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	<title>Sonnek &#187; Klimawandel</title>
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	<description>Blog von Ingo Sonnek</description>
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		<title>Wie funktioniert der Treibhauseffekt wirklich?</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 07:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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(IRS) – Es gibt in der Erklärung des Klimawandels Vorgänge, die allgemein geläufig und weithin unwidersprochen sind. Oder zumindest nicht angezweifelt werden. Ein solcher Mechanismus steht auch hinter dem vielgebrauchten Begriff „Treibhauseffekt“. Dass es nicht immer einfach ist, diesen gemäß üblicher Darstellung gemäß richtig zu erklären, hat nicht unlängst ein deutscher Politiker erfahren, als er [...]]]></description>
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<p>(IRS)<strong> –</strong> Es gibt in der Erklärung des Klimawandels Vorgänge, die allgemein geläufig und weithin unwidersprochen sind. Oder zumindest nicht angezweifelt werden. Ein solcher Mechanismus steht auch hinter dem vielgebrauchten Begriff „Treibhauseffekt“. Dass es nicht immer einfach ist, diesen gemäß üblicher Darstellung gemäß richtig zu erklären, hat nicht unlängst ein deutscher Politiker erfahren, als er dies vor jungen Leuten versuchte. Seine verunglückte Interpretation dürfte – so kann man vermuten – zu einem für ihn unangenehmen Wählerschwund beigetragen haben. – Was aber steckt wirklich hinter dem Treibhauseffekt?</p>
<p><span id="more-11281"></span></p>
<p><strong>Schulwissen zum Treibhauseffekt</strong></p>
<p>Anders gefragt: Wodurch funktioniert ein Treibhaus (oder: Glashaus) und auf welche Weise wird darin Wärme eingefangen, die dem Gärtner zu besserem Pflanzenwuchs verhilft? Die einfachste Erklärung besteht darin, dass das einfallende kurzwellige Sonnenlicht zunächst einmal zum größten Teil ungehindert durch die transparente Hülle – aus Glas oder Kunststofffolie – in das Treibhaus eindringen kann. Trifft dieses Licht auf eine Fläche im Treibhaus, erwärmt sich diese und strahlt daraufhin Wärme ab, die im langwelligen Bereich liegt. Glas hat die Eigenschaft, diese langwelligen Wärmestrahlen nicht durchzulassen, wodurch sich die Atmosphäre im Glashaus „aufheizt“.</p>
<p><strong>Die Funktion thermischer Solarkollektoren</strong></p>
<p>Der vorhin geschilderte Ablauf wird auch herangezogen, um die Wirkungsweise von thermischen Solarkollektoren zu erklären: Im Unterschied zum Treibhaus wird jedoch bei Kollektoren unter einer Glasabdeckung eine zweckmäßig beschichtete, meist dunkel gefärbte Absorberfläche erhitzt. Eine unter dieser Fläche durchströmende Flüssigkeit wird erwärmt und kann durch geeignete Kreislaufführung zur Erzeugung von Warmwasser, Schwimmbadwasser oder zum Betrieb von Raum- oder Bauteilheizung verwendet werden. Derartige Systeme waren vor allem bis zum breiten Aufkommen der Fotovoltaik-Anlagen populär, weisen sie doch hohe Energieeffizienz auf.</p>
<p><strong>„The Science is Settled“</strong></p>
<p>Nun ist die beschriebene Funktion des Treibhauseffekts zentraler Bestandteil der gängigen Erklärung des „menschgemachten“ Klimawandels: Die von menschlicher Aktivität ausgehenden Emissionen an „Treibhausgasen“ in der Atmosphäre haben demzufolge dazu geführt, dass die an der Erdoberfläche in langwellige Strahlung umgewandelte Sonnenenergie nicht im bisherigen Ausmaß in das Weltall zurückgestrahlt wird. Ein Teil werde durch die menschverursachten Treibhausgase aufgefangen, würde diese erwärmen und auf die Erde zurückstrahlen, wodurch sich die Atmosphäre erwärme oder sogar „aufheize“. Dieser Zusammenhang gilt in weiten Teilen des wissenschaftlichen  Mainstreams als gesichert.</p>
<p><strong>Eine andere Erklärung für den Treibhauseffekt</strong></p>
<p>Bereits im Jahre 1909 hatte der US-amerikanische Experimentalphysiker Robert Williams Wood (1868 – 1955), Professor an der <a title="Johns Hopkins University" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Johns_Hopkins_University">Johns Hopkins University</a> in <a title="Baltimore" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baltimore">Baltimore</a> Versuche durchgeführt, in denen er der Entstehung und Wirkungsweise des Treibhauseffekts auf den Grund zu gehen hoffte. Seinen Erkenntnissen nach war dieser ausschließlich auf den fehlenden Luftaustausch zwischen Treibhausatmosphäre und Außenluft zurückzuführen. Im Jahre 2011 wurden diese Versuche von Professor Nasif S. Nahle, Wissenschaftler und wissenschaftlicher Leiter<em> </em>am „Biology Cabinet“ in<em> </em>San Nicolas de los Garza, Mexico, wiederholt. Die Erkenntnisse von Wood wurden darin bestätigt.</p>
<p><strong>Mögliche Konsequenzen der Hypothese von Wood </strong></p>
<p>Sollten die Hypothese von Wood und deren Bestätigung durch Nahle den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen, wäre die Theorie der Treibhausgase (insbesondere von CO<sub>2</sub>) als Treiber der Erderwärmung hinfällig. Das hätte weitreichende Konsequenzen bis hin zum Entfall einer zentralen Voraussetzung bisheriger Klimapolitik zur Folge. – Andere Wissenschaftler hingegen versuchen die Hypothese von Wood in eigenen Versuchen zu widerlegen. So etwa Paul T. Arveson, Physiker und Fellow der Washington Academy of Sciences, in einer im Jahr 2023 an dieser Institution veröffentlichten Arbeit.</p>
<p><strong>Die überfällige Suche nach der Wahrheit</strong></p>
<p>Gemessen an den möglichen Folgen wäre unter Wissenschaftlern eine offene Diskussion über die beiden Positionen dringend notwendig, zusammen mit einem Einbremsen der gegenwärtigen Ideologie-lastigen Klimapolitik. Denn in die „Bekämpfung des menschgemachten Klimawandels“ sind bereits unvorstellbar hohe Geldbeträge geflossen. Über die tatsächlichen, konkreten und messbaren Auswirkungen aller dieser Bemühungen auf das Klima ist wenig bekannt. Und die Folgen der Klimapolitik auf die Deindustrialisierung Europas sind besorgniserregend. Angesichts dieser Situation: Wer schafft Platz für Vernunft? Wer in Europa ist interessiert, nach der Wahrheit zu suchen, nicht nur in Bezug auf den Treibhauseffekt, sondern zur Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zum „Klimaschutz“ überhaupt?</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Klimadiskussion: Rückkehr der Vernunft?</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Aug 2025 11:01:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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(IRS) – Der Ausstieg der USA aus internationalen Vereinbarungen und die Abkehr von der bisher gültigen und „unfehlbaren“ Doktrin des ausschließlich menschgemachten Klimawandels hat weitreichende Folgen. Plötzlich werden sogar in Europa vereinzelt Stimmen laut, die einer realitätsnäheren Einordnung des gesamten Themenkomplexes rufen. Immer noch ist aber eine Mehrheit der Öffentlichkeit (oder der veröffentlichten Meinung) im [...]]]></description>
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<p>(IRS) – Der Ausstieg der USA aus internationalen Vereinbarungen und die Abkehr von der bisher gültigen und „unfehlbaren“ Doktrin des ausschließlich menschgemachten Klimawandels hat weitreichende Folgen. Plötzlich werden sogar in Europa vereinzelt Stimmen laut, die einer realitätsnäheren Einordnung des gesamten Themenkomplexes rufen. Immer noch ist aber eine Mehrheit der Öffentlichkeit (oder der veröffentlichten Meinung) im seit zwei, drei Jahrzehnten vorgekauten Meinungsbrei (oder Narrativ, wie man so sagt), gefangen. Nachstehend ist die derzeitige Situation rund ums Thema Klima aus sehr subjektiver Sicht zusammengefasst.</p>
<p><span id="more-10914"></span></p>
<p><strong>Klimawissenschaft</strong></p>
<p>Wissenschaft ist allein schon deshalb spannend, weil sie sich nie mit einem Endpunkt oder einem endgültigen Ergebnis zufriedengeben kann. So etwas wie eine abgeschlossene Wissenschaft für einen bestimmten Bereich gibt es wohl nicht. Klar gibt es Erkenntnisse, die festgemauert und unumstößlich scheinen, aber die Klimawissenschaft gehört wegen ihrer vielen Unbekannten sicher nicht dazu. Wer hier nur eine Meinung oder eine Deutung als die einzig wahre zulässt und vertritt, verbreitet Propaganda, aber spricht nicht für Wissenschaft im Sinne wissenschaftlicher Methoden oder Herangehensweisen.</p>
<p><strong>Klimagas</strong></p>
<p>Das Klima ist aus Menschensicht ein chaotisches System. Man versucht, es zu verstehen, zu beschreiben, in Rechenmodelle zu kleiden und sein Funktionieren in Simulationen nachzuvollziehen. Viele Vorgänge lassen sich nicht in linearen Gleichungen beschreiben, sondern sind nichtlinear, was bedeutet, dass Rechenergebnisse stark von Eingangsdaten abhängen und schlicht und einfach nicht vorhersehbar sind. Es ist daher nicht zulässig, die Ursache für das gesamte Klimageschehen, insbesondere den Klimawandel und damit das Wohlergehen der Menschheit auf den Gehalt von CO2 in der Atmosphäre zu reduzieren. CO2 ist ein unverzichtbares Lebensgas, ohne das organisches Leben nicht möglich wäre.</p>
<p><strong>Klimakrise, Erderhitzung, Klimanotstand</strong></p>
