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	<title>Sonnek &#187; Persönlichkeit</title>
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	<description>Blog von Ingo Sonnek</description>
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		<title>Preis und Wert (17) – Für wen verhandeln Sie?</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 10:58:58 +0000</pubDate>
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(IRS) – Käufer und Verkäufer sitzen sich gegenüber, Gegenstand der Verhandlung ist klar umrissen, das Ringen um den Preis steht an. Jede der beiden Seiten hat dazu vorher für sich mögliche Strategien durchdacht und die als beste erscheinende ausgewählt. Preisgrenzen nach oben und unten wurden festgelegt, Vorschläge für Textierungen zu Modalitäten der Abwicklung erarbeitet und [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-6040" title="Konflikt" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Konflikt-150x150.PNG" alt="Konflikt" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) – Käufer und Verkäufer sitzen sich gegenüber, Gegenstand der Verhandlung ist klar umrissen, das Ringen um den Preis steht an. Jede der beiden Seiten hat dazu vorher für sich mögliche Strategien durchdacht und die als beste erscheinende ausgewählt. Preisgrenzen nach oben und unten wurden festgelegt, Vorschläge für Textierungen zu Modalitäten der Abwicklung erarbeitet und rechtliche Belange abgesichert. Der potenzielle Käufer hat von sich aus noch eine Bewertung des Kaufobjekts durch Dritte durchführen lassen und dessen Ergebnis der anderen Seite vorab zur Kenntnis gebracht. Also alles bestens? Nicht unbedingt …</p>
<p><span id="more-11302"></span></p>
<p><strong>Menschen verhandeln, nicht Organisationen</strong></p>
<p>In einer Preisverhandlung mit üblichem Ablauf gilt der Einstieg zunächst dem Aufbau und der Absicherung eines guten Gesprächsklimas. Schließlich sollte man nie außer Acht lassen, dass es nicht Organisationen sind, die Verhandlungen führen, sondern Menschen. Wenn es schließlich zur Sache geht, zu einem  ersten „Abtasten“ der voraussichtlichen Geschäftspartner, wird jede Seite je nach ihrer Strategie mehr oder weniger deutlich ihre pekuniären Vorstellungen auf den Tisch legen. Damit sind die Pflöcke gesteckt. Wahrscheinlich irgendwo zwischen diesen steht die Preislatte aus der Bewertung der dritten Seite.</p>
<p><strong>Eine Gesprächsbasis entsteht</strong></p>
<p>Ganz realitätsbezogen gesehen ist die Preisverhandlung von vorhin nicht plötzlich und aus dem Nichts zustande gekommen. Sie wird eine bestimmte Vorgeschichte haben. Vielleicht ist der Käufer von sich aus auf den für ihn interessanten Gegenstand gestoßen, vielleicht hat aber der Verkäufer die Initiative gesetzt und besagten Gegenstand mit Blick auf potenzielle Interessenten an rechtem Ort ins rechte Licht gerückt. Jedenfalls sind die beiden Interessenten oder ihre Mittelsmänner irgendwann zusammengekommen und aus ersten Kontakten ist durch Bekunden wechselseitigen Interesses eine Gesprächsbasis entstanden.</p>
<p><strong>Hintergründe kennen</strong></p>
<p>Einschub: Schon des Öfteren ist im Zusammenhang mit der Sachverständigentätigkeit zur Sprache gekommen, dass das Einarbeiten in einen Fall zwangsläufig dazu führt, dass man die handelnden Personen näher kennenlernt und sehr oft auch die wahren Hintergründe, die eine Sache zu einem Gerichtsverfahren haben anwachsen lassen. Sehr oft sind diese Hintergründe recht tragischer Natur, vor allem, wenn man im Lauf der Arbeit erkennt, dass das Ergebnis des Gutachtens jemanden treffen wird, der nach dem zu erwartenden Urteil um seine materielle Existenz wird bangen müssen.</p>
<p><strong>Empathie ja, Sympathie nein …</strong></p>
<p>Ebenso oft wurde das Thema angesprochen, dass man auch als zur Objektivität verpflichteter Sachverständiger und Unbeteiligter durchaus Empathie für einem „armen Kerl“ empfinden kann, anders gesagt eine Portion Mitgefühl für die Situation, in der er – vielleicht sogar unverschuldet – steckt. Das darf man von Menschen gesunder Psyche schließlich erwarten. Nicht am Platz ist jedoch Sympathie, also die positive gefühlsmäßige Einstellung zu Gunsten einer Person, die die Gefahr nach sich zieht, dass man nicht mehr objektiv und unbeeinflusst denken und entscheiden kann. Ende Einschub.</p>
<p><strong>… auch am Verhandlungstisch</strong></p>
<p>Zurück zum Verhandlungstisch, denn auch hier gilt: Empathie ja, Sympathie nein! Unter bestimmten Bedingungen können auch ansonsten noch so nüchterne Menschen bei Verhandlungen in die Sympathiefalle geraten: Wenn etwa die Beziehungen zwischen den Verhandlungspartnern schon so gut laufen, dass die nötige Härte in der Vertretung des eigenen Standpunkts nicht mehr gegeben ist, wenn also die Vorstellungen des Gegenübers stärkeres Gewicht bekommt als der eigene. Oder wenn die an sich nachteilige Bewertung durch Dritte als scheinbar objektiver Maßstab akzeptiert wird. Anders gesagt: Wenn man schon zu sehr auf der anderen Seite steht.</p>
<p><strong>Möglichkeit: Geschickten Verhandler engagieren</strong></p>
<p>Was kann man gegen die Gefahr falscher, weil zu großer Nachgiebigkeit tun? Die naheliegende Möglichkeit ist die emotionale Abkopplung von anderen Personen, insbesondere von Verhandlungspartnern, die ja Gegner sind und nicht Verbündete. Das sagt sich leicht, nicht jeder vermag ganz kühl Sachliches von Persönlichem trennen. Wenn Verhandler nicht jene nüchterne Professionalität besitzen, mit ein- und denselben Gegenüber am Vormittag bei einer harten geschäftlichen Verhandlung zu ringen und am Nachmittag bei einem privaten Tennismatch, empfiehlt sich nur eines: Man engagiere einen geschickten, erfahrenen und bewährten Verhandler und überlasse ihm die Sache!</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Preis und Wert (15) – Als Sachverständiger einzigartig</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 08:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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(IRS) – Einige Zeit habe ich im Rahmen eines privaten Sachverständigen-Verbunds Gutachten zu Gebäudetechnik- und Maschinenbau-Schäden erstellt – fast ausschließlich im Auftrag von Versicherungen. Klassische Gutachterarbeit eben. Ich habe sehr, sehr viel gesehen … und noch mehr gelernt. Der Haken an der Sache? Die Honorare bewegten sich irgendwo zwischen „Taschengeld“ und „symbolischer Anerkennung“. Wer mit [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-3174" title="Pfeil aufwärts grün" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Pfeil-aufwärts-grün-150x150.jpg" alt="Pfeil" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) – Einige Zeit habe ich im Rahmen eines privaten Sachverständigen-Verbunds Gutachten zu Gebäudetechnik- und Maschinenbau-Schäden erstellt – fast ausschließlich im Auftrag von Versicherungen. Klassische Gutachterarbeit eben. Ich habe sehr, sehr viel gesehen … und noch mehr gelernt. Der Haken an der Sache? Die Honorare bewegten sich irgendwo zwischen „Taschengeld“ und „symbolischer Anerkennung“. Wer mit dem Slogan „Qualität ist Ehrensache“ unterwegs ist, bekommt irgendwann die freundliche Ansage zu hören: „Dein Qualitätsanspruch ist wirklich nett – aber jetzt mal ehrlich: Hier geht’s in erster Linie darum, billig zu sein.“</p>
<p><span id="more-11255"></span></p>
<p><strong>Neues Spielfeld gesucht</strong></p>
<p>Nach zwei, drei Jahren wurde klar: Mit der von mir gelebten Sorgfalt und dem dafür nötigen Aufwand lässt sich auf diesem „Billig-Gutachten-Karussell“ einfach kein vernünftiges Einkommen mehr erzielen. Der in Summe hohe zeitliche Aufwand für die vielen kleinen Aufträge steht in keinem Verhältnis zum wirtschaftlichen Ertrag. Auch die Freude an der Arbeit geht verloren, wenn man Herzblut hineinsteckt und der karge Lohn als das Gegenteil von Anerkennung empfunden wird. Kurz gesagt: Meine Arbeitsweise ist zu schade für den Dumping-Wettbewerb. Sie gehört auf ein Spielfeld, auf dem Qualität nicht nur nett kommentiert, sondern auch bezahlt wird.</p>
