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	<title>Sonnek &#187; Korrosion</title>
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	<description>Blog von Ingo Sonnek</description>
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		<title>Vorsicht bei Aktengutachten!</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jul 2019 06:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Überraschung im Gerichtssaal – die Darstellungen in den Akten sind zum großen Teil falsch! Wer hätte das gedacht? Da liegen Aussagen vor und ausführliche Privatgutachten, die detailliert einen Schaden beschreiben, den es derart gar nie gegeben hatte. Mit der Konsequenz, dass unbeteiligte Professionisten als Nebenintervenienten in das Verfahren hineingezogen worden waren, die mit der Sache [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_29281.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-4493" title="IMG_2928" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_29281-150x150.jpg" alt="Doku" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Überraschung im Gerichtssaal – die Darstellungen in den Akten sind zum großen Teil falsch! Wer hätte das gedacht? Da liegen Aussagen vor und ausführliche Privatgutachten, die detailliert einen Schaden beschreiben, den es derart gar nie gegeben hatte. Mit der Konsequenz, dass unbeteiligte Professionisten als Nebenintervenienten in das Verfahren hineingezogen worden waren, die mit der Sache nichts zu tun hatten. Eine Versicherung hatte den schadensverursachenden Installateur im Regressweg geklagt. Der Sachverständige sollte ein Aktengutachten erstellen. Der Schaden im Wohnhaus war schon Jahre zuvor behoben worden.</p>
<p><span id="more-6189"></span></p>
<p>Sachverständige müssen zur korrekten Erledigung ihrer Aufgaben den relevanten Sachverhalt erfassen. Im Regelfall wird dieser persönlich festgestellt. Im vorliegenden Fall war dies nicht mehr möglich, gemäß Auftrag war deshalb auf den im Gerichtsakt geschilderten Gegebenheiten aufzubauen. Noch dazu waren keinerlei materielle Beweisstücke mehr vorhanden, die man hätte untersuchen können. Von den schadhaften Rohrstücken konnte man sich nur eine ungefähre Vorstellung machen, waren die im Akt vorhandenen Lichtbilder wegen ihrer schlechten Qualität doch wenig hilfreich.</p>
<p><strong>Versäumnisse?</strong></p>
<p>Das Gutachten ergab, dass die Verantwortung für den Schaden beim Installateur zu suchen sei. Dies wegen der Tatsache, dass für die betroffenen Heizungsleitungen in Boden- und Wandkonstruktionen ein nur bedingt geeigneter Rohrwerkstoff verwendet worden war. Der Rohrhersteller hatte in seinen Verlege-Richtlinien ausdrücklich vermerkt, dass bei solchem Einsatz der Rohre äußerst sorgfältige und lückenlose Maßnahmen zu Vermeidung von Korrosion zu treffen seien. Andernfalls sei auf die Verwendung des Werkstoffs zu verzichten. Der ausführende Professionist hatte diese Bedingungen offensichtlich missachtet.</p>
<p><strong>Unsicherheiten</strong></p>
<p>Der Installateur gab nicht klein bei. Er gestand ein, keinen direkten Korrosionsschutz aufgebracht zu haben – also weder Schutzanstrich noch Korrosionsschutzbänder. Stattdessen sei aber die verwendete Wärmedämmung wasserdicht ausgeführt worden, was gemäß Verlege-Richtlinien zulässige Maßnahme gegen Korrosion sei. Ein Lichtbild von der geöffneten Bodenkonstruktion ließ den Sachverständigen dies bezweifeln. Das Gericht lud den Experten der Haftpflichtversicherung vor, der den Schaden als erster zu Gesicht bekommen hatte. Von ihm erwartete man genaue Beschreibungen der vorgefundenen Situation.</p>
<p><strong>Überraschungen</strong></p>
<p>Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Von der ersten Befundaufnahme mit Freilegung des beschädigten Rohres existierte eine chronologisch gut aufbereitete Dokumentation. Es zeigte sich, dass erstens der Schaden nicht wie im Akt angegeben in dem durch ein Brandschott führenden geraden Rohrstück aufgetreten war, sondern an einem Bogenstück in der Fußbodenkonstruktion. Zudem ließen die Bilder erkennen, dass an der korrodierten Stelle nicht nur jeglicher direkte Korrosionsschutz gefehlt hatte, sondern auch die Wärmedämmung. Das Rohr war somit allen denkbaren Korrosionsangriffen ausgesetzt gewesen.</p>
