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	<title>Sonnek &#187; Nachhaltigkeit</title>
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	<description>Blog von Ingo Sonnek</description>
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		<title>Der Tanz ums CO2 (3. Teil) – Stromerzeugung</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 07:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[Erneuerbare Energie]]></category>
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(IRS) – Es steht außer Zweifel, dass für große Teile der Energieverwendung in Europa ein Umstieg auf Elektrizität stattfindet. Zwei Beispiele: Erstens wird jeder Aufmerksame registrieren, dass  die Zahl von Elektrofahrzeugen im täglichen Straßenverkehr stark gewachsen ist, beschleunigt wohl auch durch Unsicherheit, wie sich Preis und Versorgung mit konventionellen Kraftstoffen entwickeln werden. Zweitens zeigt sich [...]]]></description>
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<p>(IRS) – Es steht außer Zweifel, dass für große Teile der Energieverwendung in Europa ein Umstieg auf Elektrizität stattfindet. Zwei Beispiele: Erstens wird jeder Aufmerksame registrieren, dass  die Zahl von Elektrofahrzeugen im täglichen Straßenverkehr stark gewachsen ist, beschleunigt wohl auch durch Unsicherheit, wie sich Preis und Versorgung mit konventionellen Kraftstoffen entwickeln werden. Zweitens zeigt sich auch in der Haustechnik zumindest bei gut isolierten Gebäuden mit PV-Anlagen und Lademöglichkeit für E-Fahrzeuge die Tendenz, überhaupt weg von „alten“ Brennstoffen und hin zu Energieversorgung ausschließlich mit Strom zu kommen.</p>
<p><span id="more-11512"></span></p>
<p><strong>CO2-Emissionen in der Stromerzeugung</strong></p>
<p>Allein schon aufgrund der Tatsache, dass der Bedarf an elektrischem Strom steigt, wird – natürlich vor allem in Europa – mit scharfem Auge darauf geachtet, dass die Emissionsfaktoren für die Stromerzeugung möglichst niedrige Werten zeigen, und es wird mit vielerlei Mitteln versucht, diese Werte weiterhin zu senken. Naturgemäß wird für Strom aus Wasserkraft (wie Großteils in Österreich) fast kein CO2 frei, auch bei Kernkraft (wie in Frankreich vorwiegend) sehr wenig, wohingegen bei Kohlekraftwerken (wie etwa in Polen) viel davon anfällt. Die Europäische Umweltagentur hat unlängst Werte für die 27 Länder der Europäischen Union und für das Jahr 2024 bekanntgegeben,* die wir uns näher ansehen wollen.</p>
<p><strong>Emissionswerte für das Jahr 2024 für die Länder der Europäischen Union </strong></p>
<p>Die ausgewiesenen Werte sind in „gCO2e/kWh“ angegeben, das bedeutet „Gramm CO2 je Kilowattstunde erzeugter elektrischer Energie“ (Zu beachten ist, dass in diesen Emissionsangaben auch alle anderen „Treibhausgase“ mit berücksichtigt worden sind, man hat sie auf CO2-Basis umgerechnet):</p>
<p>Schweden: 6 – Finnland: 27 – Luxenburg: 35 – Frankreich: 36 – <strong>Österreich: 53</strong> – Slowakei: 59 – Litauen: 61 – Dänemark: 64 – Lettland: 75 – Portugal: 82 – Kroatien: 98 – Spanien: 125 – Ungarn: 127 – Belgien: 155 – <em>Median: 155</em> – Slowenien: 175 – Rumänien: 188 – <em>Mittelwert: 192</em> – Italien: 206 – Irland: 237 – Niederlande: 245 – Bulgarien: 248 – <strong>Deutschland: 291</strong> – Griechenland: 304 – Malta: 337 – Tschechien: 338 – Estland: 384 – Zypern: 561 – Polen: 566</p>
<p>Erwähnt seinen noch zwei Vergleiche dazu:</p>
<p>-         Dem genannten Bericht ist auch zu entnehmen, dass der Mittelwert für die EU im Jahr 1990 noch 500 gCO2e/kWh betragen hat, der für das Jahr 2024 auf 192 gCO2e/kWh gesunken ist</p>
<p>-          Der Wert für die VR China 2024 liegt hingegen bei 560 gCO2e/kWh**</p>
<p><strong>Anmerkung in Bezug auf Österreich</strong></p>
<p>Der fett gekennzeichnete niedrige Emissionswert für Österreich ist der begünstigten geografischen Lage des Landes und dem dadurch möglichen hohen Anteil an Wasserkraft als erneuerbarer Energie zu verdanken: Er liegt demnach bei etwa einem Drittel des europäischen Durchschnitts und bei knapp einem Viertel des Medians. Unter diesen Gegebenheiten erhebt sich die Frage: Warum buttert man überhaupt Förderungen in großflächige Solaranlagen, wenn man ohnehin weiß, dass derlei Anlagen nie einen akzeptablen Energy Return on Energy Invested (EROI, auch: Erntefaktor) liefern werden?*** Will Österreich denn innerhalb der EU noch zu irgend einer Art Musterschüler werden? Wozu?</p>
<p><strong>Anmerkungen in Bezug auf Deutschland</strong></p>
<p>Deutschland gilt als Musterland für die „Energiewende“, also den Ausstieg aus konventioneller Stromerzeugung in eine, die in erster Linie auf erneuerbare Quellen setzen will. Der in der Zusammenstellung ebenfalls fett gekennzeichnete Emissionswert für Deutschland liegt deutlich über dem europäischen Mittelwert. Einem Artikel der Online-Publikation KlimaNachrichten vom 16.07.2026 ist im Hinblick darauf zu entnehmen (Zitat <em>kursiv</em>): ****</p>
<p><em>Wo liegt also der Hase im Pfeffer, dass Deutschland trotz aller Investitionen so ein großer Treibhausgas-Produzent bei der Energieproduktion ist? Kapazitäten wurden ja aufgebaut: Insgesamt standen 78 GW an Windenergie und 124 GW an Photovoltaik (PV) an installierter Leistung zur Verfügung. Die Maximalproduktion an gesamtem Strom im Zeitraum betrug 79 GW, der Mittelwert lag bei 58 GW. Zumindest das Mittel war also nur mit Windkraft oder PV theoretisch leistbar. Theoretisch! Die mittlere Produktion von Energie aus Windkraft erreichte nur 15% der installierten Leistung, maximal wurden 52% erreicht, an „schlechten Windtagen“ nur um 0,3-0,4%. So viel Installation für so wenig Ertrag! Bei PV sieht es nicht besser aus, um die 15% im Mittel 53% als Top-Wert, nachts natürlich null. </em></p>
<p><em>Wenn diese „Erneuerbaren Energien“ (EE) nicht genug liefern, muss für die Versorgungssicherheit in Deutschland Kohle und Gas weiter hochgefahren werden. Das führte im Mittel zur Produktion von 13,5% der Gesamtleistung aus Gas, aus Kohle waren es 15%. Die Spitzenwerte: 25 bzw. 29 %. Hier zeigt sich das Problem des Verzichts auf Kernkraft, die Nutzung ist nach wie vor hierzulande gar verboten. Das beantwortet auch die Frage, warum Frankreich so viel weniger Treibhausgas in die Luft bläst: neben EE kommt da die Kernkraft (sie ist CO2-arm mit nur 5 g CO2/kWh) mit rund 67% zum Einsatz. </em></p>
<p><strong>Stößt die Nutzung von PV und Windkraft in Deutschland an ihre Grenzen?</strong></p>
<p>Deutschland sieht sich trotzdem nach wie vor als Vorzeigeland und Vorreiter der Nutzung von Fotovoltaik (PV) und Windkraft. Zurecht? Der pensionierte Allgemeinmediziner Dr. Stephan Kaula aus Bad Homburg in Deutschland hatte sich zuvor schon lange intensiv mit Einflüssen von Windkraftanlagen auf den menschlichen Organismus beschäftigt. In seinem Video „Energiewende, vom Ausbau zur Systemintegration“, das am 07.07.2026 auf YouTube erschienen ist*****, geht er nun einen Schritt weiter und sieht sich das gesamte  Energieversorgungssystem an, insbesondere die Integration von PV und Windkraft. Er baut seine Überlegungen auf offiziell verfügbaren Daten der deutschen Bundesnetzagentur (SMARD) auf, die sowohl die Entwicklung von 2015 bis 2025 wiedergeben, als auch eine Vorschau für den Ausbau bis 2030 enthalten.</p>
<p>Anhand von Häufigkeitsdiagrammen werden anschaulich die wachsenden Herausforderungen der Systemintegration, Stromüberschüsse und Residuallast (d. i. die verbleibende Last ohne PV und Windkraft) dargestellt. Dadurch sollen die technischen Herausforderungen der „Energiewende“ verdeutlicht werden. Die Daten für die Prognosen  basieren auf den Ausbauzielen der deutschen Bundesregierung. Es ist höchst empfehlenswert, sich dieses Video und die Darstellung der Situation 2015, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 und der Prognosen für 2017 und 2030 anzusehen.</p>
<p>Für jedes dieser Jahre werden Energiemengen in Terawattstunden (TWh) angegeben für Abregelung (Bundesnetzagentur), realisierte Wind+PV-Einspeisung, Nettoexporte in Negativpreisstunden, Inland bei Negativpreisen, Inland bei Positivpreisen. Jeder kann sich aus diesen Daten sein eigenes Bild machen.</p>
<p><strong>Großtechnischer Einsatz von Wind und PV &#8211; noch ein Zukunftsmodell?</strong></p>
<p>Faktum ist, dass mit zunehmendem Ausbau von Wind und PV die realisierte Wind+PV-Einspeisung und damit der zu positiven Preisen verwertbare Stromanteil gestiegen sind (no naa, war wohl zu erwarten), zugleich aber auch der Wert der Abregelung zugenommen hat. Für mich war interessant zu ermitteln, zu welchem Prozentsatz die gesamte zur Verfügung stehende Windenergie (also  realisierte Wind+PV-Einspeisung zuzüglich Abregelung!) tatsächlich (also im Inland zu Positivpreisen) verkauft werden konnte: Der Wert für 2015 belief sich auf 94%, der Wert für 2025 ist auf 83% gesunken. Geht man davon aus, dass die prognostizierten Ausbauschritte tatsächlich vollzogen werden, ist für 2027 ein Wert von 69% zu erwarten und für 2030 gar nur von 54%!</p>
<p>Vertraut man von den vorliegenden Werten, liegt der Hauptgrund dafür ganz offensichtlich darin, dass seit etwa 2021 der Wert für den zu positiven Preisen verkaufbaren Stromanteil seit etwa 2021 kaum mehr wesentlich gestiegen ist. Sollten die vorherigen Überlegungen richtig sein, stellt sich für Deutschland die Frage: Noch mehr PV und Wind – wofür? Jedenfalls dürften sich dadurch die CO2-Emissionen kaum verändern …</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Quellen:</p>
<p>*) European Environment Agency, Greenhouse gas emission intensity of electricity generation in Europe, Published 10 Jul 2026 <a href="https://www.eea.europa.eu/en/analysis/indicators/greenhouse-gas-emission-intensity-of-1">https://www.eea.europa.eu/en/analysis/indicators/greenhouse-gas-emission-intensity-of-1</a></p>
<p>**) Wert für China aus Google KI, Abfrage 23.07.2026</p>
