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	<title>Sonnek &#187; Erwartungen</title>
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	<description>Blog von Ingo Sonnek</description>
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		<title>Was kostet ein Gutachten?</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2022 18:36:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Über diese Frage hab‘ ich zwar schon vor ziemlich genau fünf Jahren einen Blogbeitrag  geschrieben (siehe hier). Darin bin ich einer Antwort zum größten Teil aus der Sicht eines Sachverständigen nachgegangen. Heute möchte ich dazu die Perspektive der auftraggebenden Kunden oder Klienten beleuchten. Dabei beschränke ich mich auf Gutachtensanfragen oder -aufträgen von privaten Personen, Organisationen [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_5499.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-1164" title="IMG_5499" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_5499-150x150.jpg" alt="Bild" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Über diese Frage hab‘ ich zwar schon vor ziemlich genau fünf Jahren einen Blogbeitrag  geschrieben (siehe <a title="Was kostet ein Gutachten?" href="https://www.sonnek.at/2017/09/15/aus-der-sv-praxis-was-kostet-ein-gutachten/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">hier</span></a>). Darin bin ich einer Antwort zum größten Teil aus der Sicht eines Sachverständigen nachgegangen. Heute möchte ich dazu die Perspektive der auftraggebenden Kunden oder Klienten beleuchten. Dabei beschränke ich mich auf Gutachtensanfragen oder -aufträgen von privaten Personen, Organisationen oder Unternehmen. Nicht nur auf direkt bekanntgegebene Forderungen will ich eingehen, sondern auch auf ihre subjektiven Erwartungen und Motive. Und auf den Wert und den Preis eines Gutachtens.</p>
<p><span id="more-8939"></span></p>
<p>Meine Antwort auf die Titelfrage ist eine spontane Gegenfrage: „Was kostet ein Auto?“ Darauf eine einfache Antwort zu finden, ist wohl nicht möglich. Wir können vielleicht noch ein Preisband angeben, mehr nicht. Der Preis eines Autos, das angeschafft werden soll, hängt bekanntlich von vielen Faktoren ab. Da sind zunächst objektive Kriterien, deren Erfüllung man leicht nachprüfen kann: Größe, Sitzplätze, Aufbau, Komfort, Ausstattung, Familientauglichkeit, Laderaum, Leistung, Antriebsart, Verbrauch, Farbe, Wiederverkaufswert, Versicherungs- und Steuerklasse.</p>
<p><strong>Entscheidungen erfolgen nicht allein nach objektiven Kriterien</strong></p>
<p>Wie wir wissen, ist es aber mit diesen Forderungen an das neue Fahrzeug zumeist noch nicht getan. Denn wie uns allen nur zu gut bekannt ist, kommen da einige subjektive Kriterien ins Spiel, die zum größten Teil nicht direkt ausgesprochen werden. Das sind die erwähnten Erwartungen und Motive, in denen weniger die Sachlichkeit, sondern eher die Emotion die Oberhand hat. Hier geht es sehr oft um Freude am Fahren, Erleben von Beschleunigung und Geschwindigkeit, Genuss von Luxus, aber vielleicht des Öfteren auch darum, dass man nach Außen zeigen will, wer man ist, um das Erregen von Aufmerksamkeit, um Bestätigung oder Prestige.</p>
<p><strong>Sorgsames Abwägen</strong></p>
<p>All diese objektiven und subjektiven Faktoren werden dann sorgsam gewichtet und an dem gemessen, was ihre Erfüllung kosten darf, oder anders gesagt, was ihre Erfüllung wert ist. Denn nach mehrmaliger Umkreisung des Objekts der Begierde im Schauraum des Händlers seines Vertrauens und der ernüchternden Begegnung mit der wirtschaftlichen Realität in Form einer Ausstattungs-Preisliste ist man nolens volens zu einigen Abstrichen bereit. Am Ende steht ein Kompromiss, der zwar die Vorfreude etwas zu dämpfen vermag, von dem man aber annimmt, mit ihm leben zu können.</p>
<p><strong>Analogie bei Gutachten?</strong></p>
<p>Wie weit lässt sich aus der geschilderten Anschaffung eines neuen Kraftfahrzeuges eine Analogie zur Erteilung eines Gutachtensauftrags ziehen? – Aus meiner Sicht ist eine solche durchaus gegeben. Denn auch im Fall der Einschaltung eines Gutachters haben wir es mit objektiven und subjektiven Kriterien zu tun, die den Auftraggeber zu seinem Schritt bewegen und die er logischerweise erfüllt haben möchte. Da wird zunächst eine Frage gestellt oder eine Liste von Fragen vorgelegt, die der Sachverständige beantworten soll. Auch der Zweck des Gutachtens wird genannt, hin und wieder wird auch angegeben, was es kosten darf.</p>
