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	<title>Sonnek &#187; Fachmann</title>
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		<title>Empfehlungen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Oct 2023 07:09:47 +0000</pubDate>
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Wie wohl jeder Unternehmer oder Freiberufler weiß, sind Empfehlungen zufriedener Kunden der beste Weg, ohne großen Aufwand neue Geschäftspartner zu gewinnen. Das ist auch in Bezug auf Sachverständige nicht anders. Ein Sachverständiger, mit dessen Leistungen ein Richter zufrieden war, wird anderen Richterkollegen weiterempfohlen. Aber auch Sachverständige selbst können bei Bedarf dem Gericht oder anderen Kunden [...]]]></description>
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<p>Wie wohl jeder Unternehmer oder Freiberufler weiß, sind Empfehlungen zufriedener Kunden der beste Weg, ohne großen Aufwand neue Geschäftspartner zu gewinnen. Das ist auch in Bezug auf Sachverständige nicht anders. Ein Sachverständiger, mit dessen Leistungen ein Richter zufrieden war, wird anderen Richterkollegen weiterempfohlen. Aber auch Sachverständige selbst können bei Bedarf dem Gericht oder anderen Kunden Namen von Kollegen nennen, mit denen sie gut zusammenarbeiten konnten und von deren Leistungen sie überzeugt sind, das kommt sogar recht häufig vor. Worauf ist dabei zu achten?</p>
<p><span id="more-9615"></span>Persönliche Empfehlungen setzen einmal grundsätzlich voraus, dass man den empfohlenen Sachverständigen selbst gut kennt und möglichst über einen längeren Zeitraum mit ihm beruflich zusammengearbeitet hat. Das beinhaltet bis zu einem gewissen Grad eine gute private Beziehung und das Vorhandensein wechselseitiger Wertschätzung. Jeder Mensch hat seine Eigenheiten und aus mehr oder weniger regelmäßiger Zusammenarbeit von Fall zu Fall sollte die Personenkenntnis ausreichend sein, um zu beurteilen, für welche Aufgaben- oder Problemkonstellationen der Kollege oder die Kollegin eingesetzt werden kann.</p>
<p><strong>Voraussetzung Integrität</strong></p>
<p>Eine weitere Voraussetzung ist klarerweise Integrität, das Einhalten von Vereinbarungen und Verpflichtungen, besonders im Fall von gemeinsamen Einsätzen oder Auftritten. Dazu gehört gute und vor allem rechtzeitige Kommunikation, insbesondere, wenn Probleme auftreten, ebenso wie das Einhalten aller Standards wie Vertraulichkeit, Verschwiegenheit etc. In meinen Augen sind Attribute wie Verlässlichkeit oder Zuverlässigkeit genauso wichtig wie profundes Fachwissen, wozu zu ergänzen ist, dass fehlende fachliche Kompetenz notfalls von dritter Seite kommen kann, aber für ethisch sauberes Verhalten ist jeder für sich selbst verantwortlich.</p>
<p><strong>Professioneller Auftritt</strong></p>
<p>Die beruflichen Umgangsformen was Kleidung, Büroumfeld und Umgangsformen betrifft, sind mit den Jahren wesentlich lockerer geworden. Bis zu einem gewissen Grad gilt aber immer noch die Regel, dass Aussehen das Ansehen prägt. Mittlerweile scheint das zwar den meisten egal zu sein, aber nicht jeder potentielle Auftraggeber toleriert ein unschönes Erscheinungsbild. Bei einer Erstbegegnung wird es daher wohl besser ankommen, „slightly overdressed“ anzutreten, als „schlawutzig“ – also nachlässig – daherzukommen. Ich denke, dass das die meisten Kollegen auch so sehen.</p>
<p><strong>Befangenheit ausschließen</strong></p>
<p>Eine gewisse Vorsicht ist aber in anderer Hinsicht angebracht: Kollegen, die man empfehlen will, könnten befangen sein. Wie wir wissen, genügt bei Gericht bereits der Anschein von Befangenheit als Ausschließungsgrund. Das hat zur Folge, dass genau zu hinterfragen ist, ob der betroffene Sachverständige in irgendeinem Zusammenhang zum Beispiel für eine der Streitparteien eines Zivilverfahrens bereits einmal tätig war. Derlei könnte bereits zwanzig Jahre zurückliegen, für den Parteienvertreter des Kontrahenten könnte dies immer noch ein Ausschließungsgrund sein. Auch das Gericht würde das höchstwahrscheinlich so sehen.</p>
<p><strong>Zeitliche Verfügbarkeit</strong></p>
<p>Ein anderer Gesichtspunkt ist die zeitliche und organisatorische Verfügbarkeit eines Sachverständigen. Unselbstständig erwerbstätige Kollegen sind möglicherweise an feste Arbeitszeiten gebunden und in der Verfügbarkeit nicht so flexibel wie Selbstständige. Darauf wäre bei der Bestellung bereits zu achten, oder der Betroffene müsste das Gericht auf diesen Umstand hinweisen. Auch ist zu beachten, dass in einem konkreten Gerichtsfall auch im Hinblick auf das Verhältnis der Beteiligten zum Arbeitgeber des angedachten Sachverständigen keine Befangenheiten existieren.</p>
<p><strong>Gefahren für Techniker</strong></p>
<p>Ein Wort noch an uns Techniker. Sehr oft begeistert uns ein Problem derart, dass wir schon in der ersten Einschätzung Wertungen abgeben oder Schlussfolgerungen ziehen, die sich nach genauerer Betrachtung als vorschnell, weil nichtzutreffend herausstellen. Anders gesagt: Wir reden zu viel und können uns in Details in einer Weise verlieren, die man andernorts als „Rabbit Hole“ bezeichnet. Es ist aber für alle Beteiligten weitaus vorteilhafter, wenn Sachverständige ihr Wissen der Aufnahmefähigkeit der Ansprechpartner angepasst dosiert und in einer für Laien verständlichen Weise weitergeben, was sich auch positiv auf Weiterempfehlungen auswirken kann …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Der Ingenieursberuf ist der edelste Beruf …</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jun 2023 04:09:49 +0000</pubDate>
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Diese apodiktische Behauptung findet sich im Vorwort zu einem Vorlesungsskript mit dem Titel „Werkstoffe der Elektrotechnik“. Gehalten hat besagte Vorlesung ein Professor A. G. Fischer an der Universität Dortmund, und zwar im Jahre 1977. Das ist somit auch schon eine Weile her. Ein Auszug aus diesem Vorwort ist mir bereits vor etlichen Jahren zugekommen, mittlerweile [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fehler.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3235" title="Rufzeichen" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fehler-150x150.jpg" alt="Rufzeichen" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
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<p>Diese apodiktische Behauptung findet sich im Vorwort zu einem Vorlesungsskript mit dem Titel „Werkstoffe der Elektrotechnik“. Gehalten hat besagte Vorlesung ein Professor A. G. Fischer an der Universität Dortmund, und zwar im Jahre 1977. Das ist somit auch schon eine Weile her. Ein Auszug aus diesem Vorwort ist mir bereits vor etlichen Jahren zugekommen, mittlerweile ist der Text auch im Web zu finden. Die Darlegungen beschwören das hehre Ideal eines Berufsbilds, das in dieser Form wohl nicht mehr besteht, vielleicht aber auch gar nie existiert hat. Unterhaltungswert haben die Ausführungen allemal, aber lesen Sie selbst!</p>
<p><span id="more-9363"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">&#8220;Der Ingenieursberuf ist der edelste Beruf, den es gibt.</span> Der Ingenieur (von Ingenium = schöpferischer Geist), als Inbegriff des homo faber, baut die Zivilisation auf diesem Planeten und verbessert die Lebensbedingungen des Menschen. Die Naturwissenschaften sind, anders als z. B. die Jurisprudenz oder die Theologie, &#8220;akkumulativ&#8221;, d. h. jeder Fortschritt, den Sie erarbeiten, geht in das kollektive Menschheitswissen unverlierbar ein und befruchtet weiteren Fortschritt. Der tätige Ingenieur braucht also nie über den Sinn seines Lebens nachzugrübeln, er ist das nützlichste Glied der Gesellschaft, auch wenn die Gesellschaft dies oft nicht zugibt.</p>