<p>***) Siehe Blog-Beitrag vom 10.10.2025  <a href="https://www.sonnek.at/2025/10/10/elektrische-energiequellen-energieertrag-und-aufwand/">https://www.sonnek.at/2025/10/10/elektrische-energiequellen-energieertrag-und-aufwand/</a></p>
<p>****) KlimaNachrichten, Das Klimaproblem „Energiewende“, 16. Juli 2026  <a href="https://klimanachrichten.de/2026/07/16/das-klimaproblem-energiewende/">https://klimanachrichten.de/2026/07/16/das-klimaproblem-energiewende/</a></p>
<p>*****) Dr. Stephan Kaula, Energiewende: Vom Ausbau zur Systemintegration, 07. Juli 2026: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=GVkDq13_Xjw">https://www.youtube.com/watch?v=GVkDq13_Xjw</a></p>
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		<title>Wie funktioniert der Treibhauseffekt wirklich?</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 07:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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(IRS) – Es gibt in der Erklärung des Klimawandels Vorgänge, die allgemein geläufig und weithin unwidersprochen sind. Oder zumindest nicht angezweifelt werden. Ein solcher Mechanismus steht auch hinter dem vielgebrauchten Begriff „Treibhauseffekt“. Dass es nicht immer einfach ist, diesen gemäß üblicher Darstellung gemäß richtig zu erklären, hat nicht unlängst ein deutscher Politiker erfahren, als er [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-4700" title="CO2-3" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/CO2-3-150x150.PNG" alt="C" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS)<strong> –</strong> Es gibt in der Erklärung des Klimawandels Vorgänge, die allgemein geläufig und weithin unwidersprochen sind. Oder zumindest nicht angezweifelt werden. Ein solcher Mechanismus steht auch hinter dem vielgebrauchten Begriff „Treibhauseffekt“. Dass es nicht immer einfach ist, diesen gemäß üblicher Darstellung gemäß richtig zu erklären, hat nicht unlängst ein deutscher Politiker erfahren, als er dies vor jungen Leuten versuchte. Seine verunglückte Interpretation dürfte – so kann man vermuten – zu einem für ihn unangenehmen Wählerschwund beigetragen haben. – Was aber steckt wirklich hinter dem Treibhauseffekt?</p>
<p><span id="more-11281"></span></p>
<p><strong>Schulwissen zum Treibhauseffekt</strong></p>
<p>Anders gefragt: Wodurch funktioniert ein Treibhaus (oder: Glashaus) und auf welche Weise wird darin Wärme eingefangen, die dem Gärtner zu besserem Pflanzenwuchs verhilft? Die einfachste Erklärung besteht darin, dass das einfallende kurzwellige Sonnenlicht zunächst einmal zum größten Teil ungehindert durch die transparente Hülle – aus Glas oder Kunststofffolie – in das Treibhaus eindringen kann. Trifft dieses Licht auf eine Fläche im Treibhaus, erwärmt sich diese und strahlt daraufhin Wärme ab, die im langwelligen Bereich liegt. Glas hat die Eigenschaft, diese langwelligen Wärmestrahlen nicht durchzulassen, wodurch sich die Atmosphäre im Glashaus „aufheizt“.</p>
<p><strong>Die Funktion thermischer Solarkollektoren</strong></p>
<p>Der vorhin geschilderte Ablauf wird auch herangezogen, um die Wirkungsweise von thermischen Solarkollektoren zu erklären: Im Unterschied zum Treibhaus wird jedoch bei Kollektoren unter einer Glasabdeckung eine zweckmäßig beschichtete, meist dunkel gefärbte Absorberfläche erhitzt. Eine unter dieser Fläche durchströmende Flüssigkeit wird erwärmt und kann durch geeignete Kreislaufführung zur Erzeugung von Warmwasser, Schwimmbadwasser oder zum Betrieb von Raum- oder Bauteilheizung verwendet werden. Derartige Systeme waren vor allem bis zum breiten Aufkommen der Fotovoltaik-Anlagen populär, weisen sie doch hohe Energieeffizienz auf.</p>
<p><strong>„The Science is Settled“</strong></p>
<p>Nun ist die beschriebene Funktion des Treibhauseffekts zentraler Bestandteil der gängigen Erklärung des „menschgemachten“ Klimawandels: Die von menschlicher Aktivität ausgehenden Emissionen an „Treibhausgasen“ in der Atmosphäre haben demzufolge dazu geführt, dass die an der Erdoberfläche in langwellige Strahlung umgewandelte Sonnenenergie nicht im bisherigen Ausmaß in das Weltall zurückgestrahlt wird. Ein Teil werde durch die menschverursachten Treibhausgase aufgefangen, würde diese erwärmen und auf die Erde zurückstrahlen, wodurch sich die Atmosphäre erwärme oder sogar „aufheize“. Dieser Zusammenhang gilt in weiten Teilen des wissenschaftlichen  Mainstreams als gesichert.</p>
<p><strong>Eine andere Erklärung für den Treibhauseffekt</strong></p>
<p>Bereits im Jahre 1909 hatte der US-amerikanische Experimentalphysiker Robert Williams Wood (1868 – 1955), Professor an der <a title="Johns Hopkins University" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Johns_Hopkins_University">Johns Hopkins University</a> in <a title="Baltimore" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baltimore">Baltimore</a> Versuche durchgeführt, in denen er der Entstehung und Wirkungsweise des Treibhauseffekts auf den Grund zu gehen hoffte. Seinen Erkenntnissen nach war dieser ausschließlich auf den fehlenden Luftaustausch zwischen Treibhausatmosphäre und Außenluft zurückzuführen. Im Jahre 2011 wurden diese Versuche von Professor Nasif S. Nahle, Wissenschaftler und wissenschaftlicher Leiter<em> </em>am „Biology Cabinet“ in<em> </em>San Nicolas de los Garza, Mexico, wiederholt. Die Erkenntnisse von Wood wurden darin bestätigt.</p>
<p><strong>Mögliche Konsequenzen der Hypothese von Wood </strong></p>
<p>Sollten die Hypothese von Wood und deren Bestätigung durch Nahle den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen, wäre die Theorie der Treibhausgase (insbesondere von CO<sub>2</sub>) als Treiber der Erderwärmung hinfällig. Das hätte weitreichende Konsequenzen bis hin zum Entfall einer zentralen Voraussetzung bisheriger Klimapolitik zur Folge. – Andere Wissenschaftler hingegen versuchen die Hypothese von Wood in eigenen Versuchen zu widerlegen. So etwa Paul T. Arveson, Physiker und Fellow der Washington Academy of Sciences, in einer im Jahr 2023 an dieser Institution veröffentlichten Arbeit.</p>
<p><strong>Die überfällige Suche nach der Wahrheit</strong></p>
<p>Gemessen an den möglichen Folgen wäre unter Wissenschaftlern eine offene Diskussion über die beiden Positionen dringend notwendig, zusammen mit einem Einbremsen der gegenwärtigen Ideologie-lastigen Klimapolitik. Denn in die „Bekämpfung des menschgemachten Klimawandels“ sind bereits unvorstellbar hohe Geldbeträge geflossen. Über die tatsächlichen, konkreten und messbaren Auswirkungen aller dieser Bemühungen auf das Klima ist wenig bekannt. Und die Folgen der Klimapolitik auf die Deindustrialisierung Europas sind besorgniserregend. Angesichts dieser Situation: Wer schafft Platz für Vernunft? Wer in Europa ist interessiert, nach der Wahrheit zu suchen, nicht nur in Bezug auf den Treibhauseffekt, sondern zur Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zum „Klimaschutz“ überhaupt?</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Felber und die schweren Jungs</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2025/05/23/walter-felber-und-die-schweren-jungs/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 May 2025 08:26:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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(IRS) Die Pfandflaschen- und Pfanddosen-Neuerungen haben uns wieder daran erinnert, dass wir in einer Kreislaufwirtschaft leben. Soll heißen, dass Produkte nach ihrer Nutzung nicht einfach auf einer Deponie oder in der Verbrennungsanlage landen, sondern möglichst viel von den darin enthaltenen Stoffen rückgewonnen werden. Dieses „Recycling“ ist für die meisten von uns eine Selbstverständlichkeit, für das [...]]]></description>
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<dl id="attachment_10751" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10751" title="Walter Felber" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Walter-Felber1-150x150.png" alt="Walter Felber" width="150" height="150" /></dt>
</dl>
</div>
<p>(IRS) Die Pfandflaschen- und Pfanddosen-Neuerungen haben uns wieder daran erinnert, dass wir in einer Kreislaufwirtschaft leben. Soll heißen, dass Produkte nach ihrer Nutzung nicht einfach auf einer Deponie oder in der Verbrennungsanlage landen, sondern möglichst viel von den darin enthaltenen Stoffen rückgewonnen werden. Dieses „Recycling“ ist für die meisten von uns eine Selbstverständlichkeit, für das rohstoffarme Europa ist es noch dazu von großer Bedeutung. Kann sich Kreislaufdenken ökologisch und ökonomisch auch in Bezug auf den letzten Rest von ganz normalem Hausmüll lohnen? Davon ist Walter Felber überzeugt.</p>
<p><span id="more-10749"></span><strong>Der Künstler </strong></p>
<p>Die Frage „Wer ist Walter Felber?“ lässt sich am schnellsten beantworten, indem man den Eintrag zu seinem Namen auf Wikipedia durchliest. Man begegnet einer Person, deren tätigkeitsbezogene Vielschichtigkeit äußerst erstaunlich ist: Da wird er zunächst als „der letzte Kaffeehauszeichner Österreichs“ beschrieben, dessen Portraits die  Wände etlicher Lokale in Graz und in Wien schmücken. Man erfährt, dass er auch im Ausland als Stadtzeicher unterwegs war. Zahlreiche Beispiele seiner Arbeiten – Portraits wie Stadtansichten – aus diesen Gelegenheiten lassen sich online finden.  Aber das ist erst ein kleiner Teil seiner Aktivitäten.</p>
<p><strong>Der Techniker</strong></p>
<p>Und ein kleiner Teil seiner Ausbildung!  Denn wie man des Weiteren erfährt, hat er an der Universität Wien über ein Thema zur Industriegeschichte seinen Doktor gemacht. Und dann noch an der Technischen Universität Wien ein Diplomingenieurstudium in Raumplanung mit Schwerpunkt Denkmalpflege angehängt, wodurch er sich auch als Steinrestaurator betätigte. Und dass er an der Uni Innsbruck und an der TU Graz Vorlesungen gehalten und letztlich seinen Lebensmittelpunkt in Graz gefunden hat. Ja, und es wird erwähnt, dass sich Walter Felber als Umwelttechniker sieht – wodurch wir wieder beim Thema wären.</p>
