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	<title>Sonnek &#187; Fortbildung</title>
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	<description>Blog von Ingo Sonnek</description>
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		<title>Eigenheiten von Menschen, die man nicht vergisst</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2025 07:17:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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(IRS) – Langjährig Berufstätige können auf eine Unzahl von Sitzungen, Vorträgen, Seminaren, Besprechungen, Verhandlungen, Präsentationen und dergleichen zurückblicken. Versucht man, sich an einzelne dieser Anlässe zurückzuerinnern, stellt man fest, dass von den Inhalten, die damals vermittelt worden sind, sehr wenig im Gedächtnis haften geblieben ist. Im Gegensatz dazu bleiben Eindrücke von einzelnen Personen lebendig in [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10857" title="Mikro" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Mikro-150x150.png" alt="Mikro" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) – Langjährig Berufstätige können auf eine Unzahl von Sitzungen, Vorträgen, Seminaren, Besprechungen, Verhandlungen, Präsentationen und dergleichen zurückblicken. Versucht man, sich an einzelne dieser Anlässe zurückzuerinnern, stellt man fest, dass von den Inhalten, die damals vermittelt worden sind, sehr wenig im Gedächtnis haften geblieben ist. Im Gegensatz dazu bleiben Eindrücke von einzelnen Personen lebendig in Erinnerung. Weitere Teilnehmer des Ereignisses? Sind im Strudel des Vergessens versunken. Erhebt sich die Frage: Warum verharren diese Leute im Gedächtnis? Was kann ich tun, um in Erinnerung zu bleiben?</p>
<p><span id="more-10856"></span></p>
<p><strong>Von erinnerungs-werten Inhalten …</strong></p>
<p>In ihrem Buch “Impossible to Ignore: Creating Memorable Content to Influence Decisions” beschäftigt sich die US-amerikanische Kognitionswissenschaftlerin Carmen Simon mit einem deutlich anderen Thema. Und zwar damit, welche Eigenschaften unsere Botschaft, unsere Aufforderung zum Handeln, also alles, was wir unseren Hörern oder Lesern zumuten, aufweisen muss, um im Gedächtnis zu bleiben. Und wie diese Äußerungen ganz praktisch gestaltet werden sollten. Das Buch zielt in erster Linie auf Inhalte, die zu Marketingzwecken online präsentiert werden.</p>
<p><strong>… zu erinnerungs-werten Menschen</strong></p>
<p>Die Autorin Stephanie Vozza von Fast Company hat sich des Themas Merkbarkeit angenommen und ausgehend von den Ausführungen von Carmen Simon dargestellt, welche Eigenschaften oder Eigenheiten Menschen aufweisen müssen, um tatsächlich unverrückbar und unauslöschlich, also im wahrsten Sinn des Wortes „merk-würdig“ zu bleiben. Auch wenn man solchen typisch amerikanischen listenartigen Aufzählungen gegenüber skeptisch sein mag, scheint es doch wert zu sein, die Aussagen für sich selbst zu prüfen und zu überlegen, ob man daraus nicht vielleicht doch etwas lernen kann.</p>
<p><strong>Und das sind die sieben Eigenheiten von Menschen, die (positiv) im Gedächtnis bleiben</strong></p>
<p><em>Sie nutzen die Macht der Überraschung</em></p>
<p>Wenn uns eine Überraschung unbekannter Art angekündigt wird, liegen wir meist im Zwiespalt und tendieren eher dazu, uns auf Unangenehmes einzustellen, das da zu erwarten sein würde. Vielleicht sind wir aus einer Zeit unserer Vorfahren gegen Überraschungen von Grund auf negativ konditioniert, um die Überlebensreflexe zu bewahren. Umso schöner wird unsere Empfindung, wenn wir positiv überrascht werden, etwa durch uns völlig Unbekanntes oder absolut nicht Erwartbares. Ein Beispiel: Eine persönlich erlebte und berührende Geschichte mit einem völlig unvorhersehbaren Ausgang.</p>
<p><em>Sie sprechen grundlegende Werte an</em></p>
<p>Eindruck hinterlässt, wer sich klar und deutlich positioniert, wer nicht um den heißen Brei redet, sondern die Dinge beim Namen nennt, das auch dann, wenn er weiß, dass ein großer Teil seiner Zuhörerschaft damit nicht einverstanden ist. Dazu gehört zum Beispiel auch die Bereitschaft, auf latente Gefahren hinzuweisen oder um Sicherheit bemüht zu sein. Andererseits aber nimmt jeder Zuhörer gerne Ratschläge an, die ihm helfen, erfolgreicher zu sein und gestärkt durch das Leben zu gehen. Man öffnet sich gerne Menschen gegenüber, die sich um Probleme kümmern und Lösungen anbieten können.</p>
<p><em>Sie helfen gerne anderen</em></p>
<p>Zu letzterem passend ist auch die Tatsache, dass Menschen in Erinnerung bleiben, die anderen helfen oder sich bei Dritten für andere einsetzen. Dazu gehören nicht nur  Coaches und Mentoren, sondern auch alle jene, die selbst zum Telefonhörer greifen und Menschen Wege erleichtern oder ebnen. In Erinnerung bleibt auch, der bereit ist, sein Wissen zu teilen,  selbst mit künftigen Berufskollegen, die vielleicht einmal Mitbewerber sein könnten. Auch jemandem unaufgefordert dann zu helfen, wenn derselbe in Nöten ist und nicht um Hilfe gebeten hat, wird den Helfer unvergesslich machen.</p>
<p><em>Sie sind bereit zum Widerspruch</em></p>
<p>&#8220;Wenn alle das Gleiche denken, wird nicht viel gedacht&#8221;, sagte schon Karl Valentin. Es gibt nichts Einschläferndes als Veranstaltungen, in denen gemeinsam gejammert oder geklagt wird. Widerspruch ist das Salz in der Suppe und belebt die Gehirnwindungen. Dasselbe gilt für Annahmen, für die „wissenschaftlicher Konsens“ gelten soll, der nur die eine „richtige“ Meinung zulässt und widersprechende „Abweichler“ als „Leugner“ oder „Schwurbler“ denunziert. Eine Äußerung, die keinen Widerspruch duldet, ist Propaganda. Gerade eine solche verlangt nach Widerspruch.</p>
<p><em> Sie sind Macher</em></p>
<p>Der Begriff „eine Extrameile gehen“ kommt vermutlich davon, dass ein römischer Soldat einen anderen Römer anhalten durfte, des Soldaten Gepäck unentgeltlich eine Meile weit zu tragen. Im „übertragenen“ Sinn steht der Ausdruck – der öfter im Englischen als im Deutschen verwendet wird – dafür, dass jemand mehr Leistung erbringt, als von ihm erwartet werden durfte. Jemand, der sich besonders anstrengt, bleibt ebenso im Gedächtnis, nicht nur beim Kunden, sondern auch in seinem Umfeld. Das gilt für Dienstleistungen ganz besonders. Man halte es mit Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.“</p>
<p><em>Sie sind hervorragende Geschichtenerzähler</em></p>
<p>„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Das gilt nicht nur online: Wer in der Lage ist, bildhafte Sprache einzusetzen, ist weitaus im Vorteil gegenüber dem, der zur selben Sache trockene Fakten herunterleiert! Geschichten können fesseln. Zu den einprägsamsten Vorträgen gehören die, in denen eine Erzählung gleich in die nächste überleitet. Die besten, prägnantesten und lehrreichsten Erzählungen mit der höchsten Informationsdichte finden sich aber immer noch in der Bibel: Man nehme ein Evangelium, zum Beispiel das von Matthäus, und lese die Gleichnisse Jesu zu einer Fülle von Themen, die das Leben betreffen.</p>
<p><em>Sie haben ein breites und buntes Vokabular</em></p>
