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	<title>Sonnek &#187; Geschichten</title>
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	<description>Blog von Ingo Sonnek</description>
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		<title>Autos von damals &#8211; Teil 1</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2024 08:50:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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Wenn man Teil der Nachkriegsgeneration mit Geburtsjahr 1948 ist, wecken Begegnungen mit Oldtimern auf unseren heutigen Straßen sofort Reminiszenzen an Jugendzeiten. Als technisch immer schon Interessierten haben sich mir aus dieser Ära der Fünfziger bis Siebziger Jahre Erinnerungen an bestimmte Gefährte besonders eingeprägt. In den meisten Fällen sind sie untrennbar mit deren Besitzer verbunden. Diese [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10053" title="Peugeot 202 1948" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Peugeot-202-1948-150x150.png" alt="P 202" width="150" height="150" /></dt>
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<p>Wenn man Teil der Nachkriegsgeneration mit Geburtsjahr 1948 ist, wecken Begegnungen mit Oldtimern auf unseren heutigen Straßen sofort Reminiszenzen an Jugendzeiten. Als technisch immer schon Interessierten haben sich mir aus dieser Ära der Fünfziger bis Siebziger Jahre Erinnerungen an bestimmte Gefährte besonders eingeprägt. In den meisten Fällen sind sie untrennbar mit deren Besitzer verbunden. Diese Jahre des wirtschaftlichen Aufbruchs und der zunehmenden Motorisierung bereicherten die Straßen mit einer technischen uns stilistischen Vielfalt, die heute kaum noch vorstellbar ist.</p>
<p><span id="more-10052"></span></p>
<p>Meine Eltern haben mir berichtet, dass meine erste Autofahrt als Kleinkind in einem Opel Kadett mit Baujahr 1938 stattgefunden haben soll. Dazu fehlt mir naturgemäß jede Erinnerung. Besitzer des Wagens war mein Onkel, damals Bezirkshauptmann im südlichen Burgenland. Historisch gesehen interessant ist, dass meines Wissens die zugehörigen Produktionseinrichtungen für diesen Wagen der unteren Mittelklasse in Rüsselsheim als Reparationsleistungen demontiert und in die damalige Sowjetunion verbracht worden sein sollen. Damit haben die Russen dann nach dem Krieg einen Moskwitsch fabriziert.</p>
<p><strong>Peugeot 202</strong></p>
<p>Genannter Onkel Bezirkshauptmann hat dann auf einen dunkelgrauen Peugeot 202 gewechselt, damals schon ein Nachkriegsmodell aus dem Jahre 1948. Der Wagen ist mir deshalb in Erinnerung geblieben, weil seine Scheinwerfer unter dem Kühlergrill angebracht waren. Meine hartnäckigen Fragen damals, warum man so etwas tut, wo doch alle anderen Fahrzeuge freiliegende Scheinwerfer besaßen, konnte mir keiner beantworten. Die Heizung im Winter war mehr theoretischer oder südfranzösischer Art, also de facto nicht existent, mein Cousin und ich wurden im Winter in zwei Schichten Decken gewickelt.</p>
<p><strong>Handstartversuche</strong></p>
<p>Auch weiß ich noch, dass der Wagen manchmal mit Kurbel gestartet werden musste. Den Onkel sehe ich noch vor mir, vor der Schnauze stehend, im bodenlangen Staubmantel und mit Hut und Handschuhen, an der Kurbel drehend oder besser gesagt reißend. Tante und wir Buben im Fonds mussten abfahrbereit im Auto warten und konnten uns das Schauspiel ansehen, wie der Onkel nach einigen vergeblichen Versuchen die Kurbel schließlich laut fluchend in die Garagenecke warf. Ich weiß nicht mehr, wer den Motor letztendlich zum Laufen kriegte, ob doch der Onkel oder der eiligst herbeigerufene Amtsdiener.</p>
<p><strong>Der „ovale“ VW-Käfer</strong></p>
