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	<title>Sonnek &#187; Energieeffizienz</title>
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		<title>Elektrische Energiequellen: Energieertrag und -aufwand</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2025 05:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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(IRS) – Der Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen lässt manche Beobachter auf eine rasche Transformation hoffen: Dass in nicht allzu ferner Zukunft alle elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen kommen möge. Dass diese Erwartung nicht realistisch ist, hat Bjorn Lomborg aus Dänemark gezeigt (siehe Blog-Beitrag vom 11.07.2025) und auch Vaclav Smil aus Kanada hat darauf hingewiesen [...]]]></description>
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<dl id="attachment_5192" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-5192" title="Blitz" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Blitz2-150x150.jpg" alt="Blitz" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) – Der Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen lässt manche Beobachter auf eine rasche Transformation hoffen: Dass in nicht allzu ferner Zukunft alle elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen kommen möge. Dass diese Erwartung nicht realistisch ist, hat Bjorn Lomborg aus Dänemark gezeigt (siehe Blog-Beitrag vom 11.07.2025) und auch Vaclav Smil aus Kanada hat darauf hingewiesen (siehe Blog-Beitrag vom 07.06.2024). – Eine bereits seit längerem vorliegende Studie bewertet elektrische Energiequellen rein auf Basis physikalischer Gegebenheiten und lässt ebenfalls Schlüsse zur künftigen Rolle der Erneuerbaren zu.</p>
<p><span id="more-11011"></span></p>
<p><strong>EROI – Energy Returned on Invested Energy</strong></p>
<p>Die Studie wurde von den Herren D. Weissbach, F. Herrmann, G. Ruprecht und A. Huke, sowie von weiteren Autoren bereits 2013 publiziert (eine im Internet verfügbare Version 2018 ist inhaltlich identisch, Link siehe unten) und trägt den etwas sperrigen Titel &#8220;Energy intensitites, EROI (energy returned on invested), for electric energy sources&#8221; („Energieintensitäten, EROI [Energy Returned on Invested Energy, Energieertrag im Verhältnis zum Energieaufwand] für elektrische Energiequellen“). Zu erwähnen ist, dass die genannten Verfasser Mitarbeiter des Instituts für Festkörper-Kernphysik GmbH in Berlin sind oder waren.</p>
<p><strong><em> </em>Höherer EROI bedeutet höhere Leistungsfähigkeit </strong></p>
<p>Der in der genannten Studie definierte und ermittelte Wert EROI ist zu verstehen als dimensionslose Kennzahl, die für eine bestimmte Energieerzeugungsart das Verhältnis von nutzbarer (über die Lebensdauer der Anlage erzeugter) Energie im Verhältnis zur investierter (also für die Herstellung der Anlage benötigter) Energie angibt. Je höher diese sich ergebende Zahl ist, desto besser – sprich: wertvoller – wird die entsprechende Energieerzeugungsart zu werten sein. Das bedeutet in anderen Worten, dass mit einem höheren Wert die Leistungsfähigkeit einer Technologie hervorgehoben wird.</p>
<p><strong>Rein physikalische Betrachtung</strong></p>
<p>Die Studie stellt einen physikalischen Ansatz auf der Grundlage von Exergieflüssen für die EROI-Berechnung vor und vermeidet im Gegensatz zu anderen Überlegungen z. B. Analysen von Emissionen oder Materialflüssen, wodurch die EROI unphysikalisch wird. – Exergie ist der nutzbare Anteil der Energie, der vollständig in Arbeit umgewandelt werden kann, im Gegensatz zur Anergie, die nicht nutzbar ist und sich bei Prozessen ansammelt. Während die Energie eine Erhaltungsgröße ist, kann Exergie vernichtet und in Anergie umgewandelt werden, was den Verlust an nutzbarer Energie beschreibt. Beispiele für Exergie sind elektrische Energie oder mechanische Arbeit.</p>
<p><strong>Die Ergebnisse zum EROI für einzelne Erzeugungssysteme</strong></p>
<p><strong>Solare Photovoltaik</strong> (1000 Vollaststunden) <strong>3,9</strong> (mit Speicherung <strong>1,6</strong>)</p>
<p><strong>Biogas </strong>(Mais, GuD-Kraftwerk) <strong>3,5</strong></p>
<p><strong>Windkraft </strong>(2000 Volllaststunden) <strong>16</strong> (mit Speicherung <strong>3,9</strong>)</p>
<p><strong>Solar thermisch</strong> (2300 Vollaststunden) <strong>19 </strong>(mit Speicherung  <strong>9</strong>)</p>
<p><strong>Erdgas</strong> (GuD-Kraftwerk) <strong>28</strong></p>
<p><strong>Kohle </strong>(modernes Kraftwerk)<strong> 30</strong></p>
<p><strong>Wasserkraft </strong>(mittlere Größe) <strong>49 </strong>(mit Speicherung <strong>35</strong>)</p>
<p><strong>Kernkraft</strong> (Druckwasserreaktor 1340 MW netto) <strong>75</strong></p>
<p><em>Anmerkungen: </em></p>
<p>-          Die Werte gelten für <strong>Deutschland, </strong>unter &#8220;Solar thermisch&#8221; ist ein Kraftwerk mit konzentrierenden Spiegeln im Standort <strong>Spanien </strong>zu verstehen</p>
<p>-          <strong>GuD</strong> (englisch: CCGT) bedeutet Gas- und Dampfkraftwerk: Erd- oder Biogas befeuern eine  Gasturbine, die einen Generator zur Stromerzeugung antreibt, das Abgas der Gasturbine erzeugt in einem Abhitzekessel Dampf, der wiederum über eine Dampfturbine geleitet wird, die ebenfalls einen Generator antreibt; neueste Kraftwerke dieser Art erreichen bereits Wirkungsgrade von über 60%</p>
<p>-          Eine gute <strong>grafische Darstellung</strong> dieser Ergebnisse findet sich in der Studie selbst, siehe Link unten</p>
<p><strong>Interpretation der Ergebnisse</strong></p>
<ol>
<li><strong>1. Fossile Brennstoffe weisen hohe EROI-Werte auf:</strong> Kohle- und Gas-Kraftwerke erreichen EROI-Werte von ca. 30–80 (je nach Systemgrenze), was sie zu zuverlässigen Basissystemen macht.</li>
<li><strong>2. Kernenergie zeigt überlegene Effizienz:</strong> Kernkraftwerke weisen den höchsten EROI-Wert auf (ca. 75–80), mit niedriger Materialintensität, geringem Landverbrauch pro TWh und hoher Stabilität, was sie zur effizientesten Stromquelle macht.</li>
<li><strong>3. Intermittierende Erneuerbare  weisen niedrige EROI auf</strong>: Wind- und Photovoltaik-Anlagen haben EROI-Werte von nur 4–19 (Wind) bzw. 2–7 (PV), die durch Speicherbedarf weiter sinken; ein 100% PV-System wäre für energieintensive Gesellschaften untragbar.</li>
<li><strong>4. Wasserkraft:</strong> Liegt bei ca. 50, übertrifft die intermittierenden Erneuerbaren Solar und Wind klar</li>
<li><strong>5. Vergleich der Systeme:</strong> Fossile und nukleare Systeme sind den Erneuerbaren in EROI und Systemstabilität überlegen.</li>
<li><strong>6. Mindest-EROI für gesellschaftliche Nachhaltigkeit:</strong> Für entwickelte Gesellschaften wird ein EROI von mindestens 3–5 (besser 7–10) benötigt, um überhaupt deren Funktionalität sicherzustellen; darunter kollabieren Systeme, die etwa auf Biotreibstoffen oder ungestützter Solar-und Windenergie basieren. Zur Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Wohlstandsniveaus unserer Gesellschaft ist ein durchschnittlicher EROI von ca. 30 erforderlich.</li>
</ol>
<p><span style="color: #ffffff;">A</span></p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Wie aus den Ergebnissen und deren Interpretation rasch ersichtlich ist, zeigen die niedrigen EROI-Werte für intermittierende Erneuerbare Sonne und Wind, dass sie aus derzeitiger Sicht und im gegenwärtigen Stand der technischen Entwicklung auch nur nicht annähernd imstande sind, allein die Gesellschaft mit ausreichend Energie zu versorgen. Geschuldet ist dies in erster Linie der geringen Energiedichte dieser Systeme. Sollten sie aber in Zukunft einen wesentlich höheren Beitrag zur Bereitstellung der erforderlichen Energie leisten müssen, hätte allein schon der immense Platzbedarf gewaltige Rückwirkungen auf die Art der Besiedlung, die Neuordnung der Landflächen und damit auf die Lebensrealität der Menschen.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Quelle: </strong><a href="https://www.epj-conferences.org/articles/epjconf/pdf/2018/24/epjconf_eps-sif2018_00016.pdf">https://www.epj-conferences.org/articles/epjconf/pdf/2018/24/epjconf_eps-sif2018_00016.pdf</a></p>
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		<title>Eindrücke von der Intersolar 2024</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2024 17:05:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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Nach einjähriger Abwesenheit infolge wichtiger familienbedingter Ereignisse wieder bei der Intersolar am Messegelände München-Riem! Diese Messe ist nach wie vor ein Muss-Ereignis für alle an Solarenergienutzung Interessierten. Der technische Schwerpunkt liegt dem zeitgemäßen Trend entsprechend auf Fotovoltaik (PV) und das nötige Drumherum. Aussteller kommen aus allen Weltgegenden, besonders viele aus Asien, etliche aus dem indischen [...]]]></description>
