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	<title>Sonnek &#187; Warmwasser</title>
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	<description>Blog von Ingo Sonnek</description>
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		<title>Was hat sich für Flugpassagiere geändert?</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Aug 2024 12:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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Sieht man von dem Zeitgeist geschuldeten Umweltbedenken ab, scheint das Fliegen heute keine besondere Sache zu sein. Der früher eher exklusive Weg auch zu weit entfernten Destinationen ist schon lange für breite Schichten leistbar, womit sich der Lufttransport mehr und mehr der Routine und Alltäglichkeit üblicher Transportarten angenähert hat. Was bedeutet, dass man den beabsichtigten [...]]]></description>
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<dl id="attachment_10138" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10138" title="Sitze im Flugzeug" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Sitze-im-Flugzeug-150x150.png" alt="Sitze" width="150" height="150" /></dt>
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<p>Sieht man von dem Zeitgeist geschuldeten Umweltbedenken ab, scheint das Fliegen heute keine besondere Sache zu sein. Der früher eher exklusive Weg auch zu weit entfernten Destinationen ist schon lange für breite Schichten leistbar, womit sich der Lufttransport mehr und mehr der Routine und Alltäglichkeit üblicher Transportarten angenähert hat. Was bedeutet, dass man den beabsichtigten Ortswechsel etwa zur Ferieninsel per Luftfahrzeug eher notgedrungen auf sich nimmt. – Wer aber mehrere Jahrzehnte zurückblicken kann, kommt nicht umhin, deutliche Änderungen zu registrieren, zumindest was Sichtweisen und Äußerlichkeiten betrifft.</p>
<p><span id="more-10136"></span></p>
<p>Die folgenden Gedankenfetzen sind nicht dazu bestimmt, nostalgische Gefühle oder gar Sehnsüchte an eine vergangene Ära zu wecken, dazu besteht wahrlich kein Anlass. Das allein schon deswegen, weil der Luftverkehr heute trotz vielfacher Steigerung mehr Sicherheit bieten kann als jemals zuvor, hauptsächlich wegen besserer Technik am Boden und in der Luft. An den Flugzeugen selbst hat sich für den Nichttechniker äußerlich nicht allzu viel geändert, wohl aber für den Informierten: Die Marke Airbus, die heute einen wesentlichen Anteil der weltweiten Luftflotten stellt, war vor Jahrzehnten noch nicht existent, damals dominierten neben Boeing noch Maschinen der Fabrikate McDonnell-Douglass und Lockheed.</p>
<p><strong>Die Klientel ist etwas anders geworden </strong></p>
<p>Ein augenscheinlich wesentlicher Anteil von Flugreisenden wurde in früheren Zeiten von Geschäftsleuten gestellt. Die waren allesamt leicht erkennbar an Anzug, Krawatte und Leder- oder „Piloten“-Koffer, eine menschliche Spezies, die heute wegen des äußerlich wesentlich lockereren Umgangs mit Kleiderordnungen weitgehend verschwunden ist. Dominierende Gepäckstücke der „Business-People“ sind heute Rucksack mit Notebook und – wenn schon nötig – irgendeine Art Rollkoffer. Und natürlich fällt auf: Mobiltelefone als Kommunikations- und Informationswerkzeug waren vor Jahrzehnten auch noch eine Sache der Zukunft. Heute: Durchwegs leger gekleidete Klientel, Handy stets parat.</p>
<p><strong>Wo sind die Zeitungen geblieben?</strong></p>
<p>Apropos Information: Wo sind sie hin, die Stapel an deutsch- und fremdsprachigen Tageszeitungen, Zeitschriften und Journalen, die beim Einstieg für den wohlinformierten Zeitgenossen bereitlagen? Großformate wie Financial Times, Wochenzeitungen wie Newsweek, oder Spiegel, an den Vorlieben der Leserschaft konnte man abschätzen, mit wem oder welcher Profession man es mit dem einen oder der anderen der Umsitzenden zu tun hatte. Alles nicht mehr nötig? Aus Mangel an Interesse eingestellt? Oder bloß der Effizienz geopfert? Jedenfalls erspart man sich das Chaos der zurückgelassenen Papierstapel … Kleine Einschränkung: Lufthansa hält nach wie vor Zeitungen bereit, allerdings nur am Flughafen in der Nähe von Gates, so z. B. in München.</p>
<p><strong>Speisen und Getränke? Nein, nur ein Schluck und ein Biss</strong></p>
<p>Auch die Verpflegung oder das, was an Snacks und Erfrischung während der Mittelstrecken-Flüge angeboten wird, ist eher karg geworden. Ein Fläschchen Mineralwasser und ein Keks, vielleicht sogar ein Stück Schokolade, mehr ist nicht drin. Ja, Kaffee gibt es schon und sonstige Getränke oder kleine Speisen, aber das kostet halt was – Kartenzahlung bitte! – Ein kleiner Ausrutscher in Nostalgie sei hier aber erlaubt: Zürich – Graz im Jet der „Styrian“ vor langer Zeit: Gutes kleines Essen mit Kernöl-Salat, serviert im Porzellan-Geschirr, Stoffservietten etc., samt einem Gläschen Bier oder Wein, großzügig also, aber vielleicht mit ein kleiner Grund für die spätere Pleite.</p>
<p><strong>Professionalität der Akteure</strong></p>
