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	<title>Sonnek &#187; Eigenschaften</title>
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	<description>Blog von Ingo Sonnek</description>
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		<title>Sachverständige und das Prinzip 4M</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Sep 2023 05:42:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Für den Fall, dass Sie irgendeinen Gerichtssachverständigen fragen, welche seiner Eigenschaften er in seiner Tätigkeit für die wichtigsten hält, mute ich mir zu, die Antwort ziemlich sicher vorhersagen zu können: Der hohe Stand des im Laufe der Jahre erworbenen fachlichen Wissens gepaart mit einer langjährigen Berufspraxis seien entscheidend. Mit anderen Worten: Der Sachverständige wird in [...]]]></description>
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<p>Für den Fall, dass Sie irgendeinen Gerichtssachverständigen fragen, welche seiner Eigenschaften er in seiner Tätigkeit für die wichtigsten hält, mute ich mir zu, die Antwort ziemlich sicher vorhersagen zu können: Der hohe Stand des im Laufe der Jahre erworbenen fachlichen Wissens gepaart mit einer langjährigen Berufspraxis seien entscheidend. Mit anderen Worten: Der Sachverständige wird in erster Linie stolz sein auf seine Fachkompetenz und diese entsprechend betonen. – Vor vielen Jahren habe ich auch so gedacht. Mittlerweile sehe ich die wichtigste Eigenschaft in der Beachtung des Prinzips 4M.</p>
<p><span id="more-9583"></span></p>
<p><strong>M</strong>an <strong>m</strong>uss <strong>M</strong>enschen <strong>m</strong>ögen</p>
<p>Das ist mein Prinzip 4M. Ich sehe meine wichtigste persönliche Herausforderung darin, mein Ego so weit beiseitezudrängen, dass es mir bei keiner meiner Aufgaben im Wege steht und dass ich mich vollkommen auf die Menschen einstellen kann, mit denen ich zu tun habe. Dass ich diesen Menschen mit meinen Gaben und Fähigkeiten dienen kann. Das gilt auch und ganz besonders für die Sachverständigentätigkeit. Wobei Dienen nicht mit Unterwürfigkeit gleichgesetzt werden darf, sondern darin besteht, den Mitmenschen auf beste Weise zu helfen, selbst dann, wenn das für sie nicht angenehm oder positiv erscheint.</p>
<p><strong>Ich will mich nicht für wichtig halten</strong></p>
<p>Zugeben muss ich, dass das Alter dazu eine große Hilfe ist. Ich muss und will nichts beweisen. Wenn ich Fehler mache, kann ich die gerne zugeben und korrigieren, mir fällt kein Stein aus der Krone. Ich sehe mich nicht als wichtig, ich bin bloß Helfer des Gerichts – wenn es denn Hilfe braucht – und ziele darauf ab, mit allen Sinnen präsent zu sein, solange ich in einem Verfahren eingebunden bin. Ich lasse mich aber jederzeit sofort „aus dem Spiel nehmen“, wenn meine Aufgabe erledigt ist. Mich interessiert deshalb auch nicht, wie ein Zivilverfahren in der Folge verläuft, denn das Ergebnis ist letztendlich nur für die Streitparteien von Bedeutung.</p>
<p><strong>Achtung auch für ausgeprägte Charaktere</strong></p>
<p>Mir ist auch wichtig, jedem Beteiligten in einem Verfahren mit Achtung und Respekt zu begegnen, unabhängig von seiner Rolle im Verfahren und auch von seiner gesellschaftlichen und sozialen Stellung. Jeder darf erwarten, dass ihm mit Freundlichkeit begegnet wird. Das gilt ausnahmslos für alle Menschen, selbst wenn das oft nicht einfach ist, weil manche Menschen halt einen besonders ausgeprägten Charakter besitzen und diesen an ihren Mitmenschen testen möchten. Auch persönliche Angriffe dürfen mir nichts ausmachen, vorausgesetzt, sie sind ungerechtfertigt und ich habe mir in meinem Verhalten oder in meiner Arbeit nichts zuschulden kommen lassen.</p>
<p><strong>Kein Job für Misanthropen </strong></p>
<p>Gerne gebe ich auch einen Auftrag an einen Kollegen ab, wenn dieser dafür besser qualifiziert ist. Mir liegt nichts an Statusspielen, egal mit wem und egal, ob es sich dabei um solche mit intellektuellem oder materiellem Hintergrund handelt. Das Leben ist dann viel einfacher und viel weniger anstrengend. Man muss Menschen mögen, heißt meine Devise, egal in welcher Rolle sie in mein Leben treten, ich sehe das auch als wichtigste Voraussetzung für Sachverständige. Andererseits ist es eh sehr wahrscheinlich, dass jemand, der tendenziell misanthropisch veranlagt ist und schwierige Menschen grundsätzlich nicht ausstehen kenn, ziemlich sicher nicht Sachverständiger wird werden wollen.</p>
<p><strong>Sozialkompetenz ist schnell erkennbar</strong></p>
<p>Von wegen Fachwissen und Erfahrung – natürlich sind auch diese Eigenschaften wichtig, aber ein Richter setzt diese Eigenschaften ohnehin voraus und er hat am Anfang einer Zusammenarbeit auch keine Möglichkeit und wahrscheinlich auch kein Verlangen, die Fachkompetenz zu überprüfen. Was er aber recht rasch einordnen kann ist, wie es mit den  sozialen und emotionalen Kompetenzen eines bestellten Sachverständigen aussieht, wie er mit Menschen umgeht. Und er wird auch recht bald beurteilen können, ob sein Helfer zielstrebig, effizient und effektiv arbeitet, kurzum, ob er Handlungskompetenz besitzt.</p>
<p><strong>Ganzheitliche Persönlichkeitsentfaltung ist gefragt</strong></p>
<p>In Konsequenz bedeutet das für einen Sachverständigen aus meiner Sicht, dass er seine Fortbildung nicht nur auf das Fachlich-Sachliche beschränken sollte, sondern im Sinne einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentfaltung verstärkt ausrichtet auf die Erlangung größerer Gewandtheit und Sicherheit im Umgang mit Menschen und Menschengruppen, auch angesichts des allgegenwärtigen und eher zunehmenden gesellschaftlichen Konfliktpotentials. Andere Menschen, aber auch sich selbst mögen und richtig einschätzen sind in meinen Augen unabdingbare Voraussetzungen für allseits gedeihliche Zusammenarbeit!</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>25 Jahre Sachverständiger: Was hat sich geändert?</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2022/10/07/25-jahre-sachverstandiger-was-hat-sich-geandert/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2022 12:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Unlängst ist mir bewusst geworden, wie sehr sich die Tätigkeit als Sachverständiger im Lauf des letzten Vierteljahrhunderts gewandelt hat. Für die Veränderungen waren keine abrupten Ereignisse maßgeblich. Stattdessen kam es zu einer Vielzahl kleiner und sich erst allmählich abzeichnender Entwicklungen, die für sich gesehen durchaus unspektakulär abliefen. Manche habe ich nicht beachtet, andere zwar beiläufig [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3358" title="SV" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV-150x150.jpg" alt="SV" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Unlängst ist mir bewusst geworden, wie sehr sich die Tätigkeit als Sachverständiger im Lauf des letzten Vierteljahrhunderts gewandelt hat. Für die Veränderungen waren keine abrupten Ereignisse maßgeblich. Stattdessen kam es zu einer Vielzahl kleiner und sich erst allmählich abzeichnender Entwicklungen, die für sich gesehen durchaus unspektakulär abliefen. Manche habe ich nicht beachtet, andere zwar beiläufig wahrgenommen, jedoch gleich wieder beiseitegeschoben. Aber die Summe macht’s: Erst durch den bewussten Vergleich von Früher zu Heute wurde mir der Unterschied augenscheinlich.</p>
