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	<title>Sonnek &#187; Energie</title>
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		<title>Elektrische Energiequellen: Energieertrag und -aufwand</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2025 05:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energieeffizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energie]]></category>
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(IRS) – Der Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen lässt manche Beobachter auf eine rasche Transformation hoffen: Dass in nicht allzu ferner Zukunft alle elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen kommen möge. Dass diese Erwartung nicht realistisch ist, hat Bjorn Lomborg aus Dänemark gezeigt (siehe Blog-Beitrag vom 11.07.2025) und auch Vaclav Smil aus Kanada hat darauf hingewiesen [...]]]></description>
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<p>(IRS) – Der Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen lässt manche Beobachter auf eine rasche Transformation hoffen: Dass in nicht allzu ferner Zukunft alle elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen kommen möge. Dass diese Erwartung nicht realistisch ist, hat Bjorn Lomborg aus Dänemark gezeigt (siehe Blog-Beitrag vom 11.07.2025) und auch Vaclav Smil aus Kanada hat darauf hingewiesen (siehe Blog-Beitrag vom 07.06.2024). – Eine bereits seit längerem vorliegende Studie bewertet elektrische Energiequellen rein auf Basis physikalischer Gegebenheiten und lässt ebenfalls Schlüsse zur künftigen Rolle der Erneuerbaren zu.</p>
<p><span id="more-11011"></span></p>
<p><strong>EROI – Energy Returned on Invested Energy</strong></p>
<p>Die Studie wurde von den Herren D. Weissbach, F. Herrmann, G. Ruprecht und A. Huke, sowie von weiteren Autoren bereits 2013 publiziert (eine im Internet verfügbare Version 2018 ist inhaltlich identisch, Link siehe unten) und trägt den etwas sperrigen Titel &#8220;Energy intensitites, EROI (energy returned on invested), for electric energy sources&#8221; („Energieintensitäten, EROI [Energy Returned on Invested Energy, Energieertrag im Verhältnis zum Energieaufwand] für elektrische Energiequellen“). Zu erwähnen ist, dass die genannten Verfasser Mitarbeiter des Instituts für Festkörper-Kernphysik GmbH in Berlin sind oder waren.</p>
<p><strong><em> </em>Höherer EROI bedeutet höhere Leistungsfähigkeit </strong></p>
<p>Der in der genannten Studie definierte und ermittelte Wert EROI ist zu verstehen als dimensionslose Kennzahl, die für eine bestimmte Energieerzeugungsart das Verhältnis von nutzbarer (über die Lebensdauer der Anlage erzeugter) Energie im Verhältnis zur investierter (also für die Herstellung der Anlage benötigter) Energie angibt. Je höher diese sich ergebende Zahl ist, desto besser – sprich: wertvoller – wird die entsprechende Energieerzeugungsart zu werten sein. Das bedeutet in anderen Worten, dass mit einem höheren Wert die Leistungsfähigkeit einer Technologie hervorgehoben wird.</p>
<p><strong>Rein physikalische Betrachtung</strong></p>
<p>Die Studie stellt einen physikalischen Ansatz auf der Grundlage von Exergieflüssen für die EROI-Berechnung vor und vermeidet im Gegensatz zu anderen Überlegungen z. B. Analysen von Emissionen oder Materialflüssen, wodurch die EROI unphysikalisch wird. – Exergie ist der nutzbare Anteil der Energie, der vollständig in Arbeit umgewandelt werden kann, im Gegensatz zur Anergie, die nicht nutzbar ist und sich bei Prozessen ansammelt. Während die Energie eine Erhaltungsgröße ist, kann Exergie vernichtet und in Anergie umgewandelt werden, was den Verlust an nutzbarer Energie beschreibt. Beispiele für Exergie sind elektrische Energie oder mechanische Arbeit.</p>
<p><strong>Die Ergebnisse zum EROI für einzelne Erzeugungssysteme</strong></p>
<p><strong>Solare Photovoltaik</strong> (1000 Vollaststunden) <strong>3,9</strong> (mit Speicherung <strong>1,6</strong>)</p>
<p><strong>Biogas </strong>(Mais, GuD-Kraftwerk) <strong>3,5</strong></p>
<p><strong>Windkraft </strong>(2000 Volllaststunden) <strong>16</strong> (mit Speicherung <strong>3,9</strong>)</p>
<p><strong>Solar thermisch</strong> (2300 Vollaststunden) <strong>19 </strong>(mit Speicherung  <strong>9</strong>)</p>
<p><strong>Erdgas</strong> (GuD-Kraftwerk) <strong>28</strong></p>
<p><strong>Kohle </strong>(modernes Kraftwerk)<strong> 30</strong></p>
<p><strong>Wasserkraft </strong>(mittlere Größe) <strong>49 </strong>(mit Speicherung <strong>35</strong>)</p>
<p><strong>Kernkraft</strong> (Druckwasserreaktor 1340 MW netto) <strong>75</strong></p>
<p><em>Anmerkungen: </em></p>
<p>-          Die Werte gelten für <strong>Deutschland, </strong>unter &#8220;Solar thermisch&#8221; ist ein Kraftwerk mit konzentrierenden Spiegeln im Standort <strong>Spanien </strong>zu verstehen</p>
<p>-          <strong>GuD</strong> (englisch: CCGT) bedeutet Gas- und Dampfkraftwerk: Erd- oder Biogas befeuern eine  Gasturbine, die einen Generator zur Stromerzeugung antreibt, das Abgas der Gasturbine erzeugt in einem Abhitzekessel Dampf, der wiederum über eine Dampfturbine geleitet wird, die ebenfalls einen Generator antreibt; neueste Kraftwerke dieser Art erreichen bereits Wirkungsgrade von über 60%</p>
<p>-          Eine gute <strong>grafische Darstellung</strong> dieser Ergebnisse findet sich in der Studie selbst, siehe Link unten</p>
<p><strong>Interpretation der Ergebnisse</strong></p>
<ol>
<li><strong>1. Fossile Brennstoffe weisen hohe EROI-Werte auf:</strong> Kohle- und Gas-Kraftwerke erreichen EROI-Werte von ca. 30–80 (je nach Systemgrenze), was sie zu zuverlässigen Basissystemen macht.</li>
<li><strong>2. Kernenergie zeigt überlegene Effizienz:</strong> Kernkraftwerke weisen den höchsten EROI-Wert auf (ca. 75–80), mit niedriger Materialintensität, geringem Landverbrauch pro TWh und hoher Stabilität, was sie zur effizientesten Stromquelle macht.</li>
<li><strong>3. Intermittierende Erneuerbare  weisen niedrige EROI auf</strong>: Wind- und Photovoltaik-Anlagen haben EROI-Werte von nur 4–19 (Wind) bzw. 2–7 (PV), die durch Speicherbedarf weiter sinken; ein 100% PV-System wäre für energieintensive Gesellschaften untragbar.</li>
<li><strong>4. Wasserkraft:</strong> Liegt bei ca. 50, übertrifft die intermittierenden Erneuerbaren Solar und Wind klar</li>
<li><strong>5. Vergleich der Systeme:</strong> Fossile und nukleare Systeme sind den Erneuerbaren in EROI und Systemstabilität überlegen.</li>
<li><strong>6. Mindest-EROI für gesellschaftliche Nachhaltigkeit:</strong> Für entwickelte Gesellschaften wird ein EROI von mindestens 3–5 (besser 7–10) benötigt, um überhaupt deren Funktionalität sicherzustellen; darunter kollabieren Systeme, die etwa auf Biotreibstoffen oder ungestützter Solar-und Windenergie basieren. Zur Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Wohlstandsniveaus unserer Gesellschaft ist ein durchschnittlicher EROI von ca. 30 erforderlich.</li>
</ol>
<p><span style="color: #ffffff;">A</span></p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Wie aus den Ergebnissen und deren Interpretation rasch ersichtlich ist, zeigen die niedrigen EROI-Werte für intermittierende Erneuerbare Sonne und Wind, dass sie aus derzeitiger Sicht und im gegenwärtigen Stand der technischen Entwicklung auch nur nicht annähernd imstande sind, allein die Gesellschaft mit ausreichend Energie zu versorgen. Geschuldet ist dies in erster Linie der geringen Energiedichte dieser Systeme. Sollten sie aber in Zukunft einen wesentlich höheren Beitrag zur Bereitstellung der erforderlichen Energie leisten müssen, hätte allein schon der immense Platzbedarf gewaltige Rückwirkungen auf die Art der Besiedlung, die Neuordnung der Landflächen und damit auf die Lebensrealität der Menschen.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Quelle: </strong><a href="https://www.epj-conferences.org/articles/epjconf/pdf/2018/24/epjconf_eps-sif2018_00016.pdf">https://www.epj-conferences.org/articles/epjconf/pdf/2018/24/epjconf_eps-sif2018_00016.pdf</a></p>
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		<title>50 Jahre Nutzung thermischer Solarenergie</title>
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		<pubDate>Fri, 16 May 2025 05:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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(IRS) Die erste der sogenannten Ölkrisen traf die Welt im Jahr 1973 völlig unvorbereitet. Diese Krise war – wenn ich mich recht erinnere – eine Folge des Jom-Kippur-Krieges zwischen Israel und arabischen Ländern. Öl schien knapp zu werden, der Ölpreis erklomm plötzlich bis dato unbekannte Höhen, auch die Treibstoff- und Heizölpreise stiegen kräftig. In Österreich [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></dt>
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</div>