<p>Nur in diesem Bewußtsein kann man die Härte unseres Berufs durchstehen. Denn der Ingenieur muß ja das gesamte, von seinen Vorgängern erarbeitete Wissen seines Faches, als sein Rüstzeug, kennen, muß zwanzig Jahre seines Lebens in seine Berufsvorbereitung investieren. Während dieser Zeit amüsieren sich die anderen. Außerdem muß der Ingenieur eine breite Übersicht über alle menschlichen Wissensgebiete (einschließlich Psychologie, Soziologie, Management, Volkswirtschaft etc) besitzen, sonst geht er im Wettbewerb unter. Das erfordert lebenslanges Lernen, insbesondere auch deshalb, weil sich heute das wissenschaftlich-technische Wissen der Menschheit alle zehn Jahre verdoppelt, d. h. wenn Sie zehn Jahre nach Beendigung Ihres Studiums kein Buch mehr anrühren, sind Sie hoffnungslos veraltet.</p>
<p>Sie müssen also das Lernen zur Lebensgewohnheit machen! Alles, das Sie monatlich mindestens zehnmal tun, wird zur Gewohnheit, geht also ohne Willensanstrengung vor sich, sagen die Psychologen. Bauen Sie also ein System von gesunden, positiven Gewohnheiten auf! <span style="text-decoration: underline;">Kein erfolgreicher Ingenieur sitzt täglich stundenlang vor dem Fernseher, spielt Skat, trinkt, hat Frauen, das ist in dem Beruf nicht drin. Unser Beruf erfordert also ein gewisses Maß an Askese.</span> Der Ingenieur weiß, daß er seinen Lebensbeitrag innerhalb von etwa 30 Berufsjahren leisten will, daß jede ungenutzte Stunde verloren ist, und daß er zur Erreichung seines Lebensziels ein wohlgeplantes, effizientes Leben, in allen seinen Aspekten, führen muß. Wem das zu hart ist, der möge sich rechtzeitig anders orientieren.</p>
<p>Nachdem Sie also die wichtigste Entscheidung Ihres Lebens, die Berufswahl, getroffen haben, denken Sie daran, daß die zweitwichtigste Entscheidung in Ihrem Leben die Gattenwahl ist. <span style="text-decoration: underline;">Während die meisten Frauen im Leben des Mannes die Nr. 1 sein wollen, geht beim richtigen Ingenieur die Arbeit vor allem anderen. Die ideale Ingenieursfrau versteht das, ist treusorgend und anspruchslos und gibt ihrem hart-arbeitenden Mann seelischen Beistand. Schon mancher begabte Ingenieur ist von seiner selbstsüchtigen Frau ruiniert worden.</span> Treffen Sie daher Ihre Entscheidung erst nach Prüfung auch dieser Aspekte.</p>
<p>Als Belohnung winkt dem Tüchtigen die unbeschreibliche Freude, die man empfindet, wenn man eine schwere Arbeit wohlgetan hat, wenn man etwas Bleibendes geschaffen hat, der Entwicklung vorangeholfen hat. In diesem Sinne bitte ich, die Vorlesung &#8220;Werkstoffe der Elektrotechnik&#8221; zu verstehen. Wir sind keine Penne. Der Lehrstoff ist interessant. Arbeiten Sie aktiv, aus eigenem Antrieb mit, wir helfen Ihnen!&#8221;</p>
<p><em>&#8212;</em></p>
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		<title>Werter Installateur! Bevor Sie klagen &#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2022 16:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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… sollten Sie unbedingt einige Voraussetzungen beachten, die erfüllt sein müssen, damit ein zu erwartendes Gerichtsverfahren nicht schon von vornherein Chancen auf Erfolg einbüßt. Was ich hier darlege, entspringt der praxisbezogenen Sicht eines Sachverständigen, der mit derlei Verfahren seit vielen Jahren immer wieder zu tun hat. Es geht also nicht um rechtliche Angelegenheiten – die [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Paragraf.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5929" title="Paragraf" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Paragraf-150x150.PNG" alt="P" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>… sollten Sie unbedingt einige Voraussetzungen beachten, die erfüllt sein müssen, damit ein zu erwartendes Gerichtsverfahren nicht schon von vornherein Chancen auf Erfolg einbüßt. Was ich hier darlege, entspringt der praxisbezogenen Sicht eines Sachverständigen, der mit derlei Verfahren seit vielen Jahren immer wieder zu tun hat. Es geht also nicht um rechtliche Angelegenheiten – die sind Sache der Rechtsanwälte und des Gerichts – sondern um einige fachliche und sachliche Dinge, die die Arbeit des Sachverständigen und damit auch des Gerichts unnötigerweise beträchtlich erschweren können.</p>
<p><span id="more-8859"></span></p>
<p><strong>Meist sieht sich der Installateur zur Klage veranlasst, …</strong></p>
<p>Im Zusammenhang mit Gerichtsverfahren interessant zu wissen ist, welche Art von Streitigkeiten überwiegt. Was nun die Geschäftsbeziehung Installateur zu Kunden betrifft, ist es in der Mehrzahl der Fälle, mit denen ich zu tun habe, der Installateur, der sich zu einer Klage gezwungen sieht. Anlass dafür ist schlicht, dass sein Kunde nur einen Teil des Werklohns bezahlt hat, vielleicht auch gar nichts. Die Begründung ist im Regelfall Unzufriedenheit mit der erbrachten Leistung, zumeist werden dazu noch mehr oder weniger umfangreiche Mängel eingewandt. Sind alle Versuche einer gütlichen Einigung gescheitert, bleibt dem Handwerker nur der Weg zum Gericht.</p>
<p><strong>… legt aber zu wenige Unterlagen vor</strong></p>
<p>Der klagende Installateur wird seine Forderungen detailliert darlegen und begründen müssen. Der vom Gericht bestellte Sachverständige ist nun gefordert, sich ein möglichst exaktes Bild über die fachliche und organisatorische Seite des Streits zu machen. Hier hebe ich warnend meinen Zeigefinger: Denn was ich des Öfteren erlebe, ist, dass dem Klagebegehren lediglich die – teilweise oder völlig – unbeglichenen Rechnungen vorgelegt werden, darüber hinaus  aber Unterlagen fehlen, aus denen sich ein Gesamtbild über die zwischen den Parteien vereinbarten und dann tatsächlich durchgeführten Leistungen ergibt.</p>
<p><strong>Unterlagen der Auftragserteilung</strong></p>
<p>Was es an zweckdienlichen Nachweisen sonst noch braucht, ist schnell aufgelistet, wenn man eine übliche Auftragsabwicklung gedanklich nachvollzieht: Im Regelfall hat es ein <em>Angebot</em> gegeben, vielleicht hat zuvor sogar eine Ausschreibung stattgefunden und es existiert ein <em>Leistungsverzeichnis</em> mit zugehörigen <em>Projektplänen</em>. Ersteres wurde vielleicht sogar noch abgeändert und es findet sich in den Unterlagen ein endgültiges <em>Vergabe-Leistungsverzeichnis</em>. Dazu wird vielleicht eine <em>Bestellung</em> des Kunden vorliegen oder aber in irgendeiner Form eine <em>Auftragsbestätigung</em>, die der Installateur ausgestellt hat.</p>
<p><strong>Unterlagen aus der Auftragsabwicklung</strong></p>
<p>Wenn dann die Arbeiten auf der Baustelle des Kunden zu laufen beginnen, fallen ebenfalls eine ganze Reihe von Unterlagen an. Da sind zuerst <em>Arbeitsscheine</em>, das sind tageweise Aufzeichnungen des Installateurs über das eingesetzte Personal, dessen Qualifikationen und den Aufwand an Stunden für Montagen und Nebenarbeiten, aber auch für Anfahrten. Arbeitsscheine sollten möglichst täglich vom Kunden oder dessen Beauftragten unterfertigt werden, was allerdings sehr oft nicht möglich ist. Dann fallen noch <em>Lieferscheine</em> an, manchmal auch von Unterlieferanten des Installateurs.</p>
