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	<title>Sonnek &#187; Warmwasserbereiter</title>
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	<description>Blog von Ingo Sonnek</description>
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		<title>Badevergnügen &#8211; mathematisch abgesichert</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 06:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haustechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
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		<category><![CDATA[Warmwasser]]></category>
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Es ist ein über die Jahre immer wiederkehrender Beschwerdepunkt von Hauseigentümern: Die Badewanne wird zwar voll, aber das Badewasser ist zu kalt! Man kann nun darüber streiten, was „zu kalt“ bedeutet: Manchen sind 35°C genug für ein erfrischendes Badeerlebnis, andere wiederum benötigen für ihr Glück 40°C. Auch die Füllmenge ist ein Thema: Badewannen sind unterschiedlich [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fehler.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3235" title="Fehler" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fehler-150x150.jpg" alt="Fehler" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Es ist ein über die Jahre immer wiederkehrender Beschwerdepunkt von Hauseigentümern: Die Badewanne wird zwar voll, aber das Badewasser ist zu kalt! Man kann nun darüber streiten, was „zu kalt“ bedeutet: Manchen sind 35°C genug für ein erfrischendes Badeerlebnis, andere wiederum benötigen für ihr Glück 40°C. Auch die Füllmenge ist ein Thema: Badewannen sind unterschiedlich groß, der eine hat es gern randvoll und genießt beim Hinlegen das Gluckern des Überlaufs, der andere will nicht mehr als halb voll. Eher im Ausnahmefall stimmen sich Installateur und Nutzer vorher darüber ab …</p>
<p><span id="more-5420"></span></p>
<p>… und die ganze Malaise wird beim versuchten ersten Badeerlebnis offenbar. Die festgestellten Ursachen sind dreifacher Art:</p>
<p><strong>1. </strong><strong>Zu schwach dimensionierter Durchlauferhitzer</strong></p>
<p>Der sehr große Wanneninhalt wurde unterschätzt, ein elektrischer Durchflusserhitzer erweist sich für den Einsatz als nicht geeignet. Dieser Fall wurde in diesem Blog schon vor Jahren anhand einer Badewanne mit einem Inhalt von 1.200 Litern geschildert, zu finden <a title="Gwirks mit der 1.200-Liter Badewanne" href="http://www.sonnek.at/2012/04/07/aus-dem-gericht-das-gwirks-mit-der-1-200-liter-badewanne/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>2. </strong><strong>Zu geringe vorgehaltene Warmwassermenge</strong></p>
<p>Grundsätzlich gilt: Je größer eine Badewanne ist, je kürzer die gewünschte Füllzeit und je niedriger die Temperatur des zur Verfügung stehenden Warmwassers sind, desto größer muss das Volumen des Warmwasserbereiters sein, das zur raschen Füllung der Wanne vorgehalten werden muss.</p>
<p><strong>3. </strong><strong>Geringe Warmwassertemperatur</strong></p>
<p>Besonders beim Einsatz von Wärmepumpen ist klarerweise zu beachten, dass die Warmwassertemperatur nicht immer die gewünschten 60°C erreicht, sondern dass in solchen Anlagen – Legionellen hin oder her – auch mit niedrigeren Vorlauf- und daher Warmwassertemperaturen gerechnet werden muss, was nach größer dimensionierten Warmwasserbereitern verlangt.</p>
<p>Egal welche Situation vorliegt, vor Ausführung von Anlagen mit besonderen Gegebenheiten oder Anforderungen muss der ausführende Installateur sichergehen, dass der Badbenutzer das bekommt, was er mit Recht erwarten darf, nämlich eine ausreichende Menge an warmem Wasser mit ausreichender Temperatur.</p>
<p><strong>Abschätzung des erforderlichen Vorhaltevolumens</strong></p>
<p>Schon im Zusammenhang mit dem unter 1. geschilderten Anlassfall wurde eine Formel aufgestellt zur Berechnung des Vorhaltevolumens eines Warmwasserbereiters, die erforderlich ist, um eine (sehr) große Badewanne rasch zu füllen: Sie lautet:</p>
<p><strong>V<sub>WWB </sub>= V<sub>BW</sub>*(t<sub>BW</sub> – t<sub>KW</sub>)/(t<sub>WW</sub> – t<sub>KW</sub>)</strong></p>
<p>Darin bedeuten:</p>
<p>V<sub>WWB </sub> Volumen des Warmwasserbereiters</p>
<p>V<sub>BW</sub> Volumen der Badewanne (z. B. 1.200 l)</p>
<p>t<sub>BW </sub>gewünschte Badewassertemperatur (z. B. 40°C)</p>
<p>t<sub>KW </sub>Kaltwassertemperatur (z. B. 10°C)</p>
<p>t<sub>WW </sub>Temperatur im<sub> </sub>Warmwasserbereiter (z. B. 60°C)</p>
<p>Das Volumen des Warmwasserbereiters wird umso größer, je niedriger die Temperatur im Warmwasserbereiter ist.</p>
<p>Beispiel:</p>
<p>Für die angegebenen Werte aus dem 1. Fall ergibt sich das erforderliche Vorhaltevolumen wie folgt:</p>
<p><strong>V<sub>WWB </sub>= 1.200 * (40 – 10) / (60 – 10) = 720 l</strong></p>