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<dl id="attachment_10071" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10071" title="Intersolar 24" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Intersolar-24-150x150.png" alt="Intersolar 24" width="150" height="150" /></dt>
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</div>
<p>Nach einjähriger Abwesenheit infolge wichtiger familienbedingter Ereignisse wieder bei der Intersolar am Messegelände München-Riem! Diese Messe ist nach wie vor ein Muss-Ereignis für alle an Solarenergienutzung Interessierten. Der technische Schwerpunkt liegt dem zeitgemäßen Trend entsprechend auf Fotovoltaik (PV) und das nötige Drumherum. Aussteller kommen aus allen Weltgegenden, besonders viele aus Asien, etliche aus dem indischen Subkontinent. Will man an einem der Stände der etwa neunhundert Aussteller problemlos Kontakt aufnehmen, tut man dies vorsichtshalber gleich auf Englisch.</p>
<p><span id="more-10070"></span>Dass ich wieder an der Seite von zwei ausgewiesenen Experten vom Fach durch die Hallen schlendern kann, erweist sich einmal mehr als besonderer Segen: Die Burgenländer Alfred Lang aus Riedlingsdorf und Ewald Samer aus Litzelsdorf haben im letzten Jahrzehnt jeweils mehrere stattliche PV-Projekte im Rahmen innovativer Gebäudekonzepte realisiert oder zumindest mit ihrem Knowhow unterstützt. Beide waren also in diesem Gebiet tätig schon lange vor dem jetzigen Boom. Alfred Lang ist Elektromeister, Ewald Samer Heizungs-etc.-Installateur-Meister und Passivhausspezialist, beide befinden sich schon einige Jahre im Un-Ruhestand.</p>
<p><strong>Spannende Zeiten</strong></p>
<p>Aus der Sicht der Fachwelt konnte die Messe kaum zu einem spannenderen Zeitpunkt kommen als jetzt. Einerseits haben große Zukunftshoffnungen und verschiedene finanzielle Förderanreize dazu geführt, dass der Markt für PV-Anlagen in europäischen Ländern zunächst äußerst stark gewachsen ist. Dass die Hoffnungen vielfach übertrieben waren, hat sich bald darauf in einem unerwarteten Rückgang gezeigt. Zugleich aber warfen vor allem chinesische Hersteller weitere, riesige Mengen an PV-Moduln und Batteriespeicher auf den Markt, mit der Folge eines starken Preisverfalls und der Erkenntnis, dass in der Solarindustrie China eine Größe ist, die den Weltmarkt dominiert.</p>
<p><strong>Chinesische Messepräsenz überwältigend</strong></p>
<p>Nicht nur den Weltmarkt, auch die Messe: Von den genannten dreitausend Ausstellern war geschätzt ein Drittel allein der chinesischen Volksrepublik zuzuschreiben. Allein schon etwa einhundertfünfzig Firmen trugen den Stadtnamen „Shenzhen“ im Firmennamen, von der  „Shenzhen Syd Network Technology Co., Ltd.“ bis zur „Shenzhen Zhongxin Green Energy Techn. Co., Ltd.“,  über fünfzig die Bezeichnung „Jiangsu“, „Jiangxi“ oder „Jiangyin“, vierzig die Bezeichnung „Guangdong“ oder „Guangzhou“, über vierzig die Bezeichnung „Zhejiang“, über dreißig die Bezeichnung „Xiamen“ usw., usw.</p>
<p><strong>Geschäftsfelder</strong></p>
<p>Nun besteht der PV-Markt nicht nur aus dem Verkauf von PV-Paneelen, sondern PV-Anlagen benötigen eine Vielzahl von weiteren Bauteilen, die dafür sorgen, dass der erzeugte elektrische Strom dorthin gelangt, wo er genutzt werden kann. Rein aus subjektiver Sicht dürfte das profitable Geschäft heutzutage eher in den Komponenten zu finden sein. Das beginnt schon bei Befestigungssystemen, von denen es eine große Vielfalt gibt, führt über Wechselrichter, Steuerungseinheiten, Speichersysteme etc. hin zu ausgeklügelten Systemen für Power-to-Heat, also Umwandlung von Solarstrom in thermische Energie dort, wo solche gebraucht wird, etwa in der Erzeugung von Brauchwarmwasser oder zur Heizungsunterstützung.</p>
<p><strong>Welche Trends sind zu beobachten?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nach Meinung der beiden Experten und aus Gesprächen mit Ausstellern:</span></p>
<p>Systeme im Mittelpunkt: Heute werden von den Anbietern Gesamtsysteme favorisiert. Die Zeit, in der über Art und Qualität von einzelnen Bausteinen diskutiert wurde, scheint vorbei zu sein.</p>
<p>Anlagenumfang: Die privaten Anlagen werden größer – was dem Preisverfall geschuldet sein mag – und Speichersysteme gehören heute schon zum Standard.</p>
<p>Elektroautos: Die Mobilität wird miteinbezogen, bidirektionales Laden wird auffällig mehr angeboten;</p>
<p>Solarstrom-Akzeptanz: Der Gratis-Sonnenstrom für Licht, Wärme und Mobilität wird von Bauherrn immer mehr akzeptiert und oft sogar gefordert.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Was mir aufgefallen ist:</span></p>
<p>Zur Größe der Messe: Vor genau zehn Jahren war nur ein Teil der Hallen belegt, heute zeigen die Hallenpläne Vollauslastung an;</p>
<p>Zur Technik der PV-Module: Für den Außenstehenden erscheint bemerkenswert, dass es trotz der Unzahl von produzierten Einheiten noch keine Norm für die Abmessungen der Solar-Paneele gibt;</p>
<p>Zur Technik der Komponenten: Alles erscheint im Vergleich zur Messe vor zwei Jahren in ausgereifter Form, was sich nicht zuletzt in besserem Design äußert;</p>
<p>Zu den Österreichern: Starke Präsenz von Firmen und Besuchern, wobei letztere von der geografischen Nähe des Messestandorts profitieren dürften.</p>
<p><strong>Menschliches </strong></p>
<p>Die beiden Experten nutzten den Messebesuch nicht nur zur Erkundung von Neuheiten, sondern auch zur Auffrischung von Kontakten mit Technikern der Hersteller und mit Ansprechpersonen von Händlern, Planern und Konsulenten, die sich im Fachgebiet PV umtun. Auch die betreffenden Firmenvertreter scheinen dies zu goutieren, sofern sie sich einen ausreichenden Zeitrahmen in ihren vollen Terminkalendern freischaufeln konnten. Standbesuche ohne vorhergehende Vereinbarung eines Gesprächstermins erwiesen sich mitunter als mühsam, wenig ergiebig und nicht sehr produktiv.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Warum es den Dieselmotor noch länger geben wird*</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2022/06/24/warum-es-den-dieselmotor-noch-langer-geben-wird/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2022 17:03:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Am 17. Februar 1897 schloss Moritz Schröter, Maschinenbauingenieur und angesehener Hochschullehrer für Theoretische Maschinenlehre an der Technischen Hochschule München, seine offizielle Prüfung des neuen Motors von Rudolf Diesel ab. Ziel der penibel durchgeführten Prüfung war es gewesen, die Wirtschaftlichkeit der Maschine herauszufinden. Damit sollte bewiesen werden, dass sie das vielversprechende Potential zu einer kommerziell vorteilhaften [...]]]></description>
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<dl id="attachment_2973" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Eta.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-2973" title="Eta" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Eta-150x150.jpg" alt="Eta" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Am 17. Februar 1897 schloss Moritz Schröter, Maschinenbauingenieur und angesehener Hochschullehrer für Theoretische Maschinenlehre an der Technischen Hochschule München, seine offizielle Prüfung des neuen Motors von Rudolf Diesel ab. Ziel der penibel durchgeführten Prüfung war es gewesen, die Wirtschaftlichkeit der Maschine herauszufinden. Damit sollte bewiesen werden, dass sie das vielversprechende Potential zu einer kommerziell vorteilhaften Anwendung besaß. Der viereinhalb Tonnen schwere und etwa 18 PS starke Motor am Prüfstand lieferte unter Volllastbetrieb ein eindrucksvolles Ergebnis ab.</p>
<p><span id="more-8709"></span></p>
<p>Der Wirkungsgrad des später nach seinem Erfinder benannten Motors betrug 26 Prozent und lag damit deutlich höher als der eines Benzinmotors. Viele Jahre theoretischer Forschung und überaus mühsamer praktischer Entwicklung unter hohem finanziellem Einsatz hatten schließlich ihren krönenden Abschluss gefunden. Man kann sich unschwer vorstellen, dass Rudolf Diesel über diese Erfolge überaus stolz und glücklich war. Gegen Ende des Jahres ließ sich durch weitere technische Verbesserungen sogar noch ein Wirkungsgrad von 30 Prozent erreichen, der damit sogar doppelt so hoch lag wie der eines damals üblichen Ottomotors.</p>
<p><strong>Die Vorteile des Dieselmotors</strong></p>
<p>Im Laufe der Jahre hat sich dieser Unterschied zwar vermindert, aber die Wirkungsgrade von Dieselmotoren bleiben immer noch um 15 bis 20 Prozent über denen von Benzinmotoren. Dieselmotoren haben einige Vorzüge: Sie verwenden einen Treibstoff, der eine höhere Energiedichte aufweist. Er enthält bei gleichem Volumen etwa 12 Prozent mehr Energie als Benzin, wodurch ein Dieselfahrzeug mit demselben Tankinhalt weiter fahren kann. Durch Selbstzündung und doppelt so hohe Verdichtung wird der Brennstoff besser ausgenützt. Der Treibstoff ist von geringerer Qualität und daher billiger als Benzin herzustellen.</p>