<p><strong>Unterlagen zur Rechnungslegung</strong></p>
<p>Wenn die Montagearbeiten abgeschlossen sind, werden die auf den Lieferscheinen ausgewiesenen Materialien um die Rücklieferungen korrigiert, bei Bauvorhaben ab einer gewissen Größenordnung werden <em>Aufmaßlisten</em> oder <em>Aufmaßpläne</em> über alle installierten Materialien erstellt. Sie bilden die Grundlage für die <em>Teil- oder Schlussrechnungen</em>, die dem Kunden übergeben werden. Auch erhält der Kunde eine <em>Dokumentation</em>, die Betriebsanleitungen, Wartungshinweise, Ausführungspläne, Schemazeichnungen, Protokolle über Druck- und Dichtheitsprüfungen und andere Bestätigungen enthält.</p>
<p><strong>Umfassende Nachweise sind möglicherweise entscheidend </strong></p>
<p>Wenn der Installateur die vorhin genannten Dokumente im Weg über seinen Rechtsvertreter dem Gericht gleich mit der Klage in geordneter und leicht nachvollziehbarer und nachprüfbarer Weise vorlegt, hat er alle Unterlagen präsentiert, die dem Sachverständigen – zusammen mit einer späteren örtlichen Befundaufnahme – erlauben werden, festzustellen, ob und wie weit die vereinbarten Leistungen tatsächlich und fachgerecht erbracht worden sind. Aber nicht nur hat er dem Gericht die Arbeit erleichtert, er hat auch gezeigt, dass er professionell arbeitet, selbst dann, wenn er den Klagsweg beschreiten muss.</p>
<p>P.S.: Der Ball liegt jetzt beim Kunden. Der sollte seinerseits eine Mängelliste vorlegen, die zweckmäßigerweise wiederum detailliert und übersichtlich gestaltet und dokumentiert ist, um – im Sinne beider Parteien – zu einem effizienten Gerichtsverfahren beizutragen …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Wozu Mentoren gut sind</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2021 16:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Mehrere Jahrzehnte eines Berufslebens bringen eine Menge Wissen und Erfahrung mit sich. Was geschieht mit diesem Erlebten, hat es irgendeinen Wert? Gewiss, viele sind froh, es mit Antritt des Ruhestands allmählich dem Vergessen überantworten zu können. Aber andere, die in und an ihrer Tätigkeit Sinn und Freude hatten, empfinden das Erworbene als einen vom Leben [...]]]></description>
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<dl id="attachment_2181" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_6064.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-2181" title="IMG_6064" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_6064-150x150.jpg" alt="Ballon" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Mehrere Jahrzehnte eines Berufslebens bringen eine Menge Wissen und Erfahrung mit sich. Was geschieht mit diesem Erlebten, hat es irgendeinen Wert? Gewiss, viele sind froh, es mit Antritt des Ruhestands allmählich dem Vergessen überantworten zu können. Aber andere, die in und an ihrer Tätigkeit Sinn und Freude hatten, empfinden das Erworbene als einen vom Leben anvertrauten Schatz. Einen, den sie einerseits hüten und bewahren, den sie aber auch gerne mit anderen teilen. Besondere Freude bereitet es ihnen, das mit jungen Menschen zu tun, die ähnliche berufliche Pfade einschlagen möchten: Sie werden zu Mentoren.</p>
<p><span id="more-8294"></span></p>
<p><strong>Was ist ein Mentor, was tut er? </strong></p>
<p>Jemand, der in einen Beruf ein- oder umsteigen will, steht vor einem schier unübersichtlichen Berg von Fragen und Problemen. Die Gefahr, entweder ganz zurückzuscheuen, zu zögerlich vorwärtszukommen oder andererseits einfach draufloszustürmen und entscheidende Fehler zu machen, ist groß. Hier hilft ein Mentor. Er ist nichts anderes als ein Ratgeber, ein Berater, aber auch ein Beistand, besonders für junge Menschen, die in eine neue Tätigkeit oder einen neuen Beruf einsteigen wollen. Mentoren können aber genauso Personen helfen, die sich in einer schwierigen Entscheidungs- oder Übergangsphase befinden und Orientierung benötigen.</p>
<p><strong>Wie wird man Mentor?</strong></p>
<p>Meine Tätigkeit als Mentor hat vor gut fünfzehn Jahren begonnen, und zwar aus einer Vortragstätigkeit in Vorbereitungskursen für angehende Ziviltechniker heraus. In den Vorträgen ging es um Erfolgsfaktoren, die für diesen Berufsweg wichtig sind. Einige Zeit nach solchen Kursen haben mich Teilnehmer kontaktiert, um Informationen gebeten und um Ratschläge gebeten. In der Bundesfachgruppe der Ziviltechniker für Industrielle Technik habe ich im Jahr 2006 angeregt, Kollegen aus ganz Österreich zu fragen, ob sie für eine Tätigkeit als Mentor zur Verfügung stehen und alle, die sich gemeldet haben, wurden in eine Liste aufgenommen. Also: Mentor wird man ganz allgemein dadurch, dass man sich bei seiner Berufsvertretung meldet und sich für eine solche Tätigkeit bereiterklärt.</p>
<p><strong>Welche Eigenschaften muss ein Mentor mitbringen?</strong></p>
<p>Mentor sein ist kein Geschäft oder Geschäftsmodell, ein Mentor bekommt grundsätzlich kein Honorar für seinen Einsatz. Im Gegenteil, er wird bereit sein, den Aufwand an Zeit für Gespräche – das ist der Hauptwert der Tätigkeit für den Beratenen, den man Mentoranden oder wie im Englischen als Mentee bezeichnet. Entscheidend sind die Charaktereigenschaften des Mentors. Er muss ehrliches Interesse und Freude daran haben, anderen Menschen zu helfen. Er braucht Einfühlungsvermögen, Geduld, Umsicht und muss seine Person zurücknehmen können. Wichtig ist ihm der Mentorand, der sich ihm anvertraut oder ihm – meist über Empfehlung – anvertraut wird.</p>
<p><strong>Wie gestaltet sich die Beziehung Mentor/Mentorand?</strong></p>
<p>Die Zeilen hier schreibe ich aus der Erfahrung mit etwa an einem knappen Dutzend Personen, allesamt natürlich beträchtlich jünger als ich, die ich im Lauf der letzten etwa fünfzehn Jahre über kürzere oder längere Zeiträume begleiten durfte. Zu Beginn wird der Mentor darauf achten, dass eine gute persönliche Beziehung entstehen kann. Er wird den Mentoranden zum Beispiel in sein Büro einladen und dort vielleicht später auch die meisten Treffen haben. Es kann von Vorteil sein, den Mentoranden zu bitten, Fragen vorzubereiten und diese – wenn möglich – auch vorab zu übermitteln. Mentoringbeziehungen können unterschiedliche Art und Tiefe entwickeln, es liegt an beiden, sie so zu gestalten, dass sie sich wohlfühlen.</p>
<p><strong>Was darf sich ein Mentorand erwarten?</strong></p>
<p>Wer sich an einen Mentor wendet, hat bestimmte Erwartungen, die er aber sehr oft selbst noch nicht artikulieren kann. Oder er kommt mit Absichten, über die er sich noch nicht recht im Klaren ist. Es liegt sehr stark am Mentor, dass er dem Mentoranden den Einstieg leicht macht. Etwa, indem er zuerst seine eigene Arbeits- und Erfahrungswelt in großen Umrissen schildert. Danach hat der Hilfesuchende wahrscheinlich ein deutlicheres Bild davon, was er sich von der gemeinsamen Zeit erwarten wird können. Ausgehend davon lassen sich die Ziele leichter festlegen, die im Lauf der Mentoringbeziehung erreicht werden sollen.</p>
<p><strong>Wie läuft das Mentoring zeitlich ab?</strong></p>