<p>In den Beiträgen zum knapp viertausend Seiten starken Bericht AR 6 des IPCC („Weltklimarat“) kommt eine Vielzahl an Wissenschaftlern zu Wort. Keiner dieser Experten verwendet einen der obengenannten Begriffe, weil offenbar kein Anlass dazu besteht. Im Gegenteil, im Vorwort dieses Konvoluts findet sich der Hinweis, dass derlei Bezeichnungen von den Medien zugeordnet (anders gesagt: hinzuerfunden) worden sind. Was wiederum höhere Aufmerksamkeit garantiert und manchen Wissenschaftlern gar nicht so unrecht sein dürfte. Mögliche Schlussfolgerung: Politiker, Experten, „Wissenschaftler“ und andere, die derlei (oder schlimmere) Ausdrücke verwenden, sind in Sachen Klima nicht seriös und daher nicht ernst zu nehmen …</p>
<p><strong>Klimaleugner, Klimawandelleugner</strong></p>
<p>Der Begriff „Leugner“ dürfte mit dem Begriff „Lüge“ verwandt sein. Er hat nicht nur pejorative – also Geringschätzung zeigende – Bedeutung, sondern ist auch verunglimpfend, weil er absichtliches Ablehnen oder Nicht-Wahrhaben-Wollen wider besseres Wissen unterstellt. Er wird gegen Leute gebraucht, die gängige Erzählungen bezweifeln und eingefahrene Behauptungen nicht kritiklos übernehmen. Letzteres vielleicht, weil sie durch eigenes Informieren, Prüfen und Nachdenken zu abweichenden Schlüssen gekommen sind. Oder auch aus Misstrauen heraus, weil abweichende Meinungen zu den von einflussrechen Tonangebenden in Politik und Medien verbreiteten nicht erwünscht sind. Und weil offene Diskussion nicht mehr stattfindet oder stattfinden darf.</p>
<p><strong>Klimakatastrophismus, Klimapanik</strong></p>
<p>Der Soziologe Andy A. West hat mit seiner detaillierten Arbeit „The Grip of Culture: The Social Psychology of Climate Change Catastrophism“ nachgewiesen, dass es sich bei dem weit verbreiteten Klimakatastrophismus um eine säkulare Endzeitreligion handelt. Diese ist nicht nur in Politik und Gesellschaft eingedrungen, sondern auch in die bestehenden Weltreligionen. Viele Exponenten der Klimabewegung lassen sich als Anhänger dieser neuen Religion einordnen. Nüchterne, sachliche und ergebnisoffene Diskussionen über das Weltklima dürfen von diesen Zeitgenossen wohl nicht erwartet werden.</p>
<p><strong>Klimaschutz</strong></p>
<p>Wie soll man das Klima „schützen“, wenn man nicht einmal weiß, wie es richtig funktioniert? Und zeigt nicht das als Beweis meiner untadeligen Tugend schnell hingeworfene Wort „Klimaschutz“ von Anmaßung und Selbstüberhöhung? Ich, der noble Mensch, schütze das Klima? Wie lächerlich ist das denn? Ich weiß schon, viel von dem, was früher in die Kategorie Umweltschutz fiel, ist heute halt Klimaschutz. Unter anderem etwa das: Möglichst viel Strom aus Solar und Wind und so weiter. Nix dagegen zu sagen, außer: Die Wahrheit, wozu auch gehört, dass Strom teurer wird, gehört auch auf den Tisch!</p>
<p><strong>Klimawandel für den Klimawandel</strong></p>
<p>Der Klimaschwenk in den USA hat dazu geführt, dass seit kurzer Zeit wieder jene Wissenschaftler Gehör finden, die in vielen Jahren totgeschwiegen oder ausgegrenzt worden sind, weil sie sich der offiziellen Sicht der Dinge nicht angeschlossen haben. Angesehene Leute wie Judith Curry mussten ihre Arbeitsstätten verlassen, wurden gemobbt und erhielten keine Forschungsgelder mehr. Einige dieser Leute haben einen Bericht für die Behörden verfasst und zu einer offenen Diskussion der Sachlage aufgerufen. Man kann nur hoffen, dass alle Seiten daran teilnehmen und dass aus politisch und gesellschaftlich aufgeladenen Standpunkten ein offenes und ehrliches Miteinander entsteht und die Wahrheit ans Licht kommt.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Klimamodelle zwischen Wissenschaft und Politik</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2025 06:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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(IRS) – Die Klimawissenschaften verwenden eine Vielzahl von Computermodellen, um das Klimasystem und sein Verhalten über örtliche und zeitliche Räume hinweg untersuchen zu können. Die Art der Modelle reicht von einfachen – zum Beispiel Energiebilanzen – bis hin zu komplexen globalen Klimamodellen, die unseren Planeten mit einem grobkörnigen Datennetz überziehen und massiven Computereinsatz erfordern. Die [...]]]></description>
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<p>(IRS) – Die Klimawissenschaften verwenden eine Vielzahl von Computermodellen, um das Klimasystem und sein Verhalten über örtliche und zeitliche Räume hinweg untersuchen zu können. Die Art der Modelle reicht von einfachen – zum Beispiel Energiebilanzen – bis hin zu komplexen globalen Klimamodellen, die unseren Planeten mit einem grobkörnigen Datennetz überziehen und massiven Computereinsatz erfordern. Die Modelle sollen einerseits das Verständnis über das Funktionieren des Klimas verbessern, andererseits Experimente ermöglichen, Theorien vergleichen und unerwarteten Ergebnissen auf die Spur kommen.</p>
<p><span id="more-10875"></span></p>
<p><strong>Wissenschaftliche Klimamodelle für politische Zwecke?</strong></p>
<p>Während Wissenschaftler nach wie vor daran arbeiten, mittels der Modelle besseres Verständnis des Klimageschehens zu erlangen, spielen Berechnungsergebnisse von Klimamodellen eine zentrale Rolle in der Entwicklung internationaler, nationaler, aber auch lokaler Politik. So benutzt etwa der IPCC („Weltklimarat“) Klimamodelle dazu, mögliche Ursachen neuerer Klimaänderungen abzuwägen, künftige Klimazustände vorherzusagen, Leitlinien für Emissionsreduktionen zu erstellen, Maßnahmen für örtliche Anpassungen vorzuschlagen und Empfehlungen zur Berechnung sozialer Kosten für CO2-Emissionen zu geben. Anders gesagt: Klimamodelle dienen politischen Zwecken.</p>
<p><strong>Unsicherheiten und Risikobewertungen von Prognosen</strong></p>
<p>Es ist der amerikanischen Wissenschaftlerin Judith A. Curry dafür zu danken, dass sie sich des Klimathemas aus der Sicht der nach wie vor bestehenden gravierenden Unsicherheiten und einer Risikobewertung der Klimaänderung angenommen hat. Curry ist emeritierte Professorin für Erd- und Atmosphärische Wissenschaften am Georgia Institute of Technology und Vorsitzende des Climate Forecast Applications Network, das sich mit Wetter- und Klimaprognosen befasst. In ihrem 2023 erschienenen Buch „Climate Uncertainty and Risk – Rethinking Our Response“ geht sie in einem eigenen Kapitel auf die Klimamodelle, deren Unsicherheiten und auch auf deren oft problematischen Anwendungen in der Politik ein.</p>
<p><strong>Riesiger Rechenaufwand</strong></p>
<p>Globale Klimamodelle haben Bausteine, die das Verhalten der Atmosphäre, der Ozeane, der polaren Eisschilde, der Landflächen und der Gletscher erfassen. Um Berechnungen möglich zu machen, wird die Erdatmosphäre in ein dreidimensionales Gitternetz aufgeteilt. Die kleinste Einheit dieses Netzes hat eine seitliche Ausdehnung (Länge mal Breite) von 100 bis 200 km, die Höhe beträgt charakteristischerweise 1 km, was angesichts der regionalen Besonderheiten, die in einem Klimaraum auftreten können, schon sehr grobmaschig erscheint. Dennoch ist der Rechenaufwand gigantisch: Würde man zur Erhöhung der Genauigkeit eine Komponente halbieren (also zum Beispiel die Höhe von 1 km auf 500 m senken), würde sich der Rechenaufwand verzehnfachen!</p>
<p><strong>Nichtlineare Zusammenhänge</strong></p>
<p>Die Vorgänge im realen Klima erscheinen komplex und chaotisch. Versucht man mathematisch zu beschreiben, was hier vor sich geht, treten sehr schnell die Grenzen der Berechenbarkeit zutage. Manche Mechanismen im Klima lassen sich in Form linearer Gleichungen beschreiben, sehr viele Vorgänge aber verlaufen anders: Man landet bei nichtlinearen Zusammenhängen und damit bei nur sehr schwer lösbaren naturwissenschaftlichen Formeln und damit in herausfordernden Mathematikaufgaben. Nichtlinearität bedeutet unter anderem auch, dass die Festlegung der Eingangsdaten sehr starke Auswirkungen auf die Ergebnisse haben kann. Anders gesagt: Man endet in Verwirrung oder gar im Chaos.</p>
<p><strong>Daten aus der Vergangenheit für Prognosen?</strong></p>
<p>Ein anderes Problem: Nach welchen Werten lässt sich ein solches Modell kalibrieren oder eichen? Die Modelle sollen zukünftiges Verhalten des Klimas vorhersagen können: Auf welchen Daten baue ich auf? Zum Abgleichen eines Modells liegen schließlich nur Werte aus der Vergangenheit vor, das noch dazu aus recht kurzen Zeitspannen: So sind belastbare Satellitendaten zum Beispiel über die Bewegungen des Meeresspiegels seit frühestens Mitte der Siebziger Jahre verfügbar. Nochmals das grundsätzliche Problem: Mangels anderer Möglichkeiten müssen Daten ausschließlich aus der Vergangenheit dazu herhalten, zukünftige Entwicklungen vorherzusagen.</p>
<p><strong>Prognosefähigkeit der Modelle ist beschränkt hilfreich</strong></p>
