<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Sonnek &#187; Fachkompetenz</title>
	<atom:link href="http://www.sonnek.at/tag/fachkompetenz/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.sonnek.at</link>
	<description>Blog von Ingo Sonnek</description>
	<lastBuildDate>Tue, 23 Jun 2026 14:48:44 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Wenn dem Gericht die Experten ausgehen</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2025/02/07/wenn-dem-gericht-die-experten-ausgehen/</link>
		<comments>http://www.sonnek.at/2025/02/07/wenn-dem-gericht-die-experten-ausgehen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 2025 07:48:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gericht]]></category>
		<category><![CDATA[Gutachten]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonnek.at/?p=10517</guid>
		<description><![CDATA[




So lautet der Titel eines Beitrags des ORF Salzburg am 2. Februar2025*, verfasst von Frau Christine Hackenbuchner, der das Thema Sachverständigenmangel aufgreift, das auch in diesem Blog mehrmals angesprochen worden ist. Die Zahl der Sachverständigen sei in den letzten zehn Jahren gesunken. Als ein Beispiel für ein Fachgebiet mit eklatantem Mangel wird das der psychiatrischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_1148" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-1148" title="IMG_4112" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_4112-150x150.jpg" alt="Adler" width="150" height="150" /></dt>
</dl>
</div>
<p>So lautet der Titel eines Beitrags des ORF Salzburg am 2. Februar2025*, verfasst von Frau Christine Hackenbuchner, der das Thema Sachverständigenmangel aufgreift, das auch in diesem Blog mehrmals angesprochen worden ist. Die Zahl der Sachverständigen sei in den letzten zehn Jahren gesunken. Als ein Beispiel für ein Fachgebiet mit eklatantem Mangel wird das der psychiatrischen Kriminalprognostik genannt, auf dem es keinen einzigen Sachverständigen im Land Salzburg gibt. Als Ursache dafür sind niedrige Bezahlung und hohe Verantwortung angeführt. All das führe zu Verzögerung von Verfahren.<br />
<span id="more-10517"></span><br />
Der Leiter der Staatsanwalt Salzburg, Andreas Allex, weist auf ein weiteres Problem hin:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Österreichweit sind es 22 Sachverständige. Da muss man sich aber vor Augen halten, dass der Großteil rund 60 Jahre oder älter ist und etwa ein Drittel davon rund 70 Jahre oder älter, sodass sich dieses Problem wahrscheinlich in Zukunft noch weiter durch pensionsbedingte Abgänge verschärfen wird.“</em></p>
<p>Zu Verzögerungen meint die Sprecherin des Landesgerichts Salzburg, Christina Bayrhammer:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Der Mangel an geeigneten Sachverständigen führt zu einer Konzentration auf einige wenige Experten. Das führt zu einer Verlängerung der Verfahrensdauer, weil die wenigen verfügbaren Gutachter mit Aufträgen überlastet sind. Es kommt natürlich schon einmal vor, dass sich hier die Zeit verdoppelt oder verdreifacht. Natürlich klärt man das aber vorher als Richter mit dem Sachverständigen und schaut, dass man Experten findet, die in der kürzesten Zeit ein Gutachten erstatten können.“</em></p>
<p>Auch der Sachverständigenverband sieht bereichsweise weiße Flecken:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Für das Bundesland Salzburg sind auf der Liste für beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige insgesamt 492 Personen angeführt. Vor zehn Jahren waren es 528. Die Zahl der Gutachter ist also gesunken – um 6,8 Prozent. Allerdings gebe es zusammen mit jenen, die Gutachter werden wollen, die Prüfung aber noch nicht bestanden haben, sogar ein leichtes Plus bei den Sachverständigen, sagt Erich Kaufmann, Präsident des Landesverbandes der Gerichtssachverständigen für Oberösterreich und Salzburg.<br />
Es bestünden „bereichsweise weiße Flecken wie bei den Psychiatern und KFZ-Sachverständigen“, räumt Kaufmann allerdings ein. Die Bezahlung sei in diesen Fällen einfach zu schlecht. Bei den Psychiatern schrecke zusätzlich die große Verantwortung ab.</em></p>
<p>Ein Beispiel für nicht mehr zeitgemäße Entlohnung:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Gutachter werden nach dem Gebührenanspruchsgesetz entlohnt. Trotz einer Erhöhung der Tarife im vergangenen Jahr, bei der allerdings nur die seit 2007 nicht angepassten Gebühren nachgeholt worden sind, bleibt die finanzielle Situation vieler Sachverständiger prekär, bestätigt Kaufmann. Eine besonders zeitaufwändige psychiatrische Untersuchung wird laut Gebührenanspruchsgesetz beispielsweise pauschal mit 116 Euro vergütet, bei widersprüchlichen Befunden sind es knapp über 195 Euro.</em></p>
<p>Auch die Oberlandesgerichte haben einen Forderungskatalog:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Neben dem Sachverständigenverband sind zuletzt im November 2024 die Gerichte an das Justizministerium mit einem Forderungspapier herangetreten, sagt Gerichtssprecherin Bayrhammer: „Darin wird unter anderem eine Anhebung der Tarife für die Entlohnung der medizinischen Sachverständigen gefordert. Es ist wichtig, dass die Tarife an die außergerichtliche Tätigkeit angepasst werden, um den Nachwu und chs zu sichern und den Rechtsstaat zu stärken“, betont Bayrhammer.</em></p>
<p>Geschildert wird die Arbeit des Unfallgutachters Gerhard Kronreif, der fast immer bereit sein muss für Einsätze und der seinen Job – was in anderen Fachgebieten eher unüblich ist – exklusiv, also ohne einen Hauptberuf, betreibt:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das Gutachterdasein ist seine Leidenschaft, bringt neben großer Verantwortung aber auch persönliche Einschränkungen mit sich. Die meisten Verkehrsunfälle passieren nachts und bzw. oder an Wochenenden, sagt Kronreif: „Es gibt keine Situation, in der ich noch nicht zu einer Unfallstelle gerufen worden wäre. Man hält sich immer einsatzbereit. Das bedeutet auch seit 30 Jahren absolute Alkoholfreiheit, nicht einmal ein halbes Bier.“<br />
Zudem habe sich die technische Ausstattung der Unfallanalytiker in den vergangenen Jahren stark verändert. Moderne Technologien wie Crashdaten-Auslesegeräte und Drohnen erleichtern die Arbeit, machen sie aber auch komplexer und zeitaufwändiger, sagt Kronreif.</em><br />
<em>Er ist sich der großen Verantwortung bei der Erstellung von Gutachten bewusst: „Man muss sehr exakt arbeiten. Man leistet ja auch einen Beitrag für die Gesellschaft. Alle Beteiligten, besonders die Angehörigen, müssen ja dieses Geschehen aufarbeiten. Ich als Sachverständiger habe schon sehr viele tödliche Unfälle gesehen bzw. aufgearbeitet, aber für die Betroffenen ist es zumeist ein Einzelfall, der sehr vieles verändert. Und da trägt man dazu bei, dass die Justiz eine Entscheidungsgrundlage hat für Verfahrenseinstellungen, für Anklage, für Verurteilung oder für einen Freispruch.“</em></p>
<p>An seinem Beispiel werden auch die erforderliche lange Ausbildung und die strengen Zugangsvoraussetzungen dargestellt:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Warum er keine Kollegen hat, dafür gibt es viele Gründe, meint der Unfallsachverständige. Neben den Einschränkungen im Alltag und der hohen persönlichen Einsatzbereitschaft gehöre dazu auch die Ausbildung. In Österreich benötigt man ein abgeschlossenes technisches Studium und fünf Jahre verantwortungsvolle Tätigkeit, bevor man sich als Sachverständiger eintragen lassen kann. In Deutschland sind es drei Jahre einschlägige Praxis. Diese hohen Anforderungen führen dazu, dass viele Techniker, die bereits in gut bezahlten Positionen arbeiten, nicht den Schritt zum Gutachter wagen, meint Kronreif.</em><br />
<em>In Deutschland gibt es große Organisationen wie TÜV oder DEKRA, die Unfallanalytiker ausbilden und beschäftigen. In Österreich fehlen solche Strukturen. Das erschwere den Zugang zur notwendigen Praxis und führe dazu, dass viele Interessierte ins Ausland gehen müssen, um die erforderliche Erfahrung zu sammeln.<br />
„Rein rechnerisch komme ich etwa auf 80 bis 90 Arbeitsstunden die Woche“, berichtet der Gutachter. Diese hohe Arbeitsbelastung und die vergleichsweise niedrigen Honorare würden wohl viele potenzielle Nachwuchskräfte abschrecken. Und bei jemandem, der bereits fünf Jahre in verantwortungsvoller Tätigkeit als Techniker arbeite, sei es eben unwahrscheinlich, dass der oder diejenige seinen/ihren Posten an den Nagel hänge, um Gutachter zu werden, so Kronreif.</em></p>