<p>(IRS) Die erste der sogenannten Ölkrisen traf die Welt im Jahr 1973 völlig unvorbereitet. Diese Krise war – wenn ich mich recht erinnere – eine Folge des Jom-Kippur-Krieges zwischen Israel und arabischen Ländern. Öl schien knapp zu werden, der Ölpreis erklomm plötzlich bis dato unbekannte Höhen, auch die Treibstoff- und Heizölpreise stiegen kräftig. In Österreich hatten wir gleich darauf autofreie Sonntage zu beachten, in denen die Benützung privater Fahrzeuge verboten war. Wie ein Schock wurde den meisten Menschen die Abhängigkeit von Ölimporten aus der permanenten Krisenregion des Nahen Ostens bewusst.</p>
<p><span id="more-10736"></span></p>
<p><strong>Jetzt geht es uns endlich besser, da kommt diese Herausforderung …</strong></p>
<p>Man muss wissen, dass in den späten Sechziger- und frühen Siebziger-Jahren die Mangelwirtschaft der Nachkriegszeit überwunden schien und es den Leuten materiell und emotional relativ gut ging: Viele Familien konnten sich ein neues Auto leisten, es wurde viel und oft großzügig gebaut. Bevorzugtes Mittel zur komfortablen Beheizung der der neuen oder renovierten Heimstatt war der Einbau einer neuen Ölfeuerung. Bis zu dieser Zeit des Ölschocks hatte man sich nicht sonderlich viel Gedanken um energiesparende Bauweisen gemacht, was allein schon wegen der bis dahin günstigen Energiekosten nicht nötig gewesen war.<em><br />
</em></p>
<p><strong>Wie verbraucht man weniger Heizöl, welche Alternativen gibt es?</strong></p>
<p>Sowohl Hauseigentümer als auch Politik und Wirtschaft begannen nach erheblicher Schrecksekunde mit der Suche nach Auswegen. Einerseits sollte allgemein der Öl-Konsum möglichst rasch verringert werden, andererseits stellte sich die Frage nach schnell greifbaren Energie-Alternativen. – Zurückblickend auf das eigene Unternehmen, das 1965 als Technisches Büro für Wärmetechnik, Maschinenbau und Elektrotechnik gegründet worden war, bleibt festzuhalten, dass sich die 1970 erfolgte Erweiterung des Betriebes um ein Installationsunternehmen für Heizung, Lüftung und Sanitär vom sich auftuenden Umsatz her als Glücksgriff erwies.</p>
<p><strong>Die Mehrbrennstoff-Zentralheizungskessel als eine Antwort auf das teure Heizöl</strong></p>
<p>Mit der Ölkrise begann die „goldene Ära“ der Doppelbrand- oder Umstellbrand-Heizkessel, kombiniert mit Warmwasserbereitung. Jeder, der Platz dafür hatte, legte Wert darauf, zwischen Betrieb mit Festbrennstoff oder Heizöl wählen und bei Bedarf umstellen zu können. Damals wurde neben Holz auch noch sehr viel mit Kohle geheizt, seltener mit Koks. Wer diese Zeit bewusst erlebt hat, wird sich noch gut an die winterlichen Rauchfahnen aus den Einfamilienhäusern erinnern … Übrigens: Neben den heute noch am Markt befindlichen Großunternehmen mischte damals auch ein Zentralheizungskessel-Hersteller aus der Steiermark ganz kräftig mit: EHK – das Kürzel stand für Eduard Hopf Knittelfeld.</p>
<p><strong>Da war doch was mit Sonnenenergie …</strong></p>
<p>Im Jahr 1974 nach fertigem Studium und Eintritt in das elterliche Unternehmen kam sofort die Beschäftigung mit Solarthermie auf das Programm. Der Anstoß: Etliche Jahre zuvor stand in der Bibliothek des technisch interessierten Onkels Fritz eine Time-Life-Serie über Naturwissenschaften und Technik. Darin war auch das Foto eines Hauses aus den USA zu sehen, das bereits in den späten Fünfziger-Jahren mit thermischer Solarenergie beheizt worden war. Das war schon lange her – aber wo jetzt nach Unterlagen suchen? Naheliegenderweise in der Bibliothek der damaligen Technischen Hochschule Graz! Siehe da, nach mühsamer Recherche – zu dieser Zeit über Karteien und gänzlich ohne jegliche Computerunterstützung – ließen sich einige karge Hinweise zum Aufbau von thermischen Solarkollektoren finden.</p>
<p><strong>Wie baut man einen thermischen Solarkollektor?</strong></p>
<p>Gut, wenn man eine Werkstatt hat! Also los: In der Glaserei eines Anverwandten fand sich eine aus einem Bauvorhaben übriggebliebene Doppelglasscheibe in der Fläche von etwa einem dreiviertel Quadratmeter. Auf die Unterseite einer Platte aus Kupferblech wurde eine Kupferrohrschlange aufgelötet, die Oberseite bekam einen Anstrich aus schwarzem Mattlack. Ein flacher Kasten aus Holz wurde mit einer Einlage aus wärmedämmendem Material ausgestattet, darauf wurde die Kupferplatte befestigt, die Rohrleitungen führten durch den Kastenboden. Dann die Glasplatte mit kleinem Abstand auf die Kupferplatte, ein einfacher Stahlrahmen rundherum, ein orangefarbener Anstrich und fertig war der erste Solarkollektor!</p>
<p><strong>Das vorsichtige Herantasten an etwas Neues</strong></p>
<p>Der Kollektor wurde schließlich auf ein Gestell montiert, um ihn zu Versuchszwecken später auch dem Sonnenstand nachführen zu können. Der Außenanstrich war kaum trocken, wanderte an einem strahlenden Maitag des Jahres 1975 der aufgeständerte Kollektor knapp vor Mittag ins Freie vor das Firmengebäude. Über einen Gummischlauch, wie ihn die lokalen Bauern zum Abzapfen von Apfelmost verwenden, wurde der schräg in Richtung Sonne positionierte Kollektor über das untere Rohrende vorsichtig mit Wasser befüllt. Man wollte sehen, ob das in den technischen Beschreibungen dargestellte Prinzip überhaupt funktionierte und das Wasser sich vielleicht ein bisschen erwärmen würde. Dann ging es ab in die einstündige Mittagspause – damals nahm man sich für so etwas noch ausreichend Zeit!</p>
<p><strong>Die erste praktische Nutzung: Ein Glas Tee</strong></p>
<p>Totale Überraschung nach der Rückkehr: Der ganze Kollektor zitterte, denn das Wasser kochte wild und aus dem oberen Rohrende trat fauchend Dampf aus! Man konnte es kaum glauben … Vorsichtig wurde das saubere und kochende Wasser in einem Trinkglas aufgefangen, ein Teebeutel kam hinein. Der ersten praktischen Nutzung des ersten oststeirischen Solarkollektors stand somit nichts mehr im Wege – jeder der Anwesenden nahm einen vorsichtigen Schluck vom ersten solarthermisch hergestellten Tee! Von der historisch bedeutsamen Szenerie wurde natürlich ein Lichtbild aufgenommen, das bei Teilnehmern späterer Vorträge für reichlich Schmunzeln sorgen sollte.</p>
<p><strong>Der allmähliche Übergang in das Gewohnte</strong></p>
<p>Trotz positiver Presseberichte über die mögliche praktische Nutzung von Solarthermie und der Präsentation von tadellos funktionierenden Anlagen zur Warmwasserbereitung und Schwimmbadheizung dauerte es noch etliche Jahre, bis sich die Solarthermie durchzusetzen begann. Der Impuls der ersten Anlagen und viele Vorträge an Schulen, bei Messen und anderen Anlässen führte zu vielen Selbstbauinitiativen und auch dazu, dass in den Jahren danach die Oststeiermark zu einer Pioniergegend für die Solarthermie wurde. – Heute ist die Solarthermie keine Besonderheit mehr und eher ein Randthema, der Brennpunkt der Nutzung von Solarenergie liegt mittlerweile eindeutig in der Gewinnung von elektrischem Strom.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Blackout?</title>
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		<pubDate>Fri, 02 May 2025 17:57:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[CO2-Emission]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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(IRS) Die Berichte rund um die Stromausfälle auf der Iberischen Halbinsel und um deren mögliche Ursachen lassen im aufmerksamen Beobachter zweierlei Reaktionen hochkommen: Zum einen die Vorstellung, was in so einem Fall bei uns im Lande los wäre und zum andern die Frage, welche Schlussfolgerungen aus den Vorfällen zu ziehen sind. Zum ersten Punkt wissen [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-5192" title="Blitz" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Blitz2-150x150.jpg" alt="Blitz" width="150" height="150" /></dt>
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</div>
<p>(IRS) Die Berichte rund um die Stromausfälle auf der Iberischen Halbinsel und um deren mögliche Ursachen lassen im aufmerksamen Beobachter zweierlei Reaktionen hochkommen: Zum einen die Vorstellung, was in so einem Fall bei uns im Lande los wäre und zum andern die Frage, welche Schlussfolgerungen aus den Vorfällen zu ziehen sind. Zum ersten Punkt wissen wir im Hinblick auf private Vorsorge – zumindest theoretisch – Bescheid. Auch unsere Kommunen, Land und Bund haben Notfallpläne parat, wobei wir inständig hoffen, dass sie nie umgesetzt werden müssen. Zum zweiten Punkt kann man die Gedanken schweifen lassen.</p>
<p><span id="more-10712"></span></p>
<p><strong>Zur Ursache für den Blackout grassieren mehrere Erklärungen</strong></p>
<p>Die plausibelste: Aufgrund der aus Aufzeichnungen bekannten Verhältnisse sei am ehesten davon auszugehen, dass die Stabilität des Netzes aufgrund des sehr hohen Erzeugungsanteils erneuerbaren Stroms aus Sonne und Wind in einen unkontrollierbaren Zustand gekommen sei. Zum kritischen und entscheidenden Zeitpunkt sei nicht ausreichend stabile Massenträgheit aus konventioneller Energieerzeugung vorhanden gewesen, um schwankende Netzfrequenz im erlaubten Band zu halten. Daraufhin hätten der Reihe nach alle Sicherungsorgane abgeschaltet, was dann den Blackout zur Folge hatte.</p>
<p><strong>Fachleute haben die Gefahren offenbar nicht vorhersehen können</strong></p>