<p>Eine neue Ära begann, als der 202er dann von einem nagelneuen VW Käfer abgelöst wurde, einem Exemplar ganz in schwarz. Er war einer der ersten, die mit immer noch kleinem, aber jetzt ovalem Rückfenster ausgestattet waren. Das Modell zuvor, der „Brezelkäfer“ hatte noch eine geteilte Rückscheibe besessen. Auch die kleinsten Modelländerungen am Käfer erregten damals in der Bevölkerung besondere Aufmerksamkeit und besaßen hohes Diskussionspotential. So wurde mir erzählt, dass sich offenbar die Hälfte der burgenländischen Bevölkerung in Bewegung setzte, um das Technikwunder gebührend zu begutachten und wohlgefällig zu kommentieren.</p>
<p><strong>Vorteilhafte Nummerntafeln</strong></p>
<p>Der Käfer war zwar neu, sein Innenraum allerdings nicht viel größer als der seines Vorgängers. Die Heizung funktionierte zum Glück etwas besser, die Deckenbereitstellung für Winterfahrten war nur mehr einlagig notwendig. Derartige bezirkshauptmännische Dienstfahrzeuge hatten ein Merkmal, das sie zu Besonderheiten machte: Die Nummerntafeln, besser gesagt die Zahlen darauf, deren letzte drei Stellen eine Null auswiesen. Damals waren derlei Kennzeichnungen den Fahrzeugen der Bezirkshauptleute vorbehalten. Dass wusste man. Vielleicht nicht alle, aber sicher jene, auf die es ankam: Gendarmen oder Polizisten, die bei Vorbeifahrt automatisch die Hand grüßend an den Mützenrand legten und bei Bedarf für schnelleres Vorankommen sorgten.</p>
<p><strong>Der Jeep</strong></p>
<p>Apropos Amtsdiener: Er pflegte beim obligatorischen „Patrouille-Fahren“ den zweiten Dienstwagen zu steuern, einen richtigen amerikanischen Jeep. Es ging die ungarische Grenze entlang, an der man damals gerade den „Eisernen Vorhang“ errichtete. Am Beifahrersitz hatte der Onkel Platz genommen, wir „Kleinen“ saßen bei Sonnenschein hinten im offenen Wagen. Ich erinnere mich noch an die Riesenmengen an Stacheldrahtrollen, die hinter der Grenzlinie bei den Ungarn herumlagen. Bei Schlechtwetter wurden am Wagen Dachplane und Seitenteile aufgebaut mit dem Resultat, dass man als Passagier nur durch die Windschutzscheibe mitbekam, was draußen los war.</p>
<p><strong>Ford Consul II</strong></p>
<p>In seiner bald darauffolgenden Pension gönnte sich der seines Zeichens Wirkliche Hofrat schließlich etwas mehr Raum: Ein britischer Ford Consul II wurde angeschafft. Ein elegantes Fahrzeug in Beige mit grünen Ledersitzen, vier Türen, durchgehender Sitzbank vorne, was bei Notwendigkeit Platz für insgesamt sechs Personen schaffte und – wenn ich mich richtig erinnere – mit Lenkradschaltung. Der Vierzylindermotor lieferte immerhin sage und schreibe 60 PS, nicht wenig für die damalige Zeit. Der Onkel hatte sogar sehr großes Vertrauen in die Fahrkünste eines Führerscheinneulings: Für eine Überstellungsfahrt übergab er mir wortlos – also ohne die erwartete Ermahnung – den Autoschlüssel …</p>
<p>(Fortsetzung folgt)</p>
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		<title>Heizkörper im Blickfeld</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Dec 2019 07:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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Die Aussicht aus der Wohnstatt in erhöhter Lage am Rande einer europäischen Großstadt war beeindruckend. Der überaus erfolgreiche Unternehmer aus Nordamerika mit österreichischen Wurzeln hatte schon im Zustand des Rohbaus Gefallen an ihr gefunden und sie in sein Portefeuille stattlicher, weltweit verstreuter Wohnsitze aufgenommen. Sie war als künftige Bleibe gedacht für Besuche im Lande. Das [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV-Stories.png"><img class="size-thumbnail wp-image-6576" title="SV-Stories" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV-Stories-150x150.png" alt="SV-Stories" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Die Aussicht aus der Wohnstatt in erhöhter Lage am Rande einer europäischen Großstadt war beeindruckend. Der überaus erfolgreiche Unternehmer aus Nordamerika mit österreichischen Wurzeln hatte schon im Zustand des Rohbaus Gefallen an ihr gefunden und sie in sein Portefeuille stattlicher, weltweit verstreuter Wohnsitze aufgenommen. Sie war als künftige Bleibe gedacht für Besuche im Lande. Das neue Domizil wurde fertiggestellt und in edelster Qualität ausgestattet. Als der sich aber nach seiner Wiederkehr freud- und erwartungsvoll auf das Wohnzimmersofa fallen ließ, traf ihn ein Schock.</p>
