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	<title>Sonnek &#187; Energieträger</title>
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	<description>Blog von Ingo Sonnek</description>
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		<title>Die materielle Welt und das CO2</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Mar 2023 13:26:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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In Medienberichten tritt uns Neutralität in zweifacher Form entgegen, entweder als militärische oder als klimabezogene. Der Stellenwert der beiden ist unterschiedlich. Die Sinnhaftigkeit der erstgenannten wird diskutiert und zunehmend in Zweifel gezogen, wohingegen die andere zunehmend als unabdingbar postuliert wird. Unter CO2-Neutralität verstehe ich, dass ein Staat oder eine Region alles entstehende Kohlendioxid durch bestimmte [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/CO2-3.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-4700" title="CO2-3" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/CO2-3-150x150.PNG" alt="C" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>In Medienberichten tritt uns Neutralität in zweifacher Form entgegen, entweder als militärische oder als klimabezogene. Der Stellenwert der beiden ist unterschiedlich. Die Sinnhaftigkeit der erstgenannten wird diskutiert und zunehmend in Zweifel gezogen, wohingegen die andere zunehmend als unabdingbar postuliert wird. Unter CO2-Neutralität verstehe ich, dass ein Staat oder eine Region alles entstehende Kohlendioxid durch bestimmte Maßnahmen derart kompensiert, dass nach außen kein CO2 abgegeben wird. Ein derartiger Zustand wird nicht auf einfache Weise zu erreichen sein.</p>
<p><span id="more-9220"></span></p>
<p>Der kanadische Universitätsprofessor Vaclav Smil hat im Vorjahr ein Buch veröffentlicht, das den Titel trägt „How The World Really Works – A Scientist’s Guide to Our Past, Present and Future“. Es ist unlängst auch auf Deutsch erschienen als „Wie die Welt wirklich funktioniert“, was einer genauen Übersetzung des Originaltitels entspricht. Interessanterweise lautet hingegen der Untertitel nicht wie etwa zu erwarten „Wegweiser eines Wissenschaftlers zu unserer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, sondern „<a href="https://www.amazon.de/Wie-die-Welt-wirklich-funktioniert/dp/3406800556/ref=sr_1_2?crid=2C028TZHCUYPL&amp;keywords=vaclav+smil+how+the+world+really+works+deutsch&amp;qid=1680334590&amp;sprefix=vaclav+smil%2Caps%2C107&amp;sr=8-2">Die fossilen Grundlagen unserer Zivilisation und die Zukunft der Menschheit“, ist also deutlich anders. </a></p>
<p><strong>Der Realität ins Auge sehen</strong></p>
<p>Der Grund dafür ist schnell erklärt. Vaclav Smil ist ein erklärter Freund erneuerbarer Energien, was er in diesem Werk und in anderen seiner Bücher ausführlich kundtut. Er ist aber kein Phantast. Im Gegensatz zu Aktivisten, Grünpolitikern oder manchen Vertretern aus der Wissenschaft steht er in allen seinen Überlegungen mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität. Er kennt Zahlen und Zusammenhänge und zeichnet sich durch eine sorgsam abwägende, aber kompromisslose Aufrichtigkeit und Nüchternheit aus. Eigenschaften also, die wir in der Energie- und Klimadiskussion dringend benötigen.</p>
<p><strong>Ohne fossile Energie geht nichts</strong></p>
<p>„Ich bin weder Pessimist noch Optimist“, meint er in seiner Einleitung, „Ich bin Wissenschaftler, versuche zu erklären, wie die Welt wirklich funktioniert und ich setze dieses bessere Verständnis dazu ein, dass wir unsere künftigen Begrenzungen und Möglichkeiten besser erkennen können.“ Smil behandelt die Themenkreise Energie, Nahrungsmittelproduktion, die materielle Welt, Globalisierung, Risiken, Umwelt und Zukunft. Die knallharte Botschaft: Ohne fossile Energieträger läuft nichts, das gilt für alle genannten Bereiche, und es wird sich auch in den nächsten Jahrzehnten daran nicht viel ändern.</p>
<p><strong>Hitparade der wichtigsten Grundstoffe</strong></p>
<p>Ich greife als Beispiel das Kapitel über die materielle Welt heraus. Smil macht eine Reihung von wichtigen Grundstoffen und bewertet sie anhand ihrer Unentbehrlichkeit, Allgegenwärtigkeit und Größe des Bedarfs. Nimmt man diese kombinierte Bewertung als Grundlage, kommt er auf vier Materialien, die in dieser Reihung am höchsten liegen und er deshalb die vier Säulen der modernen Zivilisation nennt: Zement, Stahl, Kunststoffe und Ammoniak. Das sind Grundstoffe, deren Bedarf steigt und die durch keine anderen Stoffe ersetzt werden können, sicher nicht in naher Zukunft und in globalem Ausmaß.</p>
<p><strong>Hoher Anteil an Energiebedarf und Emissionen</strong></p>
<p>Was besonders wichtig ist: Die Herstellung all dieser Grundstoffe erfordert hohen Einsatz an fossiler Energie und ist ohne diesen nicht denkbar. Den Anteil der Herstellung dieser vier Stoffe am Bedarf von Primärenergie weltweit beträgt 17 Prozent. Infolgedessen ist auch der Anteil an CO2-Emmissionen dafür sehr hoch, er beträgt 25 Prozent aller Emissionen weltweit! Wie sehr wir von diesen Grundstoffen abhängig sind, zeigt allein schon das Beispiel Ammoniak: Es ist die Grundlage zur Herstellung von Stickstoffdünger, der für die Ernährung der Menschheit unverzichtbar ist und das (Über-)Leben von vier Milliarden Menschen hängt direkt davon ab!</p>
<p><strong>Ohne CO2-Emissionen geht es nicht </strong></p>
<p>Auch die Rolle der Kunststoffe seit deren Erfindung vor über hundert Jahren hat sich dramatisch verändert. Konnte man anfangs nur kleine Teile herstellen – der erste Kunststoffteil in der Industrie war der Schaltknauf für einen Rolls-Royce 1916 – ist heute die Anwendung unübersehbar und vielfach unersetzbar, zum Beispiel in der Medizin. Über Beton und Stahl braucht man nicht viel zu erklären, deren Wichtigkeit ist offensichtlich, wenn man aus einem Haus, das fast immer Betonteile enthält, auf einen Parkplatz voller Autos blickt … Fazit: Ohne CO2-Emissionen geht nix, das gilt weltweit und noch für lange, lange Zeit …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Könnte man Solarenergie mechanisch speichern?</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Mar 2023 10:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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In einem kleinen Kreis von Solarenergie-Begeisterten wurde unlängst so nebenbei folgende Frage gestellt: Müssen wir denn Solarstrom unbedingt in Akkus speichern? Gäbe es nicht auch einen einfacheren Zugang, etwa auf mechanische Weise? Man könnte doch ein Loch bohren und ein Gewicht mit Solarstrom heben und abends dann das Ding langsam runterlassen und daraus Strom gewinnen. [...]]]></description>
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<dl id="attachment_3604" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fragezeichen-22.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3604" title="Fragezeichen 2" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fragezeichen-22-150x150.jpg" alt="Frage" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>In einem kleinen Kreis von Solarenergie-Begeisterten wurde unlängst so nebenbei folgende Frage gestellt: Müssen wir denn Solarstrom unbedingt in Akkus speichern? Gäbe es nicht auch einen einfacheren Zugang, etwa auf mechanische Weise? Man könnte doch ein Loch bohren und ein Gewicht mit Solarstrom heben und abends dann das Ding langsam runterlassen und daraus Strom gewinnen. Wie könnte so eine Lösung aussehen? Wie müsste das Gewicht bemessen sein, wenn die Bohrung einhundert Meter tief wäre und ein für ein Einfamilienhaus interessanter Energiegehalt in der Größe von etwa zehn Kilowattstunden gespeichert werden sollte?</p>
<p><span id="more-9199"></span></p>
<p>Wenn man den Großteil seines Berufslebens in der Gebäude- und Energietechnik zu tun hatte, denkt man über die Umrechnung von Maßeinheiten wie Kilowatt oder Kilowattstunden in mechanische Größen meist nicht viel nach, außer man hat ein Elektroauto und denkt in erzielbaren Reichweiten. Umso sorgfältiger wird man daher rangehen, wenn es gilt, an sich einfache Aufgaben wie die oben genannte wenigstens näherungsweise zu lösen. Näherungsweise deshalb, weil in einer ersten groben Abschätzung reale Verhältnisse wie zum Beispiel Wirkungsgrade einer Nutzungskette außer Acht gelassen werden müssen.</p>
<p><strong>Notwendige Umrechnungen</strong></p>
<p>Für meine Generation kommt noch dazu, dass sie mit Begriffen wie zum Beispiel Kilokalorien für Wärmeeinheiten und Kilopond für Kraftgrößen aufgewachsen ist. Mit diesen „alten“ Einheiten waren bestimmte Vorstellungen verknüpft. Der Umstieg ins MKS- System kam dann erst mit dem Studium auf der TU. Das Newton als Einheit der Kraft. Aha. Einheiten für Arbeit und Energie: Ein Newtonmeter ist gleich eine Wattsekunde. Ziemlich abstrakt, das Ganze. – Also erst einmal ein Blick in eine Umrechnungstabelle: 1 Nm (Newtonmeter) entspricht 2,778 Mal zehn hoch minus sieben Kilowattstunden.</p>
<p><strong>Gefühl für Größenordnungen</strong></p>