<p><strong>Motive im Hintergrund</strong></p>
<p>Aber wie schon beim fahrbaren Untersatz können auch beim Gutachtensauftrag einige subjektive Dinge eine Rolle spielen, die hier gar nicht so selten ausgesprochen werden. Da ist einmal der Wunsch, Recht zu bekommen. Oder aber auch nur die Absicht, in seiner Meinung bestätigt zu werden, vielleicht auch nur das Verlangen, ernst genommen zu werden. Nicht selten sind auch latente Rachegelüste spürbar, man will es einem vermeintlichen Gegner heimzahlen, indem man ihm das Gutachten vor den Latz knallt. Manchmal ist Zeitdruck im Spiel, eine wichtige Frist darf nicht verpasst werden.</p>
<p><strong>Der Boden der Realität</strong></p>
<p>Als Sachverständiger muss man auch den privaten Auftraggeber für ein Gutachten sehr oft auf den Boden der Realität herunterholen. Erstens in Bezug auf die Bereitschaft, überhaupt eines zu machen. Denn unlautere Absichten sind für Sachverständige ebenso ein Ablehnungsgrund wie der Wunsch nach einer gutachterlichen Gefälligkeit. Zweitens in Bezug auf den Preis. Private haben selten eine Vorstellung davon, was ein sorgfältig erstelltes  Gutachten kosten kann, besser gesagt: kosten muss. Doch Auftraggeber, die eine klare Antwort auf ihre Frage bekommen, werden letztlich zugestehen: „Das Gutachten ist seinen Preis wert!“</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Umfrage: Was Richter vom Sachverständigen erwarten (5)</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2012/11/24/umfrage-was-richter-vom-sachverstandigen-erwarten-5/</link>
		<comments>http://www.sonnek.at/2012/11/24/umfrage-was-richter-vom-sachverstandigen-erwarten-5/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Nov 2012 10:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Nicht nur bei Gerichtsverhandlungen bieten sich Gelegenheiten, mit Richtern ins Gespräch zu kommen. Auch Tagungen oder Seminare sind willkommene Anlässe nicht nur eigenes Wissen auf dem letzten Stand zu behalten, sondern ermöglichen auch direkten Kontakt zu Referenten und Teilnehmern im Rahmen eines allgemeinen „Networkings“ etwa in Pausenzeiten oder auch nur beim kurzen Gespräch quasi im [...]]]></description>
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<dl id="attachment_651" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_2926.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-651" title="IMG_2926" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_2926-150x150.jpg" alt="Gerichtsakten" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Nicht nur bei Gerichtsverhandlungen bieten sich Gelegenheiten, mit Richtern ins Gespräch zu kommen. Auch Tagungen oder Seminare sind willkommene Anlässe nicht nur eigenes Wissen auf dem letzten Stand zu behalten, sondern ermöglichen auch direkten Kontakt zu Referenten und Teilnehmern im Rahmen eines allgemeinen „Networkings“ etwa in Pausenzeiten oder auch nur beim kurzen Gespräch quasi im Vorbeigehen. So auch in diesem Fall mit der Frage nach den Anforderungen an Sachverständige. Der Vorteil, wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht: die Antworten müssen spontan kommen.</p>
<p><span id="more-650"></span></p>
<p>Und solche Antworten sind wegen ihrer Unmittelbarkeit und Direktheit äußerst wertvoll.</p>
<p>Auf meine einleitende Anmerkung, dass ja letztlich der Richter als Vertreter des Gerichts Auftraggeber des Sachverständigen sei und wir als Sachverständige ja im Sinne von Qualität wissen müssen, was der Richter von uns erwartet, unterbrach er mich und meinte: „Auftraggeber ist die Wahrheit.“ Das hat mir im Nachhinein zu denken gegeben. Er hat absolut Recht, denn letztlich sind wir ausschließlich der Wahrheit verpflichtet, egal, wer unser Auftraggeber ist. In seinem exzellenten Seminarbeitrag hatte er zuvor auch gemeint, einem Sachverständigen könne daher egal sein, wie ein Verfahren endet, in dem er tätig ist. Er habe bloß seinen Auftrag zu erfüllen. Stimmt genauso.</p>
<p>Aber jetzt zum Kern der Sache. Meine Frage an den Richter lautete:</p>
<p><strong>„Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei persönlichen Eigenschaften, die ein Sachverständiger haben sollte?“</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Antwort gebe ich hier wiederum anonymisiert, aber wörtlich weiter:</p>