<p>Die Zeitplanung ist ganz unterschiedlich und hängt sehr davon ab, wie die Bedürfnisse der Mentoranden beschaffen sind. Sie kann sich auf zwei oder drei Treffen beschränken oder über einen längeren Zeitraum laufen. Klare Vereinbarungen sind notwendig. Wenn jemand aus einer unselbständigen Beschäftigung aus- in die Selbständigkeit eines Ziviltechnikers einsteigt, hat sich ein Zeitraum von eineinhalb Jahren gut bewährt. Man trifft sich alle drei Monate persönlich etwa für einen halben Tag. In der Zeit dazwischen ist der Mentor für seinen Schützling erreichbar, spontane Treffen sollten stets möglich sein.</p>
<p><strong>Wie sieht es mit Verbindlichkeit und Verantwortung aus?</strong></p>
<p>Ich halte wenig davon, dem Mentoranden Aufgaben zu geben oder ihm vorzuschreiben, was er wann und wie zu tun hat. Die notwendigen Schritte, die der Mentorand setzen wird müssen, ergeben sich meist aus den Gesprächen. Wenn er erkennt, dass die angesprochenen Maßnahmen richtig und wichtig sind, wird er sie selbst setzen. Aber auch das Wie und das Wann soll er selbst entscheiden, ausreichende Eigeninitiative muss er mitbringen. Der Mentor sollte sich auf Empfehlungen beschränken. Ich halte es für besser, jemanden zu ermutigen, Unangenehmes anzugehen, als ihn zur Rechenschaft zu verpflichten.</p>
<p><strong>Wie geht man mit notwendigen Korrekturen um?</strong></p>
<p>Es ist wichtig, dass der Mentor Dinge anspricht, die zu korrigieren sind oder die er sich Sorgen macht. Daher sollte schon zu Beginn der Beziehung abgeklärt werden, wie in solchen Fällen vorzugehen ist. Denn wenn der Zeitpunkt dafür kommt, sind schon beide darauf vorbereitet. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass solche „Eingriffe“ sehr selten notwendig sind. Und wenn, dann beziehe ich mich zuerst auf ähnliche eigene Erfahrungen und wie mir eine Änderung geholfen hat. Außerdem: Wer seine Mitmenschen mag und ausreichend Berufserfahrung, wird wohl stets das in solchen Fällen nötige Feingefühl aufbringen.</p>
<p><strong>Wie vertraulich läuft des Mentoring ab?</strong></p>
<p>Für jedes menschliche Miteinander gilt: Beziehungen sind eine Abfolge von Vereinbarungen! Wechselseitiges Vertrauen setzt voraus, dass diese Vereinbarungen eingehalten werden. Über geführte Gespräche und getroffene Vereinbarungen muss nach außen grundsätzlich Verschwiegenheit herrschen. Oder er wird ausgemacht, was weitergesagt werden darf. Das natürlich aus Rücksicht auf Gefühle, mehr noch aber in Vorbereitung auf das grundlegende Verhalten im künftigen Wirkungsfeld: Ziviltechniker unterliegen wie andere freie Berufe der Verschwiegenheitspflicht.</p>
<p><strong>Wann ist eine Mentoringbeziehung zu Ende?</strong></p>
<p>Mentoring ist keine dauernde Sache. Es ist dann zu Ende, wenn die vereinbarten Ziele erreicht sind. Das kann etwa dann sein, wenn der Mentorand den Berufseinstieg geschafft hat oder wenn er die ersten Aufträge erfolgreich abgewickelt hat. Es hat sich bewährt, einen gemeinsamen Schlusspunkt zu setzen, etwa durch ein gutes Mittagessen. Das Ende der Mentoringphase bedeutet aber meist nicht das Ende der Beziehung. Denn später trifft man sich beruflich. In manchen Fällen können dauerhafte Freundschaften entstehen. Und der eine oder andere Mentorand wird selbst Mentor.</p>
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		<title>Vom Vorteil für Sachverständige, die lernen und lehren</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2021 09:32:37 +0000</pubDate>
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Dank eines gerade bekannt gewordenen Erlasses ist das Tragen einer Gesichtsmaske innerhalb eines Gerichtssaals nicht mehr nötig. Das haben wir anlässlich der letzten Sachverständigenprüfung zwar auch schon so gehandhabt, jetzt aber ist es offiziell gestattet. So sitze ich wieder in einer Beurteilungskommission, die einem Handwerksmeister mit langjähriger Erfahrung auf den Zahn fühlen soll. Als Geschäftsführer [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Pfeile.png"><img class="size-thumbnail wp-image-1832" title="Pfeile" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Pfeile-150x150.png" alt="Pfeile" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Dank eines gerade bekannt gewordenen Erlasses ist das Tragen einer Gesichtsmaske innerhalb eines Gerichtssaals nicht mehr nötig. Das haben wir anlässlich der letzten Sachverständigenprüfung zwar auch schon so gehandhabt, jetzt aber ist es offiziell gestattet. So sitze ich wieder in einer Beurteilungskommission, die einem Handwerksmeister mit langjähriger Erfahrung auf den Zahn fühlen soll. Als Geschäftsführer eines Installationsunternehmens wird er sein Fach beherrschen, wir dürfen aber auch die gereifte Persönlichkeit erwarten, die ein künftiger Sachverständiger mitbringen muss.</p>
<p><span id="more-7866"></span>Wir werden nicht enttäuscht. Der Kandidat hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Die Fragen des Vorsitzenden aus dem Präsidium des Landesgerichts und der Fachprüfer werden nach kurzem Nachdenken fast vollständig zufriedenstellend beantwortet. Bei Unklarheiten fragt er nach, seine Antworten kann er gut begründen. Fachwissen über Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär ist wohl ausreichend vorhanden, um in den Problemfeldern, die ihn aller Voraussicht erwarten, erfolgreich zu bestehen. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er auch in schwierigen Situationen, in die nun ein Sachverständiger auch manchmal gerät, seinen Mann stellen wird.</p>
<p><strong>Alles gut gegangen – aber jetzt geht es erst richtig los …</strong></p>
<p>Die Beratungen der Beurteilungskommission sind daher in Bezug auf den künftigen Kollegen auch recht kurz, er hat die Prüfung bestanden. Ich bringe noch einen Gedanken ein, den der Vorsitzende aufgreift und dem neuen Kollegen mitgibt: Ein angehender Sachverständiger ist daran zu erinnern, dass er in seiner gesamten Laufbahn ein Lernender ist. Bei jedem Gutachtensauftrag lernt er dazu. Besonders viel lernt er bei seinem ersten Gutachten, das ihm vermutlich viel Schweiß kosten wird. Er ist gut beraten, einen Kollegen zu Rate und ins Vertrauen zu ziehen, der ihm über diese erste Hürde hilft.</p>
<p><strong>Kollegialer Auftrag an erfahrene Sachverständige</strong></p>
<p>Mir selber hat am Anfang das eine oder andere Gutachten weitergeholfen, das mir zuvor schon aus irgendwelchen Anlässen in die Hände gekommen war. Im Lauf der Zeit und mit wachsender Praxiserfahrung habe ich aber immer wieder Kollegen in ihrer Arbeit beraten und unterstützen können. Ich sehe einen kollegialen Auftrag an erfahrene Sachverständige darin, in die Rolle des Ratgebers oder Lehrers zu schlüpfen, sofern man darum gebeten wird. Das hat für Ratsuchenden den Vorteil rascher Hilfe, aber auch der Ratgeber kann aus dieser Bereitschaft deutlichen Nutzen ziehen, mehrfachen sogar.</p>
<p><strong>Der Nutzen ist wechselseitig und vielfach</strong></p>
<p>Es ist nicht nur das angenehme Gefühl, das zurückbleibt, wenn man jemandem in selbstloser Weise geholfen hat – „Geben ist seliger als Nehmen“ sagt schon die Bibel. Ein Vorteil des Lehrens ist, dass man eine Sache selber besser verstehen lernt. Mehr noch ist für den Lehrenden von praktischer Bedeutung, dass er seinen eigenen Wissensschatz erkennt. Dass er durch die Art der an ihn gerichteten Fragen den Wert der Erfahrung sieht, der ihm kaum oder gar nicht bewusst war. Ihm wird auch klar, dass er wertvolle Informationen weitergegeben hat, die ansonsten vielleicht nie abgerufen und damit unwiederbringlich verloren gegangen wären.</p>