<p>Das heißt: Verzicht auf Standardfloskeln, Insider- oder Berufsjargon, abgedroschene Vergleiche oder Witzchen und Kalauer mit Null-Humor. Wer begeistern will, braucht ein sprachliches Feuerwerk, originelle Einsichten, gute und auf die Ausführungen passend abgestimmte Analogien, Scharfsinn, Wortwitz und rasches Eingehen auf unerwartete Situationen. All das muss aufbauen können auf einen soliden Wortschatz und ein möglichst breites Allgemeinwissen. – Zum Schluss, aber nicht zuletzt: Soll eine Botschaft ankommen, gilt natürlich das Allerwichtigste: Man muss Menschen mögen!</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Quellen:</p>
<p><a href="https://www.fastcompany.com/3059962/seven-habits-of-memorable-people">https://www.fastcompany.com/3059962/seven-habits-of-memorable-people</a></p>
<p>Carmen Simon, Impossible to Ignore: Creating Memorable Content to Influence Decisions, McGraw-Hill Education, 2016</p>
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		<title>Was hat sich für Flugpassagiere geändert?</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Aug 2024 12:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Sieht man von dem Zeitgeist geschuldeten Umweltbedenken ab, scheint das Fliegen heute keine besondere Sache zu sein. Der früher eher exklusive Weg auch zu weit entfernten Destinationen ist schon lange für breite Schichten leistbar, womit sich der Lufttransport mehr und mehr der Routine und Alltäglichkeit üblicher Transportarten angenähert hat. Was bedeutet, dass man den beabsichtigten [...]]]></description>
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<dl id="attachment_10138" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10138" title="Sitze im Flugzeug" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Sitze-im-Flugzeug-150x150.png" alt="Sitze" width="150" height="150" /></dt>
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<p>Sieht man von dem Zeitgeist geschuldeten Umweltbedenken ab, scheint das Fliegen heute keine besondere Sache zu sein. Der früher eher exklusive Weg auch zu weit entfernten Destinationen ist schon lange für breite Schichten leistbar, womit sich der Lufttransport mehr und mehr der Routine und Alltäglichkeit üblicher Transportarten angenähert hat. Was bedeutet, dass man den beabsichtigten Ortswechsel etwa zur Ferieninsel per Luftfahrzeug eher notgedrungen auf sich nimmt. – Wer aber mehrere Jahrzehnte zurückblicken kann, kommt nicht umhin, deutliche Änderungen zu registrieren, zumindest was Sichtweisen und Äußerlichkeiten betrifft.</p>
<p><span id="more-10136"></span></p>
<p>Die folgenden Gedankenfetzen sind nicht dazu bestimmt, nostalgische Gefühle oder gar Sehnsüchte an eine vergangene Ära zu wecken, dazu besteht wahrlich kein Anlass. Das allein schon deswegen, weil der Luftverkehr heute trotz vielfacher Steigerung mehr Sicherheit bieten kann als jemals zuvor, hauptsächlich wegen besserer Technik am Boden und in der Luft. An den Flugzeugen selbst hat sich für den Nichttechniker äußerlich nicht allzu viel geändert, wohl aber für den Informierten: Die Marke Airbus, die heute einen wesentlichen Anteil der weltweiten Luftflotten stellt, war vor Jahrzehnten noch nicht existent, damals dominierten neben Boeing noch Maschinen der Fabrikate McDonnell-Douglass und Lockheed.</p>
<p><strong>Die Klientel ist etwas anders geworden </strong></p>
<p>Ein augenscheinlich wesentlicher Anteil von Flugreisenden wurde in früheren Zeiten von Geschäftsleuten gestellt. Die waren allesamt leicht erkennbar an Anzug, Krawatte und Leder- oder „Piloten“-Koffer, eine menschliche Spezies, die heute wegen des äußerlich wesentlich lockereren Umgangs mit Kleiderordnungen weitgehend verschwunden ist. Dominierende Gepäckstücke der „Business-People“ sind heute Rucksack mit Notebook und – wenn schon nötig – irgendeine Art Rollkoffer. Und natürlich fällt auf: Mobiltelefone als Kommunikations- und Informationswerkzeug waren vor Jahrzehnten auch noch eine Sache der Zukunft. Heute: Durchwegs leger gekleidete Klientel, Handy stets parat.</p>
<p><strong>Wo sind die Zeitungen geblieben?</strong></p>
<p>Apropos Information: Wo sind sie hin, die Stapel an deutsch- und fremdsprachigen Tageszeitungen, Zeitschriften und Journalen, die beim Einstieg für den wohlinformierten Zeitgenossen bereitlagen? Großformate wie Financial Times, Wochenzeitungen wie Newsweek, oder Spiegel, an den Vorlieben der Leserschaft konnte man abschätzen, mit wem oder welcher Profession man es mit dem einen oder der anderen der Umsitzenden zu tun hatte. Alles nicht mehr nötig? Aus Mangel an Interesse eingestellt? Oder bloß der Effizienz geopfert? Jedenfalls erspart man sich das Chaos der zurückgelassenen Papierstapel … Kleine Einschränkung: Lufthansa hält nach wie vor Zeitungen bereit, allerdings nur am Flughafen in der Nähe von Gates, so z. B. in München.</p>
<p><strong>Speisen und Getränke? Nein, nur ein Schluck und ein Biss</strong></p>
<p>Auch die Verpflegung oder das, was an Snacks und Erfrischung während der Mittelstrecken-Flüge angeboten wird, ist eher karg geworden. Ein Fläschchen Mineralwasser und ein Keks, vielleicht sogar ein Stück Schokolade, mehr ist nicht drin. Ja, Kaffee gibt es schon und sonstige Getränke oder kleine Speisen, aber das kostet halt was – Kartenzahlung bitte! – Ein kleiner Ausrutscher in Nostalgie sei hier aber erlaubt: Zürich – Graz im Jet der „Styrian“ vor langer Zeit: Gutes kleines Essen mit Kernöl-Salat, serviert im Porzellan-Geschirr, Stoffservietten etc., samt einem Gläschen Bier oder Wein, großzügig also, aber vielleicht mit ein kleiner Grund für die spätere Pleite.</p>
<p><strong>Professionalität der Akteure</strong></p>
<p>Gleichgeblieben ist in meinen Augen die hohe Professionalität des fliegenden Personals, angefangen von den Kapitänen und Ersten Offizieren bis hinunter zu den einfachsten Flugbegleitern. Sie verdienen höchste Anerkennung, despektierliche Bezeichnungen wie „Saftschubse“ für eine hart arbeitende Stewardess sind nicht angebracht. Ausnahmen gibt es auch hier: In Erinnerung bleibt eine mittelalterliche Dame auf einem Flug in den US-Südstaaten, deren im Dialekt vorgebrachte Anordnung auch nach mehrmaliger Wiederholung nicht zu entziffern war und die auch nicht gewillt oder in der Lage war, ihre Äußerung in gängiges Englisch zu übersetzen.</p>
<p><strong>Ein bissl Nostalgie darf schon sein …</strong></p>
<p>In den Siebziger-Jahren waren wie schon erwähnt Groß- und Großraum-Flugzeuge noch selten: Betreten der Maschine von Frankfurt nach Johannesburg, Suche nach dem richtigen Sitzplatz, die Aufforderung der Stewardess „Da gehen Sie mal fünfzig Meter zurück“ klang wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film. Der Nachtflug über die hell erleuchtete Akropolis in Athen, die ersten Lichter Afrikas, der Kilimandscharo in der aufgehenden Sonne, der Flug über eine Gartenlandschaft des damaligen wirtschaftlich blühenden Rhodesiens, die ersten Blicke auf die Abraumhalden der Goldbergwerke und letztlich auf die Townships, in denen einige Wochen später erste Unruhen ausbrechen sollten, die ein Ende des Apartheid-Regimes in Südafrika zur Folge hatte …</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Diese Zeilen sind im Flugzeug und auf einem deutschen Flughafen zwischen England und Österreich entstanden, immer umgeben von anderen Passagieren, einmal in einem Airbus A 320 und dann in einer Embraer 195 (Wer hätte sich übrigens vor Jahren gedacht, dass Brasilianer einmal Verkehrsflugzeuge bauen, die erfolgreich international eingesetzt werden?). Nicht viel, aber ein bisschen was von der früheren Faszination bleibt immer noch bestehen, zumindest dann, wenn man unterwegs der Vielfalt der Menschen aus allen möglichen Nationen begegnet …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Der Ingenieursberuf ist der edelste Beruf …</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jun 2023 04:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Diese apodiktische Behauptung findet sich im Vorwort zu einem Vorlesungsskript mit dem Titel „Werkstoffe der Elektrotechnik“. Gehalten hat besagte Vorlesung ein Professor A. G. Fischer an der Universität Dortmund, und zwar im Jahre 1977. Das ist somit auch schon eine Weile her. Ein Auszug aus diesem Vorwort ist mir bereits vor etlichen Jahren zugekommen, mittlerweile [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fehler.