<p>Einige Lösungsansätze und Zukunftsperspektiven werden genannt:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Um den Mangel an Sachverständigen zu beheben, werden verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Dazu gehört neben der Erhöhung der Honorare auch die Verlängerung der Rezertifizierungsfristen. Aktuell müssen sich Sachverständige alle fünf Jahre wieder offiziell vom Gericht bestellen lassen. Sachverständigen-Landesverbandspräsident Kaufmann hält davon aber nicht viel. Die Frist sei vor nicht allzu langer Zeit von zehn auf fünf Jahre herabgesetzt worden. Das mache durchaus Sinn, um Kontinuität aber auch Qualität gewährleisten zu können.<br />
Der Leiter der Staatsanwaltschaft Andreas Allex sieht das ähnlich. Er schlägt vor, „im Studium anzusetzen, um die Attraktivität für eine Sachverständigen-Tätigkeit erhöhen“. Schnupperkurse und spezielle Lehrgänge im Studium könnten dazu beitragen, mehr Nachwuchs für die wichtigen Aufgaben der Sachverständigen zu gewinnen. Die Justiz sei sich des Problems jedenfalls bewusst.</em></p>
<p>Vorgeschlagen wird auch eine Verkürzung der Eintragungsfrist und Gutachterstellen</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Tatsächlich gibt es seitens der Gerichte auch andere Ansätze zur Förderung des Nachwuchses. Dazu gehört laut Gerichtssprecherin Bayrhammer die Verkürzung der Eintragungsfrist für bestimmte Berufe von fünf auf drei Jahre, insbesondere in Bereichen, in denen die Gutachtenerstellung bereits Teil der Berufsausbildung ist. Beispiele dafür seien Mediziner und Techniker.<br />
Verbandspräsident Kaufmann kann einer solchen Lockerung der Zugangsvoraussetzungen allerdings wenig abgewinnen: „Es brauche eine gewisse Zeit praktischer Arbeit als Basis für die verantwortungsvolle Gutachtertätigkeit.“ Ein weiterer Vorschlag der vier Oberlandesgerichte ist laut Bayrhammer Gutachterstellen an Kliniken und Spitälern einzurichten, um die personellen Kapazitäten zu erhöhen und die Ausbildung von künftigen Sachverständigen zu fördern.<br />
Ein ähnliches Modell schlägt auch Gutachter Kronreif vor: Die Schaffung von Gemeinschaften, in denen sich mehrere Gutachter die Arbeit teilen. Trotz der Herausforderungen sei der Beruf nämlich sehr attraktiv: „Einen Versuch ist es immer wert“, ermutigt der Gutachter junge Techniker.</em></p>
<p>Fazit: Es muss aus der Sicht der Betroffenen, insbesondere der Justiz, durchaus erfreulich sein, dass das Thema Sachverständigenmangel nun auch in den Medien aufgegriffen wird!<br />
&#8212;<br />
*) Original: <a href="https://salzburg.orf.at/stories/3290460/" target="_blank">https://salzburg.orf.at/stories/3290460/</a>; Zitate in kursiv</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonnek.at/2025/02/07/wenn-dem-gericht-die-experten-ausgehen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zu wenige Sachverständige?</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2025/01/24/zu-wenige-sachverstandige/</link>
		<comments>http://www.sonnek.at/2025/01/24/zu-wenige-sachverstandige/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 2025 11:21:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonnek.at/?p=10484</guid>
		<description><![CDATA[




(IRS) Zu Beginn meiner Tätigkeit als Gerichtssachverständiger im Jahre 1997 gab es in Österreich über alle Fachgebiete hinweg – wenn ich mich richtig erinnere – zusammengezählt über elftausend in Listen der Landesgerichte eingetragene Kolleginnen und Kollegen. Diese Zahl an Experten stand damals der österreichischen Justiz zur Verfügung. Wie man dem Online-Verzeichnis der Justiz am Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_3358" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-3358" title="SV" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV-150x150.jpg" alt="SV" width="150" height="150" /></dt>
</dl>
</div>
<p>(IRS) Zu Beginn meiner Tätigkeit als Gerichtssachverständiger im Jahre 1997 gab es in Österreich über alle Fachgebiete hinweg – wenn ich mich richtig erinnere – zusammengezählt über elftausend in Listen der Landesgerichte eingetragene Kolleginnen und Kollegen. Diese Zahl an Experten stand damals der österreichischen Justiz zur Verfügung. Wie man dem Online-Verzeichnis der Justiz am Ende meiner „Karriere“ mit Stichtag 31.12.2024 entnehmen konnte, waren es zu diesem Zeitpunkt nur mehr 8.096 Sachverständige, das ist also über ein Viertel weniger! Was hat dieser dramatische Schwund an Sachverstand zu bedeuten?</p>
<p><span id="more-10484"></span></p>
<p><strong>Die Justiz macht das Fehlen von Sachverständigen bereits zum Thema</strong></p>
<p>Der Präsident des Oberlandesgerichts Graz, Michael Schwanda, hat in einem Interview in der Kleinen Zeitung Graz vom 22.12.2024 folgende Anmerkung gemacht:</p>
<p><em>„Der Rechtsstaat ist doch die Grundlage der Demokratie, er sichert das friedliche Zusammenleben und auch den Wirtschaftsstandort. Dafür bedarf es einer funktionierenden Justiz, die ihre Aufgaben erfüllen kann. Eine Justiz, die die Verfahren im Interesse der rechtssuchenden Bevölkerung rasch und in hoher Qualität erledigen kann. Dafür ist es erforderlich, dass sie mit den entsprechenden Ressourcen ausgestattet wird. Dazu gehören auch Planstellen im Supportbereich für die Kanzleien und Teamassistenzen, aber auch in anderen Bereichen wie den Sachverständigen. Wir haben zum Teil Probleme, genug Sachverständige zu bekommen. Wenn sich die Gutachtensaufträge auf wenige Sachverständige aufteilen, führt auch das dazu, dass die Verfahren länger dauern.“</em></p>
<p><strong>Mögliche Erklärungen für den Rückgang</strong></p>
<p>Die möglichen Gründe für den eklatanten Rückgang vermutet eine im Jahr 2024 diesbezüglich befragte Richterin in zwei Ursachen: Zum einen haben bestimmte Fachgruppen es aus Haftungsgründen mit steigenden Risiken zu tun – etwa die aus der Medizin – die abschreckend wirken könnten für potenzielle neue Sachverständige. Zum anderen existieren gerade für bestimmte medizinische Tätigkeiten rigoros vorgegebene und offenbar sehr niedrige Honorargrenzen, die eine Sachverständigentätigkeit wenig attraktiv erscheinen lassen. Es könnte sein, dass es derartige Einschränkungen auch für Sachverständige aus anderen Fachbereichen gibt.</p>
<p><strong>Gibt es noch andere Gründe?</strong></p>
<p>In Ermangelung von Ergebnissen aus soliden Untersuchungen lässt sich die Frage nicht objektiv beantworten. Es bleiben somit nur Schlüsse aus Beobachtungen der Entwicklungen im eigenen Fachbereich – hier in Haustechnik und Energietechnik – sowie Wahrnehmungen bezüglich der Kandidaten, die sich einer Sachverständigen-Prüfung unterziehen. Vorab ist anzumerken: Eine Tätigkeit als Sachverständige können nur jene Personen anstreben, die sich zeitlich und bezogen auf die tägliche Arbeitsmenge Freiräume schaffen und in gewissem Maß flexibel genug sein können, um ein nicht voraus planbares gerichtliches Auftragsvolumen zu bewältigen.</p>
<p><strong>Manche Geeigneten sind desinteressiert</strong></p>
<p>Das bedeutet, dass zum Beispiel solche Unternehmer oder Führungskräfte die Sachverständigentätigkeit als Nebenberuf wählen, deren Betrieb eine dafür geeignete Organisationsstruktur besitzt, sodass sie nicht direkt in das operative Tagesgeschäft eingebunden oder zumindest aus diesem entlastet sind. Diese Personen verfügen im Regelfall auch über eine ausreichend lange aktive Berufserfahrung und aufgrund ihrer persönlichen Reife auch jene Sozialkompetenz, die für das Agieren in Gerichtsfällen unerlässlich ist. Aus eigener Erfahrung sind leider gerade solche Leute meist schwer davon zu überzeugen, dass Sachverständigentätigkeit für sie und auch für die Justiz ein Gewinn wäre.</p>
<p><strong>Manche Interessierte sind ungeeignet</strong></p>
<p>Andererseits wäre schon „Nachschub“ vorhanden, leider von einem ungeeigneten Personenkreis: Von Leuten, die zu einer Prüfung antreten, ohne die nötige Wissens- und Erfahrungsbasis zu haben. Die sich von der Bezeichnung „Sachverständiger“ vielleicht ein gewisses Prestige oder sonstige Vorteile erwarten. Oder von Menschen, die zwar ausreichend Wissen und Erfahrung haben, aber nicht willens sind, sich entsprechend vorzubereiten und zu einer Prüfung halt einmal so aufs Geratewohl antreten. – Es wäre der falsche Weg, die Prüfungsstandards zu senken, nur um mit solchen Interessierten „die Reihen zu füllen“.</p>