<p><strong>Ein langsamer Weg zum Erfolg </strong></p>
<p>Allerdings folgte auf den erfolgreichen Test von 1897 wider Erwarten und zur Enttäuschung von Rudolf Diesel nicht sofort der große Marktdurchbruch. Er hatte gehofft, dass der neue Motor aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit ein kommerzieller Selbstläufer wird, was nicht der Fall war. So dauerte es bis zum Jahr 1911, dass ein dänisches Übersee-Frachtschiff namens <em>Selandia</em> erstmals mit einem Dieselmotor ausgestattet wurde. Ja erst in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg begann sich der neue Antrieb auch im Schifffahrtswesen nach und nach durchzusetzen.</p>
<p><strong>Durchbruch in Landfahrzeugen</strong></p>
<p>Was den Einsatz zu Land betraf, begann dieser im Eisenbahntransport, gefolgt von schweren Lastwagenzügen, größeren geländegängigen Fahrzeugen, Baumaschinen und Maschinen und Fahrzeugen in der Landwirtschaft. Die Verwendung in Personenkraftwagen dauerte noch länger, erst im Jahr 1936 kam in Form des Mercedes-Benz 260D der erste Diesel-PKW auf den Markt. Besonders in Europa setzte sich der Dieselmotor in PKWs durch, sein Anteil liegt europaweit gesehen noch bei 40 Prozent. Anders war die Situation in den USA, wo Dieselmotoren wegen des niedrigeren Benzinpreises bloß einen Marktanteil von 3 Prozent erreichten.</p>
<p><strong>Unverzichtbare Hauptantriebe</strong></p>
<p>Nach Rudolf Diesels ursprünglicher Vorstellung hätte sich sein Motor eher in kleineren Leistungen durchsetzen sollen, der von vielen Herstellern erzeugt wird und ein Werkzeug zur dezentralen wirtschaftlichen Entwicklung gewesen wäre. Aber mehr als 120 Jahre später ist das genaue Gegenteil der Fall. Dieselmotoren sind konkurrenzlos in ihrer Anwendung in der Großindustrie genauso wie als Hauptantriebe im Dienste der Globalisierung. Sie sind Antriebe der großen Contaier-Frachtschiffe oder Öltanker, Frachter für Flüssiggas, Erze, Getreide usw. genauso wie von Lastkraftwagen und Lokomotiven.</p>
<p><strong>Keine Alternative in Sicht</strong></p>
<p>Es muss uns klar sein, dass viele Dinge des täglichen Bedarfs oder Gebrauchsgüter wie etwa unsere Kleidung, höchstwahrscheinlich nicht nur einmal von einem dieselbetriebenen Fahrzeug transportiert worden sind. Ohne die niedrigen Betriebskosten, hohe Zuverlässigkeit und hohe Lebensdauer dieser Motoren wäre die heutige Ausdehnung der Globalisierung nicht erreichbar gewesen, die heute unsere moderne Wirtschaft bestimmt. Dieselmotoren werden uns noch lange begleiten. Zurzeit ist weit und breit keine geeignete Alternative zu finden, die auch nur annähernd so wirtschaftlich, effizient und zuverlässig wäre.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>*) Dieser Beitrag ist eine freie Übersetzung eines Kapitels aus dem Buch „Numbers Don’t Lie – 71 Things You Need to Know About the World“ von Vaclav Smil, erschienen bei Viking, 2020</p>
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		<title>Energie: Worauf es wirklich ankommt</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2022/05/20/energie-worauf-es-wirklich-ankommt/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2022 09:56:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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Wer sich ein Berufsleben lang mit dem Thema Energie beschäftigt, kann über manche Entwicklungen ins Grübeln kommen. Mein Einstieg in das Familienunternehmen – damals noch Installationsunternehmen und schon Planungsbüro für Elektro- und Wärmetechnik und Maschinenbau – fiel in die Zeit nach der ersten „Energiekrise“, als Scheichs den Rohölpreis gehörig hinaufschnalzten und allen die Abhängigkeit von [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Wer sich ein Berufsleben lang mit dem Thema Energie beschäftigt, kann über manche Entwicklungen ins Grübeln kommen. Mein Einstieg in das Familienunternehmen – damals noch Installationsunternehmen und schon Planungsbüro für Elektro- und Wärmetechnik und Maschinenbau – fiel in die Zeit nach der ersten „Energiekrise“, als Scheichs den Rohölpreis gehörig hinaufschnalzten und allen die Abhängigkeit von Energieimporten schmerzlich bewusst wurde. Meine Konsequenz: Intensive Beschäftigung mit Sonnenenergie und Energieeffizienz. Das ist bald fünfzig Jahre her, viel hat sich inzwischen geändert. Außer der Abhängigkeit, die besteht immer noch.</p>
<p><span id="more-8647"></span></p>
<p>Knappheit – ob echt, herbeimanipuliert oder auch nur vorgetäuscht – treibt heute wie damals die Preise nach oben. Knappheit ist wieder Anlass zu fieberhaftem Suchen nach Alternativen und einem Ausweg aus der Abhängigkeit. Mancher schüttelt ungläubig den Kopf: Das Spiel ist doch seit Jahrzehnten das gleiche, haben wir denn nichts daraus gelernt? Abhängigkeit zuerst von den Öllieferländern, dann von Erdgaspipelines aus Russland. Und immer wieder sind es geopolitische Ereignisse, die eine scheinbar stabile Situation einer gesicherten Versorgung unerwartet zum Kippen bringen und fast jeden von uns empfindlich an der Geldbörse treffen.</p>
<p><strong> Der Energiehunger wird nicht kleiner </strong></p>
<p>Im Laufe der Jahre hat es auch andere Entwicklungen gegeben, die sich ablösten oder sich überlappten und die das Umdenken weiter beflügelten: Saurer Regen und Waldsterben, Ozonloch, Umweltschutz und Reinhaltung der Luft, gesetzliche Regelungen zur Energieeinsparung wie den Energieausweis und letztlich die Zuspitzung der Umweltdiskussion auf den Klimawandel. Weniger Energie verbrauchen, erneuerbare Energien nutzbar machen, lauteten  die Appelle. Der globale Verbrauch an fossilen Energien und die zugehörigen Emissionen stiegen trotzdem stetig weiter an, verursacht besonders von Schwellenländern, vor allem China.</p>
<p><strong>Eine dekarbonisierte Wirtschaft ist nicht machbar</strong></p>
<p>Was sich zurzeit in Politik und Gesellschaft zum Thema Energie abspielt, ist schierer Aktionismus, getrieben von einer grünen und linken Ideologie, die als Teil der Angstindustrie durch ihr ständiges Getrommel große Teile der Öffentlichkeit in gehirngewaschene Geiselhaft genommen hat. Diese Ideologie und ihre Verfechter scheinen längst schon blind zu sein gegenüber Gegebenheiten und Möglichkeiten, die sich in der realen Welt bieten. Wir können uns zum Beispiel eine „dekarbonisierte“ oder &#8220;klimaneutrale&#8221; Wirtschaft (also eine ohne Netto-CO2-Emission) wünschen, wir können sie uns vielleicht vorstellen, aber sie ist aus heutiger Sicht – wenn überhaupt – nicht in zwei oder drei Jahrzehnten machbar.</p>
<p><strong>Ohne fossile Brennstoffe geht auch in Zukunft nix</strong></p>
<p>Unsere gesamte industrialisierte Zivilisation ist erst möglich geworden durch den Einsatz fossiler Energien, von Kohle angefangen über Erdöl zum Erdgas. Unsere schiere Existenz ist darauf aufgebaut. Eine rasche Abkehr davon und ein völliger Übergang auf lediglich Energie aus Biomasse, Sonne und Windkraft ist nicht machbar. Der kanadische Energie-Experte Vaclav Smil weist in einem Interview, das er unlängst der New York Times gegeben hat, darauf hin, dass etwa Deutschland in den letzten 20 Jahren umgerechnet eine halbe Billion Dollar für die Energiewende ausgegeben hat, die den Anteil fossiler Brennstoffe von 84 auf 76 Prozent vermindert hat. Wie sollte man da bis 2030 oder 2035 auf netto 0 Prozent kommen, wenn noch völlig unklar ist, wie alles neu entstehende CO2 eliminiert werden könnte?</p>
<p><strong>Die Relationen beachten</strong></p>
<p>Dazu kommt noch, dass die globalen Auswirkungen solcher Bemühungen vernachlässigbar sind: Deutschland verursacht lediglich etwa 2 Prozent und Österreich etwa 0,2 Prozent der globalen CO2-Emissionen. Jede Einsparung an CO2 hierzulande wird durch laufenden Aus- und Neubau von Kohlekraftwerken allein schon durch China und Indien um ein Mehrfaches aufgewogen. Dass angesichts dieser Relationen tonangebende Politiker hier wie dort vom milliardenverzehrenden Weltenretter- und „Klimaschutz“-Syndrom getrieben zu sein scheinen, ist ohnehin unverständlich.</p>
<p><strong>Worauf es ankommt</strong></p>
