(IRS) – Die Rolle des von Menschen verursachten CO2 im Klimawandel ist noch keineswegs geklärt. Aussagen von Wissenschaftlern reichen von „Alleinverursacher des Klimawandels“ bis hin zu „Minimaler bis gar kein Einfluss“. Trotz dieser Differenzen wird im CO2 – zumindest in der öffentlich herrschenden und von den Leitmedien kräftig unterstützten Meinung – in Bezug auf den Klimawandel nach wie vor ausschließlich der zentrale Verursacher und damit das Maß aller Dinge gesehen. Eigenschaften, die nicht hinterfragt werden dürfen. Das gilt vor allem für Europa, das sich damit in seinen eigenen Augen zum „Retter der Welt“ erhoben hat.
Warum muss Europa Vorbild sein?
Was führt uns eigentlich zur Einstellung, Europa müsse Vorbildwirkung haben? Das „Warum?“ zu hinterfragen, ist nicht sehr populär. Jedenfalls herrscht eine Art Konsens darüber, die CO2-Emissionen seien zu reduzieren, „koste es, was es wolle“. Hinweise auf bisher erreichte Einsparungen hierorts werden reflexartig abgetan mit dem Hinweis auf die angebliche Vorbildwirkung Chinas in der Nutzung erneuerbarer Energien. Und: Die Pro-Kopf-Emissionen Asiens seien immer noch wesentlich niedriger als die hierzulande. Es bestehe so gesehen kein Grund, die eigenen Anstrengungen nicht noch weiter zu verstärken. Dies selbst um den Preis, jene Teile der Industrie, die ohnehin schon mit den Folgen eines breiten Strukturwandels kämpft, endgültig zu strangulieren.
Wer sucht selbst nach Fakten?
Wir leben in einer fantastischen Zeit, in der es möglich ist, auf Unmengen von Daten zugreifen zu können, und das ganz lässig und bequem vom Notebook oder vom Handy aus. – Hab mal nachgedacht, ob ich als Jugendlicher in den frühen Sechziger-Jahren mir das ganz praktisch hätte vorstellen können. Zu dieser Zeit war ja schon ein voller Festnetzanschluss eine Art Luxus. Als Utopie hätte ich mir das vielleicht vorstellen können, aber sicher nicht, dass ich das einmal selbst erleben würde! – Nur: Wie viele von uns machen sich tatsächlich selbst auf die Suche nach Fakten mit Quellenangabe? Rasch eine Meinung hervorzuholen ist sicher einfacher als das Forschen nach belegbaren Tatsachen.
Was sagen die Zahlen?
Der Techniker fragt sich allein schon aus Gewohnheit: Wo finde ich verlässliche Zahlenangaben und was sagen sie aus? Und welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus ziehen? – Wir wissen zwar, dass China infolge seiner auf Expansion und Streben nach globaler Dominanz ausgerichteten Industriepolitik und trotz seiner Anstrengungen in Solar- und Windenergiegewinnung weltweit gesehen der größte Emittent von CO2 ist. Aber wie sehen im Vergleich dazu die Zahlen pro Kopf aus, nicht nur die Chinas, sondern der Industrie- und Schwellenländer? –– Also hier zunächst ein paar Zahlen:
Pro-Kopf-Emission von CO2 (in Tonnen), bezogen auf das Jahr 2024 (Quelle: de.statista.com, abgerufen am 06.07.2026):
Katar: 41,27 – Saudi-Arabien: 20,38 – Vereinigte Arabische Emirate: 20,13
Australien: 14,48 – USA: 14,2 – Kanada: 13,42
Russland: 12,49 – Südkorea: 11,29 – Island: 9,67
China: 8,66 – Malaysia: 8,16 – Südafrika: 6,87
Japan: 7,77 – Deutschland; 6,77 – Norwegen: 6,67
Niederlande: 6,23 – Österreich: 6,18 – Türkei: 5,87