<p><strong>Welcher Weg führt zu mehr Sachverständigen? </strong></p>
<p>Sollte sich der Mangel an Sachverständigen verstärken, läge es in erster Linie an Sachverständigenverbänden und Justiz, sich darum zu bemühen, zunächst unzumutbare Einschränkungen und Benachteiligungen aufzuzeigen, die die Attraktivität behindern und soweit möglich, auf deren Beseitigung zu drängen. Um geeigneten „Nachwuchs“ zu bekommen, müsste die Sachverständigentätigkeit viel mehr bekannt gemacht werden, auch die Vorteile, die dieser erfüllende und lohnenswerte Nebenberuf mit sich bringt. Schließlich kann man heutzutage niemanden mehr in einen Beruf drängen. Man kann aber einen Beruf begehrenswert machen.</p>
<p>&#8212;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonnek.at/2025/01/24/zu-wenige-sachverstandige/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grenzgänge mit Wärmetauschern</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2024/10/25/grenzgange-mit-warmetauschern/</link>
		<comments>http://www.sonnek.at/2024/10/25/grenzgange-mit-warmetauschern/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 07:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonnek.at/?p=10302</guid>
		<description><![CDATA[




Es waren mehrere Herausforderungen technischer Art, die Ende der Siebziger-Jahre bei Errichtung der ersten geothermalen Fernwärmeversorgung in Waltersdorf (Heute: Bad Waltersdorf) in der Oststeiermark zu meistern waren. Dazu muss man wissen, dass Thermal- und Heilwasservorkommen üblicherweise starken Gehalt an Mineralstoffen aufweisen. Das schließt eine direkte Verwendung für Heizzwecke aus, da diese im Wasser gelösten oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_1832" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-1832" title="Pfeile" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Pfeile-150x150.png" alt="Pfeile" width="150" height="150" /></dt>
</dl>
</div>
<p>Es waren mehrere Herausforderungen technischer Art, die Ende der Siebziger-Jahre bei Errichtung der ersten geothermalen Fernwärmeversorgung in Waltersdorf (Heute: Bad Waltersdorf) in der Oststeiermark zu meistern waren. Dazu muss man wissen, dass Thermal- und Heilwasservorkommen üblicherweise starken Gehalt an Mineralstoffen aufweisen. Das schließt eine direkte Verwendung für Heizzwecke aus, da diese im Wasser gelösten oder mitgeführten Mineralstoffe ausscheiden könnten. Die dann entstehenden Ablagerungen auf Rohrleitungen und Heizflächen würden diese nach kürzester Zeit funktionsunfähig machen.</p>
<p><span id="more-10302"></span>Sehr vielen Haus- oder Wohnungsbesitzern werden ähnliche Probleme mit Ablagerungen in elektrisch beheizten  Warmwasserbereitern geläufig sein. Bei ganz normalem Trinkwasser und noch mehr bei solchem mit großer Härte können sich nach zum Beispiel ein oder zwei Jahren kalkartige Rückstände auf den Heizelementen oder Heizstäben bilden. Die Warmwasserbereitung funktioniert dann nicht mehr richtig, ein Installateur muss her. Umfassende Reinigung der Heizelemente ist unumgänglich, sind diese bereits geschädigt, ist Austausch notwendig.</p>
<p><strong>Grenztemperaturen</strong></p>
<p>Der Ausfall der Mineralstoffe aus dem Trinkwasser wird dann beschleunigt, wenn die Temperaturen im Warmwasserbereiter einen Wert von ungefähr 60°C überschreiten. Direkt an den vorhin erwähnten Heizelementen ist das meist der Fall, selbst wenn die Temperatur im Warmwasserbereiter auf einen niedrigeren Wert eingestellt ist. (Die allgemeine Empfehlung der Installationsbranche, in Warmwasserbereitern den genannten Wert nicht zu überschreiten, hat allerdings auch noch energietechnische Gründe, denn mit höheren Temperaturen im Inneren des Warmwasserbereiters steigen auch die Wärmeverluste nach außen.)</p>
<p><strong>Grenzen der Wärmeströme</strong></p>
<p>Rein technisch gesehen liegt ein weiterer und meist viel weniger beachteter Grund für die Anfälligkeit auf „Verkalkung“ bei elektrischen Heizeinsätzen darin, dass diese Heizelemente eine sehr hohe Wärmestromdichte aufweisen. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass recht kleine Oberflächen sehr hohe Heizleistungen übertragen müssen. Mit zunehmender Höhe der Wärmestromdichte steigt die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Ablagerungen. Die Hersteller solcher Heizeinsätze sind darüber sehr genau im Bilde und kennen die „kritischen“ Werte ihrer Produkte.</p>
<p><strong>Funktion von Plattenwärmetauschern</strong></p>
<p>All das vorhin Gesagte gilt in gewissem Maß auch für Wärmetauscher jeglicher Bauart. Und damit zurück zur thermalen Fernwärmeversorgung in Bad Waltersdorf. Zur Übertragung der Wärme aus dem Thermalwasser in den Heizungskreislauf der örtlichen Fernwärme werden sogenannte Plattenwärmetauscher eingesetzt: Über mehrere Schichten von Platten aus Edelstahl wird vom Thermalwasser (von der „Primärseite“) Wärme auf das Heizungswasser (auf die „Sekundärseite“) übertragen. Das aus der Bohrung austretende Thermalwasser hat etwa 62°C, es tritt auf der Primärseite in den Wärmetauscher und liegt damit im kritischen Temperaturbereich, die Temperatur des Austretenden sekundären Heizungswassers liegt nur knapp darunter.</p>
<p><strong>Grenzen der Strömungsgeschwindigkeiten</strong></p>
<p>Zu den genannten Herausforderungen – hohen Gehalt an Mineralstoffen und kritischen Temperaturbereich berücksichtigen und möglichst niedrige Wärmestromdichte erreichen – kam noch die Notwendigkeit, Ablagerungen durch zu geringe Strömungsgeschwindigkeiten zu vermeiden, was Versuche mit verschiedenen Plattenprägungen und die Berücksichtigung von Spülmöglichkeiten erforderte. Noch dazu sollten Revisionen mit Zerlegen der verschraubten, mit Gummidichtungen versehenen und durch Schraubverbindungen fest zusammengepressten Platten so weit wie möglich hinausgezögert oder gänzlich vermieden werden.</p>
<p><strong>Erfolg = Theorie + Praxiswissen + Erfahrung</strong></p>
<p>Die tatsächliche Auswahl der Wärmetauscher hat sich als Erfolgsgeschichte erwiesen: Sie sind nun bereits über vierzig Jahre im Einsatz. Die äußerst geringen Temperaturdifferenzen, die für die Wärmeübertragung zur Verfügung stehen, machten große Übertragungsflächen erforderlich, was wiederum geringe Wärmestromdichten zur Folge hatte. Es ist dem Autor nicht bekannt, ob überhaupt jemals Revisionen erforderlich wurden, zumindest in den ersten Betriebsjahren war das nicht der Fall. – Das klaglose Funktionieren widerlegte alle Bedenken jener Fachleute, die das Projekt zuvor für undurchführbar gehalten hatten …</p>
<p>&#8212;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonnek.at/2024/10/25/grenzgange-mit-warmetauschern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Empfehlungen</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2023/10/06/empfehlungen/</link>
		<comments>http://www.sonnek.at/2023/10/06/empfehlungen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Oct 2023 07:09:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsfaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Fachmann]]></category>
		<category><![CDATA[Freiberufler]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonnek.at/?p=9615</guid>
		<description><![CDATA[




Wie wohl jeder Unternehmer oder Freiberufler weiß, sind Empfehlungen zufriedener Kunden der beste Weg, ohne großen Aufwand neue Geschäftspartner zu gewinnen. Das ist auch in Bezug auf Sachverständige nicht anders. Ein Sachverständiger, mit dessen Leistungen ein Richter zufrieden war, wird anderen Richterkollegen weiterempfohlen. Aber auch Sachverständige selbst können bei Bedarf dem Gericht oder anderen Kunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_3358" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3358" title="SV" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV-150x150.jpg" alt="SV" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Wie wohl jeder Unternehmer oder Freiberufler weiß, sind Empfehlungen zufriedener Kunden der beste Weg, ohne großen Aufwand neue Geschäftspartner zu gewinnen. Das ist auch in Bezug auf Sachverständige nicht anders. Ein Sachverständiger, mit dessen Leistungen ein Richter zufrieden war, wird anderen Richterkollegen weiterempfohlen. Aber auch Sachverständige selbst können bei Bedarf dem Gericht oder anderen Kunden Namen von Kollegen nennen, mit denen sie gut zusammenarbeiten konnten und von deren Leistungen sie überzeugt sind, das kommt sogar recht häufig vor. Worauf ist dabei zu achten?</p>
