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	<title>Sonnek &#187; Wärmepumpen</title>
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		<title>Ein Graubereich zwischen Befund und Gutachten?</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Nov 2023 18:22:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Sachverständigen ist der Unterschied zwischen Befund und Gutachten wohlbekannt. Ein Auftraggeber will vom Sachverständigen eine Frage aus dessen Fachgebiet beantwortet haben. Sieht sich der Beauftragte dazu in der Lage, sammelt er alle wahrgenommenen und relevanten Tatsachen und Sachverhalte, die er anschließend in einen Befund verpackt. Auf Grundlage desselben und bestimmter fachlicher Kriterien kommt er zu [...]]]></description>
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<p>Sachverständigen ist der Unterschied zwischen Befund und Gutachten wohlbekannt. Ein Auftraggeber will vom Sachverständigen eine Frage aus dessen Fachgebiet beantwortet haben. Sieht sich der Beauftragte dazu in der Lage, sammelt er alle wahrgenommenen und relevanten Tatsachen und Sachverhalte, die er anschließend in einen Befund verpackt. Auf Grundlage desselben und bestimmter fachlicher Kriterien kommt er zu gutachterlichen Schlussfolgerungen, die er begründen wird. So weit, so gut. Bei mancher Art von Darlegung scheint jedoch oft unklar, ob sie Teil des Befundes oder des Gutachtens sind.</p>
<p><span id="more-9699"></span></p>
<p><strong>Eine Geschichte, die sich anscheinend öfters ereignet </strong></p>
<p>Ich will mich nicht auf allgemeine Ausführungen beschränken, sondern an einem ganz konkreten Beispiel eines Gerichtsfalls schildern, worum es mir geht. (Anzumerken ist, dass mir in meiner Praxis fachlich gesehen derlei Fälle in sehr ähnlicher Form schon mehrmals untergekommen sind.) – Also: Ein Hausbesitzer hat sich – dem allgemeinen Trend zu nachhaltigerer Energiebereitstellung folgend – dazu entschlossen, seine bestehende Ölfeuerungsanlage demontieren zu lassen und durch eine elektrisch betriebene Wärmepumpenanlage zu ersetzen. Letztere soll ihre Energie aus der Außenluft beziehen. Geht locker, meint der Installateur, sogar die Heizkörper könnten bleiben, wie sie sind.</p>
<p><strong>Die Vorfreude auf Behaglichkeit wird enttäuscht</strong></p>
<p>Die Anlage wird installiert, Hausherr und Installateur sind bester Stimmung. Die hält an, bis die ersten wirklich kalten Tage im Jänner zugange sind. Die neue äußerlich tadellos erscheinende Anlage müht sich redlich, allein es gelingt ihr nicht, im Hauptwohnraum und den Kinderzimmern eine Temperatur bereitzustellen, die den Erwartungen der Hausbewohner entspricht. Mehrere engagierte Feinjustierungen werden vorgenommen, an der Gesamtsituation ändert sich nichts. Hausherr und Installateur sind mittlerweile leicht gereizt, aber die Außentemperaturen werden milder, auch die persönlichen Spannungen, weil die  Raumtemperaturen wieder steigen.</p>
<p><strong>Als unhaltbar empfundener Zustand wandert vors Gericht</strong></p>
<p>Im Sommer macht sich der Installateur nochmals die Mühe, einige Nachbesserungen vorzunehmen, wechselt den einen oder anderen Anlagenbestandteil aus und ist guter Dinge, dass die Anlage jetzt gut laufen wird. Allerdings ändert sich nichts, auch im folgenden – recht milden – Winter liefert die Anlage nicht die gewünschten Raumtemperaturen. Beschwichtigungen helfen nichts mehr, der Hausbesitzer wechselt die Gesprächspartner, jetzt ist nicht mehr der Installateur dran, sondern der Rechtsanwalt. Mehrere Mahnschreiben fruchten nichts, die Sache geht vor Gericht.</p>
<p><strong>Der Sachverständige macht eine örtliche Befundaufnahme.</strong></p>
<p>Der Auftrag an den Sachverständigen enthält mehrere Fragen, im Wesentlichen geht es darum, herauszufinden, warum die Anlage nicht funktioniert hat. – Die örtliche Befundaufnahme verläuft weitgehend konfliktfrei. Gebäudepläne und technische Unterlagen der Anlage liegen vor, ebenso die peniblen Messprotokolle des Hausherrn, dessen Umfang an Aufzeichnungen mit Zunahme der Frustration über die zu kalte Behausung Ausmaße angenommen hatten, die einer mittelmäßigen wissenschaftlichen Publikation zur Ehre gereicht hätten. Aber ich will vom eigentlichen Thema nicht abschweifen.</p>
<p><strong>Sind Berechnungen noch Teil des Befunds oder gehören sie schon zum Gutachten?</strong></p>
<p>Die Beantwortung der Fragen erfordert vom Sachverständigen ausführliche Berechnungen. Zunächst muss die Heizlast des Gebäudes ermittelt werden. Dann ist die Wärmeabgabe der Radiatoren zu durchleuchten. Schließlich sind die Leistungsdaten und die Vorlauftemperaturen der Wärmepumpe miteinzubeziehen. Für die Berechnungen müssen einige Annahmen getroffen werden, die genau festgehalten werden. – Streng genommen stellen einzelne Schritte dieser rechnerischen Überprüfungen bereits Schlussfolgerungen dar, gehören sie daher nicht eher in den Gutachtensteil? Hier tut sich ein möglicher Graubereich auf.</p>
<p><strong>Jeder Sachverständige muss für sich eine Vorgangsweise finden</strong></p>
<p>Schlussendlich muss jeder Sachverständige für sich eine Entscheidung treffen und diese auch vertreten können. Für mich selbst halte ich es zumeist so, dass Berechnungen im Befund belassen werden als Vorbereitung des Gutachtesabschnitts. Ich sehe sie nicht als Teil der gutachterlichen Beantwortung der Fragen aus dem Gerichtsauftrag. Ich habe das in vielen Jahren so gehalten und damit keinen Widerspruch geerntet. Im Gegenteil scheint es mir so, dass dadurch genaue, präzise und kurze gutachterliche Aussagen möglich sind, was sowohl vom Gericht als auch von den Parteienvertretern geschätzt wird. – Auch wenn es direkt mit dem Thema nichts zu tun hat: Im gegenständlichen Gerichtsfall hat der Installateur in einem Vergleich gegen Aufpreis die eingebaute Wärmepumpe gegen eine mit ausreichend hoher Vorlauftemperatur getauscht …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Was ist billig, was ist teuer?</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2022/12/23/was-ist-billig-was-ist-teuer/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2022 17:52:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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In der letzten Zeit sind mir einige Problemfälle technischer Art untergekommen, die für sich gesehen unterschiedliche Auswirkungen hatten, aber eine gemeinsame Ursache: Den Wunsch, möglichst billig zu einer Wärmeerzeugung zu kommen. In allen Fällen waren a) Wärmepumpen betroffen, in den Ausführungen Luft-Wasser und Sole-Wasser, b) samt und sonders ausländische Produkte, die vor einigen Jahren ins [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fragezeichen-22.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3604" title="Fragezeichen 2" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fragezeichen-22-150x150.jpg" alt="Frage" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>In der letzten Zeit sind mir einige Problemfälle technischer Art untergekommen, die für sich gesehen unterschiedliche Auswirkungen hatten, aber eine gemeinsame Ursache: Den Wunsch, möglichst billig zu einer Wärmeerzeugung zu kommen. In allen Fällen waren a) Wärmepumpen betroffen, in den Ausführungen Luft-Wasser und Sole-Wasser, b) samt und sonders ausländische Produkte, die vor einigen Jahren ins Land gelangt und installiert worden waren, die c) eine Zeitlang zur Zufriedenheit ihrer Besitzer funktioniert hatten, bis d) eines Tages besagte Probleme auftraten und die Geräte letztlich ausfielen.</p>
<p><span id="more-9044"></span></p>
<p>Die Auswirkungen waren insofern unterschiedlich, als dass Betroffene sich entweder entschlossen, das Ding nach mehreren Versuchen, es wieder zum Laufen zu bringen, zu entsorgen und durch etwas Neues zu ersetzen, oder aber die Frustration auf sich nahmen, mit einer angeschlagenen Maschine so lange durchzukommen, bis sich eine günstige Gelegenheit für eine Generalsanierung oder einen Umstieg auf eine gänzlich andere Art der Wärmeversorgung auftat. Gemeinsam hatten alle diese Fälle, dass ein kompetenter und mit der Wärmepumpe vertrauter Servicedienst nicht verfügbar war.</p>
