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	<title>Sonnek &#187; Technikgeschichte</title>
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		<title>Die Autos des Herrn Kommerzialrat Koller</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Oct 2025 08:51:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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(IRS) – Heldenberg, da war doch was … Ja richtig, man erinnert sich, eine Gedenkstätte mit einer Menge Statuen von Helden der k&#38;k Armee, gelegen irgendwo in Niederösterreich. Insbesondere gewidmet dem legendären und offensichtlich überaus populären Feldmarschall Josef Graf Radetzky. – Nähert man sich auf der B4 dem Ort Heldenberg, wird man durch unübersehbare Anzeigetafeln [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-11004" title="Bugatti 57" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Bugatti-57-150x150.jpg" alt="Bugatti 57" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) – Heldenberg, da war doch was … Ja richtig, man erinnert sich, eine Gedenkstätte mit einer Menge Statuen von Helden der k&amp;k Armee, gelegen irgendwo in Niederösterreich. Insbesondere gewidmet dem legendären und offensichtlich überaus populären Feldmarschall Josef Graf Radetzky. – Nähert man sich auf der B4 dem Ort Heldenberg, wird man durch unübersehbare Anzeigetafeln auf weitere Attraktionen aufmerksam gemacht, die an diesem besonderen Platz in der weiten Landschaft zu finden sind. Darunter auch „Kollers Automuseum“. Noch nie davon gehört, als Maschinenbauer nimmt man sich Zeit, also nichts wie hin!</p>
<p><span id="more-11001"></span></p>
<p><strong>Die Koller’sche Unternehmensgruppe</strong></p>
<p>Biegt man auf den weitläufigen Parkplatz ein, erstaunt sofort die respektable Größe der Halle, in der das Museum angesiedelt ist. Der Name Kommerzialrat Rudolf Koller sagt einem aus der Steiermark angereisten fürs Erste nichts, bis einem bewusst wird, dass hinter diesem Namen eine beachtliche internationale Firmengruppe steht, die ihren Hauptsitz im niederösterreichischen Vitis hat und die aus kleinsten Anfängen entstanden ist. Die Gruppe erzeugt Produkte aus Holz, Metall und Kunststoff, umfasst aber auch ein Unternehmen für Wassertechnik mit Schwerpunkt Whirlpools. Hinter dem Erfolg der letzteren steht auch eine beträchtliche Anzahl von Erfindungen und originellen Eigenentwicklungen. Persönliches Highlight: Ein Whirlpool für Babys!</p>
<p><strong>Die Ausstellung</strong></p>
<p>Nun war der Firmengründer von Fahrzeugen aller Art begeistert und hat dieses Museum ins Leben gerufen. – Wenn man vernimmt, dass die Schau etwa 150 Kraftfahrzeuge umfasst, einschließlich Motorrädern und Traktoren, dann scheint das nicht besonders viel zu sein, etwa im Vergleich zum Umfang des Technik Museum Sinsheim. Betritt man aber die in thematischen Abschnitten gegliederte Halle, wird klar, dass hier ruhende Meute der Blechtiere immens viel Platz benötigt, um gut zur Geltung zu kommen. Die ausgestellten Fahrzeuge sind fahrtüchtig, was nach einem soliden Stamm an Mechanikern und Restauratoren verlangt. Sie werden immer wieder gewechselt, die Sammlung ist also größer, als das, was man zu sehen bekommt. Und – was für ein derartiges Museum einzigartig ist – man kann an die meisten Fahrzeuge direkt herangehen, um sie genau zu beäugen.</p>
<p><strong>Die ersten Eindrücke</strong></p>
<p>Die Zeitspanne der ausgestellten Modelle reicht vom ersten Benz-Motorwagen aus dem Jahr 1886 bis in die späteren Siebziger der Muscle-Car Ära. Gleich neben dem Eingang aber zuerst einmal eine Erinnerung an die kleinen Anfänge, sowohl der Sammlung als auch der Karriere des Gründers: Der 1953er Traktor Steyr 180a aus der väterlichen Landwirtschaft und dazu ein Puch-Motorroller aus derselben Ära. Dann aber gleich der Hammer: Die Schnauze eines eindrucksvoll großen, in zwei Blautönen gehaltenes, wunderschön gezeichnetes Cabriolets Bugatti Typ 57 aus dem Jahre 1938, dessen rückwärtige Nummerntafel sogar unter einem Glasfenster liegt. Die großen Räder sind mit Weißwandreifen bestückt.</p>