<p><span id="more-9615"></span>Persönliche Empfehlungen setzen einmal grundsätzlich voraus, dass man den empfohlenen Sachverständigen selbst gut kennt und möglichst über einen längeren Zeitraum mit ihm beruflich zusammengearbeitet hat. Das beinhaltet bis zu einem gewissen Grad eine gute private Beziehung und das Vorhandensein wechselseitiger Wertschätzung. Jeder Mensch hat seine Eigenheiten und aus mehr oder weniger regelmäßiger Zusammenarbeit von Fall zu Fall sollte die Personenkenntnis ausreichend sein, um zu beurteilen, für welche Aufgaben- oder Problemkonstellationen der Kollege oder die Kollegin eingesetzt werden kann.</p>
<p><strong>Voraussetzung Integrität</strong></p>
<p>Eine weitere Voraussetzung ist klarerweise Integrität, das Einhalten von Vereinbarungen und Verpflichtungen, besonders im Fall von gemeinsamen Einsätzen oder Auftritten. Dazu gehört gute und vor allem rechtzeitige Kommunikation, insbesondere, wenn Probleme auftreten, ebenso wie das Einhalten aller Standards wie Vertraulichkeit, Verschwiegenheit etc. In meinen Augen sind Attribute wie Verlässlichkeit oder Zuverlässigkeit genauso wichtig wie profundes Fachwissen, wozu zu ergänzen ist, dass fehlende fachliche Kompetenz notfalls von dritter Seite kommen kann, aber für ethisch sauberes Verhalten ist jeder für sich selbst verantwortlich.</p>
<p><strong>Professioneller Auftritt</strong></p>
<p>Die beruflichen Umgangsformen was Kleidung, Büroumfeld und Umgangsformen betrifft, sind mit den Jahren wesentlich lockerer geworden. Bis zu einem gewissen Grad gilt aber immer noch die Regel, dass Aussehen das Ansehen prägt. Mittlerweile scheint das zwar den meisten egal zu sein, aber nicht jeder potentielle Auftraggeber toleriert ein unschönes Erscheinungsbild. Bei einer Erstbegegnung wird es daher wohl besser ankommen, „slightly overdressed“ anzutreten, als „schlawutzig“ – also nachlässig – daherzukommen. Ich denke, dass das die meisten Kollegen auch so sehen.</p>
<p><strong>Befangenheit ausschließen</strong></p>
<p>Eine gewisse Vorsicht ist aber in anderer Hinsicht angebracht: Kollegen, die man empfehlen will, könnten befangen sein. Wie wir wissen, genügt bei Gericht bereits der Anschein von Befangenheit als Ausschließungsgrund. Das hat zur Folge, dass genau zu hinterfragen ist, ob der betroffene Sachverständige in irgendeinem Zusammenhang zum Beispiel für eine der Streitparteien eines Zivilverfahrens bereits einmal tätig war. Derlei könnte bereits zwanzig Jahre zurückliegen, für den Parteienvertreter des Kontrahenten könnte dies immer noch ein Ausschließungsgrund sein. Auch das Gericht würde das höchstwahrscheinlich so sehen.</p>
<p><strong>Zeitliche Verfügbarkeit</strong></p>
<p>Ein anderer Gesichtspunkt ist die zeitliche und organisatorische Verfügbarkeit eines Sachverständigen. Unselbstständig erwerbstätige Kollegen sind möglicherweise an feste Arbeitszeiten gebunden und in der Verfügbarkeit nicht so flexibel wie Selbstständige. Darauf wäre bei der Bestellung bereits zu achten, oder der Betroffene müsste das Gericht auf diesen Umstand hinweisen. Auch ist zu beachten, dass in einem konkreten Gerichtsfall auch im Hinblick auf das Verhältnis der Beteiligten zum Arbeitgeber des angedachten Sachverständigen keine Befangenheiten existieren.</p>
<p><strong>Gefahren für Techniker</strong></p>
<p>Ein Wort noch an uns Techniker. Sehr oft begeistert uns ein Problem derart, dass wir schon in der ersten Einschätzung Wertungen abgeben oder Schlussfolgerungen ziehen, die sich nach genauerer Betrachtung als vorschnell, weil nichtzutreffend herausstellen. Anders gesagt: Wir reden zu viel und können uns in Details in einer Weise verlieren, die man andernorts als „Rabbit Hole“ bezeichnet. Es ist aber für alle Beteiligten weitaus vorteilhafter, wenn Sachverständige ihr Wissen der Aufnahmefähigkeit der Ansprechpartner angepasst dosiert und in einer für Laien verständlichen Weise weitergeben, was sich auch positiv auf Weiterempfehlungen auswirken kann …</p>
<p>&#8212;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonnek.at/2023/10/06/empfehlungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Weg zur aufwandsgerechten Zeugengebühr (Teil 2)</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2023/08/04/der-weg-zu-einer-aufwandsgerechten-zeugengebuhr-teil-2/</link>
		<comments>http://www.sonnek.at/2023/08/04/der-weg-zu-einer-aufwandsgerechten-zeugengebuhr-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Aug 2023 10:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsfaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonnek.at/?p=9502</guid>
		<description><![CDATA[




Wie im ersten Teil gezeigt wurde, können Sachverständige oder Fachleute als Zeugen in Zivilgerichtsverfahren wertvolle Hilfe leisten, die aber finanziell zu oft unzureichend oder gar nicht anerkannt wird. Im Gegenteil – ihr Einsatz zieht mitunter einen beträchtlichen Verlust an Zeit und oft auch materiellem Aufwand nach sich. Schuld sind nicht das Gericht oder die Parteien, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_5131" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Wettbewerber1.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-5131" title="Überzeugen" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Wettbewerber1-150x150.jpg" alt="Ü" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Wie im ersten Teil gezeigt wurde, können Sachverständige oder Fachleute als Zeugen in Zivilgerichtsverfahren wertvolle Hilfe leisten, die aber finanziell zu oft unzureichend oder gar nicht anerkannt wird. Im Gegenteil – ihr Einsatz zieht mitunter einen beträchtlichen Verlust an Zeit und oft auch materiellem Aufwand nach sich. Schuld sind nicht das Gericht oder die Parteien, sondern die eigenen Fehler dieser Experten-Zeugen. Wir wollen uns jedoch nicht weiter mit Fehlern beschäftigen, sondern an einem selbst erlebten Beispiel zeigen, welche Strategie zu einer aufwandsgerechten Zeugengebühr verhelfen kann.</p>
<p><span id="more-9502"></span></p>
<p>Den folgenden Ausführungen sind einige Einschränkungen vorauszuschicken: Zum ersten muss der Zeuge mit der Streitsache sehr gut vertraut sein, was meist dann der Fall ist, wen er für „seine“ Streitpartei umfassend und intensiv über einen längeren Zeitraum hinweg tätig war. Zum zweiten muss es sich in diesem Fall um einen beträchtlichen Streitwert oder um eine komplexe Sache handeln, für ein Gerangel vor dem Bezirksgericht ist die Strategie nicht geeignet. Und zum dritten muss die Partei, die den Zeugen benennt, hohes Interesse daran haben, dass der Zeuge seine Wahrnehmungen dem Gericht darlegen kann.</p>
<p><strong>Anfrage vom Anwaltsbüro</strong></p>
<p>Die Sache beginnt damit, dass mich eine Anwaltskanzlei meines früheren Auftraggebers kontaktiert und anfragt, ob ich bereit wäre, in einem laufenden Gerichtsfall als Zeuge auszusagen. Konkret ginge es um einige größere Rechnungen von Professionisten. Diese Rechnungen sind mir zwar unbekannt, nicht aber die Leistungen, die dahinterstehen, denn die Angebote dazu habe ich seinerzeit vorgelegt bekommen und sie waren mir nach eingehender Prüfung plausibel und angemessen erschienen. Dann würden noch einige mögliche Ereignisse genannt werden, die im Verfahren noch Thema sein könnten.</p>
<p><strong>Klärung, worum es geht </strong></p>
<p>Nachdem klargestellt ist, worum es inhaltlich geht und dass seitens des Auftraggebers keinerlei Einfluss auf meine Aussage ausgeübt wird, sage ich zu. In weiterer Folge ist daran gedacht, eine Besprechung unter Anwesenheit von Mitarbeitern des Auftraggebers abzuhalten, gegebenenfalls über eine Videokonferenz. Letztere findet einige Wochen später auch statt, die damals involvierten Mitarbeiter legen die Sachlage des Streitfalls aus ihrer Sicht dar. Der Gerichtstermin liegt noch nicht fest, soll aber demnächst bekanntgegeben werden. Dann tut sich ein paar Monate nichts.</p>
<p><strong>Der Aufwand des Zeugen darf nicht ausufern</strong></p>