<p><strong>Die Restmüll-Kreislaufwirtschaft</strong></p>
<p>Walter Felber hat für Restmüll ein System der Kreislaufwirtschaft entwickelt und vorgestellt, das auf den Hausmüll zielt. Er ist überzeugt, dass nach seiner Methode dieser Restmüll in einem vollständigen Kreislauf verwertet werden kann. Felber stellt diesen Kreislauf in einem ausführlichen Gespräch in 6 Stufen wie folgt dar, wobei die wesentlichen Eigenschaften nur sehr vereinfacht dargestellt werden können:<br />
<em>1.	Trennung:</em><br />
Aufgrund der geläufigen Mülltrennung, durch die bereits 60% (Papier, Plastik-Verpackung, Aluminium, Glas, Bioabfälle) abgetrennt werden, verbleibt eine Restmüllquote von ca. 40 %.</p>
<p><em>2.	Splitting:</em><br />
In einem maschinellen Zerkleinerungsverfahren wird der gesamte Restmüll vor Ort durch eine entsprechende Anlage zerkleinert.</p>
<p><em>3.	Sieben:</em><br />
Mittels Vibrationssieben wird die zerkleinerte Restmüllmenge der Reihe nach in Sieben der Größen von 80, 18, 10 und schließlich 3 mm getrennt und der sogenannte Überlauf wird abgesondert.</p>
<p><em>4.	Trockenvergärung:</em><br />
Die auf diese Weise gewonnene Restmüllmasse wird mit Blattmassen, Schnittgras und landwirtschaftlichen Bioabfallen vermengt und in einer Fermentationsanlage etwa 22 bis 30 Tage einem Vergärungsprozess unterzogen. Der Wasseranteil muss etwa 60 % betragen. Bei dieser Vergärung entsteht Biogas, welches als Wärme –  auch zur Unterstützung des Gärprozesses – und zur Stromerzeugung  genutzt werden kann.</p>
<p><em>5.	Phytoremediation:</em><br />
Die verbleibende Restmasse wird nach Abschluss des Gärungsprozesses dem Fermenter entnommen, in eine Kompostmiete ausgebracht und auf diese Weise kompostiert. Über den Vorgang der Phytoremediation übernehmen Pflanzen die Reinigung der eingebrachten Restmasse. Die geschieht auf lockeren, erdenähnlichen Böden, wodurch keine Geruchsbelästigung entsteht.<br />
Durch die Phytoremediation wird der Boden von Belastungen gereinigt, die Wurzelmasse der Pflanzen nimmt belastende Materialien wie Schwermetalle auf, und es entsteht A-Kompost, im Idealfall sogar A-plus-Kompost.</p>
<p><em>6.	Revitalisierung:</em><br />
Die Revitalisierung im Boden selbst findet über lebendige Bioorganismen und Wurzelmasse der aufkeimenden Pflanzen statt. Dies geschieht fortlaufend in Kompostmieten. Im weiteren Verlauf wird der Kompost in Hochbeete und Gemüsebeete eingebracht. Die Revitalisierung und Kompostabnahme kann in Verbindung mit Siedlungsflächen gestaltet werden.</p>
<p><strong>Die praktische Umsetzung</strong></p>
<p>Walter Felber beschäftigt sich mit der Restmüll-Kreislaufwirtschaft schon viele Jahre. Er berichtet, dass wesentliche Teile dieses Konzepts an verschiedenen Orten in einzelnen Bundesländern bereits erfolgreich umgesetzt worden sind. Einen Großteil seiner Zeit investiert er in Überzeugungsarbeit, wobei er für das Beharren von Entscheidungsträgern auf „althergebrachte“ Vorgangsweisen wie etwa Müllverbrennung als besonders störend kritisiert. Nichtsdestotrotz hegt er die Hoffnung, dass auf weitere Sicht die ökologischen und ökonomischen Vorteile des geschilderten Verfahrens eine Umkehr im Denken der Verantwortlichen bewirken werden.</p>
<p><strong>Der Film „Felber und die schweren Jungs“</strong></p>
<p>Die Ideen von Walter Felber sind es wert, weiteren Kreisen bekannt gemacht zu werden. Am 25. Mai 2025 findet im Filmzentrum im Rechbauerkino in Graz die Premiere des Filmes mit oben genanntem Titel statt. Der Einladung dazu ist zu entnehmen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Walter Felber über Phyto-Umweltsanierung und Neue Böden. Über kostengünstige Bepflanzungsmodelle, die Phytoremediation, werden mit Schwermetallen, mit sog. „Schweren Jungs“, kontaminierte Böden gereinigt.<br />
Phytoremediation nutzt die Fähigkeit von Pflanzen, Elemente und Verbindungen aus der Umwelt zu konzentrieren und verschiedene Verbindungen zu entgiften, ohne zusätzliche Verschmutzung zu verursachen. Feldversuche bestätigten die Machbarkeit der Verwendung von Pflanzen für die Umweltsanierung.<br />
„2013 haben Versuche mit Restmüll aus Hausmüll begonnen und wurden 2019 mit hausmüllähnlichem Gewerbemüll fortgesetzt . Für Restmüll braucht man als Abfalltechnologie weder Deponien noch Müllverbrennung. Kleine Gemeinden und Anwender können aus ihrem eigenen Restabfall über Phyto-Umweltsanierung nach 5-6 Jahren selbst Neue Böden machen.“ (Dipl. Ing. Dr. Walter Felber)<br />
Filmmitwirkende:<br />
Darsteller: Walter Felber<br />
Regie: Giuliano la Pedalina und Norbert Prettenthaler<br />
Kamera: Norbert Prettenthaler<br />
Schnitt: Giuliano la Pedalina<br />
Musik: Markus Rass<br />
Zum Film:<br />
Der 19 &#8211; jährige Italo-Österreicher mit sizilianischen Wurzeln Giuliano la Pedalina spricht den Filmemacher Norbert Prettenthaler an. Er hatte von seinem Vater, einem Philosphieprofessor in Messina über Walter Felber und seine Abfallwirtschaftsmodelle gehört. Prettenthaler hatte bereits in 4 Plansequenzen Walter Felber zum Thema „Phytoremediation“ mit der Handkamera in Eigenregie begleitet und bietet Guiliano la Pedalina das Material als Regie-Kooperationsprojekt zur Postproduktion an. Gemeinsam reichen sie das Projekt „Felber und die Schweren Jungs“ zur Filmförderung ein und erarbeiten trotz des Altersunterschieds von 40 Jahren gemeinsam eine Doku von 55 min. Das Thema der Phytoremediation und der nimmermüde Walter Felber selbst geben den Filmemachern La Pedalina und Prettenthaler die nötige Motivation ökologische und ökonomische Abfallvermeidungskonzepte über das Medium Film einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Zum Abend nach der Filmpremiere: Start: 21:20 h. Bar28 (Gartengasse 28, 8010 Graz)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die beiden Techniker Walter Felber und Ingo Sonnek werden nach dem Film das Restmüll-Kreislaufwirtschaftsmodell von Walter Felber unterhaltsam und publikumswirksam in der Bar 28 diskutieren.</em></p>
<p>Sie werden sich wahrscheinlich fragen: Und wer sind jetzt die schweren Jungs?</p>
<p>Antwort: Gemeint sind damit fünf Schwermetalle, die mit Phytoremediation aus dem aufbereiteten Restmüll-Erdreich entfernt werden können.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>50 Jahre Nutzung thermischer Solarenergie</title>
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		<pubDate>Fri, 16 May 2025 05:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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(IRS) Die erste der sogenannten Ölkrisen traf die Welt im Jahr 1973 völlig unvorbereitet. Diese Krise war – wenn ich mich recht erinnere – eine Folge des Jom-Kippur-Krieges zwischen Israel und arabischen Ländern. Öl schien knapp zu werden, der Ölpreis erklomm plötzlich bis dato unbekannte Höhen, auch die Treibstoff- und Heizölpreise stiegen kräftig. In Österreich [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) Die erste der sogenannten Ölkrisen traf die Welt im Jahr 1973 völlig unvorbereitet. Diese Krise war – wenn ich mich recht erinnere – eine Folge des Jom-Kippur-Krieges zwischen Israel und arabischen Ländern. Öl schien knapp zu werden, der Ölpreis erklomm plötzlich bis dato unbekannte Höhen, auch die Treibstoff- und Heizölpreise stiegen kräftig. In Österreich hatten wir gleich darauf autofreie Sonntage zu beachten, in denen die Benützung privater Fahrzeuge verboten war. Wie ein Schock wurde den meisten Menschen die Abhängigkeit von Ölimporten aus der permanenten Krisenregion des Nahen Ostens bewusst.</p>
<p><span id="more-10736"></span></p>
<p><strong>Jetzt geht es uns endlich besser, da kommt diese Herausforderung …</strong></p>
<p>Man muss wissen, dass in den späten Sechziger- und frühen Siebziger-Jahren die Mangelwirtschaft der Nachkriegszeit überwunden schien und es den Leuten materiell und emotional relativ gut ging: Viele Familien konnten sich ein neues Auto leisten, es wurde viel und oft großzügig gebaut. Bevorzugtes Mittel zur komfortablen Beheizung der der neuen oder renovierten Heimstatt war der Einbau einer neuen Ölfeuerung. Bis zu dieser Zeit des Ölschocks hatte man sich nicht sonderlich viel Gedanken um energiesparende Bauweisen gemacht, was allein schon wegen der bis dahin günstigen Energiekosten nicht nötig gewesen war.<em><br />
</em></p>
<p><strong>Wie verbraucht man weniger Heizöl, welche Alternativen gibt es?</strong></p>
<p>Sowohl Hauseigentümer als auch Politik und Wirtschaft begannen nach erheblicher Schrecksekunde mit der Suche nach Auswegen. Einerseits sollte allgemein der Öl-Konsum möglichst rasch verringert werden, andererseits stellte sich die Frage nach schnell greifbaren Energie-Alternativen. – Zurückblickend auf das eigene Unternehmen, das 1965 als Technisches Büro für Wärmetechnik, Maschinenbau und Elektrotechnik gegründet worden war, bleibt festzuhalten, dass sich die 1970 erfolgte Erweiterung des Betriebes um ein Installationsunternehmen für Heizung, Lüftung und Sanitär vom sich auftuenden Umsatz her als Glücksgriff erwies.</p>
<p><strong>Die Mehrbrennstoff-Zentralheizungskessel als eine Antwort auf das teure Heizöl</strong></p>
<p>Mit der Ölkrise begann die „goldene Ära“ der Doppelbrand- oder Umstellbrand-Heizkessel, kombiniert mit Warmwasserbereitung. Jeder, der Platz dafür hatte, legte Wert darauf, zwischen Betrieb mit Festbrennstoff oder Heizöl wählen und bei Bedarf umstellen zu können. Damals wurde neben Holz auch noch sehr viel mit Kohle geheizt, seltener mit Koks. Wer diese Zeit bewusst erlebt hat, wird sich noch gut an die winterlichen Rauchfahnen aus den Einfamilienhäusern erinnern … Übrigens: Neben den heute noch am Markt befindlichen Großunternehmen mischte damals auch ein Zentralheizungskessel-Hersteller aus der Steiermark ganz kräftig mit: EHK – das Kürzel stand für Eduard Hopf Knittelfeld.</p>
<p><strong>Da war doch was mit Sonnenenergie …</strong></p>