<p>Nun kommen wir der Sache schon ein wenig näher. Jetzt rechne ich weiter: Eine Million Newtonmeter entspricht 0,2778 Kilowattstunden. 3,6 Millionen Newtonmeter entsprechen genau einer Kilowattstunde. – Um ein Gefühl für Größenordnungen zu bekommen, rechne ich mir etwas anderes aus: Das Gewicht der Masse von einem Kilogramm beträgt auf der Erdoberfläche ungefähr 10 Newton. Wenn ich diesen Kilo einen Meter hochhebe, benötige ich einen Arbeits- oder Energieaufwand von 10 Newtonmeter, wenn ich das umrechne, komme ich auf 2,778 mal zehn hoch minus sechs Kilowattstunden.</p>
<p><strong>Hinter einer Kilowattstunde steht viel Energie</strong></p>
<p>Erster Eindruck: Eine Kilowattstunde enthält ganz schön viel mechanische Energie! – In einem nächsten Schritt überlege ich mir: Wenn ich eintausend Kilogramm einen Meter hoch hebe, benötige ich 1.000 x 10 x 1 = 10.000 Newtonmeter, was gemäß Umrechnungstabelle 0,002778 Kilowattstunden entspricht. Wenn ich diese eintausend Kilogramm einhundert Meter hoch hebe, beträgt der Energieaufwand genau das Hundertfache, also 0,2778 Kilowattstunden. Wenn ich dreitausendsechshundert Kilogramm einhundert Meter hochhebe, benötige ich dafür genau eine Kilowattstunde an Arbeitsaufwand!</p>
<p><strong>Realitätsferne Größenordnungen</strong></p>
<p>Somit lässt sich die anfangs gestellte Frage wie folgt beantworten: Der angedachte mechanische Energiespeicher für ein Einfamilienhaus, der eine nutzbare Tiefe (oder Hubhöhe) von einhundert Metern aufweist, benötigt für eine Speicherkapazität von zehn Kilowattstunden ein Gewicht von 36 Tonnen! Das alles wohlgemerkt noch ohne Berücksichtigung von irgendwelchen Wirkungsgraden und damit von Verlusten, die bei einer derartigen Umwandlung von Energie unvermeidlich sind. Damit wird sofort klar: Eine derartige Speicherung wäre völlig praxisfern.</p>
<p><strong>Eine stattliche Anzahl von VW Golf</strong></p>
<p>Um sich ein Bild davon zu machen, was sechsunddreißig Tonnen praktisch bedeuten: Ein zylindrischer Körper aus Stahl oder Gusseisen hätte bei einem Durchmesser von einem Meter eine Höhe von knapp sechs Metern! Oder in Kraftfahrzeugen gerechnet: Geht man davon aus, dass das Basismodell eines VW Golf etwa eintausendzweihundert Kilogramm hat, wären das dreißig solcher Fahrzeuge, die zugleich am Seil baumeln müssten. – Man denke demgegenüber an einen modernen handelsüblichen Batteriespeicher für eine Kapazität von zehn Kilowattstunden: Der hat zum Vergleich etwa den Raumbedarf eines halben handelsüblichen Kühlschranks!</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Eindrücke von der Intersolar 2022</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2022 05:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Vom 11. bis 13.Mai 2022 war die Intersolar Europe auf dem Gelände der Messe München wieder Treffpunkt für alle, die sich mit der Nutzung von Sonnenenergie beschäftigen oder auch nur daran interessiert sind. Das Thema ist gerade sehr aktuell und zog dementsprechend große Besuchermengen aus aller Herren Länder an. Überraschend auch die riesige Anzahl von [...]]]></description>
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<dl id="attachment_8633" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Intersolar-22.png"><img class="size-thumbnail wp-image-8633" title="Intersolar 22" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Intersolar-22-150x150.png" alt="Intersolar" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Vom 11. bis 13.Mai 2022 war die Intersolar Europe auf dem Gelände der Messe München wieder Treffpunkt für alle, die sich mit der Nutzung von Sonnenenergie beschäftigen oder auch nur daran interessiert sind. Das Thema ist gerade sehr aktuell und zog dementsprechend große Besuchermengen aus aller Herren Länder an. Überraschend auch die riesige Anzahl von Ausstellern aus der ganzen welt. Die Intersolar war eine von vier gleichzeitig stattfindenden die größte und nahm von der Ausstellerfläche allein schon zwei Dríttel in Anspruch, was ihre Bedeutung nachdrücklich unterstreicht.</p>
<p><span id="more-8632"></span></p>
<p>Der folgende Bericht ist kein penibel recherchiertes Journalistenstück, sondern eine Sammlung von oft flüchtigen Momentaufnahmen. Angesichts der diesmal überwältigenden Fülle an Ausstellern, der Größe der Lokation und der Vielzahl von Informationen bleibt einem auch gar nichts anderes übrig, als sich auf Eindrücke zu beschränken. Dies umso mehr dann, wenn das Ziel des Messebesuchs darin besteht, zu erkunden, wo die Reise des Solarsektors hingeht und was wir in Zukunft von diesem Zweig der erneuerbaren Energie erwarten dürfen. Dafür ist eine derartige Veranstaltung der richtige Ort. Noch dazu, wenn man in Begleitung von Praktikern ist, die technisch gesehen gnadenlos überflüssige Spreu von nützlichem Weizen zu trennen vermögen.</p>
<p><strong>Unterwegs mit begeisterten Praktikern</strong></p>
<p>Alfred ist der Spezialist aus dem Elektrofach, Ewald steht für die Haustechnik. Beide versorgen die Gebäude, in denen sie wohnen, mit Photovoltaik- Anlagen (PV-Anlagen) in ehrfurchterregender Größenordnung, beide beschäftigen sich nicht nur seit Jahren, sondern seit Jahrzehnten mit allen Facetten erneuerbarer Energie und können zur Lösung auch kniffligster Aufgabenstellungen aus einer Vielzahl an praktischen Erfahrungen schöpfen. Auch wenn beide seit Jahren in Pension sind, hindert sie das nicht, sich ständig weiterzubilden und regelmäßig in die hektischen Gefilde des Messegeländes in München-Triem einzutauchen. Beide geben ihr Wissen gerne weiter und lassen dabei ihre Begeisterung für die Sache spüren.</p>
<p><strong>Der Solar-Boom und sein Hauptprofiteur China</strong></p>
<p>Bevor wir zum Fachlichen kommen, ist eines vorauszuschicken: Die beiden Begleiter sehen in der jetzt gegebenen Situation einen gewaltigen Boom der Photovoltaik, von dem natürlich alle jene profitieren, die in der Lage sind, die benötigten Komponenten zu liefern und zu installieren. Alfred sieht den Hauptprofiteur aber in China, wandert doch ein Großteil der Beträge für Investitionen letztlich in das Reich der Mitte. Das Land dominiert die Fertigung von Solarmoduln und wichtiger anderer Komponenten derart, dass etwa europäischen Herstellern schon längst die Luft wegblieben ist und nur mehr einige verbliebene Nischenlieferanten ein eher bescheidenes Dasein fristen.</p>
<p><strong>Aussteller aus der ganzen Welt …</strong></p>
<p>Dementsprechend positionieren sich die Großen aus Asien derart mächtig, dass sie die zentral und daher strategisch günstig platzierten Ausstellflächen in den Hallen dominieren. Aber Anbieter für Produkte finden sich fast aus der ganzen Welt, wobei neben Asien auch die Präsenz von Firmen aus dem indischen Subkontinent stark zugenommen hat. Auch in der Branche bekannte österreichische Firmen und Marken sind augenscheinlich gut vertreten und präsentieren sich gekonnt wie etwa M-Tec, Fronius, Sonnenkraft (die letzten beiden mit beeindruckend großen Ständen), Smartfox, MyPv, Energy 3000, um hier nur einige zu nennen. Den beratenden Technikern an den Ständen der Aussteller scheint das Eine gemeinsam zu sein: Sie reden am liebsten von Produkten, die noch nicht erhältlich sind, von denen noch keiner weiß, wann sie auf den Markt kommen und über deren Preis sich auch noch keiner Gedanken gemacht hat …</p>
<p><strong>… und eine schier unübersehbare Vielfalt von Produkten</strong></p>
<p>Zu den Herstellern von Moduln unterschiedlichster Bauart vom flexiblen Kunststoff zu Doppelglas- Varianten, über gewöhnliche Rahmenmodelle reicht ein weites Band bis hin zu unauffälligen Fassadenausführungen oder Solar- Dachziegeln. Dazu gesellt sich ein Heer von Lieferanten für Komponenten zur Montage, für Reinigungsroboter, für Messung und Überwachung von Moduln mittels Drohnen. Dann folgen die elektrotechnischen Bauteile in unübersehbarer Vielfalt. Tracking-Systeme sind zu sehen, die die Neigung von Modulflächen dem Sonnenstand nachführen. Ewald findet das als erstaunlich, weil durch den Preisverfall bei Solarmodulen es doch einfacher sei, die Eintragsflächen zu erhöhen und auf die komplizierten und wartungsbedürftigen Mechanismen solcher Systeme lieber zu verzichten.</p>
<p><strong>Erstmals Thema: Solarnutzung und Landwirtschaft</strong></p>
<p>Interessant finde ich aber eine in meinen Augen wichtige Entwicklung, die zu beobachten war: Das Bemühen, schonende Anwendungen im Zusammenhang mit Landwirtschaft zu entwickeln. Wir sehen ja auch hierzulande, dass mitunter wertvolles Agrarland mit Solarmoduln zugepflastert werden und damit landwirtschaftlich nicht mehr oder nur sehr begrenzt nutzbar sind. So werden einerseits Weideeinzäunungen zu Solarzäunen umfunktioniert, andererseits werden  agrarisch genutzte Flächen teilweise mit Solarflächen überspannt, sodass Acker- oder Weideland als solches genutzt werden kann. Wertvolle Flächen können großteils erhalten bleiben.</p>
<p><strong>Systemtechnik für clevere Lösungen im Einfamilienhaus</strong></p>
<p>Alfred und Ewald sind Verfechter umfassender Energielösungen für Gebäude, in denen gewonnener Solarstrom zur Beheizung eingesetzt wird. Konventionelle Bauteile einer Heizanlage sind nicht mehr notwendig. Ewald ist davon überzeugt, dass sich sogar Wärmepumpen auf mittlere Sicht erübrigen werden, weil sich clevere Lösungen allein auf PV-Basis und abgestimmt mit guten Speicher- und Nutzungskonzepten durchsetzen werden. Übrigens ist die Erzeugung von Warmwasser mit Solarstrom bereits gängige Praxis, wie verschiedene Power-to-Heat-Konzepte und überlegt entwickelte Komponenten wie fast verkalkungsfreie Heizstäbe zeigen.</p>