<p>Gleichgeblieben ist in meinen Augen die hohe Professionalität des fliegenden Personals, angefangen von den Kapitänen und Ersten Offizieren bis hinunter zu den einfachsten Flugbegleitern. Sie verdienen höchste Anerkennung, despektierliche Bezeichnungen wie „Saftschubse“ für eine hart arbeitende Stewardess sind nicht angebracht. Ausnahmen gibt es auch hier: In Erinnerung bleibt eine mittelalterliche Dame auf einem Flug in den US-Südstaaten, deren im Dialekt vorgebrachte Anordnung auch nach mehrmaliger Wiederholung nicht zu entziffern war und die auch nicht gewillt oder in der Lage war, ihre Äußerung in gängiges Englisch zu übersetzen.</p>
<p><strong>Ein bissl Nostalgie darf schon sein …</strong></p>
<p>In den Siebziger-Jahren waren wie schon erwähnt Groß- und Großraum-Flugzeuge noch selten: Betreten der Maschine von Frankfurt nach Johannesburg, Suche nach dem richtigen Sitzplatz, die Aufforderung der Stewardess „Da gehen Sie mal fünfzig Meter zurück“ klang wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film. Der Nachtflug über die hell erleuchtete Akropolis in Athen, die ersten Lichter Afrikas, der Kilimandscharo in der aufgehenden Sonne, der Flug über eine Gartenlandschaft des damaligen wirtschaftlich blühenden Rhodesiens, die ersten Blicke auf die Abraumhalden der Goldbergwerke und letztlich auf die Townships, in denen einige Wochen später erste Unruhen ausbrechen sollten, die ein Ende des Apartheid-Regimes in Südafrika zur Folge hatte …</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Diese Zeilen sind im Flugzeug und auf einem deutschen Flughafen zwischen England und Österreich entstanden, immer umgeben von anderen Passagieren, einmal in einem Airbus A 320 und dann in einer Embraer 195 (Wer hätte sich übrigens vor Jahren gedacht, dass Brasilianer einmal Verkehrsflugzeuge bauen, die erfolgreich international eingesetzt werden?). Nicht viel, aber ein bisschen was von der früheren Faszination bleibt immer noch bestehen, zumindest dann, wenn man unterwegs der Vielfalt der Menschen aus allen möglichen Nationen begegnet …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Unruhe am Ruhesitz</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2019/02/01/unruhe-am-ruhesitz/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 19:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
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Die Pension ist hierzulande ein herbeigesehnter Lebensabschnitt und gar mancher bereitet sich umsichtig darauf vor. So auch ein Bauherr, der mit viel Schweiß und Mitteleinsatz einen alten Bauernhof in einen schmucken und alle Stückeln spielenden Alterssitz verwandelt hatte. Die Pension war längst angetreten, die künftige Bleibe aber immer noch nicht ganz fertig und daher noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_5192" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Blitz2.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-5192" title="Blitz" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Blitz2-150x150.jpg" alt="Blitz" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Die Pension ist hierzulande ein herbeigesehnter Lebensabschnitt und gar mancher bereitet sich umsichtig darauf vor. So auch ein Bauherr, der mit viel Schweiß und Mitteleinsatz einen alten Bauernhof in einen schmucken und alle Stückeln spielenden Alterssitz verwandelt hatte. Die Pension war längst angetreten, die künftige Bleibe aber immer noch nicht ganz fertig und daher noch unbewohnt. Der Grund dafür lag vermutlich weniger im Bestreben, die Vorfreude zu verlängern, sondern eher in einem Hang zur Pedanterie, der auch die Heizungsanlage traf und damit den Installateur, der sich mit einer Klage konfrontiert sah.</p>
<p><span id="more-5962"></span></p>
<p>Dabei war die Zielsetzung des Bauherrn löblich und die Umsetzung des Installateurs fast perfekt, aber eben nur fast. Vorgabe war, dass das Haus einen erneuerbaren Energielieferanten in Form einer Außenluft-Wärmepumpe bekommen sollte. Als zusätzliche Bedingung wurde verlangt, dass die bestehende Solaranlage miteingebunden und deren Warmwasserbereiter mitsamt der Solarregelung irgendwie weiterverwendet werden sollte. Weil es doch schade sei, auf so ein tolles Ding einfach zu verzichten, das erstens teuer gewesen sei und zweitens erst ein paar Jahre auf seinen Rohrregistern hätte.</p>
<p><strong>Altes und Neues geschickt kombiniert </strong></p>
<p>Gesagt, getan. Der versierte Installateur löste die Aufgabe unter Einsatz eines neuen Schichtspeichers mit integriertem Warmwasserbereiter, der von Wärmepumpe und der Solaranlage geladen werden konnte. Den vorhandenen Boiler verwendete er als Pufferspeicher, der ebenfalls von der Solaranlage gespeist wurde, allerdings nur dann, wenn die anfallende Solarenergie im Schichtspeicher mangels ausreichendem Temperaturniveau nicht mehr zu nutzen war. Heizungsseitig diente so der alte Boiler als Rücklaufanhebung für die Heizkreise. Auch die bestehende Solarregelung konnte weiterverwendet werden.</p>
<p><strong>Von der Beschwerde-Mücke zum Mängel-Elefanten</strong></p>