<p><strong>Die schweren Jungs</strong></p>
<p>Sie sind links und rechts auf der Eingangsebene aufgefädelt: Die „Schlachtschiffe“ der Zwanziger und Dreißiger des vorigen Jahrhunderts, beispielsweise  der Packard 740 mit Schwiegermuttersitz aus dem Jahr 1930 und der Hispano-Suiza HS 26 Roadster aus 1928, aber auch die Klassiker der Fünfziger und Sechziger, so da sind verschiedene Mercedes-Limousinen. Ein britischer Daimler DB 18 von 1952, ein Jaguar Mark V von 1949 und ein Jaguar Mark II von 1966, der Bentley Mark IV von 1949 und ein Rolls-Royce Silver Cloud II 1960 dürfen dazu natürlich nicht fehlen. Aber auch ein österreichischer Vertreter ist darunter zu finden: ein Austro-Daimler ADR aus dem Jahre 1931.</p>
<p><strong>Die Alltagsfahrzeuge</strong></p>
<p>Da sind sie wieder, die „Kraxen“ aus der Jugendzeit eines im Jahr 1948 Geborenen: Der damals sensationelle Ford Taunus 12 M aus dem Jahre 1958 in  hellblau mit der Weltkugel in der Schnauze, der schwarze „Gangster“-Citroen 11 BL von 1955, ein Opel Kapitän Sechszylinder mit Lenkradschaltung aus dem Jahr 1954 im damals beliebten erbsengrün, der dunkelgraue Mercedes 180 Diesel von 1958, das „Pucherl“, also der Puch 500 von 1971 in hellblau und gleich daneben im modischen beige das Glas Goggomobil In der Ausführung TS-250, das aus seinem Zweitakt-Motor mit 293 Kubikzentimetern immerhin 14,8 Pferdestärken herauszukitzeln vermochte.</p>
<p><strong>Die Sportwagen</strong></p>
<p>Da ist wie zu erwarten eine ganze Flottille von Porsche-Modellen zu sehen in allen möglichen Spielarten vom 356er Cabrio 1960 bis zu den 911ern der Siebziger, aber auch der legendäre Jaguar E ist mit zwei wunderschönen Exemplaren des V12 aus den Jahren 1972 und 1974 vertreten, sowie mit einem XK 140 Coupe aus dem Jahre 1955 in „british racing green“. Nicht zu vergessen: Der Mercedes 300 SL „Gullwing“! Von den Muscle Cars seien ein Mustang-Cabriolet der Siebziger erwähnt, besonders augenfällig aber war ein in blau gehaltener Shelby-Cobra 427 SC von 2008 mit einem Fünf-Liter-V8 und 350 PS. Seinerzeit ein Hammer, was Beschleunigung betrifft, heutzutage wahrscheinlich leichtes Spiel für einen mittleren Tesla. Ja, und Ferraris gab es natürlich auch … und …. und … am besten selbst vorbeischauen!</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Auf zum Technik Museum Sinsheim!</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 07:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Technikgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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(IRS) – Das baden-württembergische Mittelstädtchen Sinsheim ist nicht gerade der Nabel der Welt, nicht einmal der Deutschlands. Wenigen wird der Name etwas sagen. Vielen aber wird es ein Begriff, wenn man hinweist, dass das der Ort ist, an dem man von der Autobahn aus zwei berühmte, auf hohen Säulen montierte Flugzeuge einfach nicht übersehen kann: [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10941" title="Sinsheim" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Sinsheim-150x150.png" alt="Sinsheim" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) – Das baden-württembergische Mittelstädtchen Sinsheim ist nicht gerade der Nabel der Welt, nicht einmal der Deutschlands. Wenigen wird der Name etwas sagen. Vielen aber wird es ein Begriff, wenn man hinweist, dass das der Ort ist, an dem man von der Autobahn aus zwei berühmte, auf hohen Säulen montierte Flugzeuge einfach nicht übersehen kann: Die Concorde und die TU 144. Wohl viele der Vorbeifahrenden und an technischen Dingen Interessierten werden den Drang verspüren, das Museum, das hinter (oder besser: unter) den beiden Exponaten steht, zu besuchen. Spätestens bei der nächsten Vorbeifahrt …</p>