<p>Spanien verfügt wegen seiner Südlage und witterungsbedingt über eine deutlich höhere Zahl an jährlichen Sonnenscheinstunden als Österreich oder Deutschland. Es ist erfreulich, dass in dieser Region schon an einem schönen und vielleicht auch windreichen Apriltag so viel erneuerbarer Strom zur Verfügung steht, dass damit bereits der überwiegende Teil des aktuellen Bedarfs des ganzen Landes gedeckt werden kann. Was allerdings erschreckt ist die Tatsache, dass inmitten der reichen Solar- und Windernte die ganze Sache offensichtlich plötzlich und irgendwie auch für Fachleute unvorhersehbar irgendwie aus dem Ruder gelaufen sein soll.</p>
<p><strong>Die Trägheit rotierender Massen darf nicht geringgeschätzt werden</strong></p>
<p>Wobei die Sache mit der fehlenden Massenträgheit recht logisch klingt. Der Technik-Betriebsleiter eines auf unterbrechungsfreie Stromversorgung besonders angewiesenen Industriebetriebs hat mir einmal stolz eine von vier Ein-Megawatt-Einheiten der betrieblichen Notstromversorgung präsentiert: Ein Zwölfzylinder-Diesel tuckert im Leerlauf vor sich hin, direkt daran gekoppelt ein riesiges Schwungrad, dann der Generator. Im entscheidenden Moment des Stromausfalls liefert in Sekundenbruchteilen sofort das Schwungrad, dann erst der Motor, der  schnellstmöglich auf Volllast hochgefahren wird.</p>
<p><strong>Die vorzeitige Stilllegung vieler Kraftwerke bleibt vielen unverständlich</strong></p>
<p>Im aktuellen Stand der Technik übernehmen die rotierenden Massen der von Wasser-, Dampf- und Gasturbinen betriebenen Generatoren die nötigen Schwungmassen zur Netzstabilisierung. Ohne konventionelle Energieerzeugung läuft zurzeit noch nichts, Strom aus Sonne und Wind ist auf diese Unterstützung angewiesen. Dass man funktionsfähige Kraftwerke, die genau diese Stabilisierungsfunktion beitragen, vor Ende deren technischen Nutzungsdauer wie in Deutschland aus Gründen einer solar- und windzentrierten Umwelt-Ideologie absichtlich stilllegt oder gar zerstört, ist und bleibt für jeden mitdenkenden Techniker völlig unverständlich.</p>
<p><strong>Technische Alternativen lassen noch auf sich warten</strong></p>
<p>Im Zuge der kommenden technischen Entwicklungen wird man vielleicht recht bald andere Methoden zur Netzstabilisierung finden, solche, die ohne physische Massenträgheit auskommen. Auch werden hoffentlich bald Batterie- oder andere Speicherkapazitäten zur Verfügung stehen, die um Größenordnungen wirksamer sind als alles das, was derzeit machbar und verfügbar ist. Hoffen können wir es ja, aber noch ist es nicht so weit! Außerdem ist zu befürchten, dass die Kosten für die dazu noch nötigen wissenschaftlichen und technischen Durchbrüche die finanziellen Schmerzgrenzen ordentlich austesten würden.</p>
<p><strong>Versuch eines hoffnungsvollen Blicks in die Zukunft</strong></p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass in Europa die säkulare Religion des Klimakatastrophismus endlich abgeschüttelt wird und ebenso die krankhafte Sucht mancher Länder, die Welt auf ihre Weise und um jeden Preis retten zu wollen. Zu hoffen ist auch, dass möglichst bald die Vernunft siegt und ein sanfterer, leistbarer, weitgehend ideologiefreier Übergang in eine Energiepolitik gelingt, die Menschen dient, die sinnvoll und volkswirtschaftlich tragbar ist. Zu hoffen ist, dass sich in Wissenschaft und Technik mehr Nüchternheit breitmacht, die Gesellschaft wieder Mut schöpft und die politischen Entwicklungen dazu führen, dass die bestehenden Probleme mit Tatkraft und Optimismus angegangen werden.<br />
&#8212;</p>
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		<title>Statt CO2-Neutralität Europas Sicherheit finanzieren</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2025/03/28/statt-co2-neutralitat-europas-sicherheit-finanzieren/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2025 07:27:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles Wissen]]></category>

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Es ist wieder einmal Bjorn Lomborg, der einen nachdrücklichen Weckruf an europäische Politiker richtet. Lomborg ist Präsident des Copenhagen Consensus sowie Gastwissenschaftler an der Hoover Institution der Stanford University und ist in diesem Blog schon des Öfteren zur Sprache gekommen. In einem Artikel in der britischen Tageszeitung „The Telegraph“ vom 9. März 2025 empfiehlt er, [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></dt>
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</div>
<p>Es ist wieder einmal Bjorn Lomborg, der einen nachdrücklichen Weckruf an europäische Politiker richtet. Lomborg ist Präsident des Copenhagen Consensus sowie Gastwissenschaftler an der Hoover Institution der Stanford University und ist in diesem Blog schon des Öfteren zur Sprache gekommen. In einem Artikel in der britischen Tageszeitung „The Telegraph“ vom 9. März 2025 empfiehlt er, die CO2-Ziele aufzugeben, in Klimaforschung zu investieren und dadurch Mittel für militärische Aufrüstung zu gewinnen. Der Artikel ist nachstehend mit deepL übersetzt wiedergegeben, der Link zum Original ist am Ende angeführt. Hier also Bjorn Lomborg:</p>
<p><span id="more-10630"></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Europa ist allein;</strong> die Weltordnung nach 1945 ist zusammengebrochen, und wir stehen &#8211; wie Sir Keir Starmer es ausdrückt &#8211; „an einem Scheideweg der Geschichte“. Eine groß angelegte Aufrüstung Europas ist jetzt unvermeidlich, aber die Kosten dafür erscheinen unerschwinglich.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Die hyperaktive, isolationistische Politik von Präsident Trump ist</strong> nicht die einzige Herausforderung für den Kontinent. Die EU und das Vereinigte Königreich leiden unter einem blutarmen Wachstum von etwa 1 Prozent pro Kopf, was weit entfernt ist von der Ära der 1960er Jahre mit einem Wachstum von 4,5 Prozent, als sich die Wirtschaft in nur 16 Jahren verdoppelte.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Außerdem altert Europa,</strong> die Gesundheits- und Rentenkosten steigen, und die vorgeschlagene Lösung der Einwanderung stellt sowohl die Haushalte als auch den Zusammenhalt in Frage &#8211; und hat das Wachstum nicht erhöht. Die Innovation ist fast zum Stillstand gekommen, und die EU wird von China und den USA bei den Forschungsausgaben dramatisch übertroffen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Die Kosten, um wieder auf Kurs zu kommen, sind beträchtlich.</strong> Um wieder aufzurüsten, muss das Vereinigte Königreich seine Verteidigungsausgaben von 2,3 % des BIP mindestens verdoppeln oder sogar verdreifachen. Das bedeutet mindestens weitere 53 Milliarden Pfund pro Jahr. Gegenwärtig schlägt das Vereinigte Königreich lediglich vor, 0,2 % der Hilfsgelder an die Ärmsten der Welt weiterzuleiten. Experten bieten Lösungen an, die von der Kürzung von Sozialleistungen und Steuererhöhungen bis hin zur Aufnahme von Krediten und der Erhöhung des Einkommens reichen. Doch eine offensichtliche Reform, die das Wachstum ankurbeln und enorme Ressourcen freisetzen könnte, wird nicht erwähnt: eine Überarbeitung der Klimapolitik.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Angesichts der Verdreifachung der Strompreise</strong> ist es dringender denn je, sich von der CO2-Neutralität zu verabschieden. Allein im letzten Jahr beliefen sich die Kosten für die Anschaffung von Solarzellen, Windturbinen, Übertragungsleitungen, Elektroautos und Ladegeräten auf 52 Milliarden Pfund. Dieser Betrag allein könnte die Verteidigungsausgaben des Vereinigten Königreichs verdoppeln. Natürlich werden die Klimaschützer entgegnen, dass Europa jetzt alles ist, was gegen eine unabwendbare Klimakatastrophe steht. Das ist Humbug. Der Klimawandel ist zwar ein vom Menschen verursachtes Problem, aber im Vergleich zu den unmittelbaren Herausforderungen Europas verblasst es zur Bedeutungslosigkeit.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Europa erlebt keine sich ständig verschlimmernden Klimaschäden.</strong> In der Tat haben sich die Katastrophenschäden in Europa seit 1995 halbiert, wenn man sie auf höhere Einkommen umrechnet. Bei Überschwemmungen sterben weniger Menschen, und in den letzten Jahrzehnten sind die finanziellen Verluste pro Jahr erheblich zurückgegangen“, so die Zeitschrift Nature. Das Gleiche gilt für Stürme. Außerdem haben die EU und das Vereinigte Königreich ihre Emissionen bereits stark gesenkt. Weitere Senkungen werden in den kommenden Jahrzehnten kaum Auswirkungen auf die Temperaturen haben. Führt man das UN-Klimamodell durch, bei dem die Emissionen der EU und des Vereinigten Königreichs auf Netto-Null sinken, so ist die Veränderung der globalen Temperatur in nächster Zeit gleich Null und bis zur Mitte des Jahrhunderts unmerklich 0,018 °C.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Für wesentlich geringere Kosten</strong> könnte das Vereinigte Königreich eine viel klügere Klimapolitik betreiben. Klimaökonomen wissen seit langem, dass die Lösung für den Klimawandel nicht in der Selbstaufopferung liegt, sondern in der Innovation: Wenn man den zukünftigen Preis für kohlenstoffarme Energie durch F&amp;E-Ausgaben senkt, um fossile Brennstoffe schließlich zu verdrängen, werden alle umsteigen: nicht nur die reichen, wohlmeinenden Europäer, sondern auch die Chinesen, Inder und Afrikaner.