<p>Die Anlage schien auch gut zu laufen und der Bauherr verfolgte deren Funktion aufmerksam. Was ihm leicht fiel, lag doch seine häufig genutzte Heimwerkstatt im Technikraum gleich neben Schicht- und Pufferspeicher. Störend empfand er allmählich das aus seiner Sicht häufige Umschalten eines Ventils, das im Solarkreis erst den Schicht- und dann den Pufferspeicher ansteuerte. Ein ihm bekannter Installationstechniker fand das auch bedenklich, war sofort interessiert und engagiert, fand weitere kleinere Unzulänglichkeiten und hakte sich schließlich an einem Mangelpunkt fest: Die Anlage liefere zu wenig Warmwasser.</p>
<p><strong>Unzufriedenheit kann eskalieren</strong></p>
<p>Der Bauherr hatte zwar noch keinen Tag im Haus gewohnt, sehr wohl aber versuchshalber die Zweihundertliter-Badewanne bis zum Überlauf befüllt. Ihm und dem Techniker schien die dabei erreichte Badewassertemperatur von knapp siebenunddreißig Grad zu gering, zwei bis drei mehr würde man als recht empfinden und wohl erwarten dürfen. Die Sache eskalierte insofern, als der Bauherr mit einem Schlag die gesamte Anlage für unbrauchbar erklärte, deren Rücknahme verlangte und die Rückabwicklung des Auftrags. Nachbesserungsangebote des Installateurs wurden abgelehnt, die Sache endete vor Gericht.</p>
<p><strong>Technische Gegebenheiten und menschliche Beziehungen </strong></p>
<p>Örtliche Befundaufnahmen sollen dem Sachverständigen Aufschluss über die technischen Gegebenheiten der umzankten Angelegenheit bieten. Sehr oft sind aber auch die Beziehungs- und Interessen-Gemengelagen vor Ort von Interesse. So auch hier: Der beklagte Installateur und der den klagenden Bauherrn beratende Techniker waren zuvor Arbeitskollegen in einem größeren Installationsbetrieb gewesen, der Installateur hatte sich später selbstständig gemacht. Aus dem leicht süffisant-aggressiven Verhalten des Technikers ließ sich schließen, dass er offenbar noch eine Rechnung mit seinem ehemaligen Kollegen offen hatte …</p>
<p><strong>Der Gegner kann Recht haben</strong></p>
<p>Der Techniker hatte aber mit seiner Behauptung, dass der neue Schichtspeicher unbrauchbar sei, nicht Unrecht: Bei der von der Wärmepumpe zur Verfügung stehenden höchstmöglichen Vorlauftemperatur schaffte der integrierte Warmwasserbereiter die verlangte Temperatur bei der nötigen Wassermenge einfach nicht. Der Grund lag darin, dass er eher die Charakteristik eines Durchlauferhitzers aufwies als die eines Speichers. Der vorsichtige Hinweis, dass man die Wanne ja nicht bis zum Überlauf füllen müsse, weil man beim Hineinlegen Wasser verdränge und die geringere Wassermenge dann auch wärmer sei, zog beim Bauherrn nicht.</p>
<p><strong>Fazit: Es braucht die Kunst, die Ruhe nicht zu verlieren</strong></p>
<p>Eine technische Alternative fand sich rasch, der Installateur wiederholte sein Angebot vor Gericht, den Schichtspeicher gegen den besser geeigneten auszutauschen, natürlich einschließlich der notwendigen Umbauarbeiten und das kostenlos. Der daraufhin um weitere Begünstigungen nörgelnde Bauherr wurde vom Richter in die Schranken gewiesen und ein Vergleich kam zustande. Als beachtenswert und beispielgebend für den richtigen Umgang mit pizzeligen Kunden erwies sich das Verhalten des Installateurs: Er ließ sich vom früheren Kollegen nicht provozieren und sich auch sonst durch nichts aus der Ruhe bringen …</p>
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		<title>Innovation im Elternhaus – Die erste praktische Nutzung von Solarenergie in der Steiermark</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2018/06/15/innovation-im-elternhaus-%e2%80%93-die-erste-praktische-nutzung-von-solarenergie-in-der-steiermark/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Jun 2018 06:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erneuerbare Energie]]></category>
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(Gastbeitrag von Elias Sonnek) &#8211; Im Osten der Steiermark steht ein kleines uriges Haus auf einem Hügel, in einem Dorf namens Oberfeistritz. Wenn man die Grundstückseinfahrt hinauffährt und oben ankommt, sieht man auf der Hausfront ein großes Bild einer Cartoon-artigen Sonne, die lächelt und einen aufgemalten Wasserhahn hat. Das Haus sieht sehr einfach aus, aber [...]]]></description>
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<dl id="attachment_5571" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Elias-2017.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5571" title="Elias 2017" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Elias-2017-150x150.PNG" alt="E" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>(Gastbeitrag von Elias Sonnek) &#8211; Im Osten der Steiermark steht ein kleines uriges Haus auf einem Hügel, in einem Dorf namens Oberfeistritz. Wenn man die Grundstückseinfahrt hinauffährt und oben ankommt, sieht man auf der Hausfront ein großes Bild einer Cartoon-artigen Sonne, die lächelt und einen aufgemalten Wasserhahn hat. Das Haus sieht sehr einfach aus, aber es ist gut ausgestattet: Es hat eine Fußbodenheizung in Bad und Wohnzimmer. Früher waren die Waschbecken im Bad sogar hydraulisch höhenverstellbar – damit Kinder und Erwachsene auf passender Höhe Hände und Füße waschen oder Zähne putzen können.</p>