<p><strong>Ergebnis, Urteil und Lehren daraus</strong></p>
<p>An den Schlussfolgerungen des Gutachtens änderte sich dadurch nichts, weder in technischer Hinsicht noch im Hinblick auf die Verantwortung des Installateurs, dessen Versäumnisse nun offenlagen. Sein Rechtsbeistand erkannte die geänderte Situation an, Richter und Parteien erörterten noch Details des zu erwartenden Anerkenntnisurteils. Was lernen Sachverständige daraus? Erstens: Es geht nichts über eigenen Ortsaugenschein. Zweitens: Muss der Befund auf fremden Wahrnehmungen aufbauen, sollten letztere im Interesse der Streitparteien umfassend, bis ins Detail dokumentiert und vollständig sein.</p>
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		<title>Kunststoffe in der Installationstechnik</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Feb 2017 07:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haustechnik]]></category>
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		<category><![CDATA[Korrosion]]></category>
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Das Image von Kunststoffen in der allgemeinen Wahrnehmung ist nicht gerade gut: Plastiksackerln will man abschaffen, weil sie nicht verrotten, Abfälle aus Kunststoff treiben in den Weltmeeren und schaden der Biologie, es wird zu wenig von dem Zeugs recycelt, Mikrokügelchen dieses Materials finden sich in Abwässern von Kunststoff-Herstellern – das sind nur einige der Assoziationen, [...]]]></description>
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<dl id="attachment_4660" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Kunststoffrohr.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-4660" title="Kunststoffrohr" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Kunststoffrohr-150x150.PNG" alt="Rohr" width="150" height="150" /></a></dt>
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</div>
<p>Das Image von Kunststoffen in der allgemeinen Wahrnehmung ist nicht gerade gut: Plastiksackerln will man abschaffen, weil sie nicht verrotten, Abfälle aus Kunststoff treiben in den Weltmeeren und schaden der Biologie, es wird zu wenig von dem Zeugs recycelt, Mikrokügelchen dieses Materials finden sich in Abwässern von Kunststoff-Herstellern – das sind nur einige der Assoziationen, die wir spontan zum Thema aus unserem Denkstübchen hervorholen. Dabei sind Kunststoffe aus unserem Leben schlicht und einfach nicht mehr wegzudenken. Das gilt in ganz besonderem Maße für die Installationstechnik.</p>
<p><span id="more-4659"></span></p>
<p><strong>Radikaler Wandel</strong></p>
<p>Man muss sich das einmal vor Augen halten: noch vor zwei, drei Jahrzehnten war die Installation einer Heizungs- oder Wasserleitungsinstallation ohne Metall nicht denkbar. Zwar wurden Abwasserleitungen und Fußbodenheizungsleitungen auch damals schon fast ausnahmslos aus Kunststoffen hergestellt. Aber für Heizungs- und Wasserleitungen galt immer noch: Werkstoffe der Wahl sind Kupfer und Stahl! Seither haben Kunststoffe diese Materialien zum größten Teil ersetzt.</p>
<p><strong>Unschlagbare Vorteile</strong></p>
<p>Die Vorteile der Verwendung von Kunststoff anstatt Metall in der Installationstechnik liegen auf der Hand:</p>
<p>-         Schnellere Verarbeitung durch neue Verbindungstechniken (z.B. Pressen statt Schweißen oder Löten)</p>
<p>-         wesentlich größere Sauberkeit in der Herstellung</p>
<p>-         geringere handwerkliche Anforderungen</p>
<p>-         und vor allem: Korrosionsbeständigkeit!</p>
<p>Die wenigen Nachteile wie etwa die geringere Temperaturbeständigkeit wiegen gering im Vergleich zu den vorhin genannten Vorteilen.</p>
<p><strong>Pioniergebiet Fußbodenheizungen</strong></p>