<p>Schließlich meldet sich die Anwaltskanzlei wieder. Der bisher für den Fall zuständige Anwalt ist nicht mehr in der Kanzlei, eine jüngere Anwältin hat den Fall übernommen und ist gerade dabei, sich einzuarbeiten, was noch dauern würde. Dann soll es eine Besprechung mit dem Auftraggeber geben. – Aus meiner Sicht begänne die Sache jetzt insofern auszuufern, als dass ich sie nochmals von vorn „aufwärmen“ muss, den Sachverhalt also wieder durchzuarbeiten habe, was mir insgesamt mehr Stunden an Zeitaufwand gekostet hat, als ursprünglich absehbar war. Aber es besteht kein Anlass zur Sorge, es wurde vorausgedacht!</p>
<p><strong>Ein schriftlicher Auftrag liegt vor</strong></p>
<p>Denn die Sache sieht aus meiner Sicht so aus: Es liegt ein schriftliches Ersuchen der Anwaltskanzlei vor, in dem namens des früheren Auftraggebers um meinen Einsatz gebeten wird. Das sehe ich als einen normalen Auftrag an. Das bedeutet, dass jeder zugehörige Aufwand aufgezeichnet wird und später abgerechnet werden kann, und zwar zu meinen üblichen Stundensätzen. Der Auftrag lautet, dass ich auf den Wunsch meines Auftraggebers hin aussagen werde, selbstverständlich aber meine Wahrnehmungen unbeeinflusst darlegen werde. – Als endlich das Gespräch mit Anwaltskanzlei und Mitarbeitern der Auftraggeber zustande kommt, weise ich klar und deutlich darauf hin, dass ich dem Auftraggeber allen angefallenen Aufwand verrechnen werde, was anstandslos akzeptiert wird.</p>
<p><strong>Vorteile für alle Beteiligten</strong></p>
<p>Die geschilderte Herangehensweise hat für den Zeugen entscheidende Vorteile: Erstens muss er sich nicht mit den vom Gericht angebotenen Zeugengebühren auseinandersetzen, die üblicherweise nur den mit der Zeugenaussage direkt zusammenhängenden Aufwand ins Auge fassen, also Reisekosten, vielleicht Verdienstentgang für den Zeitraum der Aussage. Zweitens – und das ist entscheidend – erhält der Zeuge eine vollständige Vergütung für seinen mit der Aussage angelaufenen Aufwand. Im konkreten Fall macht der Unterschied Welten aus: Statt einige Euro Abspeisung darf er einer aufwandsgerechten Abgeltung von einigen Tausend Euro entgegensehen &#8230;</p>
<p>&#8212;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonnek.at/2023/08/04/der-weg-zu-einer-aufwandsgerechten-zeugengebuhr-teil-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aufmaße in Befundaufnahmen</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2023/05/26/aufmase-in-befundaufnahmen/</link>
		<comments>http://www.sonnek.at/2023/05/26/aufmase-in-befundaufnahmen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 May 2023 07:33:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Haustechnik]]></category>
		<category><![CDATA[QM für SV]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsfaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gericht]]></category>
		<category><![CDATA[Gutachten]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonnek.at/?p=9317</guid>
		<description><![CDATA[




Ein Installationsunternehmen hat eine Heizungsanlage geliefert und seine Leistungen abgerechnet. Der Kunde war mit dem seiner Ansicht nach viel zu hohen Rechnungsbetrag nicht einverstanden. Außerdem war eine angeblich vereinbarte Trennung in Firmen- und Privatanteile nicht vorgenommen worden. Auch behauptete der Kunde eine Vielzahl von Mängeln. Nach einem mehrere Monate dauernden und letztlich ergebnislosen Hin und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_3358" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3358" title="SV" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV-150x150.jpg" alt="SV" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Ein Installationsunternehmen hat eine Heizungsanlage geliefert und seine Leistungen abgerechnet. Der Kunde war mit dem seiner Ansicht nach viel zu hohen Rechnungsbetrag nicht einverstanden. Außerdem war eine angeblich vereinbarte Trennung in Firmen- und Privatanteile nicht vorgenommen worden. Auch behauptete der Kunde eine Vielzahl von Mängeln. Nach einem mehrere Monate dauernden und letztlich ergebnislosen Hin und Her reichte der Installateur bei Gericht Klage ein. Im Gerichtsverfahren soll der Sachverständige nun den tatsächlichen Lieferumfang feststellen und bewerten.</p>
<p><span id="more-9317"></span></p>
<p>Nun ist eine „Mengenermittlung nach Aufmaß“, wie die Werksvertrags-ÖNORM B 2110 den Vorgang nennt, Routine, zumindest für jemanden, der den Großteil seines Berufslebens mit Planungen und Bauaufsichten zu tun hatte. Aber mit jeglicher Art Routine muss man bei Gericht allein schon deshalb äußerste Vorsicht walten lassen, weil hier nicht Fachleute miteinander Schritt für Schritt nach bewährter Norm vorgehen, sondern in der Person des Beklagten und in der des Richters Laien involviert sind. Seitens des Sachverständigen besteht somit erhöhter Erläuterungs- und Klärungsbedarf über das, was zu tun ist.</p>
<p><strong>Aufnahme des gesamten Anlagenumfangs</strong></p>
<p>Grundsätzlich könnte man auch aufgrund von Plänen solche Mengenermittlungen bequem am Schreibtisch erledigen, allerdings nur dann, wenn genaue Planunterlagen vorliegen, die aber hier nur in rudimentärer Form vorliegen. Das Aufmaß vor Ort erfordert eine genaue tabellarische oder zeichnerische Aufnahme der örtlichen Gegebenheiten. Bereits im Vorfeld ist mit dem Gericht und den Parteien der Umfang der Aufmaße zu klären. Es könnte sein, dass manche Teile der gelieferten Installation außer Streit stehen. Aber Vorsicht! Es geht hier um die Beurteilung des gesamten Lieferumfangs, also empfiehlt es sich, grundsätzlich alle Anlagenteile mengenmäßig zu erfassen, die in Rechnungen angeführt sind.</p>
<p><strong>Abstimmung mit Eigentümern und Besitzern</strong></p>
<p>Wenn man vor Ort tätig ist, muss man sich mit den Besitzern der Liegenschaft abstimmen und klären, was wann betreten werden kann und darf und ob grundsätzliche Erlaubnis zum Fotografieren gegeben ist, und – wichtig für Betriebe – ob man eine Begleitperson beigestellt bekommt, die die Örtlichkeit kennt und Zutritt ermöglicht, aber auch Gefahrenzonen kennt und auf Einhaltung von Sicherheits- und Schutzmaßnahmen achtet. Außerdem sollten von beiden Parteien fachkundige Auskunftspersonen genannt werden, die entweder ebenfalls begleiten oder zumindest rasch telefonisch erreichbar sind.</p>
<p><strong>Quantitative und qualitative Erfassung</strong></p>
<p>Von Bedeutung ist hier auch die möglichst genaue Festlegung der Eigentumsgrenzen zwischen Firmen- und Privatanteil. Für Teile der Installation, die nicht mehr direkt einsehbar oder zugänglich sind, sollten einvernehmliche und plausible Schätzungen vorgenommen werden. Neben der quantitativen Erfassung wird man aber zwangsläufig auch darauf achten müssen, ob die in den Rechnungen ausgewiesenen Bauteile tatsächlich in der beschriebenen Beschaffenheit eingebaut worden sind oder ob hier Qualitätsminderungen vorliegen. Das erscheint zumindest für die wichtigsten und wertvollsten Bestandteile der Installation notwendig.</p>
<p><strong>Zielstrebiges Arbeiten durch Einsatz von Hilfskräften</strong></p>
<p>In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass der Sachverständige zielstrebig und ungestört arbeiten kann. Laute Auseinandersetzungen zwischen den Parteien oder deren Anwälten sind diesbezüglich kontraproduktiv, ebenso das Beanspruchen des Sachverständigen für Tätigkeiten, Auskünfte oder Stellungnahmen, die mit seinem Auftrag nichts zu tun haben. – In vielen Fällen ist für den Sachverständigen die Beiziehung von Hilfskräften sinnvoll. Diese können ihn unterstützen beim Aufnehmen von  Lichtbildern, bei Anfertigen von isometrischen Planskizzen oder beim Anlegen von Aufmaßlisten.</p>
<p><strong>Zusammenfassung und Bewertung</strong></p>
<p>Von der örtlichen Befundaufnahme geht es nun wieder an den Schreibtisch, wo alle Informationen der Mengenermittlung zu einem Gesamtergebnis zusammengeführt werden, zumeist in Form umfangreicher Excel-Dateien. Für die Bewertung des ermittelten Lieferumfangs werden die in den Angeboten ausgewiesenen Positionspreise herangezogen, der Wert geänderter und in den Angeboten nicht enthaltender Positionen wird auf Basis von Preislisten unter Berücksichtigung begründbarer Nachlässe geschätzt. Das Gesamtergebnis wird in Form eines Gutachtens präsentiert.</p>