<p><span id="more-6575"></span>Aus seiner Sitzposition war nämlich vom erwarteten traumhaften Panorama nichts mehr zu sehen. Der Auslöser seiner damaligen Kauflust war weg. Komplett weg. Was war geschehen? Die Außenwand war wie bestellt bodenhoch verglast worden. Vom gemütlichen Platz im Wohnzimmer blickte der Hausherr aber nicht mehr in die lieblichen Gefilde des Umlandes weit draußen, sondern auf eine Reihe mächtiger Heizkörper direkt vor ihm. Solche von ausgesuchtem Design zwar, was ihm aber entfiel, denn die Dinger zerstörten jede Wohnfreude und waren somit in seinen Augen potthässlich.</p>
<p><strong>Freie Sicht!</strong></p>
<p>Die Heizkörper mussten also weg, spätestens bis zum nächsten Aufenthalt. Motto: Freie Sicht – vergiss mein nicht! Bald nach dem Hausherrn verschwanden auch die Wärmebringer. Der Installateur tat, was Installateure in solchen Fällen zu tun pflegen und baute Bodenkonvektoren ein, sorgsam mit Rollrosten abgedeckt. Die Konvektoren erzeugten warme Luft, die entlang der Glaswand aufsteigen und den Raum mit behaglicher Wärme füllen sollten. Der Hausherr kam, prüfte sitzend den Panoramablick, nickte und war mit dem Ergebnis zufrieden. Ganz und gar nicht zufrieden war aber seine Ehefrau.</p>
<p><strong>High-Heel-Falle</strong></p>
<p>Die gitterartigen Abdeckungen der Konvektoren gefielen ihrem offenbar in Wohnästhetik gut geschultem Auge nicht. Zudem bekamen weibliche Gäste, so sie High Heels trugen, Probleme. Denn wenn sie zu nahe an die Glaswand gerieten, sanken die Absätze durch die Gitterspalten und verklemmten sich. Was den feststeckenden Damen ramponierte Schuhe und dem Hausherrn diverse Rettungseinsätze bescherte. Die besagten Abdeckgitter wurden daraufhin durch zum noblen Interieur passende, maßgefertigte Messingbleche ersetzt, die einige – eher symbolische – Bohrungen erhielten, um Wärme durchzulassen.</p>
<p><strong>Ein Sachverständiger muss her</strong></p>
<p>Das taten sie erwartungsgemäß eher schlecht als recht, was nicht weiter auffiel, pflegten die Gäste doch in der warmen Jahreszeit zu erscheinen. Als es sich dann doch ergab, dass sie einmal im Winter Quartier nahmen, war die Freude des Aufenthalts nachhaltig getrübt, weil die Wohnung nicht und nicht warm zu kriegen war. Der Installateur war erstaunlicherweise ratlos. Ein Anwalt wurde eingeschaltet. Der bemühte sich um einen Sachverständigen. Letzterer sollte sich die heizungstechnische Situation ansehen und verlässlichen Rat geben, wie das leidige Heizungsproblem endlich und zufriedenstellend zu lösen sei.</p>
<p><strong>Nutzen geht vor Schönheit</strong></p>
<p>Eine Entfernung der kunstvoll gestalteten Messingbleche erwies sich als unumgängliche Erstmaßnahme. Damit wurde es in den Räumen an der Glasfront zwar noch nicht wohlig warm, aber doch erträglich. Die vorhandenen Konvektoren waren so groß bemessen worden, wie dies örtlich möglich war. Ein Problem bestand nun darin, dass das Heizsystem im Gebäude auf Radiatoren und Kompaktheizkörper abgestimmt war. Für eine ausreichende Wärmeleistung der Konvektoren wären höhere Temperaturen im Heizkreis notwendig gewesen, die aber nicht zur Verfügung standen.</p>
<p><strong>Alles zurück!</strong></p>
<p>Als denkbare und vor Ort machbare Lösung bot sich der Austausch der statischen Konvektoren gegen solche mit Gebläse an. Mit diesen wären die erwarteten gemütlichen Temperaturen sehr leicht zu erreichen gewesen. Das wohlbestallte und sehr nette Ehepaar, das sich gegenseitig mit „Darling“ ansprach und seine Konversation wechselweise in Englisch und Deutsch führte, kam aber überein, erstens trotz aller Nachteile die High-Heel-Fänger wieder einbauen zu lassen, die den Wärmedurchgang kaum beeinträchtigten, und zweitens, dass man künftig wieder mehr auf Sommeraufenthalte setzen werde &#8230;</p>
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