<p><span style="color: #0099cc;"><strong>Richter eines Oberlandesgerichtes, November 2012: </strong></span></p>
<p><strong>Die Anforderungen an einen Sachverständigen sind:</strong></p>
<p>-          <strong>Ehrlichkeit,</strong></p>
<p>-          <strong>Fachkunde,</strong></p>
<p>-          <strong>sich ausdrücken können.</strong></p>
<p>Anschließend habe ich auch wieder nach den Eigenschaften einer Richterin, eines Richters gefragt.</p>
<p><strong>Die Anforderungen an eine Richterin, einen Richter sind:</strong></p>
<p>-          <strong>Ehrlichkeit,</strong></p>
<p>-          <strong>die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen,</strong></p>
<p>-          <strong>Urteilskraft.</strong></p>
<p>Wobei auf Nachfragen zum letzteren erläutert wurde, dass trotz aller Restunsicherheiten, die in den Verfahren immer gegeben sind, eine deutliche abschließende Aussage erforderlich ist.</p>
<p>Was ist Ihre Meinung dazu? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!</p>
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		<title>Erfolgsfaktoren für Freiberufler  &#8211; #5: Vertrauen bauen</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2012/11/10/erfolgsfaktoren-fur-freiberufler-4-vertrauen-bauen/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Nov 2012 09:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Jede nachhaltige Kundenbeziehung und jede dauerhafte Zusammenarbeit haben eine zentrale Voraussetzung: Vertrauen zwischen Partnern. Vertrauen macht nicht nur das Geschäftsleben leichter, ganz besonders hilft es in komplexen Situationen, Projekten oder Vorhaben, die der Kunde oder Partner wegen mangelnder Fachkenntnis gar nicht durchschauen kann. Vertrauen steigert so gesehen die Effizienz der Zusammenarbeit. Vertrauen muss man sich [...]]]></description>
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<dl id="attachment_633" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3978.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-633" title="IMG_3978" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3978-150x150.jpg" alt="Schlüssel" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Jede nachhaltige Kundenbeziehung und jede dauerhafte Zusammenarbeit haben eine zentrale Voraussetzung: Vertrauen zwischen Partnern. Vertrauen macht nicht nur das Geschäftsleben leichter, ganz besonders hilft es in komplexen Situationen, Projekten oder Vorhaben, die der Kunde oder Partner wegen mangelnder Fachkenntnis gar nicht durchschauen kann. Vertrauen steigert so gesehen die Effizienz der Zusammenarbeit. Vertrauen muss man sich verdienen, sagt man. Was aber kann ich ganz konkret tun, damit Vertrauen entsteht und erhalten bleibt? Sieben Schlüssel zum Vertrauen bauen.</p>
<p><span id="more-628"></span><!--more--></p>
<p>Aus der Literatur zum Thema und aus eigener Beobachtung haben sich für mich sieben Faktoren oder Elemente in Form von Verhaltensweisen herauskristallisiert, die für das Entstehen, Wachsen und Bestehen von Vertrauen bestimmend scheinen:</p>
<ol>
<li><strong>1. </strong><strong>Identität</strong></li>
</ol>
<p>Ich muss wissen, wer ich bin, ein positives Selbstbild und ein ausgewogenes Selbstbewusstsein besitzen. Dann kann ich authentisch sein, muss keine „Rollen“ spielen, kann zu meinen Stärken und Schwächen stehen. Solide Umgangsformen und Disziplin sind von Vorteil. Aus dieser Position heraus ergibt sich auch die Achtung des Anderen, das Anerkennen seiner Identität, auch wenn ich seine Meinungen oder Wertvorstellungen nicht teile. Die Sicherheit in der eigenen Identität ist auch Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Konfliktbewältigung.</p>
<ol>
<li><strong>2. </strong><strong>Integrität</strong></li>
</ol>
<p>In jeder Situation die gleiche Persönlichkeit bleiben, Charakter besitzen. „Ich meine, was ich sage und tue es auch“. Seinen ethischen Prinzipien in jeder Situation folgen, auch wenn es unangenehm wird oder auch dann, wenn dadurch ein Geschäft verloren geht. Vorhersehbarkeit, Geradlinigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit werden geschätzt. Auch ein fairer Umgang mit Fehlern und Erfolgen, sowohl bei sich selbst als auch bei anderen.</p>
<ol>
<li><strong>3. </strong><strong>Identifikation</strong></li>
</ol>