<p><strong>Zentrale Gewinnung oder dezentrale Nutzung?</strong></p>
<p>Wer sich unter den Teilnehmern umhörte, bekam mit, dass der Markt nicht nur boomt, sondern in manchen Fällen regelrecht ausgehebelt zu sein scheint. „Kunden kaufen, was sie kriegen können, der Preis ist sekundär,“ meinte ein Installateur. Irgendwie entsteht außerdem der Eindruck, dass nicht immer die Vernunft regiert. So präsentierten viele Hersteller Anlagen im Megawatt-Bereich, die ganze Bergketten oder weite Felder mit Solarmoduln zupflastern, als nachahmenswerte Vorbilder. Wir gestandenen Haus- und Elektrotechniker sehen aber den vernünftigsten Weg einer Solarnutzung nicht in großen zentralen Anlagen, sondern im gut durchdachten dezentralen Einsatz bei Gebäuden.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Angesichts eines durchgeplanten und straffen Besuchsprogramms bei bestimmten Ausstellern und der Weite des Areals, eines beachtlichen Lärmpegels und drängender Besuchermassen ist so ein Messebesuch gewiss kein Honiglecken und kann wegen des Stop-and-Go ganz schön anstrengend sein. Alfred zählte an seinem Fitness-Checker am Ende der Besuchstage über zehntausend Schritte. Was bleibt, ist eine Fülle von Informationen, die erst nach und nach eingeordnet und verarbeitet werden können. Und der Wunsch, dass die mit viel Aufwand präsentierten neuen vielversprechenden Produkte das halten mögen, was deren Hersteller versprechen …</p>
<p>Anmerkung: Es ist geplant, Lichtbilder nachzureichen, sobald ein voller Terminkalender das erlaubt …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Der grüne Wahn des Westens hat Putin gestärkt</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2022/04/08/der-grune-wahn-des-westens-hat-putin-gestarkt/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2022 15:23:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Michael Shellenberger ist ein an sozialen und politischen Problemen interessierter amerikanischer Bestseller-Autor, der sich mit dem Themenkreis Klima und Energie schon sehr lange beschäftigt hat. Er sieht sich als Umweltschützer und Klimaaktivist, hat aber seine einseitige und alarmistische Sicht allmählich durch einen nüchternen Blick auf die Probleme unserer Zeit ersetzt. In einem Artikel, der am [...]]]></description>
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<dl id="attachment_5069" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Michael Shellenberger ist ein an sozialen und politischen Problemen interessierter amerikanischer Bestseller-Autor, der sich mit dem Themenkreis Klima und Energie schon sehr lange beschäftigt hat. Er sieht sich als Umweltschützer und Klimaaktivist, hat aber seine einseitige und alarmistische Sicht allmählich durch einen nüchternen Blick auf die Probleme unserer Zeit ersetzt. In einem Artikel, der am 1. März auf der Online-Plattform <em>Substack </em>erschienen ist (zum Original <a href="https://bariweiss.substack.com/p/the-wests-green-delusions-empowered?utm_source=url&amp;s=r" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">hier</span></a>), setzt er sich mit der Situation in der Ukraine, ihren Auswirkungen auf die Energieversorgung und den Fehlern des Westens auseinander.</p>
<p><span id="more-8577"></span></p>
<p><strong><em>Während wir Plastikstrohhalme verbieten, bohrt Russland (nach Öl und Gas) und verdoppelt die Kernenergieproduktion.</em></strong></p>
<p>(So lautet der Untertitel des Artikels, den ich wieder mit Hilfe von Deepl Translate übersetzt habe. Kommentare dazu erspare ich mir diesmal, da der Artikel für sich selber spricht.)</p>
<p><em>Wie hat Wladimir Putin &#8211; ein Mann, der ein Land regiert, dessen Wirtschaft kleiner ist als die von Texas und dessen durchschnittliche Lebenserwartung 10 Jahre unter der von Frankreich liegt &#8211; es geschafft, einen unprovozierten Großangriff auf die Ukraine zu starten?</em></p>
<p><em>Auf diese Frage gibt es eine tiefgreifende psychologische, politische und fast zivilisatorische Antwort: Er will mehr, dass die Ukraine Teil Russlands ist, als der Westen, dass sie frei ist. Um dies zu erreichen, ist er bereit, enorme Verluste an Menschenleben und Schätzen zu riskieren. Die Bereitschaft der USA und Europas, sich militärisch zu engagieren, stößt an ernste Grenzen. Und Putin weiß das.</em></p>
<p><em>Was in dieser Erklärung jedoch fehlt, ist eine Geschichte über die materielle Realität und grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge &#8211; zwei Dinge, die Putin viel besser zu verstehen scheint als seine Kollegen in der freien Welt und insbesondere in Europa.</em></p>
<p><em>Putin weiß, dass Europa 3,6 Millionen Barrel Öl pro Tag produziert, aber 15 Millionen Barrel Öl pro Tag verbraucht. Putin weiß, dass Europa 230 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr fördert, aber 560 Milliarden Kubikmeter verbraucht. Er weiß, dass Europa 950 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr verbraucht, aber nur halb so viel produziert.</em></p>
<p><em>Der ehemalige KGB-Agent weiß, dass Russland 11 Millionen Barrel Öl pro Tag produziert, aber nur 3,4 Millionen verbraucht. Er weiß, dass Russland heute über 700 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr produziert, aber nur etwa 400 Milliarden verbraucht. Russland fördert jedes Jahr 800 Millionen Tonnen Kohle, verbraucht aber nur 300.</em></p>
<p><em>So kommt es, dass Russland etwa 20 Prozent des europäischen Öls, 40 Prozent des Gases und 20 Prozent der Kohle liefert. </em></p>
<p><em>Die Rechnung ist einfach. Ein Kind könnte das machen.</em></p>
<p><em>Der Grund, warum Europa keine muskulöse Abschreckungsdrohung hatte, um eine russische Aggression zu verhindern &#8211; und in der Tat die USA daran hinderte, Verbündete dazu zu bringen, mehr zu tun &#8211; ist, dass es Putins Öl und Gas braucht. </em></p>
<p><em>Die Frage ist, warum.</em></p>
<p><em>Wie ist es möglich, dass sich die europäischen Länder, insbesondere Deutschland, in den 30 Jahren seit dem Ende des Kalten Krieges in eine solche Abhängigkeit von einem autoritären Land begeben haben? </em></p>
<p><em>Und so geht&#8217;s: Diese Länder sind von einer wahnhaften Ideologie beherrscht, die sie unfähig macht, die harten Realitäten der Energieerzeugung zu verstehen. Die grüne Ideologie besteht darauf, dass wir keine Kernenergie und kein Fracking brauchen. Sie besteht darauf, dass es nur eine Frage des Willens und des Geldes ist, auf erneuerbare Energien umzusteigen &#8211; und zwar schnell. Sie besteht darauf, dass wir eine &#8220;Wachstumsrücknahme&#8221; in der Wirtschaft brauchen und dass uns das &#8220;Aussterben&#8221; der Menschheit droht. (Ich muss es wissen, ich war selbst einmal einer der daran geglaubt hat.)</em></p>
<p><em>John Kerry, der Klimabeauftragte der Vereinigten Staaten, hat die Kurzsichtigkeit dieser Sichtweise perfekt eingefangen, als er in den Tagen vor dem Krieg sagte, dass die russische Invasion in der Ukraine &#8220;natürlich tiefgreifende negative Auswirkungen auf das Klima haben könnte. Wenn man einen Krieg führt, hat das natürlich massive Auswirkungen auf die Emissionen. Aber ebenso wichtig ist, dass man die Aufmerksamkeit der Menschen verlieren wird.“</em></p>
<p><em>Aber es war die Konzentration des Westens auf die Heilung des Planeten durch &#8220;sanfte Energie&#8221;, erneuerbare Energien und die Abkehr von Erdgas und Kernenergie, die es Putin ermöglichte, die Energieversorgung Europas in den Würgegriff zu nehmen.</em></p>
<p><em>Während der Westen in eine hypnotische Trance verfiel, in der es um die Heilung seiner Beziehung zur Natur, die Abwendung der Klimaapokalypse und die Anbetung eines Teenagers namens Greta ging, machte Wladimir Putin seine Züge.</em></p>
<p><em>Während er im eigenen Land die Kernenergie ausbaute, damit Russland sein wertvolles Öl und Gas nach Europa exportieren konnte, verbrachten die westlichen Regierungen ihre Zeit und Energie damit, sich mit dem &#8220;Kohlenstoff-Fußabdruck&#8221; zu beschäftigen, einem Begriff, der von einer Werbefirma im Auftrag von British Petroleum kreiert wurde. Sie haben Plastikstrohhalme wegen der wissenschaftlichen Hausaufgaben eines 9-jährigen kanadischen Kindes verboten. </em><em>Sie bezahlten für stundenlange Therapien gegen &#8220;Klimaangst&#8221;.</em></p>
<p><em>While Putin expanded Russia’s oil production, expanded natural gas production, and then doubled nuclear energy production to allow more exports of its precious gas, Europe, led by Germany, shut down its nuclear power plants, closed gas fields, and refused to develop more through advanced methods like fracking.</em></p>
<p><em>Die Zahlen erzählen die Geschichte am besten. Im Jahr 2016 kamen 30 Prozent des von der Europäischen Union verbrauchten Erdgases aus Russland. Im Jahr 2018 stieg diese Zahl auf 40 Prozent an. Im Jahr 2020 waren es fast 44 Prozent, und Anfang 2021 fast 47 Prozent.</em></p>