<p><span id="more-5568"></span>Das macht alles Sinn, wenn man den Hausherrn kennt: Dipl.-Ing. Dr.techn. Rudolf Ingo Sonnek – für mich: Papa. Heute ist er Sachverständiger und begutachtet die Installationen anderer, früher war er noch technischer Planer und selber Installateur.</p>
<p>Der Zündfunken für sein erstes Eigenprojekt war die Ölpreiskrise von 1973: „Danach haben alle geschaut, wie man Österreich weniger abhängig machen kann, von Energieimporten“. Er war damals im Studium für Maschinenbau und wusste aus der Literatur, dass es früher schon Solarkollektoren gegeben hatte. Aber noch hatte er „keine Ahnung, wie das funktioniert“. Nach seinem Studienabschluss 1974 fing er an, im Planungs- und Installationsbüro seines Vaters zu arbeiten. Er stellte Nachforschungen in der TU Bibliothek an und fand zu dem Thema „uralte Artikel aus den 50er/60er Jahren“.</p>
<p>Er schlug das Projekt seinem Vater und der Firma vor, und sie fingen an zu Bauen. Sie besorgten eine Kupferplatte, eine Rohrschlange, doppelte Glasplatten aus einer Glaserei und bauten alles in einen Holzkasten ein. Nachdem sie fertig waren, haben sie den Kasten mit einem Wasserschlauch abgefüllt und ihn über die Mittagspause in der Sonne stehen lassen, nach dem Motto: „Schau ‘ma mal, was passiert“. Das war im Mai 1975. Als sie zurückkamen, brodelte der ganze Kasten: Oben zischte es raus, es gluckerte und kochte. „Bei Stillstand kriegt das bis zu 160 Grad, sowas weiß man heute, haben wir ja damals nicht gewusst“.</p>
<p>Vorsichtig füllten sie etwas von dem kochenden Wasser in ein Glaserl um, holten ein Teesackerl und gaben es rein. Das war die erste praktische aktive Nutzung von Solarenergie in der Steiermark. „Der Tee hat grauslich geschmeckt aber wir haben alle davon getrunken“. Unten ein Bild mit dem Monteur Franz S., fürderhin genannt „Sonnenfranz“, der das Glas Tee hält.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_5576" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Sonnenfranz.PNG"><img class="size-medium wp-image-5576" title="Sonnenfranz" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Sonnenfranz-300x215.PNG" alt="S" width="300" height="215" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Nach der Aktion haben sie gewusst: „Ok, da is mehr drin“, und begannen systematisch zu erforschen, wie man das Ganze in einen Kreislauf eingliedert, mit dem man Häuser oder ein Schwimmbad beheizen kann. Noch im selben Jahr bauten sie die erste mobile Solaranlage zur Warmwasserbereitung und stellten sie auch auf Messen vor. 1977 wurde in Eggersdorf das erste solarbetriebene Schwimmbad der Steiermark fertiggestellt, gleichzeitig hat mein Vater am Grundstück meines Opas am hauseigenen mitgebaut. In der damaligen Zeit sind in der Gegend Selbstbaugruppen entstanden und in Folge ist die Oststeiermark auch heute noch eine der Regionen mit der größten Dichte an thermischer Solarnutzung Europas. Es hat aber viele Jahre gedauert, bis Solarenergie Allgemeingut geworden ist.</p>
<p>In den 80ern bauten sie auch Solarkollektoren bei meinem Elternhaus in Oberfeistritz ans Dach, die das Haus und seine hydraulisch verstellbaren Waschbecken mit Warmwasser versorgten. Ein Jahrzehnt später wurde ich geboren und so lang ich dort aufwuchs, dachte ich immer, es wäre das Normalste auf der Welt.</p>
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		<title>Badevergnügen &#8211; mathematisch abgesichert</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2018/03/30/wasservorhaltung-zur-badewannenfullung/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 06:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haustechnik]]></category>
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Es ist ein über die Jahre immer wiederkehrender Beschwerdepunkt von Hauseigentümern: Die Badewanne wird zwar voll, aber das Badewasser ist zu kalt! Man kann nun darüber streiten, was „zu kalt“ bedeutet: Manchen sind 35°C genug für ein erfrischendes Badeerlebnis, andere wiederum benötigen für ihr Glück 40°C. Auch die Füllmenge ist ein Thema: Badewannen sind unterschiedlich [...]]]></description>
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<dl id="attachment_3235" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fehler.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3235" title="Fehler" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fehler-150x150.jpg" alt="Fehler" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Es ist ein über die Jahre immer wiederkehrender Beschwerdepunkt von Hauseigentümern: Die Badewanne wird zwar voll, aber das Badewasser ist zu kalt! Man kann nun darüber streiten, was „zu kalt“ bedeutet: Manchen sind 35°C genug für ein erfrischendes Badeerlebnis, andere wiederum benötigen für ihr Glück 40°C. Auch die Füllmenge ist ein Thema: Badewannen sind unterschiedlich groß, der eine hat es gern randvoll und genießt beim Hinlegen das Gluckern des Überlaufs, der andere will nicht mehr als halb voll. Eher im Ausnahmefall stimmen sich Installateur und Nutzer vorher darüber ab …</p>