<p>Heißt das jetzt, dass wir gar nichts tun sollen? Natürlich nicht! Wir können sehr wohl etwas tun. Aber Alarmismus und hektischer Aktivismus helfen nicht. Worauf es jetzt ankommt, ist etwas ganz anderes: Die Fakten müssen endlich auf den Tisch, Diskussion und Hinterfragen bisher als Tabu betrachteter Annahmen muss endlich erlaubt sein, jedes Für und Wider muss abgewogen werden können. Begrenzte Mittel müssen klug eingesetzt werden, über denkbare Lösungen muss frei und nach sachlichen Gesichtspunkten entschieden werden können. Energie nicht nur effizient (also möglichst wirkungsvoll), sondern auch effektiv (also nur so viel wie nötig) verwenden muss wieder Vorrang bekommen. Und unredlichen politischen und medialen Akteuren sollte die Bedeutung des nassen Fetzens in Erinnerung gerufen werden …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Über viele Deja vus</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2022 19:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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Den Begriff Deja-vu definiert der Duden als Erinnerungstäuschung, bei der der Eindruck entsteht, gegenwärtig Erlebtes in gleicher Weise schon einmal erlebt zu haben. Im Fall der wieder aufgeflammten Diskussion um Abhängigkeiten in der Energieversorgung, Energiepreissteigerungen und Einsparmöglichkeiten geht es aber nicht um Täuschungen, sondern um unangenehme und vor allem kostspielige Fakten, die uns mit entnervender [...]]]></description>
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<dl id="attachment_8532" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Auge.png"><img class="size-thumbnail wp-image-8532" title="Auge" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Auge-150x150.png" alt="Auge" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Den Begriff <em>Deja-vu</em> definiert der Duden als <em>Erinnerungstäuschung, bei der der Eindruck entsteht, gegenwärtig Erlebtes in gleicher Weise schon einmal erlebt zu haben</em>. Im Fall der wieder aufgeflammten Diskussion um Abhängigkeiten in der Energieversorgung, Energiepreissteigerungen und Einsparmöglichkeiten geht es aber nicht um Täuschungen, sondern um unangenehme und vor allem kostspielige Fakten, die uns mit entnervender Sicherheit und – um ein anderes geflügeltes Wort zu gebrauchen – als <em>ewig grüßendes Murmeltier </em>entgegentreten. Ein nüchterner persönlicher Rück- und ein kritischer Vorausblick.</p>
<p><span id="more-8531"></span></p>
<p>Bald werden es fünfzig Jahre her sein, dass uns die sogenannte erste Energiekrise getroffen hat. Es war 1973, bis dahin hatten wir Literpreise bei Benzin von zwei Schilling, bei Heizöl gar weit unter einem Schilling, wenn ich mich richtig erinnere. Über Nacht war das Benzin bei drei Schilling oder darüber. Der Schock war arg, die Unsicherheit groß. Ich erinnere noch, wie ein Unternehmer aus unserem Ort mit bebenden Worten das Horrorszenario von zehn Schilling an die Wand gemalt hat. Zurzeit ist Tanken sehr teuer, rein nominell für zwei Euro pro Liter Treibstoff umgerechnet bei etwa siebenundzwanzig Schilling pro Liter liegen. Nun gut, Kaufkraft und Geldwert sind heute anders.</p>
<p><strong>Erste Versuche in Solarenergie</strong></p>
<p>Zurück zu damals. Es hat dann autofreie Tage gegeben, Aufrufe zum Energiesparen, eine verzweifelte Suche nach Alternativen, um vom Öl und der Geiselhaft der Scheichs loszukommen etc., etc. 1974 fertig von der Technischen Hochschule hab‘ ich mich sofort für Sonnenenergie und deren thermische Nutzung interessiert. Viel probiert, die ersten Kollektoren gebaut, 1976 Studienreise in die USA, damals Vorbildland für die ersten Versuche mit solarbeheizten Gebäuden, viel gelernt, den Menschen daheim Vorträge gehalten, auf lokalen Messen, in Schulen, unbewusst die ersten Selbstbaubewegungen angestoßen, die sich später auf das Bundesland, ganz Österreich und darüber hinaus ausgebreitet haben.</p>
<p><strong>Umdenken </strong></p>
<p>Dazu hat ein rapides Umdenken im Baubereich begonnen, Häuser wurden gedämmt, Fenster ausgetauscht. Langsam hat sich die Situation beruhigt. Aber am Ende der Siebziger kam wieder eine Ölverknappung, vielleicht echt, vielleicht gemacht, jedenfalls wurde wieder hektisch nach Alternativen gesucht etc., etc. Das ging so weiter mit dem sauren Regen, der Wälder zerstörte, worauf man Schwefel aus allen Heizölen verbannte. Dann kam irgendwann das Ozonloch, das nicht direkt mit Energie zu tun hatte, aber mit Kältemaschinen, was letztlich zum Verbot von bestimmten Kältemitteln führte. Etliche Organisationen wurden gegründet, lokale Energieagenturen, nationale und internationale Organisationen.</p>
<p><strong>Wechselnde Motivationen</strong></p>
<p>Immer mal wieder änderten sich die Motivationen für Energiesparen, nach  angestrebter Abkehr vom Öl und dem sauren Regen kam der Umweltschutz, am Schluss ist es jetzt das Klima, das gerettet werden soll, indem man möglichst wenig CO2 produziert. Solarnutzung und Windenergie haben sich mittlerweile weiter ausgebreitet, viele Biomasse-Heizwerke wurden errichtet, Private sind von Öl und Gas auf Pelletsheizungen oder Wärmepumpen umgestiegen. Im Grunde war es immer das Gleiche – aus meiner Sicht viele Ho-Ruck-Aktionen angesichts drohender Preissteigerungen, dann wieder eine Beruhigung bis zum nächsten Wirbel. Deja-vus eben.</p>
<p><strong>Abhängigkeiten drohen zu bleiben</strong></p>
<p>Was sich aber nie wirklich geändert hat, war und ist die hauptsächliche Abhängigkeit der Gesellschaft von Öl und Gas, die uns wieder einmal schmerzlich bewusst wird. Es sind als Ersatz viele Alternativen angedacht worden, die aber sich entweder noch nicht produktiv einsetzen lassen oder nur mit unzumutbar hohem finanziellem Aufwand erreichbar sind: Wasserstofftechnologien, E-Fuels etc. Was dazukommen könnte und vielleicht noch zu wenig beachtet wird, ist eine drohende Stromknappheit und eine Überlastung der Netze. Dazu braucht man kein Prophet zu sein, Wärmepumpen, Elektromobilität und andere Anwendungen fordern einfach ihren Tribut.</p>
<p><strong>Was können wir tun?</strong></p>
<p>Es wird notwendig sein, einige Tabus – vor allem solche von grüner politischer Seite – einfach über Bord zu werfen. Konventionelle Kraftwerke müssen am Laufen gehalten werden, in Europa vorhandene Kohlevorräte müssen genutzt werden, Fracking nach Erdgas muss erlaubt, ja forciert werden, umweltfreundliche Verfahren dazu hat meines Wissens vor einiger Zeit die Montanuniversität Leoben entwickelt. Die Abhängigkeit von Öl und Gas gehört selbstverständlich reduziert, wo immer das ohne größeren Wohlstandsverlust möglich ist. Eine umsichtige Energiepolitik muss darauf bedacht sein, zu den Lieferländern für Öl und Gas in wechselseitigem Interesse gute Beziehungen zu unterhalten.</p>
<p><strong>Und was ist mit dem Klima?</strong></p>
<p>Ein weiteres Tabu muss fallen: Es müssen endlich nicht nur die „Klimakrisen“-Propheten gehört werden, sondern auch jene seriösen Wissenschaftler, die Zweifel daran haben, dass dieses Spurengas CO2 in der Atmosphäre einen menschengemachten Klimawandel verantworten kann. Selbst wenn Medien und Aktivisten aufheulen: Auch diese Stimmen verdienen Beachtung! – Dass Skepsis an der Gefährlichkeit von CO2 gerechtfertigt ist, zeigt eine einfache Überlegung: Wäre CO2 in der Atmosphäre wirklich so desaströs wie derzeit behauptet, müssten gerade die bevölkerungsreichsten Länder der Welt an rigoroser CO2-Vermeidung besonders interessiert sein. Das Gegenteil ist der Fall: China und Indien wollen so rasch wie möglich hunderte neuer Kohlekraftwerke errichten …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Eindrücke von der Smarter E Europe Restart 2021</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2021 07:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Messezeit in München! Endlich wieder einmal eine richtige Veranstaltung, die nicht nur virtuell stattfinden konnte, sondern ganz echt wie in alten Zeiten. Die Veranstalter wurden auch nicht müde, bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass es sich um eine „Präsenzmesse“ handelt. Eine mit Ständen, mit Produkten zum Angreifen, mit jeder Menge Besucher und vielen [...]]]></description>
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<dl id="attachment_8245" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Kondensatoren.png"><img class="size-thumbnail wp-image-8245" title="Kondensatoren" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Kondensatoren-150x150.png" alt="Kond" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Messezeit in München! Endlich wieder einmal eine richtige Veranstaltung, die nicht nur virtuell stattfinden konnte, sondern ganz echt wie in alten Zeiten. Die Veranstalter wurden auch nicht müde, bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass es sich um eine „Präsenzmesse“ handelt. Eine mit Ständen, mit Produkten zum Angreifen, mit jeder Menge Besucher und vielen Möglichkeiten zu guten Gesprächen. Die Verantwortlichen hatten diesmal aus Vorsicht gleich vier Themen zusammengelegt, für fast jeden etwas, um zu diesem Neustart ein Aussteller- oder Besucherfiasko von vornherein auszuschließen.</p>
<p><span id="more-8244"></span>Es ging bei dieser E Europe 2021 nicht nur um die Intersolar mit neuesten Entwicklungen in der Solartechnik, diesmal ausschließlich in Form von Photovoltaik, sondern auch um Elektromobilität, also um Ladeinfrastruktur und alles was dazugehört. Dazu kam das wichtige Thema elektrische Speichertechnik, zentral darin Batterien und Akkus in den verschiedensten Konfigurationen und letztlich das Thema Systemtechnik, gemeint ist die Verknüpfung aller möglichen Komponenten zu einem stimmigen Ganzen, das dem Nutzer das liefert, was er sich erwartet. Grund genug, sich ein Update zu holen von dort, wo zurzeit „die Musi spielt“, wie man vermutlich auch in Bayern so sagt.</p>