<p><span id="more-8917"></span>Voranstellen muss ich allerdings, dass sich in fünfundzwanzig Jahren auch die eigene Persönlichkeit verändert, ich bin heute nicht mehr der von damals. Damit haben sich die Perspektiven  und Prioritäten verschoben. Anders als damals sind mir heute manche Dinge nicht mehr wichtig. Umgekehrt ziehe ich jetzt Dinge vor, für die mir damals jede Sicht fehlte. Das geht wohl jedem so. Während all der Zeit blieb das Ziel der Arbeit als Sachverständiger eine Art Konstante und damit ein Maßstab, an dem ich erkennen kann, wie sich einzelne Begleitumstände geändert haben.</p>
<p><strong>Verschobene Autoritäten </strong></p>
<p>Viel hat sich getan, wenn ich Arbeit und Wesenszüge von Richtern betrachte. In meiner Anfangszeit erschienen mir einige Richter als starke und ausgeprägte Persönlichkeiten mit  beträchtlicher Autorität. Letztere setzten sie gezielt und häufig ein, um das Geschehen im Gerichtssaal voranzutreiben. Sie schienen auch sehr viele Freiheiten zu haben oder sich zu nehmen, ein Verhalten, das ich heute nicht mehr erkennen kann. Dominant ist nicht mehr die Persönlichkeit, sondern der nüchterne, technokratisch geprägter Prozessablauf, der allmählich Einzug gehalten hat.</p>
<p><strong>Geänderter Geschlechtermix </strong></p>
<p>Was im Rückblick auffällt: Rein aus meiner Froschperspektive als Sachverständiger stelle ich fest, dass der Anteil an Frauen im Richteramt im Lauf der fünfundzwanzig Jahre vor allem in den Bezirksgerichten deutlich gestiegen ist. In meinen Beruf hatte ich mit Frauen und Männern in ähnlichen Positionen zu tun und habe registriert, dass Frauen sehr anders an Problemlösungen herangingen als ihre männlichen Kollegen. Einen derartigen Unterschied konnte ich im Gericht allerdings nicht ausmachen: Frauen verhandeln aus meiner Sicht genau auf die gleiche Art wie Männer.</p>
<p><strong>Weniger Papier </strong></p>
<p>Eine besondere Zäsur sehe ich in der Einführung des elektronischen Akts. Das mühsame Hin- und Herschaffen von Aktenkonvoluten über den Postweg, das hin und wieder notwendige, zeitraubende Einscannen und Lesbar-Machen der wichtigsten Teile, all das hat sich zum Glück erledigt. Die anfänglichen Softwareschwierigkeiten wurden beseitigt, der Funktionsumfang vergrößert, so dass heute in Verbindung mit dem elektronischen Rechtsverkehr ein vorbildhaft gutes Werkzeug bereitsteht, das die Arbeit auch des Sachverständigen enorm erleichtert. (Wenn sich dann noch einige Bezirksgerichte befleißigen würden, in ihren elektronischen Akten mehr Ordnung einzuhalten, wäre alles perfekt …)</p>
<p><strong>Tempo, Tempo …</strong></p>
<p>Die vorhin beschriebenen Tendenzen der „Technokratisierung“ der Gerichtsabläufe und der „Technisierung“ des Aktenlaufs fordert auch vom Sachverständigen eine stärkere Beschleunigung, die wiederum nach einer höheren Systematisierung der Arbeit des Sachverständigen verlangt. In meinen Augen liegt hier noch viel Potential brach. Das vermeine ich daran zu erkennen, dass sich viele Sachverständigenkollegen nicht nur gegenüber dem Gericht, sondern bereits in der Kooperation untereinander schwertun, terminliche Zusagen einzuhalten.</p>
<p><strong>Sicherheiten</strong></p>
<p>Der Sachverständige, der vor fünfundzwanzig Jahren das Gerichtsgebäude betreten hat, konnte dies zu jeder Öffnungszeit und ohne besondere Umstände tun, was derzeit kaum noch vorstellbar erscheinen mag. Heute sind Sicherheitssperren zu überwinden, Sicherheitspersonal kontrolliert Gepäck und fallweise Personalien, in größeren Häusern sind Personalschleusen zu durchqueren. Damals hätte sich auch nur jemand mit sehr großer Fantasie vorstellen können, dass man in ferner Zukunft einmal stundenlange Verhandlungen in Plexiglasverschlägen und mit Staubschutzmasken versehen durchleben würde …</p>
<p><strong>&#8212;</strong></p>
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		<title>Noch zwei Gefahren für Sachverständige</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2021/07/23/noch-zwei-gefahren-fur-sachverstandige/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2021 05:08:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Diese Gefahren drohen nicht von irgendwo draußen und sie sind auch kein Grund, Panik zu entfachen. Das besorgen eh täglich, mit wechselnden Themen und bis zum Überdruss die üblichen Angstfabriken wie Medien, Politiker, NGOs und andere Alarmisten. Die leben schließlich von diesem Geschäftsmodell. Nein, hier reden wir ganz frei von Furcht davon, dass wir auf [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Gefahr.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-4018" title="Gefahr" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Gefahr-150x150.jpg" alt="Gefahr" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Diese Gefahren drohen nicht von irgendwo draußen und sie sind auch kein Grund, Panik zu entfachen. Das besorgen eh täglich, mit wechselnden Themen und bis zum Überdruss die üblichen Angstfabriken wie Medien, Politiker, NGOs und andere Alarmisten. Die leben schließlich von diesem Geschäftsmodell. Nein, hier reden wir ganz frei von Furcht davon, dass wir auf unserem Weg zum vollumfänglich kompetenten Sachverständigen auf zwei gefährliche Hindernisse stoßen können, die unsere besondere Aufmerksamkeit erfordern. Unser Fortkommen würde unnötigerweise erschwert oder gar behindert, wenn wir sie nicht beseitigen.</p>
<p><span id="more-7959"></span>Im Blog zuvor haben wir den Dunning-Kruger-Effekt besprochen. Wie dieser Effekt hängen auch die beiden Hindernisse, auf die wir hier eingehen werden, mit zwei kritischen Faktoren zusammen: einerseits mit negativer Selbsteinschätzung, also wenig Selbstbewusstsein und fehlendem Selbstvertrauen, andererseits mit dem im Laufe der Tätigkeit als Sachverständiger erworbenen Portefeuille an Kompetenz. In beiden Fällen haben wir es mit Fehleinschätzungen zu tun, die wiederum Fehlverhalten nach sich ziehen. Dieser Ablauf beraubt uns im Endeffekt jener Früchte unserer Arbeit, die uns nach rechtem Ermessen zustehen würden.</p>