<p>Im Hinblick auf die Eignung von Klimamodellen für eine Empfehlung von Maßnahmen zur Klimaanpassung und damit verbundene Entscheidungen zitiert Judith Curry eine Stellungnahme des „Earth Institute“ und des „Red Cross Climate Center“ der Columbia Universität: „Vorhersagen aus Klimamodellen können viele Aspekte des Klimasystems erfassen und helfen bei Schadensbegrenzung und Anpassungsstrategien im weitesten Sinn, aber ihr Einsatz zur Steuerung örtlicher Maßnahmen zur Anpassung ist nicht gerechtfertigt. Klimamodelle sind nicht in der Lage, räumlich oder zeitlich eingegrenzte Zustände in einer derart präzisen Art vorherzusagen, wie dies oft geschieht, und die beim Empfänger der Information (ungerechtfertigterweise, Anm.) hohes Vertrauen bewirkt.“</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Quelle: Judith A. Curry, „Climate Uncertainty and Risk – Rethinking Our Response“, Anthem Press, 2023</p>
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		<title>“Systems change – not climate change?”</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Feb 2025 13:33:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Nicht nur für historisch Interessierte kann es interessant sein, die Entstehung gesellschaftlicher Phänomene bis in ihre Anfänge zurückzuverfolgen. Das trifft auch für das Thema „menschgemachte Klimaerwärmung“ und seine angedrohten Begleiterscheinungen wie soziale Unruhen, Migration etc. zu. Das umso mehr, als es seit Jahren in den Medien präsent ist und von der grün-linken Seite der Politikarena [...]]]></description>
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<p>Nicht nur für historisch Interessierte kann es interessant sein, die Entstehung gesellschaftlicher Phänomene bis in ihre Anfänge zurückzuverfolgen. Das trifft auch für das Thema „menschgemachte Klimaerwärmung“ und seine angedrohten Begleiterscheinungen wie soziale Unruhen, Migration etc. zu. Das umso mehr, als es seit Jahren in den Medien präsent ist und von der grün-linken Seite der Politikarena am Köcheln gehalten wird. Aufrufe zu Verzicht auf Liebgewordenes, zu Einschränkungen in vielen Lebensbereichen und zu Verhaltensänderungen sind mittlerweile an der Tagesordnung. Geht es mehr um System- als um Klimawandel?</p>
<p><span id="more-10532"></span><strong>Was ist hier unter Systemwandel zu verstehen?</strong></p>
<p>Die meisten gesellschaftlichen Veränderungen ereignen sich allmählich entsprechend den sozialen, wirtschaftlichen und geistigen Gegebenheiten, und zwar von unten nach oben. Der soziale Konstruktivismus, wie ihn Marx aufs Tapet brachte, schuf von oben herab Gegensätze wie Unterdrückte gegen Unterdrücker, Proletariat gegen Bourgeois, später Arbeiter gegen Industrielle, Indigene gegen Kolonialherren etc. Diese verordneten Feindbilder verlangten nach Reaktionen, Reformen, Revolutionen, um beabsichtigte „ideale“ Gesellschaften zu formen. Auch die Treiber der Klimabewegungen verlangen Reformen, Verhaltensänderungen, auch sie haben konstruktivistische Vorstellungen davon, wohin sich der Gesellschaftsumbau entwickeln soll.</p>
<p>Nachstehend zeige ich zwei Beispiele von in meinen Augen markanten Aussagen und Ereignissen auf, die uns zur heutigen Art von Klimapolitik geführt haben, die sich mehr und mehr als „von oben“ versuchter Systemumbau entpuppt:</p>
<p>Erstes Beispiel:</p>
<p><strong>„Die globale Revolution“, Bericht des Club of Rome, 1991</strong></p>
<p>Auszug aus Kapitel 4, „Das Vakuum und die menschliche Misere“:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Offensichtlich brauchen die Menschen eine gemeinsame Motivation, genauer einen gemeinsamen Feind, als Ansporn zu gemeinsamem Handeln. Im gegenwärtigen Vakuum scheint es eine solche Motivation nicht zu geben – oder sie muss erst noch gefunden werden.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Das Bedürfnis nach einem gemeinsamen Feind ist in der Geschichte weit verbreitet. Staaten haben versucht, von innenpolitischen Fehlschlägen und inneren Widersprüchen durch einen äußeren Feind abzulenken. Die Praxis, einen Sündenbock zu suchen, ist so alt wie die Menschheit. Wenn die Lage im eigenen Land allzu schwierig wird, lenkt man die Aufmerksamkeit durch außenpolitische Abenteuer davon ab. Man vereint die gespaltene Nation im Kampf gegen den äußeren Feind, den es entweder wirklich gibt oder den man zu diesem Zweck erfindet. Gibt es den traditionellen Feind nicht mehr, entsteht die Versuchung, religiöse oder ethnische Minderheiten, an deren Andersartigkeit man sich stößt, zu Sündenböcken zu machen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Können wir ohne Feinde leben? Die Staaten unserer Welt waren bisher so sehr daran gewöhnt, ihre Nachbarn in Freund und Feind einzuteilen, dass sich durch das plötzliche Fehlen traditioneller Gegner für Regierungen und öffentliche Meinung eine große Lücke auftut. Daher müssen neue Feinde gefunden, neue Strategien erdacht und neue Waffen entwickelt werden.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Natur und der geografische Standort der neuen Feinde mögen anders sein, aber sie sind deshalb nicht weniger wirklich. Sie bedrohen die ganze Menschheit, und Sie heißen Umweltverschmutzung, Wasserknappheit, Hunger, Unterernährung und Arbeitslosigkeit. Es sieht jedoch so aus, als seien die neuen Feinde noch nicht so klar erkannt, dass sie weltweiten Zusammenhalt und internationale Solidarität im Kampf gegen sie provozieren könnten.</p>
<p style="padding-left: 30px;">In ihrer Gesamtheit und ihrem Zusammenwirken konstituieren diese Phänomene tatsächlich eine gemeinsame Bedrohung, die die Solidarität aller Völker herausfordert. Aber wenn wir sie als Feinde bezeichnen, gehen wir in die Falle, vor der wir bereits gewarnt haben: Wir verwechseln Symptome mit Ursachen. Denn alle diese Gefahren werden durch menschliche Eingriffe in die Natur verursacht, und sie können nur durch veränderte Einstellungen und ein verändertes Verhalten überwunden werden. <em>Der wahre Feind der Menschheit ist die Menschheit selbst.&#8221;</em></p>
<p>Folge dieser Aussagen:</p>
<p>Politiker bilden sich ein, man müsse den Menschen vor sich selbst schützen, was natürlich nur durch Bevormundung, Gängelung und ständiges Betreiben eines breit angelegten Schuldkomplexes (Zu hoher Güterverbrauch, zu viel Luxus, zu viel Kunststoff etc., daher müssen wir zurück zum romantischen einfachen, kargen Leben) möglich ist.</p>
<p>Zweites Beispiel:</p>
<p><strong>IPCC, Madrid, November 1995</strong></p>
<p>Es ist der letzte Tag der Sitzung eines Gremiums des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), einer UNO-nahen Organisation, die man auch als „Weltklimarat“ bezeichnet. Das Resümee von Kapitel 8 des zweiten wissenschaftlichen Sachstandsberichts ist äußerst skeptisch gegenüber jeder Behauptung, es sei eine Erwärmung im Weltklima nachgewiesen worden und diese könne auf den Einfluss des Menschen zurückgeführt werden. Dem Bericht vorangestellt wird eine Zusammenfassung für Politiker, deren Autoren im Gegenteil dazu behaupten, dass der eindeutige Nachweis erbracht sei, der Einfluss des Menschen habe die Erwärmung des Klimas zur Folge. Letztere setzen sich durch, das Resümee von Kapitel 8 wird gestrichen.</p>
<p>Folge dieses Ereignisses:</p>
<p>Ab nun vermeinen Aktivisten und Politiker, entgegen allen Tatsachen den „wissenschaftlichen  Beweis“ des menschgemachten Klimawandels in Händen zu halten und versuchen, vor diesem Hintergrund eine Politik gesellschaftlicher Veränderungen noch mehr anzutreiben.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Quellen:</p>
<p>-    Spiegel Spezial 2/1991, Bericht des Club of Rome 1991, „Die globale Revolution“, Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, Hamburg</p>
<p>-    Bernie Lewin, Wie die Wissenschaftler der Welt für den „Klimawandel“ weichgeklopft wurden, 2. Auflage, Ahriman-Verlag, 2021</p>
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		<title>„Ein Gespenst geht um in Europa …“</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Nov 2024 12:48:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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„… das Gespenst des Kommunismus.“ So beginnt das Kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels aus dem Jahre 1848. Das im Jahr 1997 erschienene „Schwarzbuch des Kommunismus“ gibt die Zahl der Menschenleben, die diese unselige Ideologie im Laufe der Zeit gefordert hat, mit einhundert Millionen an, der Großteil davon in China und in der [...]]]></description>
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<p>„… das Gespenst des Kommunismus.“ So beginnt das Kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels aus dem Jahre 1848. Das im Jahr 1997 erschienene „Schwarzbuch des Kommunismus“ gibt die Zahl der Menschenleben, die diese unselige Ideologie im Laufe der Zeit gefordert hat, mit einhundert Millionen an, der Großteil davon in China und in der früheren Sowjetunion. Wurde dieses Gespenst deshalb nicht schon längst auf den Schindanger der Weltgeschichte verbannt? Die Antwort: Leider nein! Es ist nach wie vor präsent, auch hier im Westen. Sehr subtil zwar, aber sogar im Thema Klimawandel mischt es mit.</p>
<p><span id="more-10382"></span></p>
<p>Zum Verständnis der Sachlage muss man etwas ausholen: Wer das Entstehen der Umweltschutzbewegungen im deutschsprachigen Raum beginnend mit den Siebziger-Jahren miterlebt hat, weiß, dass die ersten politischen Grün-Initiativen als Abspaltungen von bürgerlich-konservativen Parteien begonnen haben. Einige Jahre später sind aber zu diesen Parteien sogenannten Alternativ-Bewegungen dazugestoßen. Letztere vertraten ganz offen eine aggressive linksgerichtete Agenda, aus denen die Anti-Atom-Bewegung besonders hervorstach.</p>