<p><strong>Lehren zeigt auch Sachverständigen den Wert von Wissen und Erfahrung </strong></p>
<p>Aber das Beste kommt noch! Die aus dem „Lehren“ gewonnene Erkenntnis kann handfesten materiellen Nutzen nach sich ziehen. Und das kommt so: Vielen – zu vielen – Sachverständigen ist tatsächlich nicht bewusst, welche Menge an wertvollem Wissen und unvergleichlicher Erfahrung sie besitzen. Durch das „Hervorholen“ zu Lehrzwecken werden der Umfang dieses Wissens und das Gewicht dieser Erfahrung vor Augen geführt. Dieses Offenbarwerden kann wiederum positiven Einfluss auf die Wertbeurteilung der eigenen Leistung haben, die Sachverständige meiner Einschätzung nach tendenziell viel zu selbstkritisch sehen.</p>
<p><strong>Selbstwert bestimmt Marktwert bestimmt Einkünfte</strong></p>
<p>Was Wertbeurteilung der eigenen Leistung betrifft, kenne ich immerhin einige Sachverständige, die sehr wohl zur Einsicht gelangt sind, dass sich der Selbstwert ganz entscheidend auf die Höhe des Honorars auswirken kann. Selbstwert bestimmt Marktwert, kann man folgern – genau das trifft zu! Je mehr sie bereit sind, Wissen und Erfahrung weiterzugeben und anderen dadurch zu dienen – wobei es erst einmal egal ist, ob bezahlt oder unbezahlt – desto mehr können sie davon ausgehen, dass ihr Wissen und ihre Erfahrung vielfach gefragt sind. Diese innere Einsicht stärkt ihre Position nach außen: Höherer Selbstwert führt zu überzeugtem Auftritt und zu höheren Honoraren. – Fazit: Die Bereitschaft, andere zu lehren, kann ein erster Schritt zu besseren Einkünften sein.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Stiefkind Haustechnik oder Sparen am falschen Platz</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jul 2019 06:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Eine Eigentümlichkeit der besonderen Art lässt sich sehr oft feststellen: je teurer das Objekt ist, desto preisgünstiger fällt seine Haustechnik aus! Das ist keine billige Polemik, sondern eine teuer erkaufte Beobachtung. Teuer nicht für den Beobachter, sondern für den Eigentümer des Gebäudes. Denn von Haustechnik wird erwartet, dass sie ihre Arbeit unauffällig und im Verborgenen [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Gefahr.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-4018" title="Gefahr" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Gefahr-150x150.jpg" alt="Gefahr" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Eine Eigentümlichkeit der besonderen Art lässt sich sehr oft feststellen: je teurer das Objekt ist, desto preisgünstiger fällt seine Haustechnik aus! Das ist keine billige Polemik, sondern eine teuer erkaufte Beobachtung. Teuer nicht für den Beobachter, sondern für den Eigentümer des Gebäudes. Denn von Haustechnik wird erwartet, dass sie ihre Arbeit unauffällig und im Verborgenen tut, also möglichst unsichtbar. Was nicht mit freiem Auge erkennbar ist, kann natürlich auch keinen Prestigewert zugemessen bekommen. Ergo darf es auch von der billigen Sorte sein. Aber scheinbar wohlfeile Lösungen können fürchterliche Nachteile mit sich bringen.</p>
<p><span id="more-6205"></span>Das Drama beginnt üblicherweise bereits im sehr frühen Planungsstadium. Da wird ein tolles Gebäude entworfen oder ein Bestand grundlegend erneuert, ohne dass von Anfang an schon ein Haustechnikplaner mit in das Planungsteam geholt wird. Der Architekt konzentriert sich auf Form und Funktion, was natürlich zu diesem Zeitpunkt seine wichtigste Aufgabe ist. Wie das Ding dann bewohnbar gemacht werden wird, also geheizt oder gekühlt werden kann, ist der Vorplanung oder auch in Unterlagen für einen Wettbewerb vielfach nur Randnotizen wert. Was zählt, ist die Konzentration auf Architektur und nur auf die.</p>
<p><strong>Nicht jeder kann alles</strong></p>
<p>Das nächste Problem besteht dann darin, dass exklusive im Sinne von ausgefallenen Bauten sehr oft von Objektplanern entwickelt werden, die zwar in der Gestaltung Spitze sein mögen, in der praktischen Umsetzung in eine Detailplanung aber nicht über ausreichende Erfahrung und Routine besitzen. Das bringt mit sich, dass sie auch nicht über ein erfahrenes Planerteam für haustechnische Belange verfügen. Gefährliche Folge ist, dass jemand beigezogen wird, der mit den anstehenden Herausforderungen nicht fertig wird und stattdessen lediglich unausgegorene Lösungen liefert, die den Ansprüchen des Gebäudes, aber auch des späteren Besitzers oder Nutzers nicht genügen.</p>
<p><strong>Oft fehlen die Vorgaben</strong></p>
<p>Dazu kommt noch erschwerend, dass der Bauherr hier nicht eingreifen kann, weil er in haustechnischen Belangen nicht das erforderliche Basiswissen besitzt. Oder er will sich einfach nicht damit belasten und geht daher davon aus, dass die entsprechenden Fachleute eh über alles erforderliche Wissen verfügen. Traurige Folge davon ist, dass gerade bei ausgefallenen Objekten kein Lastenheft existiert, in dem alle Anforderungen des Bauherrn für alle Gewerke zusammengefasst sind. Wie aber soll man derart uninformiert den späteren Anforderungen und Erwartungen des Auftraggebers gerecht werden können?</p>
<p><strong>Der Billigste ist nicht unbedingt der Beste</strong></p>
<p>Das Elend setzt sich dann in der Ausschreibung, Vergabe und Ausführung der Leistungen fort. Mangels anderer Kriterien werden Aufträge betreffend die Haustechnik an den Billigstbieter vergeben, nicht ohne demselben vorher noch einen saftigen Nachlass abgerungen zu haben. Der sparsam durchdachten Planung folgt eine minimalistische Ausführung. Den Beteiligten und dem Bauherrn ist das in dieser Phase egal, weil – siehe oben – prestigeträchtig ist die „Installiererei“ ohnehin nicht, sondern nur ein notwendiges Übel. Bei der Bauaufsicht wird natürlich auch gespart, weiß eh jeder, was er zu tun hat. Abnahme und Übernahme? Fehlanzeige.</p>
<p><strong>Wenn unerwartet Fehler und Probleme auftreten</strong></p>
<p>Spätestens bei der Inbetriebnahme der Anlage treten die ersten Probleme auf. Behebungsversuche werden eingeleitet, verfehlen aber eine nachhaltige Änderung zum Besseren. Allgemeine Ratlosigkeit tritt ein. Der Eigentümer will das Objekt endlich beziehen und verliert die Geduld. Der Ruf nach Experten wird laut, erste Rechtskundige treten auf. Rauchende Köpfe, hektische Konferenzen, Schuldzuweisungen, Fristsetzungen, Ultimaten. Verärgerte Nutzer. Sachverständige werden geholt, Beweissicherungen werden begonnen, Sanierungen überlegt. Viel Zeit wird investiert werden müssen, viel Geld wird notwendig sein …</p>
<p><strong>Wie man am besten gegen böse Überraschungen vorbeugen kann</strong></p>
<p>Was kann getan werden, um solche Schreckensszenarien zu vermeiden? Nun, zuallererst muss der Bauherr klar kundtun, was er will und was nicht.  Der den Entwurf liefernde Architekt muss nicht zwangsläufig mit der Umsetzung beauftragt werden, sondern das Detailprojekt sollten Profis übernehmen, die über ausreichende Referenzen verfügen. Das gilt ebenso für alle anderen Fachplaner, also auch für die Haustechniker. Genauso rigoros muss die Auswahl der ausführenden Unternehmen sein, der billigste Installateur ist nicht automatisch der beste. Und letztlich muss die Fachbauaufsicht ihre Rolle ernstnehmen und bis zur Übernahme der Leistungen und Prüfung der Schlussrechnungen dranbleiben.</p>