<p><span id="more-10940"></span></p>
<p><strong>Es ist soweit!</strong></p>
<p>Wenn es dann vom ersten Entschluss bis zur tatsächlichen Realisierung Jahrzehnte gedauert hat, sind nicht nur Vorfreude, sondern auch Vor-Ort-Freude besonders groß. Idealerweise lässt sich ein Besuch gut mitorganisieren, wenn man in deutschen Landen oder in deren Nachbarschaft zu tun hat und die erforderliche Route ohnehin wieder am Technik Museum Sinsheim vorbeiführt. Ideal ist ein Aufenthalt mit Übernachtung vor Ort, wobei sich das in unmittelbarer Nähe des Museums befindliche Viersterne-Hotel als echte Empfehlung herausstellt. Dies auch deshalb, weil für die nicht so sehr an einem Museumsrundgang interessierte Begleitung ein passabler Wellnessbereich zur Verfügung steht.</p>
<p><strong>Ein Erlebnis …</strong></p>
<p>Der allgemeine und kostenfreie Zugang führt zunächst einmal auf ein weitläufiges Freigelände und in eine Art Hof zwischen den Museumshallen. Der Raum ist dominiert von Flugzeugen aller möglicher Bauarten, die über den Hallen und dem Freigelände zu schweben scheinen. Der Interessierte bleibt zunächst einmal stehen und sucht sich ob der Fülle von Eindrücken zu erfangen. Die Flugzeuge im Freien über den Hallen sind von letzteren aus zugänglich, man kann sie dann aus nächster Nähe inspizieren, zum Großteil sogar die Innenräume betreten. Dazu braucht man erstens aber schon seine ordnungsgemäß bezahlte Eintrittskarte zum Preis von € 25,00 und zweitens ausreichende Zeit und Kondition für den weiten und langen Marsch, der nun angesagt ist.</p>
<p><strong>… überwältigender Fülle</strong></p>
<p>Grundsätzlich herrscht im Museum eine bunte Mischung von durchwegs sehenswerten Exponaten: Flugzeuge schweben auch innen von den Dächern der riesigen Hallen, hunderte Fahrzeuge historischer, einfachster bis erlesenster Art, Traktoren und landwirtschaftliche Maschinen, Dampf- und Elektrolokomotiven in voller Präsenz, Musikautomaten gewaltiger Größe, Militärfahrzeuge, Waffen, Panzer in allen Arten, auch solchen aus dem zweiten Weltkrieg, Militaria, … das Technikerherz kommt mit dem Erkunden, Klassifizieren, Bestaunen und Fotografieren fast gar nicht nach. Viele Exponate lassen sich in Bewegung setzen und werden ausgiebig bestaunt …</p>
<p><strong>Einige persönliche Highlights</strong></p>
<p>Fords T-Modell „ Tin Lizzy“ („Blechliesl“), von der Stan und Ollie in ihren Filmen eine ganze Menge verbraucht haben, der Auburn Speedster, die Hot-Rods, die ausladenden Amerikaner der Fünfziger und Sechziger, die 52er Kriegslok mit voll drehenden Rädern und dem faszinierendem Spiel der Schub- und Steuergestänge, der Panzer „Panther“, dessen Ketten sich in rasselnde Bewegung setzen lassen, die Mercedes-Rennwagen der Zwanziger-Jahre, die Bugattis, die Strahltriebwerke der Concorde und die elegante Concorde selbst, die Ferrari-Sammlung, der Lamborghini „Miura“, die He-111, die FW 190, die Musikautomaten und und und ….</p>
<p><strong>Im Panzergarten</strong></p>
<p>Der militärische Flügel ist mit all seinen Gefährten stark vertreten, was dazu geführt hat, dass nicht alle Ausstellungsstücke in den Hallen unterzubringen waren. Sie wurden in einen „Panzergarten“ im Freien ausgelagert. Interessantes Detail: Gemäß deutscher Gesetzgebung müssen in Museen ausgestellte Panzer und anderes militärisches Gerät zuvor de- oder entmilitarisiert werden, sodass sie sicher nie mehr aktiv verwendet werden können. Für die ausgestellten Panzer bedeutet das konkret, dass in deren Panzerung ein 40 x 40 cm großes Loch geschnitten werden muss, was in diesbezüglicher Auskunft selbst mit den besten Schneidbrennern als äußerst schwierige Aufgabe beschrieben wird …</p>