<p><strong>Motivation</strong></p>
<p>Ich hab‘ einen lieben Freund, den Alfred Lang, einen gestandenen Experten auf diesen Gebieten, der als Praktiker schon so ziemlich alles davon in irgendeiner Weise umgesetzt hat, und zwar in seinem eigenen Haus. Das wäre jetzt ein eigenes Thema, das wir hier nicht weiterverfolgen wollen, weil es eh schon in mehreren Fachzeitschriften vorgestellt worden ist. Alfred ist also zu den vorhin aufgezählten Themen bestens informiert. Zudem hat er die seltene Gabe, seine Gesprächspartner von seinen neuesten Ideen und Vorhaben auf Anhieb zu begeistern. So hat er es bisher immer wieder geschafft, mich zur Messe zu dirigieren, obwohl mein fachliches Kerngebiet etwas außerhalb der Messethemen liegt.</p>
<p><strong>Anmarsch</strong></p>
<p>Etwas außerhalb ist auch unser Quartier, außerhalb von München, wir wohnen in einem netten, kleinen, verkehrsmäßig sehr gut angebundenen und dennoch ruhig gelegenen Hotel, die freundschaftlichen Verbindungen von Alfred nach hierher machen es möglich (nochmals Dank an Uschi!). Die Bushaltestelle erreichen wir mit wenigen Schritten, in einigen Minuten sind wir am lokalen Bahnhof, mit der S-Bahn geht’s zum Hauptbahnhof München, dann mit der U-Bahn bis zum Messegelände. Alles sehr komfortabel und entspannt. Aber natürlich mit Maske. Ganz kurzer Weg noch zum Messeportal. Dann hat’s für mich am ersten Besuchstag allerdings nicht mehr so gemütlich ausgeschaut.</p>
<p><strong>Andrang</strong></p>
<p>Die Sache war nämlich die: Ich musste natürlich meinen 3G-Nachweis erbringen. Die von einem Aussteller bereitgestellten Eintrittsgutscheine für zwei Messetage konnte ich zuhause problemlos herunterladen. Dann hätte ich den elektronischen 3G-Nachweis hochladen sollen. Das ist daran gescheitert, dass einer meiner Vornamen auf den Eintrittskarten nicht vollständig mit dem auf dem 3G-Nachweis übereingestimmt hat. Sowas geht nicht, schon gar nicht in Deutschland. Also musste ich mich zu bereits auf eine 3G-Prüfung Wartenden anstellen: Sechs Reihen zu geschätzt jeweils hundert bis hundertfünfzig Personen, die offenbar das gleiche oder ein ähnliches Problem hatten, die meisten davon nicht deutschsprachig.</p>
<p><strong>Nachweis</strong></p>
<p>Meine Rettung naht nach etwa zwanzig Minuten in Form eines wendigen Offiziellen, der mich als der deutschen Sprache mächtig und vermutlich ob meines fortgeschrittenen Alters als irgendwie hilfsbedürftig identifiziert, mein Handy scannt, nickt und mich zum Durchlass bugsiert. Uff! Nächste Barriere, wieder warten. Aber dann: Mein Gutschein wird gescannt, eine Schranke öffnet sich und meine Eintrittskarte („Tag“ heißt diese Hundemarke, die man am Halsband trägt, sprich Tääg, wir sind hier auf einer internationalen Messe) wird gedruckt. Hurra, ich bin drin, die letzten hundert Meter in nur einer halben Stunde!</p>
<p><strong>Eintritt</strong></p>
<p>Alfred, bei dem natürlich schon im Vorfeld alles bestens geklappt hat, ist längst irgendwo unterwegs. Wir vereinbaren telefonisch einen Treffpunkt und beginnen wie sonst immer auch in der Halle, die am weitesten vom Eingang weg ist, denn dort ist die Drängerei am geringsten. Die Stimmung der Besucher scheint gut, auch die der Aussteller. Es sind nur wenige Hallen belegt, aber es ist wie immer hier alles perfekt organisiert, gekennzeichnet, übersichtlich, gut gestylt. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. – Das Sprachengewirr ist beachtlich, kein Wunder bei Besuchern aus 93 Ländern, wie später bekannt wurde. Es war daher auch verständlich, dass die Vorträge in drei der vier Konferenzarenen ausschließlich in Englisch gehalten wurden.</p>
<p><strong>Speichermedien</strong></p>
<p>Wir nahmen sehr viele Eindrücke mit von dem, was so läuft. Fachlich hatten wir uns vor allem von der elektrischen Speichertechnik Neues erhofft. Aber die Schau war diesbezüglich wenig ergiebig, denn zu den allgegenwärtigen Lithium-Ionen-Dingern fand sich aus Sicht des Experten lediglich eine praktisch brauchbare Alternative: Wickel-Kondensatoren auf Graphen-Basis. Ein derartiges Speicherelement ist so groß wie zwei Männerfäuste und fasst dreißig Amperestunden bei 2,4 Volt. Stromspeicherung ganz ohne Chemie. Wird gefertigt natürlich in China und anderen asiatischen Ländern. Nachteil allerdings: Doppelt so schwer und doppelt so teuer wie herkömmliche Speichermedien.</p>
<p><strong>Gebäudeintegration</strong></p>
<p>Noch stärker als in bisherigen Messen ersichtlich waren die Bestrebungen verschiedenster Hersteller um Gebäudeintegration von PV-Moduln. Letztes Ziel scheint es zu sein, jedes halbwegs brauchbare Fleckchen an Dächern, Fassaden, aber auch an Fenstern und Türen, Carports, Flugdächern etc.  für die Energiegewinnung zu nutzen. Ernüchternd aber einige Kongressvorträge, die zeigten, dass die Gebäudeeinbindung in der Praxis vor allem in Mitteleuropa durch gesetzliche Vorschriften stark behindert wird. Einer der größten Anbieter, der weltweit erfolgreich tätig ist, zeigte auf, dass er allein schon wegen der rigorosen Vorschriften zum Brandschutz in Deutschland noch kein einziges Projekt realisieren konnte.</p>
<p><strong>Systemtechnik</strong></p>
<p>Mit der Fülle der verschiedensten Komponenten von Energieanlagen allein kann der praxisorientierte Anwender nicht viel anfangen. Gefragt sind Systeme, die erforderliche Bausteine zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen: PV-Module, Wechselrichter, Speichermanagement, Einbindung von Ladestationen, Power to Heat, Umschaltung Insel- zu Netzbetrieb, Lastmanagement, und, und, und … Der in solchen Sachen sehr anspruchsvolle Alfred fand unter ein paar Dutzend Anbietern lediglich drei, die seine komplexen Anforderungen zu erfüllen versprachen, eines aus der Schweiz, ein weiteres aus den Niederlanden und ein drittes aus Israel.</p>
<p><strong>Elektromobilität</strong></p>
<p>Last but not least die elektrische Fortbewegung. Eine ordentliche Menge an mehrheitlich luxuriösen Fahrzeugen. In meiner Sicht als Maschinenbauer allesamt viel zu schwer, viel zu groß, auch zu klobig und viel zu teuer. Das mag jetzt brutal klingen, aber bislang scheint mir wirklich nur Tesla einen neuen und zielführenden Weg zu gehen, der auch so etwas wie Leichtbau berücksichtigt. Alle anderen werden sich wohl was einfallen lassen müssen. Ein eigener Schwerpunkt: Autos mit Wasserstoffantrieb, von denen ich offen gesagt nicht weiß, was ich von ihnen halten soll. Einziger Lichtblick in anderer Hinsicht: Die wirklich saubere und formschöne Studie eines Supersportwagens unter dem geschichtsträchtigen Namen „Hispano-Suiza“, einer Luxusmarke aus der Zwischenkriegszeit des zwanzigsten Jahrhunderts.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Trotz der wenigen Neuerungen waren wir insgesamt mit den Ergebnissen, Eindrücken und Erkenntnissen sehr zufrieden. Direkte Gespräche sind halt doch irgendwie ergiebiger als noch so gut orchestrierte Zoom-Meetings. Die Stimmung war positiv und hoffnungsvoll, das ganze Pandemie-Ding schien trotz Masken, Desinfektion, Abstand und was weiß ich noch irgendwie auf ein Nebengleis gedrängt. Und Alfred war glücklich, dass er seine tägliche Vorgabe von zehntausend Schritten quasi nebenbei locker überbieten konnte. Schlussfolgerung aus dem Ganzen? Auch nächstes Mal zur Smarter E Europe, so Gott will und es wieder heißt: Messezeit in München!</p>
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		<title>Klima-Sprachpolizei</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2020 05:26:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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Sachverständige sind angehalten, Darstellungen und Aussagen in ihren Gutachten in einer Sprache zu verfassen, die Laien in die Lage versetzt, den Inhalt zu verstehen. Die Techniker unter ihnen sind ohnehin Freunde klarer Worte, müssen aber wiederum darauf achten, Fachbegriffe zu vermeiden oder ausreichend zu erklären. Wissenschaftler stellen die Definition verwendeter Begriffe ganz vorne in ihre [...]]]></description>
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<dl id="attachment_7102" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Polizeimütze.png"><img class="size-thumbnail wp-image-7102" title="Polizeimütze" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Polizeimütze-150x150.png" alt="Mütze" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Sachverständige sind angehalten, Darstellungen und Aussagen in ihren Gutachten in einer Sprache zu verfassen, die Laien in die Lage versetzt, den Inhalt zu verstehen. Die Techniker unter ihnen sind ohnehin Freunde klarer Worte, müssen aber wiederum darauf achten, Fachbegriffe zu vermeiden oder ausreichend zu erklären. Wissenschaftler stellen die Definition verwendeter Begriffe ganz vorne in ihre Arbeiten. Politikern und Aktivisten hingegen geht es meist nicht um Klarstellungen. Um ihre Absichten durchzusetzen, deuten sie den Inhalt von Begriffen um oder ersetzen sie durch ihnen genehme.</p>