<p>In Fußbodenheizungen kamen und kommen in verschiedenste Systemen und Ausführungen nach wie vor drei Kunststoffarten zum Einsatz:</p>
<p>-         <em>Vernetztes Polyethylen (VPE): </em>Hat hohe Festigkeit, wird in vielen Systemen verwendet, Verbindungen von Rohr zu Rohr sind nur über Verschraubungen möglich</p>
<p>-         <em>Polybuten (PB):</em> Ist subjektiv gesehen etwas weicher und biegsamer, Verbindungen von Rohr zu Rohr sind durch Verschweißen mittels Muffen möglich</p>
<p>-         <em>Polypropylen (PP):</em> Ist etwas spröder und nicht so leicht biegsam, das historisch gesehen vermutlich schon am längsten verwendete Material, ist ebenfalls schweißbar</p>
<p>Gemeinsam ist allen diesen Fußbodenheizungsrohren, dass sie heute über eine Schutzschicht verfügen müssen, die einen Durchtritt von Sauerstoff aus der Umgebung in das Heizungswasser und damit eine Korrosion an Metallteilen der Heizung (z. B. am Heizungskessel) mit Sicherheit vermeiden.</p>
<p><strong>Mehrschicht im Blickpunkt </strong></p>
<p>Was aber heute die Installationstechnik weitgehend bestimmt, sind Mehrschicht-Verbundrohre, die die Vorteile von Kunststoff – Korrosionsbeständigkeit – mit denen von Metall – Formbeständigkeit – vereinen. Dabei handelt es sich um Rohre, die eine Außen- und eine Innenschicht aus Kunststoff aufweisen und eine mittlere Schicht aus einem hauchdünnen Aluminiumrohr.</p>
<p>Diese Konstruktion gibt dem Rohr eine gute Biegsamkeit, aber auch Formstabilität: Anders als ein reines Kunststoffrohr, dass nach dem Biegen sofort wieder in seine ursprüngliche Form zurückspringt, bleibt es in der gebogenen Form stabil. Mittels Pressfittingen verbunden lässt es sich schnell und einfach verarbeiten.</p>
<p><strong>Neue Ära der Vereinfachung – aber auch der Sicherheit</strong></p>
<p>Alle bedeutenden Hersteller bieten Systeme mit Mehrschicht-Verbundrohren an, die einen Einsatz zugleich sowohl in der Heizungstechnik, als auch in der Wasserleitungsinstallation erlauben. Diese Doppeltauglichkeit bietet dem Installateur den großen Vorteil einer stark vereinfachten Lagerhaltung, aber zugleich auch den eines geringeren Schulungsbedarfs für das Personal.</p>
<p>Für den Kunden ergibt sich der bereits erwähnte Vorteil, dass auf der Baustelle wesentlich sauberer gearbeitet werden kann, weil etwa im Vergleich zu Stahlrohrinstallationen wesentlich weniger Schmutz, aber auch weniger Lärm anfällt. Zugleich bietet die Installation mit Mehrschicht-Verbundrohr fast absolute Sicherheit, dass keine Verlegung der Leitungen etwa durch Kalkablagerungen auftreten kann.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>War dieser Artikel für Sie interessant? Haben Sie Fragen zur Haustechnik- oder Installationstechnik? Über Ihre Zuschrift würde ich mich freunen!</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Das Lichtbild ist ein Ausschnitt der Titelseite des Technischen Handbuchs 12.2016 für das Radopress-Verbundrohrsystem der Firma Pipelife Austria GmbH &amp; Co KG in A-2335 Wr. Neudorf, die das Copyright dafür besitzt.</p>
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		<title>Aus der SV-Praxis: Außenkorrosion an Leitungen</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2016/04/08/aus-der-sv-praxis-ausenkorrosion-an-leitungen/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2016 16:37:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Der Fortschritt der Technik hatte zur Folge, dass in der Haustechnik in den letzten Jahrzehnten eine Fülle von neuen Werkstoffen auf den Markt gekommen ist. Jeder hat naturgemäß seine Vor- und Nachteile und die Hersteller weisen in ihren technischen Datenblättern auf diese auch ausführlich hin. Leider werden solche Vorgaben oft zu wenig oder gar nicht [...]]]></description>