<p><span id="more-5420"></span></p>
<p>… und die ganze Malaise wird beim versuchten ersten Badeerlebnis offenbar. Die festgestellten Ursachen sind dreifacher Art:</p>
<p><strong>1. </strong><strong>Zu schwach dimensionierter Durchlauferhitzer</strong></p>
<p>Der sehr große Wanneninhalt wurde unterschätzt, ein elektrischer Durchflusserhitzer erweist sich für den Einsatz als nicht geeignet. Dieser Fall wurde in diesem Blog schon vor Jahren anhand einer Badewanne mit einem Inhalt von 1.200 Litern geschildert, zu finden <a title="Gwirks mit der 1.200-Liter Badewanne" href="http://www.sonnek.at/2012/04/07/aus-dem-gericht-das-gwirks-mit-der-1-200-liter-badewanne/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>2. </strong><strong>Zu geringe vorgehaltene Warmwassermenge</strong></p>
<p>Grundsätzlich gilt: Je größer eine Badewanne ist, je kürzer die gewünschte Füllzeit und je niedriger die Temperatur des zur Verfügung stehenden Warmwassers sind, desto größer muss das Volumen des Warmwasserbereiters sein, das zur raschen Füllung der Wanne vorgehalten werden muss.</p>
<p><strong>3. </strong><strong>Geringe Warmwassertemperatur</strong></p>
<p>Besonders beim Einsatz von Wärmepumpen ist klarerweise zu beachten, dass die Warmwassertemperatur nicht immer die gewünschten 60°C erreicht, sondern dass in solchen Anlagen – Legionellen hin oder her – auch mit niedrigeren Vorlauf- und daher Warmwassertemperaturen gerechnet werden muss, was nach größer dimensionierten Warmwasserbereitern verlangt.</p>
<p>Egal welche Situation vorliegt, vor Ausführung von Anlagen mit besonderen Gegebenheiten oder Anforderungen muss der ausführende Installateur sichergehen, dass der Badbenutzer das bekommt, was er mit Recht erwarten darf, nämlich eine ausreichende Menge an warmem Wasser mit ausreichender Temperatur.</p>
<p><strong>Abschätzung des erforderlichen Vorhaltevolumens</strong></p>
<p>Schon im Zusammenhang mit dem unter 1. geschilderten Anlassfall wurde eine Formel aufgestellt zur Berechnung des Vorhaltevolumens eines Warmwasserbereiters, die erforderlich ist, um eine (sehr) große Badewanne rasch zu füllen: Sie lautet:</p>
<p><strong>V<sub>WWB </sub>= V<sub>BW</sub>*(t<sub>BW</sub> – t<sub>KW</sub>)/(t<sub>WW</sub> – t<sub>KW</sub>)</strong></p>
<p>Darin bedeuten:</p>
<p>V<sub>WWB </sub> Volumen des Warmwasserbereiters</p>
<p>V<sub>BW</sub> Volumen der Badewanne (z. B. 1.200 l)</p>
<p>t<sub>BW </sub>gewünschte Badewassertemperatur (z. B. 40°C)</p>
<p>t<sub>KW </sub>Kaltwassertemperatur (z. B. 10°C)</p>
<p>t<sub>WW </sub>Temperatur im<sub> </sub>Warmwasserbereiter (z. B. 60°C)</p>
<p>Das Volumen des Warmwasserbereiters wird umso größer, je niedriger die Temperatur im Warmwasserbereiter ist.</p>
<p>Beispiel:</p>
<p>Für die angegebenen Werte aus dem 1. Fall ergibt sich das erforderliche Vorhaltevolumen wie folgt:</p>
<p><strong>V<sub>WWB </sub>= 1.200 * (40 – 10) / (60 – 10) = 720 l</strong></p>
<p>Das erforderliche Vorhaltevolumen des Warmwassers muss also 720 Liter betragen, der Rest auf die 1.200 Liter wird als Kaltwasser beigemischt. Für die Sanierung des genannten Falls hatte der damit betraute Installateur richtigerweise einen Warmwasserbereiter mit einem Inhalt von 800 l gewählt.</p>
<p>Also: Badewanne schnell volllaufen lassen, Temperatur passt, auf ins beschwerdefreie Badevergnügen!</p>
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		<title>Aus der SV-Praxis: Rostiges Leitungswasser</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2012/10/26/aus-der-sv-praxis-rostiges-leitungswasser/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2012 06:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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So etwas fällt in die Kategorie „Unangenehmes“: Sie drehen die Wasserleitung auf und statt klaren Trinkwassers fließt bräunlich-trübe Suppe. Erst nach einiger Zeit  kommt sauberes Wasser nach. Und das unlängst beobachtet in einem schönen Mehrfamilienhaus für gehobene Ansprüche, erst vor zehn Jahren bezogen und  in sehr gepflegtem Zustand. Das gesamte Haus mit allen Wohnungen und [...]]]></description>
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<dl id="attachment_607" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3795.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-607" title="IMG_3795" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3795-150x150.jpg" alt="Rostwasser" width="150" height="150" /></a></dt>
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</div>
<p>So etwas fällt in die Kategorie „Unangenehmes“: Sie drehen die Wasserleitung auf und statt klaren Trinkwassers fließt bräunlich-trübe Suppe. Erst nach einiger Zeit  kommt sauberes Wasser nach. Und das unlängst beobachtet in einem schönen Mehrfamilienhaus für gehobene Ansprüche, erst vor zehn Jahren bezogen und  in sehr gepflegtem Zustand. Das gesamte Haus mit allen Wohnungen und insbesondere die Warmwasserleitung davon betroffen. Die Verfärbung ist in den letzten Jahren zunehmend aufgetreten und hat in der letzten Zeit ein richtig ärgerliches Ausmaß erreicht. Was ist da los?</p>