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Europa kann seine Netto-Null-Politik als zentralen Pfeiler beibehalten</strong>, was auf eine ruinöse Tugendhaftigkeit hinausläuft, während der Rest der Welt einsam und unverteidigt an ihm vorbeizieht. Oder das Vereinigte Königreich kann diese einzigartige Besessenheit beenden und eine intelligente Klimapolitik umsetzen, indem es 4,5 Milliarden Pfund für grüne Innovationen ausgibt, so dass weit über 45 Milliarden Pfund übrig bleiben, die anderswo besser ausgegeben werden könnten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Dies hätte nicht nur eine viel bessere Chance, den Klimawandel zu beheben,</strong> sondern würde auch wertvolle Ressourcen freisetzen, um die Innovation voranzutreiben, die Verteidigung zu stärken und &#8211; durch wesentlich niedrigere Energiepreise &#8211; einen wachstumsstarken Kontinent wiederzubeleben, der sich den Herausforderungen der Zukunft wieder stellen kann.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Link zum Original-Artikel: https://www.telegraph.co.uk/news/2025/03/09/ditch-net-zero-to-fund-europes-long-term-safety/</p>
<p>Dazu ergänzend Bjorn Lomborg am 26.03.2025 auf X:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Die Ära der Klimahysterie geht rasch zu Ende </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Das Thema wird aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwinden, so wie es das Thema „Überbevölkerung“ getan hat. Der Mangel an Protesten gegen Trumps Maßnahmen im Energiebereich zeigt, wie wenig man sich jemals wirklich um die globale Erwärmung gekümmert hat.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Dazu auch Roger Pielke auf X:</strong> Die „Klima-First“-Wähler sind ein winziger Teil der politischen Landschaft, auch wenn sie in den sozialen Medien, an den Universitäten und bis vor kurzem auch im globalen Finanzsektor viel Aufmerksamkeit und Zeit in Anspruch nehmen. Sie haben viel Lärm gemacht, aber es gab anfangs nicht viele von ihnen. Das Klima ist für viele Menschen auf der Welt einfach nicht so wichtig. Die Leute werden sagen, dass es wichtig ist. Aber wenn man ihnen eine Liste mit 20 Themen vorlegt, kommt es regelmäßig erst auf Platz 17, 18 oder 19.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Und dazu auch Andy A. West auf X:</strong> „Der Klimakatastrophismus ist nachgewiesenermaßen* säkulare Religion. Unterschätzen Sie sie nicht! Sie basiert auf denselben Verhaltensweisen wie Faschismus und Kommunismus, ist also SEHR hartnäckig. Und wird sich wandeln. Die Politik des Vereinigten Königreichs und der EU wird immer noch von ihr beherrscht. Trumps Ablehnung ist der Anfang, nicht das Ende, ihrer Niederlage in den USA.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">*) Siehe das Buch „The Grip Of Culture“ Von Andy A. West</p>
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		<title>„Es gibt keine grüne Energierevolution …</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Jan 2025 06:47:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energie]]></category>
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Das Gegenteil zu behaupten, macht uns arm &#8211; Fossile Brennstoffe sind immer noch das, was die Welt am Laufen hält &#8211; und das wird sich so schnell nicht ändern.“ Diese warnenden Worte hat Björn Lomborg ausgesprochen, und zwar in einem Artikel in der britischen Tageszeitung „The Telegraph“ vom 25.01.2025. Lomborg ist Präsident des Copenhagen Consensus [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-5069" title="Energie" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Energie-150x150.PNG" alt="Energie" width="150" height="150" /></dt>
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<p>Das Gegenteil zu behaupten, macht uns arm &#8211; Fossile Brennstoffe sind immer noch das, was die Welt am Laufen hält &#8211; und das wird sich so schnell nicht ändern.“ Diese warnenden Worte hat Björn Lomborg ausgesprochen, und zwar in einem Artikel in der britischen Tageszeitung „The Telegraph“ vom 25.01.2025. Lomborg ist Präsident des Copenhagen Consensus und Gastwissenschaftler an der Hoover Institution der Stanford University. Bekannt wurde er durch seine Bücher, das letzte erschien 2022 unter dem Titel „Klimapanik: Warum uns eine falsche Klimapolitik Billionen kostet und den Planeten nicht retten wird“.<br />
<span id="more-10493"></span></p>
<p>Lomborg räumt in seiner Darstellung mit einigen Mythen auf und tut dies auf fundierte Weise. Der Artikel ist nachstehend mittels DeepL Translate übersetzt wiedergegeben (Quelle für das Original: <a href="https://archive.ph/EufH0">https://archive.ph/EufH0</a>). Für seine Vergleiche zieht er Großbritannien heran, die beschriebene Situation ist aber in ganz West- und Mitteleuropa sehr ähnlich. Klar ausgesprochen wird, dass Wind- und Solarstrom die wahren Kostentreiber sind.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Mythos, dass die grüne Energiewende unausweichlich ist und billigen Strom für alle bringen wird, ist eine der gefährlichsten Selbsttäuschungen der globalen Eliten.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Trotz zweier Jahrzehnte politischer Bemühungen decken fossile Brennstoffe im Jahr 2022 immer noch 81 Prozent des weltweiten Energiebedarfs, gegenüber 81,2 Prozent im Jahr 2000.<br />
Beim optimistischsten Trend werden fossile Brennstoffe auch im Jahr 2100 noch zwei Drittel der gesamten Energie liefern.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Doch die westlichen Regierungen, die diese teuren Maßnahmen am enthusiastischsten verfolgt haben, wurden von multilateralen Organisationen, Klimaaktivisten und den Medien gelobt, die alle das Geldausgeben mit dem Erreichen von Ergebnissen verwechseln.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Nach Jahrzehnten fast ungebremster grüner Bemühungen sind die Stromkosten im Vereinigten Königreich, in Europa und in fortschrittlichen US-Bundesstaaten wie Kalifornien in die Höhe geschossen.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das Vereinigte Königreich zahlt einen hohen Preis für seine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz: Sein inflationsbereinigter Strompreis, der sich auf Haushalte und Industrie verteilt, hat sich von 2003 bis 2023 verdreifacht, hauptsächlich wegen der Klimapolitik.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das hätte nicht sein müssen: Der US-Strompreis ist im gleichen Zeitraum fast unverändert geblieben.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die gesamte jährliche Stromrechnung im Vereinigten Königreich beläuft sich derzeit auf 90 Milliarden Pfund, das sind 59 Milliarden Pfund mehr, als wenn die realen Preise seit 2003 unverändert geblieben wären. Das entspricht einer Verschwendung von 2,1 % des BIP pro Jahr. Dieser unnötige Anstieg ist so kostspielig, dass er doppelt so hoch ist wie die gesamten Kosten der britischen Grundschulbildung.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wären die Preise auf dem Niveau von 2003 geblieben, würde eine durchschnittliche vierköpfige Familie 1.882 Pfund für Strom ausgeben &#8211; einschließlich der indirekten Kosten der Industrie. Stattdessen zahlt sie jetzt 5.425 Pfund pro Jahr.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Es besteht ein starker, eindeutiger Zusammenhang zwischen mehr Solar- und Windenergie und wesentlich höheren durchschnittlichen Energiepreisen.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>In der Tat gibt es kein Land auf der Welt, das einen hohen Anteil an Solar- und Windenergie mit niedrigen Stromkosten kombiniert. Daten der Internationalen Energieagentur zeigen, dass die durchschnittlichen Stromkosten in einem Land mit wenig oder gar keiner Solar- und Windenergie bei etwa 10 Pence pro kWh liegen. Für jeweils 10 Prozentpunkte zusätzlicher Solar- und Windenergie steigen die Kosten um mehr als 4 Pence.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das wenig überraschende Ergebnis ist, dass das Vereinigte Königreich und Europa Mühe haben, wettbewerbsfähig zu bleiben. Europäische Unternehmen zahlen das Dreifache der US-Stromkosten, und fast zwei Drittel der europäischen Unternehmen geben an, dass die Energiepreise ein großes Investitionshindernis darstellen. Mehr als 30 Millionen Europäer sind „energiearm“.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Abkehr von fossilen Brennstoffen scheitert an der Unbeständigkeit und Unzuverlässigkeit der grünen Energie. Um die Netzstabilität zu gewährleisten, ist eine fast eins-zu-eins-Ersatzstromversorgung erforderlich, die in der Regel aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird. Die Steuerzahler zahlen am Ende für zwei Stromsysteme.