<p><strong>Erstens: Das „Hochstapler-Syndrom“: in reiner Form selten existent, …</strong></p>
<p>Das erste der beiden Hindernisse nennt sich Hochstapler-Syndrom. Stark vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um frappante Unterbewertung der eigenen Kompetenz und somit um das spiegelbildliche Gegenteil des Dunning-Kruger-Effekts. Das Hochstapler-Syndrom – im Englischen impostor-syndrome genannt – lässt sich daran erkennen, dass der Betroffene durch ein zu geringes Selbstbewusstsein seine tatsächlichen Fähigkeiten nicht anerkennt oder nicht wahrhaben will. Das hat die Konsequenz, dass der eigenen Leistung ein zu geringer Wert beigemessen wird. Was in der Folge wiederum zu deren Unterhonorierung führen muss.</p>
<p><strong>… in milder Form aber weit verbreitet</strong></p>
<p>Ein Syndrom ist die Summe mehrerer Symptome, also mehrerer Merkmale, die einzeln gesehen unterschiedlich ausgebildet sein können. Aus meiner Sicht ist das Hochstapler-Syndrom in seiner extremen Form unter Sachverständigen – soweit ich das von außen beurteilen kann – nicht existent. Wohl aber gibt es ein Indiz für eine weite Verbreitung des Hochstapler-Syndroms in einer milderen Ausprägung. Dieses Indiz vermeine ich darin zu erkennen, dass sich viele exzellent fähige und mitunter langjährige Sachverständige nicht getrauen, für ihre Leistungen ein angemessen hohes Honorar zu verlangen.</p>
<p><strong>Jedenfalls sollte man raus</strong></p>
<p>Nach meinem Dafürhalten ist das Entkommen aus dem (milden) Hochstapler-Syndrom hin zu einem realen Selbstbild nicht durch irgendwelche psychologischen Tricks herbeimanipulierbar. Vielmehr braucht es einen grundlegenden persönlichen Bewusstseins- und in der Folge Paradigmenwechsel. Ich meine, dass es ausreichender Zeit und vielfach des Rats oder gar der Unterstützung erfahrener Kollegen bedarf, um aus dem Symptom herauszukommen. Sieht man von Schockerlebnissen ab ist in persönlichen Dingen erfahrungsgemäß immer eine ordentliche Portion Ermutigung vonnöten, um irgendwelche eingefahrenen Geleise verlassen zu können.</p>
<p><strong>Zweitens: Der „Zu-Früh-Ruhestand“</strong></p>
<p>Auf das zweite Hindernis, das wir uns hier ansehen, wies der schwedische Psychologe Anders Ericsson hin. Er unterrichtete an der Florida State University und beschäftigte sich ausgiebig mit Spitzenleistungen von Experten aus den unterschiedlichsten Wissensgebieten. Im von ihm herausgegebenen <em>„The Cambridge Handbook of Expertise and Expert Performance</em>“ veröffentlichte er einen Beitrag, in dem er auf die Gefahr eines geistigen „Zu-Früh-Ruhestands“ hinwies. Diesem könnten Experten jeglicher Art dann anheimfallen, wenn sie sich innerlich und schon Jahre vor dem echten Ruhestand aus ihrer Tätigkeit sachte verabschiedeten, obwohl die Kapazität für Spitzenleistungen durchaus vorhanden wäre. Dies sei dann der Fall, wenn sich jemand mit dem Erreichten zufriedengibt und aufhört, weiter zu lernen. Nach dem Motto „Ich weiß eh schon alles. Es gibt zudem kaum noch was interessantes Neues.“</p>
<p><strong>Lebenslang lernen</strong></p>
<p>Man erzähle mir nicht, dass dieses Nicht-Reagieren auf vielleicht nicht interessantes, aber dennoch wichtiges Neues unter Sachverständigen nicht vorkäme. Ein Richter erzählte mir unlängst, dass ein von ihm öfters bestellter Sachverständiger seine Tätigkeit eingestellt habe mit der Erklärung, die Umstellung auf den neuen elektronischen Akt wolle er sich nicht mehr antun. „Der war aber deutlich jünger als Sie“, meinte der Richter noch. – Natürlich sind solche Entscheidungen zu respektieren. Will ich aber im „Geschäft“ bleiben, kann ich keine halben Sachen machen. Solange ich aktiv bin, muss ich mein Fachgebiet und Arbeitsfeld betreffend auf dem Laufenden bleiben. Lernen und Üben darf meines Erachtens sowieso nie aufhören, auch im Ruhestand nicht. Nur dass dann halt die Interessen andere sein mögen …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Fort- und Weiterbildung</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2020/12/18/fort-und-weiterbildung/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2020 15:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Ausbildung ist der systematische Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Zweck, damit Nützliches in der Gesellschaft zu bewirken. Und natürlich, um damit in Folge ein ausreichendes Einkommen zum Lebensunterhalt zu erzeugen. Dass fast jeder Beruf eine entsprechende Vorbereitungs- und Entwicklungsphase voraussetzt, ist klar. Und dann? Jeder lernt im Beruf gewollt oder unabsichtlich dazu, das [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Wettbewerber1.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-5131" title="Überzeugen" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Wettbewerber1-150x150.jpg" alt="Ü" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Ausbildung ist der systematische Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Zweck, damit Nützliches in der Gesellschaft zu bewirken. Und natürlich, um damit in Folge ein ausreichendes Einkommen zum Lebensunterhalt zu erzeugen. Dass fast jeder Beruf eine entsprechende Vorbereitungs- und Entwicklungsphase voraussetzt, ist klar. Und dann? Jeder lernt im Beruf gewollt oder unabsichtlich dazu, das ist auch klar. Aber was bewegt Menschen, die ohnehin schon einen großen Teil ihrer besten Lebenszeit in der Arbeit verbringen dazu, aus eigenen Stücken und gezielt aus beruflichen Gründen weiter zu lernen?</p>
<p><span id="more-7487"></span></p>
<p>Über diese Frage kann ich nur aus der Sicht eines Freiberuflers etwas beitragen. Für den ist die Zeitfrage besonders wichtig insofern, als dass er für gezieltes Lernen etwas von seiner direkt produktiven Tätigkeit abzwacken muss. Für etwas, das sich – wenn alles klappt – erst in weiterer Zukunft lohnen wird. Daher muss ein Freiberufler besonders gut abwiegen zwischen Aufwand und Nutzen solcher Aktivität. Dazu kommt noch die Vielfalt der möglichen Lernfelder: Es wachsen nicht nur die fachlichen Anforderungen, sondern genauso die an Organisation, Projektabwicklung oder an die Persönlichkeit, um nur einige zu nennen.</p>
<p><strong>Ein wesentlicher Unterschied</strong></p>