<p><strong>Warum kommt es dazu?</strong></p>
<p>Wie kann es zu derlei Misslichkeiten überhaupt kommen? Eine mögliche Antwort liegt darin, dass dem Käufer einer Heizungsanlage viel zu wenig oder gar nicht bewusst ist, dass deren Schlüsselkomponenten – und eine Wärmepumpe ist eine solche – nach dem Kauf eine weitere und vor allem regelmäßige Betreuung brauchen. Und dass diese durch geschulte Fachleute vorgenommen werden sollte. Eine Tatsache, die im Unterschied dazu einem Autokäufer stets bewusst ist, weil er weiß, dass sein teurer fahrbarer Untersatz ohne ein regelmäßiges Service unweigerlich Schaden nehmen würde.</p>
<p><strong>Wärmeerzeuger benötigen ein jährliches Service</strong></p>
<p>Wärmepumpen sind Kältemaschinen und benötigen wie praktisch alle anderen Wärmeerzeuger auch ein jährliches Service. Dies dient einerseits der Aufrechterhaltung der Funktionssicherheit – Ausfälle während der Heizperiode wünscht sich niemand – und andererseits der Kontrolle und Nachjustierung von einzelnen Komponenten. Damit soll sichergestellt werden, dass die Wärmepumpe unter allen möglichen Bedingungen und Anforderungen verlässlich im wirtschaftlichsten Bereich betrieben wird. Im Regelfall werden Servicearbeiten durch einen Werkskundendienst oder einen Partnerbetrieb des Herstellers vorgenommen.</p>
<p><strong>Markenhersteller lassen Kontinuität erwarten</strong></p>
<p>Aus den geschilderten Gründen ergibt sich die Notwendigkeit, bereits beim Kauf einer Wärmepumpe darauf zu achten, dass ein solcher Kundendienst mit Sicherheit und möglichst auch an kritischen Tagen (z. B. knapp vor Weihnachten) verfügbar ist und dass dieser nicht allzu weit vom Aufstellungsort der Wärmepumpe entfernt sein soll. Außerdem soll dieser Servicedienst auch in weiterer Zukunft bestand haben und verfügbar sein. Wenn man alle diese Forderungen berücksichtigt und sich all den eingangs geschilderten Ärger ersparen will, bleibt meist nur der Weg zu einem der seit vielen Jahren am Markt eingeführten Markenhersteller.</p>
<p><strong>Vorsicht bei Neulingen!</strong></p>
<p>Man muss zugeben, dass Geräte dieser Hersteller ihren Preis haben. Bei manchen scheint es gar, als müsse man die Markenbekanntheit mitbezahlen. Aber die Wahl eines Gerätes eines solchen Herstellers bringt die Sicherheit eines verlässlichen Servicedienstes oder auch Notdienstes mit sich, wenn die Anlage plötzlich stillstehen sollte. Gut eingeführte Hersteller sorgen für Lieferbarkeit von Ersatzteilen auch noch nach vielen Jahren. Derlei Sicherheiten können bei Herstellern zweifelhaft sein, die neu auf den Markt kommen, billig anbieten, aber nicht die Absicht haben, hierzulande dauerhafte Niederlassungen einzurichten.</p>
<p><strong>Billig kommt teuer</strong></p>
<p>Doch zurück zu unseren Problemkindern. In einem der Fälle darf ich davon ausgehen, dass die niedrigen Anschaffungskosten des hier vorliegenden „exotischen“ Produkts mitsamt den Kosten für Reparaturen und Verbesserungen vermutlich die Anschaffungskosten eines entsprechenden Markenprodukts deutlich überschreiten werden. Billig kommt teuer. In einem anderen dieser Fälle reichte die Geduld nicht mehr und es wurde bereits ein anderes Heizungssystem angeschafft. Die abgebaute Wärmepumpe wurde zur Abholung durch den Schrotthändler bereitgestellt. Auch hier: Billig kommt teuer …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Wärmepumpen-Ärger bringt Arbeitsschub für Gerichte</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2021 07:05:33 +0000</pubDate>
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(Vorabdruck eines Artikels für die Zeitschrift TGA Ausgabe 9/21) Ein Gerichtssachverständiger aus dem HLKS-Fach hat naturgemäß hauptsächlich mit Anlagen zu tun, die nicht oder nur schlecht funktionieren. In Bezug auf Heizungsanlagen scheint zurzeit ein Schwerpunkt der Gerichtsfälle auf dem Bereich Wärmepumpen zu liegen. Absoluter Renner sind Wärmepumpenanlagen mit Wärmeabgabe über Radiatoren, wobei hier entsprechend dem [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_20121027_091734.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1763" title="IMG_20121027_091734" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_20121027_091734-150x150.jpg" alt="Adler" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>(Vorabdruck eines Artikels für die Zeitschrift TGA Ausgabe 9/21) Ein Gerichtssachverständiger aus dem HLKS-Fach hat naturgemäß hauptsächlich mit Anlagen zu tun, die nicht oder nur schlecht funktionieren. In Bezug auf Heizungsanlagen scheint zurzeit ein Schwerpunkt der Gerichtsfälle auf dem Bereich Wärmepumpen zu liegen. Absoluter Renner sind Wärmepumpenanlagen mit Wärmeabgabe über Radiatoren, wobei hier entsprechend dem Marktanteil zwar Anlagen mit Wärmepumpen der Bauart Luft-Wasser überwiegen, aber auch Erdreich-Anlagen mit Sole-Wasser in Sonden- oder Kollektorausführung vertreten sind.</p>
<p><span id="more-8164"></span></p>
<p>Eine große Anzahl von Problemen steht im Zusammenhang mit Gebäudesanierungen. Bauherrn und -damen gehen richtigerweise davon aus, dass eine Sanierung mit der Gebäudehülle zu beginnen hat: Neue Fenster rein, Wärmedämmung rauf. Der zwar noch gut funktionierende und oft gar nicht alte heizölbefeuerte Zentralheizungskessel fliegt raus. Wer keinen Fernwärme- oder Gasanschluss hat und keine Pellets-Heizung will, landet zwangsläufig bei einer Wärmepumpe. Was im Haus mit hoher Wahrscheinlichkeit unverändert zurückbleibt, ist das restliche Heizsystem, damit auch die Heizkörper.</p>
<p><strong>Es wurde nicht gerechnet …</strong></p>
<p>Die in einigen meiner Fälle beauftragten und später geklagten Installateure gingen allesamt davon aus, dass wegen der sanierungsbedingt verringerten Heizlast die vorhandenen Radiatoren belassen werden könnten. Interessanterweise hatte sich keiner der Betroffenen die Mühe gemacht, die tatsächliche Heizlast zu errechnen. In allen Fällen musste irgendeine obskure Daumenregel als Wegweiser zur Geräteauswahl herhalten. Demzufolge wurden samt und sonders auch die Heizflächen nicht dahingehend überprüft, ob sie tatsächlich ein mit der Wärmepumpe erfolgreiches Zusammenspiel erwarten ließen. Lästige Folge: Die erwarteten oder gar vereinbarten Raumtemperaturen wurden nicht erreicht.</p>
<p><strong>… was fatale Folgen haben kann</strong></p>
<p>Warum wurde so wenig gerechnet? War der Aufwand dafür im Angebotsaufwand nicht unterzubringen? Ich weiß es nicht. Die Scheu, die Heizlast nachzurechnen, führte im Fall eines besonders gut sanierten und mit 18cm Wärmedämmung und exzellenter Dreifachverglasung versehenen Wohnhauses zu einer derart krassen Überdimensionierung, dass die ausgewählte Inverter-Luft-Wasser-Wärmepumpe dazu verdammt war, in jeder Phase der Heizperiode an der untersten Grenze ihres Leistungsbereichs dahinzugrundeln. Was sie auch schaffte. Den Rest gab ihr aber die sommerliche Warmwasserbereitung: Sie führte zwangsläufig zu häufigem Takten mit erwartbarer Folge: Der Kompressor schied vorzeitig aus seinem technischen Leben.</p>
<p><strong>Gerade weil Installateure gut arbeiten …</strong></p>
<p>Auch wenn es an dieser Stelle etliche weitere für Kunden und Installateure unangenehme Wärmepumpen-Stories zu berichten gäbe, möchte ich aus Sachverständigensicht ein positives Fazit ziehen: Die österreichischen Installateure sind in meinen Augen sehr gut ausgebildet und die meisten Betriebe kriegen Wärmepumpenanlagen zur vollen Zufriedenheit ihrer Kunden tadellos hin. Verweisen möchte ich aber darauf, dass anspruchsvolle Anlagen einen ausreichenden und vor allem aktuellen Wissens- und Kenntnisstand erfordern. Schätzen reicht halt nicht!</p>