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Es ist logisch zu fragen, warum wir dieses Problem nicht mit Batterien lösen. Um eine Wirkung zu erzielen, müssten Batterien nicht nur nachts Energie liefern, wenn keine Sonne scheint, sondern auch im Winter, wenn der Verbrauch höher ist, die Sonne weniger scheint und es lange windstille Zeiten gibt.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Derzeit würden die Batterien im Vereinigten Königreich weniger als 13 Minuten des Verbrauchs decken. Eine Studie der Royal Society ergab, dass zur Deckung des gesamten Strombedarfs durch Sonnen- und Windenergie die Speicher mindestens 10.000 Mal größer sein müssten.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Mit Batterien würde dies 15 Billionen Pfund kosten, also etwa das Fünffache des derzeitigen britischen BIP. Wenn man berücksichtigt, dass die Batterien alle 15 Jahre ausgetauscht werden müssen, würden sich die Kosten jedes Jahr auf ein Drittel des britischen BIP belaufen.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Fossile Brennstoffe sind nach wie vor unverzichtbar für Düngemittel, Stahl, Zement und Kunststoffe sowie für energieintensive Sektoren wie Luftfahrt, Schifffahrt und Schwerindustrie. Der weltweite Energieverbrauch steigt jedes Jahr um 2 bis 3 Prozent, wobei Innovationen wie Fracking die Kosten senken und die Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe erhöhen.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Unter Präsident Trump werden die USA &#8211; bereits jetzt der weltweit führende Ölproduzent &#8211; ihre kostspielige umweltfreundliche Politik aufgeben und die Produktion fossiler Brennstoffe weiter ausbauen, während die wachsenden Volkswirtschaften des globalen Südens die Nachfrage weiter steigern werden.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Gleichzeitig benötigen aufkommende Technologien wie künstliche Intelligenz, elektrischer Transport und große Datenzentren noch mehr Energie.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die politischen Entscheidungsträger müssen mehr in Forschung und Entwicklung investieren, um die großen Schwächen der heutigen grünen Energie zu überwinden. Es ist an der Zeit, der Realität ins Auge zu sehen, dass die grüne Energie im Vereinigten Königreich und anderswo noch nicht bereit ist.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Irrglaube, wir stünden am Rande einer grünen Revolution, ist sowohl offensichtlich unwahr als auch unglaublich kostspielig, da er eine fehlgeleitete Politik aufrechterhält, die die Notwendigkeit echter Innovationen ignoriert und die globale Wettbewerbsfähigkeit untergräbt.</em></p>
<p>Anmerkung: Der Artikel enthält die interessante quantitative Aussage, dass 10 Prozent mehr Strom aus Wind- und Solarenergie den Strompreis um 40 Prozent erhöhen….<br />
&#8212;</p>
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		<title>Gedanken zur Zeit</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2025/01/17/gedanken-zur-zeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 11:53:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[




Mit dem Beginn der neuen Präsidentschaft in den USA tut sich in vieler Hinsicht eine neue Zeit auf. Es scheint sich die Möglichkeit anzubahnen, den durch die alten Medien ausgebreiteten bleiernen Mantel des „Wokeismus“ langsam abstreifen zu können. Neben der Aussicht, wieder etwas Licht und freien Atem zu bekommen, darf so etwas wie Hoffnung aufkeimen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_3174" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-3174" title="Pfeil aufwärts grün" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Pfeil-aufwärts-grün-150x150.jpg" alt="Pfeil" width="150" height="150" /></dt>
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</div>
<p>Mit dem Beginn der neuen Präsidentschaft in den USA tut sich in vieler Hinsicht eine neue Zeit auf. Es scheint sich die Möglichkeit anzubahnen, den durch die alten Medien ausgebreiteten bleiernen Mantel des „Wokeismus“ langsam abstreifen zu können. Neben der Aussicht, wieder etwas Licht und freien Atem zu bekommen, darf so etwas wie Hoffnung aufkeimen, dass verengte und eingefahrene (Zwangs-)Vorstellungen und verknöcherte Ideologien aufgebrochen werden. Und dass stattdessen die wirklich wichtigen Zukunftsthemen erörtert und erstrebenswerte Visionen aufgezeigt werden.</p>
<p><span id="more-10473"></span></p>
<p><strong>Schluss mit der Grün-Religion</strong></p>
<p>Der erste mutige Schritt wäre ein umfassendes Abstreifen alles dessen, was auch nur entfernt mit einer verbohrten und überkommenden Ideologie zu tun hat. Mit der Grün-Religion etwa. Religion deshalb, weil gewisse Glaubenssätze vorgegeben sind und nicht mehr diskutiert werden dürfen. Wie die Sache mit dem Klima und dem CO2. Wenn aber Diskussion nur mehr in eine Richtung laufen und in einem ganz eng begrenzten Overton-Fenster stattfinden darf, dann hat man es nicht mit freiem Gedankenaustausch zu tun, sondern mit der Verbreitung und Indoktrinierung von Propaganda. Hier braucht es frische Luft.</p>
<p><strong>Freiheit für offene Diskussion</strong></p>
<p>Es braucht eine offene Diskussion über den Wahn, Europa – besser gesagt den Ländern, die (noch) über Industrie verfügen – alle Last für weltweite „Klimaneutralität“ aufbürden zu wollen. Es muss möglich sein, auch jene Stimmen zu hören, die der CO2-Klima-Sache skeptisch oder ablehnend gegenüberstehen und diese nicht von vornherein als „Leugner“ (Leugnen hat mit Lügen zu tun) abzustempeln. Bis hin zu Leuten wie etwa Dr. Simon Goddek mit seiner kritischen Aussage: „Die Kilma-Agenda ist nichts weiter als eine umbenannte Version des Kommunismus: Umverteilung des Reichtums, zentrale Planung und totalitäre Kontrolle.“</p>
<p><strong>Unangenehme Fragen</strong></p>
<p>Wer kann stichhaltige Belege dafür bringen, welche Auswirkungen auf die Temperatur der Atmosphäre die vielen Milliarden Dollars, Euros etc. gehabt haben, die im Namen des „Klimaschutzes“ und der „Klima-Neutralität“ in den letzten Jahrzehnten ausgegeben worden sind? Wenn – wie anzunehmen ist – keine Nachweise dafür erbracht werden können: Liegt hier nicht ein Riesen-Problem mit der Glaubwürdigkeit nicht nur der Klima-Wissenschaft vor, sondern auch aller jener Politiker, Institutionen, Organisationen, die sich dem geldverschlingendem Kampf gegen den angeblich menschgemachten Klimawandel verschrieben haben?</p>
<p><strong>Warum nicht Subventionen abschaffen?</strong></p>
<p>Wenn wir schon beim Geld sind: Wäre es nicht sinnvoll, sich bei allem, das mit Energie zu tun hat, die Grundsatzfrage zu stellen, warum überhaupt gefördert werden muss?  Jede Förderung muss doch von denen mitbezahlt werden, die keine solche beanspruchen! Könnte man nicht zumindest versuchsweise für eine bestimmte Periode jegliche Subvention streichen? Warum muss der Kauf von Elektroautos de facto finanziell jenen schmackhaft gemacht werden, die sich ein derartiges Fahrzeug ohnehin leisten können und wollen? Warum müssen Anlagen für erneuerbare Energien gefördert werden?</p>
<p><strong>Skepsis gegenüber Aktivisten</strong></p>
<p><strong></strong>Es wäre auch längst an der Zeit, ab sofort allen jenen Zeitgenossen mit Skepsis zu begegnen, die sich meist ohne jede fachliche Qualifikation in irgendeiner gewählten Sache umtun: Gemeint sind die sogenannten Aktivisten. Der US-amerikanische Wissenschaftler und vielfache Autor Thomas Sowell meinte zu dieser Art, öffentliche Aufmerksamkeit erreichen zu wollen: „Aktivismus ist für unnütze Menschen eine Möglichkeit, sich wichtig zu fühlen, selbst wenn die Folgen ihres Aktivismus für diejenigen, denen sie angeblich helfen, kontraproduktiv und für das gesellschaftliche Gefüge als Ganzes schädlich sind.“ Schluss damit!</p>
<p><strong>Mit Elan nach vorne schreiten</strong></p>
<p>Stattdessen ist auf allen gesellschaftlichen Ebenen nüchternes und konstruktives Denken mehr denn je gefragt. Politiker sollten das übliche Hick-Hack reduzieren und sich auf Wesentliches besinnen. Sie  als Staatsdiener wären doch auch und vor allem dazu da, basierend auf den vorhandenen Möglichkeiten eine umfassende und zugleich begeisternde Vision zu entwerfen und zu zeigen, wo unser Land in zehn oder zwanzig Jahren stehen soll. Gemeinsam sollten wir die besten Ideen dazu einzubringen und sich für deren Verwirklichung einzusetzen. Die grauen Gehirnzellen sind schließlich der wertvollste Rohstoff, den wir hierzulande haben.<br />
&#8212;</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 101px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">Schluss mit der Grün-Religion<br />
Der erste mutige Schritt wäre ein umfassendes Abstreifen alles dessen, was auch nur entfernt mit einer verbohrten und überkommenden Ideologie zu tun hat. Mit der Grün-Religion etwa. Religion deshalb, weil gewisse Glaubenssätze vorgegeben sind und nicht mehr diskutiert werden dürfen. Wie die Sache mit dem Klima und dem CO2. Wenn aber Diskussion nur mehr in eine Richtung laufen und in einem ganz eng begrenzten Overton-Fenster stattfinden darf, dann hat man es nicht mit freiem Gedankenaustausch zu tun, sondern mit der Verbreitung und Indoktrinierung von Propaganda. Hier braucht es frische Luft.<br />