<p>Wir verstehen und dann besser, wenn wir gemeinsame Werte teilen, dieselben Wertvorstellungen haben, einen gemeinsamen sozialen oder beruflichen Hintergrund haben, Erfahrungen mit ähnlichen Situationen teilen können, was zu gegenseitiger Offenheit führt. Aber auch jemand, der einer großen Organisation oder Unternehmung gehört, oder jemand, der ein gewisses Ansehen oder eine höhere Bekanntheit im offiziellen Leben hat, genießt natürlich einen gewissen Vertrauensvorschuss.</p>
<ol>
<li><strong>4. </strong><strong>Initiative</strong></li>
</ol>
<p>Ein ganz wesentlicher Aspekt im Aufbau einer Vertrauensbeziehung besteht meines Erachtens darin, den ersten Schritt tun, wie man heute sagt, proaktiv“ zu sein oder ungefragt   Vorleistungen zu erbringen, die dem Partner die künftige Zusammenarbeit erleichtern. „Wer gibt, dem wird gegeben“, sagte eine Bibelweisheit. Ganz besonders gehört in diesem Zusammenhang dazu, dass man sich etwa in einem Projekt meldet, dass sich ein Fehler eingeschlichen hat, oder etwas vergessen wurde, bevor es Probleme gibt. Oder auch nur ein regelmäßiges Lebenszeichen zu schicken, wenn ein Projekt gerade keine engere Zusammenarbeit erfordert.</p>
<ol>
<li><strong>5. </strong><strong>Interesse</strong></li>
</ol>
<p>Die Goldene Regel sagt, dass man den anderen so behandeln soll, wie man selbst gerne behandelt werden möchte. Dazu gehört auch Interesse an der Person des anderen, der Austausch mit Projektpartnern, ihren Gedanken und Vorstellungen. Das braucht natürlich Zeit, die wir sehr oft nicht haben. Aber im informellen Gespräch entsteht die Beziehungsbrücke, die wir für die gemeinsame Arbeit dann benötigen. Dazu gehört auch, präsent zu sein und hinzuhören, auch dann, wenn es einmal langweilig zu sein scheint. Aber auch die Abgrenzung und Beachtung der Privatsphäre vor unberechtigter Neugier.</p>
<ol>
<li><strong>6. </strong><strong>Information</strong></li>
</ol>
<p>In einer erfolgreichen Zusammenarbeit gehören nicht nur die gegenseitigen objektiven projektbezogenen Anforderungen abgeklärt, sondern auch die dahinter liegenden subjektiven Erwartungen, also Dinge, über die man vielleicht nicht sofort spricht, die aber auf den Tisch gehören. Bei gemeinsamen Vorhaben müssen „Open Books“ gelten, also volle gegenseitige Einsicht in projektbezogene Unterlagen zu jeder Zeit, hier darf keine Geheimnistuerei betrieben werden. Die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Qualität ist auch ein Zeichen der Wertschätzung.</p>
<ol>
<li><strong>7. </strong><strong>Interaktion</strong></li>
</ol>
<p>Last but not least: Regelmäßiger persönlicher Austausch möglichst von Angesicht zu Angesicht ist  letztlich zur Erhaltung des Vertrauens zwischen Menschen unverzichtbar. Auf Dauer auch bei Projekten, die sich örtlich stark verzweigen, müssen Möglichkeiten zum Zusammenkommen geschaffen werden. Wir sind Menschen, keine Maschinen, wir brauchen ein Mindestmaß an  sozialen Kontakten mit unseren Geschäfts- und Projektpartnern. Jour Fixes gehören eingeplant und eingehalten.</p>
<p>Wer jetzt denkt, dass hier einer den erhobenen Zeigefinger aus der Position des Unfehlbaren erhebt und anderen die Leviten lesen will, der irrt. „Ingos sieben I“ sind entstanden aus dem Bewusstsein der eigenen Unzulänglichkeit und helfen in erster Linie mir selber zu Eigenkorrektur. Aber wir alle werden zum Glück nie perfekt und dürfen ein Leben lang lernen, auch voneinander …</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Kommunikation und Kompetenz …</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2012/10/30/kommunikation-und-kompetenz-%e2%80%a6/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Oct 2012 20:17:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Haustechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkompetenz]]></category>
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… scheinen sich oft nicht zu vertragen. Manchmal könnte man meinen, die beiden seien ein Brüderpaar der Gegensätze nach dem Muster „Feuer und Wasser“. Wie ich darauf komme? Aus der Beobachtung der Verhaltensweisen von Fachleuten aus der Installationsbranche, sei es im Umgang mit Kunden, mit fachlichen Laien aller Art oder aber auch vor Gericht. Klarerweise [...]]]></description>