<p>Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das beabsichtigte Ziel des Lernens: Will ich mich in meinem ureigensten fachlichen Gebiet weiterentwickeln oder will ich mir ein neues Tätigkeitsgebiet schaffen? Im ersten Fall spricht man von Fortbildung, im zweiten von Weiterbildung. Das Aufzeigen dieses grundsätzlichen Unterschieds ist nicht Ergebnis einer begrifflichen Haarspalterei. Dahinter steht auch nicht das Drängen auf eine Entscheidung zwischen einem von beiden. Denn Fortbildung ist eine Aufgabe, der sich jeder Freiberufler – ja jeder Berufstätige – auf regelmäßiger Basis unterziehen muss, Ziviltechniker sind dazu sogar gesetzlich verpflichtet.</p>
<p><strong>Was Fortbildung ist …</strong></p>
<p>Für mich bedeutet Fortbildung ganz einfach, mich in meinen fachlichen Kerngebieten Heizung, Lüftung, Klima, Erneuerbare Energie und Energieeffizienz auf dem Laufenden zu halten, den <strong>Stand der Regeln der Technik</strong> mitzuverfolgen und möglichst auch eine aktuelle Sicht über den Stand der Technik zu erhalten. Dazu gehört nicht nur die Mitverfolgung des stark wachsenden Normenwesens, sondern auch die Beobachtung des Marktes und der allerneuesten technischen Entwicklungstrends. Genauso aber ist ein wachsames Auge auf ökonomische und ökologische Randbedingungen erforderlich.</p>
<p><strong>… an einem Beispiel</strong></p>
<p>Als einfaches Beispiel für Fortbildungsbedarf möge die Entwicklung auf dem Wärmepumpensektor für die Beheizung von Wohngebäuden dienen. War bis vor einigen Jahren ein Seminar für Erdwärmenutzung das Nonplusultra einer aktuellen Wissensquelle, hat sich der Blickpunkt stark verändert: Derzeit etwa wächst der Anteil der Außenluft-Wärmepumpen sehr stark, was erfolgreichen Bemühungen um Effizienzsteigerungen zu danken ist. Die starke Verbreitung dieser Geräte hat dazu geführt, dass deren Schallemissionen in Bauverfahren eine verstärkte Rolle spielen können. Neue Aufgaben!</p>
<p><strong>… und was Weiterbildung bedeuten kann …</strong></p>
<p>Weiterbildung hat wie erwähnt eine andere Zielrichtung. Sie wird dann unumgänglich, wenn ein Freiberufler sein Arbeitsgebiet aufgrund geänderter äußerer Rahmenbedingungen ändern muss. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn sich für eine gleichartige Leistung zu viele Anbieter am Markt tummeln und die Preise wegbrechen. Weiterbildung kann aber aktiv und gezielt in eine bestimmte Richtung betrieben werden, um das eigene Leistungsportfolio zu ergänzen oder zu erweitern. Damit kann für den potenziellen Kunden ein Mehrwert geschaffen werden und zugleich ein Wettbewerbsvorteil gegenüber möglichen Mitbewerbern.</p>
<p><strong>… ebenfalls an einem praktischen Beispiel</strong></p>
<p>In meinem Fall war die Zusatzausbildung zur Sicherheitsfachkraft eine solche Weiterbildung, die sich auf die Kerntätigkeiten vielfach sehr positiv ausgewirkt hat. So etwa konnten Aspekte der Arbeitssicherheit in Planungen und Bauaufsicht eingebracht werden, die Gesprächsbasis mit Arbeitsinspektoren war plötzlich kooperativ anstatt wie zuvor tendenziell konfrontativ, die Beratung von Klienten in Projekteinreichungen wurde deutlich wertvoller, die eigene Aufmerksamkeit gegenüber Problemen der Arbeitssicherheit in allen möglichen Lebenssituationen wurde erweitert etc., etc.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Wie wir sehen, braucht ein Freiberufler, der seinen Beruf ernsthaft und mit Qualitätsbewusstsein betreibt, wohl beides: Fortbildung permanent, Weiterbildung von Zeit zu Zeit. Die Bereitschaft, freiwillig und gezielt zu lernen, dient nicht nur dem Kunden und Klienten, sondern befriedigt auch das zutiefst menschliche Streben, besser zu werden, Herausforderungen anzunehmen und dem eigenen Leben Sinn zu geben. Außerdem dürfen wir die alte Binsenweisheit nie außer Acht lassen, dass derjenige, der auf seinem Stand bleibt, zurückfällt. Oder den Unternehmerspruch: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit …</p>
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		<title>Kinderstube</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2019/09/20/kinderstube/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Sep 2019 09:47:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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 „Immer wieder ist mir bei der Beurteilung persönlicher Eigenschaften das Fehlen der Kinderstube aufgefallen. Der diesbezüglich nicht kleine Fehlerkatalog umfasst das Fehlen von Höflichkeit, Respekt, Disziplin und Demut sowie die persönliche Erscheinung. Gleichzeitig sind mir gefährliche Verhaltensweisen wie Eitelkeit, Überheblichkeit, Respektlosigkeit und das Fehlen jeglicher Selbstkritik aufgefallen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_3063" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fragezeichen-21.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3063" title="Fragezeichen 2" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fragezeichen-21-150x150.jpg" alt="Frage" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p></em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> „Immer wieder ist mir bei der Beurteilung persönlicher Eigenschaften das Fehlen der Kinderstube aufgefallen. Der diesbezüglich nicht kleine Fehlerkatalog umfasst das Fehlen von Höflichkeit, Respekt, Disziplin und Demut sowie die persönliche Erscheinung. Gleichzeitig sind mir gefährliche Verhaltensweisen wie Eitelkeit, Überheblichkeit, Respektlosigkeit und das Fehlen jeglicher Selbstkritik aufgefallen. Ich habe auch mit solchen Schwächen bei Führungsmitarbeitern zu tun gehabt. Sie kommen auf allen Ebenen des Unternehmens von der Feldebene bis zum höchsten Führungskollegium vor.“</em></p>
<p><span id="more-6342"></span></p>
<p>Diese Sätze entstammen dem Buch „Ingenieure an die Schalthebel“ von Gerfried Zeichen. Zeichen ist emeritierter Universitätsprofessor an der TU Wien und Berater in der industriellen Grundlagenforschung sowie Autor. Er hatte mehrere Führungspositionen in der Industrie inne, unter anderem bei der Carl Zeiss AG und der Steyr-Daimler-Puch AG, der heutigen Magna. Sein Buch befasst sich mit allen Anforderungen, denen ein Ingenieur heute in der Industrie ausgesetzt ist.</p>
<p><strong>Aufmerksamkeit für den Umgang mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern</strong></p>
<p>Seine Ausführungen sind aber nicht nur für Führungskräfte in der Industrie von Bedeutung, sondern auch für selbstständig tätige Ingenieure und für deren Mitarbeiter. Die positiven Merkmale der Persönlichkeit sind letztendlich ein wichtiger Faktor für den Erfolg wohl aller Dienstleister. Allerdings neigen gerade Techniker dazu, den Umgang mit Kunden und Mitarbeitern zu sehr auf eine sachlich-fachliche Ebene zu begrenzen, ohne zu bedenken, dass wir es mit Menschen zu tun haben, die ganz allgemein nicht immer rein rational handeln und die als Kunden oder Partner nunmehr besonderer Aufmerksamkeit bedürfen.</p>