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3235" title="Rufzeichen" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fehler-150x150.jpg" alt="Rufzeichen" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Diese apodiktische Behauptung findet sich im Vorwort zu einem Vorlesungsskript mit dem Titel „Werkstoffe der Elektrotechnik“. Gehalten hat besagte Vorlesung ein Professor A. G. Fischer an der Universität Dortmund, und zwar im Jahre 1977. Das ist somit auch schon eine Weile her. Ein Auszug aus diesem Vorwort ist mir bereits vor etlichen Jahren zugekommen, mittlerweile ist der Text auch im Web zu finden. Die Darlegungen beschwören das hehre Ideal eines Berufsbilds, das in dieser Form wohl nicht mehr besteht, vielleicht aber auch gar nie existiert hat. Unterhaltungswert haben die Ausführungen allemal, aber lesen Sie selbst!</p>
<p><span id="more-9363"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">&#8220;Der Ingenieursberuf ist der edelste Beruf, den es gibt.</span> Der Ingenieur (von Ingenium = schöpferischer Geist), als Inbegriff des homo faber, baut die Zivilisation auf diesem Planeten und verbessert die Lebensbedingungen des Menschen. Die Naturwissenschaften sind, anders als z. B. die Jurisprudenz oder die Theologie, &#8220;akkumulativ&#8221;, d. h. jeder Fortschritt, den Sie erarbeiten, geht in das kollektive Menschheitswissen unverlierbar ein und befruchtet weiteren Fortschritt. Der tätige Ingenieur braucht also nie über den Sinn seines Lebens nachzugrübeln, er ist das nützlichste Glied der Gesellschaft, auch wenn die Gesellschaft dies oft nicht zugibt.</p>
<p>Nur in diesem Bewußtsein kann man die Härte unseres Berufs durchstehen. Denn der Ingenieur muß ja das gesamte, von seinen Vorgängern erarbeitete Wissen seines Faches, als sein Rüstzeug, kennen, muß zwanzig Jahre seines Lebens in seine Berufsvorbereitung investieren. Während dieser Zeit amüsieren sich die anderen. Außerdem muß der Ingenieur eine breite Übersicht über alle menschlichen Wissensgebiete (einschließlich Psychologie, Soziologie, Management, Volkswirtschaft etc) besitzen, sonst geht er im Wettbewerb unter. Das erfordert lebenslanges Lernen, insbesondere auch deshalb, weil sich heute das wissenschaftlich-technische Wissen der Menschheit alle zehn Jahre verdoppelt, d. h. wenn Sie zehn Jahre nach Beendigung Ihres Studiums kein Buch mehr anrühren, sind Sie hoffnungslos veraltet.</p>
<p>Sie müssen also das Lernen zur Lebensgewohnheit machen! Alles, das Sie monatlich mindestens zehnmal tun, wird zur Gewohnheit, geht also ohne Willensanstrengung vor sich, sagen die Psychologen. Bauen Sie also ein System von gesunden, positiven Gewohnheiten auf! <span style="text-decoration: underline;">Kein erfolgreicher Ingenieur sitzt täglich stundenlang vor dem Fernseher, spielt Skat, trinkt, hat Frauen, das ist in dem Beruf nicht drin. Unser Beruf erfordert also ein gewisses Maß an Askese.</span> Der Ingenieur weiß, daß er seinen Lebensbeitrag innerhalb von etwa 30 Berufsjahren leisten will, daß jede ungenutzte Stunde verloren ist, und daß er zur Erreichung seines Lebensziels ein wohlgeplantes, effizientes Leben, in allen seinen Aspekten, führen muß. Wem das zu hart ist, der möge sich rechtzeitig anders orientieren.</p>
<p>Nachdem Sie also die wichtigste Entscheidung Ihres Lebens, die Berufswahl, getroffen haben, denken Sie daran, daß die zweitwichtigste Entscheidung in Ihrem Leben die Gattenwahl ist. <span style="text-decoration: underline;">Während die meisten Frauen im Leben des Mannes die Nr. 1 sein wollen, geht beim richtigen Ingenieur die Arbeit vor allem anderen. Die ideale Ingenieursfrau versteht das, ist treusorgend und anspruchslos und gibt ihrem hart-arbeitenden Mann seelischen Beistand. Schon mancher begabte Ingenieur ist von seiner selbstsüchtigen Frau ruiniert worden.</span> Treffen Sie daher Ihre Entscheidung erst nach Prüfung auch dieser Aspekte.</p>
<p>Als Belohnung winkt dem Tüchtigen die unbeschreibliche Freude, die man empfindet, wenn man eine schwere Arbeit wohlgetan hat, wenn man etwas Bleibendes geschaffen hat, der Entwicklung vorangeholfen hat. In diesem Sinne bitte ich, die Vorlesung &#8220;Werkstoffe der Elektrotechnik&#8221; zu verstehen. Wir sind keine Penne. Der Lehrstoff ist interessant. Arbeiten Sie aktiv, aus eigenem Antrieb mit, wir helfen Ihnen!&#8221;</p>
<p><em>&#8212;</em></p>
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		<title>Wozu Mentoren gut sind</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2021 16:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Mehrere Jahrzehnte eines Berufslebens bringen eine Menge Wissen und Erfahrung mit sich. Was geschieht mit diesem Erlebten, hat es irgendeinen Wert? Gewiss, viele sind froh, es mit Antritt des Ruhestands allmählich dem Vergessen überantworten zu können. Aber andere, die in und an ihrer Tätigkeit Sinn und Freude hatten, empfinden das Erworbene als einen vom Leben [...]]]></description>
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<dl id="attachment_2181" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_6064.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-2181" title="IMG_6064" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_6064-150x150.jpg" alt="Ballon" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Mehrere Jahrzehnte eines Berufslebens bringen eine Menge Wissen und Erfahrung mit sich. Was geschieht mit diesem Erlebten, hat es irgendeinen Wert? Gewiss, viele sind froh, es mit Antritt des Ruhestands allmählich dem Vergessen überantworten zu können. Aber andere, die in und an ihrer Tätigkeit Sinn und Freude hatten, empfinden das Erworbene als einen vom Leben anvertrauten Schatz. Einen, den sie einerseits hüten und bewahren, den sie aber auch gerne mit anderen teilen. Besondere Freude bereitet es ihnen, das mit jungen Menschen zu tun, die ähnliche berufliche Pfade einschlagen möchten: Sie werden zu Mentoren.</p>
<p><span id="more-8294"></span></p>
<p><strong>Was ist ein Mentor, was tut er? </strong></p>
<p>Jemand, der in einen Beruf ein- oder umsteigen will, steht vor einem schier unübersichtlichen Berg von Fragen und Problemen. Die Gefahr, entweder ganz zurückzuscheuen, zu zögerlich vorwärtszukommen oder andererseits einfach draufloszustürmen und entscheidende Fehler zu machen, ist groß. Hier hilft ein Mentor. Er ist nichts anderes als ein Ratgeber, ein Berater, aber auch ein Beistand, besonders für junge Menschen, die in eine neue Tätigkeit oder einen neuen Beruf einsteigen wollen. Mentoren können aber genauso Personen helfen, die sich in einer schwierigen Entscheidungs- oder Übergangsphase befinden und Orientierung benötigen.</p>