<p>&#8212;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonnek.at/2023/05/26/aufmase-in-befundaufnahmen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kluge Investitionen</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2023/03/10/kluge-investitionen/</link>
		<comments>http://www.sonnek.at/2023/03/10/kluge-investitionen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Mar 2023 17:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonnek.at/?p=9183</guid>
		<description><![CDATA[Über Klugheit, Wissen und Weisheit habe ich in  diesem Blog schon öfters geschrieben, zum Beispiel hier oder hier. Einen Grundstock an Wissen im weitesten Sinn brauchen wir selbstredend alle, um durchs Leben zu kommen. Hohes berufliches Wissen ebnet Möglichkeiten zum Aufstieg. Was Sachverständige betrifft, sind diese besonders gefordert, ihr fachliches Wissen aktuell zu halten. Arbeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Eule1.JPG"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6886" title="Eule" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Eule1-150x150.jpg" alt="Eule" width="150" height="150" /></a>Über Klugheit, Wissen und Weisheit habe ich in  diesem Blog schon öfters geschrieben, zum Beispiel <span style="text-decoration: underline;"><a title="Klugkeit und Weisheit" href="https://www.sonnek.at/2015/10/23/der-unterschied-zwischen-klugheit-und-weisheit/" target="_blank">hier</a></span> oder <span style="text-decoration: underline;"><a title="Weisheit von oben" href="https://www.sonnek.at/2022/01/07/weisheit-von-oben-fur-2022-und-daruber-hinaus/">hier</a></span>. Einen Grundstock an Wissen im weitesten Sinn brauchen wir selbstredend alle, um durchs Leben zu kommen. Hohes berufliches Wissen ebnet Möglichkeiten zum Aufstieg. Was Sachverständige betrifft, sind diese besonders gefordert, ihr fachliches Wissen aktuell zu halten. Arbeiten auf der Grundlage profunden Wissens und Können aus der eigenen Erfahrung heraus machen Arbeit zum positiven Erlebnis. Was liegt also näher, als sich selbst zu fördern und in seine eigenen Kompetenzen zu investieren?</p>
<p><span id="more-9183"></span></p>
<p>Aus Gesprächen mit Leuten aus unterschiedlichen Altersschichten, mit Selbstständigen und Unselbstständigen – auch mit Kollegen aus der Sachverständigenwelt – ist mir klargeworden, dass bei fast allen ein Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung besteht, beileibe nicht nur auf die berufliche Tätigkeit bezogen. Der Wunsch scheint aber bei den meisten eher latent und wenig konkret zu sein. Er hat auch selten oberste Priorität oder wird weit in den Hintergrund gedrängt, was wohl damit zusammenhängt, dass die Dinge des täglichen Lebens die meiste Aufmerksamkeit erfordern. Aber ganz unterkriegen lässt sich der Wunsch nie.</p>
<p><strong>Rendite kann mehr als Finanzielles bedeuten</strong></p>
<p>Auf der anderen Seite wird man als Unternehmer und Freiberufler immer wieder auf Investitionsmöglichkeiten zur Vermögensvermehrung aufmerksam gemacht, etwa durch Beteiligungen an Fonds oder Einstieg in andere Unternehmen. Manche mögen mit hohen Renditen locken. Aber auch hier stellen sich die Fragen: Was will ich damit erreichen? Was sind meine Prioritäten? Was bringt mir persönlich die höchste Rendite? Und wenn ich hier den Begriff Rendite gebrauche, dann meine ich damit nicht nur finanzielle Vorteile, sondern eher den Gewinn an Lebensfreude und Lebensqualität.</p>
<p><strong>Zweitbeste und beste Rendite</strong></p>
<p>In den vielen Jahren des persönlichen Lebenswegs hat sich mein Eindruck verfestigt, dass für einen Selbstständigen die zweitbeste Rendite darin besteht, in das eigene Unternehmen zu investieren. Die beste jedoch besteht in der Zusammenführung der oben angesprochenen Aspekte, in der Investition in sich selbst! Erfreulicherweise erfordert das nicht zwangsläufig hohe finanzielle Anstrengungen. Im Unternehmensbereich ist es viel öfter eher eine Frage, ob sich vom knappen Gut „Zeit“ etwas abzwacken lässt.  – Ich will nachstehend aus meinem Leben heraus ein paar Anregungen renditereichen (Zeit-)Investitionen geben.</p>
<p><strong>Lesen</strong></p>
<p>Wer hat schon Zeit, heute noch zu lesen, überhaupt als Selbstständiger? – Alles eine Frage der Organisation und der Entscheidungen! Zugegeben, ich tu mir etwas leichter, täglich eine Zeit dafür zu reservieren, wie ich schon seit Jahrzehnten keinen Fernseher im Haus habe. Aber auch Internet und soziale Medien sind starke Aufmerksamkeits-Schlucker und erfordern gewisse Selbsteinschränkung, wenn Zeit für das Lesen da sein soll. Aaaaaber: Dem steht der riesige Gewinn an Erkenntnis gegenüber, den mir persönlich das Lesen bietet. Die „Edelsteine“, die sich da im Lauf der Zeit finden ließen, möchte ich nie mehr missen!</p>
<p><strong>Seminare </strong></p>
<p>Die beste Zeit, etwas zu lernen und sich weiterzuentwickeln ist dann gegeben, wenn man glaubt, eh schon alles zu wissen. Ein Freund hat mich um einen Rat zu einer Weiterbildung gebeten und ich habe ihm dazu den Besuch eines Seminars empfohlen. Ich hatte den Eindruck, es könnte auch für mich nützlich sein, das mir längst Bekannte einem Aktualitätstest zu unterziehen und wieder aufzufrischen. Gesagt, getan! Ich verhehle nicht, dass ich einiges Wertvolles dazulernen und anderes als Überholt erkanntes „entlernen“ musste. Das Beste war aber, dass ich als alter Hase einigen Neulingen mit für sie wertvollen Tipps dienen konnte …</p>
<p><strong>Reisen</strong></p>
<p>Reisen bildet. Reisen verändert einen auch. Ich kann nicht verhehlen, dass mich in noch jungen Jahren einige Studienreisen äußerst stark geprägt haben. Ich hatte wirklich Glück, so etwas machen zu können in einer Zeit, in der das noch sehr unüblich war. Aufenthalte in Südafrika, in den U.S.A. und in Westeuropa haben einen frischen Blick auf andere Kulturen und Landschaften gebracht. Das Wichtigste aber waren für mich die persönlichen Begegnungen mit Menschen in diesen Ländern, aber auch mit Reiseteilnehmern, von denen ich einiges Wertvolles lernen konnte, das mir heute noch im täglichen Leben hilft!</p>
<p><strong>Hobbies</strong></p>
<p>Wenn man Lesen nicht als solches sieht, nahm ich mir lange keine Zeit für Hobbies. Als mein Sohn eine schön restaurierte Trompete geschenkt bekam, wandte er sich an seinen alten Musiklehrer, der das Ding begutachtete und sein wohlwollendes Urteil dazu abgab. Dabei kam ich mit einem anderen Musiklehrer in Kontakt, den ich spontan fragte, ob ich bei ihm Saxofon-Unterricht nehmen könne. Obwohl ich noch nie ein derartiges Instrument in der Hand gehabt hatte, keine Noten lesen konnte und zur Hälfte taub bin, nahm er mich unter seine Fittiche. Kurz gesagt: Es war herausfordernd, auch für den Lehrer, macht mir aber mittlerweile eine Riesenfreude. Zugleich meinte der Internist, der mich jährlich untersucht, damit hätte ich ein gutes Demenz-Verhinderungs-Programm …</p>
<p>&#8212;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonnek.at/2023/03/10/kluge-investitionen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Baustellen-Wirrwarr vor Gericht</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2022/07/01/baustellen-wirrwarr-im-gerichtssaal/</link>
		<comments>http://www.sonnek.at/2022/07/01/baustellen-wirrwarr-im-gerichtssaal/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2022 14:15:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gericht]]></category>
		<category><![CDATA[Gutachten]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonnek.at/?p=8721</guid>
		<description><![CDATA[




In einem Gerichtsurteil kommt ein Ingenieurbüro unerwartet zum Handkuss und wird zum Schadenersatz verurteilt, obwohl es weder mit dem angeblichen Schaden selbst noch mit seiner Ursache etwas zu tun hatte. Der persönlich gar nicht in den Bauablauf involvierte geschäftsführende Ingenieur dürfte einigermaßen fassungslos gewesen sein. Zu seinem Glück wurde das Verfahren wieder aufgenommen und nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_5929" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Paragraf.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5929" title="Paragraf" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Paragraf-150x150.PNG" alt="P" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>In einem Gerichtsurteil kommt ein Ingenieurbüro unerwartet zum Handkuss und wird zum Schadenersatz verurteilt, obwohl es weder mit dem angeblichen Schaden selbst noch mit seiner Ursache etwas zu tun hatte. Der persönlich gar nicht in den Bauablauf involvierte geschäftsführende Ingenieur dürfte einigermaßen fassungslos gewesen sein. Zu seinem Glück wurde das Verfahren wieder aufgenommen und nach Richterwechsel und mit neuem Anwalt stehen seine Chancen gut, dass für ihn die Sache mit Feststellung seiner Nichtverantwortung enden wird. Wie aber konnte es überhaupt so weit kommen?</p>