<p><strong>Ein paar Tipps für Besucher</strong></p>
<p>Allein um einen groben Eindruck von den Ausstellungen zu bekommen, muss man einen Zeitrahmen von drei bis vier Stunden ansetzen. Wer mehr sehen will, ist gut beraten, sich einen ganzen Tag Zeit zu nehmen, denn zwischendurch sind Pausen, Rast und Labung unumgänglich. Die Concorde von innen besichtigen zu wollen braucht angesichts der Besucherschlangen viel Geduld, außer ganz in der Früh und spät gegen Schluss, da herrscht vielleicht weniger Andrang. Das Museum ist von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Für den, der damit noch nicht genug hat: Ein etwas kleineres „Schwestermuseum“ befindet sich in Speyer, etwa eine halbe Autobahnstunde entfernt.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Gedankensprünge: Ghega, Semmeringbahn und Amerika</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 07:50:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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(IRS) – Es ist erstaunlich, wie sich manche Wege kreuzen, wie sich unterschiedliche Themen aus verschiedenen Zeitepochen und im Zusammenhang mit historisch bedeutenden Menschen in realen örtlichen Schnittpunkten treffen können. – Dieser Satz klingt verwirrend und ist es im ersten Moment auch. Sein Inhalt lässt sich nach und nach auflösen, aber nur von demjenigen, der [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10905" title="Steinbrück 2" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Steinbrück-2-150x150.jpg" alt="Steinbrück" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) – Es ist erstaunlich, wie sich manche Wege kreuzen, wie sich unterschiedliche Themen aus verschiedenen Zeitepochen und im Zusammenhang mit historisch bedeutenden Menschen in realen örtlichen Schnittpunkten treffen können. – Dieser Satz klingt verwirrend und ist es im ersten Moment auch. Sein Inhalt lässt sich nach und nach auflösen, aber nur von demjenigen, der bereit ist, in das fein gesponnene Netz einer besonderen – in unserem Fall technischen – Gedankenwelt einzutauchen. Vielleicht wäre das zu Sagende besser in einer Geschichte, einem Essay oder einem Roman aufgehoben. Versuchen wir es trotzdem.</p>
<p><span id="more-10903"></span></p>
<p><strong>Karl Ritter von Ghega</strong></p>
<p>Carlo Ghega, Venezianer albanischen Ursprungs, geboren 1802, hochbegabt in Mathematik, mit 16 Jahren Studienabschluss mit Diplom für Ingenieurwesen und Architektur, mit 17 Doktor der Mathematik, danach Berufslaufbahn im Straßen- und Wasserbau in Venetien, mit 31 erstes Fachbuch veröffentlicht, ab 1836 Bauleiter im österreichischen Eisenbahnbau, ab 1842 verantwortlich für Gesamtplanung der Südbahn, Studienreisen nach Westeuropa, England und in die USA. 1844 Plan für Überquerung des Semmerings mit normalen Dampflokomotiven, damals von anderen Ingenieuren als unmöglich erachtet.</p>
<p><strong>Ghega in den USA</strong></p>
<p>Es war mir bis vor kurzem unbekannt, dass sich Ghega zum Studium der Fortschritte im Eisenbahnwesen 1842 in den USA aufgehalten hat. Sein vorrangiges Ziel war die Baltimore and Ohio Railroad, die älteste Eisenbahnlinie Amerikas, deren Bau bereits im Jahr 1828 begonnen hatte. Die Bahn musste ausgehend von Baltimore die Appalachen überqueren: 1834 war Harpers Ferry erreicht, im Jahr 1842 die erste große Gebirgsstrecke bis Cumberland fertiggestellt. Ghega konnte zum Zeitpunkt seines Besuchs die gerade fertiggestellte Strecke abfahren und deren Verlauf und Konstruktion genau studieren. Davon zeugen zwei seiner Veröffentlichungen, deren Titel unten angegeben sind. Seine Erkenntnisse stärkten die Überzeugung, dass auch der Semmering bezwingbar sein würde.</p>
<p><strong>Die Semmeringbahn im Zeichen politischer Spannungen</strong></p>