<p><strong>Wie wird man Mentor?</strong></p>
<p>Meine Tätigkeit als Mentor hat vor gut fünfzehn Jahren begonnen, und zwar aus einer Vortragstätigkeit in Vorbereitungskursen für angehende Ziviltechniker heraus. In den Vorträgen ging es um Erfolgsfaktoren, die für diesen Berufsweg wichtig sind. Einige Zeit nach solchen Kursen haben mich Teilnehmer kontaktiert, um Informationen gebeten und um Ratschläge gebeten. In der Bundesfachgruppe der Ziviltechniker für Industrielle Technik habe ich im Jahr 2006 angeregt, Kollegen aus ganz Österreich zu fragen, ob sie für eine Tätigkeit als Mentor zur Verfügung stehen und alle, die sich gemeldet haben, wurden in eine Liste aufgenommen. Also: Mentor wird man ganz allgemein dadurch, dass man sich bei seiner Berufsvertretung meldet und sich für eine solche Tätigkeit bereiterklärt.</p>
<p><strong>Welche Eigenschaften muss ein Mentor mitbringen?</strong></p>
<p>Mentor sein ist kein Geschäft oder Geschäftsmodell, ein Mentor bekommt grundsätzlich kein Honorar für seinen Einsatz. Im Gegenteil, er wird bereit sein, den Aufwand an Zeit für Gespräche – das ist der Hauptwert der Tätigkeit für den Beratenen, den man Mentoranden oder wie im Englischen als Mentee bezeichnet. Entscheidend sind die Charaktereigenschaften des Mentors. Er muss ehrliches Interesse und Freude daran haben, anderen Menschen zu helfen. Er braucht Einfühlungsvermögen, Geduld, Umsicht und muss seine Person zurücknehmen können. Wichtig ist ihm der Mentorand, der sich ihm anvertraut oder ihm – meist über Empfehlung – anvertraut wird.</p>
<p><strong>Wie gestaltet sich die Beziehung Mentor/Mentorand?</strong></p>
<p>Die Zeilen hier schreibe ich aus der Erfahrung mit etwa an einem knappen Dutzend Personen, allesamt natürlich beträchtlich jünger als ich, die ich im Lauf der letzten etwa fünfzehn Jahre über kürzere oder längere Zeiträume begleiten durfte. Zu Beginn wird der Mentor darauf achten, dass eine gute persönliche Beziehung entstehen kann. Er wird den Mentoranden zum Beispiel in sein Büro einladen und dort vielleicht später auch die meisten Treffen haben. Es kann von Vorteil sein, den Mentoranden zu bitten, Fragen vorzubereiten und diese – wenn möglich – auch vorab zu übermitteln. Mentoringbeziehungen können unterschiedliche Art und Tiefe entwickeln, es liegt an beiden, sie so zu gestalten, dass sie sich wohlfühlen.</p>
<p><strong>Was darf sich ein Mentorand erwarten?</strong></p>
<p>Wer sich an einen Mentor wendet, hat bestimmte Erwartungen, die er aber sehr oft selbst noch nicht artikulieren kann. Oder er kommt mit Absichten, über die er sich noch nicht recht im Klaren ist. Es liegt sehr stark am Mentor, dass er dem Mentoranden den Einstieg leicht macht. Etwa, indem er zuerst seine eigene Arbeits- und Erfahrungswelt in großen Umrissen schildert. Danach hat der Hilfesuchende wahrscheinlich ein deutlicheres Bild davon, was er sich von der gemeinsamen Zeit erwarten wird können. Ausgehend davon lassen sich die Ziele leichter festlegen, die im Lauf der Mentoringbeziehung erreicht werden sollen.</p>
<p><strong>Wie läuft das Mentoring zeitlich ab?</strong></p>
<p>Die Zeitplanung ist ganz unterschiedlich und hängt sehr davon ab, wie die Bedürfnisse der Mentoranden beschaffen sind. Sie kann sich auf zwei oder drei Treffen beschränken oder über einen längeren Zeitraum laufen. Klare Vereinbarungen sind notwendig. Wenn jemand aus einer unselbständigen Beschäftigung aus- in die Selbständigkeit eines Ziviltechnikers einsteigt, hat sich ein Zeitraum von eineinhalb Jahren gut bewährt. Man trifft sich alle drei Monate persönlich etwa für einen halben Tag. In der Zeit dazwischen ist der Mentor für seinen Schützling erreichbar, spontane Treffen sollten stets möglich sein.</p>
<p><strong>Wie sieht es mit Verbindlichkeit und Verantwortung aus?</strong></p>
<p>Ich halte wenig davon, dem Mentoranden Aufgaben zu geben oder ihm vorzuschreiben, was er wann und wie zu tun hat. Die notwendigen Schritte, die der Mentorand setzen wird müssen, ergeben sich meist aus den Gesprächen. Wenn er erkennt, dass die angesprochenen Maßnahmen richtig und wichtig sind, wird er sie selbst setzen. Aber auch das Wie und das Wann soll er selbst entscheiden, ausreichende Eigeninitiative muss er mitbringen. Der Mentor sollte sich auf Empfehlungen beschränken. Ich halte es für besser, jemanden zu ermutigen, Unangenehmes anzugehen, als ihn zur Rechenschaft zu verpflichten.</p>
<p><strong>Wie geht man mit notwendigen Korrekturen um?</strong></p>
<p>Es ist wichtig, dass der Mentor Dinge anspricht, die zu korrigieren sind oder die er sich Sorgen macht. Daher sollte schon zu Beginn der Beziehung abgeklärt werden, wie in solchen Fällen vorzugehen ist. Denn wenn der Zeitpunkt dafür kommt, sind schon beide darauf vorbereitet. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass solche „Eingriffe“ sehr selten notwendig sind. Und wenn, dann beziehe ich mich zuerst auf ähnliche eigene Erfahrungen und wie mir eine Änderung geholfen hat. Außerdem: Wer seine Mitmenschen mag und ausreichend Berufserfahrung, wird wohl stets das in solchen Fällen nötige Feingefühl aufbringen.</p>
<p><strong>Wie vertraulich läuft des Mentoring ab?</strong></p>
<p>Für jedes menschliche Miteinander gilt: Beziehungen sind eine Abfolge von Vereinbarungen! Wechselseitiges Vertrauen setzt voraus, dass diese Vereinbarungen eingehalten werden. Über geführte Gespräche und getroffene Vereinbarungen muss nach außen grundsätzlich Verschwiegenheit herrschen. Oder er wird ausgemacht, was weitergesagt werden darf. Das natürlich aus Rücksicht auf Gefühle, mehr noch aber in Vorbereitung auf das grundlegende Verhalten im künftigen Wirkungsfeld: Ziviltechniker unterliegen wie andere freie Berufe der Verschwiegenheitspflicht.</p>
<p><strong>Wann ist eine Mentoringbeziehung zu Ende?</strong></p>
<p>Mentoring ist keine dauernde Sache. Es ist dann zu Ende, wenn die vereinbarten Ziele erreicht sind. Das kann etwa dann sein, wenn der Mentorand den Berufseinstieg geschafft hat oder wenn er die ersten Aufträge erfolgreich abgewickelt hat. Es hat sich bewährt, einen gemeinsamen Schlusspunkt zu setzen, etwa durch ein gutes Mittagessen. Das Ende der Mentoringphase bedeutet aber meist nicht das Ende der Beziehung. Denn später trifft man sich beruflich. In manchen Fällen können dauerhafte Freundschaften entstehen. Und der eine oder andere Mentorand wird selbst Mentor.</p>
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		<title>Was wir aus dem Kompetenz-Diagramm lernen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2021 06:21:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Techniker lieben Diagramme. Zumindest für Maschinenbauer gilt das. Ich behaupte, dass die Stimmung eines schlecht gelaunten Technikers rasch aufzuhellen beginnt, wenn man ihm eine x- und eine y-Achse zeichnet. Er wird dann ganz ruhig, freundlich und interessiert und wartet friedlich auf das, was jetzt kommt. – Der kleine Scherz sei erlaubt. – Ich will hier [...]]]></description>
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<dl id="attachment_7451" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Lernen.png"><img class="size-thumbnail wp-image-7451" title="Lernen" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Lernen-150x150.png" alt="Lernen" width="150" height="150" /></a></dt>
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</div>