<p><strong>„Besser sein“ reicht nicht</strong></p>
<p>Billig sein heißt noch dazu fast immer: Austauschbar sein, einer Menge an Mitbewerbern gegenüberstehen, im selben Pool von fachlich wenig fordernden Aufträgen fischen. Das Gegenteil heißt schlicht und einfach: Unverwechselbar werden. Erinnern wir uns an Thiels Weisheit: Monopole entstehen nicht durch &#8220;besser sein&#8221;, sondern durch &#8220;einzigartig sein&#8221;. Für einen Sachverständigen bedeutet das, sich nicht zufrieden zu geben mit „zertifiziert sein“ oder „Erfahrung haben“. Stattdessen kann er beginnen, ein kreatives Monopol aufzubauen, indem er ein Problem löst, das andere ignorieren oder nur halbherzig angehen.</p>
<p><strong>Der Sachverständige als kreativer Monopolist</strong></p>
<p>Nachstehend sind ein paar konkrete Wege aufgezeichnet, wie für einen Sachverständigen – insbesondere einen für ein technisches Fachgebiet – der Weg zum eigenen kreativen Monopol aussehen könnte. Das soll jetzt möglichst praxisnah bleiben, aber (etwas übersteigert) aufgefrischt mit einem ordentlichen Schuss Fantasie! Viel Fantasie braucht man auf jeden Fall! Denn Möglichkeiten gibt es genug, vorausgesetzt, wir verlassen unser Denken in eingefahrenen Kategorien. Ziel muss sein: Den Kunden und Klienten auf besondere und erstklassige Weise zu dienen, damit jeglichen Mitbewerber zu überflügeln und ganz nebenbei Preissetzungsmacht zu gewinnen. Also, hier einige Beispiele für Sachverständige aus technischen Fachbereichen, ausgehend von meinem Gebiet Gebäude- und Energietechnik:</p>
<p><strong>1. Das Fach-Monopol: Spezialisierung auf eine besondere Branche oder Technik</strong></p>
<ul>
<li><strong>Idee</strong>:      Werde der Go-to-Experte für etwas sehr Spezielles, das komplex ist und das      steigende Nachfrage hat, aber die Anbieter rar sind. Nicht &#8220;Gebäude-      oder Energietechnik-Gutachten&#8221;, sondern &#8220;Gutachten zur      KI-gestützten Ermittlung technisch-wirtschaftlichen Mängel in      Fernwärmeanlagen mit dezentraler Einspeisung und weitverzweigten Netzen“.</li>
<li><strong>Warum      Monopol?</strong> Die meisten Sachverständigen sind Generalisten – sie decken ein      breites Fachgebiet ab, aber das nur bis zu einer bestimmten Tiefe. Im      Gegensatz dazu kann man sich ein fachliches Monopol in einer engen Nische      bauen, wo man durch tiefe und nachgewiesene Expertise der Einzige ist, der      komplizierte Probleme rasch durchschaut und erfolgversprechende      Vorgangsweisen zur Lösung anzubieten hat.</li>
<li><strong>Humorvoller      Tipp</strong>: Präsentationen der eigenen Kompetenz können an ungewöhnlichen      Orten stattfinden, aufgelockert mit kabarettistischen oder dramatischen      Elementen in Zusammenarbeit mit Profis.</li>
<li><strong>Wie      umsetzen?</strong> Der Weg geht aus von tiefen eigenen Interessen, baut auf Erwerb      außergewöhnlichen Wissens sowie besonderer Erfahrung und hat eine klar      umrissene Zielgruppe im Auge. Die Bekanntheit steigt durch Beiträge in      Fachpublikationen, durch Präsentation von Fallstudien und durch Netzwerken      bei Branchenveranstaltungen.</li>
</ul>
<p><span style="color: #ffffff;">a</span></p>
<p><strong>2. Das Prozess-Monopol: Schnelligkeit plus Präzision durch Team und Talent</strong></p>
<ul>
<li><strong>Idee</strong>:      Integriere Tools, die andere nicht nutzen – z.B. KI-gestützte Analysen      (wie Simulationssoftware oder Datenvisualisierungen mit CAD-Integration),      um Gutachten in Rekordzeit zu liefern, ohne Qualitätseinbußen.</li>
<li><strong>Warum      Monopol?</strong> Technische Gutachten dauern oft Wochen, hier werden sie in Tagen      geliefert, mit interaktiven 3D-Modellen oder VR-Simulationen als Bonus.      Dein Monopol basiert auf &#8220;Höchste Qualität + Turbo-Turnaround&#8221;.      Für Kunden in Zeitdruck (z.B. bei Gerichtsfristen oder      Produktionsausfällen) ist man der Einzige, der beides liefert: hieb- und      stichfeste Argumentation und Geschwindigkeit.</li>
<li><strong>Humorvoller      Tipp</strong>: „Hochgeschwindigkeits-Gutachter“ mit überragender Präzision. Und      natürlich: Gewonnene Zeit kann viel wert sein!</li>
<li><strong>Wie      umsetzen?</strong> Investition in Software für Simulationen oder spezialisierte      KI-Tools für Fehleranalyse. Präsentation von Beispielprozessen. Echter &#8220;Vorsprung durch Technik&#8221;. Äußerst komplexe Fälle in Echtzeit lösen.</li>
</ul>
<p><span style="color: #ffffff;">a</span></p>
<p><strong>3. Das Reputations-Monopol: Kombination aus Fachwissen und Storytelling</strong></p>
<ul>
<li><strong>Idee</strong>:      Deine Gutachten oder Beratungsberichte sind nicht nur technisch top,      sondern auch erzählerisch überzeugend – mit klaren Empfehlungen,      Risikoanalysen und Kosten-Nutzen-Berechnungen, die Gerichte oder Unternehmensvorstände      überzeugen.</li>
<li><strong>Warum      Monopol?</strong> Viele Gutachter produzieren zwar &#8220;Qualität&#8221;, aber      wenige machen daraus eine &#8220;Geschichte&#8221;, die ein Laie versteht. &#8220;Verständliche      Höchstqualität&#8221; für Branchen, in denen Technik und Recht zusammen      eine Rolle spielen (z.B. Geothermienutzung). &#8220;Gerichtssichere      Stories plus Ingenieurgenauigkeit&#8221;.</li>
<li><strong>Humorvoller      Tipp</strong>: Selbstbild als &#8220;Technik-Bestseller-Autor&#8221;. Höchste      Qualität allein reicht nicht; sie muss verkauft werden.</li>
<li><strong>Wie      umsetzen?</strong> Anonymisierte Erfahrungsberichte als gute Geschichten      erzählt. Aufbau einer persönlichen Marke.</li>
</ul>
<p><span style="color: #ffffff;">a</span></p>
<p><strong>Wie das funktionieren kann und wie man startet</strong></p>
<p>Unterscheidung also durch Fach, Prozess oder Reputation! Das alles mag vielleicht jetzt wenig praxisnah aussehen. Aber: In allen Fällen geht&#8217;s um die Thiel-Formel, also die Wahl einer engen und genau umrissenen Zielgruppe, gepaart mit tiefem Problemverständnis, einer einzigartigen Lösung und – last but not least – um Mut zum Premium-Preis. Sachverständige haben einen Vorteil – dein Markt ist bis zu einem gewissen Grad reguliert, erlaubt aber jederzeit Differenzierung durch Innovation. Natürlich besteht das Risiko, dass die Nische sehr eng wird und damit der Markt sehr klein. Jedoch: Klein und profitabel schlägt groß und arm.</p>
<p><strong>Erster möglicher Schritt:</strong> Analyse der letzten 10 bis 20 Aufträge. Gibt es ein Problem, das immer wieder auftaucht? Gibt es einen Status quo, mit welchem potenzielle Auftraggeber am unglücklichsten mit? Lässt sich in irgendeine Richtung ein Monopol aufbauen? Man bedenke: Höchste Qualität ist toll, aber ohne Monopol ist sie nur ein teures Hobby.</p>
<p>(Wird fortgesetzt)</p>
<p>&#8212;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Preis und Wert (14) – Das kreative Monopol</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 07:32:45 +0000</pubDate>
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(IRS) – Peter Thiel – PayPal-Mitgründer, Facebook-Investor Nummer eins und professioneller Provokateur unter den Milliardären – hat in seinem Buch Zero to One einen Satz formuliert, der in Startup-Kreisen inzwischen fast schon als Bibelvers gilt: „Wettbewerb ist etwas für Verlierer.“ Klingt arrogant? Ist es auch. Aber dahinter steckt klare Logik: Intensiver Wettbewerb frisst Gewinne auf! [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-4248" title="Bestleistung" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Bestleistung-150x150.PNG" alt="Best" width="150" height="150" /></dt>
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</div>