<p><em>Trotz seiner Schwärmerei für Putin widersetzte sich Donald Trump im Jahr 2018 dem diplomatischen Protokoll und rügte Deutschland öffentlich für seine Abhängigkeit von Moskau. &#8220;Deutschland ist, soweit es mich betrifft, in der Gefangenschaft Russlands, weil es so viel Energie aus Russland bezieht&#8221;, sagte Trump. Dies veranlasste die damalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in höflichen Kreisen als letzte ernstzunehmende Führungspersönlichkeit des Westens gelobt worden war, zu der Aussage, dass ihr Land &#8220;unsere eigene Politik machen und unsere eigenen Entscheidungen treffen kann&#8221;.</em></p>
<p><em>Das Ergebnis ist die schlimmste globale Energiekrise seit 1973, die die Preise für Strom und Benzin weltweit in die Höhe treibt. Im Grunde handelt es sich um eine Krise der unzureichenden Versorgung. Aber die Knappheit ist völlig konstruiert.</em></p>
<p><em>Die Europäer &#8211; angeführt von Persönlichkeiten wie Greta Thunberg und führenden Vertretern der Europäischen Grünen Partei und unterstützt von Amerikanern wie John Kerry &#8211; glaubten, dass eine gesunde Beziehung zur Erde eine Verknappung der Energie erfordert. Durch die Umstellung auf erneuerbare Energien würden sie der Welt zeigen, wie man leben kann, ohne dem Planeten zu schaden. Aber das war ein Wunschtraum. Man kann kein ganzes Stromnetz mit Sonnen- und Windenergie versorgen, denn Sonne und Wind sind unbeständig, und die derzeit verfügbaren Batterien sind nicht einmal billig genug, um große Mengen Strom über Nacht zu speichern, geschweige denn über eine ganze Jahreszeit hinweg.</em></p>
<p><em>Im Dienste der grünen Ideologie hat man das Perfekte zum Feind des Guten gemacht &#8211; und der Ukraine.</em></p>
<p><em>Beispiel Deutschland.</em></p>
<p><em>Den grünen Kampagnen ist es gelungen, die deutsche Energieunabhängigkeit zu zerstören &#8211; sie nennen es Energiewende -, indem sie den politischen Entscheidungsträgern erfolgreich eine eigenartige Version des Umweltschutzes verkauft haben. Sie bezeichnen den Klimawandel als kurzfristige apokalyptische Bedrohung für das Überleben der Menschheit und rümpfen gleichzeitig die Nase über die Technologien, die am meisten und am schnellsten zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen können: Atomkraft und Erdgas.</em></p>
<p><em>Um die Jahrtausendwende wurde in Deutschland etwa 30 Prozent des Stroms mit Kernenergie erzeugt. Aber Deutschland hat sich von seinen zuverlässigen, kostengünstigen Kernkraftwerken getrennt. (Thunberg bezeichnete die Kernenergie als &#8220;extrem gefährlich, teuer und zeitaufwändig&#8221;, obwohl der Internationale Ausschuss für Klimawandel der Vereinten Nationen sie für notwendig hält und jede größere wissenschaftliche Untersuchung die Kernenergie als die sicherste Methode zur Erzeugung zuverlässiger Energie ansieht.)</em></p>
<p><em>Bis 2020 hatte Deutschland seinen Anteil an der Kernkraft von 30 Prozent auf 11 Prozent reduziert. Dann, am letzten Tag des Jahres 2021, schaltete Deutschland die Hälfte seiner verbleibenden sechs Kernreaktoren ab. Die anderen drei sollen Ende dieses Jahres abgeschaltet werden. (Zum Vergleich: Das benachbarte Frankreich deckt 70 Prozent seines Strombedarfs mit kohlenstofffreien Kernkraftwerken).</em></p>
<p><em>Deutschland hat auch großzügig in wetterabhängige erneuerbare Energien investiert &#8211; in der Größenordnung von 36 Milliarden Dollar pro Jahr &#8211; vor allem in Sonnenkollektoren und industrielle Windturbinen. Aber auch diese haben ihre Probleme. Solarmodule müssen irgendwo aufgestellt werden, und ein Solarkraftwerk in Europa benötigt 400- bis 800-mal mehr Land als Erdgas- oder Kernkraftwerke, um die gleiche Energiemenge zu erzeugen. Für Solaranlagen muss Ackerland abgeholzt werden. Und Solarenergie wird heutzutage vor allem deshalb billiger, weil Europas Angebot an Solarmodulen durch Sklavenarbeit in Konzentrationslagern als Teil von Chinas Völkermord an den uigurischen Muslimen hergestellt wird.</em></p>
<p><em>Das Fazit ist, dass man nicht genug für Klimainitiativen ausgeben kann, um die Dinge zu verbessern, wenn man Atomkraft und Gas ignoriert. Zwischen 2015 und 2025 werden Deutschlands Bemühungen um eine umweltfreundlichere Energieerzeugung 580 Milliarden Dollar gekostet haben. Doch trotz dieser enormen Investitionen kostet deutscher Strom immer noch 50 Prozent mehr als der des atomstromfreundlichen Frankreichs, und seine Erzeugung verursacht achtmal mehr Kohlenstoffemissionen pro Einheit. Außerdem bezieht Deutschland mehr als ein Drittel seiner Energie aus</em> Russland.</p>
<p><em>Deutschland hat sich selbst eine Falle gestellt. Es könnte mehr Kohle verbrennen und damit seine Verpflichtung zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen unterlaufen. Oder es könnte mehr Erdgas einsetzen, das nur halb so viel Kohlenstoffemissionen verursacht wie Kohle, aber um den Preis der Abhängigkeit von importiertem russischen Gas. Berlin stand vor der Wahl, entweder den Zorn Putins auf die Nachbarländer loszulassen oder den Zorn von Greta Thunberg auf sich zu ziehen. Die Wahl fiel auf Putin.</em></p>
<p><em>Aufgrund dieser politischen Entscheidungen könnte Wladimir Putin die Gaszufuhr nach Deutschland abstellen und die Fähigkeit der Deutschen, zu kochen oder sich warm zu halten, schnell gefährden. Er oder sein Nachfolger werden diese Macht für jeden vorhersehbaren Winter innehaben, sofern sich nicht etwas ändert. Das ist so, als ob Sie wüssten, dass Hacker Ihre Bankdaten gestohlen haben, Sie aber Ihr Passwort nicht ändern wollen.</em></p>
<p><em>Aus diesem Grund hat Deutschland die neue Regierung Biden erfolgreich darum gebeten, sich nicht gegen eine umstrittene neue Gaspipeline aus Russland namens Nord Stream 2 zu stellen. Dies stand im Widerspruch zu den Prioritäten einer umweltbewussten Regierung: Am ersten Tag von Bidens Präsidentschaft bestand eine der ersten Amtshandlungen darin, die Keystone-XL-Ölpipeline von Kanada in die USA im Dienste der Klimaideologie zu stoppen. Aber die russische Pipeline war zu wichtig, um die gleiche Behandlung zu erfahren, wenn man bedenkt, wie abhängig Deutschland von russischen Importen ist. (Nach dem Einmarsch Russlands wurde Deutschland schließlich dazu gebracht, Nord Stream 2 vorerst zu stoppen.)</em></p>
<p><em>Als die amerikanischen Sanktionen gegen die größten russischen Banken letzte Woche in Absprache mit den europäischen Verbündeten angekündigt wurden, waren Energieprodukte natürlich ausdrücklich ausgenommen, damit Russland und Europa weiterhin ihre schmutzigen Geschäfte machen können. Einige Stimmen forderten, Russland dort zu treffen, wo es wirklich weh tut: die Unterbindung von Energieimporten. Was jedoch tatsächlich geschah, war, dass sich die europäischen Energieversorgungsunternehmen darauf stürzten, mehr Verträge für das russische Öl und Gas zu kaufen, das durch die Ukraine fließt. Das liegt daran, dass sie nach den Angriffen der Umweltschützer auf die Kernenergie und den Import von Fracking-Gas aus Amerika derzeit keine anderen guten Optionen haben. Es gibt keinen aktuellen Plan für die Energieversorgung Europas, der nicht den Kauf bei Putin vorsieht.</em></p>
<p><em>Wir sollten den Einmarsch Russlands in die Ukraine als Weckruf verstehen. Wenn wir uns für die westliche Zivilisation einsetzen wollen, brauchen wir diesmal billige, reichlich vorhandene und zuverlässige Energielieferungen, die im eigenen Land oder in verbündeten Ländern produziert werden. Nationale Sicherheit, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit erfordern eine stärkere Abhängigkeit von Kernkraft und Erdgas und weniger von Sonnenkollektoren und Windrädern, die Strom zu teuer machen.</em></p>
<p><em>Als erstes und naheliegendstes sollte Präsident Biden den deutschen Bundeskanzler Scholz auffordern, die drei Atomreaktoren, die Deutschland im Dezember abgeschaltet hat, wieder in Betrieb zu nehmen. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung kam am Sonntag, als Vizekanzler Robert Habeck, der Wirtschafts- und Klimaminister, ankündigte, dass Deutschland zumindest in Erwägung ziehen würde, seinen Atomausstieg zu stoppen. Wenn Deutschland diese drei Kraftwerke wieder in Betrieb nimmt und die Pläne zur Abschaltung der drei anderen aufgibt, dürften diese sechs Kraftwerke genug Strom erzeugen, um 11 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr zu ersetzen &#8211; ein Achtel des derzeitigen Bedarfs in Deutschland.</em></p>
<p><em>Zweitens brauchen wir eine konzertierte Aktion unter der Leitung von Biden, dem Kongress und ihren kanadischen Amtskollegen, um die Öl- und Erdgasproduktion in Nordamerika deutlich zu steigern und die Energiesicherheit unserer Verbündeten in Europa und Asien zu gewährleisten. Nordamerika ist reicher an Energie, als man sich träumen lässt. Ja, es wird teurer sein als russisches Gas, das über Pipelines geliefert wird. Aber es würde bedeuten, dass Europa sich mit Putins Krieg gegen die Ukraine befassen könnte, anstatt ihn zu finanzieren.</em></p>
<p><em>Umweltschützer lehnen diese Terminals wegen ihrer ideologischen Ablehnung jeglicher brennbarer Brennstoffe ab. Daher ist es ein gutes Zeichen, dass Bundeskanzler Scholz am Sonntag Pläne für den Bau von zwei dieser Terminals für den Empfang von nordamerikanischem Gas ankündigte, zusammen mit der Ankündigung umfangreicher neuer Militärausgaben, um Russland zu begegnen.</em></p>