<p><span id="more-605"></span></p>
<p><strong>Innenkorrosion von verzinkten Stahlrohren</strong></p>
<p>Aus manchen ganz alten Gebäuden mit dementsprechend betagten Installationen kennt man das Farbphänomen,  sehr selten aber aus neueren. Die Ursache für das braune Leitungswasser liegt in Korrosionsprozessen in verzinkten Stahlrohren. Aus bestimmten Gründen wird die Zinkschicht, die das Stahlrohr schützen soll, abgebaut oder zerstört, so dass der jetzt ungeschützte Stahl durch den im Trinkwasser gelösten Sauerstoff angegriffen wird. Die gelösten Stahlpartikel treten dann als Rostwasser in Erscheinung, insbesondere dann, wenn die Leitung einige Zeit (einige Tage, oft auch nur einige Stunden) nicht mehr benützt worden war.</p>
<p><strong>Warum tritt hier Korrosion besonders in den Warmwasserleitungen auf?</strong></p>
<p>Im gegenständlichen Wohnobjekt wurden solche verzinkten Stahlrohre für Kalt- und Warmwasserleitungen verwendet. Das Leitungswasser aus dem Ortsnetz hat mittelharten Charakter und daher vereinfacht gesagt einen höheren Kalkanteil. Die Warmwasserbereitung erfolgt in den Wohnungen dezentral über Elektrospeicher (Elektroboiler).</p>
<p>Dass die Verfärbungen besonders in den Warmwasserleitungen auftreten, hat seinen Grund darin, dass bei Erhitzung des Wassers in den Boilern etwa auf 60°C Kalk ausfällt, wodurch das Wasser sein chemisches Gleichgewicht verliert und gegenüber den Stahlrohren aggressiv wird. Unter Kalkablagerungen in den Leitungen kommt es zu chemischer Korrosion, die die Zinkschicht abbaut, den Stahl angreift, was zum Rostwasser führt und letztlich auch die Leitungen so weit zerstören kann, dass Undichtheiten und Wasserrohrbrüche auftreten können.</p>
<p>Dazu kommt noch, dass bei Wassertemperaturen deutlich über 60°C die Zinkschicht nicht mehr stabil ist und sich abzulösen beginnt, was den Korrosionsangriff ebenfalls beschleunigt. Aus diesem Grund enthalten neuere Normen, die sich mit Trinkwasserhygiene befassen, die Empfehlung, verzinkte Stahlrohre in Warmwasserleitungen nicht zu verwenden.</p>
<p><strong>Können auch Kaltwasserleitungen betroffen sein?</strong></p>
<p>Ja, und zwar dann, wenn Ablagerungen in diesen Leitungen vorhanden sind, etwa durch nach der Installation verbliebene Metallspäne, wenn die Leitungen vor Inbetriebnahme nicht ausreichend gespült worden sind oder durch später im Betrieb eingeschleppte Verschmutzungen. Diese Ablagerungen sind hauptsächlich in waagrechten Rohren zu finden und besonders in eher wenig genutzten Leitungen. Unter den Ablagerungen bilden sich wieder Korrosionsherde, die die Zinkschicht zerstören, wodurch es zu Punktkorrosion und „Lochfraß“ kommen kann, der sich in allmählichen örtlichen Undichtheiten der Leitung bemerkbar machen kann. Auch beim gegenständlichen Objekt war es in einer Kaltwasserleitung schon sieben Jahre nach Bezug zur ersten Undichtheit  gekommen.</p>
<p><strong>Was kann man gegen diese Korrosion tun?</strong></p>
<p>Wenn schon ein Korrosionsangriff wie im hier beschriebenen Fall vorliegt, werden sofortige Schutzmaßnahmen erforderlich, die ein weiteres Fortschreiten der Korrosion verhindern und den Aufbau einer Schutzschicht über den angegriffenen Rohrabschnitten ermöglichen. Das geschieht durch Zusetzen von für den menschlichen Organismus unbedenklichen Chemikalien in den gemeinsamen Kaltwasseranschluss des Wohnhauses. Außerdem müssen die Temperaturen der Warmwasserbereiter auf höchstens 60°C begrenzt werden.</p>
<p><strong>Neue Werkstoffe als Stand der Technik</strong></p>
<p>In zahlreichen Objekten sind verzinkte Rohrleitungen nach wie vor im Einsatz, durchaus ohne Probleme. Seit über einem Vierteljahrhundert sind aber zunehmend korrosionsbeständige Wasserleitungsrohre aus Kunststoff, seit vielen Jahren auch aus Mehrschicht-Verbundwerkstoffen oder auch aus  beständigen metallischen Werkstoffen auf dem Markt, die generell Korrosionsfreiheit erwarten lassen und heute den Stand der Technik in der Ausführung von Trinkwasserleitungen darstellen. Bei Verwendung dieser bereits bewährten Materialien wird das Phänomen des „Rostwassers“ jedenfalls der Vergangenheit angehören …</p>
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		<title>Aus der SV-Praxis: Darf ich Ihnen ein Glas warmes Wasser anbieten?</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2012/04/23/aus-der-sv-praxis-darf-ich-ihnen-ein-glas-warmes-wasser-anbieten/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 19:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haustechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Komfort]]></category>
		<category><![CDATA[Norm]]></category>
		<category><![CDATA[Wärmedämmung]]></category>