<p>Im Jahr 1974 nach fertigem Studium und Eintritt in das elterliche Unternehmen kam sofort die Beschäftigung mit Solarthermie auf das Programm. Der Anstoß: Etliche Jahre zuvor stand in der Bibliothek des technisch interessierten Onkels Fritz eine Time-Life-Serie über Naturwissenschaften und Technik. Darin war auch das Foto eines Hauses aus den USA zu sehen, das bereits in den späten Fünfziger-Jahren mit thermischer Solarenergie beheizt worden war. Das war schon lange her – aber wo jetzt nach Unterlagen suchen? Naheliegenderweise in der Bibliothek der damaligen Technischen Hochschule Graz! Siehe da, nach mühsamer Recherche – zu dieser Zeit über Karteien und gänzlich ohne jegliche Computerunterstützung – ließen sich einige karge Hinweise zum Aufbau von thermischen Solarkollektoren finden.</p>
<p><strong>Wie baut man einen thermischen Solarkollektor?</strong></p>
<p>Gut, wenn man eine Werkstatt hat! Also los: In der Glaserei eines Anverwandten fand sich eine aus einem Bauvorhaben übriggebliebene Doppelglasscheibe in der Fläche von etwa einem dreiviertel Quadratmeter. Auf die Unterseite einer Platte aus Kupferblech wurde eine Kupferrohrschlange aufgelötet, die Oberseite bekam einen Anstrich aus schwarzem Mattlack. Ein flacher Kasten aus Holz wurde mit einer Einlage aus wärmedämmendem Material ausgestattet, darauf wurde die Kupferplatte befestigt, die Rohrleitungen führten durch den Kastenboden. Dann die Glasplatte mit kleinem Abstand auf die Kupferplatte, ein einfacher Stahlrahmen rundherum, ein orangefarbener Anstrich und fertig war der erste Solarkollektor!</p>
<p><strong>Das vorsichtige Herantasten an etwas Neues</strong></p>
<p>Der Kollektor wurde schließlich auf ein Gestell montiert, um ihn zu Versuchszwecken später auch dem Sonnenstand nachführen zu können. Der Außenanstrich war kaum trocken, wanderte an einem strahlenden Maitag des Jahres 1975 der aufgeständerte Kollektor knapp vor Mittag ins Freie vor das Firmengebäude. Über einen Gummischlauch, wie ihn die lokalen Bauern zum Abzapfen von Apfelmost verwenden, wurde der schräg in Richtung Sonne positionierte Kollektor über das untere Rohrende vorsichtig mit Wasser befüllt. Man wollte sehen, ob das in den technischen Beschreibungen dargestellte Prinzip überhaupt funktionierte und das Wasser sich vielleicht ein bisschen erwärmen würde. Dann ging es ab in die einstündige Mittagspause – damals nahm man sich für so etwas noch ausreichend Zeit!</p>
<p><strong>Die erste praktische Nutzung: Ein Glas Tee</strong></p>
<p>Totale Überraschung nach der Rückkehr: Der ganze Kollektor zitterte, denn das Wasser kochte wild und aus dem oberen Rohrende trat fauchend Dampf aus! Man konnte es kaum glauben … Vorsichtig wurde das saubere und kochende Wasser in einem Trinkglas aufgefangen, ein Teebeutel kam hinein. Der ersten praktischen Nutzung des ersten oststeirischen Solarkollektors stand somit nichts mehr im Wege – jeder der Anwesenden nahm einen vorsichtigen Schluck vom ersten solarthermisch hergestellten Tee! Von der historisch bedeutsamen Szenerie wurde natürlich ein Lichtbild aufgenommen, das bei Teilnehmern späterer Vorträge für reichlich Schmunzeln sorgen sollte.</p>
<p><strong>Der allmähliche Übergang in das Gewohnte</strong></p>
<p>Trotz positiver Presseberichte über die mögliche praktische Nutzung von Solarthermie und der Präsentation von tadellos funktionierenden Anlagen zur Warmwasserbereitung und Schwimmbadheizung dauerte es noch etliche Jahre, bis sich die Solarthermie durchzusetzen begann. Der Impuls der ersten Anlagen und viele Vorträge an Schulen, bei Messen und anderen Anlässen führte zu vielen Selbstbauinitiativen und auch dazu, dass in den Jahren danach die Oststeiermark zu einer Pioniergegend für die Solarthermie wurde. – Heute ist die Solarthermie keine Besonderheit mehr und eher ein Randthema, der Brennpunkt der Nutzung von Solarenergie liegt mittlerweile eindeutig in der Gewinnung von elektrischem Strom.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Statt CO2-Neutralität Europas Sicherheit finanzieren</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2025/03/28/statt-co2-neutralitat-europas-sicherheit-finanzieren/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2025 07:27:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles Wissen]]></category>

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Es ist wieder einmal Bjorn Lomborg, der einen nachdrücklichen Weckruf an europäische Politiker richtet. Lomborg ist Präsident des Copenhagen Consensus sowie Gastwissenschaftler an der Hoover Institution der Stanford University und ist in diesem Blog schon des Öfteren zur Sprache gekommen. In einem Artikel in der britischen Tageszeitung „The Telegraph“ vom 9. März 2025 empfiehlt er, [...]]]></description>
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<dl id="attachment_5069" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></dt>
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</div>
<p>Es ist wieder einmal Bjorn Lomborg, der einen nachdrücklichen Weckruf an europäische Politiker richtet. Lomborg ist Präsident des Copenhagen Consensus sowie Gastwissenschaftler an der Hoover Institution der Stanford University und ist in diesem Blog schon des Öfteren zur Sprache gekommen. In einem Artikel in der britischen Tageszeitung „The Telegraph“ vom 9. März 2025 empfiehlt er, die CO2-Ziele aufzugeben, in Klimaforschung zu investieren und dadurch Mittel für militärische Aufrüstung zu gewinnen. Der Artikel ist nachstehend mit deepL übersetzt wiedergegeben, der Link zum Original ist am Ende angeführt. Hier also Bjorn Lomborg:</p>
<p><span id="more-10630"></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Europa ist allein;</strong> die Weltordnung nach 1945 ist zusammengebrochen, und wir stehen &#8211; wie Sir Keir Starmer es ausdrückt &#8211; „an einem Scheideweg der Geschichte“. Eine groß angelegte Aufrüstung Europas ist jetzt unvermeidlich, aber die Kosten dafür erscheinen unerschwinglich.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Die hyperaktive, isolationistische Politik von Präsident Trump ist</strong> nicht die einzige Herausforderung für den Kontinent. Die EU und das Vereinigte Königreich leiden unter einem blutarmen Wachstum von etwa 1 Prozent pro Kopf, was weit entfernt ist von der Ära der 1960er Jahre mit einem Wachstum von 4,5 Prozent, als sich die Wirtschaft in nur 16 Jahren verdoppelte.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Außerdem altert Europa,</strong> die Gesundheits- und Rentenkosten steigen, und die vorgeschlagene Lösung der Einwanderung stellt sowohl die Haushalte als auch den Zusammenhalt in Frage &#8211; und hat das Wachstum nicht erhöht. Die Innovation ist fast zum Stillstand gekommen, und die EU wird von China und den USA bei den Forschungsausgaben dramatisch übertroffen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Die Kosten, um wieder auf Kurs zu kommen, sind beträchtlich.</strong> Um wieder aufzurüsten, muss das Vereinigte Königreich seine Verteidigungsausgaben von 2,3 % des BIP mindestens verdoppeln oder sogar verdreifachen. Das bedeutet mindestens weitere 53 Milliarden Pfund pro Jahr. Gegenwärtig schlägt das Vereinigte Königreich lediglich vor, 0,2 % der Hilfsgelder an die Ärmsten der Welt weiterzuleiten. Experten bieten Lösungen an, die von der Kürzung von Sozialleistungen und Steuererhöhungen bis hin zur Aufnahme von Krediten und der Erhöhung des Einkommens reichen. Doch eine offensichtliche Reform, die das Wachstum ankurbeln und enorme Ressourcen freisetzen könnte, wird nicht erwähnt: eine Überarbeitung der Klimapolitik.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Angesichts der Verdreifachung der Strompreise</strong> ist es dringender denn je, sich von der CO2-Neutralität zu verabschieden. Allein im letzten Jahr beliefen sich die Kosten für die Anschaffung von Solarzellen, Windturbinen, Übertragungsleitungen, Elektroautos und Ladegeräten auf 52 Milliarden Pfund. Dieser Betrag allein könnte die Verteidigungsausgaben des Vereinigten Königreichs verdoppeln. Natürlich werden die Klimaschützer entgegnen, dass Europa jetzt alles ist, was gegen eine unabwendbare Klimakatastrophe steht. Das ist Humbug. Der Klimawandel ist zwar ein vom Menschen verursachtes Problem, aber im Vergleich zu den unmittelbaren Herausforderungen Europas verblasst es zur Bedeutungslosigkeit.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Europa erlebt keine sich ständig verschlimmernden Klimaschäden.</strong> In der Tat haben sich die Katastrophenschäden in Europa seit 1995 halbiert, wenn man sie auf höhere Einkommen umrechnet. Bei Überschwemmungen sterben weniger Menschen, und in den letzten Jahrzehnten sind die finanziellen Verluste pro Jahr erheblich zurückgegangen“, so die Zeitschrift Nature. Das Gleiche gilt für Stürme. Außerdem haben die EU und das Vereinigte Königreich ihre Emissionen bereits stark gesenkt. Weitere Senkungen werden in den kommenden Jahrzehnten kaum Auswirkungen auf die Temperaturen haben. Führt man das UN-Klimamodell durch, bei dem die Emissionen der EU und des Vereinigten Königreichs auf Netto-Null sinken, so ist die Veränderung der globalen Temperatur in nächster Zeit gleich Null und bis zur Mitte des Jahrhunderts unmerklich 0,018 °C.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Für wesentlich geringere Kosten</strong> könnte das Vereinigte Königreich eine viel klügere Klimapolitik betreiben. Klimaökonomen wissen seit langem, dass die Lösung für den Klimawandel nicht in der Selbstaufopferung liegt, sondern in der Innovation: Wenn man den zukünftigen Preis für kohlenstoffarme Energie durch F&amp;E-Ausgaben senkt, um fossile Brennstoffe schließlich zu verdrängen, werden alle umsteigen: nicht nur die reichen, wohlmeinenden Europäer, sondern auch die Chinesen, Inder und Afrikaner.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Europa kann seine Netto-Null-Politik als zentralen Pfeiler beibehalten</strong>, was auf eine ruinöse Tugendhaftigkeit hinausläuft, während der Rest der Welt einsam und unverteidigt an ihm vorbeizieht. Oder das Vereinigte Königreich kann diese einzigartige Besessenheit beenden und eine intelligente Klimapolitik umsetzen, indem es 4,5 Milliarden Pfund für grüne Innovationen ausgibt, so dass weit über 45 Milliarden Pfund übrig bleiben, die anderswo besser ausgegeben werden könnten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Dies hätte nicht nur eine viel bessere Chance, den Klimawandel zu beheben,</strong> sondern würde auch wertvolle Ressourcen freisetzen, um die Innovation voranzutreiben, die Verteidigung zu stärken und &#8211; durch wesentlich niedrigere Energiepreise &#8211; einen wachstumsstarken Kontinent wiederzubeleben, der sich den Herausforderungen der Zukunft wieder stellen kann.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Link zum Original-Artikel: https://www.telegraph.co.uk/news/2025/03/09/ditch-net-zero-to-fund-europes-long-term-safety/</p>