<p style="padding-left: 30px;">(IRS) – Peter Thiel – PayPal-Mitgründer, Facebook-Investor Nummer eins und professioneller Provokateur unter den Milliardären – hat in seinem Buch <em>Zero to One</em> einen Satz formuliert, der in Startup-Kreisen inzwischen fast schon als Bibelvers gilt: „Wettbewerb ist etwas für Verlierer.“ Klingt arrogant? Ist es auch. Aber dahinter steckt klare Logik: Intensiver Wettbewerb frisst Gewinne auf! Wer in einem umkämpften Markt nur „der/die Bessere“ sein will, endet meistens damit, dass alle Beteiligten schlechter verdienen – inklusive der Kunden, die am Ende zwar niedrigere Preise, aber auch austauschbare Qualität bekommen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span id="more-11234"></span></p>
<p><strong>Kein „klassisches“ Monopol …</strong></p>
<p>Thiels Gegenentwurf lautet: Strebe ein <strong>Monopol</strong> an – allerdings nicht das klassische, kartellrechtlich fragwürdige Monopol, sondern ein <em>kreatives Monopol</em>. Du bist der <strong>einzige Anbieter</strong>, der ein ganz bestimmtes Problem auf eine Weise löst, die für eine klar definierte Zielgruppe deutlich überlegen ist! – Kurzer Rückblick: Wer erinnert sich noch an die ersten Suchmaschinen zu Beginn des Internets – und wo sind sie heute? Google hat (lange) kein Monopol auf Suchmaschinen gehabt – es hatte ein Monopol auf <em>die beste Suche, die sich die meisten Menschen vorstellen können</em>.</p>
<p><strong>… sondern ein persönliches!</strong></p>
<p>Doch jetzt zurück zur Realität von 99,99 % der Leser dieses Beitrages: Ein Freiberufler oder Selbständiger wird höchstwahrscheinlich kein zweites Google, kein SpaceX und auch kein neues DeepL gründen wollen. Er wird <strong>kein globales Monopol</strong> errichten. Aber – und das ist der entscheidende Punkt – er muss auch <strong>kein globales Monopol</strong> errichten. Was er lediglich braucht, ist ein seinem Wirkungskreis angepasstes <strong>lokales, nischenscharfes, persönliches Monopol</strong>! Ein solches kann sich jeder Freiberufler oder selbständiger schaffen, egal ob er Steuerberater, Grafikdesigner oder Übersetzer ist, genauso aber ein Sachverständiger!</p>
<p><strong>„Nischen-Paule“ – ein Denkanstoß aus der Industrie</strong></p>
<p>Er war ein Weichensteller der Automobilindustrie, gesegnet mit unglaublich gutem Gespür für neue Trends: Paul G. Hanemann, 1961 bis 1972 Vertriebsvorstand der Bayerischen Motorenwerke (BMW), genannt „Nischen-Paule“. Warum? In seine Zeit fiel die Einführung der „Neuen Klasse“, nämlich jener attraktiv-sportlichen und dennoch familientauglichen Limousinen, die bei ihrem Erscheinen als <strong>Nischen-Monopol</strong>, also ohne ernst zu nehmendem Mitbewerber dastand. Damit schaffte es der bayrische Hersteller nicht nur, auch in argen Krisenzeiten Gewinne einzufahren, sondern sich für die kommenden Jahrzehnte ein dauerhaft positives Image zu verpassen und einen finanziell einträglichen Teil des Marktes dauerhaft zu besetzen.</p>
<p><strong>Was steckt dahinter?</strong> <strong></strong></p>
<p>Wenn wir die darunterliegenden Mechanismen näher durchleuchten, stellen wir fest: Solche <strong>Mini-Monopole</strong> entstehen fast immer durch eine Kombination aus vier Dingen:</p>
<p>Erstens: Eine sehr präzise definierte Zielgruppe (je kleiner und je unglücklicher bisher bedient, desto besser)</p>
<p>Zweitens: Ein echtes Verständnis für ein Problem, das die meisten Wettbewerber nur oberflächlich wahrnehmen</p>
<p>Drittens: Eine Fähigkeit / ein Prozess / ein Stil / ein „Talent-Stack“ (© Scott Adams) / ein Werkzeugkasten, den du deutlich besser oder deutlich anders beherrschst und</p>
<p>Viertens: Mut, genau das laut zu sagen und dafür auch deutlich mehr Geld zu verlangen</p>
<p><strong>Der fatale Fehler, …</strong></p>
<p>… der mir zu Beginn meiner Selbständigkeit mehrmals passiert ist, den ich aber auch von anderen Freiberuflern oft – viel zu oft – zu hören bekam, lautete: „Ich mache im Prinzip zwar genau das Gleiche wie die anderen, bin aber ein bisschen günstiger / schneller / netter / irgendwie besser“. Das ist der schnellste Weg in die <strong>roten Zahlen der Mittelmäßigkeit</strong>. – Besser wäre doch, bitteschön, die Ansage: „Ich bin der Einzige, der genau dieses eine Problem für genau diese eine Art von Kunden oder Klienten auf genau diese Weise löst – und genau deshalb bekommt mein Kunde oder Klient höheren Wert geboten, weshalb ich spürbar mehr koste als der Durchschnitt.“</p>
<p><strong>Billigheimer sind keine Konkurrenz</strong></p>
<p>Ihr Ziel, werter Leser, kann es doch nicht sein, der Beste unter 1.200 Anbietern zu sein. Ihr Ziel muss es sein, der <strong>Einzige</strong> für eine kleine, aber zahlungskräftige und wiederkehrende Zielgruppe zu werden. Wer das schafft, braucht keine 60-Stunden-Wochen mehr, um sich gegen Billigheimer zu behaupten. Der hat dann nämlich etwas, das leider zu viele Freiberufler ihr Leben lang nicht erreichen: <strong>Preissetzungsmacht. </strong>Und die entsteht nicht dadurch, dass man besser verhandelt. Sie entsteht dadurch, dass der Kunde denkt: „Wenn ich den nicht nehme, bekomme ich das, was ich wirklich brauche, von niemandem sonst.“ – Willkommen im Club derer, die nicht mehr um jeden Euro kämpfen müssen!</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Im nächsten Beitrag dieser Serie wollen wir uns ansehen, wie sich das alles auf Sachverständige umlegen lässt!</p>
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		<title>Preis und Wert (13) – Der Wert klarer Botschaft</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 06:47:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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(IRS) – Die Bewertung jeglicher Dienstleistungen kann – wie bereits erwähnt – erst dann erfolgen, wenn diese erbracht sind. Jeder Auftraggeber hegt naturgemäß und mit Recht immer die Hoffnung, dass sein Auftragnehmer die in ihn gesetzten Vorgaben und Erwartungen voll erfüllen wird. Ein verantwortungsvoller Freiberufler muss daher allein schon aus Eigeninteresse bemüht sein, dem potenziellen [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10857" title="Mikro" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Mikro-150x150.png" alt="Mikro" width="150" height="150" /></dt>
</dl>
</div>
<p>(IRS) – Die Bewertung jeglicher Dienstleistungen kann – wie bereits erwähnt – erst dann erfolgen, wenn diese erbracht sind. Jeder Auftraggeber hegt naturgemäß und mit Recht immer die Hoffnung, dass sein Auftragnehmer die in ihn gesetzten Vorgaben und Erwartungen voll erfüllen wird. Ein verantwortungsvoller Freiberufler muss daher allein schon aus Eigeninteresse bemüht sein, dem potenziellen Kunden vom ersten Kontakt an ein realistisches Bild davon zu zeichnen, wer er ist und was er für seinen Kunden tun kann. Ebenso aber muss er klare und begründete Grenzen setzen zu solchen Wünschen, die er nicht erfüllen kann oder will.</p>
<p><span id="more-11228"></span></p>
<p><strong>Eine klare Botschaft hat Wert für alle Interessenten</strong></p>
<p>Woher kommen Aufträge? Das ist logischerweise die Grundfrage jedes Freiberuflers, aber auch die eines nebenberuflich tätigen Sachverständigen. Natürlich knüpft man meist schon lange vor der Selbständigkeit oder der Eröffnung einer Nebenbeschäftigung Kontakte, auf die man aufbauen kann. Die meisten Anfänge beginnen klein, erfahrungsgemäß kommen erste Aufträge nach einer gewissen Durststrecke, die man aber gut nutzen sollte, um sich zu etablieren. Das beinhaltet ein gewisses „Klinken putzen“, also persönliche Vorsprachen, Vorstellungen, um für seine Dienste zu werben und um Unterstützung und Weiterempfehlung zu bitten. Unabdingbare Voraussetzung ist aber von vorherein eine gut durchdachte und klar begründete Botschaft darüber, wer ich bin und was ich kann.</p>
<p><strong>Eine klare Botschaft auf der Website zeigt unverzichtbare Werthaltungen </strong></p>
