Sonnek

SV

Unlängst ist mir bewusst geworden, wie sehr sich die Tätigkeit als Sachverständiger im Lauf des letzten Vierteljahrhunderts gewandelt hat. Für die Veränderungen waren keine abrupten Ereignisse maßgeblich. Stattdessen kam es zu einer Vielzahl kleiner und sich erst allmählich abzeichnender Entwicklungen, die für sich gesehen durchaus unspektakulär abliefen. Manche habe ich nicht beachtet, andere zwar beiläufig wahrgenommen, jedoch gleich wieder beiseitegeschoben. Aber die Summe macht’s: Erst durch den bewussten Vergleich von Früher zu Heute wurde mir der Unterschied augenscheinlich.

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SV

Sie gehören zwar zu den sehr seltenen Sichtungen, aber es gibt sie: Sachverständige, die nicht in ihrer üblichen Rolle als Beweismittel und Helfer des Gerichts in einem Prozess auftreten, sondern als Zeugen, die in einer Gerichtssache  geladen sind. In meiner mehr als fünfundzwanzigjährigen Praxis ist es erst einmal vorgekommen, dass ich nicht den üblichen Platz neben dem Richterstuhl einzunehmen hatte, sondern in ungewohnter Weise den im zentralen Blickfeld visasvis. Auf eben jener Sitzgelegenheit, die in einem Verfahren ansonsten zwecks ihrer Vernehmung nur Parteien oder Zeugen zu drücken pflegen.

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Energie

Michael Shellenberger ist den Lesern dieses Blogs kein Unbekannter. Der Autor des Buches „Apokalypse, niemals“ und einer der prominentesten und meistgelesenen Befürworter einer vernunftgeleiteten Energiepolitik, gab der deutschen Zeitschrift „Tichys EinblickNr. 10-2022 ein Interview, in dem er zum Scheitern der deutschen Energiewende und den Vorteilen der Kernkraft Stellung nahm. Der US-Amerikaner befasste sich aber auch mit der aus seiner Sicht menschenfeindlichen Umweltideologie, wie sie in Deutschland (und Österreich) vorherrscht. Dieser Ausschnitt des Interviews ist nachstehend wiedergegeben.

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P

… sollten Sie unbedingt einige Voraussetzungen beachten, die erfüllt sein müssen, damit ein zu erwartendes Gerichtsverfahren nicht schon von vornherein Chancen auf Erfolg einbüßt. Was ich hier darlege, entspringt der praxisbezogenen Sicht eines Sachverständigen, der mit derlei Verfahren seit vielen Jahren immer wieder zu tun hat. Es geht also nicht um rechtliche Angelegenheiten – die sind Sache der Rechtsanwälte und des Gerichts – sondern um einige fachliche und sachliche Dinge, die die Arbeit des Sachverständigen und damit auch des Gerichts unnötigerweise beträchtlich erschweren können.

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SV

Anlässlich von örtlichen Befundaufnahmen ist immer wieder dasselbe Phänomen zu beobachten. Da habe ich schon bei der Begrüßung deutlich darauf hingewiesen, dass es meine Aufgabe ist, Tatsachen zu erheben. Dazu gebe ich eine einfache Definition: Tatsachen sind Dinge, die ich sehen kann. Wenn es darauf ankommen sollte – und das ist ganz, ganz selten der Fall – vielleicht auch noch Sachen, die ich mit meinen verbleibenden Sinnen wahrnehmen kann, also etwa Geräusche, Gerüche, Vibrationen oder Temperaturen (den Geschmackssinn überlasse ich lieber sachverständigen Gastronomen).

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Frage

Ein teures elektrisches Gerät ist kaputt gegangen. Es ist nicht klar, ob dafür eine üblicherweise zu erwartende Abnutzung verantwortlich war, oder aber äußere Einflüsse den Ausschlag gegeben haben, schließlich weist die Außenhülle eine Beschädigung in Form einer deutlichen Delle auf. Das Gericht hat den Sachverständigen beauftragt, dies zu klären. Der ist handwerklich gewandt genug, das Gerät selbst fachmännisch zu zerlegen und ausreichend erfahren, die Schadensursache festzustellen. Er kommt sehr rasch zu einem eindeutigen Befund und damit zum gutachterlichen Schluss.

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SV

Nehmen wir einmal an, wir hätten es mit einer komplexeren und recht teuren Haustechnik-Anlage zu tun, die Probleme macht. Hauptsächlich geht es darum, dass eine mit viel Aufwand erstellte Installation nicht zur Gänze das tut, was der Auftraggeber von ihr erwartet hat. Dazu gibt es noch mehrere für den Auftraggeber unangenehme Mängel, die wie es scheint, nicht aus der Welt zu kriegen sind. Nachdem all die Debatten nichts gefruchtet haben und der Auftraggeber eine stattliche Summe des vereinbarten Werklohns allein schon aus Vorsicht zurückhält, landet die ganze Angelegenheit sehr bald vor Gericht.

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Energie

… aus der ganzen Welt – auch aus Österreich – haben im Juni dieses Jahres eine „Erklärung zum Weltklima“ abgegeben, die sich kritisch mit der von Politik, NGOs und Medien geschürten Klimapanik auseinandersetzt. Die Gruppe nennt sich „Global Climate Intelligence Group“ (www.clintel.org) und fordert mehr Nüchternheit in der Klimadiskussion und von Klimaexperten die Beachtung wissenschaftlicher Grundsätze. Der Titel der Erklärung lautet „Es gibt keinen Klimanotstand“ (oder anders gesagt: Es gibt keine Klimakrise und erst recht keine Klimakatastrophe). In den Medien habe ich davon noch nichts gehört oder gelesen.

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P

Das Gutachten ist fertiggestellt und mitsamt der Gebührennote auf elektronischem Weg an das Gericht übersandt worden. Die Parteien und ihre Vertreter bekommen damit Gelegenheit, es genau zu studieren. Die Rechtsanwälte müssen sich danach entscheiden, ob sie gegen die Gebühren Einwände haben und ob sie vom Sachverständigen eine Erörterung des Gutachtens wünschen. Dazu stellen sie einen entsprechenden Antrag und legen eine Liste von Fragen vor, die der Sachverständige zu beantworten hat. Natürlich bekommt der Sachverständige nun vom Gericht ausreichend Zeit, um sich gut vorbereiten zu können.

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Heiße Luft …

05.08.2022
Ballon

… richtig eingefangen hat genug Energie, um mächtige Ballons majestätisch mehrere Kilometer hoch gen Himmel steigen zu lassen. Für die Ballonfahrer und ihre Passagiere ein schönes Erlebnis. Heiße Luft, die Politiker vor Mikrofonen der Medien in die Atmosphäre absondern, kann leider bislang energietechnisch nicht nutzbringend erschlossen werden und bringt leider auch kein schönes Erlebnis mit sich. So etwa muss sich jeder selbst denkende Mensch gepflanzt fühlen, wenn eine Umweltministerin gnadenvollerweise Tipps zum Besten gibt, wie man Energie sparen kann: Beim Kochen Deckel auf den Topf! Wer hätte je daran gedacht …

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