<p><em>Drittens müssen die USA aufhören, Kernkraftwerke abzuschalten, und mit dem Bau von Kernkraftwerken beginnen. Jedes Land sollte in die nächste Generation von Kernbrennstofftechnologien investieren und gleichzeitig anerkennen, dass die derzeitige Generation von Leichtwasserreaktoren unser bestes Mittel ist, um im eigenen Land Energie zu erzeugen, und zwar ohne Emissionen, genau jetzt. Was Sie über Abfälle gehört haben, ist meist Pseudowissenschaft. Die Lagerung gebrauchter Brennstäbe ist ein triviales Problem, das weltweit bereits durch die Aufbewahrung in Stahl- und Betonbehältern gelöst wurde. Je mehr Atomstrom wir erzeugen, desto weniger Öl und Gas müssen wir verbrennen. Und desto weniger wird der Westen von Russland kaufen müssen.</em></p>
<p><em>Putins unnachgiebige Konzentration auf die Energiewirklichkeit hat ihn in eine stärkere Position gebracht, als ihm jemals hätte zugestanden werden dürfen. Es ist noch nicht zu spät für den Rest des Westens, die Welt vor tyrannischen Regimen zu retten, die durch unseren eigenen Energie-Aberglauben ermächtigt wurden.</em></p>
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		<title>Eindrücke von der Smarter E Europe Restart 2021</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2021 07:35:23 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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Messezeit in München! Endlich wieder einmal eine richtige Veranstaltung, die nicht nur virtuell stattfinden konnte, sondern ganz echt wie in alten Zeiten. Die Veranstalter wurden auch nicht müde, bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass es sich um eine „Präsenzmesse“ handelt. Eine mit Ständen, mit Produkten zum Angreifen, mit jeder Menge Besucher und vielen [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Kondensatoren.png"><img class="size-thumbnail wp-image-8245" title="Kondensatoren" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Kondensatoren-150x150.png" alt="Kond" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Messezeit in München! Endlich wieder einmal eine richtige Veranstaltung, die nicht nur virtuell stattfinden konnte, sondern ganz echt wie in alten Zeiten. Die Veranstalter wurden auch nicht müde, bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass es sich um eine „Präsenzmesse“ handelt. Eine mit Ständen, mit Produkten zum Angreifen, mit jeder Menge Besucher und vielen Möglichkeiten zu guten Gesprächen. Die Verantwortlichen hatten diesmal aus Vorsicht gleich vier Themen zusammengelegt, für fast jeden etwas, um zu diesem Neustart ein Aussteller- oder Besucherfiasko von vornherein auszuschließen.</p>
<p><span id="more-8244"></span>Es ging bei dieser E Europe 2021 nicht nur um die Intersolar mit neuesten Entwicklungen in der Solartechnik, diesmal ausschließlich in Form von Photovoltaik, sondern auch um Elektromobilität, also um Ladeinfrastruktur und alles was dazugehört. Dazu kam das wichtige Thema elektrische Speichertechnik, zentral darin Batterien und Akkus in den verschiedensten Konfigurationen und letztlich das Thema Systemtechnik, gemeint ist die Verknüpfung aller möglichen Komponenten zu einem stimmigen Ganzen, das dem Nutzer das liefert, was er sich erwartet. Grund genug, sich ein Update zu holen von dort, wo zurzeit „die Musi spielt“, wie man vermutlich auch in Bayern so sagt.</p>
<p><strong>Motivation</strong></p>
<p>Ich hab‘ einen lieben Freund, den Alfred Lang, einen gestandenen Experten auf diesen Gebieten, der als Praktiker schon so ziemlich alles davon in irgendeiner Weise umgesetzt hat, und zwar in seinem eigenen Haus. Das wäre jetzt ein eigenes Thema, das wir hier nicht weiterverfolgen wollen, weil es eh schon in mehreren Fachzeitschriften vorgestellt worden ist. Alfred ist also zu den vorhin aufgezählten Themen bestens informiert. Zudem hat er die seltene Gabe, seine Gesprächspartner von seinen neuesten Ideen und Vorhaben auf Anhieb zu begeistern. So hat er es bisher immer wieder geschafft, mich zur Messe zu dirigieren, obwohl mein fachliches Kerngebiet etwas außerhalb der Messethemen liegt.</p>
<p><strong>Anmarsch</strong></p>
<p>Etwas außerhalb ist auch unser Quartier, außerhalb von München, wir wohnen in einem netten, kleinen, verkehrsmäßig sehr gut angebundenen und dennoch ruhig gelegenen Hotel, die freundschaftlichen Verbindungen von Alfred nach hierher machen es möglich (nochmals Dank an Uschi!). Die Bushaltestelle erreichen wir mit wenigen Schritten, in einigen Minuten sind wir am lokalen Bahnhof, mit der S-Bahn geht’s zum Hauptbahnhof München, dann mit der U-Bahn bis zum Messegelände. Alles sehr komfortabel und entspannt. Aber natürlich mit Maske. Ganz kurzer Weg noch zum Messeportal. Dann hat’s für mich am ersten Besuchstag allerdings nicht mehr so gemütlich ausgeschaut.</p>
<p><strong>Andrang</strong></p>
<p>Die Sache war nämlich die: Ich musste natürlich meinen 3G-Nachweis erbringen. Die von einem Aussteller bereitgestellten Eintrittsgutscheine für zwei Messetage konnte ich zuhause problemlos herunterladen. Dann hätte ich den elektronischen 3G-Nachweis hochladen sollen. Das ist daran gescheitert, dass einer meiner Vornamen auf den Eintrittskarten nicht vollständig mit dem auf dem 3G-Nachweis übereingestimmt hat. Sowas geht nicht, schon gar nicht in Deutschland. Also musste ich mich zu bereits auf eine 3G-Prüfung Wartenden anstellen: Sechs Reihen zu geschätzt jeweils hundert bis hundertfünfzig Personen, die offenbar das gleiche oder ein ähnliches Problem hatten, die meisten davon nicht deutschsprachig.</p>
<p><strong>Nachweis</strong></p>
<p>Meine Rettung naht nach etwa zwanzig Minuten in Form eines wendigen Offiziellen, der mich als der deutschen Sprache mächtig und vermutlich ob meines fortgeschrittenen Alters als irgendwie hilfsbedürftig identifiziert, mein Handy scannt, nickt und mich zum Durchlass bugsiert. Uff! Nächste Barriere, wieder warten. Aber dann: Mein Gutschein wird gescannt, eine Schranke öffnet sich und meine Eintrittskarte („Tag“ heißt diese Hundemarke, die man am Halsband trägt, sprich Tääg, wir sind hier auf einer internationalen Messe) wird gedruckt. Hurra, ich bin drin, die letzten hundert Meter in nur einer halben Stunde!</p>
<p><strong>Eintritt</strong></p>
<p>Alfred, bei dem natürlich schon im Vorfeld alles bestens geklappt hat, ist längst irgendwo unterwegs. Wir vereinbaren telefonisch einen Treffpunkt und beginnen wie sonst immer auch in der Halle, die am weitesten vom Eingang weg ist, denn dort ist die Drängerei am geringsten. Die Stimmung der Besucher scheint gut, auch die der Aussteller. Es sind nur wenige Hallen belegt, aber es ist wie immer hier alles perfekt organisiert, gekennzeichnet, übersichtlich, gut gestylt. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. – Das Sprachengewirr ist beachtlich, kein Wunder bei Besuchern aus 93 Ländern, wie später bekannt wurde. Es war daher auch verständlich, dass die Vorträge in drei der vier Konferenzarenen ausschließlich in Englisch gehalten wurden.</p>
<p><strong>Speichermedien</strong></p>
<p>Wir nahmen sehr viele Eindrücke mit von dem, was so läuft. Fachlich hatten wir uns vor allem von der elektrischen Speichertechnik Neues erhofft. Aber die Schau war diesbezüglich wenig ergiebig, denn zu den allgegenwärtigen Lithium-Ionen-Dingern fand sich aus Sicht des Experten lediglich eine praktisch brauchbare Alternative: Wickel-Kondensatoren auf Graphen-Basis. Ein derartiges Speicherelement ist so groß wie zwei Männerfäuste und fasst dreißig Amperestunden bei 2,4 Volt. Stromspeicherung ganz ohne Chemie. Wird gefertigt natürlich in China und anderen asiatischen Ländern. Nachteil allerdings: Doppelt so schwer und doppelt so teuer wie herkömmliche Speichermedien.</p>
<p><strong>Gebäudeintegration</strong></p>
<p>Noch stärker als in bisherigen Messen ersichtlich waren die Bestrebungen verschiedenster Hersteller um Gebäudeintegration von PV-Moduln. Letztes Ziel scheint es zu sein, jedes halbwegs brauchbare Fleckchen an Dächern, Fassaden, aber auch an Fenstern und Türen, Carports, Flugdächern etc.  für die Energiegewinnung zu nutzen. Ernüchternd aber einige Kongressvorträge, die zeigten, dass die Gebäudeeinbindung in der Praxis vor allem in Mitteleuropa durch gesetzliche Vorschriften stark behindert wird. Einer der größten Anbieter, der weltweit erfolgreich tätig ist, zeigte auf, dass er allein schon wegen der rigorosen Vorschriften zum Brandschutz in Deutschland noch kein einziges Projekt realisieren konnte.</p>
<p><strong>Systemtechnik</strong></p>
<p>Mit der Fülle der verschiedensten Komponenten von Energieanlagen allein kann der praxisorientierte Anwender nicht viel anfangen. Gefragt sind Systeme, die erforderliche Bausteine zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen: PV-Module, Wechselrichter, Speichermanagement, Einbindung von Ladestationen, Power to Heat, Umschaltung Insel- zu Netzbetrieb, Lastmanagement, und, und, und … Der in solchen Sachen sehr anspruchsvolle Alfred fand unter ein paar Dutzend Anbietern lediglich drei, die seine komplexen Anforderungen zu erfüllen versprachen, eines aus der Schweiz, ein weiteres aus den Niederlanden und ein drittes aus Israel.</p>