<p>Dazu ergänzend Bjorn Lomborg am 26.03.2025 auf X:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Die Ära der Klimahysterie geht rasch zu Ende </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Das Thema wird aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwinden, so wie es das Thema „Überbevölkerung“ getan hat. Der Mangel an Protesten gegen Trumps Maßnahmen im Energiebereich zeigt, wie wenig man sich jemals wirklich um die globale Erwärmung gekümmert hat.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Dazu auch Roger Pielke auf X:</strong> Die „Klima-First“-Wähler sind ein winziger Teil der politischen Landschaft, auch wenn sie in den sozialen Medien, an den Universitäten und bis vor kurzem auch im globalen Finanzsektor viel Aufmerksamkeit und Zeit in Anspruch nehmen. Sie haben viel Lärm gemacht, aber es gab anfangs nicht viele von ihnen. Das Klima ist für viele Menschen auf der Welt einfach nicht so wichtig. Die Leute werden sagen, dass es wichtig ist. Aber wenn man ihnen eine Liste mit 20 Themen vorlegt, kommt es regelmäßig erst auf Platz 17, 18 oder 19.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Und dazu auch Andy A. West auf X:</strong> „Der Klimakatastrophismus ist nachgewiesenermaßen* säkulare Religion. Unterschätzen Sie sie nicht! Sie basiert auf denselben Verhaltensweisen wie Faschismus und Kommunismus, ist also SEHR hartnäckig. Und wird sich wandeln. Die Politik des Vereinigten Königreichs und der EU wird immer noch von ihr beherrscht. Trumps Ablehnung ist der Anfang, nicht das Ende, ihrer Niederlage in den USA.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">*) Siehe das Buch „The Grip Of Culture“ Von Andy A. West</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Erneuerbare Stromerzeugung: Auslastungen und Erlöse</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2024/12/20/erneuerbare-stromerzeugung-auslastungen-und-erlose/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Dec 2024 11:54:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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Angesichts dringender Probleme in nationaler und globaler Wirtschaft und Gesellschaft erscheint es nicht nur sinnvoll, sondern absolut notwendig, mit vorhandenen Mitteln sparsam umzugehen. Das bedeutet, dass Prioritäten gesetzt werden müssen. Davon ausgenommen dürfen auch jene Investitionen nicht sein, die in Erneuerbare Energien fließen, insbesondere solche in Großanlagen für Solar- und Windkraftnutzung. Diese sollten einer genaueren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_10355" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10355" title="Windrad" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Windrad-150x150.png" alt="Windrad" width="150" height="150" /></dt>
</dl>
</div>
<p>Angesichts dringender Probleme in nationaler und globaler Wirtschaft und Gesellschaft erscheint es nicht nur sinnvoll, sondern absolut notwendig, mit vorhandenen Mitteln sparsam umzugehen. Das bedeutet, dass Prioritäten gesetzt werden müssen. Davon ausgenommen dürfen auch jene Investitionen nicht sein, die in Erneuerbare Energien fließen, insbesondere solche in Großanlagen für Solar- und Windkraftnutzung. Diese sollten einer genaueren Analyse unterzogen werden deshalb, weil – wie in diesem Blog bereits festgestellt – deren geringe Energiedichten sehr hohen Aufwand erfordern.</p>
<p><span id="more-10415"></span><strong>Wer kann sagen, was ein Tausendstel Grad weniger kostet?</strong></p>
<p>Das gilt umso mehr, als ein Effekt all der bisher von der Menschheit getroffenen „klimaschützenden“ Maßnahmen nicht feststellbar ist. Wer dem nicht zustimmt: Kennt man nachvollziehbare Messungen oder begründete Berechnungen darüber, was bisher jene Abermilliarden tatsächlich bewirkt haben, die weltweit zur CO2-Vermeidung und zur Absenkung der mittleren Temperatur der Erdatmosphäre ausgegeben worden sind? Anders gefragt: Gibt es Zahlen zu Geldbeträgen, die angeben, was die Absenkung der Temperatur zum Beispiel um ein Tausendstel Grad bewirkt?</p>
<p><strong>Jahresvollaststunden</strong></p>
<p>Doch zurück zu den Erneuerbaren. Angesichts der geringen Energiedichte und der hohen Kosten ist von Interesse, wie intensiv die Investitionen in Kraftwerksanlagen tatsächlich genutzt werden. Die Zahl für die erbrachten Vollaststunden pro Jahr ist ein guter Anhalt dafür. Die tatsächlichen Laufzeiten für die meisten Kraftwerksarten sind meist länger, Teillaststunden werden aber auf Volllast umgerechnet. Mangels Verfügbarkeit von Angaben für Österreich werden nachstehend Werte der Kraftwerke in Deutschland angegeben.</p>
<p>Jahresvollaststunden der Kraftwerke in Deutschland</p>
<p>(Quelle: Studie Fraunhofer, übernommen von @75Jamin vom 26.11.2024, Zahlen für 2021, Prozentangaben errechnet)</p>
<p>Werte in Stunden/Jahr, Prozentanteil auf 8760 Stunden bezogen</p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="252">
<tbody>
<tr>
<td width="92" valign="bottom">
<pre>Kernenergie</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>8070</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>92%</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="92" valign="bottom">
<pre>Braunkohle</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>5860</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>67%</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="92" valign="bottom">
<pre>Biomasse</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>4590</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>52%</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="92" valign="bottom">
<pre>Wasserkraft</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>3430</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>39%</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="92" valign="bottom">
<pre>Erdgas</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>3170</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>36%</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="92" valign="bottom">
<pre>Wind   offshore</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>3090</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>35%</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="92" valign="bottom">
<pre>Steinkohle</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>2890</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>33%</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="92" valign="bottom">
<pre>Wind   onshore</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>1620</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>18%</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="92" valign="bottom">
<pre>Mineralöl</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>1610</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>18%</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="92" valign="bottom">
<pre>Photovoltaik</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>910</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>10%</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="92" valign="bottom">
<pre>Jahresstunden</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom">
<pre>8760</pre>
</td>
<td width="80" valign="bottom"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="color: #ffffff;">A</span></p>
<p><strong>Erneuerbare: Hohe Kosten, geringe Auslastung</strong></p>
<p>Ein Jahr hat 8760 Stunden. Wie man aus der Tabelle zuvor sehr schnell sieht, liegen die Jahresvollaststunden für Windkraftwerke an Land bei 18% und für Solarkraftwerke bei 10% davon, liegen also im niedrigen Bereich. Vereinfacht gesagt: Es liegen hohe Investitionskosten vor für Anlagen mit niedriger Auslastung. Solar und Wind fallen noch dazu unregelmäßig an, benötigen daher ausgleichenden Energieeinsatz über konventionelle  Kraftwerke, hauptsächlich mit Erdgas betrieben. Kernkraft, Kohle und Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) dienen der Bereitstellung von Grundlast, daher die höheren Werte für Jahresvolllaststunden.</p>
<p><strong>Was ist für die einzelnen Energiearten zu lukrieren?</strong></p>
<p>Jetzt wollen wir auch noch wissen, wie sich die Sache aus der Sicht der Energieerzeuger darstellt. Die Frage lautet: Wie hoch sind die Erlöse für die einzelnen Energiearten? Schließlich sollten sich die Kraftwerke durch diese Erträge irgendwann bezahlt machen. Antwort darauf findet sich wieder in der nachstehenden, für Deutschland geltenden Tabelle. Dazu ist anzumerken, dass der private, durchschnittliche  Stromabnehmer von den unterschiedlichen Elementen der Erlösstruktur nichts unmittelbar mitbekommt, sondern einfach einen Preis zahlt, der für die Erzeuger zumindest kostendeckend ist.</p>
<p>Erlöse für verschiedene Stromarten in Deutschland, Zeitraum Jänner bis November 2024</p>
<p>(Datenquelle: SMARD.de, Aufbereitung Thomas Bayer – <a href="mailto:thombay@gmail.com">thombay@gmail.com</a>, @bayerth)</p>