Freiheit für offene Diskussion<br />
Es braucht eine offene Diskussion über den Wahn, Europa – besser gesagt den Ländern, die (noch) über Industrie verfügen – alle Last für weltweite „Klimaneutralität“ aufbürden zu wollen. Es muss möglich sein, auch jene Stimmen zu hören, die der CO2-Klima-Sache skeptisch oder ablehnend gegenüberstehen und diese nicht von vornherein als „Leugner“ (Leugnen hat mit Lügen zu tun) abzustempeln. Bis hin zu Leuten wie etwa Dr. Simon Goddek mit seiner kritischen Aussage: „Die Kilmaagenda ist nichts weiter als eine umbenannte Version des Kommunismus: Umverteilung des Reichtums, zentrale Planung und totalitäre Kontrolle.“<br />
Unangenehme Fragen<br />
Wer kann stichhaltige Belege dafür bringen, welche Auswirkungen auf die Temperatur der Atmosphäre die vielen Milliarden Dollars, Euros etc. gehabt haben, die im Namen des „Klimaschutzes“ und der „Klima-Neutralität“ in den letzten Jahrzehnten ausgegeben worden sind? Wenn – wie anzunehmen ist – keine Nachweise dafür erbracht werden können: Liegt hier nicht ein Riesen-Problem mit der Glaubwürdigkeit nicht nur der Klima-Wissenschaft vor, sondern auch aller jener Politiker, Institutionen, Organisationen, die sich dem geldverschlingendem Kampf gegen den angeblich menschgemachten Klimawandel verschrieben haben?<br />
Warum nicht Subventionen abschaffen?<br />
Wenn wir schon beim Geld sind: Wäre es nicht sinnvoll, sich bei allem, das mit Energie zu tun hat, die Grundsatzfrage zu stellen, warum überhaupt gefördert werden muss?  Jede Förderung muss doch von denen mitbezahlt werden, die keine solche beanspruchen! Könnte man nicht zumindest versuchsweise für eine bestimmte Periode jegliche Subvention streichen? Warum muss der Kauf von Elektroautos de facto finanziell jenen schmackhaft gemacht werden, die sich ein derartiges Fahrzeug ohnehin leisten können und wollen? Warum müssen Anlagen für erneuerbare Energien gefördert werden?<br />
Skepsis gegenüber Aktivisten<br />
Es wäre auch längst an der Zeit, ab sofort allen jenen Zeitgenossen mit Skepsis zu begegnen, die sich meist ohne jede fachliche Qualifikation in irgendeiner gewählten Sache umtun: Gemeint sind die sogenannten Aktivisten. Der US-amerikanische Wissenschaftler und vielfache Autor Thomas Sowell meine zu dieser Art, öffentliche Aufmerksamkeit erreichen zu wollen: „Aktivismus ist für unnütze Menschen eine Möglichkeit, sich wichtig zu fühlen, selbst wenn die Folgen ihres Aktivismus für diejenigen, denen sie angeblich helfen, kontraproduktiv und für das gesellschaftliche Gefüge als Ganzes schädlich sind.“ Schluss damit!<br />
Mit Elan nach vorne schreiten<br />
Stattdessen ist auf allen gesellschaftlichen Ebenen nüchternes und konstruktives Denken mehr denn je gefragt. Politiker sollten das übliche Hick-Hack reduzieren und sich auf Wesentliches besinnen. Sie  als Staatsdiener wären doch auch und vor allem dazu da, basierend auf den vorhandenen Möglichkeiten eine umfassende und zugleich begeisternde Vision zu entwerfen und zu zeigen, wo unser Land in zehn oder zwanzig Jahren stehen soll. Gemeinsam sollten wir die besten Ideen dazu einzubringen und sich für deren Verwirklichung einzusetzen. Die grauen Gehirnzellen sind schließlich der wertvollste Rohstoff, den wir hierzulande haben.<br />
&#8212;</div>
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		<title>Energiezukunft am Scheideweg</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2024/12/13/energiezukunft-am-scheideweg/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Dec 2024 13:11:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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„Erneuerbare Energie ja, aber bitte nicht vor meiner Haustür!“ – Dieses Statement kennen viele Planer schon aus den letzten Jahrzehnten, wenn an bestimmten Orten etwa die Errichtung eines Biomasse-Heizwerks geplant war. Nicht anders verhält sich die Situation derzeit in der  Steiermark rund um den geplanten Solarspeicher und das Heizwerk samt großflächigem Solarpark nahe Wildon. Vielleicht [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10355" title="Windrad" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Windrad-150x150.png" alt="Windrad" width="150" height="150" /></dt>
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</div>
<p>„Erneuerbare Energie ja, aber bitte nicht vor meiner Haustür!“ – Dieses Statement kennen viele Planer schon aus den letzten Jahrzehnten, wenn an bestimmten Orten etwa die Errichtung eines Biomasse-Heizwerks geplant war. Nicht anders verhält sich die Situation derzeit in der  Steiermark rund um den geplanten Solarspeicher und das Heizwerk samt großflächigem Solarpark nahe Wildon. Vielleicht kommen künftig auch noch Widerstände dazu gegen die erforderlichen Fernwärmetrassen, die von beabsichtigten Geothermie-Bohrungen in der Oststeiermark in das Wärmeversorgungsnetz der Stadt Graz führen sollen.</p>
<p><span id="more-10404"></span></p>
<p><strong>Erneuerbare Energie braucht ihren Platz</strong></p>
<p>Und zwar recht viel Platz. Das ist offensichtlich bei einer Großanlage wie der im Photovoltaik-Park in Bärnbach und Rosental an der Kainach, die sich über 20 Hektar flachen Landes erstreckt. Aber auch die heute üblichen Windkraftanlagen erfordern ausreichende Abstände untereinander und – was besonders im alpinen Bereich negativ auffällt – extra breite und zum Teil landschaftsverändernde Zufahrtsstraßen für deren Errichtung. Biomasse-Heizwerke benötigen zwar weniger Fläche, verursachen aber Emissionen. Auch wenn letztere kaum gefährlich sind, versucht man, diese Heizwerke möglichst mit Abstand zu Wohnsiedlungen zu errichten.</p>
<p><strong>Eine neue Sichtweise auf das Wesen von Energie</strong></p>
<p>Es war wieder einmal der kanadische Universitätsprofessor tschechischer Abstammung Vaclav Smil, der sich als erster breitenwirksam mit dem Begriff der Energiedichte beschäftigt und darüber ein Buch geschrieben hat mit dem Titel „Power Density: A Key to Understanding Energy Sources and Uses” (Frei übersetzt etwa „Energiedichte: Ein Schlüssel zum Verständnis von Energiequellen und deren Verwendung“). Vaclav Smil ist bekannt dafür, Themen – darunter besonders solche, die Energie betreffen – aus neuen Gesichtswinkeln zu betrachten und dadurch oft verblüffende Zusammenhänge offenzulegen.</p>
<p><strong>Der Begriff der Energiedichte</strong></p>
<p>Darunter versteht man bei Energieerzeugern die abgegebene Leistung bezogen auf die Grundfläche, die deren Anlagen benötigen. Der Wert für die Energiedichte wird dargestellt in der Dimension Watt pro Quadratmeter (W/m²). Er ist zunächst von Interesse für Anwendungen der Erneuerbaren Energie und für Vergleiche zueinander. Bei Fotovoltaik-Anlagen wird das gesamte Areal betrachtet, bei Windkraftanlagen auch die benötigte Fläche einschließlich erforderlicher Abstände zueinander und zu sonstigen Hindernissen. Zu beachten ist dabei, dass gebäudeintegrierte Solaranlagen ihren Platzbedarf innerhalb der Gebäudegrenzen finden.</p>
<p><strong>Es gilt: Je höher der Wert, desto besser</strong></p>
<p>Das deshalb, weil daraus in erster Näherung zu schließen ist, dass geringere Investitionskosten und höhere Energieerträge erwartet werden dürfen. Absolute Zahlenwerte allein haben aber wiederum wenig Aussagekraft, viel interessanter ist hingegen der Vergleich erneuerbarer Energiearten untereinander: Am günstigsten fährt man nach der Darstellung von Smil mit solarer Warmwasserbereitung, gefolgt von Wärmepumpen, danach folgt Photovoltaik an Gebäudedächern. Deutlich abgeschlagen folgen Photovoltaik-Farmen oder -parks, erst dahinter liegen Windkraftanlagen.</p>
<p><strong>Wieviel höher sind die Energiedichten konventioneller Energieerzeugung?</strong></p>
<p>Wo liegen im Vergleich dazu die Energiedichten konventioneller Energieerzeugung, sprich aus Kohle, Erdöl, Erdgas und Kernkraft? Smil stellt hier wieder einen Vergleich an: Im Verhältnis zu erneuerbaren Energien sind die Energiedichten konventioneller Brennstoffe um den Faktor einhundert bis einhunderttausend höher! Das bedeutet: Wollte man die gegenwärtig angezapften konventionellen Energiequellen durch erneuerbare ersetzen, müsste Land in der Größenordnung des Hundertfachen bis zum Hunderttausendfachen der gegenwärtig mit konventioneller Energieerzeugung belegten Flächen zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong>Ist eine vollständige Transformation auf erneuerbare Energie möglich?</strong></p>
<p>Vereinfacht gesagt: Nein. In Stadtstaaten wie Singapur oder in dicht besiedelten Ländern wie den Niederlanden ist das von vornherein nicht möglich. Aber selbst großflächige Länder würden sich schwertun, für erneuerbare Energien jene Flächen zur Verfügung zu stellen, die zur Deckung auch nur eines Drittels des gesamten Energiebedarfs erforderlich wären. – Was sagt uns das alles? Erstens: Wir sehen uns vor zunehmenden gesellschaftlichen Konflikten, was die Beschaffung weiterer Energieflächen betrifft. Zweitens: Wir müssen uns entscheiden, ob und wie weit unverbauter Lebensraum oder erneuerbare Energieversorgung Vorrang haben sollen.<br />