<p><strong>Elektromobilität</strong></p>
<p>Last but not least die elektrische Fortbewegung. Eine ordentliche Menge an mehrheitlich luxuriösen Fahrzeugen. In meiner Sicht als Maschinenbauer allesamt viel zu schwer, viel zu groß, auch zu klobig und viel zu teuer. Das mag jetzt brutal klingen, aber bislang scheint mir wirklich nur Tesla einen neuen und zielführenden Weg zu gehen, der auch so etwas wie Leichtbau berücksichtigt. Alle anderen werden sich wohl was einfallen lassen müssen. Ein eigener Schwerpunkt: Autos mit Wasserstoffantrieb, von denen ich offen gesagt nicht weiß, was ich von ihnen halten soll. Einziger Lichtblick in anderer Hinsicht: Die wirklich saubere und formschöne Studie eines Supersportwagens unter dem geschichtsträchtigen Namen „Hispano-Suiza“, einer Luxusmarke aus der Zwischenkriegszeit des zwanzigsten Jahrhunderts.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Trotz der wenigen Neuerungen waren wir insgesamt mit den Ergebnissen, Eindrücken und Erkenntnissen sehr zufrieden. Direkte Gespräche sind halt doch irgendwie ergiebiger als noch so gut orchestrierte Zoom-Meetings. Die Stimmung war positiv und hoffnungsvoll, das ganze Pandemie-Ding schien trotz Masken, Desinfektion, Abstand und was weiß ich noch irgendwie auf ein Nebengleis gedrängt. Und Alfred war glücklich, dass er seine tägliche Vorgabe von zehntausend Schritten quasi nebenbei locker überbieten konnte. Schlussfolgerung aus dem Ganzen? Auch nächstes Mal zur Smarter E Europe, so Gott will und es wieder heißt: Messezeit in München!</p>
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		<title>Neues aus dem Narrenturm (#2)</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2021 07:58:18 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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In der Turmstube herrschte wohlige Ruhe. Das Flackern des Kaminfeuers sorgte für eine unnachahmlich heimelige Atmosphäre. Selbst das Ticken der schweren Pendeluhr im Hintergrund vermochte nicht zu stören, sondern glich in seiner Gleichmäßigkeit eher einem beruhigenden Herzschlag. Die Drei im Raum hatten seit einer Weile geschwiegen, jeder in Gedanken und bequemem Gestühl versunken. Hier war [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Turm.png"><img class="size-thumbnail wp-image-7589" title="Turm" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Turm-150x150.png" alt="Turm" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>In der Turmstube herrschte wohlige Ruhe. Das Flackern des Kaminfeuers sorgte für eine unnachahmlich heimelige Atmosphäre. Selbst das Ticken der schweren Pendeluhr im Hintergrund vermochte nicht zu stören, sondern glich in seiner Gleichmäßigkeit eher einem beruhigenden Herzschlag. Die Drei im Raum hatten seit einer Weile geschwiegen, jeder in Gedanken und bequemem Gestühl versunken. Hier war kein Platz für lautstarkes Debattieren. Kurze Diskussionen verebbten bald, so wie die Flammen im Kamin allmählich kleiner wurden, dann zu erlöschen schienen und bald nur noch ein orangefarbener Gluthügel dahingloste.</p>
<p><span id="more-7705"></span></p>
<p>Der Neue erhob sich schwungvoll und legte ein großes Holzscheit nach. „Wir heizen hier mit Holz, daher umweltfreundlich und CO2-neutral“ meinte er mit zufriedenem Unterton.</p>
<p>Die Männer sahen dem Glosen schweigend zu, bis am Scheit die erste kleine Flamme hochzüngelte.</p>
<p>Der Eine, den sie hier den Professor nannten, räusperte sich: „Wer hat Dir den Unsinn erzählt?“</p>
<p>„Aber das ist doch Allgemeinwissen. Holzverbrennen wird sogar sehr gefördert. Es hinterlässt keinerlei CO2-Dings…“ wandte der Neue etwas verdutzt ein.</p>
<p>„Blödsinn!“ unterbrach der Professor barsch.</p>
<p>„Beim Verbrennen von Holz wird so viel CO2 frei wie von Kohle. Deutlich mehr als aus Öl oder Gas. Das zeigt eine einfache Verbrennungsberechnung. Dass man einheimisches Holz verbrennt, erspart natürlich Importe von Öl und Gas und macht uns weniger abhängig … nur dem sogenannten „Klimaschutz“ bringt das nichts, auch wenn das alle behaupten mögen. Denn CO2 ist und bleibt CO2, egal woher es kommt…“ Der Professor rückte seine Brille zurecht und fasste den Neuen ins Auge. „Du bist noch nicht lange hier, das verzeiht vieles. Es braucht eben Zeit, von den Halbwahrheiten draußen loszukommen.“</p>
<p>Der Neue gab nicht auf. „Aber das CO2 aus den Bäumen war doch vorher in der Luft, war dann im Holz, ist jetzt wieder in der Luft, ein Kreislauf also, und es wird dann wieder gebunden.“</p>
<p>„Wann ist dann?“</p>
<p>„Was weiß ich, irgendwann, bald, in ein paar Tagen vielleicht, oder Wochen, Monaten …“ Des Neuen Stimme klang jetzt unsicher.</p>
<p>„Die Verweildauer von CO2 in der Atmosphäre beträgt eher Jahrhunderte oder gar Jahrtausende!“ meldete sich von hinten die sonore Stimme der Eule.</p>
<p>„Sagt zumindest Wikipedia in seinem Artikel über globale Erwärmung.“ Der Gesichtsausdruck des Alten, den sie Eule nannten, ähnelte tatsächlich frappant dem antiken Symbol für Weisheit.</p>
<p>„Sofern man dieser Quelle in Hinsicht auf Beiträge zum Klima überhaupt trauen kann,“ fügte die Eule hinzu. „In Bezug auf den sogenannten menschgemachten Klimawandel gleicht diese Plattform ansonsten ja eher einem Propagandainstrument der Klimaaktivisten.“</p>
<p>Eine Weile herrschte angespannte Stille, nur das Knistern des Feuers und das Ticken der Uhr waren zu hören.</p>
<p>„Aber wenn es Jahrhunderte dauert und das CO2 wirklich so gefährlich ist, wie die Klima-Panikmacher sagen, dann sollte man ja besser gar nix mehr verbrennen …“ platzte es aus dem Neuen heraus. „Wieso wird dann das Verbrennen von Holz sogar gefördert, wenn das so viel CO2 macht wie Kohle? Und warum wird Verbrennen von Öl und Gas, das weniger CO2 als Holz verursacht, schlecht gemacht und bald vielleicht sogar verboten?“</p>
<p>„Nur ein Narr traut sich, so etwas zu fragen…“ seufzte der Professor nachdenklich. „Antwort hab‘ ich keine. Die musst Du draußen suchen…“</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Mehr Kohlekraftwerke für weniger CO2?</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Nov 2019 19:34:47 +0000</pubDate>
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China ist der größte Kohleverbraucher der Welt. Und das mit Abstand: China allein verbraucht mehr Kohle, als der Rest der Welt zusammen! Das ist allein schon eine kaum vorstellbare Tatsache, aber noch nicht alles: Allein in China sollen neue Kohlekraftwerke mit zusammen 70.000 Megawatt Leistung in Planung sein! In Indien etwa 50.000, aber auch in [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>China ist der größte Kohleverbraucher der Welt. Und das mit Abstand: China allein verbraucht mehr Kohle, als der Rest der Welt zusammen! Das ist allein schon eine kaum vorstellbare Tatsache, aber noch nicht alles: Allein in China sollen neue Kohlekraftwerke mit zusammen 70.000 Megawatt Leistung in Planung sein! In Indien etwa 50.000, aber auch in der nicht allzu weit von uns entfernten Türkei etwa 35.000. Mehr Kohle? Von allen gängigen konventionellen Brennstoffen hat Kohle doch die höchste Emission an CO2, bezogen auf die Endenergie. Wie soll da künftig der CO2-Gehalt der Luft zurückgehen?</p>
<p><span id="more-6484"></span></p>
<p><strong>Konversionsfaktoren</strong></p>
<p>Doch vorerst eine Erläuterung: Als Endenergie bezeichnet man jene Energie, die an einer Gebäudegrenze angeliefert wird. Die OIB-Richtlinie 6 enthält Konversionsfaktoren – also Umwandlungsfaktoren – die angeben, wieviel CO2 bei Verbrennung entsteht und in die Atmosphäre entweicht, bezogen auf die Endenergie. Bei Kohle werden demnach 375 g/kWh freigesetzt, etwas weniger bei Heizöl mit 310 g/kWh, deutlich weniger bei Erdgas mit 247 g/kWh. Niedriger sind die Werte für Fernwärme aus einem modernen Kraftwerk mit 75 g/kWh oder aus einem Biomasse-Heizwerk mit 59 g/kWh, für eine Biomasse-Heizung mit Stückholz werden gar nur 17 g/kWh angegeben.</p>
<p><strong>Zurück zum Kohleverbrauch </strong></p>
<p>Im Jahr 2018 hat China 1.907 Millionen Tonnen Öläquivalent an Kohle verbraucht, der Rest der Welt 1.864 Millionen Tonnen. Wobei Indien, der zweitgrößte Verbraucher weltweit gesehen, mit 452 Millionen Tonnen nicht einmal ein Viertel, die USA mit 317 Millionen Tonnen bloß ein schwaches Sechstel des chinesischen Verbrauchs erreichen. Dann folgen Japan mit 115 Millionen und Südkorea, Russland und Südafrika mit jeweils knapp unter 90 Millionen Tonnen. Erst dann scheint der größte europäische Verbraucher Deutschland auf, mit 66 Millionen Tonnen, das ist ein Dreißigstel des chinesischen und nicht einmal zwei Prozent des weltweiten Gesamtverbrauchs. Der Rest fällt fast nicht mehr ins Gewicht. Die genannten Daten stammen von BP Statistical Review of World Energy.</p>
<p><strong>Anzahl der geplanten Kohlekraftwerke</strong></p>
<p>An die in der Einleitung erwähnten Zahlen über geplante Kohlekraftwerke schließen die asiatischen Länder Vietnam, Bangladesch und Indonesien mit jeweils beabsichtigten etwa 20.000 Megawatt an. Ägypten folgt mit etwa 15.000, die Philippinen mit etwa 8.000, Südafrika, die Mongolei und Pakistan mit jeweils etwa 5.000. Dann scheinen in der vorliegenden Reihung Russland und Japan mit etwa 4.000 Megawatt in Planung auf. Erst danach sind die ersten beiden europäischen Staaten genannt: Bosnien-Herzegowina und Polen mit jeweils 3.000 Megawatt. Wiederum fällt auf, wie gering der Beitrag der europäischen Länder zu derartigen Kraftwerksbauten ist. Die genannten Zahlen sind entnommen einem Diagramm des Global Energy Monitor mit Stand Juni 2019.</p>