<p><strong>Das Entstehen der Wassermelonen</strong></p>
<p>Seit dieser Zeit sind die grünen Parteien in meinen Augen politisch gesehen das, was der britische Autor James  Delingpole als „Watermelons“ bezeichnet, als Wassermelonen – nach Außen grün, im Inneren rot. Alles Linke braucht zum Überleben Feindbilder. Den „Grünen“ genügten irgendwann nicht mehr die Atomkraft, sondern das Feindbild wurde die bestehende Lebensweise, die – allerdings teilweise durchaus zurecht – als überholt und umweltvernichtend angeprangert wurde. Diese Abneigung wandelte sich schließlich durch ständiges Getrommel eines „Zurück zur Natur“ in eine generelle Kampfansage gegen die westliche Lebensart als Ganzes.</p>
<p><strong>Medialer Linksdrall …</strong></p>
<p>Das ist alles kein Zufall. Denn nicht nur die Alternativen waren ein Kind der 68er-Bewegung, die von der politischen Linken getragen oder zumindest dominiert wurde. Im Rahmen dessen, was man den „Marsch durch die Institutionen“ nennt, hat der gesellschaftliche Linksdrall große Teile des politischen und medialen Lebens, der Intellektuellen, der Medienlandschaft, der Politik und der Verwaltung mit seiner Denkweise erfasst und durchsetzt. Das ist bis heute so geblieben: In Österreich etwa ist beispielsweise der Großteil der Journalisten quer über alle Medien weit grün-links verankert, während die Bevölkerung des Landes gemessen an den letzten Wahlen zum weitaus überwiegenden Teil einen Standpunkt „Mitte – Rechts“ einnimmt.</p>
<p><strong>… und Meinungsdiktatur …</strong></p>
<p>Wie die Geschichte lehrt, braucht linkslastige Denkweise für ihre Existenz nicht nur Feindbilder, sie bekämpft aktiv auch Meinungen, die sie nicht selbst initiiert und geprägt hat. Das kann bis zu totalitärem Gehabe führen mit allen Arten von „Cancel Culture“, die wir zurzeit erfahren, zum Ausschluss von Beiträgen und Menschen, die von der vorgegebenen Linie abweichen. Sehr schön ist am Thema Klimawandel zu beobachten: Im von Mainstream-Medien getragenen Meinungsfeld wird längst darauf beharrt, dass das vom Menschen freigesetzte CO2 die alleinige Ursache des Klimawandels darstellt. Wer dies anzweifelt oder gar darüber diskutieren will, gilt nicht als Skeptiker, sondern wird gleich einmal als Klimaleugner abgekanzelt.</p>
<p><strong>… ohne Selbstdenken und Nachforschen?</strong></p>
<p>Der nimmermüde Verweis auf zahlreiche und renommierte Wissenschaftler, die andere, durchaus plausible und überlegenswerte Erklärungen anbieten, wird als Beleidigung gesunden Menschenverstandes angeprangert, kritisches Nachbohren gilt fast schon als Nötigung. Solcher Unwille kommt nicht etwa von schlichten Gemütern, sondern erfahrungsgemäß durchaus von Personen, die auf akademische Meriten verweisen können, von Mitmenschen also, von denen man ein gut abgewogenes Urteil erwarten dürfte. Aber Selbstdenken und selbst Nachforschen ist auch in weiten Kreisen dieser Klientel offenbar unerwünscht.</p>
<p><strong>Ergebnis der Indoktrination</strong></p>
<p>Die jahrelange Indoktrination mit einer als unvermeidbar dargestellten Klimakatastrophe hat gut gewirkt, auch das Impfen mit Schuldgefühlen wegen der vorhin erwähnten westlichen Lebensart. Die Last des Aufbringens unvorstellbarer Geldmengen zur Erreichung eines Netto-Null an CO2 wird nicht nur ergebenst hingenommen, sondern entschieden befürwortet, der großindustriell durchgeführte Ausbau teurer Wind- und Solarkraft wird bejubelt. Die Versorgung mit arg verteuerter Energie wird als notwendige Begleiterscheinung einer „Energiewende“ in Kauf genommen. Übrigens: Dass man von einer Umwelt-Aktivistin im Ministeramt keine ausgewogenen Entscheidungen in Bezug auf Autobahnbauten erwarten kann, sollte nur Naive überraschen.</p>
<p><strong>Den Pfad der Wissenschaft verlassen …</strong></p>
<p>Aber es kommt noch ärger: Es gibt hochangesehene und daher vielfach medienpräsente Wissenschaftler, die die herrschende Erzählung des menschgemachten Klimawandels unterstützen und satten Klimakatastrophismus verbreiten. Das ist ihr gutes Recht. Was aber jeden aufmerksamem Zuhörer abstoßen sollte ist, dass sie im Rahmen ihrer einprägsamen Darbietungen so ganz nebenbei den Pfad der Wissenschaft verlassen und der andächtig lauschenden Zuhörerschaft ihre Sicht der Notwendigkeit einer neuen (sprich: kommunistischen) Gesellschaftsordnung unterjubeln wollen. Dazu seien zwei Beispiele genannt.</p>
<p><strong>… und Ideologien propagieren</strong></p>
<p>Erstes Beispiel: Frau Dr. Kromp-Kolb – emeritierte Universitätsprofessorin und weithin anerkannte Klimawissenschaftlerin – präsentierte in einem Vortrag am 5. November 2024 in St. Margarethen an der Raab in der Steiermark &#8211; so verstehe ich das &#8211; eine Zukunft des kollektiven Verzichts, die in meiner Abschätzung nur durch weitgehende Bevormundung und knallharte Verbote zu erreichen sein würde. Was wäre das anderes als das, was die Länder Osteuropas Jahrzehntelang durchgemacht haben? – Zweites Beispiel: Der deutsche Wissenschaftler Professor Dr. Hans Joachim Schellnhuber, angesehener Klimaforscher, schlägt in einem Beitrag, der auf YouTube einsehbar ist (Quelle: Siehe unten), als Maßnahme gegen den Klimawandel &#8211; wenn ich richtig gehört habe &#8211; nichts Minderes vor als einen „guten Kommunismus“ …</p>
<p><strong>Bleibt nur: Selbst informieren und Schlussfolgerungen ziehen</strong></p>
<p>Wie soll man sich in dieser Situation als kritischer Bürger verhalten? Erste Pflicht wäre wohl, sich selbst umfassend zu informieren und daraus seine eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen. Und zwar nicht nur einseitig! Sowohl Befürworter als auch Gegner der Erzählung vom menschgemachten Klimawandel sollten gehört werden. Ein falscher Weg – egal, wie der aussehen mag – könnte in vieler Hinsicht teuer werden. Und jeglicher Ansatz, der unsere Gesellschaft in kommunistische Gefilde führt, ist wohl strikt abzulehnen! Nachstehend sind ein paar Quellen für Vorträge angegeben, die man sich ansehen kann, einige davon sind in englischer Sprache gehalten. Es gibt natürlich noch viel, viel mehr davon.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><em>Einige Quellen des Autors:</em></p>
<p><em>Beispiele für Befürworter des menschgemachten Klimawandels und der sich daraus vorgeblichen Katastrophen:</em></p>
<p>-          Dr. Helga Kromp-Kolb, emeritierte Universitätsprofessorin, bekannte Klimaforscherin, Vortrag in St. Margarethen a. d. Raab, Steiermark, am 05.11.2024; von Dr. Kromp-Kolb gibt es viele Vorträge auf Youtube!</p>
<p>-          Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, „Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber &#8211; Jung &amp; Naiv: Folge 515“ <a href="https://www.youtube.com/watch?v=5UKySSUv8QI">https://www.youtube.com/watch?v=5UKySSUv8QI</a>, auch von ihm gibt es viel Material auf Youtube</p>
<p><em>Beispiele für Wissenschaftler, die keine vom Menschen verursachte Klimakatastrophe sehen:</em></p>
<p>-          Emeritierter Universitätsprofessor Dr. Richard Lindzen  im Interview mit Dr. Jordan Peterson, siehe <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7LVSrTZDopM">https://www.youtube.com/watch?v=7LVSrTZDopM</a> (Englisch)</p>
<p>-          Emeritierter Universitätsprofessor Dr. William Happer, „CO2 – The Gas of Life“, Vortrag am 03.10.2023, siehe <a href="https://www.youtube.com/watch?v=tXJ7UZjFDHU">https://www.youtube.com/watch?v=tXJ7UZjFDHU</a> (Englisch)</p>
<p>-          Dr. Martin Steiner (Wien), im Gespräch mit S. M. Fiedler, „Klimawandel &#8211; die Zahlen des IPCC sind falsch“, siehe <a href="https://www.youtube.com/watch?v=erVtCgjPTOE">https://www.youtube.com/watch?v=erVtCgjPTOE</a></p>
<p>- Nachträglich ergänzt: Fürchtet Euch nicht vor CO2 (Dr. Bernhard Strehl) | Apolut im Gespräch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=emcTwjFNBG0">https://www.youtube.com/watch?v=emcTwjFNBG0</a></p>
<p><em>Alllgemein:</em></p>
<p>-           “IPCC Climate Change 2021 – The Physical Science Basis”, Working Group I contribution to the Sixt Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC AR6 WGI), Bericht des “Weltklimarats”, 3.949 Seiten (Englisch)</p>
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		<title>Zukunft, Hoffnung und der Klimawandel</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Nov 2024 07:15:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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Nachkriegsgeborene des Jahrgangs 1948 dürften noch gut die Jahre des Aufbaus in Erinnerung haben, die sie als Kind miterlebt haben. Meine Schwester und ich hatten das Privileg, in einem Haus aufzuwachsen, das meine Eltern mit starker Hilfe meiner Großeltern errichtet hatten. Ansonsten aber herrschten sehr einfache Verhältnisse, an allem Materiellen wurde gespart. Wir lernten, bescheiden [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></dt>