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		<title>Der Wert von Netzwerken</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2019/05/17/der-wert-von-netzwerken/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2019 06:00:52 +0000</pubDate>
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Ein Sachverständiger hat sich ein oder mehrere Fachgebiete festgelegt, in denen er überdurchschnittliches Wissen besitzt und für die er landläufig bezeichnet als Experte gelten kann. In der täglichen Arbeit lassen sich tatsächliche Aufgaben – etwa Gutachtensaufträge – sehr oft nicht auf solche Fachgebiete eingrenzen. Vielfach sind sogar deutliche Überschneidungen gegeben. Solche Fälle müssen von entsprechend [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3490.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-1056" title="IMG_3490" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3490-150x150.jpg" alt="Team" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Ein Sachverständiger hat sich ein oder mehrere Fachgebiete festgelegt, in denen er überdurchschnittliches Wissen besitzt und für die er landläufig bezeichnet als Experte gelten kann. In der täglichen Arbeit lassen sich tatsächliche Aufgaben – etwa Gutachtensaufträge – sehr oft nicht auf solche Fachgebiete eingrenzen. Vielfach sind sogar deutliche Überschneidungen gegeben. Solche Fälle müssen von entsprechend qualifizierten Sachverständigen gemeinsam und möglichst friktionsfrei bearbeitet werden. Wie Netzwerke helfen können, dass freiwillige oder zwangsläufige Kooperationen klaglos funktionieren.</p>
<p><span id="more-6119"></span>Die Herausforderung, vor der jeder Sachverständige stehen kann ist die, dass seine Wissens- oder Fachgebiete in Randbereiche „ausfransen“ und Grauzonen bilden, in denen das erforderliche Spezialwissen in der nötigen Tiefe schlicht nicht mehr vorhanden ist. Es gilt also, vor Betreten dieses Risikobereiches rechtzeitig die Bremse zu ziehen und sich nach Hilfe umzusehen. Wer beispielsweise in der Gebäudetechnik den maschinenbautechnischen Anteil beherrscht, wird im Bereich etwa der Elektro- oder Regelungstechnik bestenfalls über Übersichtswissen verfügen und im Bedarfsfall einen entsprechenden Kollegen kontaktieren.</p>
<p><strong>Bestimmte Auffassungen müssen übereinstimmen</strong></p>
<p>Dazu wird man sich natürlich zuerst in der direkten Kollegenschaft umsehen. Wenn das nicht zum Ziel führt, fragt man sich einfach durch, bis man fündig wird. Dabei ist aber nicht allein ausschlaggebend, dass der Kollege das Fachgebiet beherrscht, sondern zumindest genauso wichtig ist es, über die Persönlichkeit des Betreffenden Bescheid zu bekommen, bevor man selbst mit ihm Kontakt aufnimmt. Schließlich wünscht man mit jemandem zu kooperieren, der ähnliche Auffassungen von Genauigkeit, Sorgfalt und Verlässlichkeit besitzt wie man selbst. Dann natürlich ist auch das kommerzielle Übereinkommen zu beachten.</p>
<p><strong>Der Gewinn von Sozialkapital</strong></p>
<p>In der Praxis wird man im Laufe der Zeit – wir sprechen hier von Jahren – einen Grundstock von zuverlässigen Partnern zurechtgelegt haben, von denen man weiß, dass man sich auf die verlassen kann und auf die man bei Bedarf zurückkommen wird. In vielen Fällen werden sich aus den Zeiten gemeinsamer Arbeit an einem Projekt oder Gutachtensfall gute Bekanntschaften oder Freundschaften ergeben, die ein Leben lang andauern, auch wenn man fürderhin eher sporadisch miteinander zu tun hat. Ein solches persönliches Netzwerk besitzt einen sehr hohen latenten Wert, nicht zu Unrecht spricht man von Sozialkapital.</p>
<p><strong>Vertrauen braucht Zeit, der Lohn dafür ist hoch</strong></p>
<p>Man muss sich klar darüber werden, wodurch der erwähnte Wert eines Netzwerks zustande kommt: Die zentrale Voraussetzung für das Funktionieren eines Netzwerkes ist das Vorhandensein von Vertrauen. Vertrauen lässt sich bekanntlich nicht erzwingen, sondern muss erworben werden, durch gründliches Kennenlernen und ausführlichen Austausch, was bekanntlich Zeit benötigt. Wenn jemand einem neuen Partner Vertrauen schenkt, ist dies ein Schritt, der Mut und Zuversicht voraussetzt, was wiederum bedeutet, dass man der Beziehung zu ebendiesem Partner und seinem Potential hohen Wert zumisst.</p>
<p><strong>Unkomplizierte gegenseitige Unterstützung</strong></p>
<p>Wenn ein solches Netzwerk ausreichend Zeit hatte, sich zu festigen, ergibt sich ein weiterer Effekt, der allen Beteiligten nützt. Er besteht darin, dass man sich gegenseitig informell und unkompliziert aushilft. Das geschieht zumeist in der Form, dass man sich gegenseitig ohne weitere Verpflichtung und offen mit bestem Rat unterstützt, wie dies eben auch bei Freundschaften der Fall ist. In geschäftlichen Dingen hält man Vereinbarungen penibel ein. Bei Missverständnissen sucht man sofort Verständigung, in Projekten heraufziehende Probleme sieht man als gemeinsam zu lösende Herausforderung.</p>
<p><strong>Vertrauen macht schnell und leichtläufig</strong></p>
<p>Schließlich nicht zu unterschätzen ist der Gewinn an Geschwindigkeit in der praktischen Zusammenarbeit. Denn das aufgebaute Vertrauen hat für das Netzwerk die gleiche Funktion wie Öl für den Verbrennungsmotor: Es vermindert Reibungsverluste und macht die „Maschine“ leichtläufig. Im Netzwerk unterstützt man sich grundsätzlich gegenseitig, ohne sofort eine exakt gleiche Kompensation zu erwarten, man kann aber einen langfristigen Ausgleich von Geben und Nehmen erwarten. Wer jemals in den Genuss eines derartigen Netzwerks gekommen ist und seinen Wert schätzen gelernt hat, will es nicht mehr missen.</p>
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		<title>Spezialist oder Generalist?</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2019/03/29/spezialist-oder-generalist/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Mar 2019 07:00:42 +0000</pubDate>
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Genau diese Frage stellte ein hoffnungsfroher Berufseinsteiger ins Ziviltechnikerwesen: Soll ich mich eher als „Allrounder“ am Markt positionieren, also als Techniker, der auf keinen bestimmten Bereich seines sehr weit gesteckten Fachgebietes des Maschinenbaus festgelegt ist – oder als Spezialist in einem eng begrenzten Ausschnitt? Grundsätzlich erscheint eine allgemeingültige Antwort darauf nicht möglich, weil sie jeder [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Checkliste.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5355" title="Checkliste" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Checkliste-150x150.PNG" alt="Checkliste" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Genau diese Frage stellte ein hoffnungsfroher Berufseinsteiger ins Ziviltechnikerwesen: Soll ich mich eher als „Allrounder“ am Markt positionieren, also als Techniker, der auf keinen bestimmten Bereich seines sehr weit gesteckten Fachgebietes des Maschinenbaus festgelegt ist – oder als Spezialist in einem eng begrenzten Ausschnitt? Grundsätzlich erscheint eine allgemeingültige Antwort darauf nicht möglich, weil sie jeder für sich und aus der eigenen Situation heraus und unter Berücksichtigung der persönlichen Interessenslage beantworten muss. Aber als Entscheidungshilfe lassen sich ein paar Denkanstöße mitgeben.</p>
<p><span id="more-6048"></span></p>