<p>Techniker lieben Diagramme. Zumindest für Maschinenbauer gilt das. Ich behaupte, dass die Stimmung eines schlecht gelaunten Technikers rasch aufzuhellen beginnt, wenn man ihm eine x- und eine y-Achse zeichnet. Er wird dann ganz ruhig, freundlich und interessiert und wartet friedlich auf das, was jetzt kommt. – Der kleine Scherz sei erlaubt. – Ich will hier ein Diagramm vorstellen als Abschluss aller Überlegungen und Gedanken aus den letzten Blogbeiträgen, in denen es um Kompetenz und Selbstvertrauen ging. Es fasst alle unsere bisherigen Erkenntnisse in einer grafischen Darstellung zusammen.</p>
<p><span id="more-8003"></span></p>
<p>Wesentliche Anregungen zur Erstellung der Grafik habe ich aus einigen Internet-Quellen übernommen, deren Studium ich hier ausdrücklich empfehle*. Die folgende bildliche Darstellung soll helfen, einen kritischen Blick auf den eigenen Wissensstand zu erhalten. Sie kann dem Neuling etwa im Sachverständigenwesen helfen, auf seinem Weg ohne große Stolpersteine weiterzukommen, wenn er bereit ist, sich seines Bedarfs an Bildung und Erfahrung stets vor Augen zu halten. Genauso wird sie dem „altgedienten“ Experten von Nutzen sein, weil sie zeigt, dass die Lernkurve auch in der Spätphase der Karriere noch ansteigen soll – Des Lernens ist tatsächlich kein Ende!</p>
<p><strong>Die dynamische Lernkurve </strong></p>
<p>Im Diagramm findet sich also diese rot eingezeichnete Lernkurve. Gleich zu Beginn verläuft sie steil nach oben – der Anfänger neigt zur Selbstüberschätzung seines Wissens, die Gefahr des Dunning-Kruger-Effekts besteht. Wenn dann die große Ernüchterung eintritt, dass es mit dem tatsächlichen Wissensstand noch nicht weit her ist, wie man so sagt, dann stürzt das Selbstbewusstsein ziemlich rapide ab, um in dem zu landen, was wir schon als „Tal der Tränen“ kennengelernt haben. Tiefer geht es dann nimmer, sondern langsam und stetig steigt der Weg dann an, der gegen Ende hin zwar etwas abflacht, aber immer noch steigende Tendenz aufweist.</p>
<p><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Kompetenz-Diagramm-1.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8005" title="Kompetenz-Diagramm 1" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Kompetenz-Diagramm-1-300x213.png" alt="Kompetenz-Diagramm 1" width="300" height="213" /></a><strong> </strong></p>
<p><strong>Hürden und Gefahren auf dem Weg</strong></p>
<p>Neben dem Dunning-Kruger-Effekt, den es naturgemäß zu meiden oder zumindest rasch zu verlassen gilt, lauert im Gelände noch ein übles Sumpfgebiet, die Zone des Hochstapler-Syndroms, in die ein Sachverständiger aber nur dann geraten kann, wenn seine Selbsteinschätzung nicht mit seinem Lernfortschritt in Gleichklang kommt. Dann bewegt sich sein Selbstbewusstsein auf unangemessen niedrigem Niveau und er kommt dadurch beruflich gesehen nicht so gut voran, wie dies der Fall sein könnte. Wie wir gesehen haben, leiden darunter nicht nur sein Selbstwertgefühl und damit sein Auftreten, sondern auch sein Einkommen.</p>
<p><strong>Auch die Kompetenzstufen sind vertreten</strong></p>
<p>Unter der waagrechten Achse sind die weiteren Merkmale von fortschreitender Kompetenz angegeben, wie es sich aus dem Zunehmen von Wissen und Erfahrung ergibt: Der noch Ahnungslose ist sich seiner Inkompetenz gar nicht bewusst. Erst mit fortschreitendem Lernen ändert sich dies, die Inkompetenz drängt sich auf unangenehme Weise ins Selbstbewusstsein und belastet dieses sehr stark. Im nächsten Abschnitt steigt es aber wieder an, wenn die Kompetenz allmählich bewusst wird. Zu guter Letzt wandelt sich die bewusste zur unbewussten Kompetenz, der Experte handelt weitgehend intuitiv, was die Selbstsicherheit wiederum weiter anwachsen lässt.</p>
<p><strong>Modelle sind keine Gesetze, aber mitunter wertvolle Hilfen</strong></p>
<p>Eine kleine Warnung sei aber angebracht: Bei der gezeigten und beschriebenen Darstellung handelt es sich um ein gedankliches Modell. Modelle dieser Art können immer nur Versuche sein, der Wirklichkeit und ihren Wirksamkeiten und Zusammenhängen möglichst nahe zu kommen. Modelle sind somit keine unumstößlichen Gesetze, denen man zwecks „Selbstoptimierung“ zwangsläufig und notfalls widerwillig folgen muss. Wohl aber liefern sie wertvolle Denkanstöße, Hilfen zur Selbstkontrolle und Hinweise, in welche Richtung persönliche Verbesserungen gehen könnten.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>*) <a href="https://www.reif.org/blog/dunning-kruger-effekt/">https://www.reif.org/blog/dunning-kruger-effekt/</a> und <a href="https://karrierebibel.de/dunning-kruger-effekt/">https://karrierebibel.de/dunning-kruger-effekt/</a></p>
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		<title>Wissensdatenbanken für Sachverständige …</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2021 08:31:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[… existieren bereits. Allerdings nicht derart, dass sich darin konkrete Antworten auf die große Breite fachlicher oder auch rechtlicher Fragen von Sachverständigen finden ließen. Also Datenbanken, die auf Knopfdruck und in Sekundenbruchteilen mühsame Recherchearbeiten überflüssig machen. Datenbanken, die auf Fragen im Klartext sofort ebensolche Antworten liefern. Wissensspeicher, die stets am Puls der fachlichen Entwicklungen stehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Eule1.JPG"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6886" title="Eule" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Eule1-150x150.jpg" alt="Eule" width="150" height="150" /></a>… existieren bereits. Allerdings nicht derart, dass sich darin konkrete Antworten auf die große Breite fachlicher oder auch rechtlicher Fragen von Sachverständigen finden ließen. Also Datenbanken, die auf Knopfdruck und in Sekundenbruchteilen mühsame Recherchearbeiten überflüssig machen. Datenbanken, die auf Fragen im Klartext sofort ebensolche Antworten liefern. Wissensspeicher, die stets am Puls der fachlichen Entwicklungen stehen und etwa rasch Abschnitte relevanter Normen ausfindig machen. Solche Werkzeuge wünschen sich viele Sachverständige, wie vor einiger Zeit meine Umfrage unter Kollegen ergab.</p>
<p><span id="more-7695"></span>Das kommt hoffentlich noch. Uns Sachverständigen muss aber klar sein, dass eine solche Datenbank nicht von selbst entstehen kann. Viele möchten die Initiative dafür auf irgendeine Organisation abwälzen, das Ganze soll dann aber kostenlos funktionieren. Das wird sich so aber nicht machen lassen, denn in der Praxis wird eine interessante Datenbank nur dann entstehen können, wenn Sachverständige und anerkannte Experten ihres Fachs aktiv mitwirken etwa indem sie ihr Wissen dorthin einspeisen. Was aber mit Arbeit verbunden ist, die nicht jeder bereit sein wird, höherer Ideale wegen kostenlos durchzuführen. Es würde dem späteren Nutzer also etwas kosten.</p>
<p><strong>Wer macht den Anfang?</strong></p>
<p>Dazu muss zuerst jemand bereit sein, den Anfang zu machen, was jede Menge Denkarbeit in Richtung Strategie und praktische Umsetzung erfordern wird. Denn die Datenbank muss von Beginn an für potenzielle Nutzer attraktiv sein. Meines Erachtens ist das aber nur dann realistisch, wenn eine breite Basis an Kollegen einen finanziellen oder anderen praktischen Nutzen daraus ziehen kann. Dieser könnte konkret etwa dadurch entstehen, dass Kollegen ihre Gutachten anonymisieren und in die Datenbank einstellen, die dann von anderen Kollegen gegen Gebühr heruntergeladen werden können.</p>