<p>Wer die Karte von Österreich-Ungarn aus der Zeit um 1840 betrachtet, stellt fest, dass man die Verbindung nach  Triest – dem damals wichtigsten Seehafen des Kaiserreichs – auch auf anderem und viel einfacherem Wege hätte erreichen können, nämlich über Ungarn, zu dem auch das heutige Burgenland gehörte. Diese Route war allerdings trotz der einfacheren technischen Lösbarkeit zu keinem Zeitpunkt in Erwägung gezogen worden. Dahinter stand ein schlichter Grund, der aber wohl nicht laut herausposaunt wurde: Die Österreicher hatten kein Vertrauen zu den Ungarn. – Stelle fest, dass ich das auch erst seit kurzem weiß. – Vermutlich waren die politischen Spannungen, die 1867 zum Ausgleich führten, bereits zu groß.</p>
<p><strong>Das Südbahnmuseum in Mürzzuschlag</strong></p>
<p>„Museumspädagogisch“ wunderbar vorgezeichnet war dieser Museumsbesuch nicht nur Quelle für die oben erwähnten neuen Erkenntnisse, sondern auch für eine weitere Überraschung in Bezug auf die Impulse aus den USA, und zwar wie folgt: Ältestes Ausstellungsstück unter den allesamt sehenswerten Dampflokomotiven ist die „Steinbrück“. Erst seit etwa einem Jahr steht sie hier, hochglanzpoliert, Baujahr 1848. Benannt ist sie nach einem damaligen Eisenbahnknotenpunkt im heutigen Slowenien. Es handelt sich um die älteste noch erhaltene und in Österreich gebaute Lokomotive. Konstruiert hat sie – man staune – ein offenbar in Wien tätiger Amerikaner namens John Haswell, und zwar nach amerikanischem Vorbild, was für Techniker leicht erkennbar ist im Vergleich mit den typischen Loks aus der „Wildwest“-Ära.</p>
<p><strong>Reminiszenz zu Harpers Ferry</strong></p>
<p>Gedanklicher Sprung in die USA und Erinnerung an Harpers Ferry: Der Ort liegt an der Einmündung des Shenandoah in den Potomac, genau im Dreiländereck Virginia, West Virginia und Maryland. Einst blühende Handelsstadt, mit großem Arsenal, im Bürgerkrieg fast völlig zerstört und – wie viele Orte in dieser Gegend – nicht wieder aufgebaut. Noch früher Ausgangspunkt von Expeditionen von Lewis und Clark. Heute nur mehr als historisch bedeutsamer Ort wahrgenommen mit viel Tourismus. Für Weitwegwanderer eine der zahlreichen Wegstationen des Appalachian Trail, der 3.500 km von Georgia nach Maine führt.</p>
<p><strong>Amerikanische Eisenbahn heute </strong></p>
<p>Der von zwei mächtigen und kreischend hupenden Diesellokomotiven angeführte, ausschließlich mit Containern beladene Güterzug ist schier endlos, das Getöse am Fußgängersteig, der vom West-Virginia-Ufer parallel zu Eisenbahnbrücke über den Potomac führt, ist kaum auszuhalten. Am Ende der Brücke, die schon in Maryland liegt, verschwindet er in einem Tunnel. – Vor mehr als eineinhalb Jahrhunderten ist Ghega hier durchgekommen auf dem Weg von Baltimore in die Appalachen. Ein Teil dieses Gebirges nennt sich Allegheny, zur Zeit Ghegas hieß es Alleghany. Die Eisenbahnbrücke hat damals noch anders ausgesehen, auch der Ort hier. Und der Zug, in dem Ghega saß, dürfte weniger Krach gemacht haben.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Publikationen Ghegas:</p>
<p><em>Die Baltimore-Ohio Eisenbahn über das Alleghany-Gebirg mit besonderer Berücksichtigung der Steigungs- und Krümmungsverhältnisse</em>. Kaulfuß Witwe und Prandel, Wien 1844</p>
<p><em>Über nordamerikanischen Brückenbau und Berechnung des Tragvermögens der Howe&#8217;schen Brücken</em>. Kaulfuss Prandel, Wien 1845.</p>
<p>Einige Quellen und Links:</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Ghega">https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Ghega</a></p>
<p><a href="https://www.suedbahnmuseum.at/at/">https://www.suedbahnmuseum.at/at/</a></p>
<p><a href="https://www.lok-report.de/news/europa/item/48660-oesterreich-steinbrueck-in-muerzzuschlag.html">https://www.lok-report.de/news/europa/item/48660-oesterreich-steinbrueck-in-muerzzuschlag.html</a></p>