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<p>Nachkriegsgeborene des Jahrgangs 1948 dürften noch gut die Jahre des Aufbaus in Erinnerung haben, die sie als Kind miterlebt haben. Meine Schwester und ich hatten das Privileg, in einem Haus aufzuwachsen, das meine Eltern mit starker Hilfe meiner Großeltern errichtet hatten. Ansonsten aber herrschten sehr einfache Verhältnisse, an allem Materiellen wurde gespart. Wir lernten, bescheiden zu leben, nichts zu verschwenden, zu sparen, zu verzichten, auch auf Dinge, die andere sich leisten konnten. Aber wir vertrauten auf die Zukunft und hatten Hoffnung, dass es uns einmal besser gehen würde.<br />
<span id="more-10328"></span><br />
Szenenwechsel zu einem Vortrag der emeritierten Universitätsprofessorin Dr. Helga Kromp-Kolb, neben vielen Tätigkeitsbereichen von den Medien gut eingeführt als prominente Klimaforscherin. Sie ist Trägerin vieler Auszeichnungen und weithin bekannt als Warnerin vor problematischen und als gefährlich angesehenen Auswirkungen des Klimawandels. Im ersten Eindruck eine sehr eloquente und fachlich in erstaunlich vielen Bereichen kompetente Frau, der man gerne zuhört und deren Darlegungen man bereitwillig aufnimmt. Der Vortrag findet offensichtlich statt im Rahmen einer Promo-Tour für ihr neuestes Buch „Für Pessimismus ist es zu spät: Wir sind Teil der Lösung“.</p>
<p><strong>Positive Pressestimmen</strong></p>
<p>Das Buch hat dem Vernehmen nach Herausforderungen des Klimawandels und praktische Konsequenzen daraus im Mittelpunkt. Die als Werbung präsentierten Pressestimmen auf der Verlagsseite sind – wie nicht anders zu erwarten – durchwegs positiv:  &#8220;Eine Vision, die Mut macht&#8221; (ORF), &#8220;Spannende und dichte Zusammenschau von Klimaszenarien weit über den Tellerrand hinaus&#8221; (Die Presse), &#8220;Eine Tour de Force in Sachen aufrüttelnder Information.&#8221; (Kleine Zeitung), &#8220;Verständlich und fundiert&#8221; (ÖGZ Österreichischer Städtebund) und &#8220;Ein Mutmacher&#8221; (Der Standard). – Das Buch selbst kenne ich nicht, aber es ist anzunehmen, dass der erwähnte Vortrag einen guten Abriss des Inhalts darstellte.</p>
<p><strong>Die Doomsday-Clock</strong></p>
<p>Die Rede der Professorin beginnt mit dem Paukenschlag einer Apokalypse unvorstellbaren Ausmaßes. Apokalypse nicht durch Klima, sondern durch Auswirkungen eines weltweiten und totalen Atomkrieges. Dieser hätte unmittelbar den Tod  von etwa vierhundert Millionen Menschen zur Folge. Mitsamt den nuklearen und meteorologischen Nachwirkungen – insbesondere durch den zu erwartenden nuklearen Winter – könnte das Leben von weiteren fünf Milliarden ausgelöscht werden. Das aufmerksam lauschende Publikum müsse zur Kenntnis nehmen, dass es auf der „Doomsday Clock“ zurzeit bereits neunzig Sekunden vor Zwölf sei.</p>
<p><strong>Aufmerksamkeitsdefizit</strong></p>
<p>Die Auswirkungen des Klimawandels werden eindrücklich dargestellt, wozu ich bekennen muss, dass sich ob der Fülle bereits bekannter und von anderer Seite wiederholt gemeldeter Informationen und der Gewichtigkeit der immer wieder geäußerten Folgen etwa eines steigenden Meerwasserspiegels meinerseits allmählich ein gewisses Aufmerksamkeitsdefizit bemerkbar macht. Irgendwie sind für mich alle diese Ausführungen oder Fakten oder Annahmen oder Vermutungen oder Forschungsergebnisse schon zu abgedroschen, um noch unter die Haut zu gehen. Das liegt am Thema und ist kein Vorbehalt gegen die Vortragende, die ihre Botschaft wohl aus tiefster Überzeugung und mit bestem Vorsatz überbringt.</p>
<p><strong>Verzichts- als Lösungsvorschläge </strong></p>
<p>Irgendwann kringelt sich der Fluss der Darlegungen in die finale Frage ein: Was können wir tun, um das alles aufzuhalten? Jetzt wird als Antwort – so empfinde ich das – der unangenehm angerührten Gefühls-Gemengelage der Zuhörer reichlich Optimismus beigemischt nach dem Merkel’schen Motto „Wir schaffen das“. Wie? Durch Verzicht natürlich, auf eigenes Auto, auf Flugreisen, auf Fleisch, das ja besonders ineffizient durch Futteranbauflächen über Tierhaltung gewonnen werden muss, auf fossile Energie sowieso, auf Konsum von Billiggütern, etc., etc. Der Fantasie an Möglichkeiten werden keine Grenzen gesetzt, geht es doch auch bei zwei oder mehr Grad Plus der Globaltemperatur ums nackte Überleben der Menschheit …</p>
<p><strong>Wer geht voran, was ist der „Neue Sinn des Lebens“? </strong></p>
<p>Im Auditorium sitzen auch einige junge Leute, vielleicht Mittelschüler oder Gymnasiasten. Die 1948er-Generation hat aus Verzicht heraus auf Zukunft und Hoffnung gebaut. Die jungen Leute von heute werden darauf eingeschworen, ihre Zukunft und Hoffnung in den materiellen Verzicht zu setzen. Um das Klima und damit die Welt zu retten auch gleich in ein anderes Wirtschaftssystem. In eine karge Zukunft mit schlichtem Wohnen, ohne Auto, mit möglichst wenig Konsum. Neuer Sinn des Lebens könnte ein möglichst geringer CO2-Fußabdruck sein. Weniger Materielles, stattdessen sollen mehr Kultur und bessere Beziehungen Erfüllung bringen.  – Klingt alles gut, aber wer, dem materiell nichts abgeht, geht voran, wer fängt mit dem Verzicht an? Wer, der derlei Dinge propagiert, lebt das Beispiel selbst? Und: Wie lässt sich der Erfolg der Bemühungen messen?</p>
<p><strong>Wie soll eine hoffnungsvolle Zukunft aussehen?</strong></p>
<p>Der Soziologe Andy A. West hat den Klima-Katastrophismus als eine säkulare (weltliche) Religion entlarvt. Anhänger dieser Religion finden sich in allen Gesellschaftsschichten, auch unter Wissenschaftlern. Mir scheint, dass es einen Rand der Wissenschaft gibt, an dem Wissenschaft endet und eine schiefe und rutschige Ebene beginnt, auf der man unweigerlich in die Zone der Klima-Katastrophen-Religion abgleitet. Ich will nicht sagen, dass das auch bei der geschätzten Frau Kromp-Kolb der Fall ist. Aber ich sehe in allen Lösungsansätzen eine verengte Weltsicht, die meinem Bild der Realität und einer lebenswerten und hoffnungsvollen Zukunft völlig entgegensteht.<br />
&#8212;</p>
<p><strong>Nachbemerkung</strong></p>
<p>Politisch gesehen erscheint mir die Verkündigung einer drohenden Klimakatastrophe mitsamt dem Aufruf zur notwendigen Verhaltensänderung als ein Projekt der äußersten linken Politsphäre. Betrifft dieser Vorstoß doch nicht nur den Klimawandel, sondern nimmt diesen letztendlich zum Vorwand für einen als unumgänglich erachteten Systemwandel („system change – not climate change“) vor allem wirtschaftlicher Art. Wie? Wohl nur nach dem Drehbuch marxistisch angehauchter Utopie. Das sollten wir uns in der „Klima-Diskussion“ immer vor Augen halten.</p>
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		<title>Wissenschaftsaberglauben im 21. Jahrhundert?</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2024/07/12/wissenschaftsaberglauben-im-21-jahrhundert/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Jul 2024 10:51:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Es ist bemerkenswert, wie sehr unter Zeitgenossen die Überzeugung verbreitet ist, der Klimawandel sei allein durch das von der Menschheit ausgestoßene Kohlendioxid verursacht und das sei doch wissenschaftlich unzweifelhaft erwiesen. Des Weiteren könnten „Klimakrise“ und „Klimakatastrophe“ nur durch einschneidende politische und gesellschaftliche – sprich ideologisch fundierte – Änderungen vermieden werden. Und natürlich sei Verzicht angesagt, [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-3063" title="Fragezeichen 2" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fragezeichen-21-150x150.jpg" alt="Frage" width="150" height="150" /></dt>
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<p>Es ist bemerkenswert, wie sehr unter Zeitgenossen die Überzeugung verbreitet ist, der Klimawandel sei allein durch das von der Menschheit ausgestoßene Kohlendioxid verursacht und das sei doch wissenschaftlich unzweifelhaft erwiesen. Des Weiteren könnten „Klimakrise“ und „Klimakatastrophe“ nur durch einschneidende politische und gesellschaftliche – sprich ideologisch fundierte – Änderungen vermieden werden. Und natürlich sei Verzicht angesagt, beim Fleischkonsum, bei Flugreisen, beim Autofahren, beim Energieverbrauch, beim Bodenverbrauch und so weiter.</p>
<p><span id="more-10108"></span>Und natürlich seien Wissenschaft und Technik jetzt gefordert, praktikable Lösungen zur Eindämmung von Überflutungen, Dürren, Wirbelstürmen, Erdrutschen und dergleichen aufzuzeigen und umzusetzen, so etwa zur Abscheidung von Kohlendioxid aus industriellen Prozessen, aber auch aus der Umgebungsluft, koste es, was es wolle. – Es herrscht in einem guten Teil der Bevölkerung offenbar der Glaube, dass, wenn es dann ans Praktische geht, die Wissenschaft genau die richtigen Lösungen für die echten oder eingebildeten Probleme der Welt bringen wird.</p>
<p><strong>Wissenschaftsaberglauben</strong></p>
<p>Der deutsch-schweizerische Philosoph Karl Jaspers (1883 – 1969) hat den Begriff „Wissenschaftsaberglauben“ geprägt. Er verstand darunter den absoluten Glauben, dass die Wissenschaft einen festen Halt in allen Lebensbereichen und Sinn und Ziele für das menschliche Leben geben kann. Was – nicht nur nach Jaspers – natürlich eine Illusion ist. Dazu kommt noch, dass Wissenschaft nie wertfrei und nie total objektiv sein kann, weil sie von Menschen betrieben wird, die – wie halt alle Menschen – nie ganz frei sind von inneren Interessen und äußeren Einflüssen, sei es ideologischer, gesellschaftlicher oder materieller Art.</p>