<p><strong>Es geht um ein Riesenpotenzial!</strong></p>
<p>Der große Vorteil bestünde darin, dass für die Füllung der Datenbank relativ wenig Extra-Arbeit erforderlich sein würde. Jeder Sachverständige verfügt in Form erstellter Gutachten selbst schon über eine kleine Wissensdatenbank. Das ist ein latenter Schatz, der gehoben werden könnte, vorausgesetzt, dass das „Rohmaterial“ auf geeignete Weise aufbereitet werden kann und dieser Vorgang einen vertretbaren Aufwand nicht überschreitet. Über bestimmte Modalitäten und Vorgaben muss natürlich Einigkeit bestehen, auch über Kosten und Vergütungen. Hier besteht ein gewaltiges Potenzial mit großem Nutzen, nicht nur für Sachverständige, sondern für die gesamte Gesellschaft!</p>
<p><strong>Ein kleines Beispiel gibt es schon …</strong></p>
<p>Wer an einer derartigen Initiative interessiert ist und vielleicht sogar aktiv mitmachen möchte, soll sich bei mir per E-Mail melden. -  In der Zwischenzeit müssen wir uns aber mit dem zufrieden geben, was wir bereits vorfinden, im Internet natürlich. Überraschung: Siehe, das Gute liegt gar nicht so fern, denn hier findet sich bereits etwas, das in der oben genannten Form – wenn auch auf einer ganz anderen Grundlage bestehenden Wissens – entstanden ist: Die Wissensdatenbank des Hauptverbandes der Gerichtssachverständigen! Die existiert schon einige Jahre und führt aus meiner Sicht zu Unrecht noch ein Dasein eher im Verborgenen.</p>
<p><strong>… auch wenn dessen Inhalt noch eher beschränkt ist</strong></p>
<p>Zu finden ist sie unter der Adresse <a href="https://widab.gerichts-sv.at">https://widab.gerichts-sv.at</a>. Was findet sich darin? Im Wesentlichen sind es Artikel aus der Zeitschrift „Sachverständige“. Über eine Stichwortsuche ist man rasch mittendrin, wenngleich man sich als Sachverständiger nicht gleich Wunder erwarten darf, ist doch der Inhalt der Zeitschrift – aus meiner sehr subjektiven Sicht – eher lastig in Richtung Recht, weniger in Richtung Sachverständigenpraxis. Das hängt natürlich auch mit der gewaltigen fachlichen Bandbreite der Sachverständigentätigkeit zusammen, aus der vielleicht wenige allgemein interessierende Themen kommen. – Aber die Wissensdatenbank des Hauptverbands der Gerichtssachverständigen ist eine lobenswerte Sache und sollte möglichst oft genutzt werden.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Was Standesregeln von Sachverständigen verlangen</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2020/07/10/was-standesregeln-von-sachverstandigen-verlangen/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2020 09:45:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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An Sachverständige wird eine Reihe von persönlichen Anforderungen gestellt. Bereits im Rahmen der Zulassungsprüfung müssen sie nachweisen, mit den Standesregeln vertraut zu sein. In Österreich wurden solche vom Hauptverband der Gerichtssachverständigen beschlossen. Nach Mitteilung des Bundesministeriums für Justiz kommt dem Inhalt dieser Standesregeln allgemeine Gültigkeit zu, womit deren Einhaltung von allen bei Gericht tätigen Sachverständigen [...]]]></description>
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<dl id="attachment_3358" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3358" title="SV" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV-150x150.jpg" alt="SV" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>An Sachverständige wird eine Reihe von persönlichen Anforderungen gestellt. Bereits im Rahmen der Zulassungsprüfung müssen sie nachweisen, mit den Standesregeln vertraut zu sein. In Österreich wurden solche vom Hauptverband der Gerichtssachverständigen beschlossen. Nach Mitteilung des Bundesministeriums für Justiz kommt dem Inhalt dieser Standesregeln allgemeine Gültigkeit zu, womit deren Einhaltung von allen bei Gericht tätigen Sachverständigen verlangt werden kann. Das betrifft ein größeres und eher ungeordnetes Spektrum an persönlichen Eigenschaften und Kompetenzen.</p>
<p><span id="more-7199"></span>Erfahrungsgemäß nehmen Sachverständige diese Standesregeln zu Beginn ihrer Laufbahn zur Kenntnis, sehen aber in weiterer Folge keinen Anlass, sich weiter mit ihnen auseinanderzusetzen. Es lohnt sich aber, dieses Dokument von Zeit zu Zeit näher in Augenschein zu nehmen und sich die darin genannten Anforderungen vor Augen zu halten. Um das rasch erledigen zu können, sind aus der aktuellen Fassung von 2013 nachstehend die wichtigsten geforderten Verhaltensweisen schlagwortartig  zusammengefasst, wobei die in Klammern gesetzten Ziffern sich auf die jeweiligen Kapitel der standesregeln beziehen:</p>
<p>-       <em>Unabhängigkeit, Objektivität und Unparteilichkeit, Vertrauensverlust vermeiden (1.1)</em></p>
<p>-       <em>Arbeit mit Sorgfalt, Treue, Vollständigkeit, nach bestem Wissen und Gewissen und nach den Regeln von Wissenschaft, Kunst, Technik, Gewerbe oder Fachgebiet (1.2)</em></p>
<p>-       <em>Keine Teilnahme an bedenklichen, gesetz- oder sittenwidrigen Handlungen (1.3)</em></p>
<p>-       <em>Verbot der Annahme von Zuwendungen oder Vergünstigungen (1.4)</em></p>
<p>-       <em>Verpflichtung zu strengster Verschwiegenheit (1.5)</em></p>
<p>-       <em>Verpflichtung zur ständigen Weiterbildung (1.6)</em></p>
<p>-       <em>Beachtung des Verbots von Werbung und Wettbewerb (1.7)</em></p>
<p>-       <em>Angemessenheit des Honorars, Warn- und Aufklärungspflicht bei Erhöhungen (1.8)</em></p>
<p>-       <em>Einhaltung von erteilten oder vereinbarten Fristen, gegebenenfalls rechtzeitige Ansuchen um Fristerstreckung (2.1)</em></p>
<p>-       <em>Eigenprüfung der Sachkompetenz bei Auftragsübernahme (2.2)</em></p>
<p>-       <em>Vermeidung von Befangenheit (2.3)</em></p>
<p>-       <em>Unverzügliche Bekanntgabe von Hinderungsgründen (2.4)</em></p>
<p>-       <em>Beachtung der Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Verfahrensökonomie (2.5)</em></p>
<p>-       <em>Auftragsdurchführung unter persönlicher Verantwortung (2.6)</em></p>
<p>-       <em>Auftritt mit Höflichkeit und Geduld, sprachlicher Ausdruck objektiv und unparteilich (2.7)</em></p>
<p>-       <em>Einhaltung von Verfahrensvorschriften (2.8) und Bemühen um Verfahrensbeschleunigung (2.9)</em></p>
<p>-       <em>Verpflichtungen des Sachverständigeneids gelten auch für Privatgutachten (3.1)</em></p>
<p>-       <em>Ablehnung von Aufträgen bei Interessenskonflikten (3.2)</em></p>
<p>-       <em>Gegenüber anderen Sachverständigen Beachtung des Grundsatzes der Kollegialität (4.1) und Vermeidung von unsachlicher oder persönlich herabsetzender Kritik (4.2)</em></p>
<p>Anmerkung: In dieser Zusammenstellung nicht enthalten sind die Vorgaben bezüglich Befund- und Gutachtenserstellung.</p>