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<dl id="attachment_4087" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Rost.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-4087" title="Rost" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Rost-150x150.jpg" alt="Rost" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Der Fortschritt der Technik hatte zur Folge, dass in der Haustechnik in den letzten Jahrzehnten eine Fülle von neuen Werkstoffen auf den Markt gekommen ist. Jeder hat naturgemäß seine Vor- und Nachteile und die Hersteller weisen in ihren technischen Datenblättern auf diese auch ausführlich hin. Leider werden solche Vorgaben oft zu wenig oder gar nicht beachtet. Ein wiederkehrendes Thema ist beispielsweise, dass in manchen Fällen zwar der Korrosionsvermeidung der Rohrinnenseite gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wird, nicht jedoch der Korrosionsgefahr an der Außenseite von Rohrleitungen.</p>
<p><span id="more-4086"></span></p>
<p>Immer wiederkehrend sind Probleme mit Heizungs- oder auch Klima-Kaltwasserleitungen aus galvanisch verzinkten Stahlrohren, sogenannten C-Stahl-Rohren. Was bei deren Anwendung zu wenig beachtet wird ist, dass derlei Leitungen empfindlich sind gegen längerdauernde äußere Einwirkung von Feuchtigkeit. Ist letzteres der Fall, beginnt sich die sehr dünne Zinkschicht aufzulösen und legt damit den Stahl frei, der zu rosten beginnt, wodurch es in der Folge zu Lochbildung und damit zu Undichtheit kommen kann. In welchem Zusammenhang das geschehen kann, sei an Praxisbeispielen erläutert.</p>
<p><strong>Heizungsleitungen</strong></p>
<p><em>Fall 1: Feuchtigkeit durch Witterungseinflüsse während der Bauzeit</em></p>
<p>An einem eben fertiggestellten Bürogebäude kommt es zu massiven Rohrbrüchen in einem Bodenkanal. Das mit Korrosionsschutz versehene Heizungswasser tritt nahe der Außenwand aus und verunziert die nagelneue Fassade. Als Ursache kann festgestellt werden, dass es während der Errichtung des Gebäudes zu einer Zeit, als die Leitungen bereits verlegt waren, witterungsbedingt zu massivem Eintrag von Feuchte durch Regen oder Schnee in besagten Bodenkanal gekommen ist.</p>
<p>Trotz Trocknungsmaßnahmen war die Restfeuchte ausreichend, um im Laufe von ein bis zwei Jahren die Zinkschicht zu zerstören und ein massives Leck zu verursachen. Im Zuge der Suche nach diesem Leck wurden auch mehrere andere Stellen entdeckt, an denen bereits massive Korrosion bestand und sich weitere Undichtheiten abzeichneten. Das Installationsunternehmen, das sich noch in Gewährleistung befand, traf umgehend die einzig richtige Entscheidung: Sämtliche im Bodenkanal verlaufenden Leitungen wurden stillgelegt und für die Versorgung der betroffenen Heizkörper wurde ein neues – diesmal freiliegendes – Leitungsnetz installiert.</p>
<p>Anzumerken ist in diesem Fall, dass der Hersteller in seinen technischen Unterlagen genau davor gewarnt hat, dass an C-Stahl-Rohren durch Feuchtigkeitseintragung, bedingt etwa durch bauliche Gegebenheiten oder durch Lecks aus anderen wasserführenden Leitungen Korrosion auftreten könnte. Empfohlen wurde daher ausdrücklich, für derartige Fälle von entsprechenden Unsicherheiten andere, korrosionsunempfindliche Leitungswerkstoffe desselben Herstellers zu wählen.</p>
<p><em>Fall 2: Feuchtigkeit durch Leckagen aus anderen wasserführenden Leitungen</em></p>
<p>In einem Bürogebäude war es plötzlich zu Undichtheiten an den im Erdgeschoß-Fußboden verlegten Heizungsrohren gekommen. Durch Such- und Prüfbohrungen wurde festgestellt, dass die gesamte Bodenkonstruktion des nicht unterkellerten Bereichs auf mehreren hundert Quadratmetern durchfeuchtet war und demnach die Gefahr weiterer Rohrbrüche bestand. Als Ursache für die Feuchtigkeit konnte eruiert werden, dass wenige Monate zuvor das Abflussrohr einer Sanitärgruppe im Zuge von Umbauarbeiten angebohrt worden war. Das schadhafte Abflussrohr war zwar getauscht worden, jedoch hatte man nicht an die Austrocknung der Bodenkonstruktion gedacht.</p>
<p>Auch in diesem Fall musste die gesamte C-Stahl-Verrohrung im Boden stillgelegt werden und die Heizkörper waren wiederum über freiliegende Leitungen neu anzuschließen. Abschließend zu erwähnen ist, dass auch in diesem Fall die Empfehlungen und Warnhinweise des Herstellers vom Planer oder Installateur nicht berücksichtigt worden waren.</p>