<p>Bringt eine Website Interessenten? Darauf würde ich mich nicht verlassen: Die Wichtigkeit eines Auftritts im Internet wird meinem Empfinden nach eher überschätzt. Dennoch ist sie der Ort, an dem ein Freiberufler seine Präsenz aufbauen und seine Botschaft weitergeben kann. Sie ist daher auch die Stelle, an die man potenzielle Auftraggeber verweisen kann, die sich näher informieren wollen. Wichtig scheinen hier Angaben zum aktuellen Leistungsspektrum, zum Ausbildungswerdegang und zur bisherigen Berufserfahrung, vor allem aber auch Informationen zu persönlichen Erfahrungen und Werthaltungen, sowie zu gesellschaftlichen Engagements. Unüblich ist die Angabe von Referenzen für alle Arten von Vertrauensdienstleistern, die meist aufgrund von Standesregeln über Arbeit und Auftraggeber sehr zurückhaltend sein müssen oder gar vom Auftraggeber zu Geheimhaltung verpflichtet sind.</p>
<p><strong>Eine klare Botschaft hat Wert, indem sie auf manipulatives „Framing“ verzichtet</strong></p>
<p>In früheren Zeiten gab es sie vereinzelt, die „Absoluten Experten auf ihrem Fachgebiet“, entweder vorauseilend von anderen so bezeichnet oder von eigenen Gnaden ernannt, mit angemessener Dramaturgie des Auftritts, entweder als souveräne Sachverständige vor Gericht oder als hochgeachtete Interviewpartner in den Medien … Gewiss, jeder will gut dastehen und anerkannt sein, das gehört zum erfolgreichen Berufsleben und ist ja auch schwer in Ordnung. Verzichten wird man als seriöser Freiberufler aber auf alle psychologischen Tricks, die ein geschöntes Bild von einem selbst zeichnen. Verzichten wird man ebenso auf Halbwahrheiten, die etwas vorgaukeln, was kritischer Betrachtung nicht standhält, oder auf das Schmücken mit Lorbeeren, die einem nicht zustehen. Übertriebenem Lob gilt es genauso nüchtern entgegenzutreten wie ungerechtfertigter Kritik. Reaktionen müssen immer im Rahmen der echten und klaren Botschaft bleiben.</p>
<p><strong>Eine klare Botschaft hat Wert, da sie übertriebene Erwartungen zurechtrückt</strong></p>
<p>Wenn man als Freiberufler schon länger „auf dem Markt“ ist, wird man häufiger von Interessenten kontaktiert, die sich auf Empfehlungen zufriedener Dritter berufen. Das ist ein sehr erfreulicher Anlass, weil dadurch erstens die Hemmschwelle des Nicht-Kennens weggefallen ist und zweitens zumeist bereits eine positive Erwartungshaltung des Interessenten gegeben ist. Das muss jedoch noch nicht bedeuten, dass letzterer auch realistische Vorstellungen mitbringt in Bezug auf die Möglichkeiten des Freiberuflers. Erfahrungsgemäß werden diese eher über- als unterschätzt, vor allem dann, wenn genannter Interessent von einer Notlage getrieben wird. Je schneller hier die Dinge zurechtgerückt und klar ausgesprochen werden, desto besser für beide Seiten, zudem festigt sich durch „schonungslose“ Offenheit und Ehrlichkeit das Vertrauen des Interessenten, der merkt, dass er in guten Händen ist!</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Preis und Wert (10) – Dienstleistungskultur</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 07:48:16 +0000</pubDate>
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(IRS) – Bereits im letzten Blogbeitrag war von persönlicher Dienstleistungskultur die Rede. Auf diese soll etwas näher eingegangen werden, vor allem auf die kritischen Faktoren, die für die Dienstleistungskultur bestimmend sind und die sie für den Kunden wertvoll machen. Dazu gehen wir von den vier zentralen Eigenschaften aus, die jeder Dienstleister verfügen muss: Fachliche, ethische, [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-11181" title="Daumen hoch 2" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Daumen-hoch-2-150x150.png" alt="Daumen hoch 2" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) – Bereits im letzten Blogbeitrag war von persönlicher Dienstleistungskultur die Rede. Auf diese soll etwas näher eingegangen werden, vor allem auf die kritischen Faktoren, die für die Dienstleistungskultur bestimmend sind und die sie für den Kunden wertvoll machen. Dazu gehen wir von den vier zentralen Eigenschaften aus, die jeder Dienstleister verfügen muss: Fachliche, ethische, soziale und tätigkeitsbezogene Kompetenz. Hier ist zu beachten, dass Dienstleister und Kunden unterschiedliche Prioritäten setzen. Insbesondere für Neulinge können sich hier einige Stolpersteine auftun, die es zu vermeiden gilt.</p>
<p><span id="more-11178"></span></p>
<p><strong>Das Vertrauenskonto</strong></p>
<p>Jeder Kunde oder Klient, der sich auf eine Geschäftsbeziehung mit einem geistig-schöpferischen Dienstleister einlässt, gewährt letzterem einen hohen Vertrauensvorschuss. Dieser wird im übertragenen Sinn auf ein Vertrauenskonto gebucht, in das Dienstleister (Freiberufler, Selbständige, Sachverständige etc.) möglichst viel einzahlen und aus dem siemöglichst wenig abbuchen sollten. Wenn der Kontostand nach Erledigung eines Auftrags deutlich höher ausfällt als zu Beginn, wird der Kunde höchstwahrscheinlich gerne wiederkommen. Ist der Kontostand gesunken oder gar negativ, ist das Ende der Geschäftsbeziehung zu erwarten.</p>
<p><strong> Vertrauen bauen</strong></p>
<p>In Erinnerung gerufen seien „Ingos sieben I“, persönliche Eigenschaften des Freiberuflers, Selbständigen etc., die meines Erachtens für das Entstehen, Wachsen und dauerhafte Bestehen von Vertrauen und damit für eine Geschäftsbeziehung bestimmend sind:</p>
<p>-          IDENTITÄT: Keine falsche Rolle spielen, authentisch sein, eigene Stärken und Schwächen kennen, Achtung anderer, Respekt für Andersdenkende, Positives Bild von sich selbst und anderen</p>
<p>-          INTEGRITÄT: „Ich meine, was ich sage, und tue es auch“, Vorhersehbarkeit, Geradlinigkeit, Glaubwürdigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, fairer Umgang mit erfolgen und Fehlern bei sich und anderen, genaue Einhaltung von Vereinbarungen und Versprechen</p>
<p>-          IDENTIFIKATION: Gemeinsame Wertvorstellungen, gemeinsamer (z.B. sozialer, beruflicher oder kultureller) Hintergrund, Erfahrung mit ähnlichen Situationen, „Ansehen“ oder „Größe“ einer Person oder Organisation</p>
<p>-          INITIATIVE: Den ersten Schritt tun, „proaktiv“ sein, Vorleistungen bringen, Engagement bereits bevor Probleme auftreten, Bereitschaft, zuerst zu geben</p>
<p>-          INTERESSE: Zuhören können, Goldene Regel: Andere so behandeln, wie man selbst gerne behandelt werden möchte, Wertschätzung des Gegenübers, da sein, wenn man gebraucht wird</p>
<p>-          INFORMATION: Gegenseitige Erwartungen abklären, sich gegenseitig auf dem Laufenden halten, „Open Books“ in gemeinsamen Projekten</p>
<p>-          INTERAKTION: Regelmäßiger persönlicher Austausch, Jour fixes, Stammtische etc.</p>
<p><strong>Selbsteinschätzung eines Anbieters</strong></p>
<p>Im Kontakt mit seinem potenziellen Auftraggeber wird der anbietende Dienstleister bemüht sein, seine Kompetenzen herauszustreichen. Wie läuft diese Präsentation üblicherweise ab? Erfahrungsgemäß wird er zuerst in sehr hohem Maße und vielleicht sogar ausschließlich seine fachlichen Kompetenzen herausstreichen, etwa durch Hinweise auf Referenzen erfolgreicher Projekte oder auf die „Features“, die sein Büro besitzt. Aus eigener, leidvoller Erfahrung weiß ich, dass ein Neuling sehr oft gleich zur Sache gehen will, ohne dass – wie bei Neukontakten erforderlich – zuerst in ein Bemühen um gegenseitigen Beziehungsaufbau investiert wird (Wenigstens etwas „Small-Talk“, ehrliches Interesse zeigen etc.). Alles läuft darauf hinaus, dass der Anbieter der irrigen Selbsteinschätzung unterliegt, es komme nur auf das „Fachliche“ an.</p>
<p><strong>Erwartungen des Kunden</strong></p>
<p>Von der Kundenseite aus betrachten sieht die Situation grundlegend anders aus. Ein Neukunde wird von vornherein davon ausgehen, dass ich ausreichende fachliche Kompetenz besitze, die er ohnehin nicht überprüfen kann. Auch wird er ethisch korrektes Verhalten erwarten, weil er ansonsten wohl nicht auf mich als Dienstleister gekommen wäre. Was er aber sofort beurteilen kann, ist meine Sozialkompetenz, allein schon durch mein Verhalten im Erstgespräch. Und sehr schnell wird er auch meine Handlungskompetenz beurteilen können, wenn die nächsten Schritte besprochen werden. Kurz gesagt: Der Kunde reagiert vielleicht sogar mehr auf das, was er den Dienstleister tun sieht und von ihm nonverbal wahrnimmt, als auf das, was gesagt wird.</p>
<p><strong>Konsequenzen für den Dienstleister</strong></p>