<p><strong>Andere als technisch-sachliche Herausforderungen </strong></p>
<p>Insofern ähnelt die Position des jungen Ingenieurs, der aus seinem Angestelltenverhältnis heraus und in die Wildbahn der „Freien Wirtschaft“ eintritt, durchaus der Situation des Angestellten, der mit Führungsaufgaben betraut wird. Denn ab sofort stehen beide nicht nur wirtschaftlichen und organisatorischen Herausforderungen gegenüber, sondern auch solchen, in denen Emotion und Empathie eine gravierende Rolle spielen. Nicht jeder tut sich damit leicht, kommt es doch in der neuen Position sehr darauf an, jene Eigenschaften an sich und seinen Mitarbeitern zu fördern, die auf eine gute Kinderstube schließen lassen.</p>
<p><strong>Positive Charaktereigenschaften verlangt</strong></p>
<p>Was Zeichen für Führungskräfte verlangt, gilt daher natürlich genauso auch für Selbstständige und deren Mitarbeiter: <em>„Es gibt eine ganze Reihe von persönlichen Charaktereigenschaften, die für Führungsarbeit unter schwierigen Bedingungen besondere Bedeutung haben: Ich nenne hier nur die meiner Erfahrung gemäß wichtigsten: Anstand, Dankbarkeit, Ehrlichkeit, Loyalität, Natürlichkeit, Neugierde und Mut.“</em> In weiterer Folge nennt er als positive Attribute unter anderem die Bereitschaft, eine Vorbildfunktion zu übernehmen, das Vorhandensein von Charisma und Empathie sowie die Qualität des Agierens.</p>
<p><strong>Was tun, wenn die gute Kinderstube fehlt?</strong></p>
<p>„Jeden Tag besser werden“ ist ein gutes Lebensmotto, das keinen Bereich ausschließen will. Weil wir nicht unfehlbar sind, braucht es von uns die Bereitschaft zur Korrektur. Zum Glück haben die meisten von uns ein Umfeld, aus dem sowohl Lob als auch Tadel kommen, wobei letzterer zwar nicht immer leicht zu ertragen und anzunehmen, aber für unseren Fortschritt im Weg zu einer reifen Persönlichkeit besonders wertvoll ist. Die Kinderstube liegt zwar zeitlich schon weit zurück, ihr Ergebnis ist aber immer noch präsent. Es braucht zwar Mut, jemanden um Kritik oder besondere Beobachtung des eigenen Verhaltens zu bitten, aber es lohnt sich.</p>
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		<title>Was sich Sachverständige von Auftraggebern wünschen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jul 2019 06:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Im Jahre 2018 haben wir unter zweitausend nach dem Zufallsprinzip gewählten Sachverständigen in Österreich eine Umfrage durchgeführt. Die Fragestellung war bewusst offen gewählt: „Womit kann man Sachverständige am besten unterstützen?“ Der fachliche Schwerpunkt lag auf dem Bauwesen und nahestehenden Gewerken. Das Hauptinteresse dahinter war, häufiger auftretende Probleme und Unzulänglichkeiten aufzuspüren, die die Arbeit des Sachverständigen [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3358" title="SV" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/SV-150x150.jpg" alt="SV" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Im Jahre 2018 haben wir unter zweitausend nach dem Zufallsprinzip gewählten Sachverständigen in Österreich eine Umfrage durchgeführt. Die Fragestellung war bewusst offen gewählt: „Womit kann man Sachverständige am besten unterstützen?“ Der fachliche Schwerpunkt lag auf dem Bauwesen und nahestehenden Gewerken. Das Hauptinteresse dahinter war, häufiger auftretende Probleme und Unzulänglichkeiten aufzuspüren, die die Arbeit des Sachverständigen erschweren oder gar behindern. Die Motivation dafür entsprang dem Wunsch, die Qualität der Tätigkeit von Sachverständigen verbessern zu helfen.</p>
<p><span id="more-6218"></span></p>
<p>Etwas über einhundert Rückmeldungen langten ein, die meisten mit gut nachvollziehbaren und zum Teil fachspezifischen Anliegen. Das thematische Spektrum der Antworten erwies sich als breit aufgefächert. Daher wurde versucht, die enthaltenen Aussagen in Schwerpunkte zu bündeln. Letztere sollen nun in diesem Blog in loser Folge präsentiert werden. Der Grund, warum dies erst viele Monate nach dem Abschluss der Umfrage geschieht, ist zugleich banal und erfreulich: Zeitmangel wegen sehr vieler und sehr spannender Aufträge als Sachverständiger, hauptsächlich im außergerichtlichen Bereich.</p>
<p><strong>Wünsche und Forderungen an den Auftraggeber</strong></p>
<p>Doch nun zu den thematischen Schwerpunkten. Einen ersten großen Block bilden Wünsche und Forderungen, die Sachverständige an Auftraggeber richten. Wobei hier in einem ersten kleinen Durchlauf ganz allgemein auf institutionelle Auftraggeber eingegangen wird (eine weitere künftige Zusammenfassung wird auf Besonderheiten von Gerichten Rücksicht nehmen).  Auch hier war es wegen der frei formulierten Antworten wieder notwendig, die Anliegen in Gruppen zu bündeln:</p>
<p><em>Aufgabenstellung:</em></p>
<p>-          Gutachtensqualität setzt Bestellqualität voraus, z. B. mit exakten, eindeutigen und durchdachten Fragestellungen sowie genauer Abgrenzung des Auftragsumfangs</p>
<p>-          In den meisten Fällen ist eine Miteinbeziehung des Sachverständigen in die Aufgaben- und Fragestellung wichtig, z. B. wissen private Auftraggeber sehr oft nicht genau, was sie eigentlich erfahren wollen</p>
<p><em>Unterlagen:</em></p>
<p>-          Umfassende Bereitstellung von sachdienlichen, richtigen und aktuellen Unterlagen schon vorab, am besten digital mit bereits aktivierter Suchfunktion</p>
<p>-          Die Unterlagen sollen vollständig sein, es sollen auch vermeintlich irrelevante Unterlagen und Informationen mitgegeben werden</p>
<p>-          Übergebene Lichtbilder sollen aussagekräftig sein</p>
<p><em>Termine:</em></p>
<p>-          Es muss von beiden Seiten eine klare Vereinbarung der terminlichen Ablaufschiene vorliegen und diese muss auch eingehalten werden können</p>
<p><em>Ortsaugenschein:</em></p>
<p>-          Es solle eine Unterstützung der Befundaufnahme durch alle Beteiligten erfolgen, keinesfalls darf es Behinderungen örtlicher, terminlicher oder organisatorischer Art geben</p>
<p>-          Falls erforderlich, muss es gestattet sein, sofort auch investigative Methoden anzuwenden zu können, z. B. Bauteile freilegen zu dürfen</p>
<p><em>Auskunftspersonen:</em></p>
<p>-          Es sollen nur solche Personen genannt werden, die wirklich kompetente und tatsächlich brauchbare Angaben zu den dem Auftrag zugrundeliegenden Sachverhalten machen können</p>
<p>-          Auskunftspersonen sollte bewusst gemacht werden, dass man den Sachverständigen am besten unterstützen kann, wenn man bei der Wahrheit bleibt</p>