<p><span id="more-7101"></span>Das geht im Extremfall so weit, dass bekannte und positiv besetzte Begriffe gekapert und inhaltlich ins Gegenteil uminterpretiert, also neu gedeutet werden. Worte können dieserart als Waffen gebraucht werden. Das Schreckensbild eines totalitären Staates, der dies systematisch betreibt, hat George Orwell in seinem Roman „1984“ gezeichnet. Auch wenn man weiß, dass es sich um eine erfundene Geschichte handelt, die in der Zukunft spielt, ist der Inhalt in seiner Trostlosigkeit und in seinem negativen Ausgang zutiefst erschütternd. Das bleibt auch so, wenn man den Roman mehrmals liest.</p>
<p><strong>Subtile Veränderung mit neuen „Wordings“</strong></p>
<p>Heutzutage laufen Beeinflussungsversuche nicht derart brutal. Sie kommen viel subtiler, verdienen aber nichtsdestotrotz Aufmerksamkeit und kritische Vorsicht. Ein interessantes Beispiel dazu liefert die vermutlich überwiegend aus Steuermitteln finanzierte Österreichische Energieagentur, die unter dem gänzlich unverfänglichen, aber eindeutig irreführenden Titel „Energiehandbuch“ neue „Wordings“ (Englisch laut dict.leo.org für Wortlaut, Formulierung, Formulierungsspielraum, Ausdrucksweise, Anm.) zum Thema Klima vorstellt. Es kann von der Seite <a href="http://www.energyagency.at">www.energyagency.at</a> heruntergeladen werden.</p>
<p><strong>„missionzero“</strong></p>
<p>Im Vorwort der 44-seitigen Schrift wird erklärt, dass die Energieagentur Antworten für eine klimaneutrale Zukunft entwickeln will, mit dem Ziel, dass durch Einsatz neuer Technologien durch Leben und Wirtschaften kein Einfluss mehr auf unser Klima gegeben ist. Dazu wird „die missionzero“ (für diesen englisch klingenden Ausdruck liefert dict.leo.org leider keine Erklärung, Anm.) der Österreichischen Energieagentur propagiert, was gemäß ihrer Organisationsbeschreibung den völligen Ausstieg aus Kohle, Öl, Gas und Atomkraft bedeuten soll. Das Ziel klingt löblich und wäre genauerer Betrachtung wert, was aber hier nicht Thema sein soll.</p>
<p><strong>Was erwartet man sich unter einem Energiehandbuch?</strong></p>
<p>Aber sehen wir uns näher an, was das „Energiehandbuch“ bedeuten soll. Den Ausführungen im Vorwort ist zu entnehmen (Zitate <em>kursiv</em>):</p>
<p><em>Dabei arbeiten wir auf wissenschaftlicher Basis, die Ergebnisse werden und sollen jedoch nicht nur von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wahrgenommen werden. Schließlich möchten wir unterschiedliche Dialoggruppen und dabei durchaus auch die allgemeine Öffentlichkeit ansprechen. Die Ergebnisse, die wir produzieren, sind schriftliche Berichte bestehend aus Zahlen, Tabellen, Grafiken – und viele Worten. Worte sind das Werkzeug, mit denen wir das Fazit unserer Tätigkeit weitergeben. </em></p>
<p><strong>Wissenschaftliche Forschung oder politischer Aktivismus?</strong></p>
<p>Das alles ist verständlich und zu begrüßen, die Arbeit der Energieagentur erfolgt auf wissenschaftlicher Basis, was allerdings angesichts ihres Namens erwartet werden darf. Insofern unterscheidet sich die Tätigkeit der Energieagentur auch nicht von der eines gewissenhaften Sachverständigen, der sich seiner Verantwortung bewusst ist. Sehen wir weiter:</p>
<p><em>Und da wir nicht für die Schublade produzieren, möchten wir, dass unsere Worte verstanden werden. Im nächsten Schritt sollen sie auch Handlungen auslösen. Häufig ist dabei sogar wesentlich, dass diese Handlungen rasch durchgeführt werden. Denn um die Klimakatastrophe abzuwenden, müssen entsprechende Maßnahmen jetzt gesetzt werden, damit uns nicht die Zeit davonläuft.</em></p>
<p><strong>Zwei Dinge stechen ins Auge</strong></p>
<p>Erstens ist die Energieagentur gemäß ihrer Website ein „Wissenschaftlicher Verein als überregionale Forschungseinrichtung.“ Mit dem „Energiehandbuch“ will die Energieagentur zum Handeln in eine bestimmte Richtung animieren. Sie nimmt damit selber das politische Heft in die Hand und wird Aktivistin, womit sie die Sphäre der Wissenschaft verlässt. Will die Energieagentur jetzt ihren Status als wissenschaftlicher Verein aufgeben? Die zweite Sache ist das Wort „Klimakatastrophe“.  Womit bitte rechtfertigt die Energieagentur den Gebrauch eines derartigen unwissenschaftlichen Begriffs? Dann lesen wir:</p>
<p><em>Es liegt auf der Hand, dass technische Begriffe wie etwa „Dekarbonisierung“, „Demand Side Management“ oder „Smart Meter“ oder viele andere wissenschaftliche Fachausdrücke oftmals nicht verstanden werden. Auch motivieren sie zumeist nicht dazu, Handlungen zu setzen oder Verhalten zu ändern. Das ist natürlich auch für unsere Auftraggeberinnen und Auftraggeber nicht ideal.</em></p>
<p><strong><em>Doch dieses Problem geht weit über die Fachsprache hinaus. Auch etablierte, vermeintlich positive Begriffe lösen immer wieder völlig falsche Assoziationen, Gedankenbilder und letztlich Handlungen aus. </em></strong><em>Das liegt daran, dass die Bedeutung von Wörtern und Begriffen </em><em>von ihren <strong>Deutungsrahmen</strong> (Frames) abhängt. Wir verstehen also – in vielen Fällen auch unbewusst – einen Begriff abhängig davon, wie er mit Themen, Ereignissen und auch Gefühlen verknüpft ist. Dieses Phänomen wird als <strong>Framing </strong>bezeichnet und mitunter als Kommunikationstechnik verwendet, um die öffentliche Wahrnehmung von Sachverhalten zu beeinflussen. Ein ganz konkretes Beispiel für Framing aus unserer Branche ist „Erderwärmung“. Wärme ist ein positiv besetzter Begriff. Wir empfinden warmen Sonnenschein als angenehmer als kalten Wind. Aber auch im übertragenen Sinn greift das Konzept: Wir erwärmen uns für eine gute Idee, wir freunden uns mit warmherzigen Menschen an oder unser Herz erwärmt sich, wenn wir kleine Kinder sehen. „Globale Erwärmung“ ist also denkbar ungeeignet, wenn wir auf Gefahren und dringende Handlungsnotwendigkeiten hinweisen, die durch einen weltweiten Temperaturanstieg entstehen werden.</em></p>
<p>Und in diesem Ton geht es weiter in dieser Broschüre, die sich irgendwann im Text als „Energie-Wörterbuch“ bezeichnet, bis schließlich für eingeführte Begriffe ganz konkrete Änderungsvorschläge kommen, die nunmehr nach einem „Lebensframe“ gestaltet worden sind. Interessierte Leser mögen sich selbst ein Bild davon machen. Nur ein paar Kostproben:</p>
<p>-          Statt Erderwärmung, Klimaerwärmung, Globale Erwärmung soll es jetzt heißen: <em>Erderhitzung, es wird heißer, der globale Temperaturanstieg, die Erhitzung des Planeten</em></p>
<p>-          Statt Klimawandel: <em>Klimakrise, Klimakatastrophe, der globale Temperaturanstieg, (vom Mensch </em>(sic!) <em>ausgelöste) Erderhitzung, die Erhitzung des Planeten, das Klima kippt</em></p>
<p>-          Statt Klimawende, Energiewende: <em>die nachhaltige Energiezukunft, die klimaneutrale Energiezukunft, Umbau unserer Energieversorgung, Umstieg auf unerschöpfliche Energiequellen, der Weg aus der Abhängigkeit von Öl, Kohle und Erdgas, Neuanfang, neue Energiechancen nutzen</em></p>
<p>-          Statt Erneuerbare Energie: <em>(unerschöpfliche) Energie aus Wasser, Sonne, Wind und Wald, wir nützen natürliche Ressourcen, wir nützen die Kraft der Natur, natürliche Energie, unerschöpfliche, vorhandene Energie</em></p>
<p>-          Statt Klimawandelanpassung: <em>Anpassung an die vom Menschen hervorgerufene Klimakrise, Schutzmaßnahmen, um sich vor den Schäden der Klimakrise zu schützen und damit umzugehen, sich vor den Auswirkungen der Klimakrise schützen und lernen, damit zu leben</em></p>
<p>-          Statt Energieeffizienz: <em>mehr mit weniger erreichen, mit weniger Energie dasselbe Ergebnis oder sogar mehr erreichen/erzielen, gleiches mit weniger erreichen, ohne Komfortverlust, ohne zu verlieren, besser ausnutzen, klug nutzen, aus weniger mehr machen, mit etwas Wertvollem wie Energie achtsam umgehen </em></p>
<p>-          Etc., etc.</p>
<p><strong>Ein Kommentar dazu</strong></p>
<p>Drei Aspekte finde ich erwähnenswert:</p>
<p>-          Erstens, dass längst eingeführte Begriffe wie Erneuerbare Energie oder Energieeffizienz auch der breiten Öffentlichkeit durchaus geläufig sind, dass man aber deren Bedeutung gesprächsweise meist ohnehin konkretisieren muss. Infantilisierungen dieser Begriffe sind bestimmt nicht notwendig.</p>
<p>-          Zweitens, dass solche Sprachregulierungsversuche Erinnerung an unselige Vergangenheit hochkommen lässt, in der Eindeutschungen kabarettistisch anmutende Resultate zur Folge hatten (als zum Beispiel aus einem 4-Zylinder-Explosionsmotor ein Vier-Topf-Zerknall-Triebling wurde); und schließlich</p>
