unterschätzende Bedeutung haben und daher guten Stil verdienen. Heute geht es aber nicht um einen klaren Ausdruck oder leicht verständliche und präzise Sprachwahl, sondern darum, dass kein grammatikalischer, sprachlicher oder logischer Fehler unentdeckt bleibt. Ziel des Sachverständigen ist das Abliefern einer makellosen Arbeit.

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Konflikt

Wissen ist nicht vergleichbar mit einem Kuchenstück, das umso kleiner wird, je mehr wir mit anderen teilen. Im Gegensatz dazu wächst geteiltes Wissen. Vorausgesetzt natürlich, dass andere es nutzen und auch anwenden können. Es kann sich dann sich umso stärker weiterentwickeln, je mehr es erfahren und gebrauchen. Und nützliches Wissen gibt es zuhauf. Gerade Freiberufler, die schon lange „am Markt“ sind, wundern sich oft selber, was sie alles an Wissen bieten können, etwa dann, wenn sie von jüngeren um Rat gefragt werden. Apropos Markt: Sollen wir unser Wissen auch mit Konkurrenten – netter gesagt: Mitbewerbern – teilen?

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text

In der Stimme des Kollegen am Telefon schwangen sowohl Ärger als auch Resignation mit. Seine Aufgabe als Sachverständiger in einem Prozess vor einem Zivilgericht war längst beendet. Seit nun bald einem Jahr wartete er auf das Honorar für sein Gutachten. Da einigten sich die Streitparteien auf einen Vergleich, der prompt widerrufen wurde. Dann wurde wieder verhandelt. Dann kam der nächste Vergleichs­versuch, wieder ohne Resultat. Das Gericht vertröstete den Kollegen, es könne sich nur um wenige Wochen handeln, ja um Tage. Allein das Geld kam nicht. Dem Kollegen drohte der Geduldsfaden zu reißen.

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Frage

Eine beiläufige Antwort auf die Frage nach beruflicher Tätigkeit hat des Öfteren eine plötzliche Erhöhung der Aufmerksamkeit des Fragenden zur Folge. Der Grund ist einfach: Der Gesprächspartner hat ein Problem mit seiner Haustechnik zu lösen. Im konkreten wurde die Frage gestellt, wie im Zuge der Sanierung eines architektonisch schön gestalteten größeren Hauses aus den Fünfzigern an die Erneuerung der Wärmeerzeugung heranzugehen sei. Die Auskünfte der lokalen Installateure und der Energieberater hätten kein eindeutiges Bild ergeben, was am besten zu tun sei. Er selber habe aber ein paar Ideen dazu.

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