<p><strong>Was bedeutet das für die CO2-Reduktion?</strong></p>
<p>Klarerweise wird man bei den neuerrichteten Kraftwerken davon ausgehen dürfen, dass sie dem neuesten Stand der Technik entsprechen werden. Manche davon werden solche alten Anlagen ersetzen, die noch schlechte Wirkungsgrade aufweisen. In Summe gesehen muss man aber davon ausgehen, dass die meisten geplanten Kraftwerkskapazitäten dazu vorgesehen sind, den stark steigenden Energiehunger der Schwellenländer abzudecken. Wie es eingedenk dieser Tatsachen und trotz dieser zu einer allseits geforderten drastischen weltweiten Verminderung der CO2-Emissionen kommen soll, bleibt mir ein Rätsel. Können Sie mir helfen? Über Ihre Antwort würde ich mich freuen!</p>
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		<title>Die unangenehme Wahrheit zum Klima-Wahlkampf</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Aug 2019 06:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Wahlwerbende Politiker werden sich in den nächsten Wochen in Vorschlägen zur Klimarettung überbieten. Von Verzicht auf Fleischkonsum, Beschränkung von Autofahrten, Umstieg auf Wasserstoff, Solarstrom für Behörden, Einführung von CO2-Steuern etc. wird die Rede sein. Allesamt noble Anregungen, als Maßnahmen zur Klimaentlastung aber bedeutungslos. Warum? Weil wir Österreicher, Europäer und Bewohner entwickelter Länder endlich einer ernüchternden [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Wahlwerbende Politiker werden sich in den nächsten Wochen in Vorschlägen zur Klimarettung überbieten. Von Verzicht auf Fleischkonsum, Beschränkung von Autofahrten, Umstieg auf Wasserstoff, Solarstrom für Behörden, Einführung von CO2-Steuern etc. wird die Rede sein. Allesamt noble Anregungen, als Maßnahmen zur Klimaentlastung aber bedeutungslos. Warum? Weil wir Österreicher, Europäer und Bewohner entwickelter Länder endlich einer ernüchternden Tatsache ins Auge sehen müssen: selbst wenn die gesamte industrialisierte Welt morgen alle ihre menschgemachten Emissionen einstellt, ist das Weltklima nicht zu retten.</p>
<p><span id="more-6254"></span></p>
<p>Die Prognosen der Internationalen Energieagentur in Paris und der Energy Information Agency in Washington zeigen, dass bis 2040 der Energieverbrauch der Industrieländer ab-, der der Schwellenländer dafür drastisch zunehmen wird. Nur ein Teil davon wird über saubere Energiearten aufgebracht werden können. Im Jahr 2040 werden 75% der Emissionen von Schwellenländern kommen. Die Industrieländer – allen voran Europa – werden ein stattliches Maß an Primärenergiebedarf eingespart haben, die restliche Welt dafür mehr als das 10fache dessen zusätzlich benötigen.</p>
<p><strong>Eine Halbierung der Emissionen ist nicht in Sicht</strong></p>
<p>Die Hauptursache für die globale Erwärmung sieht der Weltklimarat im Ausstoß von CO2 aus Verbrennung von Kohle, Öl und Gas. Wollte man das vom Rat angepeilte 1,5-Grad-Ziel erreichen, wäre bis 2040 die Halbierung dieser Emissionen notwendig. Die erwähnten Prognosen sehen eine solche aber nicht. Sie könnte auch nur dann gelingen, wenn Schwellenländer die notwendigen Maßnahmen treffen, weil – siehe oben – noch so strikte Bemühungen der Industrieländer nicht ausreichen. Wir sind so gesehen machtlos, die Entscheidung über unser Klima liegt in Ländern wie China und Indien.</p>
<p><strong>Die Ursachen sind einfach</strong></p>
<p>Die übrige Welt will ihren Lebensstandard an den westlicher Länder heranführen. Allein der Bedarf an elektrischem Strom in den vorhin genannten Ländern steigt enorm: China wird 2040 um jene Strommenge mehr verbrauchen, die heute die Vereinigten Staaten benötigen, Indien umso viel mehr, wie heute die Europäische Union. Und diese zusätzlichen Strommengen werden überwiegend aus Kohle erzeugt. Dazu wird zum Beispiel ab Oktober die ausschließlich diesem Zweck dienende neue Menghua-Bahn jährlich 200 Millionen Tonnen Kohle aus der inneren Mongolei nach Jiangxi in Ostchina transportieren.</p>
<p><strong>Können wir trotzdem etwas tun? </strong></p>
<p>Niemand geringerer als Bill Gates verweist in einem Twitter-Kommentar auf einen Beitrag des Journalisten David Roberts im Online-Journal „Vox“. Der Journalist kommt nach seinem Befund über die derzeitige Situation zum Schluss, dass der Menschheit nur grundlegende Innovationen helfen können, die zu neuen sauberen Energieformen führen. Die müssten noch dazu deutlich billiger sein als konventionelle, um Schwellenländern einen Anreiz zum Umstieg zu geben. Dafür seien geballte wissenschaftlichen Anstrengungen verschiedenster Disziplinen notwendig, die von den Industrieländern angeführt werden müssten. Die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse sollten allen Ländern kostenlos zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong>Sind wahlkämpfende Politiker klug genug?<br />
</strong></p>
<p>Demnach wäre auch unser Land aufgerufen, aktiv zu werden. Politiker erreichen nichts, wenn sie unter Anfeuerungen von Alarmisten wie aufgescheuchte Hühner irgendwelche Schlagworten nachgackern. Stattdessen sollten sie sich für Anstoß und Finanzierung eines internationalen Forschungs- und Entwicklungsaufbruchs einsetzen, der alle verfügbaren klugen Köpfe einbindet und dem sich andere Länder nicht verschließen können. Österreichs Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstitutionen könnten dazu in hervorragender Weise beitragen. Zentrale Frage: sind unsere Politiker verantwortungsbewusst genug?</p>
<p>Quellen:</p>
<p><a href="https://www.iea.org/weo2017/">https://www.iea.org/weo2017/</a></p>
<p><a href="https://www.eia.gov/outlooks/ieo/">https://www.eia.gov/outlooks/ieo/</a></p>
<p><a href="https://www.vox.com/energy-and-environment/2019/7/11/20688611/climate-change-research-development-innovation?linkId=71122763">https://www.vox.com/energy-and-environment/2019/7/11/20688611/climate-change-research-development-innovation?linkId=71122763</a></p>
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		<title>Klimawandel – Was können wir wirklich tun?</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2019/06/14/klimawandel-%e2%80%93-was-konnen-wir-wirklich-tun/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2019 06:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Ein ohne Kopf am Hof umherlaufendes Huhn war Grund eines meiner kindlichen Schockzustände. Das für Zubereitung eines Mittagessens gedachte Geflügel war nach seiner Enthauptung vom Hackstock gesprungen und es schien, als wollte es mittels Schluss-Sprint auf sein gravierendes Überlebensproblem aufmerksam machen. Ähnlich kopflos kommen mir im Moment die Aktionen von Klima-Alarmisten vor, auch sie wollen [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Ein ohne Kopf am Hof umherlaufendes Huhn war Grund eines meiner kindlichen Schockzustände. Das für Zubereitung eines Mittagessens gedachte Geflügel war nach seiner Enthauptung vom Hackstock gesprungen und es schien, als wollte es mittels Schluss-Sprint auf sein gravierendes Überlebensproblem aufmerksam machen. Ähnlich kopflos kommen mir im Moment die Aktionen von Klima-Alarmisten vor, auch sie wollen auf ein Überlebensproblem aufmerksam machen, und seien es nur die leeren Kassen diverser NGOs. Techniker raten diesfalls aber zu kühlem Kopf und Schockverzicht.</p>
<p><span id="more-6155"></span></p>
<p>Zwar ist eine nüchterne Diskussion über das Für und Wider des menschgemachten Klimawandels nicht mehr möglich und auch gar nicht mehr sinnvoll, weil die in der Öffentlichkeit geführte Auseinandersetzung darüber schon längst ins Religiöse abgeglitten ist. Denn eine heilige Allianz von Teilen der Politik, Presse und Wissenschaft hat dazu die Diskussions- und Aktionshoheit übernommen. Sie lässt Kinderkreuzzüge stattfinden, macht gesellschaftlichen Druck und droht allen, die dem Mainstream nicht folgen wollen, sie als Klimaketzer an den medialen Pranger zu stellen.</p>
<p>Ingenieure sehen die Sache eher nüchtern. Mit dem Ziel, möglichst viele CO2-Emissionen einzusparen, rennt man bei Energietechnikern offene Türen ein. Denn die ausgestoßene Menge dieses Gases ist Resultat von Energieverbrauch, und den gilt es zu reduzieren. Das  – Klimawandel hin oder her – nicht nur aus ökologischen, sondern aus ökonomischen Gründen. Denn ein Merkmal der Energietechnik ist, dass Einsparungen im Verbrauch sich positiv auf die Umwelt auswirken. Dabei ist aber immer zu beachten, dass die dafür erforderlichen Maßnahmen nachhaltig sind und die aufzubringenden Investitionen leistbar.</p>
<p>Um von konventionellen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas loszukommen, wurden stets zwei Strategien verfolgt: Erstens Einsparen durch höhere Energieeffizienz –zum Beispiel durch sparsamere Antriebe für Fahrzeuge – und zweitens Umstieg auf Erneuerbare Energien. Beide Strategien haben auch gute Ergebnisse gebracht, was die Berichte der Internationalen Energieagentur bestätigen. Nur war das weltweite Anwachsen des Energieverbrauchs so gewaltig, dass beide Strategien zusammengenommen nur einen kleineren Teil beitragen konnten und der Löwenanteil mit konventionellen Energieträgern abgedeckt werden musste.</p>