<p><span id="more-8721"></span></p>
<p>Tatsache ist wohl: Für jeden Außenstehenden, der zufällig oder notgedrungen in eine derartige Örtlichkeit gerät, erscheint das Treiben auf einer Baustelle verwirrend, chaotisch, undurchschaubar, noch dazu laut, staubig, gefährlich, ungemütlich. Leute an Maschinen, Leute, die etwas schleppen, Leute, die sich Unverständliches zurufen. Überall Hindernisse, Absperrungen, Kabelstränge und Schlauchleitungen als Stolperfallen, grelle Baustellenleuchten und finstere Winkel, Abdeckplanen, Staubschutzwände. Nur rasch wieder raus, denkt sich einer, der unabsichtlich hineingerät.</p>
<p><strong>Eine Fülle von Fachleuten …</strong></p>
<p>Für die handwerklich tätigen Mitarbeiter ausführender Unternehmen sind das Orte mit ihren Arbeitsplätzen, an denen sie ihr tägliches Brot verdienen. Bauarbeiter, Poliere, Installateure für Heizung und Elektro, Isolierer, Innenausbauer, Maler, … die Reihe ließe sich noch fortsetzen. Dazu kommen noch die Leute von der Bauüberwachung, Techniker, getrennt nach ihren jeweiligen Gewerken. Letztere sind nicht immer anwesend, kommen aber in Erfüllung ihrer Verpflichtungen regelmäßig vorbei. Alle diese Leute, die von Berufs wegen da sind, lassen sich durch das scheinbare Durcheinander nicht ablenken. Sie wissen genau, was sie zu tun haben.</p>
<p><strong>… arbeitet in orchestrierten Abläufen</strong></p>
<p>Denn eine Gut geführte Baustelle ist ein genau orchestrierter Ablauf sorgfältig geplanter, nebeneinander ablaufender, ineinander verschachtelter und aufeinander abgestimmter Tätigkeiten. Jedes Gewerk hat einen genau definierten funktionellen und örtlichen Arbeitsbereich und ist zur reibungslosen Zusammenarbeit mit den anderen Gewerken angehalten. Ein Gewerk darf auch seinen Bereich nicht überschreiten oder den eines anderen Gewerks behindern. Auch die Leitung der Baustelle ist genau festgelegt. Man versucht, nichts dem Zufall zu überlassen. Trotzdem benötigt man längere Erfahrung, bis man die praktischen Vorgänge zum größten Teil durchschauen kann.</p>
<p><strong>Unzureichender Durchblick</strong></p>
<p>Nun stelle man sich die Herausforderung vor, dem sich ein Gericht gegenübersieht, das Licht ins Dunkel solcher verschachtelten Vorgänge bringen soll. Nehmen wir an, dass ein aufgetretener Schaden sich in einem Umfeld ereignet hat, in dem parallel zueinander insgesamt fünf Gewerke tätig waren. Das Gericht hat einen Gutachter bestellt, einen einzigen, der sich erwartungsgemäß nur in einem der Fachgebiete auskennt und die übrigen vier beiseitelassen muss. Dementsprechend muss auch das Gutachten insofern einseitig ausfallen, als es zu den Rollen und Aufgaben der übrigen vier Gewerke nichts sagen kann.</p>
<p><strong>Argumentative Schieflagen</strong></p>
<p>Zwangsläufig kann das Gericht nicht den notwendigen Durchblick über die Gesamtsituation gewinnen. Noch dazu ist die Bedeutung wichtiger technischer und organisatorischer Begriffe nicht klargestellt, was zu Aneinander-Vorbeireden etwa in Zeugenvernehmungen führen muss. Nochmals erschwert wird die Situation durch das Problem einerseits der fehlenden Sprachfertigkeit, andererseits das nicht vorhandene Wissen: Die Parteien haben das Fachwissen, können das aber nicht angemessen mitteilen, die Parteienvertreter könnten sich mitteilen, haben aber das Fachwissen nicht.</p>
<p><strong>Der Weg aus dem Wirrwarr </strong></p>
<p>Wie sieht ein möglicher Ausweg aus? Vor allem: Was können die von argumentativer Schieflage besonders betroffenen und deshalb im Verfahren „benachteiligten“ Parteien zur Herstellung eines Gleichgewichts tun? Im Blick auf kommende Verhandlungen vor Gericht können sie und ihre Vertreter Vorbereitungen in die Richtung treffen, dass sie Privatgutachten über ihre im Anlassfall vertraglich bedungenen und praxisüblichen Rollen erstellen lassen. Damit sollte auch dem Gericht der Blick durch das Baustellen-Wirrwarr soweit freigeräumt sein, dass ein Urteil gesprochen werden kann, das hält.</p>
<p>&#8212;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonnek.at/2022/07/01/baustellen-wirrwarr-im-gerichtssaal/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Prüfungsstandards für Sachverständige</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2022/02/25/prufungsstandards-fur-sachverstandige/</link>
		<comments>http://www.sonnek.at/2022/02/25/prufungsstandards-fur-sachverstandige/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2022 11:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsfaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gericht]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonnek.at/?p=8492</guid>
		<description><![CDATA[




Wer in Österreich allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger werden will, muss sich – wie schon die Bezeichnung erkennen lässt – einem gerichtlichen Zertifizierungsverfahren unterziehen. Im Zuge dieses Verfahrens wird die Eignung einer Person geprüft, die sich in die gerichtliche Sachverständigenliste eintragen lassen will. Dazu werden in einem vom Präsidenten eines Landesgerichts geführten Begutachtungsverfahren Nachweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_3358" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3358" title="SV" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV-150x150.jpg" alt="SV" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Wer in Österreich allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger werden will, muss sich – wie schon die Bezeichnung erkennen lässt – einem gerichtlichen Zertifizierungsverfahren unterziehen. Im Zuge dieses Verfahrens wird die Eignung einer Person geprüft, die sich in die gerichtliche Sachverständigenliste eintragen lassen will. Dazu werden in einem vom Präsidenten eines Landesgerichts geführten Begutachtungsverfahren Nachweise gefordert, die nicht nur die allgemeinen Voraussetzungen (wie Geschäftsfähigkeit etc.) betreffen, sondern auch fachliche Voraussetzungen, zu denen ausreichende Sachkunde gehört.</p>
<p><span id="more-8492"></span></p>
<p>Als langjährigem Prüfer der Fachgebiete 73.40 Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie 73.45 Sanitärinstallationen und -anlagen am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz obliegt mir unter dem Vorsitz eines Richters oder einer Richterin gemeinsam mit einem Kollegen der Fachgebiete die Beurteilung, ob der Kandidat im gewählten Fachgebiet im Hinblick auf die vor ihm liegenden Aufgaben auch ausreichend sattelfest ist. Dies geschieht in der Weise, dass der Neue einige penibel protokollierte Fragen gestellt bekommt, die er möglichst genau, ohne Umschweife und umfassend beantworten soll.</p>
<p><strong>Fachgespräch</strong></p>
<p>Atmosphärisch gesehen verläuft dieser Anlass aber weniger im Sinne einer strengen Prüfung, sondern hat eher den Charakter eines kollegialen Gespräches. Dies ist deshalb wichtig, weil man sich auf diese Weise auch ein Bild darüber verschaffen kann, ob der künftige Kollege den kommenden Anforderungen einer Befundaufnahme mit einer Menge Leute oder einer turbulenten Gutachtenserörterung gewachsen sein wird. Entscheidend für den dauerhaften Erfolg in der Praxis sind doch nicht nur die fachliche Festigkeit, sondern genauso die Persönlichkeit und die Charakterstärke.</p>
<p><strong>Prüfungsstandards</strong></p>
<p>Doch zurück zu unserem Thema, den Prüfungsstandards. Für die meisten Fachgebiete existieren solche. Sie sind von der Internetseite des Hauptverbands der Gerichtssachverständigen unter der Adresse <a href="https://www.gerichts-sv.at/ps.html">https://www.gerichts-sv.at/ps.html</a> abrufbar. Grob geschätzt sind von dieser Liste etwa 250 Fachgebiete abgedeckt! Die Standards bieten insbesondere für neue Prüfer eine wertvolle Übersicht, ohne dabei zwingend vorgeschrieben zu sein. Jeder Prüfer wird beim Durchgehen der Themen unschwer erkennen, dass sein eigenes Wissen durchaus etliche „blinde Flecken“ aufweist. Das ist auch gut so, denn niemand ist perfekt und gegen eine Prise Demut ist wohl nichts einzuwenden.</p>