<p><em>Kommunikation:</em></p>
<p>-          Spitzenleistungen entstehen dann, wenn alle Beteiligten gemeinsam vernünftig und konstruktiv miteinander sprechen und dem anderen zuhören können</p>
<p>-          Für taktische Geplänkel oder untergriffige Behauptungen sollte kein Platz sein, der Sachverständige sollte in seiner Arbeit als neutrale Person unterstützt und wertgeschätzt werden</p>
<p>Soweit einmal ein erster Blick in die erhaltenen Meldungen, die hier zwangsläufig komprimiert und verkürzt wiedergegeben werden müssen. Sie sind nicht spektakulär, aber insbesondere deshalb wertvoll, weil sie nicht auf irgendwelchen Vermutungen aufbauen, sondern aus den Erfahrungen vieler Sachverständigenkollegen gespeist sind. Daraus ergeben sich für alle Sachverständige wiederum Anhaltspunkte, worauf sie in Zukunft gegebenenfalls besonders achten müssen. Für Auftraggeber, aber auch Ausbildungsinstitutionen, Verbände und Interessensgemeinschaften enthalten sie Anregungen, wie sie Sachverständige besser unterstützen können.</p>
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		<title>Spezialist oder Generalist?</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2019/03/29/spezialist-oder-generalist/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Mar 2019 07:00:42 +0000</pubDate>
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Genau diese Frage stellte ein hoffnungsfroher Berufseinsteiger ins Ziviltechnikerwesen: Soll ich mich eher als „Allrounder“ am Markt positionieren, also als Techniker, der auf keinen bestimmten Bereich seines sehr weit gesteckten Fachgebietes des Maschinenbaus festgelegt ist – oder als Spezialist in einem eng begrenzten Ausschnitt? Grundsätzlich erscheint eine allgemeingültige Antwort darauf nicht möglich, weil sie jeder [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Checkliste.PNG"><img class="size-thumbnail wp-image-5355" title="Checkliste" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Checkliste-150x150.PNG" alt="Checkliste" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Genau diese Frage stellte ein hoffnungsfroher Berufseinsteiger ins Ziviltechnikerwesen: Soll ich mich eher als „Allrounder“ am Markt positionieren, also als Techniker, der auf keinen bestimmten Bereich seines sehr weit gesteckten Fachgebietes des Maschinenbaus festgelegt ist – oder als Spezialist in einem eng begrenzten Ausschnitt? Grundsätzlich erscheint eine allgemeingültige Antwort darauf nicht möglich, weil sie jeder für sich und aus der eigenen Situation heraus und unter Berücksichtigung der persönlichen Interessenslage beantworten muss. Aber als Entscheidungshilfe lassen sich ein paar Denkanstöße mitgeben.</p>
<p><span id="more-6048"></span></p>
<p>Gleich zu Beginn ein guter Rat: Vor einer so weitreichenden und letztlich für den künftigen Berufsweg bestimmenden Entscheidung wie sie hier vorliegt sind einige seelische, geistige und auch körperliche Lockerungsübungen nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Nichts wäre Schlimmer als eine Wahl in einer von Hast oder Krampf dominierten Verfassung. Daher am besten erst einmal raus in die Natur auf einen langen, auflockernden Spaziergang! Sicht auf andere Dinge bekommen, frische Luft tanken, die Gegend genießen und sich mit Gedanken und Eindrücken beschäftigen, die von Freude begleitet sind.</p>
<p><strong>Zeit zur Klärung von Kernfragen</strong></p>
<p>Damit liegt man gleich in richtiger Einstimmung auf die Antworten zu einigen existenziellen Kernfragen, mit denen man sich vorzugsweise in ruhiger, abgeschirmter Atmosphäre und allein auseinandersetzt: Was macht mir im Beruf die größte Freude? Was würde ich mit Begeisterung sofort tun, selbst wenn ich dafür nichts bezahlt bekäme? Wofür würde ich jede Mühe auf mich nehmen? Was gäbe meinem Leben höchsten Sinn und bleibende Erfüllung? Man lasse seine Fantasie schweifen und gebe seinen Sehnsüchten freien Raum. Wichtig dabei: Fragen und Antworten, aber auch begleitende Eindrücke schriftlich festhalten!</p>
<p><strong>Freude und Begeisterung </strong></p>
<p>Jetzt erst ist es Zeit, sich am persönlichen Istzustand zu orientieren: Was kann ich tatsächlich, wo bin ich stark, was hat mir bisher die größte Freude bereitet? Und dann: Was haben in der Vergangenheit die Rückmeldungen meiner Geschäftspartner, Kunden, Auftraggeber oder Mitarbeiter ergeben? Welche Urteile haben sie gezeigt, was war positiv und ist mir in außergewöhnlich guter Erinnerung geblieben? Was erfüllt mich im Nachhinein noch mit Freude, Genugtuung oder Begeisterung? Und was ist mir ganz offensichtlich nicht so gut gelungen? Auch hier empfiehlt sich eine ehrliche Bestandsaufnahme.</p>
<p><strong>Spitz oder breit</strong></p>
<p>Wer jetzt langsam Zweifel bekommt, ob hier nicht das Thema verfehlt ist, wenn es in der Sache doch nur um die Frage Spezialist oder Generalist geht, sei beruhigt. Denn in Wahrheit ist diese Frage in der Entscheidung zur Selbstständigkeit zweitrangig. Dies deshalb, weil sie sich nur auf den Einsatz von Fachwissen beziehen kann und darauf, ob dieses nun spitz (als Spezialist) oder breit (als Generalist) angelegt sein soll. In der Selbstständigkeit kommt es aber nicht auf fachliche Kompetenzen allein an, sondern genauso oder noch mehr auf soziale, also beziehungsorientierte, und auf solche, die uns zum erfolgreichen Handeln befähigen.</p>
<p><strong>Eine Frage der Persönlichkeit</strong></p>
<p>Das bedeutet, sich zuerst die persönlichen nicht fachbezogenen Stärken anzusehen und darüber nachzusinnen, in welcher künftigen Rolle man sich eher wohlfühlt und sich deshalb sehen will. Dazu dient eben die vorhin beschriebene Bestandsaufnahme. Dann kann ich mir die Frage stellen: Bin ich eher der Typ, der sich unter vielen Menschen wohlfühlt, der initiativ ist und gerne auf andere zugeht, der auch Diskussionen nicht ausweicht oder doch derjenige, der konfliktträchtige Kontakte eher scheut und sich lieber allein und nach genauer Klärung mit herausfordernden Aufgaben vertieft auseinandersetzt?</p>
<p><strong>Richtungsentscheidungen</strong></p>