		<category><![CDATA[Warmwasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Das hat Sie wahrscheinlich noch nie jemand gefragt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden: Vielleicht besuchen Sie einmal zufällig eines der wunderschönen Mehrfamilienhäuser in einer Wohnsiedlung an der Peripherie einer Regionalmetropole. Gediegen gebaut, ruhig gelegen, Wohnungen mit schöner Aussicht und – mit warmem Trinkwasser. Aus erneuerbarer Energie, versteht sich. Die Begeisterung der mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das hat Sie wahrscheinlich noch nie jemand gefragt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden: Vielleicht besuchen Sie einmal zufällig eines der wunderschönen Mehrfamilienhäuser in einer Wohnsiedlung an der Peripherie einer Regionalmetropole. Gediegen gebaut, ruhig gelegen, Wohnungen mit schöner Aussicht und – mit warmem Trinkwasser. Aus erneuerbarer Energie, versteht sich. Die Begeisterung der mit diesem ungewöhn­lichen Komfortangebot beglückten neuen Wohnungsbesitzer hält sich allerdings in Grenzen …</p>
<p><span id="more-163"></span></p>
<div id="attachment_165" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_0746.JPG"><img class="size-medium wp-image-165" title="IMG_0746" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_0746-300x225.jpg" alt="Mangelhafte Wärmedämmung an Heizungsleitungen" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Mangelhafte Wärmedämmung an Heizungsleitungen</p></div>
<p>In vielen eher älteren Häusern ist es ja meist umgekehrt: da dreht man das Warmwasser auf und es dauert elendslang, bis wirklich warmes Wasser kommt. Aber hier dauert es elendslang, bis kaltes Wasser kommt. Üblicher Hilferufs-Kick: Wohnungseigentümer an Wohnbauträger, Wohnbauträger an Objekt­planer, Objektplaner an Installateur, Installateur Bin-Nicht-Schuld Rückpass an den Objekt­planer, Objektplaner schaut sich um und übergibt Ball volley an Sachverständigen mit den Fragen: Was ist hier los? Wer ist verantwortlich?</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Befundaufnahme</strong></p>
<p>Einsatz vor Ort. Ein Teil des Objekts ist noch nicht ausgebaut. Wohnungsstationen mit Wärme­tau­schern für Warmwasser. Heizung ganzjährig in Betrieb. Einen noch offenen Schacht inspiziert. Folgende Fehler festgestellt:</p>
<p>a)     Steigleitungen für Heizung und Kaltwasser liegen knapp nebeneinander;</p>
<p>b)    Wärmedämmung („Isolierschlauch“) liegt bei Heizung und Kaltwasser lose an, Stöße sind offen, an Rohren erwärmte Luft zirkuliert ungehindert durch. Die Warmluft heizt den Schacht auf und erwärmt das Kaltwasser;</p>
<p>c)     Stärke der Wärmedämmung beträgt 9 mm bei einem Rohrdurchmesser von 35 mm.</p>
<p><strong>Was sagen dazu die Regeln der Technik in Form der Norm? </strong></p>
<p>Zu a) und b): Die ÖNORM B 2531-1 „Trinkwasser-Versorgungseinrichtungen in Grundstücken – Teil 1: Richtlinien für Planung, Bau und Betrieb“ in der Ausgabe vom 1.3.2004, fordert in Kapitel 9 „Schutz des Wassers in den Versorgungseinrichtungen“ unter Punkt 9.3 „Schutz gegen Erwärmung“:</p>
<p><em>„Kaltwasserleitungen sind in solchem Abstand von Kaminen, Warmwasser- und Heizungsanlagen zu führen, oder es ist eine Wärmedämmung derart auszuführen, dass die Temperatur des Wassers nicht merkbar beeinflusst wird.“</em></p>
<p>Die Normforderung wurde nicht beachtet.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Was sagt das Baugesetz?</strong></p>
<p>Zu c): Das Steiermärkische Baugesetz hat die Inhalte der OIB-Richtlinie 6 verbindlich gemacht. Diese enthält auch Anforderungen an die Dämmstärken energietechnisch relevanter Gebäudeinstallationen.</p>
<p>Demnach müsste die Dämmstärke für in einem Schacht verlaufende wärmeführende Rohrleitungen mit einem Außendurchmesser von 35 mm bei den verwendeten Dämmmaterialien zumindest 13 mm betragen, wogegen tatsächlich nur solche mit einer Dämmstärke von 9 mm verwendet worden sind.</p>
<p>Die Bestimmungen des Steiermärkischen Baugesetzes wurden nicht beachtet.</p>
<p>Der Installateur wurde mit obigen Sachverhalten konfrontiert. Auch wurden ihm Aufzeichnungen über Temperaturmessungen übermittelt, die einer der von der Misere betroffenen Wohnungseigentümer erstellt hatte.</p>
<p><strong>Die Reaktion des Installateurs</strong></p>
<p>Der Installateur kontert mit der ÖNORM EN 806-2, Ausgabe vom 1.8.2005, die unter Kapitel 3.6 Betriebstemperatur festhält:</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em>„30 Sekunden  nach dem vollen Öffnen einer Entnahmestelle sollte die Wassertemperatur nicht 25°C für Kaltwasserstellen übersteigen …</em><em> </em><em>sofern dem nicht örtliche oder nationale Regelungen entgegen­ste­hen</em><em>.“</em><em> </em></p>
<p>Der Installateur ignoriert damit die evident strengeren Forderungen der „nationalen Regelung“ ÖNORM B 2531-1 (<em>„… dass die Temperatur nicht merkbar beeinflusst wird…“</em>)<em> </em>und rechnet vor, dass gemäß den Messungen des Wohnungseigentümers nach 30 Sekunden nur 3 Liter Wasser abgelassen werden mussten und die Temperatur danach genau 25°C betragen hat, womit alle Forderungen der Euro-Norm erfüllt seien. Punktum aus. Und im Übrigen tue man ohnehin alles, die Kundenzufriedenheit sicherzustellen usw., usw.</p>
<p><strong>Fazit: Das einzige, was der Kundenzufriedenheit im Weg steht, ist der Kunde selber</strong></p>