<p><strong>… ist Sorglosigkeit auch bei Wärmepumpenanlagen nicht angebracht</strong></p>
<p>Gerade an Wärmepumpen-Anlagen, die ein Rückgrat unserer modernen Heiztechnik darstellen, ist ein Mangel an Sorgfalt nicht hinnehmbar. Installateure müssen dem Vertrauen entsprechen, das man in sie setzt. Lernen hört nie auf! Im Zweifelsfall mag es hilfreich sein, solchen Herstellern von Wärmepumpen den Vorzug zu geben, die sich nicht nur als Gerätelieferanten sehen, sondern den Installateur mit bewährten Lösungsvorschlägen unterstützen. Und zum Schluss: Installateure sollten bewusst und aus freien Stücken präzise auf den Nutzen ihrer Kunden zielen – und nicht ungewollt auf den von Gerichtssachverständigen.</p>
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		<title>Unruhe am Ruhesitz</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2019/02/01/unruhe-am-ruhesitz/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 19:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Die Pension ist hierzulande ein herbeigesehnter Lebensabschnitt und gar mancher bereitet sich umsichtig darauf vor. So auch ein Bauherr, der mit viel Schweiß und Mitteleinsatz einen alten Bauernhof in einen schmucken und alle Stückeln spielenden Alterssitz verwandelt hatte. Die Pension war längst angetreten, die künftige Bleibe aber immer noch nicht ganz fertig und daher noch [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Blitz2.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-5192" title="Blitz" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Blitz2-150x150.jpg" alt="Blitz" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Die Pension ist hierzulande ein herbeigesehnter Lebensabschnitt und gar mancher bereitet sich umsichtig darauf vor. So auch ein Bauherr, der mit viel Schweiß und Mitteleinsatz einen alten Bauernhof in einen schmucken und alle Stückeln spielenden Alterssitz verwandelt hatte. Die Pension war längst angetreten, die künftige Bleibe aber immer noch nicht ganz fertig und daher noch unbewohnt. Der Grund dafür lag vermutlich weniger im Bestreben, die Vorfreude zu verlängern, sondern eher in einem Hang zur Pedanterie, der auch die Heizungsanlage traf und damit den Installateur, der sich mit einer Klage konfrontiert sah.</p>
<p><span id="more-5962"></span></p>
<p>Dabei war die Zielsetzung des Bauherrn löblich und die Umsetzung des Installateurs fast perfekt, aber eben nur fast. Vorgabe war, dass das Haus einen erneuerbaren Energielieferanten in Form einer Außenluft-Wärmepumpe bekommen sollte. Als zusätzliche Bedingung wurde verlangt, dass die bestehende Solaranlage miteingebunden und deren Warmwasserbereiter mitsamt der Solarregelung irgendwie weiterverwendet werden sollte. Weil es doch schade sei, auf so ein tolles Ding einfach zu verzichten, das erstens teuer gewesen sei und zweitens erst ein paar Jahre auf seinen Rohrregistern hätte.</p>
<p><strong>Altes und Neues geschickt kombiniert </strong></p>
<p>Gesagt, getan. Der versierte Installateur löste die Aufgabe unter Einsatz eines neuen Schichtspeichers mit integriertem Warmwasserbereiter, der von Wärmepumpe und der Solaranlage geladen werden konnte. Den vorhandenen Boiler verwendete er als Pufferspeicher, der ebenfalls von der Solaranlage gespeist wurde, allerdings nur dann, wenn die anfallende Solarenergie im Schichtspeicher mangels ausreichendem Temperaturniveau nicht mehr zu nutzen war. Heizungsseitig diente so der alte Boiler als Rücklaufanhebung für die Heizkreise. Auch die bestehende Solarregelung konnte weiterverwendet werden.</p>
<p><strong>Von der Beschwerde-Mücke zum Mängel-Elefanten</strong></p>
<p>Die Anlage schien auch gut zu laufen und der Bauherr verfolgte deren Funktion aufmerksam. Was ihm leicht fiel, lag doch seine häufig genutzte Heimwerkstatt im Technikraum gleich neben Schicht- und Pufferspeicher. Störend empfand er allmählich das aus seiner Sicht häufige Umschalten eines Ventils, das im Solarkreis erst den Schicht- und dann den Pufferspeicher ansteuerte. Ein ihm bekannter Installationstechniker fand das auch bedenklich, war sofort interessiert und engagiert, fand weitere kleinere Unzulänglichkeiten und hakte sich schließlich an einem Mangelpunkt fest: Die Anlage liefere zu wenig Warmwasser.</p>
<p><strong>Unzufriedenheit kann eskalieren</strong></p>
<p>Der Bauherr hatte zwar noch keinen Tag im Haus gewohnt, sehr wohl aber versuchshalber die Zweihundertliter-Badewanne bis zum Überlauf befüllt. Ihm und dem Techniker schien die dabei erreichte Badewassertemperatur von knapp siebenunddreißig Grad zu gering, zwei bis drei mehr würde man als recht empfinden und wohl erwarten dürfen. Die Sache eskalierte insofern, als der Bauherr mit einem Schlag die gesamte Anlage für unbrauchbar erklärte, deren Rücknahme verlangte und die Rückabwicklung des Auftrags. Nachbesserungsangebote des Installateurs wurden abgelehnt, die Sache endete vor Gericht.</p>
<p><strong>Technische Gegebenheiten und menschliche Beziehungen </strong></p>
<p>Örtliche Befundaufnahmen sollen dem Sachverständigen Aufschluss über die technischen Gegebenheiten der umzankten Angelegenheit bieten. Sehr oft sind aber auch die Beziehungs- und Interessen-Gemengelagen vor Ort von Interesse. So auch hier: Der beklagte Installateur und der den klagenden Bauherrn beratende Techniker waren zuvor Arbeitskollegen in einem größeren Installationsbetrieb gewesen, der Installateur hatte sich später selbstständig gemacht. Aus dem leicht süffisant-aggressiven Verhalten des Technikers ließ sich schließen, dass er offenbar noch eine Rechnung mit seinem ehemaligen Kollegen offen hatte …</p>
<p><strong>Der Gegner kann Recht haben</strong></p>
<p>Der Techniker hatte aber mit seiner Behauptung, dass der neue Schichtspeicher unbrauchbar sei, nicht Unrecht: Bei der von der Wärmepumpe zur Verfügung stehenden höchstmöglichen Vorlauftemperatur schaffte der integrierte Warmwasserbereiter die verlangte Temperatur bei der nötigen Wassermenge einfach nicht. Der Grund lag darin, dass er eher die Charakteristik eines Durchlauferhitzers aufwies als die eines Speichers. Der vorsichtige Hinweis, dass man die Wanne ja nicht bis zum Überlauf füllen müsse, weil man beim Hineinlegen Wasser verdränge und die geringere Wassermenge dann auch wärmer sei, zog beim Bauherrn nicht.</p>
<p><strong>Fazit: Es braucht die Kunst, die Ruhe nicht zu verlieren</strong></p>
<p>Eine technische Alternative fand sich rasch, der Installateur wiederholte sein Angebot vor Gericht, den Schichtspeicher gegen den besser geeigneten auszutauschen, natürlich einschließlich der notwendigen Umbauarbeiten und das kostenlos. Der daraufhin um weitere Begünstigungen nörgelnde Bauherr wurde vom Richter in die Schranken gewiesen und ein Vergleich kam zustande. Als beachtenswert und beispielgebend für den richtigen Umgang mit pizzeligen Kunden erwies sich das Verhalten des Installateurs: Er ließ sich vom früheren Kollegen nicht provozieren und sich auch sonst durch nichts aus der Ruhe bringen …</p>
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		<title>Ein widerborstiges Paar</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Dec 2018 16:08:05 +0000</pubDate>
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Der Einsatz erneuerbarer Energie zur Beheizung eines Wohnhauses ist schon was Feines: Erstens, weil man damit der Umwelt Gutes tut und damit dem eigenen moralischen Wohlbefinden und zweitens, weil man erwarten darf, mit der Investition auf längere Sicht beträchtliche Kosten zu sparen. Was also liegt näher, als seinen alten ölbefeuerten Zentralheizungskessel gegen eine neue Wärmepumpenanlage [...]]]></description>