<p>Gleich zu Beginn ein guter Rat: Vor einer so weitreichenden und letztlich für den künftigen Berufsweg bestimmenden Entscheidung wie sie hier vorliegt sind einige seelische, geistige und auch körperliche Lockerungsübungen nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Nichts wäre Schlimmer als eine Wahl in einer von Hast oder Krampf dominierten Verfassung. Daher am besten erst einmal raus in die Natur auf einen langen, auflockernden Spaziergang! Sicht auf andere Dinge bekommen, frische Luft tanken, die Gegend genießen und sich mit Gedanken und Eindrücken beschäftigen, die von Freude begleitet sind.</p>
<p><strong>Zeit zur Klärung von Kernfragen</strong></p>
<p>Damit liegt man gleich in richtiger Einstimmung auf die Antworten zu einigen existenziellen Kernfragen, mit denen man sich vorzugsweise in ruhiger, abgeschirmter Atmosphäre und allein auseinandersetzt: Was macht mir im Beruf die größte Freude? Was würde ich mit Begeisterung sofort tun, selbst wenn ich dafür nichts bezahlt bekäme? Wofür würde ich jede Mühe auf mich nehmen? Was gäbe meinem Leben höchsten Sinn und bleibende Erfüllung? Man lasse seine Fantasie schweifen und gebe seinen Sehnsüchten freien Raum. Wichtig dabei: Fragen und Antworten, aber auch begleitende Eindrücke schriftlich festhalten!</p>
<p><strong>Freude und Begeisterung </strong></p>
<p>Jetzt erst ist es Zeit, sich am persönlichen Istzustand zu orientieren: Was kann ich tatsächlich, wo bin ich stark, was hat mir bisher die größte Freude bereitet? Und dann: Was haben in der Vergangenheit die Rückmeldungen meiner Geschäftspartner, Kunden, Auftraggeber oder Mitarbeiter ergeben? Welche Urteile haben sie gezeigt, was war positiv und ist mir in außergewöhnlich guter Erinnerung geblieben? Was erfüllt mich im Nachhinein noch mit Freude, Genugtuung oder Begeisterung? Und was ist mir ganz offensichtlich nicht so gut gelungen? Auch hier empfiehlt sich eine ehrliche Bestandsaufnahme.</p>
<p><strong>Spitz oder breit</strong></p>
<p>Wer jetzt langsam Zweifel bekommt, ob hier nicht das Thema verfehlt ist, wenn es in der Sache doch nur um die Frage Spezialist oder Generalist geht, sei beruhigt. Denn in Wahrheit ist diese Frage in der Entscheidung zur Selbstständigkeit zweitrangig. Dies deshalb, weil sie sich nur auf den Einsatz von Fachwissen beziehen kann und darauf, ob dieses nun spitz (als Spezialist) oder breit (als Generalist) angelegt sein soll. In der Selbstständigkeit kommt es aber nicht auf fachliche Kompetenzen allein an, sondern genauso oder noch mehr auf soziale, also beziehungsorientierte, und auf solche, die uns zum erfolgreichen Handeln befähigen.</p>
<p><strong>Eine Frage der Persönlichkeit</strong></p>
<p>Das bedeutet, sich zuerst die persönlichen nicht fachbezogenen Stärken anzusehen und darüber nachzusinnen, in welcher künftigen Rolle man sich eher wohlfühlt und sich deshalb sehen will. Dazu dient eben die vorhin beschriebene Bestandsaufnahme. Dann kann ich mir die Frage stellen: Bin ich eher der Typ, der sich unter vielen Menschen wohlfühlt, der initiativ ist und gerne auf andere zugeht, der auch Diskussionen nicht ausweicht oder doch derjenige, der konfliktträchtige Kontakte eher scheut und sich lieber allein und nach genauer Klärung mit herausfordernden Aufgaben vertieft auseinandersetzt?</p>
<p><strong>Richtungsentscheidungen</strong></p>
<p>Daraus ließe sich ableiten: Im ersteren Fall könnte ich mich als Generalist positionieren, als jemand, der fachlich einen weiten, aber eher flachen Überblick über die Materie besitzt und der mit Spezialisten zusammenarbeitet, diese koordiniert und ein gutes Arbeitsumfeld und ein ebensolches Klima sicherstellt. Das genaue Gegenteil davon wäre der vorhin beschriebene Spezialist. Faktum ist aber, dass in der Praxis beide „reinen“ Extreme selten sind: Je nach persönlicher Prägung wird ein selbstständig tätiger Ingenieur eine gewisse Neigung in eine Richtung entwickeln, sich aber des Öfteren in wechselnden Rollen wiederfinden.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die Frage ob Generalist oder Spezialist ist also weniger die des breiten oder spitzen Fachwissens, sondern genauso oder gar noch mehr die der Persönlichkeitsstruktur. Letztlich wird aber jeder freiberufliche Ingenieur sich in der Herausforderung wiederfinden, in einem begrenzten Fachgebiet vertieftes Spezialwissen aktuell zu halten, zugleich aber aufmerksam genug zu sein, fachbezogene und gesellschaftliche Entwicklungen wahrzunehmen und die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Dies im Bewusstsein, dass Wissen und Erkenntnisse sich so rapide erneuern, dass letztlich unsere wichtigste Haltung darin besteht, rasch zu lernen.</p>
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		<title>Willkommen in Lake Wobegon!</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2018/08/24/willkommen-in-lake-wobegon/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Aug 2018 17:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Wie schätzen Sie Ihre Fähigkeiten als Autofahrer ein, zählen Sie sich zu den durchschnittlichen, schlechteren oder besseren? Wer eine größere Anzahl von Autofahrern um ihre diesbezügliche Einschätzung fragt, würde vermutlich erstaunt feststellen, dass sich deutlich mehr als fünfzig Prozent zu den überdurchschnittlich guten Kraftfahrern zählen. Ein ähnlich gelagertes Antwortspektrum ergäbe sich mit Sicherheit auf folgende [...]]]></description>
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<dl id="attachment_5729" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Lake-Wobegon.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5729" title="Lake Wobegon" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Lake-Wobegon-150x150.PNG" alt="Lake" width="150" height="150" /></a></dt>
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</div>
<p>Wie schätzen Sie Ihre Fähigkeiten als Autofahrer ein, zählen Sie sich zu den durchschnittlichen, schlechteren oder besseren? Wer eine größere Anzahl von Autofahrern um ihre diesbezügliche Einschätzung fragt, würde vermutlich erstaunt feststellen, dass sich deutlich mehr als fünfzig Prozent zu den überdurchschnittlich guten Kraftfahrern zählen. Ein ähnlich gelagertes Antwortspektrum ergäbe sich mit Sicherheit auf folgende Frage an eine Elterngruppe: Wie schätzen Sie die Fähigkeiten ihrer Kinder ein? Wohl die überwältigende Mehrheit würde kundtun, dass ihre Kinder überdurchschnittlich begabt seien. Willkommen in Lake Wobegon …</p>
<p><span id="more-5727"></span></p>
<p>… dem Dorf, in dem „alle Frauen stark, alle Männer gutaussehend und alle Kinder überdurchschnittlich“ sind. Diese fiktive kleine Ortschaft im Mittelwesten ist eine Schöpfung der Phantasie des amerikanischen Schriftstellers und Radiomoderators Garrison Keillor. In seinen über Jahrzehnte laufenden Radiosendungen, die von Millionen Menschen regelmäßig gehört wurden und später in vielen Büchern nahm er den Alltag der Menschen auf ironische, aber liebevolle Weise aufs Korn. Der Ort, in dem jeder jeden und dessen Eigenheiten kannte, hat sogar Eingang in die Wissenschaft gefunden.</p>
<p><strong>Die Überdurchschnittlichkeitsfalle</strong></p>