<p>Ein seriöses Unternehmen wird nicht über Kundenzufriedenheit reden, sondern dafür etwas tun, was zugegebenermaßen nicht immer leicht ist, besonders dann, wenn Kunden übertrieben anspruchsvoll sind oder gar ins Schikanöse tendieren. Letzteres ist hier bestimmt nicht der Fall. Also: Will man dem Kunden bedeuten, dass eh alles bes­tens ist, weil es eine Norm so sagt? Und dass das Problem beim Kunden selber liegt?</p>
<p><strong>Satirischer Nachsatz</strong></p>
<p>Für den Installateur ist die Situation also technisch gesehen ganz normal (=der Norm entsprechend)  und damit in bester Ordnung. Möglicherweise lehnt er sich gerade in seinem Bürosessel zurück, zufrieden und voll Glück, und ruft ins Sekretariat: „Ein Glas normales Wasser, also schön warm, bitte!“</p>
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		<title>Aus dem Gericht: Das Gwirks mit der 1.200-Liter-Badewanne</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 09:48:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gerichtsfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Haustechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Mängelbehebung]]></category>
		<category><![CDATA[Warmwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Warmwasserbereiter]]></category>

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		<description><![CDATA[Was gibt es Schöneres als eine große Badewanne, noch dazu, wenn sie elegant in den Boden versenkt ist? Was dem Architekten gelingt und Bauherrn oder Baudame (sagt man das so?) wohltuende Entspannung bringt, kann den Installateur ganz schön ins Schwitzen bringen. Besonders dann, wenn die Wanne nicht und nicht vollläuft und das Badewasser schon während [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was gibt es Schöneres als eine große Badewanne, noch dazu, wenn sie elegant in den Boden versenkt ist? Was dem Architekten gelingt und Bauherrn oder Baudame (sagt man das so?) wohltuende Entspannung bringt, kann den Installateur ganz schön ins Schwitzen bringen. Besonders dann, wenn die Wanne nicht und nicht vollläuft und das Badewasser schon während des Befüllens kalt wird …</p>
<p><span id="more-96"></span><strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_1723.JPG"><img class="aligncenter size-medium wp-image-141" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_1723-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></strong></p>
<p><strong>Cool ist halt nicht immer cool</strong></p>
<p>In zwanzig Minuten sollte die Wanne gefüllt sein mit Badewasser zu angenehm warmen 35 °C. Tatsächlich gedauert hat’s dann zwei Stunden. Als die Wanne endlich voll war, war das Wasser naturgemäß schon zu kalt zum Baden. Schuld an der Misere war zu seinem Leidwesen der Installateur. An sich eine prima Firma, hat alles Übrige bestens gemacht im wunderschönen und feinen Neubau. Bis auf die Sache mit der Badewanne halt.</p>
<p><strong>Bei einem Auto würde man sagen: untermotorisiert</strong></p>
<p>Was war passiert? Im Nachhinein ist man ja immer klüger und man weiß jetzt, dass man hätte wissen sollen, dass ein Elektro-Durchlauferhitzer in der Kaltwasser-Zuleitung mit 24 Kilowatt Leistung halt nicht die nötige Puste für so ein Kaliber Wanne hat. Und man weiß jetzt auch, dass – hätte man das Befüllen wirklich mit einem Elektro-Durchlauferhitzer bewerkstelligen wollen – dieser eine Anschlussleistung hätte besitzen müssen, die einer kleineren Wohnsiedlung zur Ehre gereicht hätte …</p>
<p><strong>Alles wird wieder gut …</strong></p>
<p>Ausgebügelt hat es dann ein anderer Installateur. Problem war die zu gering dimensionierte Zuleitung, die nachträglich durch eine über das Dach geführte ersetzt werden musste. Dazu war die Wärmedämmung am Flachdach aufzuschneiden, Wände mussten geöffnet und Durchbrüche waren nötig. Die kurze Füllzeit war nur mit einem Warmwasserbereiter zu lösen, der wenigstens 800 Liter zu 60°C bereithält (hab eine süße kleine mathematische Formel zum Nachweis dafür geschrieben), die Zuleitung zum Wanneneinlauf musste ausreichend dimensioniert sein (¾“, war aber tatsächlich leider nur ½“) und der Wanneneinlauf musste einen Durchfluss von 60 Litern in der Minute zulassen (was er auch konnte).</p>
<p><strong>… aber wer zahlt?</strong></p>
<p>Die Baudame (oder sagt man doch besser Bauherrin?) hatte die entstandenen zusätzlichen Kosten eingeklagt. Der erste Installateur monierte, dass man die Sanierung hätte billiger machen können: den Holzboden im Badezimmer aufreißen, durch den Heizestrich und die Fußbodenheizung (5 cm Verlegeabstand) durch bis runter in die Schüttung, dann zwei bis drei Meter den Boden aufmachen durchs Badezimmer bis zum Wannenrand und dann wieder alles zumachen. Das bei einem hochwertigen, im ganzen Geschoß durchgehend verlegten Parkettboden.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Als Sachverständiger konnte ich mich dem nicht anschließen, unter anderem weil das alles a) kaum weniger gekostet hätte als die tatsächlich durchgeführte Sanierung, b) die Bausubstanz und die Installation qualitativ gelitten hätten und c) das Badezimmer ein paar Wochen nur eingeschränkt benutzbar gewesen wäre. Die tatsächlich durchgeführte Sanierung schien mir richtig.</p>
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