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		<title>Technikgeschichte: MiG-15 und F-86</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jul 2025 07:57:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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(IRS) – Das Bild links zeigt die Nase eines in der Sowjetunion entwickelten Jagdflugzeugs der Type MiG-15 mit der Ansaugöffnung für das Strahltriebwerk. Das Flugzeug ist Teil der sehenswerten Ausstellung im Österreichischen Luftfahrtmuseum Graz-Thalerhof. Es trägt die Nummer 1326, hat polnischen Hoheitsabzeichen und ist eine in Polen in Lizenz gefertigte und der MiG-15 baugleiche LIM [...]]]></description>
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<dl id="attachment_10891" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10891" title="MiG-15" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/MiG-15-150x150.png" alt="MiG-15" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) – Das Bild links zeigt die Nase eines in der Sowjetunion entwickelten Jagdflugzeugs der Type MiG-15 mit der Ansaugöffnung für das Strahltriebwerk. Das Flugzeug ist Teil der sehenswerten Ausstellung im Österreichischen Luftfahrtmuseum Graz-Thalerhof. Es trägt die Nummer 1326, hat polnischen Hoheitsabzeichen und ist eine in Polen in Lizenz gefertigte und der MiG-15 baugleiche LIM 2. – Ein paar tausend Kilometer weiter westlich, in der Stadt Greenville in South Carolina, lässt sich auf dem Denkmal für den Piloten Rudolf Anderson das amerikanische Gegenstück zur MiG-15 besichtigen: Eine North American F-86.</p>
<p><span id="more-10886"></span></p>
<p><strong>Begegnung in Korea</strong></p>
<p>Unlängst ist mir die folgende Geschichte aus dem Koreakrieg untergekommen, die ich schon als Jugendlicher gehört hatte: Am 21. Dezember des Jahres 1950 war eine Formation von sechs propellergetriebenen amerikanischen Jagdflugzeugen des Typs P-51 „Mustang“ auf einem Patrouillenflug am Yule-Fluss (im heutigen Nordkorea) unterwegs. Plötzlich und wie aus dem Nichts wurden sie von sechs unglaublich schnellen silberglänzenden Flugzeugen mit Pfeilflügeln überrascht. Auffallend waren deren kurze und gedrungene Rümpfe und das Leitwerk mit dem roten Stern der chinesischen Luftwaffe: Es war eine erste Begegnung mit der MiG-15.</p>
<p><strong>MiG – Abkürzung für Mikojan und Gurewisch</strong></p>
<p>Den beiden Flugzeugkonstrukteuren Artjom Iwanowitsch Mikojan und Michai lJossipowitsch Gurewitsch gelang mit dem von ihnen entwickelten strahlbetriebenen Jagdflugzeug MIG-15 im Jahre 1946 der große Durchbruch. Das Flugzeug wurde 1949 der Öffentlichkeit präsentiert und bis in die Fünfziger-Jahre in der Sowjetunion und in Lizenz in anderen Ländern produziert, dies in einer unerreicht hohen Stückzahl von insgesamt etwa 18.000! Es ist nicht verwunderlich, dass dieses sehr gute Kampfflugzeug zum Standardjäger des damaligen Ostblocks wurde und durch seinen Export in etwa zwanzig Länder auch zum wirtschaftlichen Erfolg.</p>
<p><strong>Glimpflicher Ausgang</strong></p>
<p>Die vorhin geschilderte Begegnung der amerikanischen Piloten mit den russischen strahlgetriebenen Jagdflugzeugen des Typs MIG-15 war die erste ihrer Art. Den Amerikanern gelang es, den Angriffen unbeschadet zu entkommen, einerseits wegen der schlechten Treffergenauigkeit der chinesischen Piloten und andererseits wegen einiger Tricks, etwa diesem: Flugzeuge mit Kolbenmotoren waren recht robust gegen Vogelschlag, während ein solcher – auch heute noch – für Düsenantriebe gefährlich sein kann. So tauchten die Jagdflugzeuge mit Propeller im Verfolgungsfall zu Flüssen oder  Gewässern hin ab, um Vogelschwärme aufzuscheuchen, die Düsenflugzeuge geflissentlich mieden …</p>
