(IRS) – Es gibt in der Erklärung des Klimawandels Vorgänge, die allgemein geläufig und weithin unwidersprochen sind. Oder zumindest nicht angezweifelt werden. Ein solcher Mechanismus steht auch hinter dem vielgebrauchten Begriff „Treibhauseffekt“. Dass es nicht immer einfach ist, diesen gemäß üblicher Darstellung gemäß richtig zu erklären, hat nicht unlängst ein deutscher Politiker erfahren, als er dies vor jungen Leuten versuchte. Seine verunglückte Interpretation dürfte – so kann man vermuten – zu einem für ihn unangenehmen Wählerschwund beigetragen haben. – Was aber steckt wirklich hinter dem Treibhauseffekt?
Schulwissen zum Treibhauseffekt
Anders gefragt: Wodurch funktioniert ein Treibhaus (oder: Glashaus) und auf welche Weise wird darin Wärme eingefangen, die dem Gärtner zu besserem Pflanzenwuchs verhilft? Die einfachste Erklärung besteht darin, dass das einfallende kurzwellige Sonnenlicht zunächst einmal zum größten Teil ungehindert durch die transparente Hülle – aus Glas oder Kunststofffolie – in das Treibhaus eindringen kann. Trifft dieses Licht auf eine Fläche im Treibhaus, erwärmt sich diese und strahlt daraufhin Wärme ab, die im langwelligen Bereich liegt. Glas hat die Eigenschaft, diese langwelligen Wärmestrahlen nicht durchzulassen, wodurch sich die Atmosphäre im Glashaus „aufheizt“.
Die Funktion thermischer Solarkollektoren
Der vorhin geschilderte Ablauf wird auch herangezogen, um die Wirkungsweise von thermischen Solarkollektoren zu erklären: Im Unterschied zum Treibhaus wird jedoch bei Kollektoren unter einer Glasabdeckung eine zweckmäßig beschichtete, meist dunkel gefärbte Absorberfläche erhitzt. Eine unter dieser Fläche durchströmende Flüssigkeit wird erwärmt und kann durch geeignete Kreislaufführung zur Erzeugung von Warmwasser, Schwimmbadwasser oder zum Betrieb von Raum- oder Bauteilheizung verwendet werden. Derartige Systeme waren vor allem bis zum breiten Aufkommen der Fotovoltaik-Anlagen populär, weisen sie doch hohe Energieeffizienz auf.
„The Science is Settled“
Nun ist die beschriebene Funktion des Treibhauseffekts zentraler Bestandteil der gängigen Erklärung des „menschgemachten“ Klimawandels: Die von menschlicher Aktivität ausgehenden Emissionen an „Treibhausgasen“ in der Atmosphäre haben demzufolge dazu geführt, dass die an der Erdoberfläche in langwellige Strahlung umgewandelte Sonnenenergie nicht im bisherigen Ausmaß in das Weltall zurückgestrahlt wird. Ein Teil werde durch die menschverursachten Treibhausgase aufgefangen, würde diese erwärmen und auf die Erde zurückstrahlen, wodurch sich die Atmosphäre erwärme oder sogar „aufheize“. Dieser Zusammenhang gilt in weiten Teilen des wissenschaftlichen Mainstreams als gesichert.
Eine andere Erklärung für den Treibhauseffekt
Bereits im Jahre 1909 hatte der US-amerikanische Experimentalphysiker Robert Williams Wood (1868 – 1955), Professor an der Johns Hopkins University in Baltimore Versuche durchgeführt, in denen er der Entstehung und Wirkungsweise des Treibhauseffekts auf den Grund zu gehen hoffte. Seinen Erkenntnissen nach war dieser ausschließlich auf den fehlenden Luftaustausch zwischen Treibhausatmosphäre und Außenluft zurückzuführen. Im Jahre 2011 wurden diese Versuche von Professor Nasif S. Nahle, Wissenschaftler und wissenschaftlicher Leiter am „Biology Cabinet“ in San Nicolas de los Garza, Mexico, wiederholt. Die Erkenntnisse von Wood wurden darin bestätigt.
Mögliche Konsequenzen der Hypothese von Wood
Sollten die Hypothese von Wood und deren Bestätigung durch Nahle den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen, wäre die Theorie der Treibhausgase (insbesondere von CO2) als Treiber der Erderwärmung hinfällig. Das hätte weitreichende Konsequenzen bis hin zum Entfall einer zentralen Voraussetzung bisheriger Klimapolitik zur Folge. – Andere Wissenschaftler hingegen versuchen die Hypothese von Wood in eigenen Versuchen zu widerlegen. So etwa Paul T. Arveson, Physiker und Fellow der Washington Academy of Sciences, in einer im Jahr 2023 an dieser Institution veröffentlichten Arbeit.
Die überfällige Suche nach der Wahrheit
Gemessen an den möglichen Folgen wäre unter Wissenschaftlern eine offene Diskussion über die beiden Positionen dringend notwendig, zusammen mit einem Einbremsen der gegenwärtigen Ideologie-lastigen Klimapolitik. Denn in die „Bekämpfung des menschgemachten Klimawandels“ sind bereits unvorstellbar hohe Geldbeträge geflossen. Über die tatsächlichen, konkreten und messbaren Auswirkungen aller dieser Bemühungen auf das Klima ist wenig bekannt. Und die Folgen der Klimapolitik auf die Deindustrialisierung Europas sind besorgniserregend. Angesichts dieser Situation: Wer schafft Platz für Vernunft? Wer in Europa ist interessiert, nach der Wahrheit zu suchen, nicht nur in Bezug auf den Treibhauseffekt, sondern zur Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zum „Klimaschutz“ überhaupt?
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