<p>Alte Hasen aus dem Dienstleistungsgeschäft wissen, dass ein Auftrag nur in einer solchen Größenordnung oder Gewichtigkeit gelingen kann, wie es die vertrauensbestimmte Tragfähigkeit einer Beziehung zulässt. Wechselseitige Investition in Vertrauen ist unerlässlich, das gilt für Auftraggeber und Auftragnehmer gleichermaßen. Die Vertrauensbeziehung gleicht einer Hängebrücke, über die das Geschäft laufen kann. Vertrauensverlust gleicht Seilbrüchen an der Brücke, die, wenn nicht rechtzeitig repariert, zum Einsturz – sprich zum unliebsamen Ende der Geschäftsbeziehung – führen können.</p>
<p><strong>Zielführende Dienstleistungskultur</strong></p>
<p>Ausgereifte Dienstleistungskultur mit Beachtung der Prioritäten des Kunden ist daher eine unbedingte Voraussetzung für eine hohe Werthaltung in den Augen des Auftraggebers. Erfahrungsgemäß wird dann das Gewicht des Preises einer Leistung zurückgestuft hinter die vielen anderen Vorteile des Dienstleisters, auf die sich der Auftraggeber künftighin verlassen wird können. Aus eigenem Erleben kann ich sogar bestätigen, dass in Auftragsfällen, in denen der Kunde guten Gewissens Erledigung in absoluter Zuverlässigkeit und höchstem Vertrauen erwarten kann, niemand mehr nach dem Preis fragen wird.</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Preis und Wert (8) – Vorteile und Nutzen vermitteln</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Dec 2025 10:15:20 +0000</pubDate>
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(IRS) – Wenn ein Ingenieurbüro sich um einen Planungsauftrag bewirbt, wird es versuchen, seine Leistungen im besten Licht darzustellen. In erster Linie wird es zeigen wollen, wozu es fachlich imstande ist. Es wird auf langjährige Erfahrung hinweisen und auf eine beachtliche Zahl herzeigbarer Referenzen. Große Büros haben mitunter schöne Hochglanz-Broschüren mit beeindruckenden Zahlen, Daten und [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-11141" title="Features" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Features-150x150.png" alt="Features" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) – Wenn ein Ingenieurbüro sich um einen Planungsauftrag bewirbt, wird es versuchen, seine Leistungen im besten Licht darzustellen. In erster Linie wird es zeigen wollen, wozu es fachlich imstande ist. Es wird auf langjährige Erfahrung hinweisen und auf eine beachtliche Zahl herzeigbarer Referenzen. Große Büros haben mitunter schöne Hochglanz-Broschüren mit beeindruckenden Zahlen, Daten und Fakten und – vor allem – mit einer Fülle ästhetisch ansprechender Bilder. Präsentiert wird ein Bündel an Merkmalen, Besonderheiten, Eigenschaften, Kennzeichen, also all das, was sich treffend mit dem englischen Wort „Features“ zusammenfassen lässt.</p>
<p><span id="more-11137"></span></p>
<p><strong>Darstellung des eigenen Könnens reicht nicht aus</strong></p>
<p>Für Sachverständige verhält sich die Sache nicht anders. Bewerben sie sich als Berater, stellen sie genauso ihre Erfahrungen, ihr Wissen und alle Arten möglicher Errungenschaften mehr oder weniger gekonnt ins Rampenlicht, vielleicht weniger aufwendig. Gegen gelungene Selbstdarstellung um der Aufmerksamkeit willen muss wohl sein. Und es ist auch gar nichts dagegen einzuwenden, vorausgesetzt natürlich, sie beruht auf Tatsachen. Aber egal ob Ingenieurbüro oder sachverständiger Berater: Die Aufzählung positiver Fakten über die eigene fachliche Kompetenz allein reicht zur Auftragsgewinnung erfahrungsgemäß nicht aus!</p>
<p><strong>Denn Kundenherzen wollen gewonnen werden! </strong></p>
<p>Diese verlangt zuallererst nach einer Änderung der Blickrichtung: Der Anbieter muss seinen Schatten überspringen und sich gewissermaßen in die Schuhe des Klienten oder Kunden stellen: Er muss die Situation aus der Sicht des erhofften Auftraggebers betrachten. Dem Kunden geht es in erster Linie wohl darum, dass er den <strong>Vorteil</strong> der angebotenen Leistung erkennen will im Vergleich zu einem Mitbewerber. Er will eine klare Darstellung des <strong>Nutzens</strong> erhalten, der geboten wird. Er will nicht nur seine Forderungen – sofern er diese darstellen kann – maximal erfüllt bekommen, sondern auch seine (subjektiven) Erwartungen!</p>
<p><strong>Wie kann die erfolgreiche Strategie des Anbieters aussehen? </strong></p>
<p>Aus meiner Sicht besteht die erfolgversprechendste erste Maßnahme darin, es nicht bei der Kundenanfrage bewenden zu lassen und rasch darauf mit einem konkreten Angebot zu reagieren.  Nein, die Anfrage muss um ein direktes Gespräch erweitert werden. Denn es ist dem Bieter nicht damit gedient, wie die anderen Bieter einfach ein rasch erstelltes Angebot in den Ring des Vergabekampfes zu werfen, auch dem Kunden nicht, weil es ihm nur die Möglichkeit lässt, den scheinbar richtigen Auftragnehmer über den niedrigsten Angebotspreis zu finden. Auch Termindruck darf nicht maßgeblich sein!</p>
<p><strong>Möglichkeiten zum Vertrauensaufbau schaffen</strong></p>
<p>Es gibt den schönen Fall, dass der Kontakt zwischen Freiberufler und Auftraggeber durch Empfehlungen Dritter zustande kam und so von vornherein positives Verhandlungsklima gegeben ist. Auch wenn dies nicht der Fall ist, muss immer die Möglichkeit bestehen, Zeit zu einem ausführlichen  Gespräch oder wenigstens zu zielführendem Schriftverkehr zu bekommen. Dadurch lernt nicht nur der mögliche Auftraggeber den Bieter besser kennen, sondern letzterer erfährt mehr über die Erwartungen des potenziellen Auftraggebers. Der direkte Kontakt wird, wenn er von beiden Seiten in guter Absicht stattfindet, schnell zum Aufbau gegenseitigen Vertrauens führen.</p>
<p><strong>Die Vermittlung von Vorteil und Nutzen</strong></p>
<p>Der wesentliche zweite Schritt besteht meines Erachtens im ständigen Einbringen und Unterstreichen der Vorteile und des Nutzens, die der Kunde im Auftragsfall lukrieren darf. Dieser Teil der Kommunikation darf schon mit der ersten Kontaktaufnahme beginnen. Wie läuft das ab? Ganz einfach dadurch, dass der Kunde, indem er seine Bedingungen und zum Teil auch seine Erwartungen offenlegt, fast automatisch auch seine Ängste und Kriterien einer Nichterfüllung (Neudeutsch „No-Gos“, siehe Duden) mitteilt. Der Hinweis auf Vorteile und Nutzen soll auch dem solcherart offenbarten Sicherheitsbedürfnis des Kunden Genüge tun.</p>
<p><strong>Ein Wort noch zur Vorbereitung von Gesprächen</strong></p>
<p>Wie entwickle ich die Vorteile für den Kunden, wie lässt sich der Nutzen darstellen? Hier können  wieder die „Features“ ins Spiel kommen: Aus jedem einzelnen lassen sich die Vorteile für den Auftraggeber ableiten. Ein Beispiel für Planer: Referenzen über durchgeführte Projekte zeigen, dass der Bieter den beabsichtigten Arbeiten gleiche oder ähnliche bereits erfolgreich und zur Zufriedenheit seiner Kunden ausgeführt hat. Daraus lässt sich für den potenziellen Auftraggeber ein Vorteil darstellen: Die Übergabe von Kontaktadressen und die Möglichkeit, bei vormaligen Auftraggebern direkt rückzufragen und sich ein eigenes Bild zu verschaffen, stärkt nicht nur das Vertrauen, sondern gibt dem Auftraggeber hohen Nutzen in Form von Sicherheit, dass auch er gute Arbeit erwarten darf.</p>
<p>Merke: Features -&gt; Vorteile -&gt; Nutzen</p>
<p>(Wird fortgesetzt)</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Vom Umgang mit schwierigen Klienten</title>
		<link>http://www.sonnek.at/2025/09/19/schwierige-klienten/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Sep 2025 08:09:43 +0000</pubDate>