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<dl id="attachment_1832" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Pfeile.png"><img class="size-thumbnail wp-image-1832" title="Pfeile" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Pfeile-150x150.png" alt="Pfeile" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Der Einsatz erneuerbarer Energie zur Beheizung eines Wohnhauses ist schon was Feines: Erstens, weil man damit der Umwelt Gutes tut und damit dem eigenen moralischen Wohlbefinden und zweitens, weil man erwarten darf, mit der Investition auf längere Sicht beträchtliche Kosten zu sparen. Was also liegt näher, als seinen alten ölbefeuerten Zentralheizungskessel gegen eine neue Wärmepumpenanlage mit Erdkollektor zu tauschen? Eine Routineangelegenheit heutzutage. Das dachte sich auch der Besitzer eines stattlichen Einfamilienhauses, bis die neue Anlage wegen technischer Harmonieprobleme vor Gericht landete.</p>
<p><span id="more-5887"></span></p>
<p>Einem althergebrachten biblischen Wort zufolge sollte man neuen Wein nicht in alte Schläuche gießen, denn der neue Wein könnte die alten Schläuche überbeanspruchen und am Ende ginge der Wein verloren. Die Redewendung ließe sich auf die Heizungstechnik umlegen: Man soll nicht unüberlegt erneuerbare Energie in alte Heizungsanlagen leiten, denn das könnte zu Verlusten führen an Energie und damit an Geld. Will hier heißen: Wenn eine neu errichtete Wärmepumpenanlage Energie für ein bestehendes Heizungsnetz liefern soll, ist große Vorsicht geboten.</p>
<p><strong>Mängelliste und Klagepunkte</strong></p>
<p>Die Klage des Hausherrn war umfangreich: Nach Aufnahme des Heizbetriebes hätte man schon im ersten Winter die unzureichende Erwärmung der Wohnräume beklagt. Vielfache Änderungen an der Wärmepumpensteuerung hätten nichts gefruchtet, im zweiten Winter hätte gar deren defekter Kompressor getauscht werden müssen. Zudem seien die vom Installateur als maximal zugesicherten Stromkosten beträchtlich überschritten worden. Lediglich der nimmermüde Betrieb des stattlichen Kachelofens hätte die Familie vor Unbill des Winters bewahrt. Er wolle nun Investitions- und Mehrkosten zurück.</p>
<p><strong>Routinearbeit vor Ort</strong></p>
<p>Im Zuge der örtlichen Befundaufnahme folgte die übliche Arbeit eines vom Gericht beauftragten Sachverständigen: Kontrolle der Leistungsdaten der Wärmepumpe am Typenschild; Feststellung der Einstellwerte von Umwälzpumpen; Genaue Aufnahme von Größe und Bauart der Heizflächen, allesamt der Bauart nach Kompakt- oder Plattenheizkörper, zum Teil hinter Sitzbänken oder Schränken verbaut; Prüfung des vorliegenden Gebäudeplans auf Übereinstimmung mit der Realität; Erhebung der Größe und Verlegeart des Erdkollektors; Ablesen von Verbrauchsdaten; Ablichten aller interessanten Anlagenteile.</p>
<p><strong>Detektivarbeit im Büro</strong></p>
<p>Als Hauptursache für die Probleme wurde sogleich das Nicht-Zusammenpassen von Wärmequelle – also Wärmepumpenanlage – und Wärmeabgabe – Heizkörper – vermutet. Dies galt es zu überprüfen. Die Auslegung des Erdkollektors erwies sich hinsichtlich der Höhe der Entzugsleistung als grenzwertig und damit nachteilig für den Energieaufwand der elektrisch betriebenen Wärmepumpe. Die Heizlast des Gebäudes und die Leistung der Heizkörper wurden für verschiedene Bedingungen errechnet. Die tatsächlich erreichten Jahresarbeitszahlen wurden errechnet, Energiekostenvergleiche erstellt.</p>
<p><strong>Was war hier passiert?</strong></p>
<p>Die nominelle Leistung der Wärmepumpe hätte leicht ausgereicht, das Haus zu beheizen, jedoch war die Vorlauftemperatur der Wärmepumpe zu gering. Oder anders gesagt waren die Heizflächen zu klein, um bei der zur Verfügung stehenden höchsten Vorlauftemperatur der Wärmepumpe das Haus ausreichend erwärmen zu können. Wärmepumpe und Heizkörper bildeten somit ein ungleiches, ja widerborstiges Paar. Keiner der beiden Anlagenteile war mit den Leistungen des anderen zufrieden. Leidender Dritter waren die hohen Stromkosten der „überforderten“ und an der Temperatur-Leistungsgrenze laufenden Wärmepumpe und damit der zahlende Eigentümer.</p>
<p><strong>Was konnte man tun, was lernen wir daraus?</strong></p>
<p>Drei Lösungen boten sich an: Erstens die Vergrößerung der Heizflächen, was angesichts der baulichen Gegebenheiten nicht gewünscht wurde. Zweitens der Austausch der Wärmepumpe gegen eine mit höheren Vorlauftemperaturen, was der Hausherr bevorzugte. Drittens: Alles so belassen und in den kältesten Monaten die Zusatzheizung – den Kachelofen – aktivieren, Lieblingsversion des Installateurs. Worauf sich die Parteien letztlich geeinigt haben, ist nicht bekannt, der Sachverständige wurde dafür jedenfalls nicht mehr benötigt.</p>
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		<title>Aus der SV-Praxis: Das tragische Ende einer Wärmepumpenanlage</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2018 06:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Rein physisch gesehen brauchen wir Menschen für unsere Existenz genug Lebensraum, Licht, Luft zum Atmen, Wasser, Energie, Lebensmittel etc., eben alles das, was ein gedeihliches Umfeld ausmacht. Würden wichtige Elemente davon fehlen, wäre uns ein beschwerliches Dahinvegetieren gewiss und ein baldiges Ende ebenso. Ähnliches gilt für Maschinen. Auch sie brauchen ein lebenserhaltendes Umfeld, um ihre [...]]]></description>
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<dl id="attachment_5443" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Kollektor-2.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5443" title="Kollektor 2" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Kollektor-2-150x150.PNG" alt="Kol" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Rein physisch gesehen brauchen wir Menschen für unsere Existenz genug Lebensraum, Licht, Luft zum Atmen, Wasser, Energie, Lebensmittel etc., eben alles das, was ein gedeihliches Umfeld ausmacht. Würden wichtige Elemente davon fehlen, wäre uns ein beschwerliches Dahinvegetieren gewiss und ein baldiges Ende ebenso. Ähnliches gilt für Maschinen. Auch sie brauchen ein lebenserhaltendes Umfeld, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Ist das nicht der Fall, ist ebenso ein frühzeitiges Aus in Sicht. Eindringliches Beispiel dafür ist die tragische Geschichte einer Wärmepumpenanlage zur Erdwärmenutzung.</p>
<p><span id="more-5442"></span></p>
<p>Dabei hat alles so gut begonnen. Auf einem schönen Grundstück am Stadtrand war dem sanft abfallenden Hang durch Abgrabung und Aufschüttung eine waagrechte Fläche abgerungen worden. Darin hatte der Erdkollektor für eine Wärmepumpe mit Direktverdampfer ihren Platz bekommen. Die Wärmepumpenanlage beheizte das am Grundstück neu errichtete geräumige Einfamilienhaus zur Zufriedenheit seiner Bewohner.</p>
<p><strong>Es läuft und läuft</strong></p>
<p>Der Besitzer beschloss irgendwann, den Freizeitwert seiner Heimstatt etwas aufzuwerten. Dazu errichtete er am Rand der ebenen Gartenfläche ein kleines Schwimmbecken aus Beton und Mauersteinen. Der Erdkollektor wurde überbaut, mit baumeisterlicher Sorgfalt, um ihn nicht zu beschädigen. Keine große Sache, wie es schien.</p>
<p>Dann kam es zu einer Hangrutschung, die einen der sechs Verdampferkreise unbrauchbar machte. Der Kollektor aus ummantelten Kupferrohren hatte aber ganz offensichtlich ausreichende Reserven, denn all die Ereignisse um den Kollektor schienen die Wärmepumpe nicht weiter zu beeindrucken. Sie lief und lief.</p>
<p><strong>Ein neuer Besitzer kommt</strong></p>
<p>Einige Jahre gingen ins Land, das Anwesen wechselte den Besitzer. Neue Herren haben neue Pläne. Zuerst wurde das Gebäude umgestaltet. Dann kamen die Außenanlagen dran. Gleich der ersten Aktion fiel das Schwimmbecken zum Opfer und wurde den Vorstellungen des Hausherrn folgend durch ein großzügigeres ersetzt. Weil ein großes Schwimmbad nach verlängerter Nutzungssaison verlangt, musste eine mobile Überdachung her. Was eine weitläufige Umrandung nötig machte, mit im Mörtelbett verlegten Steinen, dicht ausgeführt. Alles wiederum über dem Wärmepumpen-Kollektor.</p>