<p>-          Drittens, dass wir alle etwas sorgsamer darauf achten sollen, dass in geförderten halböffentlichen Organisationen nicht Steuermittel für Dinge verbraucht werden, die der – sanften, aber eindeutigen – Manipulation von Sprachgewohnheiten und damit der Lenkung von Menschen in eine bestimmte ideologisch gewollte Richtung dienen.</p>
<p>Ich halte abschließend fest, dass ich der Energieagentur durchaus beste Absichten zugestehe und die Arbeit ihrer Mitarbeiter respektiere. Aber es kann nicht Aufgabe eines wissenschaftlichen Vereins sein, die Art der sprachlichen öffentlichen Kommunikation regulieren, ja einengen zu wollen. Schon gar nicht, als Sprachpolizei zu wirken, die in eine bestimmte, von grundlosem Alarmismus angekränkelte Richtung lenken will.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Werner Kogler und die „Diesel-Stinker“</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jan 2020 10:31:43 +0000</pubDate>
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Bei der gestrigen Vorstellung des Programms der neuen Regierung mit dem Titel „Aus Verantwortung für Österreich“ ist dem designierten Vizekanzler unserer Republik ein lockerer Sager von der Zunge gehüpft: Man wolle etwas gegen die „großen Diesel-Stinker“ tun. Es mag noch seiner Gewohnheit als Oppositionspolitiker geschuldet sein, aber eine solche Aussage aus dem Mund eines Regierungsmitglieds [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Hysterie.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-4733" title="Hysterie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Hysterie-150x150.jpg" alt="Hysterie" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Bei der gestrigen Vorstellung des Programms der neuen Regierung mit dem Titel „Aus Verantwortung für Österreich“ ist dem designierten Vizekanzler unserer Republik ein lockerer Sager von der Zunge gehüpft: Man wolle etwas gegen die „großen Diesel-Stinker“ tun. Es mag noch seiner Gewohnheit als Oppositionspolitiker geschuldet sein, aber eine solche Aussage aus dem Mund eines Regierungsmitglieds kommt bei einem Maschinenbauer schlecht an. Aber nicht nur bei einem Techniker. Denn hier werden ein paar Dinge übersehen, die einem Bundespolitiker bewusst sein müssten.</p>
<p><span id="more-6598"></span>Es sind zwei Hauptantriebe, ohne die nicht nur die weltweite Transportwirtschaft, sondern überhaupt die gesamte Weltwirtschaft nicht funktionieren würden. Zum ersten die Gasturbinen, die wegen ihrer hohen Leistung bei geringstmöglichem Gewicht den Antrieb von Flugzeugen dominieren. Und es sind zum zweiten die Dieselmotoren, ohne die ein moderner Schwerverkehr auf der Straße, auf der Eisenbahn – dort, wo eine Elektrifizierung nicht wirtschaftlich ist – und im internationalen Schiffsverkehr nicht möglich ist. Ernsthafte Alternativen dazu existieren derzeit nicht.</p>
<p><strong>Effizienz</strong></p>
<p>Der Grund für die Dominanz des Diesels bei großen Motoren ist klar: Es ist nach wie vor der mit Abstand effizienteste Verbrennungsmotor. Das ist auch der Grund, warum sich der Diesel seit den 1930er-Jahren langsam, aber stetig steigend auch in Personenkraftwagen etabliert hat. Effizienz bedeutet schlicht, dass ein bestimmter Nutzen mit weniger Aufwand erzielt wird. Der systembedingt tendenziell geringere Verbrauch des Dieselmotors gegenüber dem Benzinmotor war auch der Grund, warum sich der Diesel in den PKW-Zulassungen bis vor ein, zwei Jahren derart stark gemacht hat.</p>
<p><strong>Hysterie</strong></p>
<p>Dass vor einiger Zeit der „Dieselskandal“ eine Trendwende eingeleitet hat, steht auf einem anderen Blatt. Unentschuldbare Machenschaften haben damit ein ganzes System in schlechtes Licht gebracht. Jetzt wäre ein hohes Augenmaß einerseits in strafrechtlicher und andererseits technischer Konsequenz gefragt gewesen. Stattdessen brachte eine in meinen Augen durch Presse und Politik hysterisierte Öffentlichkeit bedeutende Teile der europäischen Industrie in beträchtliche Schwierigkeiten. Insbesondere Deutschland versucht gerade wieder einmal eine Musterschülerrolle mit verzweifeltem Sprung in die Elektromobilität.</p>
<p><strong>Entwicklungspotential</strong></p>
<p>Aus heutiger Sicht wird der Dieselmotor wegen seiner vorhin erwähnten Dominanz im Transportwesen noch einige Jahrzehnte seine Rolle behalten und ist allein schon deshalb unverzichtbar. Zudem hat er nach wie vor ein hohes Forschungs- und Entwicklungspotential, auch was kleinere Motoren betrifft. Gerade in Österreich haben wir beispielsweise mit AVL Unternehmen, die in der Motorenentwicklung weltweit an der Spitze mitwirken. Nicht zu vergessen betreibt ein großer Autohersteller seine Dieselmotorenfertigung in Österreich, große Teile der Zulieferindustrie hierzulande sind ebenfalls wichtige Arbeitgeber.</p>
<p><strong>Technik und Politik</strong></p>
<p>Doch zurück zu Werner Kogler. Selbstverständlich wird E-Mobilität ihre Rolle spielen. Aber es ist doch so, dass E-Autos derzeit ohne massive Förderung keine Käufer finden, weil sie schlicht zu teuer sind. Der Diesel-PKW ist nach wie vor die Option des sogenannten kleinen Mannes, des Pendlers, genauso aber des vielfahrenden und genau kalkulierenden Geschäftsmanns. Über die Sinnhaftigkeit großer SUV, die weder etwas mit Sport, noch mit Utility (gemeint ist Nutzen) zu tun haben, lässt sich natürlich trefflich streiten. Aber dabei kann man nicht auf Technik im Allgemeinen oder den Dieselmotor im Besonderen schimpfen, sondern diesbezüglich sollten Politiker dort ansetzen, wo sie mehr Einblick haben oder haben sollten, nämlich in gesellschaftlichen Denk- und Modeströmungen.</p>
<p><strong>Wunsch eines Technikers an Politiker</strong></p>
<p>Zusammengefasst: Politiker könnten viel mehr dann bewirken, wenn sie sich vor politischen Entscheidungen und Aussagen – auch in der Hitze des politischen Gefechts – über sachliche und fachliche Zusammenhänge des betreffenden Fachgebiets wenigstens  einen Gesamtüberblick verschaffen, kompetente Fachleute beiziehen, sich nüchtern alle Möglichkeiten und Alternativen überlegen und sich erst dann zu Wort melden, wenn sie etwas Substanzielles zu sagen haben. Die Wähler würden es danken. Ob der Wunsch realistisch ist? Ich weiß es nicht, hoffe es aber sehr.</p>
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		<title>Klimawandel – Was können wir wirklich tun?</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2019 06:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Ein ohne Kopf am Hof umherlaufendes Huhn war Grund eines meiner kindlichen Schockzustände. Das für Zubereitung eines Mittagessens gedachte Geflügel war nach seiner Enthauptung vom Hackstock gesprungen und es schien, als wollte es mittels Schluss-Sprint auf sein gravierendes Überlebensproblem aufmerksam machen. Ähnlich kopflos kommen mir im Moment die Aktionen von Klima-Alarmisten vor, auch sie wollen [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Ein ohne Kopf am Hof umherlaufendes Huhn war Grund eines meiner kindlichen Schockzustände. Das für Zubereitung eines Mittagessens gedachte Geflügel war nach seiner Enthauptung vom Hackstock gesprungen und es schien, als wollte es mittels Schluss-Sprint auf sein gravierendes Überlebensproblem aufmerksam machen. Ähnlich kopflos kommen mir im Moment die Aktionen von Klima-Alarmisten vor, auch sie wollen auf ein Überlebensproblem aufmerksam machen, und seien es nur die leeren Kassen diverser NGOs. Techniker raten diesfalls aber zu kühlem Kopf und Schockverzicht.</p>
<p><span id="more-6155"></span></p>
<p>Zwar ist eine nüchterne Diskussion über das Für und Wider des menschgemachten Klimawandels nicht mehr möglich und auch gar nicht mehr sinnvoll, weil die in der Öffentlichkeit geführte Auseinandersetzung darüber schon längst ins Religiöse abgeglitten ist. Denn eine heilige Allianz von Teilen der Politik, Presse und Wissenschaft hat dazu die Diskussions- und Aktionshoheit übernommen. Sie lässt Kinderkreuzzüge stattfinden, macht gesellschaftlichen Druck und droht allen, die dem Mainstream nicht folgen wollen, sie als Klimaketzer an den medialen Pranger zu stellen.</p>
<p>Ingenieure sehen die Sache eher nüchtern. Mit dem Ziel, möglichst viele CO2-Emissionen einzusparen, rennt man bei Energietechnikern offene Türen ein. Denn die ausgestoßene Menge dieses Gases ist Resultat von Energieverbrauch, und den gilt es zu reduzieren. Das  – Klimawandel hin oder her – nicht nur aus ökologischen, sondern aus ökonomischen Gründen. Denn ein Merkmal der Energietechnik ist, dass Einsparungen im Verbrauch sich positiv auf die Umwelt auswirken. Dabei ist aber immer zu beachten, dass die dafür erforderlichen Maßnahmen nachhaltig sind und die aufzubringenden Investitionen leistbar.</p>