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(IRS) – Welcher Freiberufler oder Unternehmer kennt ihn nicht: Jenen sich von Zeit zu Zeit manifestierenden besonderen Menschenschlag, dessen Anforderungen nicht in den üblichen Geschäfts- oder Projektablauf „einzugliedern“ sind, der – manchmal stark dramatisierend – einen hohen Grad an Aufmerksamkeit an sich zu ziehen versucht und der Problemstellungen aufwirft, die  sich einer doch so logisch [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-2781" title="Fragezeichen" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Fragezeichen-150x150.jpg" alt="Fragezeichen" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) – Welcher Freiberufler oder Unternehmer kennt ihn nicht: Jenen sich von Zeit zu Zeit manifestierenden besonderen Menschenschlag, dessen Anforderungen nicht in den üblichen Geschäfts- oder Projektablauf „einzugliedern“ sind, der – manchmal stark dramatisierend – einen hohen Grad an Aufmerksamkeit an sich zu ziehen versucht und der Problemstellungen aufwirft, die  sich einer doch so logisch und naheliegend erscheinenden Lösung auf rätselhafte Weise zu entziehen scheinen. Im Lauf eines Berufslebens entwickelt man allmählich ein Instrumentarium für den Umgang mit solchen außergewöhnlichen Zeitgenossen.</p>
<p><span id="more-10982"></span></p>
<p><strong>Die umstrittene Heizungsinstallation</strong></p>
<p>In einem – hier wie auch sonst immer anonymisierten – Fall sucht ein Klient Rat, was er tun soll, um aus seiner verzwickten Situation herauszukommen. Teile der Installation rund um einen  Zentralheizungskessel seien von einem Fachmann anlässlich eines Service-Einsatzes als derart fehlerhaft bemängelt worden, dass er sich außerstande gesehen habe, den Kessel in Betrieb zu setzen. Ein herbeigerufener Installateur habe gleich den Austausch des zwar über zwanzig Jahre alten, aber doch bitteschön bis dahin einwandfrei funktionierenden Heizungskessels empfohlen und dazu umgehend ein Angebot gelegt. Der Klient vermutete eine geheime Absprache zwischen Servicemann und Installateur, verstärkt um den Verdacht, ein missliebiger Verwandter habe auch noch seine schmutzigen Hände im Spiel gehabt und, und, und …</p>
<p><strong>Die dramatischen oder dramatisierten Folgen</strong></p>
<p>Aufgrund dieser der Erzählung nach beinah allgemeinen Weltverschwörung gegen den Klienten und seinen tadellos funktionierenden Heizungskessel stünde die Wohnung nun seit einigen Jahren leer oder sei nicht vermietbar, nach anderer Erzählung müsse ein alter Familienangehöriger dort zeitweilig sein Dasein fristen, im Winter bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, und dies bei ohnehin angeschlagener Gesundheit. – Einige Wochen später meldet sich eine Verbraucherorganisation, die bereits seit längerer Zeit in den Fall eingebunden ist, und will Details dazu wissen, weil mein Gespräch mit dem Klienten bei besagter Institution bereits  aktenkundig geworden sei.</p>
<p><strong>Rätselhafte Ereignisse</strong></p>
<p>Das vorhin Geschilderte ist aber noch nicht alles: Denn – kein Witz! – einige Monate später meldet sich die Katastrophenabteilung einer Behörde telefonisch bei mir: Der freundliche Mitarbeiter will Details aus meinem Gespräch mit dem Klienten verifiziert haben, an die ich mich auch beim besten Willen nicht erinnern kann. Auch den bei der Behörde offensichtlich entstandenen Eindruck, in der Sache seien meinerseits bereits Erhebungen durchgeführt worden, muss ich entkräftigen: Die Anlage habe ich nie gesehen, ich kenne den Fall nur aus Erzählungen und dem mir damals vorliegenden Schriftverkehr. Warum die Anlage nicht schon längst erneuert oder instandgesetzt worden sei? Das entziehe sich meiner Kenntnis. – Wer weiß, vielleicht meldet sich in der Sache demnächst irgendein Ministerium …</p>
<p><strong>Eine Heizungspumpe zu viel </strong></p>
<p>In einem anderen, etwas weniger dramatischen Fall beschwert sich eine mir bekannte und meines Wissens sogar äußerst entfernt verwandte Person ziemlich echauffiert darüber, dass ein Installateur vor vielen Jahren eine Heizungs-Umwälzpumpe zu viel installiert habe, was einen unnötigen Aufwand an Heizkosten zur Folge gehabt hätte. Vor mehreren Jahren nun sei diese eine Pumpe vom selben Installateur ausgebaut worden, worauf sich die Heizkosten deutlich vermindert hätten. Das erste Problem? Der Installateur hätte sich nicht entschuldigt, er hätte gemeint, die besagte Pumpe sei damals wohl angeordnet worden, an Genaues könne er sich nicht mehr erinnern. Das zweite Problem? Wer ersetze nun den unnötigen und über die Jahre angefallenen hohen Teil der Heizkosten? Mein Rat an die unlängst wieder einmal im Büro erschienene Person, die Sache nach mehreren Jahren einfach zu vergessen, wurde mit deutlicher Entrüstung zurückgewiesen …</p>
<p><strong>Was tun im Umgang mit herausfordernden Klienten</strong></p>
<p>Erst einmal darauf achten, dass sie keine Klienten werden. Man entwickelt eh bald ein feines Sensorium für Leute, die Probleme mit sich schleppen, die sie anderen umhängen möchten oder in die sie wenigstens andere hineinziehen wollen. Also: Erstgespräch unverbindlich, kurze Beratung gerne, alles kostenlos, ansonsten Kontakte freundlich und kurz, mit dem deutlichen Hinweis, dass man in der Sache aus technischer Sicht nichts tun kann, keine schriftliche Stellungnahme abgeben will und auch kein Gutachten erstellen kann, weil die zur Problemlösung nötigen Schritte ausschließlich bei der betroffenen Person liegen. – Auf den Hinweis, dass hier aus meiner Sicht keine technischen Schwierigkeiten vorliegen, sondern wahrscheinlich andersgeartete und vielleicht mit der Psyche der Person verknüpfte, verzichte ich natürlich, allein schon aus Gründen des Respekts gegenüber betreffendem Mitmenschen …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Eigenheiten von Menschen, die man nicht vergisst</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2025 07:17:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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(IRS) – Langjährig Berufstätige können auf eine Unzahl von Sitzungen, Vorträgen, Seminaren, Besprechungen, Verhandlungen, Präsentationen und dergleichen zurückblicken. Versucht man, sich an einzelne dieser Anlässe zurückzuerinnern, stellt man fest, dass von den Inhalten, die damals vermittelt worden sind, sehr wenig im Gedächtnis haften geblieben ist. Im Gegensatz dazu bleiben Eindrücke von einzelnen Personen lebendig in [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-10857" title="Mikro" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Mikro-150x150.png" alt="Mikro" width="150" height="150" /></dt>
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</div>
<p>(IRS) – Langjährig Berufstätige können auf eine Unzahl von Sitzungen, Vorträgen, Seminaren, Besprechungen, Verhandlungen, Präsentationen und dergleichen zurückblicken. Versucht man, sich an einzelne dieser Anlässe zurückzuerinnern, stellt man fest, dass von den Inhalten, die damals vermittelt worden sind, sehr wenig im Gedächtnis haften geblieben ist. Im Gegensatz dazu bleiben Eindrücke von einzelnen Personen lebendig in Erinnerung. Weitere Teilnehmer des Ereignisses? Sind im Strudel des Vergessens versunken. Erhebt sich die Frage: Warum verharren diese Leute im Gedächtnis? Was kann ich tun, um in Erinnerung zu bleiben?</p>
<p><span id="more-10856"></span></p>
<p><strong>Von erinnerungs-werten Inhalten …</strong></p>
<p>In ihrem Buch “Impossible to Ignore: Creating Memorable Content to Influence Decisions” beschäftigt sich die US-amerikanische Kognitionswissenschaftlerin Carmen Simon mit einem deutlich anderen Thema. Und zwar damit, welche Eigenschaften unsere Botschaft, unsere Aufforderung zum Handeln, also alles, was wir unseren Hörern oder Lesern zumuten, aufweisen muss, um im Gedächtnis zu bleiben. Und wie diese Äußerungen ganz praktisch gestaltet werden sollten. Das Buch zielt in erster Linie auf Inhalte, die zu Marketingzwecken online präsentiert werden.</p>
<p><strong>… zu erinnerungs-werten Menschen</strong></p>
<p>Die Autorin Stephanie Vozza von Fast Company hat sich des Themas Merkbarkeit angenommen und ausgehend von den Ausführungen von Carmen Simon dargestellt, welche Eigenschaften oder Eigenheiten Menschen aufweisen müssen, um tatsächlich unverrückbar und unauslöschlich, also im wahrsten Sinn des Wortes „merk-würdig“ zu bleiben. Auch wenn man solchen typisch amerikanischen listenartigen Aufzählungen gegenüber skeptisch sein mag, scheint es doch wert zu sein, die Aussagen für sich selbst zu prüfen und zu überlegen, ob man daraus nicht vielleicht doch etwas lernen kann.</p>