<p><strong>Ein Schwimmbecken allein reicht nicht</strong></p>
<p>Ein Schwimmbecken allein kann eine öde Sache sein, wo soll man sich ausruhen? Klar, ein Plätzchen für die Liegegelegenheiten musste her, mit Sesseln und großem Tisch zum Feiern – und all das in einem schönen Pavillon. Auf ordentlich viel Fläche und dichtem Pflaster, mit aller Vorsicht und Sorgfalt wieder über dem Erdwärmekollektor errichtet. Nicht zu vergessen: Ein ebenfalls wasserdichter Gehsteig vom Haus zum Pavillon am anderen Ende des Gartens war noch nötig, quer über das Grundstück, wieder über den Erdkollektor. Alles für eine neue Qualität des Wohnens und der Freizeit!</p>
<p><strong>Da tut sich was!</strong></p>
<p>Das gehobene Badevergnügen des ersten Sommers war noch in guter Erinnerung, als sich gegen Ende der Heizperiode darauf etwas anderes zu heben begann: Die Pflasterung nahe dem Wohnhaus. Und zwar dort, wo die Kollektorleitungen in das Haus eintraten. Ein kapitaler Eisblock um die Rohre signalisierte die thermische Überlastung des Kollektors und damit dessen Ende. Die spätere Ursachenforschung im Zuge des Gutachtensauftrages ergab, dass die Überbauungen eine Austrocknung des Erdreichs und damit einen Verfall der Wärmeleistung des Kollektors zur Folge hatten.</p>
<p><strong>Wer ist schuld am Desaster?</strong></p>
<p>Neben der Ursache für den Schaden wollte das Gericht die Schuldfrage geklärt haben. Kläger war der Hausbesitzer, Beklagter das Bauunternehmen für Schwimmbad, Pavillon und Gehsteig mit dem Vorwurf, das Unternehmen hätte wissen müssen, dass man einen Wärmepumpen­kollektor nicht überbauen darf. Meine Stellungnahme und auch die eines hinzugezogenen Bausachverständigen: Dieser Sachverhalt gehört (leider) noch nicht zum allgemeinen Wissensstand des Baufachs. Also ist niemand schuld.</p>
<p><strong>Was wir daraus lernen können</strong></p>
<p>Je höher die Feuchtigkeit des Erdreichs, desto höher die Leistungsfähigkeit des Erdkollektors. Wird er überbaut, kann er mangels Feuchtenachschubs aus Niederschlägen nicht regenerieren, trocknet aus, wird im schlimmsten Fall unbrauchbar und besiegelt das Ende der Wärmepumpenanlage. Auch in unserem Fall, denn gleich nach den unerfreulichen Erlebnissen rüstete der Bauherr auf Wärme aus Biomasse um …</p>
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		<title>Aus der SV-Praxis: Stiefkind Wärmemengenmessung</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2016/12/30/aus-der-sv-praxis-stiefkind-warmemengenmessung/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2016 07:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Energieverbräuche und damit -kosten sind ein nicht unwesentlicher Faktor in jedem Budget, das den Betrieb und die Verwaltung von Gebäuden miteinschließt. Das gilt für Private genauso wie für Unternehmen und andere Organisationen. Wissen sollte man auch, wohin die Energie und damit das Geld fließt. Verbräuche an elektrischem Strom lassen sich leicht erfassen und zuordnen. Schwieriger [...]]]></description>
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<dl id="attachment_3740" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/kilo-watt-stunde.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3740" title="kilo watt stunde" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/kilo-watt-stunde-150x150.jpg" alt="Kilo" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Energieverbräuche und damit -kosten sind ein nicht unwesentlicher Faktor in jedem Budget, das den Betrieb und die Verwaltung von Gebäuden miteinschließt. Das gilt für Private genauso wie für Unternehmen und andere Organisationen. Wissen sollte man auch, wohin die Energie und damit das Geld fließt. Verbräuche an elektrischem Strom lassen sich leicht erfassen und zuordnen. Schwieriger wird es bei thermischen Energieströmen, etwa in Heizungsanlagen. Wegen des üblicherweise hohen Energie- und Kostenaufwands in derartigen Anlagen wäre aber gerade dort mehr Aufmerksamkeit für messtechnische Erfassungen gefragt.</p>
<p><span id="more-4552"></span></p>
<p>Aus Sachverständigensicht hätten sich viele Probleme und Unstimmigkeiten vermeiden lassen, hätte man von vornherein mehr Sorgfalt auf den Einbau von Wärmemengenmessern – die nicht ganz richtig oft als „Wärmezähler“ bezeichnet werden – verwendet. Dazu seien einige Beispiele aus der Praxis genannt.</p>
<p><strong>Wärmepumpenanlage</strong></p>
<p>Ein Hausbesitzer bezweifelt die Wirksamkeit einer Wärmepumpenanlage mit Erdwärmenutzung und zieht dazu den Installateur zur Verantwortung, der die Anlage geliefert hat. Die Heizkosten liegen seinen Angaben zufolge deutlich über denen der zuvor eingebauten ölbefeuerten Kesselanlage. Fest steht auch, dass der Hersteller der Wärmepumpenanlage eine Leistungsgarantie abgegeben hat: Die Jahresarbeitszahl darf mit einem Wert von 4,0 erwartet werden. Eine Messmöglichkeit der von der Wärmepumpe gelieferten Wärmemenge ist nicht gegeben.</p>
<p>Die Jahresarbeitszahl errechnet sich, indem man die in einem Jahr von der Wärmepumpe für die Heizung zur Verfügung gestellten Wärmemenge (in Kilowattstunden) durch die dafür aufgewendete Elektroenergie (ebenfalls in Kilowattstunden) dividiert. Dazu ist es aber notwendig, die in das Heizsystem abgegebene Wärme über einen Wärmemengenmesser zu erfassen. In der Praxis wird es also notwendig sein, nachträglich einen solchen einzubauen und nach Ende der Heizsaison die Jahresarbeitszahl zu kontrollieren. Erreicht sie den garantierten Wert, ist die Anlage in Ordnung.</p>
<p><strong>Biomasse-Heizkesselanlage</strong></p>
<p>Der Besitzer eines Gewerbeobjekts ist sich nicht sicher, ob der neu errichtete Heizkessel für Hackschnitzel die geforderte Leistung erbringt. Zwar liegen für den Kessel entsprechende Prüfzeugnisse vor, jedoch reicht das dem Besitzer, der auch zugleich als Betreiber der Heizungsanlage fungiert, nicht aus. Er beharrt darauf, dass der Kessel zu wenig Heizleistung zeigt und knüpft daran auch den Verdacht, dass er wegen schlechter Verbrennung zu viel Hackgut verbraucht. Ein Gerichtsverfahren nimmt seinen Lauf.</p>
<p>Will der Sachverständige zu einem Ergebnis kommen, besteht die Lösung auch hier darin, dass in den heizungsseitigen Anschluss des Kessels ein Wärmezähler eingebunden wird. Wollte man lediglich die Kesselleistung bei Volllast messen, würde ein mobiler Wärmezähler ausreichen. Ein fest eingebauter Wärmemengenmesser wäre dann erforderlich, wenn man die Leistung dauernd überwachen und am Ende eines Betriebsjahres aus der gelieferten Wärmemenge und dem gemessenen Brennstoffeinsatz den Jahres-Nutzungsgrad als Qualitätskriterium errechnen wollte.</p>
<p><strong>Lüftungsanlagen</strong></p>
<p>Ein Industriebetrieb hat im Zuge einer Erweiterung eine Reihe gleichartiger Lüftungsgeräte in Betrieb genommen, die der Erwärmung der Zuluft einer Produktionshalle dienen. Als Energiequelle für die Heizregister der Lüftungsgeräte dient die Abwärme des Werkes. Auch hier ist die tatsächliche Leistung der Heizgeräte strittig. Fest installierte Wärmemengenmesser sind nicht vorhanden. Eines der Geräte soll stellvertretend für alle untersucht werden, wobei die Temperatur der Aussenluft möglichst den Bedingungen am Prüfstand gleichen sollen.</p>
<p>Die Leistungsmessung wird auf der Heizungswasserseite mittels eines mobilen Durchflusswärmemengenmessers vorgenommen. Um Einwirkungen von Sonneneinstrahlung zu vermeiden, erfolgt die Messung frühmorgens vor Sonnenaufgang an einem Frühjahrstag, an dem die lokale Wetterprognose prüfstandähnliche Bedingungen erwarten lässt, sodass nur geringe rechnerische Korrekturen erforderlich sind. Alles in allem viel Aufwand, der großteils vermieden hätte werden können, wenn schon in der Planung wenigstens eines der Geräte zu Kontrollzwecken mit einem Wärmemengenmesser ausgestattet gewesen wäre.</p>