<p>Wo kann man ansetzen? Die höchsten Anstiege an Emissionen wurden durch steigenden Strombedarf von Schwellenländern verursacht, die auf den Energieträger Kohle setzten. Erneuerbare Energien wie Solar oder Wind stoßen wegen ihrer geringen Energiedichte insbesondere in Ballungszentren schnell an ihre Grenzen. Saubere Kernenergie durch Fusion ist ein Hoffnungsgebiet, aber immer noch Gegenstand grundlegender Forschungsarbeit und vielleicht noch zehn bis zwanzig Jahre vom Durchbruch entfernt. Für CO2-Abscheidung aus der Luft laufen mehrere Dutzend Entwicklungsprojekte mit ungewissem Ausgang.</p>
<p>Was bleibt übrig? Nicht viel. Natürlich kann jeder Einzelne hier bei uns in Europa seine Energieverbräuche zu vermindern suchen, etwa mehr Gehen oder Radfahren oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen und vieles andere mehr. Aber die Welt retten werden wir damit nicht, und auch Selbstkasteiung durch noch mehr Steuern wird das nicht bringen. Panik hilft erst recht nicht. Europa verantwortet zwölf Prozent der CO2-Emissionen. Gewiss immer noch zu viel, aber angesichts des steigenden Energiehungers der Schwellenländer fast nicht ausschlaggebend. Bleibt die Hoffnung, dass uns Technikern bald etwas einfällt …</p>
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		<title>Europas Klimarettungsversuche: Nobel, aber sinnlos?</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2018/06/01/europas-klimarettungsversuche-nobel-aber-sinnlos/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Jun 2018 05:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Europa kann und wird das Weltklima nicht retten. Das ist die nüchterne Erkenntnis eines Technikers, der sich gerne ein Bild macht anhand von Zahlen, Daten und Fakten. Hysterischer Klima-Alarmismus ist ohnehin seine Sache nicht, das Nachplappern irgendwelcher Stereotypen auch nicht, egal wie sehr sich diese in der öffentlichen Meinung festgekrallt haben. Schon gar nicht dann, [...]]]></description>
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<dl id="attachment_5069" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Europa kann und wird das Weltklima nicht retten. Das ist die nüchterne Erkenntnis eines Technikers, der sich gerne ein Bild macht anhand von Zahlen, Daten und Fakten. Hysterischer Klima-Alarmismus ist ohnehin seine Sache nicht, das Nachplappern irgendwelcher Stereotypen auch nicht, egal wie sehr sich diese in der öffentlichen Meinung festgekrallt haben. Schon gar nicht dann, wenn damit von verschiedenen Interessensgruppen, NGOs und Aktivisten Stimmung gemacht wird in Richtung von neuen finanziellen Lasten, die die Gesellschaft um des schieren Überlebens willen auf sich zu nehmen haben werde.</p>
<p><span id="more-5549"></span></p>
<p>Techniker haben damit schon leben gelernt, dass CO<sub>2</sub>, das dem Wesen nach eine zentrale Funktion im Kreislauf irdischen Lebens erfüllt, zum gefährlichen „Klimagas“, ja gar zum „Klimakiller“ und damit zum Angelpunkt der Klimaänderung hochstilisiert worden ist. Das Gas wird bei Verbrennungsvorgängen freigesetzt und es ist keine Frage, dass Emissionen vermindert und verhindert werden sollen, wo immer dies möglich erscheint, durch effiziente Verwendung von Ressourcen und durch Einsatz von erneuerbarer Energie. Das ist allein schon ein Gebot der ökologischen und ökonomischen Vernunft.</p>
<p><strong>Immer mal sachte</strong></p>
<p>Aber es ist noch lange kein Grund zu Dämonisierung und zu hektischem Aktivismus in Richtung Klimakatastrophe. Denn zum einen besagt das Gesetz der langsam heraufziehenden Katastrophen, dass Menschen sich rechtzeitig darauf einstellen und Maßnahmen zur Abwehr oder Abminderung treffen werden. Und zum zweiten ist die renommierte Klima-Wissenschaftlerin Judith Curry der Ansicht, dass kein einziges der bisher existenten Klimamodelle in ihren Prognosen so verlässlich und aussagekräftig ist, dass sich daraus gesetzliche Maßnahmen begründen oder rechtfertigen ließen.</p>
<p><strong>Emissionsriesen China und USA …</strong></p>
<p>Aber wir wollten von Fakten reden. Die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris hat ein waches Auge auf die globalen Entwicklungen in allen Sektoren, in denen Energie verbraucht wird und somit natürlich auch auf die Situation rund um das CO<sub>2</sub>. Die folgenden Zahlenangaben stammen von deren Internetseite <a href="http://www.iea.org">www.iea.org</a> und sind für jedermann einsehbar. Für das Jahr 2015 liegen Emissionsdaten vor. Demnach war der größte Verursacher von CO<sub>2</sub>-Emissionen die Volksrepublik China mit einem globalen Anteil von 28,13 Prozent – also mehr als einem Viertel – gefolgt von den USA mit 15,47 Prozent.</p>
<p><strong>… Emissionszwerge Deutschland und Österreich</strong></p>
<p>An dritter Stelle der großen Emittenten liegt die Europäische Union mit einem Anteil von 9,91 Prozent, also knapp einem Zehntel, gefolgt von Indien mit 6,40 Prozent. Wenn wir einzelne Länder betrachten: Deutschland – die Industrie- und Exportnation schlechthin – liegt bei lediglich 2,36 Prozent und schließlich Österreich, das einen Anteil von 0,19 Prozent der globalen CO2-Emission zu verantworten hat. Bemerkenswerte Erkenntnis: <span style="text-decoration: underline;">Mehr als neunzig Prozent der weltweiten durch Verbrennung verursachten Emissionen an CO<sub>2</sub> werden außerhalb der Europäischen Union verursacht.</span> Soweit die Statistiken der IEA.</p>
<p><strong>Wie sieht die Zukunft aus?</strong></p>
<p>Über den CO<sub>2</sub>-Anstieg kursieren Prognosen, die verschiedene Szenarien voraussetzen, wobei letztere wiederum von unterschiedlichen politischen Maßnahmen abhängig gemacht werden. Jedenfalls sind diese Modellrechnungen der Klimaforscher das momentane Spielfeld der Diskussionen um den Klimawandel, wobei immer noch strittig ist, wie hoch der menschengemachte Anteil tatsächlich sein kann. Das ist aber nicht Gegenstand unserer Erörterungen hier. Die IEA hat aber Pfeile im Köcher, die hier einen Ausblich auf das geben könnten, was auf uns zukommen wird.</p>
<p><strong>Nur die erste Welt spart ein …</strong></p>
<p>Für den Zeitraum von 2016 bis 2040 sagt sie für die Welt folgende Entwicklungen des Verbrauches an Primärenergie voraus: Europa wird Musterschüler sein, am meisten einsparen und sei hier als Vergleichsmaßstab gesetzt. Japan und die USA zusammengenommen werden weniger als halb so viel einsparen. Alle übrigen Regionen werden mehr verbrauchen: Indien das Fünffache, China das Vierfache, Afrika, Südostasien und der Mittlere Osten jeweils mehr als das Doppelte dessen an Zuwachs verzeichnen, was Europa einspart, auch Südamerika und Russland werden zusammengenommen ihren Verbrauch um das Doppelte der Einsparungen Europas steigern.</p>
<p><strong>… der Rest der Welt steigert seinen Verbrauch </strong></p>
<p>Jetzt kann man entgegnen: In den Zunahmen ist der starke Ausbau erneuerbarer Energie zu berücksichtigen, etwa in China von Wind- und Solarenergie. Das ist richtig. Auch werden im Individualverkehr wegen Zunahme von Elektrofahrzeugen Emissionen sinken. Allerdings wird der erneuerbare Anteil insgesamt immer noch nur einen Bruchteil der Steigerungen abdecken können. In wichtigen Feldern ist zum Beispiel Öl aus heutiger Sicht nach wie vor unersetzlich, etwa im stark zunehmenden Transport auf Land und See (Dieselmotoren) und in der Luft (Gasturbinen).</p>
<p><strong>Was bedeutet das alles?</strong></p>
<p>Wenn wir die Angaben auf Basis der Daten von IEA zusammenfassen bedeutet das grob gesagt, dass der weltweite Energieverbrauch der Länder außerhalb Europas bis 2040 um das fast Zwanzigfache dessen wachsen wird, das Europa unter großen Anstrengungen einsparen wird. Das sind genau die Länder, die jetzt schon für mehr als neunzig Prozent aller CO<sub>2</sub>-Emissionen verantwortlich sind. Während in China bereits rigorose Maßnahmen zum Umweltschutz gesetzt werden, darf bezweifelt werden, dass moderne Standards in den jenen Teilen der Welt ausreichend schnell Platz greifen, die höheren Lebensstandard erreichen wollen. So gesehen erscheinen die Absichten Europas sehr nobel, aber weitgehend sinnlos.</p>
<p><strong>Was ist zu tun?</strong></p>
<p>Erstens kann ich nur hoffen, dass ich mich in meinen Schlussfolgerungen irre. Zweitens wäre zu überlegen, ob wir angesichts dieser wahren Probleme unseren Klimakatastrophen-Alarmismus dämpfen, mit jeglicher überzogenen energiepolitischen Justament-Selbstkasteiung aufhören, Nüchternheit einkehren lassen und nachdenken, was global gesehen wirklich von Bedeutung ist. Selbstverständlich wird man weiterhin alles ökologisch und ökonomisch Sinnvolle tun, um unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden. Aber das überzogene Geschrei der Pressure-Groups und NGOs sollte aufhören und wir sollten angesichts der wahren Gegebenheiten gemeinsam nach echten Lösungen suchen und überlegen was jeder von uns dazu beitragen kann.</p>
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