<p>Wikipedia, dem die meisten Informationen dieses Artikels entnommen sind, schreibt dazu: <em>„Keillors Schilderung, nach der alle Kinder in Lake Wobegon überdurchschnittlich sind, war namensgebend für den Lake-Wobegon-Effekt, der in der Psychologie die Tatsache bezeichnet, dass die Mehrheit der Menschen bestimmte eigene Fähigkeiten für überdurchschnittlich hält, zum Beispiel als Manager, als Autofahrer und bei der Gesundheitsvorsorge. Es handelt sich dabei um eine selbstwertdienliche Verzerrung.“</em> Selbstwertdienliche Verzerrung – vor der ist offensichtlich Vorsicht geboten!</p>
<p><strong>Zwischen Selbstüberhöhung und Selbstzweifel </strong></p>
<p>Was heißt das für Experten? Erraten: Wohl auch die breite Mehrheit einer Gruppe von Experten würde sich zu überdurchschnittlichen Exemplaren ihrer Profession zählen. Nicht nach außen natürlich, aber im Selbstbild als Person, die sich bei ihrer Klientel in höchstem Ansehen wähnt. Das hat nichts mit Hochmut zu tun, sondern ist Folge schlichter Selbstüberhöhung, Auswirkung eben des Wobegon-Effekts. Paradoxerweise sind dabei viele zugleich eher selbstkritisch was die eigenen fachlichen Fähigkeiten betrifft und hegen mitunter Zweifel, ob sie wohl ausreichend Experten-Autorität besitzen.</p>
<p><strong>Was gegen Selbsttäuschung zu tun ist</strong></p>
<p>Dass berufliche Fehleinschätzungen infolge Selbsttäuschung unangenehme Folgen haben können, liegt auf der Hand und braucht hier nicht weiter diskutiert zu werden. Wichtig hingegen ist die Antwort auf die Frage, was dagegen getan werden kann. Ein Schlüssel liegt in guten Beziehungen im privaten und beruflichen Umfeld zu Menschen, die einem ehrliches Feedback geben darüber, wie sie uns wahrnehmen, was ihnen an uns gefällt und was verbesserungswürdig erscheint. Ein offenes Wort in Respekt ist der wichtige Anstoß, die Bereitschaft zu persönlicher Korrektur allerdings die entscheidende Voraussetzung zum Besserwerden.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Erfahrungen dazu? An Ihrer Meinung ist <a href="mailto:gmbh@sonnek.at">gmbh@sonnek.at</a> sehr interessiert.</p>
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		<title>Vorsicht &#8211; Fachblindheit!</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Feb 2018 07:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
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„Ein Experte ist jemand, der von immer weniger immer mehr weiß – bis er schließlich von nichts alles weiß.“ So oder ähnlich lautete die boshaft-spöttische Bemerkung eines Planerkollegen in Richtung der Zunft der Sachverständigen. Und es steckt durchaus ein Körnchen Wahrheit drin. Aber auch eine Warnung: Denn was einen Sachverständigen erst zu einem solchen macht [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Blind.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5313" title="Blind SV" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Blind-150x150.PNG" alt="Blind SV" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>„Ein Experte ist jemand, der von immer weniger immer mehr weiß – bis er schließlich von nichts alles weiß.“ So oder ähnlich lautete die boshaft-spöttische Bemerkung eines Planerkollegen in Richtung der Zunft der Sachverständigen. Und es steckt durchaus ein Körnchen Wahrheit drin. Aber auch eine Warnung: Denn was einen Sachverständigen erst zu einem solchen macht – das profunde Wissen auf einem sehr eng begrenzten Fachgebiet – kann sich für ihn auch zu einem Nachteil entwickeln, und zwar dann, wenn es die Sicht auf ein Problem so sehr einengt, dass Objektivität und in Folge Urteilskraft darunter leiden.</p>
<p><span id="more-5312"></span></p>
<p>Worum es hier geht, lässt sich wahrscheinlich am besten anhand eines hypothetischen und etwas überspitzten Beispiels aus meinem Fachgebiet Installationstechnik erläutern:</p>
<p><strong>Erster Akt: Das Gutachten des Messtechnikers </strong></p>
<p>Nehmen wir einmal an, ein Sachverständiger wäre in seiner bisherigen Berufslaufbahn hauptsächlich in Messlabors eines Herstellers von Rohrverbindungen beschäftigt gewesen und hätte sich im Wesentlichen auf die Prüfung von Gewinden im Rahmen der Qualitätssicherung bestimmter Bauteile spezialisiert. Nehmen wir weiters an, er bekäme vom Gericht einen Begutachtungsauftrag, in dem das Versagen einer bestimmten Gewindeverbindung für das Auftreten eines größeren Wasserschadens verantwortlich gemacht wird.</p>
<p>Der Sachverständige konzentriert seine Arbeit nun darauf, das schadensgegenständliche Gewinde bis ins letzte Detail zu untersuchen und stellt fest, dass einerseits die Toleranzen der Herstellung grenzwertig waren und andererseits das Gewinde höchstwahrscheinlich zu wenig tief eingeschraubt worden war. Die Untersuchungsergebnisse werden sehr umfangreich und detailliert dargestellt, die eigentliche Schadensursache bleibt aber unklar, eine eindeutige Zuordnung auf einen Verursacher kann nicht erfolgen, die Aussagen des Gutachtens bleiben eher schwammig.</p>
<p><strong>Zweiter Akt: Das Gutachten des Installateur-Meisters</strong></p>
<p>Führen wir die Geschichte fort und nehmen wir an, trotz des unklaren Gutachtensergebnisses wäre eine Versicherung in den Schadensfall eingestiegen und hätte die Kosten für Reparatur und Wiederherstellung des beschädigten Objekts übernommen. Wie derlei Dinge aber üblicherweise laufen, hätte die Versicherungsgesellschaft gerne den ihr entstandenen Aufwand wieder retour und eröffnet ein Regressverfahren gegen das Haustechnikunternehmen, das die Installation im schadensgegenständlichen Objekt hergestellt hat.</p>
<p>Die ganze Sache landet also wiederum vor deinem Richter und im Schlepptau desselben ist wieder ein Sachverständiger am Werk, diesmal aber ein gestandener Handwerksmeister mit einem reichen Schatz an Erfahrung. Mit der Sache betraut stellt er nach Befundaufnahme sehr rasch fest, dass hier ein grundsätzlicher Systemfehler vorliegt und bei gegenständlicher Installation die Gewindeverbindung gar nicht hätte verwendet werden dürfen. Für den Anwendungsfall wären nur bestimmte Bauteile anderer Art zulässig gewesen, der Fehler liege eindeutig beim ausführenden Installateur. Ende des Beispiels.</p>
<p><strong>Fazit: Gefahr von Irrwegen durch eingeengten Horizont</strong></p>
<p>Unser hypothetischer Fall wäre ein drastisches Beispiel für Zielverfehlung durch verengten Horizont mit der Folgewirkung, dass im Endeffekt die aufwendige und vielleicht sogar recht kostenintensive Arbeit des ersten Sachverständigen umsonst war und es eines zweiten Sachverständigen bedurfte, um Licht in das technische Dunkel zu bringen. Man bedenke die dadurch verursachten finanziellen und zeitlichen Mehraufwendungen und überlege sich, wie hoch vielleicht in realen Fällen ähnlicher Art der Anteil sein mochte, in denen eine Klärung der tatsächlichen Umstände vielleicht gar nie zustande gekommen ist.</p>
<p>Dennoch besteht für keinen Sachverständigen Anlass, sich über den ersten Sachverständigen lustig zu machen. Wir alle unterliegen immer der Gefahr der Selbsttäuschung, insbesondere sollten wir dann auf der Hut sein, wenn wir bereits über einen großen Erfahrungsschatz verfügen und auf Fälle stoßen, die zu vorschnellen Schlüssen verleiten. Gibt es ein Rezept gegen diese Fachblindheit? Wohl doch! Zum einen sind Abstand zum Nachdenken und kritische Reflexion immer notwendig und daher angesagt und zum anderen empfiehlt sich in Zweifelsfällen die Einholung der Meinung eines vertrauten Kollegen.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Was ist Ihre Meinung zum Thema? Eine Antwort würde uns freuen!</p>
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