&#8212;</p>
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		<title>Eindrücke von der Intersolar 2024</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2024 17:05:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energieeffizienz]]></category>

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Nach einjähriger Abwesenheit infolge wichtiger familienbedingter Ereignisse wieder bei der Intersolar am Messegelände München-Riem! Diese Messe ist nach wie vor ein Muss-Ereignis für alle an Solarenergienutzung Interessierten. Der technische Schwerpunkt liegt dem zeitgemäßen Trend entsprechend auf Fotovoltaik (PV) und das nötige Drumherum. Aussteller kommen aus allen Weltgegenden, besonders viele aus Asien, etliche aus dem indischen [...]]]></description>
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<dl id="attachment_10071" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10071" title="Intersolar 24" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Intersolar-24-150x150.png" alt="Intersolar 24" width="150" height="150" /></dt>
</dl>
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<p>Nach einjähriger Abwesenheit infolge wichtiger familienbedingter Ereignisse wieder bei der Intersolar am Messegelände München-Riem! Diese Messe ist nach wie vor ein Muss-Ereignis für alle an Solarenergienutzung Interessierten. Der technische Schwerpunkt liegt dem zeitgemäßen Trend entsprechend auf Fotovoltaik (PV) und das nötige Drumherum. Aussteller kommen aus allen Weltgegenden, besonders viele aus Asien, etliche aus dem indischen Subkontinent. Will man an einem der Stände der etwa neunhundert Aussteller problemlos Kontakt aufnehmen, tut man dies vorsichtshalber gleich auf Englisch.</p>
<p><span id="more-10070"></span>Dass ich wieder an der Seite von zwei ausgewiesenen Experten vom Fach durch die Hallen schlendern kann, erweist sich einmal mehr als besonderer Segen: Die Burgenländer Alfred Lang aus Riedlingsdorf und Ewald Samer aus Litzelsdorf haben im letzten Jahrzehnt jeweils mehrere stattliche PV-Projekte im Rahmen innovativer Gebäudekonzepte realisiert oder zumindest mit ihrem Knowhow unterstützt. Beide waren also in diesem Gebiet tätig schon lange vor dem jetzigen Boom. Alfred Lang ist Elektromeister, Ewald Samer Heizungs-etc.-Installateur-Meister und Passivhausspezialist, beide befinden sich schon einige Jahre im Un-Ruhestand.</p>
<p><strong>Spannende Zeiten</strong></p>
<p>Aus der Sicht der Fachwelt konnte die Messe kaum zu einem spannenderen Zeitpunkt kommen als jetzt. Einerseits haben große Zukunftshoffnungen und verschiedene finanzielle Förderanreize dazu geführt, dass der Markt für PV-Anlagen in europäischen Ländern zunächst äußerst stark gewachsen ist. Dass die Hoffnungen vielfach übertrieben waren, hat sich bald darauf in einem unerwarteten Rückgang gezeigt. Zugleich aber warfen vor allem chinesische Hersteller weitere, riesige Mengen an PV-Moduln und Batteriespeicher auf den Markt, mit der Folge eines starken Preisverfalls und der Erkenntnis, dass in der Solarindustrie China eine Größe ist, die den Weltmarkt dominiert.</p>
<p><strong>Chinesische Messepräsenz überwältigend</strong></p>
<p>Nicht nur den Weltmarkt, auch die Messe: Von den genannten dreitausend Ausstellern war geschätzt ein Drittel allein der chinesischen Volksrepublik zuzuschreiben. Allein schon etwa einhundertfünfzig Firmen trugen den Stadtnamen „Shenzhen“ im Firmennamen, von der  „Shenzhen Syd Network Technology Co., Ltd.“ bis zur „Shenzhen Zhongxin Green Energy Techn. Co., Ltd.“,  über fünfzig die Bezeichnung „Jiangsu“, „Jiangxi“ oder „Jiangyin“, vierzig die Bezeichnung „Guangdong“ oder „Guangzhou“, über vierzig die Bezeichnung „Zhejiang“, über dreißig die Bezeichnung „Xiamen“ usw., usw.</p>
<p><strong>Geschäftsfelder</strong></p>
<p>Nun besteht der PV-Markt nicht nur aus dem Verkauf von PV-Paneelen, sondern PV-Anlagen benötigen eine Vielzahl von weiteren Bauteilen, die dafür sorgen, dass der erzeugte elektrische Strom dorthin gelangt, wo er genutzt werden kann. Rein aus subjektiver Sicht dürfte das profitable Geschäft heutzutage eher in den Komponenten zu finden sein. Das beginnt schon bei Befestigungssystemen, von denen es eine große Vielfalt gibt, führt über Wechselrichter, Steuerungseinheiten, Speichersysteme etc. hin zu ausgeklügelten Systemen für Power-to-Heat, also Umwandlung von Solarstrom in thermische Energie dort, wo solche gebraucht wird, etwa in der Erzeugung von Brauchwarmwasser oder zur Heizungsunterstützung.</p>
<p><strong>Welche Trends sind zu beobachten?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nach Meinung der beiden Experten und aus Gesprächen mit Ausstellern:</span></p>
<p>Systeme im Mittelpunkt: Heute werden von den Anbietern Gesamtsysteme favorisiert. Die Zeit, in der über Art und Qualität von einzelnen Bausteinen diskutiert wurde, scheint vorbei zu sein.</p>
<p>Anlagenumfang: Die privaten Anlagen werden größer – was dem Preisverfall geschuldet sein mag – und Speichersysteme gehören heute schon zum Standard.</p>
<p>Elektroautos: Die Mobilität wird miteinbezogen, bidirektionales Laden wird auffällig mehr angeboten;</p>
<p>Solarstrom-Akzeptanz: Der Gratis-Sonnenstrom für Licht, Wärme und Mobilität wird von Bauherrn immer mehr akzeptiert und oft sogar gefordert.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Was mir aufgefallen ist:</span></p>
<p>Zur Größe der Messe: Vor genau zehn Jahren war nur ein Teil der Hallen belegt, heute zeigen die Hallenpläne Vollauslastung an;</p>
<p>Zur Technik der PV-Module: Für den Außenstehenden erscheint bemerkenswert, dass es trotz der Unzahl von produzierten Einheiten noch keine Norm für die Abmessungen der Solar-Paneele gibt;</p>
<p>Zur Technik der Komponenten: Alles erscheint im Vergleich zur Messe vor zwei Jahren in ausgereifter Form, was sich nicht zuletzt in besserem Design äußert;</p>
<p>Zu den Österreichern: Starke Präsenz von Firmen und Besuchern, wobei letztere von der geografischen Nähe des Messestandorts profitieren dürften.</p>
<p><strong>Menschliches </strong></p>
<p>Die beiden Experten nutzten den Messebesuch nicht nur zur Erkundung von Neuheiten, sondern auch zur Auffrischung von Kontakten mit Technikern der Hersteller und mit Ansprechpersonen von Händlern, Planern und Konsulenten, die sich im Fachgebiet PV umtun. Auch die betreffenden Firmenvertreter scheinen dies zu goutieren, sofern sie sich einen ausreichenden Zeitrahmen in ihren vollen Terminkalendern freischaufeln konnten. Standbesuche ohne vorhergehende Vereinbarung eines Gesprächstermins erwiesen sich mitunter als mühsam, wenig ergiebig und nicht sehr produktiv.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Ölheizung ade?</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2023/06/09/olheizung-ade/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jun 2023 08:32:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Brennstoffe]]></category>
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		<category><![CDATA[Haustechnik]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Weg der Ölheizungen von den Anfängen über den Boom bis zum Ende.]]></description>
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<dl id="attachment_3935" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Storno.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3935" title="Storno" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Storno-150x150.jpg" alt="Storno" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>In der Nachkriegszeit der 1950er-Jahre wurden mit beginnendem Wohlstand in der kleinstädtisch geprägten Gegend, in der ich aufgewachsen bin, mit viel Eigenleistung zahlreiche Einfamilienhäuser errichtet. Heizungsseitig gesehen waren sie noch recht einfach ausgestattet: Sie besaßen mit Holz und Kohle befeuerte Kaminöfen. Warmwasser gab es nur zu Badetagen, die damals üblichen Badezimmeröfen vertrugen ordentliche Mengen Brennstoff. Mit den Sechzigern kamen dann Zentralheizungen auf, anfangs ebenfalls noch mit Festbrennstoffen betrieben. Allmählich aber begannen sich bei denen, die es sich leisten konnten, Ölfeuerungen durchzusetzen.</p>
<p><span id="more-9334"></span></p>
<p>Anfangs waren vor allem die größeren Anlagen noch mit leichten oder gar mittelschweren Heizölen befeuert, die elektrisch vorgewärmt werden mussten. Dennoch: Gegenüber Festbrennstoffheizungen war der Komfortgewinn enorm. Für kleinere Heizanlagen war Heizöl extra leicht in Verwendung, das sich dann ab den Achtzigern praktisch als Standard etablierte. Die Verbrennungstechniken wurden ständig verbessert, zahlreiche Hersteller betraten den Markt, auch kleinere, die nur regionale Bedeutung hatten.</p>
<p><strong>Ölfeuerungen brachten konkurrenzlosen Komfort</strong></p>