<p><strong>Und das sind die sieben Eigenheiten von Menschen, die (positiv) im Gedächtnis bleiben</strong></p>
<p><em>Sie nutzen die Macht der Überraschung</em></p>
<p>Wenn uns eine Überraschung unbekannter Art angekündigt wird, liegen wir meist im Zwiespalt und tendieren eher dazu, uns auf Unangenehmes einzustellen, das da zu erwarten sein würde. Vielleicht sind wir aus einer Zeit unserer Vorfahren gegen Überraschungen von Grund auf negativ konditioniert, um die Überlebensreflexe zu bewahren. Umso schöner wird unsere Empfindung, wenn wir positiv überrascht werden, etwa durch uns völlig Unbekanntes oder absolut nicht Erwartbares. Ein Beispiel: Eine persönlich erlebte und berührende Geschichte mit einem völlig unvorhersehbaren Ausgang.</p>
<p><em>Sie sprechen grundlegende Werte an</em></p>
<p>Eindruck hinterlässt, wer sich klar und deutlich positioniert, wer nicht um den heißen Brei redet, sondern die Dinge beim Namen nennt, das auch dann, wenn er weiß, dass ein großer Teil seiner Zuhörerschaft damit nicht einverstanden ist. Dazu gehört zum Beispiel auch die Bereitschaft, auf latente Gefahren hinzuweisen oder um Sicherheit bemüht zu sein. Andererseits aber nimmt jeder Zuhörer gerne Ratschläge an, die ihm helfen, erfolgreicher zu sein und gestärkt durch das Leben zu gehen. Man öffnet sich gerne Menschen gegenüber, die sich um Probleme kümmern und Lösungen anbieten können.</p>
<p><em>Sie helfen gerne anderen</em></p>
<p>Zu letzterem passend ist auch die Tatsache, dass Menschen in Erinnerung bleiben, die anderen helfen oder sich bei Dritten für andere einsetzen. Dazu gehören nicht nur  Coaches und Mentoren, sondern auch alle jene, die selbst zum Telefonhörer greifen und Menschen Wege erleichtern oder ebnen. In Erinnerung bleibt auch, der bereit ist, sein Wissen zu teilen,  selbst mit künftigen Berufskollegen, die vielleicht einmal Mitbewerber sein könnten. Auch jemandem unaufgefordert dann zu helfen, wenn derselbe in Nöten ist und nicht um Hilfe gebeten hat, wird den Helfer unvergesslich machen.</p>
<p><em>Sie sind bereit zum Widerspruch</em></p>
<p>&#8220;Wenn alle das Gleiche denken, wird nicht viel gedacht&#8221;, sagte schon Karl Valentin. Es gibt nichts Einschläferndes als Veranstaltungen, in denen gemeinsam gejammert oder geklagt wird. Widerspruch ist das Salz in der Suppe und belebt die Gehirnwindungen. Dasselbe gilt für Annahmen, für die „wissenschaftlicher Konsens“ gelten soll, der nur die eine „richtige“ Meinung zulässt und widersprechende „Abweichler“ als „Leugner“ oder „Schwurbler“ denunziert. Eine Äußerung, die keinen Widerspruch duldet, ist Propaganda. Gerade eine solche verlangt nach Widerspruch.</p>
<p><em> Sie sind Macher</em></p>
<p>Der Begriff „eine Extrameile gehen“ kommt vermutlich davon, dass ein römischer Soldat einen anderen Römer anhalten durfte, des Soldaten Gepäck unentgeltlich eine Meile weit zu tragen. Im „übertragenen“ Sinn steht der Ausdruck – der öfter im Englischen als im Deutschen verwendet wird – dafür, dass jemand mehr Leistung erbringt, als von ihm erwartet werden durfte. Jemand, der sich besonders anstrengt, bleibt ebenso im Gedächtnis, nicht nur beim Kunden, sondern auch in seinem Umfeld. Das gilt für Dienstleistungen ganz besonders. Man halte es mit Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.“</p>
<p><em>Sie sind hervorragende Geschichtenerzähler</em></p>
<p>„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Das gilt nicht nur online: Wer in der Lage ist, bildhafte Sprache einzusetzen, ist weitaus im Vorteil gegenüber dem, der zur selben Sache trockene Fakten herunterleiert! Geschichten können fesseln. Zu den einprägsamsten Vorträgen gehören die, in denen eine Erzählung gleich in die nächste überleitet. Die besten, prägnantesten und lehrreichsten Erzählungen mit der höchsten Informationsdichte finden sich aber immer noch in der Bibel: Man nehme ein Evangelium, zum Beispiel das von Matthäus, und lese die Gleichnisse Jesu zu einer Fülle von Themen, die das Leben betreffen.</p>
<p><em>Sie haben ein breites und buntes Vokabular</em></p>
<p>Das heißt: Verzicht auf Standardfloskeln, Insider- oder Berufsjargon, abgedroschene Vergleiche oder Witzchen und Kalauer mit Null-Humor. Wer begeistern will, braucht ein sprachliches Feuerwerk, originelle Einsichten, gute und auf die Ausführungen passend abgestimmte Analogien, Scharfsinn, Wortwitz und rasches Eingehen auf unerwartete Situationen. All das muss aufbauen können auf einen soliden Wortschatz und ein möglichst breites Allgemeinwissen. – Zum Schluss, aber nicht zuletzt: Soll eine Botschaft ankommen, gilt natürlich das Allerwichtigste: Man muss Menschen mögen!</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Quellen:</p>
<p><a href="https://www.fastcompany.com/3059962/seven-habits-of-memorable-people">https://www.fastcompany.com/3059962/seven-habits-of-memorable-people</a></p>
<p>Carmen Simon, Impossible to Ignore: Creating Memorable Content to Influence Decisions, McGraw-Hill Education, 2016</p>
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		<title>Arbeitsumgebung</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jun 2025 10:04:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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„Der vernünftige Mensch passt sich der Welt an; der unvernünftige besteht auf dem Versuch, die Welt sich anzupassen. Deshalb hängt aller Fortschritt von unvernünftigen Menschen ab.“ Dieses Zitat des irischen Dramatikers und Satirikers George Bernard Shaw (1856 – 1950) ist an den wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und technischen Fortschritt adressiert. Es trifft aber genauso zu auf die „Welt“ [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-10783" title="IMG_3754-150x150" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/IMG_3754-150x1501.jpg" alt="Bild" width="150" height="150" /></dt>
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<p><em>„Der vernünftige Mensch passt sich der Welt an; der unvernünftige besteht auf dem Versuch, die Welt sich anzupassen. Deshalb hängt aller Fortschritt von unvernünftigen Menschen ab.“ </em>Dieses Zitat des irischen Dramatikers und Satirikers George Bernard Shaw (1856 – 1950) ist an den wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und technischen Fortschritt adressiert. Es trifft aber genauso zu auf die „Welt“ in Form der Arbeitsumgebung eines geistig-schöpferisch tätigen Angestellten, Freiberuflers oder Selbständigen. Denn für den beruflichen Erfolg dieser „Wissensarbeiter“ ist das Vorhandensein eines geeigneten Arbeitsumfelds unabdingbar.</p>
<p><span id="more-10782"></span></p>
<p><strong>Wo ist der geeignete Ort?</strong></p>
<p>Gleich zu Beginn der Tätigkeit zum Beispiel als einzeln arbeitender Sachverständiger stellt sich die grundlegende Frage: Wo – an welchem Ort – will ich arbeiten und wo kann ich tatsächlich arbeiten? Unter welchen Möglichkeiten kann ich wählen? Vor allen Dingen: Wie kann ich meine Tätigkeit örtlich und zeitlich derart einrichten, dass sie weitgehend störungs- und ablenkungsfrei erfolgen kann? Wo sind alle nötigen Arbeitsmittel in greifbarer Nähe? Wo stehen ausreichende Arbeits- und Ablageflächen zur Verfügung? Wo kann ich Gegenstände Dritter zwischenlagern und wo sind diese vor Zugriffen Unbefugter geschützt?</p>
<p><strong>Forderungen der Arbeitswelt </strong></p>
<p>Es ist schwer, von außen beurteilen zu können, ob und wie weit in unserer Arbeitswelt – zum Beispiel in größeren Betrieben – gezielt auf die Erfordernisse der geistig-schöpferischen Arbeit Rücksicht genommen wird oder werden kann. Und wie weit in der Zeit der ständigen Erreichbarkeit und der gerade noch geduldeten und immer kürzer werdenden Reaktionsfristen zum Beispiel Störungsfreiheit überhaupt denkbar ist. Aber gerade diese ist wichtigste Voraussetzung für das, was der Informatikprofessor Carl Newport als „Deep Work“ bezeichnet: Höchste Konzentration, damit das Gehirn sein gesamtes Potenzial für höchstwertige Arbeit entfalten kann.</p>