<p><strong>Leitungen für Klima-Kaltwasser</strong></p>
<p><em>Fall 3: Feuchtigkeit durch undichte Kälteisolierung</em></p>
<p>Die Büros im Betriebsgebäude eines Unternehmens mit einer sehr hohen Dichte an Informationstechnologie wurden über Deckenlüfter gekühlt. Letztere waren an ein Klima-Kaltwassernetz angebunden, das zentral von einer Kältemaschine versorgt wurde. Im Zuge einer Erweiterung der Raumkühlung wurde an einer Stelle die Isolierung aufgeschnitten. Mit einer deutlich negativen Überraschung: Aus der Isolierung trat eine große Menge bräunlich gefärbten Wassers aus.</p>
<p>Was war geschehen? Klima-Kaltwasserleitungen müssen eine Isolierung aufweisen, die luftdicht sein muss, um die Bildung von Kondenswasser zu vermeiden. Im gegenständlichen Fall war die Leitung zwar weitgehend luftdicht verklebt, an einigen Armaturen im Leitungsverlauf war jedoch der Zutritt von Luft möglich. Damit konnte auch Luftfeuchtigkeit in den Raum zwischen Dämmung und Rohrwand gelangen, mit der Folgewirkung, dass sich eine gehörige Menge Kondensat bildete, die wiederum die galvanische Verzinkung des Rohres ablöste und den Rohrwerkstoff großflächig korrodierte.</p>
<p>Glücklicherweise war es noch nicht zu einem Leck gekommen, dennoch musste das gesamte Rohrleitungsnetz gegen ein solches aus Kunststoff ausgetauscht werden. Hätte man auch hier rechtzeitig auf die Warnungen des Herstellers geachtet, hätten sich Planer, Installateur und der Eigentümer des Objekts eine Menge Ärger und Kosten erspart.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die genannten Schäden sind allesamt bedauerlich und im Nachhinein ist man natürlich immer klüger und hat leicht reden. Dennoch lässt sich aus den genannten Beispielen eine wichtige Erkenntnis ziehen: Selbst die neuesten und besten Techniken haben ihre Einsatzgrenzen und Hersteller weisen auf diese auch nachdrücklich hin. Ein erfolgreicher Einsatz in der Praxis setzt aber voraus, dass Planer und Installateure diese Grenzen auch gebührend zur Kenntnis nehmen und sorgfältig beachten.</p>
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		<title>Aus der SV-Praxis: Rostiges Leitungswasser</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2012/10/26/aus-der-sv-praxis-rostiges-leitungswasser/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2012 06:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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So etwas fällt in die Kategorie „Unangenehmes“: Sie drehen die Wasserleitung auf und statt klaren Trinkwassers fließt bräunlich-trübe Suppe. Erst nach einiger Zeit  kommt sauberes Wasser nach. Und das unlängst beobachtet in einem schönen Mehrfamilienhaus für gehobene Ansprüche, erst vor zehn Jahren bezogen und  in sehr gepflegtem Zustand. Das gesamte Haus mit allen Wohnungen und [...]]]></description>
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<dl id="attachment_607" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3795.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-607" title="IMG_3795" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3795-150x150.jpg" alt="Rostwasser" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>So etwas fällt in die Kategorie „Unangenehmes“: Sie drehen die Wasserleitung auf und statt klaren Trinkwassers fließt bräunlich-trübe Suppe. Erst nach einiger Zeit  kommt sauberes Wasser nach. Und das unlängst beobachtet in einem schönen Mehrfamilienhaus für gehobene Ansprüche, erst vor zehn Jahren bezogen und  in sehr gepflegtem Zustand. Das gesamte Haus mit allen Wohnungen und insbesondere die Warmwasserleitung davon betroffen. Die Verfärbung ist in den letzten Jahren zunehmend aufgetreten und hat in der letzten Zeit ein richtig ärgerliches Ausmaß erreicht. Was ist da los?</p>
<p><span id="more-605"></span></p>
<p><strong>Innenkorrosion von verzinkten Stahlrohren</strong></p>