<p>Das erforderliche Vorhaltevolumen des Warmwassers muss also 720 Liter betragen, der Rest auf die 1.200 Liter wird als Kaltwasser beigemischt. Für die Sanierung des genannten Falls hatte der damit betraute Installateur richtigerweise einen Warmwasserbereiter mit einem Inhalt von 800 l gewählt.</p>
<p>Also: Badewanne schnell volllaufen lassen, Temperatur passt, auf ins beschwerdefreie Badevergnügen!</p>
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		<title>Aus dem Gericht: Das Gwirks mit der 1.200-Liter-Badewanne</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 09:48:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gerichtsfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Haustechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Mängelbehebung]]></category>
		<category><![CDATA[Warmwasser]]></category>
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		<description><![CDATA[Was gibt es Schöneres als eine große Badewanne, noch dazu, wenn sie elegant in den Boden versenkt ist? Was dem Architekten gelingt und Bauherrn oder Baudame (sagt man das so?) wohltuende Entspannung bringt, kann den Installateur ganz schön ins Schwitzen bringen. Besonders dann, wenn die Wanne nicht und nicht vollläuft und das Badewasser schon während [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was gibt es Schöneres als eine große Badewanne, noch dazu, wenn sie elegant in den Boden versenkt ist? Was dem Architekten gelingt und Bauherrn oder Baudame (sagt man das so?) wohltuende Entspannung bringt, kann den Installateur ganz schön ins Schwitzen bringen. Besonders dann, wenn die Wanne nicht und nicht vollläuft und das Badewasser schon während des Befüllens kalt wird …</p>
<p><span id="more-96"></span><strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_1723.JPG"><img class="aligncenter size-medium wp-image-141" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_1723-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></strong></p>
<p><strong>Cool ist halt nicht immer cool</strong></p>
<p>In zwanzig Minuten sollte die Wanne gefüllt sein mit Badewasser zu angenehm warmen 35 °C. Tatsächlich gedauert hat’s dann zwei Stunden. Als die Wanne endlich voll war, war das Wasser naturgemäß schon zu kalt zum Baden. Schuld an der Misere war zu seinem Leidwesen der Installateur. An sich eine prima Firma, hat alles Übrige bestens gemacht im wunderschönen und feinen Neubau. Bis auf die Sache mit der Badewanne halt.</p>
<p><strong>Bei einem Auto würde man sagen: untermotorisiert</strong></p>
<p>Was war passiert? Im Nachhinein ist man ja immer klüger und man weiß jetzt, dass man hätte wissen sollen, dass ein Elektro-Durchlauferhitzer in der Kaltwasser-Zuleitung mit 24 Kilowatt Leistung halt nicht die nötige Puste für so ein Kaliber Wanne hat. Und man weiß jetzt auch, dass – hätte man das Befüllen wirklich mit einem Elektro-Durchlauferhitzer bewerkstelligen wollen – dieser eine Anschlussleistung hätte besitzen müssen, die einer kleineren Wohnsiedlung zur Ehre gereicht hätte …</p>
<p><strong>Alles wird wieder gut …</strong></p>
<p>Ausgebügelt hat es dann ein anderer Installateur. Problem war die zu gering dimensionierte Zuleitung, die nachträglich durch eine über das Dach geführte ersetzt werden musste. Dazu war die Wärmedämmung am Flachdach aufzuschneiden, Wände mussten geöffnet und Durchbrüche waren nötig. Die kurze Füllzeit war nur mit einem Warmwasserbereiter zu lösen, der wenigstens 800 Liter zu 60°C bereithält (hab eine süße kleine mathematische Formel zum Nachweis dafür geschrieben), die Zuleitung zum Wanneneinlauf musste ausreichend dimensioniert sein (¾“, war aber tatsächlich leider nur ½“) und der Wanneneinlauf musste einen Durchfluss von 60 Litern in der Minute zulassen (was er auch konnte).</p>
<p><strong>… aber wer zahlt?</strong></p>
<p>Die Baudame (oder sagt man doch besser Bauherrin?) hatte die entstandenen zusätzlichen Kosten eingeklagt. Der erste Installateur monierte, dass man die Sanierung hätte billiger machen können: den Holzboden im Badezimmer aufreißen, durch den Heizestrich und die Fußbodenheizung (5 cm Verlegeabstand) durch bis runter in die Schüttung, dann zwei bis drei Meter den Boden aufmachen durchs Badezimmer bis zum Wannenrand und dann wieder alles zumachen. Das bei einem hochwertigen, im ganzen Geschoß durchgehend verlegten Parkettboden.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Als Sachverständiger konnte ich mich dem nicht anschließen, unter anderem weil das alles a) kaum weniger gekostet hätte als die tatsächlich durchgeführte Sanierung, b) die Bausubstanz und die Installation qualitativ gelitten hätten und c) das Badezimmer ein paar Wochen nur eingeschränkt benutzbar gewesen wäre. Die tatsächlich durchgeführte Sanierung schien mir richtig.</p>
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