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<dl id="attachment_619" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_39121.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-619" title="IMG_3912" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_39121-150x150.jpg" alt="Rohrzangen" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>… scheinen sich oft nicht zu vertragen. Manchmal könnte man meinen, die beiden seien ein Brüderpaar der Gegensätze nach dem Muster „Feuer und Wasser“. Wie ich darauf komme? Aus der Beobachtung der Verhaltensweisen von Fachleuten aus der Installationsbranche, sei es im Umgang mit Kunden, mit fachlichen Laien aller Art oder aber auch vor Gericht. Klarerweise sind Fachleute in erster Linie mit ihren Fachthemen beschäftigt. Was wir aber bei aller Fachkompetenz nie versäumen dürfen, ist das richtige und vor allem im Konfliktfall rechtzeitige Bauen einer kommunikativen Brücke zum Kunden. Einige Gedanken und Erfahrungen.</p>
<p><span id="more-617"></span></p>
<p><strong>Fachkompetenz allein genügt heute nicht mehr</strong></p>
<p>Da saß ich unlängst im Auftrag eines Bauherrn mit ihm und seinem Installateur zusammen beim Versuch, eine Einigung über die Behebung von offensichtlichen Mängeln an einer Heizungsanlage zu erzielen. Es war spannend zu sehen, wie da zwei Menschen miteinander redeten: aneinander vorbei. Auf der einen Seite war der an sich ausgezeichnet arbeitende Installateur nicht in der Lage, dem Kunden seine Vorschläge so zu erklären, dass sie der Kunde auch verstanden und akzeptiert hätte. Der Kunde wiederum war durch monatelanges Reden immer misstrauischer geworden, ob denn da noch überhaupt noch eine Lösung möglich sei. Meine Aufgabe: technischen Dolmetscher spielen und den Installateur bitten, eine einfache Liste seiner vorgeschlagenen Maßnahmen zu diktieren. Die Liste wurde dann mit dem Kunden durchgegangen, die Maßnahmen dem Bauherrn kurz erläutert, Rückfragen beantwortet. Der Umsetzung stand nichts mehr im Weg.</p>
<p><strong>Kunden werden immer anspruchsvoller</strong></p>
<p>Das alles hätte der überaus fachkompetente Installateur zwar auch tun können, aber offensichtlich war er darin nicht geschult. Zu bedenken ist, dass aber die Kundenzufriedenheit nur zu einem Teil darin besteht, dass eine technisch exzellente Anlage geliefert wird. Der Kunde will auch als Mensch wahrgenommen werden und trotz fehlendem Fachwissen als gleichberechtigter Gesprächspartner behandelt werden. Insbesondere bei Fehlern und Mängeln zeigt sich der große Vorteil kommunikativer Kompetenz, denn wer in Problemen Ruhe und Übersicht bewahrt, erzeugt Vertrauen und sichert sich dadurch langjährige Kundentreue, von der positiven Mundpropaganda ganz zu schweigen. Was für den Chef wichtig ist, gilt natürlich auch für die Mitarbeiter. Aus meiner Zeit als Geschäftsführer eines Installationsunternehmens sind mir zwei Extreme zum Thema Kommunikation und Kompetenz in Erinnerung geblieben.</p>
<p><strong>Der Kommunikator</strong></p>
<p>Das eine Extrem: Da ist ein angelernter Installateur, fleißig, selbständig arbeitend, einsatzfreudig. Aber mit einem nicht zu eliminierenden Hang zur Missachtung elementarer Grundregeln geometrisch ansprechender paralleler Rohrführung, manchmal gekrönt von eigenwilligen und kreativen Installationslösungen, die  einen verstärkten Überwachungsbedarf des Vorgesetzten verlangen und gelinde gesagt einen gewissen Nacharbeitsbedarf erzeugen können. Aber: eine Kommunikationsbombe der Extraklasse. Einer, der einem in einer Zigarettenlänge die gesamte Welt der Installationstechnik erklärt, in der nächsten Zigarettenlänge die übrige Welt gleich dazu. Die Kunden vergöttern ihn, sie hängen an seinen Lippen. „Der kennt sich aus. Wenn ich wieder einen Installateur brauche, dann schicken Sie mir bitte nur den.“</p>
<p><strong>Der Kompetenzträger</strong></p>
<p>Das andere Extrem: Der Spitzenfachmann. Absolut zuverlässig, jeder Handgriff sitzt, die Arbeit ist schlicht perfekt. Keine Zwischenkontrollen nötig, alles passt. Technisch zumindest. Aber: Er lässt sich bei seiner Arbeit nicht stören. Er ist der große Schweiger. Sanfte Nachfragen des Kunden und Interesse an seiner Arbeit erzeugen grummelnde Grunzlaute, gefolgt von Seufzern über Laien, die halt nix verstehen. Punkt. Schulungen über den Umgang mit Kunden sind sowieso reine Zeitverschwendung. Und die Kunden sind etwas ratlos, langsam werden sie auch skeptisch. Ob der wohl ordentlich arbeitet? Zum Glück kommt hin und wieder sein Chef vorbei, der dem Kunden erklären kann, was da der Mitarbeiter Schönes und Gutes gemacht hat.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Wir lernen nie aus, angesichts der ständigen Neuerungen nicht im Technischen, aber auch nicht im Umgang mit Menschen. Wer hier die richtige Balance aus technischer Brillanz und kommunikativer Kompetenz findet, hat auch wirtschaftlich gesehen auf lange Sicht die Nase vorn.</p>