<p><strong>Wird „Die Wissenschaft“ einseitig?</strong></p>
<p>In diesem Zusammenhang ist es schon interessant zu beobachten, wie sehr jene Wissenschaftler in den Medien präsent sind, die sich der Erzählung des menschgemachten Klimawandels verschrieben haben. Gegenteilige oder zweifelnde Meinungen kommen in den Mainstreammedien nicht vor, und wenn doch werden sie tendenziell „Schwurblern“ oder „Klimaleugnern“ zugeschrieben. Mitunter werden solche Kritiker – siehe Judith Curry – vorzeitig aus einer Forschungsanstalt in den Ruhestand gedrängt. Dass dem wissenschaftlichen Mainstream entgegenstehende Meinungen in einem derartigen Klima finanziell nicht gefördert werden, versteht sich dann schon von selbst.</p>
<p><strong>Irrwege der Wissenschaft</strong></p>
<p>Dass „Mainstream-Wissenschaft“ auf fürchterliche Weise daneben liegen kann, wissen wir vom österreichisch-ungarischen Arzt Ignaz Semmelweis (1818 – 1865). Der Entdecker der Ursache des Kindbettfiebers in mangelnder Hygiene hatte lange Zeit gegen die Verächtlichmachung seiner richtigen und für Mütter lebensversichernden Erkenntnisse kämpfen müssen. Ein anderes Beispiel ist die Eugenik, auch als Erbgesundheitslehre bezeichnet, die von zahlreichen Gelehrten getragen wurde und die im „Dritten Reich“ zur Vernichtung „unwerten Lebens“ geführt hat. Auch diese Ideologie ist auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet.</p>
<p><strong>Kritischer Blick auf die Wissenschaft</strong></p>
<p>Weil vom „Dritten Reich“ die Rede war: Eine ihrer bestimmenden Ideologien bestand in der Pseudowissenschaft der „Rassenlehre“. Die deutsch-amerikanische Publizistin Hannah Arendt (1906 – 1975) setzte sich in ihrem Buch „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft – Antisemitismus, Imperialismus, totale Herrschaft“ auch intensiv mit Rassismus auseinander und warf in diesem Zusammenhang einen kritischen Blick auf die Rolle der Wissenschaft und dem Einfluss, dem Wissenschaftler in Bezug auf gängige Ideologien und Erwartungen der Öffentlichkeit ausgesetzt sind*:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Jede Ideologie ist eine politische Waffe gewesen, bevor sie zu einer theoretischen Doktrin entwickelt wurde. Dabei kann es passieren, dass die Ideologie ihren ursprünglichen politischen Gehalt ändert, und dies ist bei der Rassenideologie in der Tat der Fall; aber ohne den direkten Kontakt mit dem politischen Leben der Zeit und seinen zentralen Problemen kommt sie niemals aus. <strong>Ihr pseudowissenschaftlicher Aspekt ist sekundär und entstammt</strong> einmal dem allgemeinen Wissenschaftsaberglauben des 19. Jahrhunderts und andererseits <strong>einfach der Tatsache, dass Wissenschaftler dem Druck der öffentlichen Meinung und ihrer jeweiligen Überzeugungen nicht weniger ausgesetzt und manchmal für sie sogar anfälliger waren als irgendwer sonst. </strong></em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts zeigen gerade Gelehrte und Forscher eine peinliche Neigung, sich aus der Stille ihrer Studierzimmer in das zu stürzen, was sie für das wirkliche Leben halten, um dort der Masse mit einem großen Aufwand an angeblich rein wissenschaftlichen Resultaten das zu predigen, was sie ohnehin glaubt. Auf diese Weise, und nicht auf dem Wege objektiver Forschung, dringen dann die ideologischen Kategorien ihrerseits auch in die wirkliche Wissenschaft, und von solchen Ideologisierungen ist heute nicht eine Disziplin, sei es der Natur- oder Geisteswissenschaften, wirklich frei. </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Dies hat wiederum viele Historiker in ihrer Tendenz, die Naturwissenschaften für den Rassenunsinn verantwortlich zu machen, bestärkt und sie verführt, bestimmte philologische oder biologische „Forschungsresultate“ für die Ursachen statt für die Folgen der Rasseideologie zu halten. In Wahrheit liegen die Ursachen überall im Politischen und brauchten oft Jahrhunderte, um mit den Traditionen der Forschung selbst fertig zu werden und „Resultate“ zu produzieren, die bestimmten, politisch begründeten Überzeugungen entsprachen. </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>So hat die Lehre, dass „Macht Recht“ ist, vom 17. bis zum 19. Jahrhundert warten müssen, bis die Naturwissenschaften ihr mit einem biologischen Gesetz von der Erhaltung des Stärkeren aufwarten konnten. Hätten, um das gegenseitige Beispiel zu nehmen, Untergangstheorien der politischen Stimmung des 19. Jahrhunderts so entsprochen wie die Fortschrittsideologie, so hätte sich vermutlich die Theorie de Maistres und Schellings durchgesetzt, derzufolge wilde Stämme und barbarische Völker nicht der Beginn, sondern der Überrest großer Zivilisationen sind.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Unter solchen Umständen hätten wir wahrscheinlich nie etwas von den „Primitiven“ gehört, und kein Wissenschaftler wäre auf die Idee gekommen, dem „missing link“ zwischen Affe und Mensch nachzuforschen<strong>. Bei all diesen Sachverhalten kann es sich unmöglich darum handeln, die Wissenschaft als solche zu diffamieren;  deshalb aber darf man nicht außer Acht lassen, dass Wissenschaftler genauso wie alle anderen Menschen im politischen Gefüge der Zeit stehen und dass wir von einer Wissenschaft, die sich ohne die leider immer unzulänglichen Wissenschaftler behelfen könnte, noch nie etwas vernommen haben.</strong></em></p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Was die Erzählung vom menschgemachten Klimawandel und die Rolle des Kohlendioxid  betrifft, ist mittlerweile höchste Zeit, eine offene Diskussion über mögliche andere Ursachen zu führen. Das Unterdrücken jeglicher kritischer Stimme und die fehlende Diskussionsbereitschaft sind ansonsten ein klares Indiz dafür, dass es in der Diskussion um den Klimawandel nicht um Wissenschaft im klassischen Sinn geht, sondern dass hier nur eine Ideologie (oder im Sinne von Andy A. West: Eine Religion) durchgedrückt werden soll, die sich nicht entblödet, eine „indoktrinierte Masse“ zu erzeugen und diese zu gewünschten Verhaltensweisen hinzumanipulieren.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>*) Das Zitat ist der 24. Auflage 2022 der Piper-Taschenbuchausgabe Seiten 354 bis 356 entnommen und wurde lediglich den aktuellen Rechtschreibregeln angepasst, Hervorhebungen in <strong>fett</strong> von Sonnek</p>
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		<title>CO2-Neutralität ist wohl nicht erreichbar</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jun 2024 11:24:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Der aus Tschechien stammende kanadische Universitätsprofessor Vaclav Smil war schon öfter „Gast“ in dieser Blogreihe. Er ist bekannt durch seine etwa fünfzig Bücher, von denen zum Glück auch einige bereits auf Deutsch erschienen sind und in denen er die Erkenntnisse seiner Forschungen über wichtige Themen der Zeit mit penibler Genauigkeit darlegt und stets mit Zahlen [...]]]></description>
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</div>
<p>Der aus Tschechien stammende kanadische Universitätsprofessor Vaclav Smil war schon öfter „Gast“ in dieser Blogreihe. Er ist bekannt durch seine etwa fünfzig Bücher, von denen zum Glück auch einige bereits auf Deutsch erschienen sind und in denen er die Erkenntnisse seiner Forschungen über wichtige Themen der Zeit mit penibler Genauigkeit darlegt und stets mit Zahlen untermauert. Smil konzentriert sich auf das Schreiben, Medienauftritte meidet er grundsätzlich, weil ihm Privatheit wichtig ist und weil er der Meinung ist, dass es ohnehin genug Leute gibt, die sich in die Medien drängen.</p>
<p><span id="more-10046"></span>Unlängst hat er über das Fraser Institut, eine Denkfabrik in Vancouver, Kanada, einen 48-seitigen Bericht veröffentlicht mit dem Titel “<a href="https://www.fraserinstitute.org/sites/default/files/halfway-between-kyoto-and-2050.pdf">Halfway Between Kyoto and 2050: Net Zero Carbon Is a Highly Unlikely Outcome</a>,” in dem er eingeht auf das enorme Ausmaß des weltweiten Energiebedarfs, den nur sehr langsamen Übergang in nachhaltige Energiearten und auf die enormen Kosten, die mit dem Versuch einer Abkehr von Kohlewasserstoffen verbunden sind. Wie es seiner Gewohnheit entspricht, legt er in Bezug auf die weltweit angestrebte CO2-Neutralität bis 2050 jedem Abschnitt des Berichts aussagekräftige Zahlen hervor.</p>