<p>Um von konventionellen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas loszukommen, wurden stets zwei Strategien verfolgt: Erstens Einsparen durch höhere Energieeffizienz –zum Beispiel durch sparsamere Antriebe für Fahrzeuge – und zweitens Umstieg auf Erneuerbare Energien. Beide Strategien haben auch gute Ergebnisse gebracht, was die Berichte der Internationalen Energieagentur bestätigen. Nur war das weltweite Anwachsen des Energieverbrauchs so gewaltig, dass beide Strategien zusammengenommen nur einen kleineren Teil beitragen konnten und der Löwenanteil mit konventionellen Energieträgern abgedeckt werden musste.</p>
<p>Wo kann man ansetzen? Die höchsten Anstiege an Emissionen wurden durch steigenden Strombedarf von Schwellenländern verursacht, die auf den Energieträger Kohle setzten. Erneuerbare Energien wie Solar oder Wind stoßen wegen ihrer geringen Energiedichte insbesondere in Ballungszentren schnell an ihre Grenzen. Saubere Kernenergie durch Fusion ist ein Hoffnungsgebiet, aber immer noch Gegenstand grundlegender Forschungsarbeit und vielleicht noch zehn bis zwanzig Jahre vom Durchbruch entfernt. Für CO2-Abscheidung aus der Luft laufen mehrere Dutzend Entwicklungsprojekte mit ungewissem Ausgang.</p>
<p>Was bleibt übrig? Nicht viel. Natürlich kann jeder Einzelne hier bei uns in Europa seine Energieverbräuche zu vermindern suchen, etwa mehr Gehen oder Radfahren oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen und vieles andere mehr. Aber die Welt retten werden wir damit nicht, und auch Selbstkasteiung durch noch mehr Steuern wird das nicht bringen. Panik hilft erst recht nicht. Europa verantwortet zwölf Prozent der CO2-Emissionen. Gewiss immer noch zu viel, aber angesichts des steigenden Energiehungers der Schwellenländer fast nicht ausschlaggebend. Bleibt die Hoffnung, dass uns Technikern bald etwas einfällt …</p>
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		<title>Energiebedarf und CO2-Emissionen global 2018, ZDF</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jun 2019 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Der im letzten Beitrag erwähnte Bericht „Global Energy &#38; Status Report – The Latest Trends in Energy and Emissions in 2018“ der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris enthält einen tabellarischen Zahlenteil, aus dem sich eine Reihe interessanter Schlüsse ziehen lässt. Interessant sind besonders die Angaben für Europa, da in unserem Kontinent wahlzeitnah gerade wieder einmal [...]]]></description>
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<dl id="attachment_5069" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
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<p>Der im letzten Beitrag erwähnte Bericht „Global Energy &amp; Status Report – The Latest Trends in Energy and Emissions in 2018“ der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris enthält einen tabellarischen Zahlenteil, aus dem sich eine Reihe interessanter Schlüsse ziehen lässt. Interessant sind besonders die Angaben für Europa, da in unserem Kontinent wahlzeitnah gerade wieder einmal die Klimadiskussion hochgeschaukelt worden ist (vielleicht weil ein paar NGOs dringend wieder Spenden brauchen) und die Energieverbräuche und CO2-Emissionen einer weiteren Betrachtung wert erscheinen. Dazu ZDF (Zahlen, Daten, Fakten).</p>
<p><span id="more-6149"></span></p>
<p><strong>Globaler Energiebedarf nach Energiearten</strong></p>
<p><strong>Hauptenergieträger ist immer noch Erdöl, dessen Anteil 31 Prozent beträgt.</strong> Er ist allerdings rückläufig, 2010 betrug er noch 37 Prozent. An zweiter Stelle liegt Kohle mit 26 Prozent, der Anteil lag 2010 bei 23 Prozent, ist also gestiegen. Danach folgt Erdgas mit 23 Prozent (2010: 21 Prozent). Kernenergie trägt 5 Prozent bei, ist anteilsmäßig leicht rückläufig und betrug 2010 noch 7 Prozent. Interessant sind die Erneuerbaren: Biomasse macht den Löwenanteil aus mit 10 Prozent (seit 2010 unverändert), Wasserkraft bringt immerhin 3 Prozent (2010: 2 Prozent), alle übrigen Erneuerbaren (inklusive Solarenergie!) nur 2 Prozent (2010: 1 Prozent).</p>
<p><strong>Globale Stromerzeugung nach Energiearten</strong></p>
<p>Im Zuge der Modernisierungen quer über alle Länder ist der steigende Strombedarf eine Konstante. <strong>Hauptträger ist Kohle mit 38 Prozent (2010: 39 Prozent)</strong>, gefolgt von Erdgas mit 23 Prozent (2010: 18 Prozent). An dritter Stelle liegt bereits die Wasserkraft mit 16 Prozent (2010: 17 Prozent), gefolgt von Kernenergie mit 10 Prozent (2010 noch 17 Prozent!). Bei den Erneuerbaren liegt Windenergie voran mit 5 Prozent (2010 noch 0 Prozent), gefolgt von Biomasse und Abfall mit 3 Prozent (2010: 1 Prozent), sowie Solarstrom aus Photovoltaik mit 2 Prozent (2010: 0 Prozent) und restlichen Erneuerbaren mit 1 Prozent (unverändert).</p>
<p><strong>Globaler Primärenergiebedarf nach Regionen</strong></p>
<p><strong>Spitzenreiter im Primärenergiebedarf ist bereits seit einiger Zeit China mit einem Anteil von derzeit 22 Prozent (Steigerungsrate 2018 +3,5 Prozent),</strong> gefolgt vom langjährigen Spitzenreiter USA mit 16 Prozent (+ 3,7 Prozent). An dritter Stelle liegt bereits Europa mit einem Bedarfsanteil von 14 Prozent (mit bemerkenswert niedriger Steigerungsrate von + 0,2 Prozent). An vierter Stelle liegt das Schwellenland Indien, das zwar nur einen Anteil von 7 Prozent beansprucht, jedoch mit Abstand die höchste Wachstumsrate von 4 Prozent aufweist. Der Rest der Welt kommt im Schnitt auf eine Rate von 1,8 Prozent.</p>
<p><strong>Primärenergiebedarf an Kohle nach Regionen</strong></p>
<p>Kohle zieht mit Abstand die höchsten CO2-Emissionen nach sich. <strong>Auch in diesem Bereich liegt China unangefochten an der Spitze mit sage und schreibe 51 Prozent (+ 1 Prozent)</strong>. Mit deutlichem Abstand folgt Indien mit einem Anteil von 11 Prozent. Aber einer Steigerungsrate von 5 Prozent! Fast gleichauf liegen Europa mit 9 Prozent und die USA mit 8 Prozent, beide mit fallenden Raten von -2,6 und -4,5 Prozent, was auf deutliche Umstiegs-Bemühungen hinweist. Der Rest der Welt kommt zusammengenommen auf eine durchschnittliche Steigerungsrate von 1,4 Prozent.</p>
<p><strong>Primärenergiebedarf an Erdöl nach Regionen</strong></p>
<p><strong>Spitzenreiter in dieser Energieart sind nach wie vor die USA, die einen Anteil von 22 Prozent verbuchen und mit +2,7 Prozent auch noch auf eine deutliche Steigerungsrate verweisen müssen.</strong> Es folgt bereits Europa mit 15 Prozent, aber einer geringen Steigerungsrate von +0,2 Prozent. Nicht weit dahinter liegt bereits China mit einem Anteil von 13 Prozent, aber einer Steigerungsrate von +3,5 Prozent. Indien verantwortet bloß 5 Prozent, weist aber die höchste Steigerungsrate von 4,5 Prozent auf. Der Rest der Welt begnügt sich hingegen mit einer niedrigen Steigerungsrate von +0,2 Prozent.</p>
<p><strong>Primärenergiebedarf an Erdgas nach Regionen</strong></p>
<p><strong>Auch in diesem Energiefeld liegen die USA mit einem Anteil von 22 Prozent sehr deutlich voran und weisen noch dazu eine Steigerungsrate von 10,5 Prozent auf.</strong> Auch hier folgt wieder Europa mit einem Anteil von 15 Prozent, aber einer negativen Rate von -1,9 Prozent. Chinas Anteil ist mit 7 Prozent noch relativ gering, jedoch liegt die Steigerungsrate in einer Rekordhöhe von +17,7 Prozent. Eine untergeordnete Rolle scheint Erdgas hingegen in Indien zu spielen, das einen Anteil von 2 Prozent aufweist und eine Steigerungsrate von 4,7 Prozent. Der Rest der Welt zeigt eine durchschnittliche Steigerungsrate von 4 Prozent.</p>
<p><strong>Globale Energieerzeugung aus Erneuerbaren Quellen</strong></p>
<p><strong>In diesem für die Zukunft bedeutsamen Feld liegt China mit einem globalen Anteil von derzeit 27 Prozent bei einer Steigerungsrate von 10,9 Prozent uneinholbar voran</strong>, gefolgt bereits von Europa mit einem Anteil von 22 Prozent und einer Steigerungsrate von 8,5 Prozent. Abgeschlagen sind die USA mit einem Anteil von 11 Prozent und einer Steigerung von bescheidenen 4,1 Prozent. Indien liegt erst bei ebenfalls bescheidenen 4 Prozent, weist aber immerhin eine Steigerung von 10,6 Prozent auf. Der Rest der Welt kommt auf eine durchschnittliche Steigerungsrate von nicht gerade berauschenden 4 Prozent.</p>
<p><strong>Anteile an der globalen Gesamtemission von CO2 </strong></p>
<p><strong>Mit großem Abstand führt in diesem Bereich China, das einen Anteil von 29% zu verantworten hat mit einer Steigerungsrate von 2,5 Prozent.</strong> Nur etwa halb so groß ist die Emission der USA, die 25 Prozent mit einer Steigerung von 3,1 Prozent aufweisen. Als Dritter Emittent folgt Europa mit einem Anteil von 12 Prozent, das aber als einzige Region einen Rückgang aufweist in der Höhe von -1,3 Prozent. Indien trägt zwar nur 7 Prozent bei, weist aber mit +4,8 Prozent die höchste Steigerungsrate auf. Der Rest der Welt „begnügt“ sich mit einer Steigerung von durchschnittlich 1,1 Prozent.</p>
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