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		<item>
		<title>Umfrage: Was Richter vom Sachverständigen erwarten (4)</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2012/08/31/umfrage-was-richter-vom-sachverstandigen-erwarten-4/</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Aug 2012 18:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[QM für SV]]></category>
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Ein Gerichtssaal nach Ende einer Verhandlung ist im Normalfall kein guter Interviewplatz, weil ja üblicherweise die Atmosphäre emotional noch aufgeladen ist und alle Beteiligten mit dem Vorangegangenen beschäftigt sind. Natürlich scheinen Richter besonders gefordert, tragen sie ja die Hauptlast des Verfahrens. Umso bemerkenswerter, dass – sofern sich die Gelegenheit dazu ergab – ausnahmslos alle Richter [...]]]></description>
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<dl id="attachment_530" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3478.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-530" title="IMG_3478" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3478-150x150.jpg" alt="bild" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Ein Gerichtssaal nach Ende einer Verhandlung ist im Normalfall kein guter Interviewplatz, weil ja üblicherweise die Atmosphäre emotional noch aufgeladen ist und alle Beteiligten mit dem Vorangegangenen beschäftigt sind. Natürlich scheinen Richter besonders gefordert, tragen sie ja die Hauptlast des Verfahrens. Umso bemerkenswerter, dass – sofern sich die Gelegenheit dazu ergab – ausnahmslos alle Richter bereit waren, sich der Frage zu stellen „Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei Dinge (persönliche Eigenschaften, Verhaltensweisen etc.), die ein Sachverständiger haben sollte?“</p>
<p><span id="more-529"></span></p>
<p>Auch die Richterin eines Bezirksgerichtes war wiederum dankenswerterweise zu einer Stellungnahme bereit. Die protokollierten Antworten sind hier wiederum anonymisiert wiedergegeben. Es wurde bewusst um spontane Antworten gebeten, die Mündlichkeit der Aussage beibehalten.</p>
<p>Vierte Antwort in dieser Serie:</p>
<p><span style="color: #0099cc;"><strong>Richterin eines Bezirksgerichtes, Juni 2011: </strong></span></p>
<p><em>Ein Sachverständiger muss …</em></p>
<p>-          <em>Fachkompetenz aufweisen</em></p>
<p>-          <em>das Vermögen besitzen, Inhalte nicht nur den Juristen, sondern auch den Parteien darlegen zu können, ebenso zum Beispiel muss er das Gutachtensergebnis in wenigen Sätzen zusammenfassen und in wenigen Sätzen die wesentlichen Inhalte wiedergeben können,</em></p>
<p>-          <em>das Gutachten zeitgerecht abliefern, man soll nicht ewig darauf warten müssen, oder aber der Sachverständige muss schon bei der Bestellung eine Terminwarnung abgeben.</em></p>
<p>Zu den wichtigsten Eigenschaften einer Richterin, eines Richters meinte sie:</p>
<p><em> Eine Richterin, ein Richter sollte …</em></p>
<p>-        <em> ebenso in erster Linie natürlich juristische Fachkompetenz aufweisen,</em></p>
<p>-          <em>den Leuten den Eindruck vermitteln, dass sie gehört werden und ihnen ein faires Verfahren geboten wird, wichtige Argumente sollten klar dargelegt werden, weil dann die Akzeptanz des Urteils besser ist,</em></p>
<p>-          <em>auf Geschwindigkeit achten, man soll nicht drei Jahre warten müssen, bis ein Verfahren fertig ist, ein vernünftiges Verhältnis zwischen Gegenstand und Verfahrensdauer muss gegeben sein.</em></p>
<p>Über Ihre konstruktiven Kommentare dazu würden wir uns freuen!</p>
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		<title>Umfrage: Was Richter vom Sachverständigen erwarten (3)</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jun 2012 04:49:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei Dinge (persönliche Eigenschaften, Verhaltensweisen etc.), die ein Sachverständiger haben sollte?“ Ein kurzes, etwas belustigtes Auflachen war sehr oft die erste Reaktion der oder des Befragten, bevor nach einer schöpferischen Pause die Antworten kamen, fast immer prompt und präzise.