<p>Werte in €/MWh</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Pumpspeicher</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">107,93</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Import</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">96,64</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Erdgas</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">91,26</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Steinkohle</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">91,24</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Braunkohle</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">87,91</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Wasserkraft</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">77,26</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Andere Konventionelle</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">76,86</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Andere Erneuerbare</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">76,37</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Biomasse</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">76,00</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Durchschnitt</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">75,75</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Windkraft auf See</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">69,69</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Windkraft an Land</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">63,15</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Photovoltaik</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">45,29</pre>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="170" valign="top">
<pre>Export</pre>
</td>
<td width="66" valign="top">
<pre style="text-align: right;">31,07</pre>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="color: #ffffff;">A</span></p>
<p><strong>Erneuerbare: Erstaunlich geringe finanzielle Erträge</strong></p>
<p>Die Werte aus der vorstehenden Tabelle müssten für Anhänger der in Großanlagen „industriell“ erzeugten Elektrizität aus erneuerbaren Quellen ernüchternd sein. Dass die Erlöse für Strom aus Wind und Sonne so niedrig sind, liegt wohl daran, dass diese Quellen unregelmäßig arbeiten (sie erzeugen „Zappelstrom“, © Hans-Werner Sinn) und sehr oft dann im Überfluss vorhanden sind, wenn sie nicht gebraucht werden, was man auch an den Exporterlösen sehen kann. Bis zur wirtschaftlichen Lösung des Speicherproblems wird sich daran wohl nichts ändern.</p>
<p><strong>Zusammenfassung</strong></p>
<p>Eine umfassende, ungeschönte und grundehrliche Beurteilung des volkswirtschaftlichen Nutzens von Großanlagen für die Gewinnung von Strom aus Sonnen- oder Windenergie bezogen auf Österreich oder Deutschland ist zurzeit nicht bekannt. Falls es eine solche gibt, wäre der Verfasser für entsprechende Hinweise dankbar. In der Zwischenzeit bleibt starker Zweifel, dass eine derartige Beurteilung positiv ausfallen würde. Die Gründe dafür liegen wie bisher geschildert in der geringen Energiedichte, den hohen Investitionskosten, der unregelmäßigen Verfügbarkeit und in den geringen Erlösen.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Energiezukunft am Scheideweg</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Dec 2024 13:11:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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„Erneuerbare Energie ja, aber bitte nicht vor meiner Haustür!“ – Dieses Statement kennen viele Planer schon aus den letzten Jahrzehnten, wenn an bestimmten Orten etwa die Errichtung eines Biomasse-Heizwerks geplant war. Nicht anders verhält sich die Situation derzeit in der  Steiermark rund um den geplanten Solarspeicher und das Heizwerk samt großflächigem Solarpark nahe Wildon. Vielleicht [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10355" title="Windrad" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Windrad-150x150.png" alt="Windrad" width="150" height="150" /></dt>
</dl>
</div>
<p>„Erneuerbare Energie ja, aber bitte nicht vor meiner Haustür!“ – Dieses Statement kennen viele Planer schon aus den letzten Jahrzehnten, wenn an bestimmten Orten etwa die Errichtung eines Biomasse-Heizwerks geplant war. Nicht anders verhält sich die Situation derzeit in der  Steiermark rund um den geplanten Solarspeicher und das Heizwerk samt großflächigem Solarpark nahe Wildon. Vielleicht kommen künftig auch noch Widerstände dazu gegen die erforderlichen Fernwärmetrassen, die von beabsichtigten Geothermie-Bohrungen in der Oststeiermark in das Wärmeversorgungsnetz der Stadt Graz führen sollen.</p>
<p><span id="more-10404"></span></p>
<p><strong>Erneuerbare Energie braucht ihren Platz</strong></p>
<p>Und zwar recht viel Platz. Das ist offensichtlich bei einer Großanlage wie der im Photovoltaik-Park in Bärnbach und Rosental an der Kainach, die sich über 20 Hektar flachen Landes erstreckt. Aber auch die heute üblichen Windkraftanlagen erfordern ausreichende Abstände untereinander und – was besonders im alpinen Bereich negativ auffällt – extra breite und zum Teil landschaftsverändernde Zufahrtsstraßen für deren Errichtung. Biomasse-Heizwerke benötigen zwar weniger Fläche, verursachen aber Emissionen. Auch wenn letztere kaum gefährlich sind, versucht man, diese Heizwerke möglichst mit Abstand zu Wohnsiedlungen zu errichten.</p>
<p><strong>Eine neue Sichtweise auf das Wesen von Energie</strong></p>
<p>Es war wieder einmal der kanadische Universitätsprofessor tschechischer Abstammung Vaclav Smil, der sich als erster breitenwirksam mit dem Begriff der Energiedichte beschäftigt und darüber ein Buch geschrieben hat mit dem Titel „Power Density: A Key to Understanding Energy Sources and Uses” (Frei übersetzt etwa „Energiedichte: Ein Schlüssel zum Verständnis von Energiequellen und deren Verwendung“). Vaclav Smil ist bekannt dafür, Themen – darunter besonders solche, die Energie betreffen – aus neuen Gesichtswinkeln zu betrachten und dadurch oft verblüffende Zusammenhänge offenzulegen.</p>
<p><strong>Der Begriff der Energiedichte</strong></p>
<p>Darunter versteht man bei Energieerzeugern die abgegebene Leistung bezogen auf die Grundfläche, die deren Anlagen benötigen. Der Wert für die Energiedichte wird dargestellt in der Dimension Watt pro Quadratmeter (W/m²). Er ist zunächst von Interesse für Anwendungen der Erneuerbaren Energie und für Vergleiche zueinander. Bei Fotovoltaik-Anlagen wird das gesamte Areal betrachtet, bei Windkraftanlagen auch die benötigte Fläche einschließlich erforderlicher Abstände zueinander und zu sonstigen Hindernissen. Zu beachten ist dabei, dass gebäudeintegrierte Solaranlagen ihren Platzbedarf innerhalb der Gebäudegrenzen finden.</p>
<p><strong>Es gilt: Je höher der Wert, desto besser</strong></p>
<p>Das deshalb, weil daraus in erster Näherung zu schließen ist, dass geringere Investitionskosten und höhere Energieerträge erwartet werden dürfen. Absolute Zahlenwerte allein haben aber wiederum wenig Aussagekraft, viel interessanter ist hingegen der Vergleich erneuerbarer Energiearten untereinander: Am günstigsten fährt man nach der Darstellung von Smil mit solarer Warmwasserbereitung, gefolgt von Wärmepumpen, danach folgt Photovoltaik an Gebäudedächern. Deutlich abgeschlagen folgen Photovoltaik-Farmen oder -parks, erst dahinter liegen Windkraftanlagen.</p>
<p><strong>Wieviel höher sind die Energiedichten konventioneller Energieerzeugung?</strong></p>
<p>Wo liegen im Vergleich dazu die Energiedichten konventioneller Energieerzeugung, sprich aus Kohle, Erdöl, Erdgas und Kernkraft? Smil stellt hier wieder einen Vergleich an: Im Verhältnis zu erneuerbaren Energien sind die Energiedichten konventioneller Brennstoffe um den Faktor einhundert bis einhunderttausend höher! Das bedeutet: Wollte man die gegenwärtig angezapften konventionellen Energiequellen durch erneuerbare ersetzen, müsste Land in der Größenordnung des Hundertfachen bis zum Hunderttausendfachen der gegenwärtig mit konventioneller Energieerzeugung belegten Flächen zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong>Ist eine vollständige Transformation auf erneuerbare Energie möglich?</strong></p>
<p>Vereinfacht gesagt: Nein. In Stadtstaaten wie Singapur oder in dicht besiedelten Ländern wie den Niederlanden ist das von vornherein nicht möglich. Aber selbst großflächige Länder würden sich schwertun, für erneuerbare Energien jene Flächen zur Verfügung zu stellen, die zur Deckung auch nur eines Drittels des gesamten Energiebedarfs erforderlich wären. – Was sagt uns das alles? Erstens: Wir sehen uns vor zunehmenden gesellschaftlichen Konflikten, was die Beschaffung weiterer Energieflächen betrifft. Zweitens: Wir müssen uns entscheiden, ob und wie weit unverbauter Lebensraum oder erneuerbare Energieversorgung Vorrang haben sollen.<br />
&#8212;</p>
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		<title>Großanlagen-Strom aus Wind und Sonne wirtschaftlich?</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Nov 2024 08:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Österreich ist immer noch eine Insel der Seligen, zumindest was die Erzeugung von „Grünem Strom“ betrifft. Die günstige Topografie des Landes erlaubt weitreichende Nutzung von Wasserläufen und (Speicher-)Seen zur Stromerzeugung, und das schon seit über hundert Jahren. Ganz offensichtlich ist der Betrieb von Wasserkraftwerken wirtschaftlich möglich, hat er doch trotz dafür nötiger hoher Investitionskosten bisher [...]]]></description>
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<dl id="attachment_10355" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10355" title="Windrad" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Windrad-150x150.png" alt="Windrad" width="150" height="150" /></dt>
</dl>
</div>