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		<title>Die Überheblichkeits-Falle</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Feb 2020 10:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Eine interessante Geschichte zum Thema Elektromobilität erzählte der deutsche Zukunftsforscher Lars Thomsen beim Energy Lunch Ende Februar 2020 in Graz. Er war hier bereits im Jahr 2014 Vortragender bei einem Motor-Umwelt-Kongress des Antriebsentwicklers AVL-List gewesen. Damals, so berichtet er, sei er mit dem ersten in Europa zugelassenen Tesla S, dem US-amerikanischen Elektroauto, von Zürich nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_2295" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_7377.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-2295" title="IMG_7377" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_7377-150x150.jpg" alt="Tesla-Schnauze" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Eine interessante Geschichte zum Thema Elektromobilität erzählte der deutsche Zukunftsforscher Lars Thomsen beim Energy Lunch Ende Februar 2020 in Graz. Er war hier bereits im Jahr 2014 Vortragender bei einem Motor-Umwelt-Kongress des Antriebsentwicklers AVL-List gewesen. Damals, so berichtet er, sei er mit dem ersten in Europa zugelassenen Tesla S, dem US-amerikanischen Elektroauto, von Zürich nach Graz gefahren. Das noch ohne jegliche Infrastruktur wie Ladestationen unterwegs! Daher hätte er im Kofferraum jede Menge Kabel, Stecher, Adapter und für alle Fälle einen Lötkolben mitgeführt.</p>
<p><span id="more-6704"></span>Jedenfalls war die geschilderte Fahrt für sich gesehen eine Art Pionierleistung eines Zukunftsforschers, der auf dem Gebiet der Elektromobilität – ja der Mobilität überhaupt – versucht, aktuelle Entwicklungen richtig einzuordnen und daraus Trends abzuleiten. Eine gewisse Ernüchterung habe er damals erlebt, als sich für das völlig neue und in der Summe seiner Eigenschaften bahnbrechende Fahrzeug niemand wirklich interessierte. Seine mehrfachen Angebote an Kongressteilnehmer, eine Probefahrt mit dem Elektroauto zu machen, wurden nicht angenommen.</p>
<p><strong>Tipping Points</strong></p>
<p>Aus seinen weiteren Ausführungen wurde deutlich, dass – wie im geschilderten Erlebnis gezeigt – eines der Innovationshemmnisse in unserer Gesellschaft in einer gewissen Überheblichkeit besteht. Diese äußere sich am mangelnden Interesse, Ereignisse im Umfeld wahrzunehmen und daraus die entsprechenden Schlüsse zu ziehen. Die Folgen des Desinteresses zeigten sich daran, dass plötzlich „Tipping Points“ erreicht werden, die bruchhafte Entwicklungen zur Folge haben können, wie sie etwa jetzt in der deutschen Autoindustrie zu erkennen sind.</p>
<p><strong>Überheblichkeit definiert</strong></p>
<p>Für den Begriff Überheblichkeit finden sich übrigens im Duden vierzig (!) Worte gleicher oder ähnlicher Bedeutung, die einen guten Wegweiser abgeben dafür, wo die Reise hingeht, darunter: Anmaßung, Eingebildetheit, Herablassung, Hochmut, Selbstverliebtheit, übersteigertes Selbstwertgefühl, Blasiertheit, Dünkel, Eitelkeit, Vermessenheit,  Selbstgefälligkeit, Selbstherrlichkeit, Arroganz, Großtuerei, Snobismus, Dünkelhaftigkeit, Hochnäsigkeit, Stolz etc. Also eine respektable Sammlung von Eigenschaften. Vor allem letztere – Stolz – tut auf die Dauer keinem Menschen gut.</p>
<p><strong>Gefahren für den Sachverständigen</strong></p>
<p>Auch Sachverständige sind nicht davor gefeit, in die Überheblichkeits-Falle zu geraten. Vor allem im Hinblick auf eingebildete Wichtigkeit kann man Gefahr laufen, sich als unverzichtbar zu halten. Zudem muss sich jeder darüber im Klaren sein, dass der Wert des gesammelten Wissens eine Halbwertszeit aufweist. Daher ist im Hinblick auf anstehende Aufgaben und Herausforderungen immer eine gesunde Portion Demut erforderlich. Und die Bereitschaft zu lernen! Dazu sei hier wieder einmal der amerikanische Autor Eric Hoffer zitiert: „In Zeiten des Wandels übernehmen die Lernenden die Welt, wogegen die Gelehrten sich bestgerüstet für eine Welt wiederfinden, die nicht mehr besteht.“</p>
<p><strong>Auch Zukunftsforscher können irren</strong></p>
<p>Auch Zukunftsforscher sind vor jeglicher Überheblichkeit zu warnen, denn sie sind natürlich nicht davor gefeit, Fehlprognosen abzugeben. Die Zeitschrift Autorevue berichtet im September 2014*), Lars Thomsen habe anlässlich der genannten Konferenz kundgetan, schon in wenigen Jahren würde das Elektroauto auf radikalste Art und Weise alle anderen Antriebsarten abgelöst haben, die rasche Elektrifizierung des Lastwagenverkehrs sei zu erwarten, ab 2018 würde kein Stadtbus mehr mit Verbrennungsmotor unterwegs sein und die letzte Formel-1-Saison wäre 2017! Was allesamt (noch) nicht eingetreten ist …</p>
<p>*) <a href="https://autorevue.at/autowelt/lars-thomsen-meinung-vortrag-elektromobilitaet-revolution-der-automobilindustrie">https://autorevue.at/autowelt/lars-thomsen-meinung-vortrag-elektromobilitaet-revolution-der-automobilindustrie</a></p>
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		<title>Was sich Sachverständige von Auftraggebern wünschen</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2019/07/26/was-sich-sachverstandige-von-auftraggebern-wunschen/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Jul 2019 06:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Im Jahre 2018 haben wir unter zweitausend nach dem Zufallsprinzip gewählten Sachverständigen in Österreich eine Umfrage durchgeführt. Die Fragestellung war bewusst offen gewählt: „Womit kann man Sachverständige am besten unterstützen?“ Der fachliche Schwerpunkt lag auf dem Bauwesen und nahestehenden Gewerken. Das Hauptinteresse dahinter war, häufiger auftretende Probleme und Unzulänglichkeiten aufzuspüren, die die Arbeit des Sachverständigen [...]]]></description>
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<dl id="attachment_3358" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3358" title="SV" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV-150x150.jpg" alt="SV" width="150" height="150" /></a></dt>
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</div>
<p>Im Jahre 2018 haben wir unter zweitausend nach dem Zufallsprinzip gewählten Sachverständigen in Österreich eine Umfrage durchgeführt. Die Fragestellung war bewusst offen gewählt: „Womit kann man Sachverständige am besten unterstützen?“ Der fachliche Schwerpunkt lag auf dem Bauwesen und nahestehenden Gewerken. Das Hauptinteresse dahinter war, häufiger auftretende Probleme und Unzulänglichkeiten aufzuspüren, die die Arbeit des Sachverständigen erschweren oder gar behindern. Die Motivation dafür entsprang dem Wunsch, die Qualität der Tätigkeit von Sachverständigen verbessern zu helfen.</p>
<p><span id="more-6218"></span></p>
<p>Etwas über einhundert Rückmeldungen langten ein, die meisten mit gut nachvollziehbaren und zum Teil fachspezifischen Anliegen. Das thematische Spektrum der Antworten erwies sich als breit aufgefächert. Daher wurde versucht, die enthaltenen Aussagen in Schwerpunkte zu bündeln. Letztere sollen nun in diesem Blog in loser Folge präsentiert werden. Der Grund, warum dies erst viele Monate nach dem Abschluss der Umfrage geschieht, ist zugleich banal und erfreulich: Zeitmangel wegen sehr vieler und sehr spannender Aufträge als Sachverständiger, hauptsächlich im außergerichtlichen Bereich.</p>
<p><strong>Wünsche und Forderungen an den Auftraggeber</strong></p>
<p>Doch nun zu den thematischen Schwerpunkten. Einen ersten großen Block bilden Wünsche und Forderungen, die Sachverständige an Auftraggeber richten. Wobei hier in einem ersten kleinen Durchlauf ganz allgemein auf institutionelle Auftraggeber eingegangen wird (eine weitere künftige Zusammenfassung wird auf Besonderheiten von Gerichten Rücksicht nehmen).  Auch hier war es wegen der frei formulierten Antworten wieder notwendig, die Anliegen in Gruppen zu bündeln:</p>
<p><em>Aufgabenstellung:</em></p>