So auch der Richter des Bezirksgerichtes, dem ich wieder im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei Dinge (persönliche Eigenschaften, Verhaltensweisen etc.), die ein Sachverständiger haben sollte?“ Ein kurzes, etwas belustigtes Auflachen war sehr oft die erste Reaktion der oder des Befragten, bevor nach einer schöpferischen Pause die Antworten kamen, fast immer prompt und präzise.</p>
<p><span id="more-352"></span></p>
<p>So auch der Richter des Bezirksgerichtes, dem ich wieder im Anschluss daran dieselbe Frage auch im Hinblick auf Richterin oder Richter gestellt habe. Auch ihm sei an dieser Stelle für seine Bereitschaft und Offenheit gedankt. Die Antworten habe ich protokolliert und gebe sie anonymisiert wieder.</p>
<p>Also, drittes Interview in dieser Serie:</p>
<p><strong><span style="color: #0099cc;">Richter eines Bezirksgerichtes, Mai 2012:</span> </strong></p>
<p><em>Ein Sachverständiger muss …</em></p>
<p><em>-          die Probleme lösen helfen, die der Richter hat,</em></p>
<p><em>-          Gerichtserfahrung haben oder zumindest Kenntnisse über den Ablauf des Verfahrens und über die Zusammenhänge,</em></p>
<p><em>-          Standhaftigkeit in seiner Meinung haben und Steherqualitäten in der Kritik, er darf sich keinesfalls verunsichern lassen, auch nicht, wenn er angegriffen wird.</em></p>
<p>Dazu meinte der Richter noch, dass Fachkompetenz natürlich vorausgesetzt werde, das vorhin Gesagte aber entscheidend sei. Auf die ergänzende Frage, was ein Sachverständiger keinesfalls dürfe, antwortete er: umfallen.</p>
<p>Zu den Eigenschaften einer Richterin, eines Richters meinte er:</p>
<p><em>Eine Richterin, ein Richter sollte …</em></p>
<p>-          <em>lösungsorientiert sein, Konflikt beilegend</em></p>
<p>-          <em>ruhig bleiben in der Verhandlung,</em></p>
<p>-          <em>die Verhandlung fair führen, wichtig sei die Begründung, z.B. bei Ablehnung des Klagsbegehrens, es darf keinesfalls auch nur der Anschein  eines unfairen Verfahrens entstehen, der Richter dürfe nicht „drüberfahren“.</em><strong></strong></p>
<p>Was ist Ihre Meinung dazu? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!</p>
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		<title>Umfrage: Was Richter vom Sachverständigen erwarten (2)</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 08:57:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Vorteil eines Interviews liegt in der Unmittelbarkeit der Reaktion der oder des Befragten. Langes Überlegen ist meist nicht möglich, die Aussagen sind direkter, mitunter auch emotionaler.

Dazu hat der Interviewer die Gelegenheit, nachzuhaken und das Gesagte präzisieren zu lassen. Die Aussagen geben die Erwartungen der befragten Richterinnen und Richter an Sachverständige wieder und sind deshalb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vorteil eines Interviews liegt in der Unmittelbarkeit der Reaktion der oder des Befragten. Langes Überlegen ist meist nicht möglich, die Aussagen sind direkter, mitunter auch emotionaler.</p>
<p><span id="more-211"></span></p>
<p>Dazu hat der Interviewer die Gelegenheit, nachzuhaken und das Gesagte präzisieren zu lassen. Die Aussagen geben die Erwartungen der befragten Richterinnen und Richter an Sachverständige wieder und sind deshalb so wertvoll, weil diese Erwartungen ja nicht oder nur selten ausgesprochen werden können, ganz einfach deshalb, weil  Zeit und Gelegenheit dazu meist nicht gegeben sind. Aber – offen gefragt – fehlt nicht auch oft das Interesse der Sachverständigen selbst?</p>
<p>Die Meinung des Auftraggebers liefert den besten Rohstoff für unsere ständige Verbesserung. Außerdem zeigen die Aussagen, wie weit unsere eigenen Vorstellungen von Sachverständigen Qualität mit denen des Richters übereinstimmen. Krasses Beispiel: Es wäre ja sinnlos, das ohnehin schon gute Erscheinungsbild der Gutachtensausfertigung noch weiter verbessern zu wollen, wen in der Gutachtenserörterung der Sachverständige den Gutachtensinhalt nicht verdeutlichen kann.</p>
<p>Nun aber zur Sache. Meine Frage in den Interviews lautete mit geringen Variationen etwa so:</p>
<p><em>„Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei Dinge (persönliche Eigenschaften, Verhaltensweisen etc.), die ein Sachverständiger haben sollte?“</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Im Anschluss daran habe ich dieselbe Frage auch im Hinblick auf Richterin oder Richter gestellt. Das sollte uns Sachverständigen helfen, sie besser unterstützen zu können.  Alle Befragten haben mitgemacht, allen Interviewpartnern sei an dieser Stelle wiederum für ihre Bereitschaft und Offenheit gedankt. Die Antworten habe ich protokolliert und gebe sie anonymisiert wieder. Zweites Interview:</p>
<p><span style="color: #3399cc;"><strong>Richterin eines Landesgerichtes, Mai 2012: </strong></span></p>
<p><em>Ein Sachverständiger sollte …</em></p>