<p>Österreich ist immer noch eine Insel der Seligen, zumindest was die Erzeugung von „Grünem Strom“ betrifft. Die günstige Topografie des Landes erlaubt weitreichende Nutzung von Wasserläufen und (Speicher-)Seen zur Stromerzeugung, und das schon seit über hundert Jahren. Ganz offensichtlich ist der Betrieb von Wasserkraftwerken wirtschaftlich möglich, hat er doch trotz dafür nötiger hoher Investitionskosten bisher Erzeugern ausreichende Gewinne beschert und Stromkonsumenten zumutbare Strompreise. Wie aber sieht es mit der Wirtschaftlichkeit von Strom aus Wind und Sonne aus?<span id="more-10340"></span><strong> </strong></p>
<p><strong>Aufgeschlüsselte Zahlen zur Erzeugung</strong></p>
<p>Die Zahlen für die Energiemengen aufgeschlüsselt nach den einzelnen Erzeugern sind allesamt überaus beeindruckend: Die Internetseite von „Statista“ weist für das Jahr 2022 folgende Werte aus: Strom aus Wasserkraftwerken 39 TWh (Terawattstunden), was einem Anteil von etwa 57% entspricht, aus Wärmekraftwerken 19 TWh oder etwa 27% und aus erneuerbaren Quellen (das sind Wind, Solar und Geothermie) 11 TWh oder etwa 16%. Getrennte Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu den einzelnen Energiearten werden wohl existieren, allerdings liegen mir solche nicht vor.</p>
<p><strong>Geringe Energiedichten und hoher Raumbedarf</strong></p>
<p>Für die Nutzung von Windenergie und Solarenergie zur Stromerzeugung ist zu beachten, dass diese Energiearten im Vergleich zu konventionellen Brennstoffen sehr geringe Energiedichte aufweisen. Das bedeutet im Vergleich etwa zu thermischen Kraftwerken, dass Großanlagen für Wind- und Sonnenstrom nicht nur wesentlich höheren Flächenbedarf benötigen, sondern auch entsprechend hohe Kosten aufwerfen und daher auf finanzielle Förderungen angewiesen sind. Förderungen wird es aber in bestimmtem Ausmaß auch für die anderen Energiearten geben.</p>
<p><strong>Offenlegung ist das Gebot der Stunde</strong></p>
<p>Ein Vergleich der volkswirtschaftlichen Belastungen bezogen auf erzeugte oder gelieferte Energiemengen wäre hochinteressant, vor allem wenn man zusätzlich auch noch die Kosten für die Umweltauswirkungen und den Abbau der Anlagen auswerfen könnte. Alle Strombezieher im Lande haben das Recht, über wirtschaftliche Kennzahlen informiert zu werden. Einseitige Darstellungen, die nur die Auswirkungen von CO2-Einsparungen und Einsparungen an konventionellen Energien zum Inhalt haben und wahre Kosten verschweigen, sind nicht Information, sondern Propaganda.</p>
<p><strong>Wo ist nur der Umweltschutz geblieben?</strong></p>
<p>Apropos: Bemerkenswert ist die Begeisterung für Wind- und Solar-Großanlagen nicht nur der grün angehauchten Politsphäre. Wer in der steirischen Alpenregion vor einem 180 m hohen „Mega-Windrad“ mit etwa 60 m Flügellänge steht, die den nächsten Berggipfel überragt und wer sich den massiven Betonsockel ansieht, auf dem die Anlage steht, sowie die Größe der nötigen Flächen und der großzügig neu angelegten Zufahrtsstraßen, wundert sich, wo der (grüne) Umweltschutz geblieben ist, der noch vor nicht allzu langer Zeit mit Entsetzen über den gravierenden Eingriff in die Bergwelt aufgeheult hätte …</p>
<p><strong>Mehr Solarnutzung im sonnenarmen Norden</strong></p>
<p>Eine Anmerkung zum Stellenwert der Nutzung von Solarenergie: Im Buch des amerikanischen Soziologen Andy A. West mit dem Titel „The Grip of Culture“ über die säkulare Religion des Klima-Katastrophismus findet sich auf Seite 255 der Hinweis,  dass es vor allem die von der Sonne weniger begünstigten Länder im Norden Europas sind, die Solarenergieanlagen bauen &#8211; hier vor allem Deutschland &#8211; und weniger die Länder im Süden, die sich im Bedarfsfall offensichtlich eher auf konventionelle Energien stützen …</p>
<p><strong>Zurück zur Wirtschaftlichkeit: Meldung aus Focus online vom 11.11.2024:</strong></p>
<p><em>Thyssenkrupp-Chef López rechnet mit deutscher Energiewende ab: Jeder Cent Steuergeld für Solar und Wind ist rausgeworfenes Geld &#8211; Thyssenkrupp-Chef Miguel López rechnet mit der deutschen Energiewende ab.</em></p>
<p><em>„Solar- und Wind-Energie werden in Deutschland nie wettbewerbsfähig sein“, sagte der Konzernchef dem FOCUS. „Wenn wir über wettbewerbsfähigen Grünstrom reden, kann eigentlich nur von Skandinavien oder der iberischen Halbinsel die Rede sein. Ich habe bislang noch keine Lösung gesehen, mit der in Mitteleuropa grüner Strom wettbewerbsfähig produziert werden kann. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich einen spanischen Pass habe.“</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Die Kosten für Grünstrom würden in Norwegen und Schweden immer geringer sein als in Deutschland, urteilt López: „Dort gibt es schlicht mehr Wasser, mehr Wind und mehr Platz für Offshore-Windparks. Ich sehe nicht, wie grüne Energieerzeugung in der nötigen Größenordnung in Deutschland jemals zu wettbewerbsfähigen Preisen realisiert werden kann.“<br />
</em></p>
<p><em>Auf die Frage, ob sich Deutschland daher die Milliardensubventionen zum Aufbau von Solar- und Windanlagen sparen könne, wenn die eh keine Chance haben, antwortete er: „So sehe ich das. Mein Punkt ist ganz einfach, pure Mathematik: Wenn Sie die Kosten von grünem Strom in Schweden, Norwegen, auf der iberischen Halbinsel oder in den USA mit denen hierzulande vergleichen, und in die Zukunft projizieren, ist das Ergebnis immer dasselbe: Solar rechnet sich in Deutschland nicht und Windanlagen werden wir bei uns nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung haben.“</em><br />
&#8212;</p>
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		<title>Grenzgänge mit Wärmetauschern</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2024/10/25/grenzgange-mit-warmetauschern/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 07:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Es waren mehrere Herausforderungen technischer Art, die Ende der Siebziger-Jahre bei Errichtung der ersten geothermalen Fernwärmeversorgung in Waltersdorf (Heute: Bad Waltersdorf) in der Oststeiermark zu meistern waren. Dazu muss man wissen, dass Thermal- und Heilwasservorkommen üblicherweise starken Gehalt an Mineralstoffen aufweisen. Das schließt eine direkte Verwendung für Heizzwecke aus, da diese im Wasser gelösten oder [...]]]></description>
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<dl id="attachment_1832" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-1832" title="Pfeile" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Pfeile-150x150.png" alt="Pfeile" width="150" height="150" /></dt>
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</div>
<p>Es waren mehrere Herausforderungen technischer Art, die Ende der Siebziger-Jahre bei Errichtung der ersten geothermalen Fernwärmeversorgung in Waltersdorf (Heute: Bad Waltersdorf) in der Oststeiermark zu meistern waren. Dazu muss man wissen, dass Thermal- und Heilwasservorkommen üblicherweise starken Gehalt an Mineralstoffen aufweisen. Das schließt eine direkte Verwendung für Heizzwecke aus, da diese im Wasser gelösten oder mitgeführten Mineralstoffe ausscheiden könnten. Die dann entstehenden Ablagerungen auf Rohrleitungen und Heizflächen würden diese nach kürzester Zeit funktionsunfähig machen.</p>
<p><span id="more-10302"></span>Sehr vielen Haus- oder Wohnungsbesitzern werden ähnliche Probleme mit Ablagerungen in elektrisch beheizten  Warmwasserbereitern geläufig sein. Bei ganz normalem Trinkwasser und noch mehr bei solchem mit großer Härte können sich nach zum Beispiel ein oder zwei Jahren kalkartige Rückstände auf den Heizelementen oder Heizstäben bilden. Die Warmwasserbereitung funktioniert dann nicht mehr richtig, ein Installateur muss her. Umfassende Reinigung der Heizelemente ist unumgänglich, sind diese bereits geschädigt, ist Austausch notwendig.</p>
<p><strong>Grenztemperaturen</strong></p>
<p>Der Ausfall der Mineralstoffe aus dem Trinkwasser wird dann beschleunigt, wenn die Temperaturen im Warmwasserbereiter einen Wert von ungefähr 60°C überschreiten. Direkt an den vorhin erwähnten Heizelementen ist das meist der Fall, selbst wenn die Temperatur im Warmwasserbereiter auf einen niedrigeren Wert eingestellt ist. (Die allgemeine Empfehlung der Installationsbranche, in Warmwasserbereitern den genannten Wert nicht zu überschreiten, hat allerdings auch noch energietechnische Gründe, denn mit höheren Temperaturen im Inneren des Warmwasserbereiters steigen auch die Wärmeverluste nach außen.)</p>
<p><strong>Grenzen der Wärmeströme</strong></p>
<p>Rein technisch gesehen liegt ein weiterer und meist viel weniger beachteter Grund für die Anfälligkeit auf „Verkalkung“ bei elektrischen Heizeinsätzen darin, dass diese Heizelemente eine sehr hohe Wärmestromdichte aufweisen. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass recht kleine Oberflächen sehr hohe Heizleistungen übertragen müssen. Mit zunehmender Höhe der Wärmestromdichte steigt die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Ablagerungen. Die Hersteller solcher Heizeinsätze sind darüber sehr genau im Bilde und kennen die „kritischen“ Werte ihrer Produkte.</p>
<p><strong>Funktion von Plattenwärmetauschern</strong></p>
<p>All das vorhin Gesagte gilt in gewissem Maß auch für Wärmetauscher jeglicher Bauart. Und damit zurück zur thermalen Fernwärmeversorgung in Bad Waltersdorf. Zur Übertragung der Wärme aus dem Thermalwasser in den Heizungskreislauf der örtlichen Fernwärme werden sogenannte Plattenwärmetauscher eingesetzt: Über mehrere Schichten von Platten aus Edelstahl wird vom Thermalwasser (von der „Primärseite“) Wärme auf das Heizungswasser (auf die „Sekundärseite“) übertragen. Das aus der Bohrung austretende Thermalwasser hat etwa 62°C, es tritt auf der Primärseite in den Wärmetauscher und liegt damit im kritischen Temperaturbereich, die Temperatur des Austretenden sekundären Heizungswassers liegt nur knapp darunter.</p>
<p><strong>Grenzen der Strömungsgeschwindigkeiten</strong></p>