<p>Nachstehend ein längerer Auszug, der wieder mit deepL übersetzt und geringfügig korrigiert wurde:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Was die Endenergieverwendung und die spezifischen Energieumwandlungen betrifft, so müssten im Zuge des Übergangs mehr als 4 Terawatt (TW) an Stromerzeugungskapazität, die derzeit in großen Kohle- und Gaskraftwerken installiert sind, durch die Umstellung auf kohlenstofffreie Quellen ersetzt werden; fast 1. 5 Milliarden Verbrennungsmotoren (Benzin und Diesel) in Straßen- und Geländefahrzeugen wären zu ersetzen; alle landwirtschaftlichen und pflanzenverarbeitenden Maschinen (einschließlich etwa 50 Millionen Traktoren und mehr als 100 Millionen Bewässerungspumpen) wären auf elektrischen Antrieb oder auf nicht-fossile Brennstoffe umzustellen; neue Quellen für Wärme, Heißluft und Heißwasser wären zu finden, die in einer Vielzahl von industriellen Prozessen (von der Eisenverhüttung über die Zement- und Glasherstellung bis hin zu chemischen Synthesen und der Konservierung von Lebensmitteln) verwendet werden, die heute fast 30 Prozent aller Endverbraucher fossiler Brennstoffe verbrauchen; mehr als eine halbe Milliarde Erdgasfeuerstätten, die derzeit Häuser und industrielle, institutionelle und gewerbliche Räume beheizen, wären durch Wärmepumpen oder andere Wärmequellen zu ersetzen; und neue Wege wären zu finden, um fast 120.000 Schiffe der Handelsflotten (Massengutfrachter für Erze, Zement, Düngemittel, Holz und Getreide sowie Containerschiffe, das größte mit einer Kapazität von etwa 24.000 Einheiten, die derzeit hauptsächlich mit Schweröl und Dieselkraftstoff betrieben werden) und fast 25.000 aktive Düsenflugzeuge, die die Grundlage des weltweiten Langstreckentransports bilden (die mit Kerosin betrieben werden), anzutreiben. .. Auf den ersten Blick und auch ohne fundierte technische und wirtschaftliche Analysen scheint dies eine unlösbare Aufgabe zu sein, wenn man bedenkt, dass</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>- Wir nur eine einzige Generation (etwa 25 Jahre) Zeit haben, um dies zu tun;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>- Wir noch nicht einmal den Höhepunkt des weltweiten Verbrauchs an fossilem Kohlenstoff erreicht haben; </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>- Auf den Höhepunkt kein sprunghafter Rückgang folgen wird; </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>- Wir immer noch keine kohlenstofffreien großtechnischen Prozesse zur Herstellung wichtiger Materialien eingeführt haben; und</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>- Die Elektrifizierung bis Ende 2022 nur etwa 2 Prozent der Personenkraftwagen (mehr als 40 Millionen) auf verschiedene Arten von batteriebetriebenen Autos umgestellt hat, und die Dekarbonisierung noch den schweren Straßenverkehr, die Schifffahrt und die Luftfahrt erreichen muss. </em></p>
<p>Smil taucht dann tief ein in das Thema Rohstoffe, Metalle und Mineralien, die für den Ersatz von Kohlewasserstoffen benötigt werden und legt ein besonderes Augenmerk auf Kupfer. Auch hier bringt er wiederum Zahlen in seine Überlegungen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Ersatz der heutigen 1,35 Milliarden Benzin- und Dieselfahrzeuge durch E-Fahrzeuge und die Versorgung des erweiterten Marktes (schätzungsweise 2,2 Milliarden Autos bis 2050) würde somit in den nächsten 27 Jahren fast 150 Millionen Tonnen zusätzliches Kupfer erfordern. Das entspricht mehr als sieben Jahren der heutigen jährlichen Kupfergewinnung für die zahlreichen industriellen und kommerziellen Verwendungen des Metalls&#8230; Kupfer bietet ein eindrucksvolles Beispiel für diese externen Umweltauswirkungen. Der Metallgehalt der ausgebeuteten Kupfererze aus Chile, der weltweit führenden Quelle für dieses Metall, ist von 1,41 Prozent im Jahr 1999 auf 0,6 Prozent im Jahr 2023 gesunken, und eine weitere Verschlechterung der Qualität ist unvermeidlich. Legt man den mittleren Reichtum von 0,6 Prozent zugrunde, so bedeutet dies, dass die Gewinnung von zusätzlichen 600 Millionen Tonnen Metall den Abbau, die Verarbeitung und die Ablagerung von fast 100 Milliarden Tonnen Abfallgestein (Bergbau- und Verarbeitungsabfälle) erfordern würde, was etwa doppelt so viel ist wie die derzeitige jährliche Gesamtmenge des weltweit gewonnenen Materials, einschließlich geernteter Biomasse, aller fossilen Brennstoffe, Erze und Industrieminerale sowie aller Massenbaustoffe. Der Abbau und die Deponierung solch enormer Mengen an Abfallmaterial hat einen sehr hohen Energie- und Umweltpreis.</em></p>
<p>Smil weist auch auf die irrsinnigen Kosten von Net Zero hin. Unter Berufung auf eine McKinsey-Studie, in der die Kosten für die Netto-Nullstellung auf etwa 275 Billionen Dollar zwischen 2021 und 2050 geschätzt wurden, sagt Smil, dass die tatsächlichen Kosten aufgrund der unvermeidlichen Kostenüberschreitungen mindestens 60 % höher liegen werden. Wenn man diese Überschreitungen hinzurechnet, schreibt er:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das würde die von McKinsey geschätzten Kosten für die globale Dekarbonisierung auf 440 Billionen Dollar oder fast 15 Billionen Dollar pro Jahr über drei Jahrzehnte erhöhen, so dass wohlhabende Volkswirtschaften 20 bis 25 Prozent ihres jährlichen BIP für den Übergang ausgeben müssten. Nur einmal in der Geschichte haben die USA (und Russland) einen höheren Anteil ihres jährlichen Wirtschaftsprodukts aufgewendet, und zwar für weniger als fünf Jahre, als sie den Zweiten Weltkrieg gewinnen mussten.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das BIP der USA beläuft sich derzeit auf etwa 25 Billionen Dollar. Wenn wir davon ausgehen, dass Netto-Nullenergie 20 % unseres BIP kosten wird, müssten die USA etwa 5 Billionen Dollar pro Jahr für die Dekarbonisierung ausgeben. Zum Vergleich: Der Haushalt des Verteidigungsministeriums wird sich 2025 auf etwa 850 Milliarden Dollar belaufen. Es erübrigt sich zu sagen, dass die Bereitstellung von 5 Billionen Dollar pro Jahr &#8211; oder auch nur eines Viertels dieser Summe für die Dekarbonisierung &#8211; nicht möglich sein wird.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p>Anmerkung: Erstellt unter Verwendung von Teilen des Artikels von Robert Bryce <a href="https://robertbryce.substack.com/p/vaclav-smil-calls-bullshit-on-net-zero">https://robertbryce.substack.com/p/vaclav-smil-calls-bullshit-on-net-zero</a></p>
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		<title>Solarenergie, Ideologien und Illusionen</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Apr 2024 12:27:17 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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Der Soziologe Andy A. West hat in seiner Studie „The Grip of Culture“ den Klimakatastrophismus als neue säkulare Weltreligion identifiziert. Ganz so nebenbei liefert seine Arbeit einige Angaben mit, die näherer Betrachtung wert sind. So ergibt eine Auswertung verfügbarer Daten, dass die größten Pro-Kopf-Raten an Solarflächen und damit -leistungen in jenen (nördlichen) Ländern installiert worden [...]]]></description>
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<p>Der Soziologe Andy A. West hat in seiner Studie „The Grip of Culture“ den Klimakatastrophismus als neue säkulare Weltreligion identifiziert. Ganz so nebenbei liefert seine Arbeit einige Angaben mit, die näherer Betrachtung wert sind. So ergibt eine Auswertung verfügbarer Daten, dass die größten Pro-Kopf-Raten an Solarflächen und damit -leistungen in jenen (nördlichen) Ländern installiert worden sind, die die geringste Anzahl von Sonnenscheinstunden aufweisen und damit zwangsläufig den geringsten wirtschaftlichen Nutzen erwarten lassen. Dort, wo die Sonnenscheindauer am höchsten ist, ist kaum Nutzung gegeben. Was bedeutet das?</p>
<p><span id="more-9959"></span><strong>Geringe Energiedichte und Diskontinuität der Solarenergie</strong></p>
<p>Was mich persönlich betrifft, werden es bald fünfzig Jahre, in denen ich mich mit Solarenergienutzung beschäftige, allerdings ausschließlich der thermischen Art. Aber schon von Anfang an musste jedem, der sich mit Solarnutzung näher beschäftigte – egal ob thermisch oder elektrisch mittels PV – klar sein, dass im Vergleich mit konventioneller Energiegewinnung ein wirtschaftlicher Wettbewerb nicht zugewinnen war. Dies ist allein schon der geringen Energiedichte der Solarenergie geschuldet, die im Vergleich zu konventionellen Anlagen einen höheren technischen Aufwand zur Gewinnung und damit höhere Investitionskosten erforderte.</p>
<p><strong>Höhere Investitionskosten </strong></p>
<p>Aber nicht nur das: Solarenergie fällt nicht gleichbleibend an, sondern nur tagsüber. Dazu kommen noch starke jahreszeitliche Schwankungen an verfügbaren Energieeinträgen und Leistungen. Das bedeutet, dass man eine kontinuierliche Nutzung nur über zusätzliche Speicherung erreichen kann. Bei einer Warmwasserbereitung ist dies ein ausreichend groß bemessener Warmwasserbereiter, bei einer PV-Anlage ein ausreichend großer Batterieblock. All das erhöht wiederum die Investitionskosten im Vergleich zu einer wesentlich einfacher gestalteten Anlage, die auf konventioneller Energie aufbaut.</p>
<p><strong>Der Ruf nach Förderungen</strong></p>
<p>Der Beginn der thermischen Nutzung von Solarenergie hier in Österreich fällt in die Zeit unmittelbar nach dem Yom-Kippur-Krieg 1973, der zu einem plötzlichen Anstieg der Energiekosten geführt hatte. Sobald sich in den Jahren danach Solarenergie in der Gebäudetechnik ein bisschen zu etablieren begann, ertönte der Ruf nach Förderungen aus öffentlichen Geldern zur Abdeckung der höheren Kosten. Er wurde fast ausschließlich damit begründet, dass man mit Solarenergie etwas Gutes täte, weil deren breiter Einsatz die Abhängigkeit von nahöstlichen Öllieferanten vermindern könnte.</p>
<p><strong>Ideologische Einflüsse auf Entscheidungen</strong></p>