<p>Daraus ließe sich ableiten: Im ersteren Fall könnte ich mich als Generalist positionieren, als jemand, der fachlich einen weiten, aber eher flachen Überblick über die Materie besitzt und der mit Spezialisten zusammenarbeitet, diese koordiniert und ein gutes Arbeitsumfeld und ein ebensolches Klima sicherstellt. Das genaue Gegenteil davon wäre der vorhin beschriebene Spezialist. Faktum ist aber, dass in der Praxis beide „reinen“ Extreme selten sind: Je nach persönlicher Prägung wird ein selbstständig tätiger Ingenieur eine gewisse Neigung in eine Richtung entwickeln, sich aber des Öfteren in wechselnden Rollen wiederfinden.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die Frage ob Generalist oder Spezialist ist also weniger die des breiten oder spitzen Fachwissens, sondern genauso oder gar noch mehr die der Persönlichkeitsstruktur. Letztlich wird aber jeder freiberufliche Ingenieur sich in der Herausforderung wiederfinden, in einem begrenzten Fachgebiet vertieftes Spezialwissen aktuell zu halten, zugleich aber aufmerksam genug zu sein, fachbezogene und gesellschaftliche Entwicklungen wahrzunehmen und die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Dies im Bewusstsein, dass Wissen und Erkenntnisse sich so rapide erneuern, dass letztlich unsere wichtigste Haltung darin besteht, rasch zu lernen.</p>
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		<title>Zweckmäßig oder sinnvoll?</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2019/03/08/zweckmasig-oder-sinnvoll/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2019 07:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Auf der mühsamen Suche nach einem gangbaren Weg aus ihrer unliebsamen oder gar als quälend empfundenen Situation haben schon einige Wanderer auf meinen Besucherstühlen eine Zwischenrast eingelegt. Erstaunlich nur, dass es sich dabei samt und sonders um gestandene Männer handelte, altersmäßig angesiedelt irgendwo zwischen Mittdreißigern und Mittfünfzigern, in den besten Jahren also. Fast alle wiesen [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fragezeichen-22.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-3604" title="Fragezeichen 2" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fragezeichen-22-150x150.jpg" alt="Frage" width="150" height="150" /></a></dt>
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<p>Auf der mühsamen Suche nach einem gangbaren Weg aus ihrer unliebsamen oder gar als quälend empfundenen Situation haben schon einige Wanderer auf meinen Besucherstühlen eine Zwischenrast eingelegt. Erstaunlich nur, dass es sich dabei samt und sonders um gestandene Männer handelte, altersmäßig angesiedelt irgendwo zwischen Mittdreißigern und Mittfünfzigern, in den besten Jahren also. Fast alle wiesen sich als glückliche Familienväter aus in gefestigter beruflicher Stellung, mit solidem Einkommen und beachtlichen Erfolgsnachweisen. Trotzdem waren sie höchst unzufrieden, teils sogar zutiefst frustriert.</p>
<p><span id="more-6016"></span></p>
<p>Es wurde bei manchen gleich zu Beginn, bei anderen erst allmählich und im Laufe des Gesprächs deutlich, dass sie ihr Unbehagen schon längere Zeit mit sich trugen, jetzt aber der Punkt erreicht sei, wo es einfach nicht mehr so weitergehen könne und eine Entscheidung unumgänglich und möglichst rasch zu treffen sein werde und zwar die, aus ihrem gut, ja sogar überdurchschnittlich gut bezahlten uns scheinbar sicheren Angestelltenverhältnis auszusteigen und eine eher ungeschützte Existenz als Selbstständiger zu beginnen. Man habe es sich reiflich überlegt, man sehe keine Perspektive mehr in der gegebenen Situation.</p>
<p><strong>Schleichende Veränderung </strong></p>
<p>Wie hatte es dazu kommen können? Die Antworten darauf waren ähnlich: Nach Jahren der Einarbeitung und eines guten Vorankommens und dem Übernehmen von Verantwortungen über die fachliche Ebene hinaus habe man sich immer mehr vom eigentlichen Arbeitsfeld entfernt und Aufgaben übernommen oder übernehmen müssen, die als immer mehr belastend empfunden wurden. Mit oftmaligen Änderungen in der Managementstruktur habe man mehr und mehr die Freude verloren, wenn beispielsweise Aufgaben „verordnet“ wurden, deren Sinn man nicht mehr erkennen habe können.</p>
<p><strong>Die nicht zu verleugnende Frage nach dem Sinn</strong></p>
<p>Damit war ein Schlüsselwort gefallen: Sinn. Nicht nur einzelne Teile der Arbeit wurden als sinnlos erachtet, die Frage nach dem Sinn stellte sich allmählich für die gesamte berufliche Tätigkeit. Der Zweck der Berufslaufbahn, ein gutes Einkommen zu erzielen, war mehr als erfüllt, der Sinn dahinter aber ganz klar verloren gegangen. Ein Zustand, der zwar kein Burn-Out zur Folge hatte, dafür aber eine tiefe Unzufriedenheit durch das gefühlte Gefangensein in einer Situation, die den eigenen Werten zuwiderlief, auch wenn Insignien wie ein dicker Dienstwagen einen von anderen beneideten hohen Status vorspiegelten.</p>
<p><strong>Konsequenzen und weitere Schritte</strong></p>
<p>Was tun? Klar war eines: Der Austritt aus der Berufslaufbahn war unumgänglich und in Herz und Hirn schon längst ausgemachte Sache. Auch die Ehefrauen trugen die Entscheidung mit, waren doch auch sie besonders stark von der latenten Unzufriedenheit des Ehepartners betroffen. Materielle Not war danach nicht zu befürchten, denn Mittel waren ausreichend vorhanden für den Zeitraum etwa eines Jahres, den man ansetzen musste, bevor man mit ausreichend Einkommen aus der Tätigkeit als Selbstständiger rechnen durfte. Zu klären waren noch das Wann und Wie eines gut geregelten, weder überstürzten noch zu zögerlichen Umstiegs.</p>
<p><strong>Einige Beobachtungen</strong></p>
<p>Allen Gesprächspartnern waren geneinsam: Erstens eine fast überwältigende Vorfreude auf das Kommende, die stärker war als das Wissen um die bevorstehenden und wahrscheinlich eher unangenehmen Besorgungen, Besprechungen, Veranlassungen etc., die mit solchen Übergängen einhergehen. Zweitens die Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit, mit der die Zügel der Eigenverantwortung in die Hand genommen wurden, um auf den neuen und lebensverändernden Weg einzuschwenken. Und für den Beobachter war es ein schönes Gefühl, mitzuerleben, wie hier eine Persönlichkeit reifen und ihrer Berufung näherkommen würde.</p>
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		<title>Umfrage: Was Richter vom Sachverständigen erwarten (5)</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2012/11/24/umfrage-was-richter-vom-sachverstandigen-erwarten-5/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Nov 2012 10:05:50 +0000</pubDate>
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Nicht nur bei Gerichtsverhandlungen bieten sich Gelegenheiten, mit Richtern ins Gespräch zu kommen. Auch Tagungen oder Seminare sind willkommene Anlässe nicht nur eigenes Wissen auf dem letzten Stand zu behalten, sondern ermöglichen auch direkten Kontakt zu Referenten und Teilnehmern im Rahmen eines allgemeinen „Networkings“ etwa in Pausenzeiten oder auch nur beim kurzen Gespräch quasi im [...]]]></description>