<p>-          Gutachtensqualität setzt Bestellqualität voraus, z. B. mit exakten, eindeutigen und durchdachten Fragestellungen sowie genauer Abgrenzung des Auftragsumfangs</p>
<p>-          In den meisten Fällen ist eine Miteinbeziehung des Sachverständigen in die Aufgaben- und Fragestellung wichtig, z. B. wissen private Auftraggeber sehr oft nicht genau, was sie eigentlich erfahren wollen</p>
<p><em>Unterlagen:</em></p>
<p>-          Umfassende Bereitstellung von sachdienlichen, richtigen und aktuellen Unterlagen schon vorab, am besten digital mit bereits aktivierter Suchfunktion</p>
<p>-          Die Unterlagen sollen vollständig sein, es sollen auch vermeintlich irrelevante Unterlagen und Informationen mitgegeben werden</p>
<p>-          Übergebene Lichtbilder sollen aussagekräftig sein</p>
<p><em>Termine:</em></p>
<p>-          Es muss von beiden Seiten eine klare Vereinbarung der terminlichen Ablaufschiene vorliegen und diese muss auch eingehalten werden können</p>
<p><em>Ortsaugenschein:</em></p>
<p>-          Es solle eine Unterstützung der Befundaufnahme durch alle Beteiligten erfolgen, keinesfalls darf es Behinderungen örtlicher, terminlicher oder organisatorischer Art geben</p>
<p>-          Falls erforderlich, muss es gestattet sein, sofort auch investigative Methoden anzuwenden zu können, z. B. Bauteile freilegen zu dürfen</p>
<p><em>Auskunftspersonen:</em></p>
<p>-          Es sollen nur solche Personen genannt werden, die wirklich kompetente und tatsächlich brauchbare Angaben zu den dem Auftrag zugrundeliegenden Sachverhalten machen können</p>
<p>-          Auskunftspersonen sollte bewusst gemacht werden, dass man den Sachverständigen am besten unterstützen kann, wenn man bei der Wahrheit bleibt</p>
<p><em>Kommunikation:</em></p>
<p>-          Spitzenleistungen entstehen dann, wenn alle Beteiligten gemeinsam vernünftig und konstruktiv miteinander sprechen und dem anderen zuhören können</p>
<p>-          Für taktische Geplänkel oder untergriffige Behauptungen sollte kein Platz sein, der Sachverständige sollte in seiner Arbeit als neutrale Person unterstützt und wertgeschätzt werden</p>
<p>Soweit einmal ein erster Blick in die erhaltenen Meldungen, die hier zwangsläufig komprimiert und verkürzt wiedergegeben werden müssen. Sie sind nicht spektakulär, aber insbesondere deshalb wertvoll, weil sie nicht auf irgendwelchen Vermutungen aufbauen, sondern aus den Erfahrungen vieler Sachverständigenkollegen gespeist sind. Daraus ergeben sich für alle Sachverständige wiederum Anhaltspunkte, worauf sie in Zukunft gegebenenfalls besonders achten müssen. Für Auftraggeber, aber auch Ausbildungsinstitutionen, Verbände und Interessensgemeinschaften enthalten sie Anregungen, wie sie Sachverständige besser unterstützen können.</p>
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		<title>Denken Sie in Mangel oder in Überfluss?</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Mar 2019 07:00:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer in Überfluss statt in Mangel denkt, hat viel mehr Chancen auf gute und für alle Geschäftspartner Gewinn bringende Geschäftsbeziehungen]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Zukunft-2.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-4522" title="Zukunft 2" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Zukunft-2-150x150.PNG" alt="Zukunft" width="150" height="150" /></a></dt>
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</div>
<p>Zwei Gründe hindern Kollegen auf gleichen oder ähnlichen Fachgebieten daran, mit anderen zusammenzuarbeiten: Zum einen die überragende Stellung im Wettbewerb, denn wer eine solche gegenüber Mitbewerbern aufweist, wird einer Kooperation wenig abgewinnen können. Das ist durchaus verständlich und dagegen ist auch nichts einzuwenden. Was aber hält viele von jenen ab, die keinen solchen Vorteil besitzen und daher von Partnerschaften sehr viel profitieren könnten? Es mag die Hoffnung sein, sich alleine an die Spitze kämpfen zu können. Vielleicht liegt der Grund für die Blockade auch nur in einer falschen Denkweise.</p>
<p><span id="more-6028"></span></p>
<p>Natürlich sehen sich manche Mitmenschen in ihrer Persönlichkeit gebremst, um auf andere locker zugehen zu können, entweder weil sie von Haus aus zu scheu sind oder zu introvertiert. Oder aber sie sind echte Pessimisten, die von allen, mit denen sie zu tun haben, grundsätzlich das Schlechteste befürchten. Nur sind solche Zeitgenossen unter Selbstständigen wohl eher selten, denn sie kämen allein schon aufgrund ihrer Einstellung unternehmerisch kaum vom Fleck. Doch selbst unter Wohlwollenden und Interessierten findet sich eine Lebenssicht, die sich von Mangel begrenzt empfindet, als eine, die aus Überfluss zu schöpfen scheint.</p>
<p><strong>Wir haben die Wahl …</strong></p>
<p>Diese geschilderten unterschiedlichen existenziellen Ausrichtungen haben insofern praktische Konsequenzen, als sie sich sehr deutlich auf den beruflichen Erfolg auswirken. Besonders deutlich widerspiegeln sie sich in der Gegenüberstellung, die hier unten gezeigt ist. Sie stammt aus einem nicht mit weiterer Quellenangabe gekennzeichneten Beitrag aus einem sozialen Medium und wurde aus dem Englischen übersetzt. Es handelt sich dabei um die Gegenüberstellung einer <em>Mangelhaltung</em> zu einer <strong>Überflusshaltung</strong>, in jeder Zeile ist links die erstere in <em>kursiv</em> und rechts die zweite in <strong>fett</strong> gekennzeichnet:</p>
<p><em>&#8211;</em></p>
<p><em>Mangelhaltung</em> – <strong>Überflusshaltung</strong></p>
<p><em>Motto: Es wird nie genug da sein</em> – <strong>Motto: es wird immer mehr geben</strong></p>
<p><em>Einzelkämpfer, um zur Spitze zu kommen</em> – <strong>Zusammenarbeit, um zur Spitze zu kommen</strong></p>
<p><em>Hält Dinge vor anderen geheim</em> – <strong>ist großzügig anderen gegenüber</strong></p>
<p><em>Teilt Wissen nicht</em> – <strong>teilt Wissen</strong></p>
<p><em>Bietet anderen keine Hilfe an</em> – <strong>hilft anderen freiwillig</strong></p>
<p><em>Ist anderen gegenüber misstrauisch</em> – <strong>vertraut anderen und baut Beziehungen</strong></p>
<p><em>Lehnt Wettbewerb ab – </em><strong>begrüßt Wettbewerb</strong><em></em></p>
<p><em>Hat Angst, überflüssig zu werden</em> – <strong>strebt nach Wachstum</strong></p>
<p><em>„Die Zeiten sind hart“</em> – <strong>„Das Beste kommt erst“</strong></p>
<p><em>„Der Kuchen wird kleiner“</em> – <strong>„Der Kuchen wird größer“</strong></p>
<p><em>Denkt kleinlich und vermeidet Risiko</em> – <strong>denkt groß und geht kalkuliertes Risiko ein</strong></p>
<p><em>Fürchtet den Wandel</em> – <strong>treibt den Wandel voran</strong></p>
<p>&#8211;</p>
<p>Wenn wir uns die Liste oben zu Gemüte führen, wird uns klar, dass nicht nur der Weg zum nachhaltigen beruflichen Erfolg über die oben gezeigte rechte Seite führen muss, sondern letztlich auch jegliches persönliche Weiterkommen davon abhängt, ob wir uns in diese Richtung bewegen. Wichtig ist natürlich, dass man sich in all diesen Aspekten nicht blauäugig oder naiv verhält, sondern auf Basis einer reifen Persönlichkeit agiert. Aus der Darstellung wird auch für berufliche Selbstständigkeit das ersichtlich, was fast in jedem Lebensbereich eine bedeutsame Rolle spielt, nämlich die Wichtigkeit von gut laufenden Beziehungen!</p>
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