Griechenland: 5,31 – Finnland: 5,30 – Italien: 5,09
Spanien: 4,60 – Vereinigtes Königreich: 4,53 – Frankreich: 3,97
Schweiz: 3,59 – Mexiko: 3,52 – Indonesien: 2,87
Brasilien: 2,28 – Indien: 2,20
Ein paar Überlegungen zu China und Österreich …
Wie aus diesen Zahlen unschwer zu errechnen ist, liegt die Pro-Kopf-Emission an CO2 pro Jahr für die Volksrepublik China nicht unter dem Wert Österreichs, sondern bereits etwa 40 Prozent darüber! Auf einen Vergleich der absoluten Emissionswerte kann ich hier wohl verzichten. Aber um ein Gefühl für die Relationen zu bekommen: China hat 1,412 Milliarden Einwohner, Österreich 9,10 Millionen (Beide Werte für 2026 von www.worldometer.info/de/, abgerufen am 06.07.2026), China hat somit ca. das 155-fache der Bevölkerung unseres Landes, oder umgekehrt gerechnet hat Österreich ca. 0,65 Prozent der Bevölkerung Chinas. So viel zu unserem möglichen Einfluss auf diese und weltweite Emissionen.
… und zu China und EU
Sehen wir uns die Werte für die gesamte EU an: Grok ai errechnet uns dazu aus den Daten in www.worldometer.info/de/ für die 27 EU-Länder und für Ende 2026 eine Bevölkerungszahl von 447.890.473 Personen, das sind etwa knapp 32% der Einwohnerzahl der Volksrepublik China. Umgekehrt gerechnet ist demnach China von der Bevölkerung her gesehen gut dreimal so groß wie die gesamte EU. Der Pro-Kopf- Wert der CO2-Emission EU-weit ist mir nicht bekannt, er liegt aber mit hoher Sicherheit unter denen Deutschlands, bewegt sich vielleicht in der Größenordnung Österreichs, liegt jedenfalls ebenso unter dem Wert des Riesenstaates am anderen Ende Eurasiens.
Politikwende nicht in Sicht
Angesichts all dieser Gegebenheiten und Verhältnismäßigkeiten wäre es meines Erachtens wohl hoch an der Zeit, in jeglichem politischen Denken von der herrschenden CO2-Fixierung abzukehren. Dass die hier und in der EU herrschende Politik das von sich aus nachvollzieht, ist jedoch nicht zu erwarten, so realistisch muss man in seinen Überlegungen sein. Denn mittlerweile ist die CO2-Fixierung ja in breiten Gesellschaftsschichten als gängige Ideologie oder – wenn man so will – als Glaubenssache bombenfest verankert, der mit sachlichen Argumenten schon längst nicht mehr beizukommen ist. Daran werden auch die wenigen Bürger, die sich selbst informieren und ihre kritischen Schlüsse ziehen, nichts ändern können.
Ansätze für Hoffnung
Eine der Hoffnungen, dass es dennoch zu Änderungen kommen könnte, besteht darin, dass wirtschaftliche Zwänge irgendwann dazu führen, dass infolge pekuniärer Nöte der CO2-Klimagötze vom Altar der öffentlichen Anbetung fallen wird müssen. Eine weitere Hoffnung ergäbe sich durch einen Wandel zu einer anderen Art von Politik, die von festgefahrenen Klimadoktrinen abgeht und wieder kritische Meinungen und offene Diskussionen zulässt. Und die vor allem erkennt, dass Klimaprognosen aus Computermodellen zwar in wissenschaftlicher Hinsicht wertvolle Denkanstöße liefern können, dass sie aber wegen der damit verbundenen Unsicherheiten niemals Grundlage politischer Entscheidungen sein können, selbst wenn sie von UNO und dem „Weltklimarat“ IPCC gewissermaßen als unfehlbar propagiert werden sollten.
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