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		<title>High Tech im Heizhaus</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2015/04/10/high-tech-im-heizhaus/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2015 06:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Haustechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Energieeffizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Wärmepumpen]]></category>

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Unter den heutzutage verfügbaren Wärmeerzeugern ist eine Wärmepumpe für sich allein gesehen keine rasend aufregende Sache mehr. Bewährte Technik, allein in Österreich hunderttausendfach im Einsatz, Hersteller bieten eine Vielfalt von Produkten, die ständig schrittweise verbessert werden. Sind da noch Überraschungen zu erwarten? Ja, tatsächlich, es gibt sie! Und noch dazu in Technologie vom Feinsten, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_3188" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_4434.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3188" title="IMG_4434" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_4434-150x150.jpg" alt="Verdichter" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Unter den heutzutage verfügbaren Wärmeerzeugern ist eine Wärmepumpe für sich allein gesehen keine rasend aufregende Sache mehr. Bewährte Technik, allein in Österreich hunderttausendfach im Einsatz, Hersteller bieten eine Vielfalt von Produkten, die ständig schrittweise verbessert werden. Sind da noch Überraschungen zu erwarten? Ja, tatsächlich, es gibt sie! Und noch dazu in Technologie vom Feinsten, die man vor nicht allzu langer Zeit noch schlicht für Utopie hielt. Die Rede ist von der Wärmepumpenanlage zur Schwallwassernutzung in der Heiltherme Bad Waltersdorf.</p>
<p><span id="more-3187"></span></p>
<p>Das eigentlich Sensationelle an der Wärmepumpe, die gerade erst erfolgreich die zweite Heizsaison hinter sich gebracht hat, ist ihr Verdichter, der in den Bildern links oben und unten im Text zu sehen ist und der hier näher beschrieben werden soll.</p>
<p><strong><em>Besonderheit: Der High-Tech Turboverdichter</em></strong></p>
<p>Die hier eingesetzte Wärmepumpe zeichnet sich durch ihre beiden technisch revolutionären Turbo-Verdichter aus. Diese arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie ein Turbolader im Auto und verdichten das Kältemittel nicht durch Verdrängung, wie etwa bei einem Scroll- oder Hubkolbenverdichter, sondern durch dynamische Druckerhöhung: mit unvorstellbar hohen Drehzahlen von bis zu 48.000 Umdrehungen pro Minute laufende zweistufige Zentrifugalverdichter treiben die beiden Kältekreisläufe der Wärmepumpe an.</p>
<p><strong><em>Power trotz Leichtgewicht</em></strong></p>
<p>Bei der Entwicklung dieser Verdichter, die weltweit betrieben wurde und über 50 Millionen USD verschlungen hat, wurde in großem Maße auf Erfahrungen aus dem Flugzeugbau zurückgegriffen. Das zeigt sich allein schon aus dem Leichtbau, den die Turboverdichter aufweisen: Kommt ein üblicher Schraubenverdichter auf mindestens 800 kg, findet einer dieser Turbos mit schlanken 136 kg das Auslangen. Das ermöglicht der Wärmepumpe eine sehr kompakte Bauweise.</p>
<p><strong><em>Schweben statt Schmieren</em></strong></p>
<p>Das eigentlich Sensationelle an den Turbos ist aber deren Magnetlagerung. Das heißt im Klartext, dass der Läufer des Verdichters mit seinen beiden Laufrädern und mitsamt seinem Elektro-Antrieb auf gemeinsamer Welle im Betrieb auf einem „Magnetpolster“ schweben. Das bedeutet zweierlei: erstens gibt es praktisch keine Reibung mehr zwischen Welle und Lager und zweitens wird kein Schmieröl mehr benötigt. Das bringt weniger Verluste und verhindert jegliche Abnutzung! Bei einem Automotor hat man derlei leider noch nicht geschafft.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_3193" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_4435.JPG"><img class="size-medium wp-image-3193 " title="IMG_4435" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_4435-300x225.jpg" alt="Schnitmodell des Turbo-Kompressors" width="300" height="225" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p><strong><em>Position mit Präzision</em></strong></p>
<p>Dass eine derartige Lagerung überhaupt funktionieren kann, ist nur durch den Einsatz ausgeklügelter Technologie möglich. Damit die mit Hochgeschwindigkeit rotierende Welle immer in der richtigen Position bleibt, wird ihre Lage sechs Millionen Mal pro Minute exakt vermessen und korrigiert. Bei Stromausfall schaltet der Motor innerhalb von 5 Millisekunden in den Generator-Modus und fährt den Kompressor sicher in den Stillstand, in dem der Rotor in einem Auffanglager ruht, das über  Notlaufeigenschaften verfügt.</p>
<p><strong><em>Leistung und Effizienz</em></strong></p>
<p>Die Leistung des Turboverdichters wird über einen Frequenzumformer automatisch in der Art geregelt und angepasst, dass den wechselnden Betriebsanforderungen entsprochen wird, sondern es wird auch berücksichtigt, dass der Betrieb des Verdichters immer im Bereich optimaler Energie-Effizienz liegt. Letztere steigt umso mehr, je niedriger die Drehzahl des Verdichters liegt. Zur hohen Effizienz trägt auch bei, dass die Wärmepumpe mit dem Kältemittel R134a betrieben wird. Solche Vorteile werden anerkannt: Seit dem Markteintritt 2007 wurden bereits 35.000 Turboverdichter ausgeliefert.</p>
<p><strong><em>Leise und vibrationslos </em></strong></p>
<p>Eine der größten Überraschungen bot sich anlässlich der Wärmepumpe in der geringen Schallabstrahlung der Verdichter. Zum einen liegt dies im für Turbomaschinen charakteristischen Fehlen von Pulsationsgeräuschen und im Entfall jeglicher Vibrationen. Die Wärmepumpe ist in einem frei stehenden Technik-Gebäude aufgestellt, das sich inmitten einer Kurzone befindet. Die aus gebotener Vorsicht trotzdem getroffenen Schallschutzmaßnahmen haben letztlich dazu geführt, dass man vor der Zentrale stehend nicht erkennen kann, ob die Anlage läuft oder nicht …</p>
<p>Für alle im an der Wärmepumpe Interessierten hier noch Angaben zur Wärmepumpe:</p>
<p><strong>Allgemeine Daten </strong><strong>der Wärmepumpenanlage:</strong><em> </em></p>
<p>Hersteller: Smardt-OPK Chiller GmbH</p>
<p>Maschinentype: Z26ST9231B</p>
<p>Hersteller Verdichter: Turbocor</p>
<p>Kälteleistung: 600 kW</p>
<p>Medium Verdampfer: Wasser</p>
<p>Eintrittstemperatur Verdampfer: 19,0°C</p>
<p>Austrittstemperatur Verdampfer: 8,0°C</p>
<p>Heizleistung: 800 kW</p>
<p>Medium Verflüssiger: Wasser</p>
<p>Eintrittstemperatur Verflüssiger: 45,0°C</p>
<p>Austrittstemperatur Verflüssiger: 60,0°C</p>
<p>Anzahl Kältekreisläufe: 2 Stück</p>
<p>Anzahl Verdichter in der Maschine: 2 Stück</p>
<p>Anzahl Verdampfer: 2 Stück</p>
<p>Anzahl Verflüssiger: 2 Stück</p>
<p>Durchflussmenge Verdampfer: 47,00 m³/h</p>
<p>Durchflussmenge Verflüssiger: 47,00 m³/h</p>
<p>Kältemittel: R134a</p>
<p>Kältemittelmenge je Kreislauf: 178,0 kg</p>
<p>Kältemittelfüllung Gesamt: 356,0 kg</p>
<p>Spannung: 400-3-50 V-Ph-Hz</p>
<p>Einspeiseleistung im Betriebspunkt: 209,00 kW</p>
<p>maximaler Betriebsstrom: 430,0 A</p>
<p>Nennstromaufnahme: 344,0 A</p>
<p>erforderliche Vorsicherung: 500,0 A</p>
<p>Abmessungen:</p>
<p>Länge: 3050 mm</p>
<p>Breite: 1800 mm</p>
<p>Höhe: 2254 mm</p>
<p>Transportgewicht: ca. 4.400 kg</p>
<p>Betriebsgewicht: ca. 4.800 kg</p>
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		<item>