<p>Zu den genannten Herausforderungen – hohen Gehalt an Mineralstoffen und kritischen Temperaturbereich berücksichtigen und möglichst niedrige Wärmestromdichte erreichen – kam noch die Notwendigkeit, Ablagerungen durch zu geringe Strömungsgeschwindigkeiten zu vermeiden, was Versuche mit verschiedenen Plattenprägungen und die Berücksichtigung von Spülmöglichkeiten erforderte. Noch dazu sollten Revisionen mit Zerlegen der verschraubten, mit Gummidichtungen versehenen und durch Schraubverbindungen fest zusammengepressten Platten so weit wie möglich hinausgezögert oder gänzlich vermieden werden.</p>
<p><strong>Erfolg = Theorie + Praxiswissen + Erfahrung</strong></p>
<p>Die tatsächliche Auswahl der Wärmetauscher hat sich als Erfolgsgeschichte erwiesen: Sie sind nun bereits über vierzig Jahre im Einsatz. Die äußerst geringen Temperaturdifferenzen, die für die Wärmeübertragung zur Verfügung stehen, machten große Übertragungsflächen erforderlich, was wiederum geringe Wärmestromdichten zur Folge hatte. Es ist dem Autor nicht bekannt, ob überhaupt jemals Revisionen erforderlich wurden, zumindest in den ersten Betriebsjahren war das nicht der Fall. – Das klaglose Funktionieren widerlegte alle Bedenken jener Fachleute, die das Projekt zuvor für undurchführbar gehalten hatten …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>CO2-Neutralität ist wohl nicht erreichbar</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2024/06/07/co2-neutralitat-ist-wohl-nicht-erreichbar/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Jun 2024 11:24:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Der aus Tschechien stammende kanadische Universitätsprofessor Vaclav Smil war schon öfter „Gast“ in dieser Blogreihe. Er ist bekannt durch seine etwa fünfzig Bücher, von denen zum Glück auch einige bereits auf Deutsch erschienen sind und in denen er die Erkenntnisse seiner Forschungen über wichtige Themen der Zeit mit penibler Genauigkeit darlegt und stets mit Zahlen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_5069" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></dt>
</dl>
</div>
<p>Der aus Tschechien stammende kanadische Universitätsprofessor Vaclav Smil war schon öfter „Gast“ in dieser Blogreihe. Er ist bekannt durch seine etwa fünfzig Bücher, von denen zum Glück auch einige bereits auf Deutsch erschienen sind und in denen er die Erkenntnisse seiner Forschungen über wichtige Themen der Zeit mit penibler Genauigkeit darlegt und stets mit Zahlen untermauert. Smil konzentriert sich auf das Schreiben, Medienauftritte meidet er grundsätzlich, weil ihm Privatheit wichtig ist und weil er der Meinung ist, dass es ohnehin genug Leute gibt, die sich in die Medien drängen.</p>
<p><span id="more-10046"></span>Unlängst hat er über das Fraser Institut, eine Denkfabrik in Vancouver, Kanada, einen 48-seitigen Bericht veröffentlicht mit dem Titel “<a href="https://www.fraserinstitute.org/sites/default/files/halfway-between-kyoto-and-2050.pdf">Halfway Between Kyoto and 2050: Net Zero Carbon Is a Highly Unlikely Outcome</a>,” in dem er eingeht auf das enorme Ausmaß des weltweiten Energiebedarfs, den nur sehr langsamen Übergang in nachhaltige Energiearten und auf die enormen Kosten, die mit dem Versuch einer Abkehr von Kohlewasserstoffen verbunden sind. Wie es seiner Gewohnheit entspricht, legt er in Bezug auf die weltweit angestrebte CO2-Neutralität bis 2050 jedem Abschnitt des Berichts aussagekräftige Zahlen hervor.</p>
<p>Nachstehend ein längerer Auszug, der wieder mit deepL übersetzt und geringfügig korrigiert wurde:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Was die Endenergieverwendung und die spezifischen Energieumwandlungen betrifft, so müssten im Zuge des Übergangs mehr als 4 Terawatt (TW) an Stromerzeugungskapazität, die derzeit in großen Kohle- und Gaskraftwerken installiert sind, durch die Umstellung auf kohlenstofffreie Quellen ersetzt werden; fast 1. 5 Milliarden Verbrennungsmotoren (Benzin und Diesel) in Straßen- und Geländefahrzeugen wären zu ersetzen; alle landwirtschaftlichen und pflanzenverarbeitenden Maschinen (einschließlich etwa 50 Millionen Traktoren und mehr als 100 Millionen Bewässerungspumpen) wären auf elektrischen Antrieb oder auf nicht-fossile Brennstoffe umzustellen; neue Quellen für Wärme, Heißluft und Heißwasser wären zu finden, die in einer Vielzahl von industriellen Prozessen (von der Eisenverhüttung über die Zement- und Glasherstellung bis hin zu chemischen Synthesen und der Konservierung von Lebensmitteln) verwendet werden, die heute fast 30 Prozent aller Endverbraucher fossiler Brennstoffe verbrauchen; mehr als eine halbe Milliarde Erdgasfeuerstätten, die derzeit Häuser und industrielle, institutionelle und gewerbliche Räume beheizen, wären durch Wärmepumpen oder andere Wärmequellen zu ersetzen; und neue Wege wären zu finden, um fast 120.000 Schiffe der Handelsflotten (Massengutfrachter für Erze, Zement, Düngemittel, Holz und Getreide sowie Containerschiffe, das größte mit einer Kapazität von etwa 24.000 Einheiten, die derzeit hauptsächlich mit Schweröl und Dieselkraftstoff betrieben werden) und fast 25.000 aktive Düsenflugzeuge, die die Grundlage des weltweiten Langstreckentransports bilden (die mit Kerosin betrieben werden), anzutreiben. .. Auf den ersten Blick und auch ohne fundierte technische und wirtschaftliche Analysen scheint dies eine unlösbare Aufgabe zu sein, wenn man bedenkt, dass</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>- Wir nur eine einzige Generation (etwa 25 Jahre) Zeit haben, um dies zu tun;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>- Wir noch nicht einmal den Höhepunkt des weltweiten Verbrauchs an fossilem Kohlenstoff erreicht haben; </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>- Auf den Höhepunkt kein sprunghafter Rückgang folgen wird; </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>- Wir immer noch keine kohlenstofffreien großtechnischen Prozesse zur Herstellung wichtiger Materialien eingeführt haben; und</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>- Die Elektrifizierung bis Ende 2022 nur etwa 2 Prozent der Personenkraftwagen (mehr als 40 Millionen) auf verschiedene Arten von batteriebetriebenen Autos umgestellt hat, und die Dekarbonisierung noch den schweren Straßenverkehr, die Schifffahrt und die Luftfahrt erreichen muss. </em></p>
<p>Smil taucht dann tief ein in das Thema Rohstoffe, Metalle und Mineralien, die für den Ersatz von Kohlewasserstoffen benötigt werden und legt ein besonderes Augenmerk auf Kupfer. Auch hier bringt er wiederum Zahlen in seine Überlegungen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Ersatz der heutigen 1,35 Milliarden Benzin- und Dieselfahrzeuge durch E-Fahrzeuge und die Versorgung des erweiterten Marktes (schätzungsweise 2,2 Milliarden Autos bis 2050) würde somit in den nächsten 27 Jahren fast 150 Millionen Tonnen zusätzliches Kupfer erfordern. Das entspricht mehr als sieben Jahren der heutigen jährlichen Kupfergewinnung für die zahlreichen industriellen und kommerziellen Verwendungen des Metalls&#8230; Kupfer bietet ein eindrucksvolles Beispiel für diese externen Umweltauswirkungen. Der Metallgehalt der ausgebeuteten Kupfererze aus Chile, der weltweit führenden Quelle für dieses Metall, ist von 1,41 Prozent im Jahr 1999 auf 0,6 Prozent im Jahr 2023 gesunken, und eine weitere Verschlechterung der Qualität ist unvermeidlich. Legt man den mittleren Reichtum von 0,6 Prozent zugrunde, so bedeutet dies, dass die Gewinnung von zusätzlichen 600 Millionen Tonnen Metall den Abbau, die Verarbeitung und die Ablagerung von fast 100 Milliarden Tonnen Abfallgestein (Bergbau- und Verarbeitungsabfälle) erfordern würde, was etwa doppelt so viel ist wie die derzeitige jährliche Gesamtmenge des weltweit gewonnenen Materials, einschließlich geernteter Biomasse, aller fossilen Brennstoffe, Erze und Industrieminerale sowie aller Massenbaustoffe. Der Abbau und die Deponierung solch enormer Mengen an Abfallmaterial hat einen sehr hohen Energie- und Umweltpreis.</em></p>
<p>Smil weist auch auf die irrsinnigen Kosten von Net Zero hin. Unter Berufung auf eine McKinsey-Studie, in der die Kosten für die Netto-Nullstellung auf etwa 275 Billionen Dollar zwischen 2021 und 2050 geschätzt wurden, sagt Smil, dass die tatsächlichen Kosten aufgrund der unvermeidlichen Kostenüberschreitungen mindestens 60 % höher liegen werden. Wenn man diese Überschreitungen hinzurechnet, schreibt er:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das würde die von McKinsey geschätzten Kosten für die globale Dekarbonisierung auf 440 Billionen Dollar oder fast 15 Billionen Dollar pro Jahr über drei Jahrzehnte erhöhen, so dass wohlhabende Volkswirtschaften 20 bis 25 Prozent ihres jährlichen BIP für den Übergang ausgeben müssten. Nur einmal in der Geschichte haben die USA (und Russland) einen höheren Anteil ihres jährlichen Wirtschaftsprodukts aufgewendet, und zwar für weniger als fünf Jahre, als sie den Zweiten Weltkrieg gewinnen mussten.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das BIP der USA beläuft sich derzeit auf etwa 25 Billionen Dollar. Wenn wir davon ausgehen, dass Netto-Nullenergie 20 % unseres BIP kosten wird, müssten die USA etwa 5 Billionen Dollar pro Jahr für die Dekarbonisierung ausgeben. Zum Vergleich: Der Haushalt des Verteidigungsministeriums wird sich 2025 auf etwa 850 Milliarden Dollar belaufen. Es erübrigt sich zu sagen, dass die Bereitstellung von 5 Billionen Dollar pro Jahr &#8211; oder auch nur eines Viertels dieser Summe für die Dekarbonisierung &#8211; nicht möglich sein wird.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p>Anmerkung: Erstellt unter Verwendung von Teilen des Artikels von Robert Bryce <a href="https://robertbryce.substack.com/p/vaclav-smil-calls-bullshit-on-net-zero">https://robertbryce.substack.com/p/vaclav-smil-calls-bullshit-on-net-zero</a></p>
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