<p><strong>Vordenker der „Wissensarbeit“</strong></p>
<p>Die Herausforderungen sind nicht neu: Schon vor etlichen Jahrzehnten hat einer der großen Management-Denker auf besondere Notwendigkeiten im Hinblick auf geistig-schöpferisch Tätige hingewiesen, nämlich Peter Drucker (1909 – 2005), der US-amerikanische Ökonom mit altösterreichischen Wurzeln. Sein Zitat aus dem Jahr 1968 hat bis heute nichts an Aktualität verloren: <em>Wissensarbeit produktiv zu machen ist die große Managementaufgabe dieses Jahrhunderts, so wie es die Aufgabe des vergangenen Jahrhunderts war, manuelle Arbeit produktiv zu machen. – </em>Die Begriffe „Wissensarbeit“ und „Wissensarbeiter“ sind übrigens Wortschöpfungen Druckers.</p>
<p><strong>Büro oder Zuhause?</strong></p>
<p>Die Arbeit als Sachverständiger ist allein schon aufgrund der gebotenen Vertraulichkeit organisatorisch von der „normalen“ Beschäftigung im Erwerbsleben zu trennen. Selbstverständlich will man aber auf die gewohnten Arbeitsmittel zurückgreifen können, wobei vorteilhafterweise ein überwiegender und immer noch wachsender Anteil an Informationen elektronisch und damit ortsunabhängig zur Verfügung steht. Bleibt zum Beispiel für einen Angestellten noch zu klären, ob er als Sachverständiger im Büro außerhalb der regulären Arbeitszeit – frühmorgens oder spätnachmittags – oder eher zuhause unterbrechungsfrei arbeiten kann.</p>
<p><strong>Ist man im Home-Office ablenkungsfrei?</strong></p>
<p>Also doch eher zuhause? Ist man ausreichend Realist, wird einem bewusst sein, dass auch bei räumlich getrenntem Home-Office und trotz vereinbarter temporärer „Nicht-Sichtbarkeit“ Unterbrechungen durch familiäre Einflüsse und Forderungen nie ganz zu vermeiden sind, selbst wenn sich die Familie noch so sehr bemüht. Dazu kommen Anforderungen psychologischer Art, etwa die Ablenkungen durch noch zu erledigende häusliche Aufgaben: Zum Beispiel durch die Wiese vor dem Fenster, die wieder dringend Pflege braucht und durch den startbereiten Rasenmäher, der sich auch schon irgendwie ins Sichtfeld gedrängt hat …</p>
<p>&#8212;</p>
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		<title>Freude am Beruf – aber nicht nur daran</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Apr 2025 09:23:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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(IRS) Dieser Blog hat eine Suchfunktion. Gibt man dort die ersten drei Worte aus dem Titel ein, zeigt sich, dass sie in über fünfzig der nunmehr fast siebenhundert Blogbeiträge vorkommen. Das Thema Freude ist mir also wichtig. Wobei: Ich meine hier nicht Freude als Folge oberflächlichen Vergnügens, sondern Freude als Folge des Erlebens tiefer Genugtuung [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-3174" title="Pfeil aufwärts grün" src="http://www.sonnek.at/wp-content/uploads/Pfeil-aufwärts-grün-150x150.jpg" alt="Pfeil" width="150" height="150" /></dt>
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<p>(IRS) Dieser Blog hat eine Suchfunktion. Gibt man dort die ersten drei Worte aus dem Titel ein, zeigt sich, dass sie in über fünfzig der nunmehr fast siebenhundert Blogbeiträge vorkommen. Das Thema Freude ist mir also wichtig. Wobei: Ich meine hier nicht Freude als Folge oberflächlichen Vergnügens, sondern Freude als Folge des Erlebens tiefer Genugtuung  aus der Arbeit heraus. Anders als Im Deutschen unterscheidet man im Englischen sehr treffend zwischen „happiness“ für Ersteres und „joy“ für das Zweite. Stellt sich die Frage: Welche Umstände oder Faktoren an oder in der beruflichen Tätigkeit führen zu Freude im Sinne von „joy“?</p>
<p><span id="more-10690"></span><strong>Einige Abgrenzungen sind vorab wichtig</strong></p>
<p>Es geht bei den folgenden Überlegungen nicht um bloße Zufriedenheit am Arbeitsplatz, wie sie etwa von den Arbeiterkammern für unselbständig Erwerbstätige regelmäßig erhoben wird. Dass die für Arbeitnehmer , aber auch Arbeitgeber und für die gesamte Volkswirtschaft wichtig ist, steht außer Zweifel. Mit in solchen Untersuchungen vorausgesetzten  Arbeitsbedingungen hatte ich allerdings in den letzten Jahrzehnten nichts zu tun. Mein Erfahrungsspektrum bezieht und beschränkt sich auf das freiberufliche, selbständige und damit selbstbestimmte und weitgehend selbstverantwortliche Wirtschaftsfeld.</p>
<p><strong>Die Aufmerksamkeit wendet sich verstärkt den Kunden zu</strong></p>
<p>Sieht man von der zeit- und fallweisen Bindung an oder Eingliederung in externe Abläufe ab, wie sie etwa bei Gericht als Gutachter oder bei Unternehmen als Planer oder Berater gegeben sind, besteht für den Freiberufler oder Selbständigen weitgehende Freiheit in der Gestaltung der eigenen Tätigkeit und des erforderlichen Arbeitsumfeldes. Was im Gegenzug bedeutet, dass diese Freiheit in vieler Hinsicht ein hohes Maß an Selbstdisziplin verlangt, woran sich besonders Einsteiger gewöhnen müssen. Haben sich dann Arbeitsabläufe eingespielt, kann der Freiberufler seine Aufmerksamkeit mehr und mehr auf die Kunden konzentrieren. Das war bei mir nicht anders.</p>
<p><strong>Erste Erfolge und Glückserlebnisse</strong></p>
<p>Wie wichtig der Bezug auf Kunden oder Auftraggeber ist für das Erleben von tiefer Freude, werden wir später noch sehen. Waren doch die ersten beruflichen Erfolge und damit verbundenen Glückserlebnisse in meiner Erinnerung noch eher in der Kategorie „happiness“ zu finden, was heißen soll in der persönlichen „Auferbauung“: Das geglückte Agieren in einem auch für Gutachter sehr anspruchsvollen Fall, die gelungene Erörterung eines Gutachtens unter Anwesenheit mehrerer Rechtsanwälte, das „investigative“ Vorgehen mit Aufdeckung erstaunlicher Zusammenhänge, um nur einige Beispiele zu nennen.</p>
<p><strong>Man nehme sich nicht zu wichtig! </strong></p>
<p>Mit zunehmendem Alter habe ich – mehr unbewusst als bewusst – begonnen, mich nicht mehr wichtig zu nehmen. Im Alter muss man nichts beweisen, man will nichts mehr darstellen, im positiven Sinn einfach keine Rolle mehr spielen. Das verstärkte das Interesse an und die Zuwendung zu Menschen, mit denen ich im Rahmen eines Auftragsfalls – meistens vor Gericht – zu tun hatte.! Ihnen zu dienen machte Freude, auch dann, wenn Menschen mit schwierigem Verhalten oder „speziellem“ Charakter darunter waren. Dazu kam ein wacher Blick auf die Situation und auf das Umfeld, aus dem die Menschen kamen. Immer mit gebotener Vorsicht: Empathie ist zum Beispiel einem Sachverständigen erlaubt, keinesfalls aber Sympathie!</p>
<p><strong>Resultate ausgewogenen Verhaltens </strong></p>
<p>Das Resultat dieses Verhaltens, das sich allmählich ergeben hat, habe ich als wunderbare Freude empfunden: Keine negativen Gedanken gegenüber irgendjemanden sind zurückgeblieben, auch nicht gegen jene, die sich fallweise aggressiv oder zynisch verhalten haben. Vielfach Dank und Anerkennung sind gekommen, sogar von Leuten, die ein Verfahren vielleicht sogar wegen Aussagen in meinem Gutachten verloren hatten. Ein dauerhaft gutes, fast kollegial positives Verhalten zu Personen des Gerichts hat sich ergeben. Und materiell? Natürlich waren auch gute Honorare Anlass zu Freude, stellen sie doch ebenso eine Form von Anerkennung dar.</p>
<p><strong>Dienen: Freuden- und Erfolgsfaktor </strong></p>
<p>Es ist offenbar eine Eigenschaft, die ganz tief in das Herz des Menschen eingepflanzt ist: Wer nicht nur an sich selbst denkt, sondern anderen Aufmerksamkeit schenkt und vorrangig jenen Menschen dient, die mit ihm in irgendeiner Weise in Beziehung stehen, wird tiefe Freude erleben. Diese Grundhaltung des Dienens ist für den (frei-)beruflichen Erfolg wesentlich, bekanntlich gilt: Dienen kommt vor Verdienen. Wer sich beruflich wie privat ausschließlich auf sich selbst und die Erfüllung seiner eigenen Bedürfnisse und Erwartungen konzentriert, wird diese Art Freude nicht erleben können.</p>
<p>&#8212;</p>
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