<p>Jedem Häuslbauer war klar, dass Solarenergie lediglich einen Teil des Energiebedarfs seines Einfamilienhauses abdecken würde. Aber die Mehrkosten nahm man in Kauf, wobei infolge der aufkeimenden Sauren-Regen- und Waldsterben-Diskussion allmählich auch das Umweltthema als zweite bestärkende Komponente in Überlegungen zur Installation von Solaranlagen mit einfloss. Das bedeutete, dass die Entscheidung für Solarenergienutzung in Gebäuden in den seltensten Fällen nüchtern-rational und wirtschaftlich begründet erfolgte, sondern eher von den ideologischen Motiven Unabhängigkeit und Umweltschutz angeschoben wurde.</p>
<p><strong>Das Nicht-Rationale nimmt überhand</strong></p>
<p>Geschätzt ab 2010 ist die dritte ideologische Komponente in alle Überlegungen mit eingeflossen: Die Angst vor einer drohenden Klimakatastrophe, verursacht durch Erderwärmung wegen steigender vom Menschen verursachter CO2-Emissionen. Geht man vom aktuellen Bericht des „Weltklimarats“ aus, steigen zwar die Temperaturen, aber für Klima-Krisen- oder gar Katastrophen-Hysterie fehlt jede wissenschaftliche Grundlage. Nur: Was zählen schon wissenschaftlich begründete Fakten, wenn Medien erst einmal eine Sau gefunden haben, die man regelmäßig durchs Dorf treiben kann …</p>
<p><strong>Sind Großanlagen wirtschaftlich sinnvoll …</strong></p>
<p>Klargestellt sei, dass ich immer schon ein Befürworter der dezentralen Nutzung von Solarenergie für Gebäude war und es auch heute noch bin. Diesbezügliche Förderungen erachte ich nach wie vor für sinnvoll, egal ob für Solarthermie oder PV und egal, welche ideologischen Motive dahinterstehen mögen. Was ich aber ablehne, ist der Run auf großtechnische Anlagen, wie sie in den letzten Jahren auch in der Steiermark entstanden sind. Solche Anlagen können doch beim besten Willen niemals wirtschaftlichen Sinn ergeben! Das Einzige, wozu sie sie tatsächlich einen Beitrag leisten, sind höhere Strompreise, allen Förderungen zum Trotz.</p>
<p><strong>… oder schüren sie bloß Illusionen?</strong></p>
<p>Wenn ich das Zupflastern von Grünland als in höchstem Maße optisch als ärgerlich empfinde, selbst an Orten unter denen eine Deponie liegt wie in Rosental an der Kainach, dann mag das meine persönliche ästhetische Voreingenommenheit sein. Gefährlich aber scheint mir die von Aktivisten und Politikern bewusst oder unbewusst verbreitete Illusion, möglichst viele solcher Großanlagen könnten alle Energieprobleme lösen. Das ist aber mit Sicherheit nicht der Fall. Was ich von Politik, Energieversorgern und auch Förderstellen daher schon längst erwarte, ist völlige und ehrliche Transparenz über die rein wirtschaftliche Kosten-Nutzen-Relation aller derartigen Großanlagen, abseits aller ideologischen Überlegungen …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Über Schallmauer, Erhitzung und Rekordniveau</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2024 09:34:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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Am 14. Oktober 1947 durchbrach der US-amerikanische Testpilot Charles Elwood „Chuck“ Yeager mit dem raketengetriebenen Flugzeug Bell X-1 als erster Mensch im Horizontalflug in einer Höhe von 13.100 Kilometern die Schallmauer und erreichte eine Geschwindigkeit von 1.125 km/h oder Mach 1,06. Ein bedeutsamer Rekord. 15 Jahre später brachte es das Rekordflugzeug North American X-15 bereits [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></dt>
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<p>Am 14. Oktober 1947 durchbrach der US-amerikanische Testpilot Charles Elwood „Chuck“ Yeager mit dem raketengetriebenen Flugzeug Bell X-1 als erster Mensch im Horizontalflug in einer Höhe von 13.100 Kilometern die Schallmauer und erreichte eine Geschwindigkeit von 1.125 km/h oder Mach 1,06. Ein bedeutsamer Rekord. 15 Jahre später brachte es das Rekordflugzeug North American X-15 bereits auf 7.274 km/h  oder Mach 6,72, wobei sich die Außenhaut auf bis zu 650°C erhitzte. Beide Maschinen habe ich in Museen besichtigt. Die erste klein und zierlich, die zweite ein wuchtiges Ding.</p>
<p><span id="more-9894"></span>Aber was sind schon derlei technische Extrembeispiele, wenn wir die vorgeblich menschgemachte Erwärmung der Erdatmosphäre betrachten und dies aus der Perspektive einer Regionalzeitung tun? Hier überschlagen sich die wahren Rekorde! Zum Beispiel in diesem Lesestück:</p>
<p><strong>„März setzt den Wärmetrend munter fort (…). Global kündigt sich ein Hitzejahr an.“</strong></p>
<p>So lautet der Titel eines Artikels auf Seite 12 der Ausgabe der Regionalzeitung vom 5. März 2024. Der verfassende Redakteur liefert folgende aufrüttelnde Ausführungen:</p>
<p>„Und auch der März macht bisher keine Anstalten, vom <strong>Hitzetrend</strong> abzurücken. (…). Brachte es das gesamte Kalenderjahr 2023 laut den Daten des EU-Klimadiensts Copernicus bereits auf 1,48 Grad <strong>Erhitzung</strong> (verglichen mit dem Temperaturniveau des 19. Jahrhunderts), <strong>durchbrach</strong> die letzte 12-Monats-Periode sogar die 1,5-Grad-<strong>Schallmauer</strong>. Mitverantwortlich für den <strong>rasanten Temperaturschub</strong> ist neben der menschengemachten Erwärmung das (…) Klimaphänomen el Nino, das den <strong>Hitzetrend</strong> verstärkt. Forscher erwarten, dass die globalen Temperaturen (…) zumindest in der ersten Jahreshälfte auf <strong>Rekordniveau</strong> bleiben werden. Am Ende könnte 2024 tatsächlich das erste Kalenderjahr der Geschichte sein, das es auf mehr als 1,5 Grad <strong>Erhitzung</strong> gebracht hat.“</p>
<p><strong>Damit die Dramatik der Lage allen klar ist: </strong></p>
<p>Die Regionalzeitung ist von den Entwicklungen so sehr ergriffen, dass die Vorstellung einer Erwärmung allein nicht mehr ausreicht: Die Hitze muss her! Immerhin sprechen wir von 1,48 Grad! Physikalisch Interessierte müssen darüber hinaus zur Kenntnis nehmen, dass Temperaturen der Erdatmosphäre mittlerweile rasant genug steigen können, um die Schallmauer zu durchbrechen. Eine Eigenschaft, die man bislang – siehe oben – nur dinglichen Sachen wie Flugzeugen zugesprochen hatte. Und erst die Höhe der Erhitzung! Rekordniveau Hilfsausdruck, um mit Worten des Simon Brenner aus den Krimis von Wolf Haas zu sprechen.</p>
<p>Aber Spaß beiseite. Auf Seite 16 derselben Ausgabe findet sich ein weiteres journalistisches Glanzstück:</p>
<p><strong>„Richter zweifelt im Urteil am Klimawandel“</strong></p>
<p>Auf diesen Artikel um Strafen für Klimaaktivisten und Aussagen des Richters zum Fehlen eines klimatischen Notstands möchte ich hier inhaltlich gar nicht weiter eingehen, es wäre für den Leser und auch mich zu erschöpfend und ich würde damit doch nichts bewirken. Aber einen Hinweis an den Richter kann ich mir nicht verkneifen: Es wäre nicht nötig gewesen, ein vielleicht „umstrittenes“ Papier als Beglaubigung dafür heranzuziehen, dass es keinen „Klimanotstand“ gibt – ein einfacher Verweis auf die oben genannte Stelle im IPCC-Bericht hätte genügt. Er hätte die betroffene Klientel eher überzeugt und hätte als Begründung deutlich mehr Gewicht gehabt. Aber vielleicht hilft das beim nächsten Prozess.</p>
<p><strong>Zur Auffrischung eine Wiederholung in Sachen Klimanotstand etc.:</strong></p>
<p>Schon vor zweieinhalb Jahren, am 10.09.2021, habe ich in diesem Blog im Artikel „Was bedeutet Klimakrise?“ auf eine Aussage des „Weltklimarats“ IPCC in seinem Bericht <em>„IPCC AR6 WGI</em>“ hingewiesen, und zwar auf Seite 1-35 im Kapitel <em>1.2.3.4 Media coverage of climate change </em>(“Medienberichterstattung zum Klimawandel“):</p>
<p><em>“Also, some media outlets have recently adopted and promoted terms and phrases stronger than the more neutral ‘climate change’ and ‘global warming’, including ‘climate crisis’, ‘global heating’, and ‘climate emergency’.“</em></p>
<p>Übersetzt mit Google und semantisch geringfügig angepasst lautet der Satz deutsch:</p>
<p>„Außerdem haben einige Medien in letzter Zeit Begriffe und Formulierungen eingeführt und beworben, die stärker sind als die neutraleren ‚Klimawandel‘ und ‚globale Erwärmung‘, darunter ‚Klimakrise‘, ‚Erderhitzung‘ und ‚Klimanotstand‘.“</p>
<p><strong>Das bedeutet in anderen Worten: </strong></p>
<p>Der vielzitierte Weltklimarat sieht nirgendwo eine „Klimakrise“, eine „Erderhitzung“ oder einen „Klimanotstand“ (oder gar eine „Klimakatastrophe“) und weist stattdessen darauf hin, dass besagte Begriffe nicht von ihm in die Welt gesetzt worden sind und auch nicht von den Wissenschaftlern verwendet werden, die den Bericht verfasst haben, sondern dass einige Medien sie aufs Tapet gebracht hatten!</p>
<p><strong>Um es klar zu sagen: </strong></p>
<p>In Wirklichkeit sind all diese in wissenschaftlicher Hinsicht unzutreffenden Begriffe nach wie vor gerne verwendete Ausdrücke von Teilen der Medien, der Politik und der NGOs. Gemeint ist jene Angstindustrie, die glaubt, nur dann florieren zu können, wenn sie Leichtgläubigen ein gehöriges Maß an Schrecken eingejagt hat, vermutlich in der Hoffnung, daraus irgendwelche Vorteile zu lukrieren. Dass dabei meine Regionalzeitung immer noch mitmacht, finde ich sehr bedauerlich!</p>
<p>&#8212;</p>
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