<p><em>-          fachliche Kompetenz aufweisen,</em></p>
<p><em>-          Sachverhalte erklären können, so dass sie auch ein Laie (wenigstens halbwegs) versteht und eine gewisse Eloquenz besitzen,</em></p>
<p><em>-          querdenken können: er sollte ein gewisses Gefühl dafür haben, was rechtlich geht</em><strong>.</strong></p>
<p>Ergänzend meinte die Richterin, dass bei Technikern eine gewisse Gefahr besteht, sich zu verzetteln, zum Beispiel wenn sie unbedingt wissen wollen, warum etwas nicht funktioniert, ohne aber den Gerichtsauftrag dafür zu haben.</p>
<p>Zu den Eigenschaften einer Richterin, eines Richters:</p>
<p><em>Eine Richterin, ein Richter sollten …</em></p>
<p><em>-          fachliche (rechtliche) Kompetenz besitzen,</em></p>
<p><em>-          soziale Kompetenz haben,</em></p>
<p><em>-          verbale Darstellungs- und Ausdrucksfähigkeit aufweisen,</em></p>
<p><em>-          Entscheidungskompetenz haben.</em></p>
<p>Für beide, Richter(in) und Sachverständige merkt sie an:  Wir benötigen Teamarbeit, Zusammenspiel und Offenheit.</p>
<p>Was ist Ihre Meinung dazu? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Umfrage: Was Richter vom Sachverständigen erwarten (1)</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2012/04/30/umfrage-was-richter-vom-sachverstandigen-erwarten-1/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 10:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsfälle]]></category>
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		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein wesentliches Zeichen von Qualität liegt darin, die Anforderungen und Erwartungen von Kunden zu erfüllen. Wichtigster Auftraggeber des Gerichtssachverständigen ist naturgemäß das Gericht, personifiziert in Richterin oder Richter. Was liegt also näher, als direkt die zentrale Person des Auftraggebers über ihre Erwartungen an Sachverständige zu befragen?

Die häufigste Gelegenheit dazu bietet die Zeit nach einer Gerichtsverhandlung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wesentliches Zeichen von Qualität liegt darin, die Anforderungen und Erwartungen von Kunden zu erfüllen. Wichtigster Auftraggeber des Gerichtssachverständigen ist naturgemäß das Gericht, personifiziert in Richterin oder Richter. Was liegt also näher, als direkt die zentrale Person des Auftraggebers über ihre Erwartungen an Sachverständige zu befragen?</p>
<p><span id="more-169"></span></p>
<p>Die häufigste Gelegenheit dazu bietet die Zeit nach einer Gerichtsverhandlung, wenn noch ein paar Minuten für ein kurzes Nachgespräch möglich sind. Den Gesprächspartnern habe ich erklärt, dass ihre Antworten uns Sachverständigen helfen können, unsere Aufgaben besser zu erfüllen. Meine Frage lautete mit geringen Variationen etwa so:</p>
<p><strong><em>„Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei Dinge (persönliche Eigenschaften, Verhaltensweisen etc.), die ein Sachverständiger haben sollte?“</em></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Antworten dazu sollten ganz spontan, also ohne langes Überlegen gegeben werden. Die Reaktion der Richter war durchwegs positiv, die Aussagen hilfreich, allen Interviewpartnern sei an dieser Stelle für ihre Bereitschaft zum Mitmachen und für ihre Offenheit gedankt. Die Antworten habe ich protokolliert und gebe sie anonymisiert wieder. Erstes Interview:</p>
<p><span style="color: #0099cc;"><strong>Richterin eines Bezirksgerichtes, Oktober 2009:</strong></span></p>
<p><strong><em>Ein Sachverständiger sollte …</em></strong></p>
<p><strong><em>-          nicht bestechlich sein, nicht anfällig für Interventionen,</em></strong></p>
<p><strong><em>-          fachlich souverän sein,</em></strong></p>
<p><strong><em>-          mit den Parteien umgehen können.</em></strong></p>
<p>Oder in anderen Worten: er benötigt Integrität sowie fachliche und soziale Kompetenz.</p>
<p>Die Richterin war auch bereit, die aus ihrer Sicht wichtigen Anforderungen an ihren eigenen Beruf zu formulieren. Das sollte uns Sach­ver­stän­­digen Hilfe sein, unsere  Auftraggeber besser verstehen und besser unterstützen zu können:</p>
<p><strong><em>Ein Richter, eine Richterin sollten …</em></strong></p>
<p><strong><em>-          geradlinig und standhaft sein,</em></strong></p>
<p><strong><em>-          Entscheidungsfreude haben und nach der Entscheidung nicht mehr zurückschauen sowie</em></strong></p>
<p><strong><em>-          flexibel sein und sich nicht von vorn­herein an etwas „festbeißen“.</em></strong></p>
<p>Der Beruf des Richters und die Tätigkeit des Sachverständigen haben eines gemeinsam – beide stellen höchste Anforderungen an die Persönlichkeit.</p>
<p>Wie gut erfüllen wir diese und worin liegen die größten Herausforderungen? Was ist Ihre Meinung dazu? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!</p>
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