<p><strong>Die notwenige Antwort</strong></p>
<p>Nichtsdestotrotz stellten die neuen MiG die amerikanische Luftwaffe vor ein Riesenproblem: Vor allem die großen Bomber wie die B 29, die im Weltkrieg zuvor noch eine große Rolle gespielt hatten, erwiesen sich im Koreakrieg als leichte Beute der MiG, dies in so hohem Ausmaß, dass man Bombardierungen in die Nacht verlegen musste. Aber auch die ersten von den USA gebauten und eingesetzten strahlbetriebenen Jagdflugzeuge waren den MIG krass unterlegen. Erst die von North American gebaute F-86 Sabre brachte nach mehrfachen Verbesserungen allmählich so etwas wie ein einsatztaugliches Gleichgewicht zur MiG-15. Jedenfalls wird von erbitterten Gefechten der beiden Flugzeugtypen berichtet.</p>
<p><strong>Rudolf Anderson Jr. – von Korea nach Kuba</strong></p>
<p>Weil schon sein Name erwähnt wurde: Rudolf Anderson Jr., Major der US-Luftwaffe, war im Koreakrieg einer Aufklärungseinheit zugeteilt und erhielt für seine gefährlichen, aber erfolgreichen Einsätze auf F-86 hohe Auszeichnungen. Während der Kubakrise war er ebenfalls Teil einer Aufklärungseinheit, die mit U2-Spionageflugzeugen die Stationierung von sowjetischen Mittelstreckenraketen entdeckte, was die sogenannte Kubakrise verursachte. Bei einem dieser Einsätze wurde sein Flugzeug von einer sowjetischen Luftabwehrrakete getroffen, die Splitter der Sprengladung beschädigten seinen druckdichten Anzug, er wurde bewusstlos und stürzte ab. Diese Episode wurde – so ich mich recht erinnere – im Thriller „Thirteen Days“ ausführlich dargestellt. Er war übrigens das einzige menschliche Opfer der Kubakrise.</p>
<p><strong>Eindrücke und Besonderheiten</strong></p>
<p>Zieht man heutige Passagierflugzeuge als Maßstab heran und sieht man beide Flugzeuge – MiG-15 wie F-86 – in natura, kann man diese in ihrer Ära gefährlichen Kriegsmittel von der Größe her nur als „zierlich“ bezeichnen. Kein Wunder, liegen Länge und Spannweite in einem Bereich von lediglich 10 bis 12 Metern. – Während nicht bekannt ist, wie weit die MiG-15 sich auf erbeutete Erkenntnisse stützen konnte, ist dies im Fall der F-86 gemäß Wikipedia klar, dass Konstruktions- und Forschungsunterlagen betreffend die deutsche Messerschmitt Me 262 sowie weitere deutsche Untersuchungsergebnisse in die Entwicklung der F-86 eingeflossen sind.</p>
<p><strong>Zum Österreichischen Luftfahrtmuseum Graz-Thalerhof</strong></p>
<p>Einige Ausstellungsstücke befinden sich im Freien, so etwa eine Antonov AN-2 mit ihrem Sternmotor und einem Vierblattpropeller, ein Saab J-35 Draken oder die durch ihre schiere Größe des Innenraums beeindruckende Transportmaschine Transall C-160. Der eine große Hangar des Museums beherbergt wahre Schätze an Flugzeugen, wie etwa die Saab J-95 fliegende Tonne, aber auch Tragschrauber, Hubschrauber, Flugmotoren, Triebwerke unterschiedlichster Bauarten, Modelle, etc., etc. Zu wünschen ist nur, dass das Museum möglichst bald eine weitere Halle bekommt, damit die derzeit recht beengt stehenden Ausstellungsstücke besser zur Geltung kommen.</p>
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<p>Quellen und weitere Hinweise:</p>
<p>Katalog des Österreichischen Luftfahrtmuseum Graz-Thalerhof, 84 S.</p>
<p><a title="Luftfahrtmuseum Graz" href="https://www.luftfahrtmuseum.at/" target="_blank">https://www.luftfahrtmuseum.at/</a></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mikojan-Gurewitsch_MiG-15">https://de.wikipedia.org/wiki/Mikojan-Gurewitsch_MiG-15</a></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/North_American_F-86">https://de.wikipedia.org/wiki/North_American_F-86</a></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Anderson">https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Anderson</a></p>
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