<p>Aus manchen ganz alten Gebäuden mit dementsprechend betagten Installationen kennt man das Farbphänomen,  sehr selten aber aus neueren. Die Ursache für das braune Leitungswasser liegt in Korrosionsprozessen in verzinkten Stahlrohren. Aus bestimmten Gründen wird die Zinkschicht, die das Stahlrohr schützen soll, abgebaut oder zerstört, so dass der jetzt ungeschützte Stahl durch den im Trinkwasser gelösten Sauerstoff angegriffen wird. Die gelösten Stahlpartikel treten dann als Rostwasser in Erscheinung, insbesondere dann, wenn die Leitung einige Zeit (einige Tage, oft auch nur einige Stunden) nicht mehr benützt worden war.</p>
<p><strong>Warum tritt hier Korrosion besonders in den Warmwasserleitungen auf?</strong></p>
<p>Im gegenständlichen Wohnobjekt wurden solche verzinkten Stahlrohre für Kalt- und Warmwasserleitungen verwendet. Das Leitungswasser aus dem Ortsnetz hat mittelharten Charakter und daher vereinfacht gesagt einen höheren Kalkanteil. Die Warmwasserbereitung erfolgt in den Wohnungen dezentral über Elektrospeicher (Elektroboiler).</p>
<p>Dass die Verfärbungen besonders in den Warmwasserleitungen auftreten, hat seinen Grund darin, dass bei Erhitzung des Wassers in den Boilern etwa auf 60°C Kalk ausfällt, wodurch das Wasser sein chemisches Gleichgewicht verliert und gegenüber den Stahlrohren aggressiv wird. Unter Kalkablagerungen in den Leitungen kommt es zu chemischer Korrosion, die die Zinkschicht abbaut, den Stahl angreift, was zum Rostwasser führt und letztlich auch die Leitungen so weit zerstören kann, dass Undichtheiten und Wasserrohrbrüche auftreten können.</p>
<p>Dazu kommt noch, dass bei Wassertemperaturen deutlich über 60°C die Zinkschicht nicht mehr stabil ist und sich abzulösen beginnt, was den Korrosionsangriff ebenfalls beschleunigt. Aus diesem Grund enthalten neuere Normen, die sich mit Trinkwasserhygiene befassen, die Empfehlung, verzinkte Stahlrohre in Warmwasserleitungen nicht zu verwenden.</p>
<p><strong>Können auch Kaltwasserleitungen betroffen sein?</strong></p>
<p>Ja, und zwar dann, wenn Ablagerungen in diesen Leitungen vorhanden sind, etwa durch nach der Installation verbliebene Metallspäne, wenn die Leitungen vor Inbetriebnahme nicht ausreichend gespült worden sind oder durch später im Betrieb eingeschleppte Verschmutzungen. Diese Ablagerungen sind hauptsächlich in waagrechten Rohren zu finden und besonders in eher wenig genutzten Leitungen. Unter den Ablagerungen bilden sich wieder Korrosionsherde, die die Zinkschicht zerstören, wodurch es zu Punktkorrosion und „Lochfraß“ kommen kann, der sich in allmählichen örtlichen Undichtheiten der Leitung bemerkbar machen kann. Auch beim gegenständlichen Objekt war es in einer Kaltwasserleitung schon sieben Jahre nach Bezug zur ersten Undichtheit  gekommen.</p>
<p><strong>Was kann man gegen diese Korrosion tun?</strong></p>
<p>Wenn schon ein Korrosionsangriff wie im hier beschriebenen Fall vorliegt, werden sofortige Schutzmaßnahmen erforderlich, die ein weiteres Fortschreiten der Korrosion verhindern und den Aufbau einer Schutzschicht über den angegriffenen Rohrabschnitten ermöglichen. Das geschieht durch Zusetzen von für den menschlichen Organismus unbedenklichen Chemikalien in den gemeinsamen Kaltwasseranschluss des Wohnhauses. Außerdem müssen die Temperaturen der Warmwasserbereiter auf höchstens 60°C begrenzt werden.</p>
<p><strong>Neue Werkstoffe als Stand der Technik</strong></p>
<p>In zahlreichen Objekten sind verzinkte Rohrleitungen nach wie vor im Einsatz, durchaus ohne Probleme. Seit über einem Vierteljahrhundert sind aber zunehmend korrosionsbeständige Wasserleitungsrohre aus Kunststoff, seit vielen Jahren auch aus Mehrschicht-Verbundwerkstoffen oder auch aus  beständigen metallischen Werkstoffen auf dem Markt, die generell Korrosionsfreiheit erwarten lassen und heute den Stand der Technik in der Ausführung von Trinkwasserleitungen darstellen. Bei Verwendung dieser bereits bewährten Materialien wird das Phänomen des „Rostwassers“ jedenfalls der Vergangenheit angehören …</p>
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