<p>Interessanterweise vermochten auch die sogenannten Ölkrisen 1973 oder 1979 und die aufeinanderfolgenden Preiserhöhungen in unserer ländlichen Gegend die Beliebtheit ölbefeuerter Zentralheizungskessel nicht zu mindern. Preisschwankungen konnte man durch geschicktes Abwarten vor der nächsten Tankbefüllung abfedern, außerdem gab es unter den Lieferanten noch so etwas wie Konkurrenz. Für das Heizöl als Energielieferant waren auch noch keine ernsten Mitbewerber in Sicht, Erdgas oder Fernwärme waren den größeren Städten vorbehalten und am Land kein Thema. Auch Flüssiggasanlagen waren seltene Ausnahmeerscheinungen.</p>
<p><strong>Ersatz von Heizöl durch Holzfeuerung oder Wärmepumpen</strong></p>
<p>Erste, zu Beginn noch zaghafte Herausforderer erschienen erst in den Achtzigern auf der Bildfläche: Einerseits automatisierte Holzheizungen in Form von Hackschnitzel- und später Pellets-Feuerungen und andererseits Wärmepumpen, anfangs überwiegend solche mit Erdwärmenutzung. Während die Anzahl an Holzheizungen seither stetig zunahm, hauptsächlich wegen der breiten Verfügbarkeit des heimischen Brennstoffs und wegen seines Kostenvorteils, war der Wärmepumpentechnik eher ein Wechselbad der Akzeptanz beschieden: Mal ging etwas, dann stagnierten die Absatzzahlen wieder.</p>
<p><strong>Ersatz von Heizöl durch Fernwärme</strong></p>
<p>Ebenfalls beginnend mit den Achtzigern kam in der kleinstädtischen und ländlichen Region ein weiterer Faktor ins Spiel: Fernwärme, hier wegen der Kleinräumigkeit auch oft als Nahwärme bezeichnet. Diese Anlagen werden fast ausschließlich mit Biomasse in Form von Holz-Hackschnitzeln befeuert und sind heute aus vielen Marktflecken und kleineren Städten nicht mehr wegzudenken. Da sie für den Wärmebezieher den Vorteil boten, sich praktisch nicht mehr mit Heizung beschäftigen zu müssen, sind im Lauf der Zeit auch viele Ölfeuerungsanlagen durch Fernwärmestationen ersetzt worden.</p>
<p><strong>CO2-Emissionen sind kein geeigneter Maßstab</strong></p>
<p>Im gesamten gesehen spielen aber die Ölfeuerungsanlagen immer noch eine bedeutende Rolle in der Wärmeversorgung von Einfamilienhäusern. Dass von EU- und nationaler Gesetzgeberseite ausgerechnet mit dem Argument der CO2-Reduktion den Ölheizungen nun der totale Krieg angesagt wurde, entbehrt nicht der Ironie: Die Verfeuerung von Heizöl verursacht pro Kilowattstunde Endenergie wesentlich weniger CO2- Emissionen als die von Holz, das deutlich mehr CO2-Emissionen verursacht als Heizöl, nämlich fast gleich viel wie Kohle!</p>
<p><strong>Alte Abhängigkeiten nicht gegen neue eintauschen</strong></p>
<p>Auch wenn die energiepolitischen Ho-Ruck-Methoden unnötigen zeitlichen und finanziellen Stress verursachen, darf man dennoch den langsamen Abschied vom Heizöl begrüßen, allein schon der Abhängigkeit von den Öllieferanten wegen. Nur muss der Übergang auf Neues mit Bedacht, Beachtung und Vermeidung möglicher Nachteile erfolgen, dies auch deshalb, um nicht alte Abhängigkeiten gegen neue einzutauschen. Ob im Hinblick darauf die als Mineralölersatz angedachten E-Fuels politisch und wirtschaftlich sinnvoll sein können und ob sich daraus ein neues Leben für Ölfeuerungen ergibt, wird erst die Zukunft zeigen.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Die materielle Welt und das CO2</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Mar 2023 13:26:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[CO2-Emission]]></category>
		<category><![CDATA[Energieträger]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

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In Medienberichten tritt uns Neutralität in zweifacher Form entgegen, entweder als militärische oder als klimabezogene. Der Stellenwert der beiden ist unterschiedlich. Die Sinnhaftigkeit der erstgenannten wird diskutiert und zunehmend in Zweifel gezogen, wohingegen die andere zunehmend als unabdingbar postuliert wird. Unter CO2-Neutralität verstehe ich, dass ein Staat oder eine Region alles entstehende Kohlendioxid durch bestimmte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_4700" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/CO2-3.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-4700" title="CO2-3" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/CO2-3-150x150.PNG" alt="C" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>In Medienberichten tritt uns Neutralität in zweifacher Form entgegen, entweder als militärische oder als klimabezogene. Der Stellenwert der beiden ist unterschiedlich. Die Sinnhaftigkeit der erstgenannten wird diskutiert und zunehmend in Zweifel gezogen, wohingegen die andere zunehmend als unabdingbar postuliert wird. Unter CO2-Neutralität verstehe ich, dass ein Staat oder eine Region alles entstehende Kohlendioxid durch bestimmte Maßnahmen derart kompensiert, dass nach außen kein CO2 abgegeben wird. Ein derartiger Zustand wird nicht auf einfache Weise zu erreichen sein.</p>
<p><span id="more-9220"></span></p>
<p>Der kanadische Universitätsprofessor Vaclav Smil hat im Vorjahr ein Buch veröffentlicht, das den Titel trägt „How The World Really Works – A Scientist’s Guide to Our Past, Present and Future“. Es ist unlängst auch auf Deutsch erschienen als „Wie die Welt wirklich funktioniert“, was einer genauen Übersetzung des Originaltitels entspricht. Interessanterweise lautet hingegen der Untertitel nicht wie etwa zu erwarten „Wegweiser eines Wissenschaftlers zu unserer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, sondern „<a href="https://www.amazon.de/Wie-die-Welt-wirklich-funktioniert/dp/3406800556/ref=sr_1_2?crid=2C028TZHCUYPL&amp;keywords=vaclav+smil+how+the+world+really+works+deutsch&amp;qid=1680334590&amp;sprefix=vaclav+smil%2Caps%2C107&amp;sr=8-2">Die fossilen Grundlagen unserer Zivilisation und die Zukunft der Menschheit“, ist also deutlich anders. </a></p>
<p><strong>Der Realität ins Auge sehen</strong></p>
<p>Der Grund dafür ist schnell erklärt. Vaclav Smil ist ein erklärter Freund erneuerbarer Energien, was er in diesem Werk und in anderen seiner Bücher ausführlich kundtut. Er ist aber kein Phantast. Im Gegensatz zu Aktivisten, Grünpolitikern oder manchen Vertretern aus der Wissenschaft steht er in allen seinen Überlegungen mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität. Er kennt Zahlen und Zusammenhänge und zeichnet sich durch eine sorgsam abwägende, aber kompromisslose Aufrichtigkeit und Nüchternheit aus. Eigenschaften also, die wir in der Energie- und Klimadiskussion dringend benötigen.</p>
<p><strong>Ohne fossile Energie geht nichts</strong></p>
<p>„Ich bin weder Pessimist noch Optimist“, meint er in seiner Einleitung, „Ich bin Wissenschaftler, versuche zu erklären, wie die Welt wirklich funktioniert und ich setze dieses bessere Verständnis dazu ein, dass wir unsere künftigen Begrenzungen und Möglichkeiten besser erkennen können.“ Smil behandelt die Themenkreise Energie, Nahrungsmittelproduktion, die materielle Welt, Globalisierung, Risiken, Umwelt und Zukunft. Die knallharte Botschaft: Ohne fossile Energieträger läuft nichts, das gilt für alle genannten Bereiche, und es wird sich auch in den nächsten Jahrzehnten daran nicht viel ändern.</p>
<p><strong>Hitparade der wichtigsten Grundstoffe</strong></p>
<p>Ich greife als Beispiel das Kapitel über die materielle Welt heraus. Smil macht eine Reihung von wichtigen Grundstoffen und bewertet sie anhand ihrer Unentbehrlichkeit, Allgegenwärtigkeit und Größe des Bedarfs. Nimmt man diese kombinierte Bewertung als Grundlage, kommt er auf vier Materialien, die in dieser Reihung am höchsten liegen und er deshalb die vier Säulen der modernen Zivilisation nennt: Zement, Stahl, Kunststoffe und Ammoniak. Das sind Grundstoffe, deren Bedarf steigt und die durch keine anderen Stoffe ersetzt werden können, sicher nicht in naher Zukunft und in globalem Ausmaß.</p>
<p><strong>Hoher Anteil an Energiebedarf und Emissionen</strong></p>
<p>Was besonders wichtig ist: Die Herstellung all dieser Grundstoffe erfordert hohen Einsatz an fossiler Energie und ist ohne diesen nicht denkbar. Den Anteil der Herstellung dieser vier Stoffe am Bedarf von Primärenergie weltweit beträgt 17 Prozent. Infolgedessen ist auch der Anteil an CO2-Emmissionen dafür sehr hoch, er beträgt 25 Prozent aller Emissionen weltweit! Wie sehr wir von diesen Grundstoffen abhängig sind, zeigt allein schon das Beispiel Ammoniak: Es ist die Grundlage zur Herstellung von Stickstoffdünger, der für die Ernährung der Menschheit unverzichtbar ist und das (Über-)Leben von vier Milliarden Menschen hängt direkt davon ab!</p>
<p><strong>Ohne CO2-Emissionen geht es nicht </strong></p>
<p>Auch die Rolle der Kunststoffe seit deren Erfindung vor über hundert Jahren hat sich dramatisch verändert. Konnte man anfangs nur kleine Teile herstellen – der erste Kunststoffteil in der Industrie war der Schaltknauf für einen Rolls-Royce 1916 – ist heute die Anwendung unübersehbar und vielfach unersetzbar, zum Beispiel in der Medizin. Über Beton und Stahl braucht man nicht viel zu erklären, deren Wichtigkeit ist offensichtlich, wenn man aus einem Haus, das fast immer Betonteile enthält, auf einen Parkplatz voller Autos blickt … Fazit: Ohne CO2-Emissionen geht nix, das gilt weltweit und noch für lange, lange Zeit …</p>
<p>&#8212;</p>
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