		<title>Einzigartig: Die Heilthermenkaskade Bad Waltersdorf</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2014/05/17/einzigartig-die-heilthermenkaskade-bad-waltersdorf/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 May 2014 09:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Ein Tortendiagramm zum Aufessen – siehe Foto links – als kulinarischer Abschluss einer Pressekonferenz: Die Heiltherme Bad Waltersdorf in der Oststeiermark stellte unlängst ihre neue Schwallwassernutzungsanlage vor. Dem aus den Badebecken überströmenden und nicht mehr benötigten Thermalwasser wird die noch vorhandene Wärme entzogen und über eine Wärmepumpe das zur Heiltherme gehörende Quellenhotel beheizt. Damit wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_2195" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_7114.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-2195" title="IMG_7114" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_7114-150x150.jpg" alt="Torte" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Ein Tortendiagramm zum Aufessen – siehe Foto links – als kulinarischer Abschluss einer Pressekonferenz: Die Heiltherme Bad Waltersdorf in der Oststeiermark stellte unlängst ihre neue Schwallwassernutzungsanlage vor. Dem aus den Badebecken überströmenden und nicht mehr benötigten Thermalwasser wird die noch vorhandene Wärme entzogen und über eine Wärmepumpe das zur Heiltherme gehörende Quellenhotel beheizt. Damit wird die seit dreißig Jahren erfolgreich betriebene Heilthermenkaskade vollendet, eine weltweit einzigartige stufenweise Nutzung von niedrig temperierter Geothermie.</p>
<p><span id="more-2192"></span></p>
<p>Bad Waltersdorf hatte damals vor über dreißig Jahren ohnehin schon eine Pioniertat aufzuweisen: im Jahre 1981 war hier die erste Fernwärmeheizung mit Geothermie in Mitteleuropa eröffnet und in Betrieb genommen worden. Das Schulzentrum, das Freibad im Ort und ein Privathaus waren angeschlossen worden und konnten erfolgreich beheizt werden, zigtausende Liter Heizöl wurden eingespart.</p>
<p><strong>Statt Öl warmes Wasser …</strong></p>
<p>Ursprünglich hatte man hier nach Öl gebohrt, war aber nicht fündig geworden und stattdessen auf warmes Wasser mit einer Temperatur von 61°C gestoßen. Die Aufschließungsgesellschaft hatte daraufhin die scheinbar nutzlose Bohrung der Marktgemeine geschenkt. Dort hatte man dann immer wieder überlegt, ob denn nicht „mehr drin“ sei als bloß ein Glashaus damit zu beheizen, bis es dann eben 1981 soweit war.</p>
<p><strong>… zur Fernwärme und … </strong></p>
<p>Dabei hatten „Fachleute“ zuvor dringend gewarnt, das 61°C warme Thermalwasser für Heizzwecke nutzen zu wollen, das sei schlicht nicht möglich, schon gar nicht über ein Fernheiznetz. Es war letztlich die Pioniertat von Ing. Rudolf Sonnek, der die technischen und gemeinsam mit den Verantwortlichen der Gemeinde und des Landes Steiermark die organisatorischen und wirtschaftlichen Grundlagen schuf, dass diese Anlage realisiert werden konnte.</p>
<p><strong>… für ein Thermalbad</strong></p>
<p>Doch damit nicht genug: die Menge, Temperatur und Qualität des Thermalwassers – Heilwassers – erschienen ausreichend, um ein Thermalbad errichten zu können. Nun stand zwar der Badebetrieb im Mittelpunkt des Interesses, doch sollte der Betrieb möglichst wirtschaftlich erfolgen können. Auch hier war es wiederum eine technische Pionierleistung von Sonnek, mit dem aus der Fernwärmenutzung noch zur Verfügung stehenden Thermalwasser von 48°C Lüftung, Warmwasserbereitung, Temperaturhaltung der Badebecken und Fußbodenheizung der Gebäude zu betreiben – auch diese Möglichkeit hatten wiederum andere Fachleute heftig angezweifelt.</p>
<p><strong>Die Thermenkaskade</strong></p>
<p>Die seit genau dreißig Jahren betriebene Thermenkaskade umfasst mehrere Stufen, die auch in der schon gezeigten Torte zu sehen sind und in denen dem Thermalwasser schrittweise Wärme entzogen wird, bis es eine angenehme Badetemperatur erreicht. Das folgende Bild zeigt die vollständige Kaskade, die anschließend erläutert wird. Blau zeigt den bereits bestehenden Teil, die neue Schwallwassernutzung ist orangefarben eingezeichnet.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/6096-Heiltherme-Schwallwassernutzung-Kaskadendarstellung-1.1.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-2199" title="6096 Heiltherme - Schwallwassernutzung - Kaskadendarstellung 1.1" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/6096-Heiltherme-Schwallwassernutzung-Kaskadendarstellung-1.1-1024x463.jpg" alt="6096 Heiltherme - Schwallwassernutzung - Kaskadendarstellung 1.1" width="573" height="259" /></a></p>
<p><em>Erste Stufe 62 &#8211; 48°C: Fernwärme (über Wärmetauscher)</em></p>
<p>In der ersten Stufe wird dem Thermalwasser Wärme entzogen und damit ein Fernwärmenetz gespeist, das wie bereits erwähnt mehrere Objekte im Ort Bad Waltersdorf mit Wärme versorgt. Die Fernwärmenutzung erfolgt extern durch die Oststeirische Thermalwasser-Versorgungsgesellschaft (OTVG).</p>
<p>In weiterer Folge tritt das Thermalwasser in die Heiltherme Bad Waltersdorf ein. Die Eintrittstemperatur beträgt in der Heizsaison 48°C. Mit dieser Temperatur wird folgende Nutzung realisiert:</p>
<p><em>Zweite Stufe 48 – 42°C: Warmwasserbereitung und Lüftungsanlagen (über Wärmetauscher)</em></p>
<p><em>Dritte Stufe 42 – 40°C: Warmhaltung der Thermalbecken (über Wärmetauscher)</em></p>
<p><em>Vierte Stufe 40 – 38°C: Versorgung der Fußbodenheizungen (über Wärmetauscher)</em></p>
<p><em>Fünfte Stufe 38 – 30°C: balneologische Nutzung in den Bade- und Schwimmbecken (direkt)</em></p>
<p><em>Sechste Stufe 30 -&gt; 58°C: Schwallwassernutzung zur Beheizung des Hotels (über Wärmepumpe)</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die Schwallwassernutzung als sechste Stufe</strong></p>
<p>In der anlässlich der Pressekonferenz vorgestellten sechsten Stufe wird das Schwallwasser über Wärmetauscher abgekühlt und die so entzogene Wärme über eine Wärmepumpe auf eine Höchsttemperatur von 58°C angehoben. Mit dieser Temperatur ist es möglich, die im Quellenhotel installierte konventionelle Heizungs- und Lüftungsanlage sowie die Warmwasserbereitung mit Wärme zu ausreichender Temperatur zu versorgen.</p>
<p><strong>Großer Vorteil: Energieeinsparung</strong></p>
<p>Das Hotel war auch bisher bereits zum Teil mit Geothermie beheizt worden, jedoch war dafür bisher zur Unterstützung eine ölbefeuerte Kesselanlage notwendig. Diese konnte nunmehr stillgelegt werden. Zusammen mit einer zuvor erfolgten Umstellung der Legionellenvermeidung auf ein niedertemperaturtaugliches System ergab sich eine jährliche Einsparung von 160.000 Litern Heizöl.</p>
<p><strong>Weiterer Vorteil: Umweltschonung </strong></p>
<p>Jede Energieeinsparung hat einen angenehmen Nebeneffekt: der Verzicht auf die Verbrennung konventioneller Brennstoffe bringt eine Entlastung der Umwelt von Schadstoffen. So wird durch die Nutzung der Energie des Schwallwassers und durch den Wegfall der bisherigen Wärmeerzeugung die Emission von 261 Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermieden.</p>
<p><strong>Bautafel zum Projekt Schwallwassernutzung</strong></p>
<p>An der Realisierung des Projekts waren beteiligt:</p>
<p>Bauherr:</p>
<p><em>Heiltherme Bad Waltersdorf GmbH &amp; Co KG, </em><em>GF Dir. Mag. Gernot Deutsch, Thermenstraße 111, </em><em>8271 Bad Waltersdorf</em></p>
<p>Planungsteam:</p>
<p>Projektleitung der Bauherrschaft:</p>
<p><em>Prok. Erich Weinzettl</em></p>
<p>Energie- und Installationstechnische Studien, Konzept, Projektbegleitung:</p>
<p><em>Dipl.-Ing. </em><em>Dr.techn. Rudolf Ingo Sonnek, Zivilingenieur für Maschinenbau, Thannhausen 6, 8160 Weiz </em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Energie- und Installationstechnische Ausführungsplanung, Bauaufsicht:</p>
<p><em>Ing. Günter Grabner, Ingenieurbüro für Maschinenbau und Insatallationstechnik, Franz-Pichler-Straße 30, 8160 Weiz</em></p>
<p>Bautechnische Gestaltung, Objektplanung und Bauüberwachung:</p>
<p><em>Ingenos-Gobiet ZT GmbH, Businesspark 2, 8200 Gleisdorf</em></p>
<p>Elektrotechnische Planung und Bauüberwachung:</p>
<p><em>Dipl.-Ing. Helmut Mayer, Zivilingenieur für Elektrotechnik, 8330 Feldbach, Vogelsanggasse 7 </em></p>
<p><strong>Erste Betriebserfahrungen </strong></p>