<p>Am Beispiel meiner oben erwähnten Fachgebiete hier ein kurzer Auszug der angeführten Themen:</p>
<p><strong>73.40 Heizungsanlagen, Lüftungsanlagen, Klimaanlagen</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Heizungsanlagen</strong></p>
<p>Wärmetechnische Grundlagen</p>
<ul>
<li><strong>hygienische und meteorologische Grundlagen</strong></li>
<li><strong>Grundgesetze der Wärmeübertragung und des Wärmetransportes</strong></li>
<li><strong>Berechnung von Raum- und Gebäudeheizlast für Standard- und Sonderfälle</strong></li>
<li><strong>Grundgesetze der Strömungslehre</strong> (Hydrostatik, Hydrodynamik)</li>
<li><strong>Wärmeabgabesysteme</strong> (Eigenschaften und Einsatz von Wärmeabgabesystemen, Dimensionierung und Anordnung von Heizkörpern und Flächenheizungen)</li>
<li><strong>Wärmeverteilung </strong>(Einsatz und Auslegung von hydraulischen Schaltungen und deren Komponen­ten, Analyse des Einflusses der einzelnen hydraulischen Schaltungen auf die Funkti­onalität des Gesamtsystems, Analyse hydraulischer Netze und In-Betrieb-Setzen, Pumpentechnologie, Wärmedämmung von Rohrleitungen und Komponenten, Arten von Wärmeträgern, Wasserqualität in Heizungsanlagen)</li>
<li><strong>Wärmebereitstellung</strong> (Eigenschaften und Einsatz von gängigen Energieformen für Wärmebereitstel­lungssysteme, Grundzüge der Verbrennungsrechnung, Planung, Berechnung, Errichtung, Inbetriebnahme, Wartung und Instandsetzung von Wärmebereitstellungssystemen und den zugehörigen Einrichtungen für die Brennstofflagerung, Wirkungsgrad einer Energieumwandlung (Messung und Beurteilung), Abgasführung, Funktion und Einsatz von Sicherheits-, Mess- und Regeleinrichtungen)</li>
<li><strong>Sicherheit in Heizungsanlagen</strong></li>
<li><strong>Planung, Berechnung, Errichtung, Prüfung, Inbetriebnahme, Wartung und Instand­setzung von Anlagen zur zentralen Beheizung von Gebäuden, zur Warmwasserbe­reitung und anderen verbundenen Systemen</strong></li>
<li><strong>Messung physikalischer Größen in der Heizungstechnik</strong></li>
<li><strong>aktuelle Gesetze, Verordnungen und Normen der Heizungstechnik</strong></li>
</ul>
<p><span style="color: #ffffff;">A </span></p>
<p>Das ist wie gesagt nur der Teil Heizungsanlagen. Etwa ein gleich großer folgt für das Gebiet Lüftungs- und Klimaanlagen und ein weiterer derartiger für 73.45 Sanitärinstallationen und Sanitäranlagen.</p>
<p>Ganz schön viel Stoff, nicht?</p>
<p>&#8212;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonnek.at/2022/02/25/prufungsstandards-fur-sachverstandige/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was macht altgediente Sachverständige interessant?</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2021/11/05/was-macht-altgediente-sachverstandige-interessant/</link>
		<comments>http://www.sonnek.at/2021/11/05/was-macht-altgediente-sachverstandige-interessant/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Nov 2021 13:47:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonnek.at/?p=8282</guid>
		<description><![CDATA[




Das, was folgt, gilt nicht nur für mich, sondern in gleichem Maß für viele Sachverständige, die in ihrem Metier schon eine ganze Weile – sagen wir wenigstens zwanzig Jahre – fortlaufend aktiv beschäftigt sind. Jeder von uns ist durch viele Gerichtsverfahren gegangen, hat mit unterschiedlichsten Aufgaben und Problemen, aber auch mit Menschen aus allen möglichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_3358" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3358" title="SV" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV-150x150.jpg" alt="SV" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Das, was folgt, gilt nicht nur für mich, sondern in gleichem Maß für viele Sachverständige, die in ihrem Metier schon eine ganze Weile – sagen wir wenigstens zwanzig Jahre – fortlaufend aktiv beschäftigt sind. Jeder von uns ist durch viele Gerichtsverfahren gegangen, hat mit unterschiedlichsten Aufgaben und Problemen, aber auch mit Menschen aus allen möglichen sozialen Hintergründen zu tun gehabt. Aber interessanterweise hat sich bei keinem, den ich aus diesen Gruppen kenne, so etwas wie resignative Routine eingeschlichen. Sie sind allesamt hellwach, wenn sie mit neuen Aufgaben konfrontiert werden.</p>
<p><span id="more-8282"></span></p>
<p>So ist es mir zumeist ein Vergnügen, mich mit diesen altgedienten, aber aktiven Kollegen auszutauschen, mit ihnen zu diskutieren, Probleme zu erörtern. Jeder hat sein eigenes Netzwerk an guten Kontakten, jeder ist bereit, ohne Wenn und Aber dem anderen im Rahmen seiner Möglichkeiten zu helfen. Der Fundus an Erfahrungen scheint unerschöpflich, Positives wie Negatives wird offen angesprochen, die meisten sind in der glücklichen Position, nicht auf Biegen und Brechen auf Erfolgshatz sein zu müssen. Jeder sieht sich daher neue Herausforderungen sehr genau an, bevor er sie annimmt.</p>
<p><strong>Gelassenheit</strong></p>
<p>Die Altgedienten arbeiten gerne. Aber keiner von ihnen lässt sich einspannen für Arbeiten, die er nicht gerne macht, im Regelfall selbst dann nicht, wenn finanzielle Reize locken. Zu wertvoll scheint die Zeit, zu unnötig der Stress, der damit verbunden wäre. Die zuvor erwähnten Herausforderungen werden dann gerne angenommen, wenn sie in das Feld der Expertise passen. An sie wird zumeist mit Gelassenheit herangegangen, Hast und Eile sind verpönt, unnötige Aufregung erst recht. Gut Ding braucht Weile. Der große Vorteil für Auftraggeber liegt darin, dass Lösungen wohlüberlegt und zielgenau sind, ein Nochmal-von-vorn ist meist nicht erforderlich.</p>
<p><strong>Menschenkenntnis</strong></p>
<p>Probleme von Kunden sind vielschichtig, mal liegen Ursachen in operativen Bereichen, sprich, sie sind im Zuge von Projektabwicklungen entstanden, ein anderes Mal sind die strategischen Zielsetzungen unterschiedlich und führen zu Konflikten. Zumeist aber haben Auseinandersetzungen ganz banale Ursachen, nämlich die, dass Menschen nicht miteinander umgehen können. Alte Kollegen beherrschen zumeist die Fähigkeit, ihre eigene Person zurückzunehmen und sich nicht für übertrieben wichtig zu erachten. Das befähigt sie, schlichtend und moderierend einzugreifen.</p>
<p><strong>Aufrichtigkeit</strong></p>
<p>Nicht alles, was erstrebenswert erscheint, muss deshalb nutzbringend sein. Das gilt auch für Kunden und Klienten. Ältere Kollegen können zumeist sehr gut unterscheiden zwischen dem, was Kunden wollen und dem, was sie wirklich brauchen. Sie haben nicht nur den Mut, sondern auch das Bedürfnis, auf diese Divergenzen hinzuweisen und sich in offene und rückhaltlose Diskussionen einzulassen. Ihnen ist lieber, sie steigen aus einem Vertrag aus, als dass sie Dinge ausführen müssen, von denen sie überzeugt sind, dass diese den Kunden letztlich nicht oder nur wenig nützen.</p>
<p><strong>Ratgeber</strong></p>
<p>Sehr vielen älteren Kollegen ist es ein großes Anliegen und eine aufrichtige Freude, jungen Fachkollegen dabei zu helfen, in ihrem Beruf oder in der Sachverständigentätigkeit fußzufassen. Es geht dabei nicht nur um das Vermitteln von Fachkenntnis und das Weitergeben von guten oder leidvollen Erfahrungen, sondern in sehr großem Maße um Ermutigung und das Bestärken von richtigen Einstellungen und Verhaltensweisen. Junge Leute sind im Regelfall sehr dankbar dafür und es ist für Ratgeber und Mentoren ein wunderbares Gefühl, den Erfolg eines Schützlings miterleben zu können.</p>
<p><strong>Mehr Medienpräsenz!</strong></p>
<p>Viele altgediente Sachverständige – ich rede als einer von ihnen – blicken auf ein ereignisreiches Berufsleben zurück. Die Erfahrungen, Erlebnisse und Einsichten eines jeden Einzelnen sind einzigartig und könnten für viele Menschen interessant und wertvoll sein. Sehr wenige geben diese medial weiter, etwa in Zeitungsartikeln, in Form von Literatur oder wie hier in einem Blog. Das ist schade! Ich möchte auf diesem Weg alle Kollegen, die sich angesprochen fühlen, ermutigen, in den Medien aktiv zu werden! Zumindest im Internet – einen Blog einrichten oder einrichten lassen kostet fast nichts!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sonnek.at/2021/11/05/was-macht-altgediente-sachverstandige-interessant/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