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<dl id="attachment_651" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_2926.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-651" title="IMG_2926" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_2926-150x150.jpg" alt="Gerichtsakten" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Nicht nur bei Gerichtsverhandlungen bieten sich Gelegenheiten, mit Richtern ins Gespräch zu kommen. Auch Tagungen oder Seminare sind willkommene Anlässe nicht nur eigenes Wissen auf dem letzten Stand zu behalten, sondern ermöglichen auch direkten Kontakt zu Referenten und Teilnehmern im Rahmen eines allgemeinen „Networkings“ etwa in Pausenzeiten oder auch nur beim kurzen Gespräch quasi im Vorbeigehen. So auch in diesem Fall mit der Frage nach den Anforderungen an Sachverständige. Der Vorteil, wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht: die Antworten müssen spontan kommen.</p>
<p><span id="more-650"></span></p>
<p>Und solche Antworten sind wegen ihrer Unmittelbarkeit und Direktheit äußerst wertvoll.</p>
<p>Auf meine einleitende Anmerkung, dass ja letztlich der Richter als Vertreter des Gerichts Auftraggeber des Sachverständigen sei und wir als Sachverständige ja im Sinne von Qualität wissen müssen, was der Richter von uns erwartet, unterbrach er mich und meinte: „Auftraggeber ist die Wahrheit.“ Das hat mir im Nachhinein zu denken gegeben. Er hat absolut Recht, denn letztlich sind wir ausschließlich der Wahrheit verpflichtet, egal, wer unser Auftraggeber ist. In seinem exzellenten Seminarbeitrag hatte er zuvor auch gemeint, einem Sachverständigen könne daher egal sein, wie ein Verfahren endet, in dem er tätig ist. Er habe bloß seinen Auftrag zu erfüllen. Stimmt genauso.</p>
<p>Aber jetzt zum Kern der Sache. Meine Frage an den Richter lautete:</p>
<p><strong>„Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei persönlichen Eigenschaften, die ein Sachverständiger haben sollte?“</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Antwort gebe ich hier wiederum anonymisiert, aber wörtlich weiter:</p>
<p><span style="color: #0099cc;"><strong>Richter eines Oberlandesgerichtes, November 2012: </strong></span></p>
<p><strong>Die Anforderungen an einen Sachverständigen sind:</strong></p>
<p>-          <strong>Ehrlichkeit,</strong></p>
<p>-          <strong>Fachkunde,</strong></p>
<p>-          <strong>sich ausdrücken können.</strong></p>
<p>Anschließend habe ich auch wieder nach den Eigenschaften einer Richterin, eines Richters gefragt.</p>
<p><strong>Die Anforderungen an eine Richterin, einen Richter sind:</strong></p>
<p>-          <strong>Ehrlichkeit,</strong></p>
<p>-          <strong>die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen,</strong></p>
<p>-          <strong>Urteilskraft.</strong></p>
<p>Wobei auf Nachfragen zum letzteren erläutert wurde, dass trotz aller Restunsicherheiten, die in den Verfahren immer gegeben sind, eine deutliche abschließende Aussage erforderlich ist.</p>
<p>Was ist Ihre Meinung dazu? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!</p>
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		<item>
		<title>Umfrage: Was Richter vom Sachverständigen erwarten (4)</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2012/08/31/umfrage-was-richter-vom-sachverstandigen-erwarten-4/</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Aug 2012 18:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Ein Gerichtssaal nach Ende einer Verhandlung ist im Normalfall kein guter Interviewplatz, weil ja üblicherweise die Atmosphäre emotional noch aufgeladen ist und alle Beteiligten mit dem Vorangegangenen beschäftigt sind. Natürlich scheinen Richter besonders gefordert, tragen sie ja die Hauptlast des Verfahrens. Umso bemerkenswerter, dass – sofern sich die Gelegenheit dazu ergab – ausnahmslos alle Richter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_530" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3478.JPG"><img class="size-thumbnail wp-image-530" title="IMG_3478" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3478-150x150.jpg" alt="bild" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Ein Gerichtssaal nach Ende einer Verhandlung ist im Normalfall kein guter Interviewplatz, weil ja üblicherweise die Atmosphäre emotional noch aufgeladen ist und alle Beteiligten mit dem Vorangegangenen beschäftigt sind. Natürlich scheinen Richter besonders gefordert, tragen sie ja die Hauptlast des Verfahrens. Umso bemerkenswerter, dass – sofern sich die Gelegenheit dazu ergab – ausnahmslos alle Richter bereit waren, sich der Frage zu stellen „Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei Dinge (persönliche Eigenschaften, Verhaltensweisen etc.), die ein Sachverständiger haben sollte?“</p>
<p><span id="more-529"></span></p>
<p>Auch die Richterin eines Bezirksgerichtes war wiederum dankenswerterweise zu einer Stellungnahme bereit. Die protokollierten Antworten sind hier wiederum anonymisiert wiedergegeben. Es wurde bewusst um spontane Antworten gebeten, die Mündlichkeit der Aussage beibehalten.</p>
<p>Vierte Antwort in dieser Serie:</p>
<p><span style="color: #0099cc;"><strong>Richterin eines Bezirksgerichtes, Juni 2011: </strong></span></p>
<p><em>Ein Sachverständiger muss …</em></p>
<p>-          <em>Fachkompetenz aufweisen</em></p>
<p>-          <em>das Vermögen besitzen, Inhalte nicht nur den Juristen, sondern auch den Parteien darlegen zu können, ebenso zum Beispiel muss er das Gutachtensergebnis in wenigen Sätzen zusammenfassen und in wenigen Sätzen die wesentlichen Inhalte wiedergeben können,</em></p>
<p>-          <em>das Gutachten zeitgerecht abliefern, man soll nicht ewig darauf warten müssen, oder aber der Sachverständige muss schon bei der Bestellung eine Terminwarnung abgeben.</em></p>
<p>Zu den wichtigsten Eigenschaften einer Richterin, eines Richters meinte sie:</p>
<p><em> Eine Richterin, ein Richter sollte …</em></p>
<p>-        <em> ebenso in erster Linie natürlich juristische Fachkompetenz aufweisen,</em></p>
<p>-          <em>den Leuten den Eindruck vermitteln, dass sie gehört werden und ihnen ein faires Verfahren geboten wird, wichtige Argumente sollten klar dargelegt werden, weil dann die Akzeptanz des Urteils besser ist,</em></p>
<p>-          <em>auf Geschwindigkeit achten, man soll nicht drei Jahre warten müssen, bis ein Verfahren fertig ist, ein vernünftiges Verhältnis zwischen Gegenstand und Verfahrensdauer muss gegeben sein.</em></p>
<p>Über Ihre konstruktiven Kommentare dazu würden wir uns freuen!</p>
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