<p>Die ím Jahre 2013 fertiggestellte Schwallwassernutzungsanlage hat die „Feuertaufe“ des ersten Betriebswinters 2013/2014 nicht nur bravourös bestanden, sondern die Erwartungen an Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit bei Weitem übertroffen, nach Mitteilung der Geschäftsführung liegt die Amortisationszeit deutlich niedriger und damit wesentlich günstiger als erwartet.</p>
<p>Einen wesentlichen Anteil daran hatte die Wärmepumpe mit völlig neuartigen magnetgelagerten Turbo-Kompressoren, deren Läufer im Gehäuse im Betrieb „schweben“,  mit dreißig- bis vierzigtausend Umdrehungen laufen und durch die berührungslose Lagerung kein Öl mehr benötigen. Die damit erzielten Leistungszahlen sind sensationell hoch.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Eine in der Idee recht einfache, in der Umsetzung aber doch sehr komplexe Anlage wie die Schwallwassernutzung in der Heiltherme Bad Waltersdorf ist nur im besten Zusammenwirken aller Beteiligten zu realisieren. Bei diesem Projekt war diese Voraussetzung gegeben. Wertvoll war die Möglichkeit, dass die Geschäftsführung unter Direktor Mag. Gernot Deutsch einen zeitlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmen schuf, in dem sich das Projekt auf der Grundlage ausreichender Daten allmählich entwickeln konnte, was letztendlich zu einer soliden, nachhaltigen, von allen getragenen und erfolgreichen Lösung führte.</p>
<p>Hervorzuheben ist hier auch die Rolle des Projektleiters und für die Technik der Heiltherme Gesamtverantwortlichen, Herrn Prokurist Erich Weinzettl. Er ist seit Anfang der Therme Teil des Teams und kennt deshalb die technischen Anlagen wie kein anderer. Sein Einsatz für die bestmögliche Betriebsführung, verbunden mit unermüdlichem Suchen nach Optimierungsmöglichkeiten und dem ständigen Bestreben, es noch besser zu machen, erscheinen vorbildhaft.</p>
<p><strong>Links zu Pressemeldungen</strong></p>
<p><a href="http://www.kleinezeitung.at/steiermark/hartbergfuerstenfeld/3631667/quellenhotel-nutzt-badewasser-zum-heizen.story" target="_blank">Kleine Zeitung</a></p>
<p><a href="http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1090850" target="_blank">oekonews.at</a></p>
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		<title>Messen statt raten!</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2013 10:41:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Wir hören zurzeit viel von Energieeffizienz, die Notwendigkeit des Energiesparens und des verantwortungsvollen Umgangs mit Energie ist den meisten von uns bewusst, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen wird uns aus allen Richtungen gepredigt usw. Das ist alles schön und gut. Aber auf der Ebene der Praxis, der Umsetzung, des Baues und Betriebs von technischen Anlagen ist [...]]]></description>
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<dl id="attachment_1069" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_0071.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1069" title="IMG_007" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_0071-150x150.jpg" alt="Wärmezähler" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Wir hören zurzeit viel von Energieeffizienz, die Notwendigkeit des Energiesparens und des verantwortungsvollen Umgangs mit Energie ist den meisten von uns bewusst, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen wird uns aus allen Richtungen gepredigt usw. Das ist alles schön und gut. Aber auf der Ebene der Praxis, der Umsetzung, des Baues und Betriebs von technischen Anlagen ist davon aus meiner Sicht noch immer viel zu wenig angekommen. In Abwandlung eines alten Theaterwortes ließe sich sagen: „Der Worte sind genug gewechselt, lasst uns endlich Taten sehen.“ Einige Beispiele dafür, was zu tun ist.</p>
<p><span id="more-1067"></span></p>
<p>Viele Betreiber, für die Energiekosten ein beträchtliches Budgetposten darstellen, jammern über das viele Geld, das da so verschwindet, kümmern sich aber wenig darum, wie ihre Heizungsanlage betrieben wird. Dabei liegt hier sehr oft der Schlüssel zu einer Kostensenkung. Dazu genügt es aber nicht, am grünen Tisch zu raten, was zu tun sei, hier hilft nur messen!</p>
<p><strong>Wärmeerzeugung mit Biomasse </strong></p>
<p>Es sollte langsam Standard werden, dass ein Betriebs- oder Wohnungseigentümer nicht nur weiß, welche Menge an Hackschnitzeln oder Pellets die Anlage verbraucht, sondern auch erfährt, wie viel Wärme aus dem Brennstoff tatsächlich gewonnen worden ist. Dazu muss nach der Heizkesselanlage ein Wärmemengenzähler installiert werden, der die erzeugte Wärme erfasst. Werden die in einer Periode von einem Jahr erzeugte Wärmemenge und die gelieferte Brennstoffwärmemenge miteinander verglichen, dann lässt sich daraus der Nutzungsgrad errechnen, der Auskunft darüber gibt, ob die Anlage gut funktioniert oder nicht.</p>
<p><strong>Anlagen mit Wärmepumpen</strong></p>
<p>Auch hier lässt sich der Stromverbrauch etwa einer Jahresperiode sehr leicht durch Ablesen des Stromzählers vorher und nachher feststellen. Was in den meisten Fällen fehlt, ist die Kenntnis darüber, wieviel Wärme von der Wärmepumpe damit im selben Zeitraum erzeugt hat. Dazu wäre wiederum der Einbau eines Wärmemengenzählers erforderlich. Mehrere Hersteller von Wärmepumpen bieten bereits werksseitig eingebaute Zähler an. Manche sind auch in der Lage zu unterscheiden, welche Wärmemengen für die Heizungsanlage und welche für die Warmwasserbereitung erforderlich waren. Mit solchen Angaben lassen sich sehr genau Jahresarbeitszahlen errechnen. Damit ist auch eine Kontrolle dahingehend möglich, ob die Versprechungen des Installateurs eingehalten werden oder ob den Bedingungen einer Förderstelle entsprochen wird.</p>
<p><strong>Mehrere Verbraucher</strong></p>
<p>In Mehrfamilienhäusern ist es ohnehin Standard, dass die Verbräuche für Heizwärme wohnungs­weise getrennt erfasst werden. Es existieren jedoch auch Fälle von größeren Gebäuden, die vielleicht als Einfamilienhäuser konzipiert sind, jedoch zeitweise oder auf Dauer getrennte Wohneinheiten besitzen, etwa für bestimmte Familienmitglieder, für Einlieger oder auch zur zeitweiligen Vermietung. Für solche Situationen ist ebenfalls eine getrennte Messmöglichkeit zumindest für die Heizenergie sinnvoll, um von vornherein Unstimmigkeiten zu vermeiden. Jemand sollte aber damit betraut sein, die notwendigen Ablesungen der Anzeigewerte auch tatsächlich durchzuführen.</p>
<p><strong>Energieverbraucher in Betrieben</strong></p>
<p>In bestimmten Betrieben gibt es Verbraucher, die wegen einer genaueren Kostenzuordnung, aus betrieblichen Überlegungen oder zur Feststellung der Sinnhaftigkeit geplanter energiesparender Investitionen wärmetechnisch getrennt erfasst werden sollen. In den Abgängen der Heizungsverteiler werden dann ebenfalls Wärmemengenzähler installiert, deren Ablesung aber regelmäßig erfolgen soll, was in größeren Unternehmen zum Beispiel sehr elegant durch Einbindung in die zentrale Leittechnik möglich ist. Energiemanagement ist in derartigen Betrieben meist ohnehin gegeben, sodass aus den ermittelten Messergebnissen die entsprechenden Schlussfolgerungen gezogen werden können und das Setzen geeigneter Maßnahmen möglich ist.</p>
<p><strong>Ein Wort noch zu den Kosten</strong></p>
<p>Das die besprochenen Maßnahmen etwas kosten, ist klar. Wärmezähler wird man dann nicht einbauen, wenn die Kosten dafür in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen, oder dann, wenn jemand Bio-Brennstoff kostenlos zur Verfügung hat. Ansonsten liegen die Kosten meist in einem Bereich von einem Bruchteil der Energiekosten. Sehr oft schon lassen sich aus der Erfassung der Energieverbräuche einfache Maßnahmen ableiten, etwa eine Neujustierung oder geringfügige technische Verbesserungen, die die Investitionskosten für die Messeinrichtungen rasch wieder aufwiegen. Entscheidend bleibt, dass Verminderungen des Energieverbrauches immer auch gleichbedeutend sind mit Schonung von Ressourcen und Umwelt.</p>
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